Warum ich als Linker die AfD wähle

Man hat mir meine Linke geraubt, und die will ich wieder. Aber bis dahin wählen viele anders, was bereits Sahra Wagenknecht zur Linksflucht feststellte, Zitat:

Wagenknecht, die innerparteilich wegen ihrer Haltung in der Flüchtlingspolitik in die Kritik geraten ist, verwahrte sich in der „NOZ“ gegen „Lügen“ und „Diffamierungen“ in der Migrationsdebatte. „Wer jeden, der eine differenzierte Sicht auf Migration einfordert, in die Nazi-Ecke stellt, begreift nicht, dass er genau damit die rechten Parteien stärkt.“

Ich kann das sehr gut nachvollziehen, denn genau deswegen wähle ich jetzt die AfD.

Vor einiger Zeit schrieb ich, dass wenn man nicht das feministische Paket buchen will, also die systematische Diskriminierung von Männern, man keine andere Wahl als die Rechten hätte, dass man allein sie wählen könnte. Jetzt habe ich mich dazu durchgerungen, genau das auch zu tun, da noch weitere Punkte hinzugekommen sind, zu denen die AfD tatsächlich die einzige Alternative ist – ich spreche sie nur kurz an und verlinke auf weiterführendes. Im vorweggenommenen Fazit lässt sich sagen, dass sie nicht die Nazipartei ist, als welche sie dämonisiert wird; eine Dämonisierung, auf die auch ich reingefallen bin.

Als da als erstes wäre die Migrationspolitik. Ich hätte kein Problem mit der Zuwanderung von Millionen Tibetern oder Juden, weil die keine toxische Kultur mitbringen. Ich habe ein Problem mit Muslimen, nicht weil ich rechts bin sondern weil der Islam rechts ist, genauer: eine chauvinistische Herrenmenschenideologie mit den Gläubigen als Ariern und den Ungläubigen als Untermenschen. Muslime wollen sich nicht integrieren sondern übernehmen, der einzige Grund, warum sie sich noch friedlich geben, ist, dass sie sich in der Minderheit befinden – auch die meisten Nazis halten sich an die Gesetze. Die verschwindend wenigen liberalen Muslime werden von ihren scheinbaren Glaubensbrüdern mit Morddrohungen überzogen; es gibt keinen liberalen, demokratischen Islam. Das Thema Migration wird aber bis zur Wahl totgeschwiegen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

 

Im Rahmen der Coronapolitik wird der große Neustart, der Great Reset angestrebt, eine totalitäre, globale Umgestaltung der Gesellschaft nach chinesischem Vorbild. Aber selbst, wenn man das als Aluhutwahn abtut, ist die AfD die einzige Partei, die das Land nicht mit Lockdowns und Impfdruck drangsalieren will. Weiterhin stellt sich sich gegen Bargeldabschaffung und grenzenloses Datensammeln und Privatsphärenverletzungen, alles Negierungen von Punkten auf der Agenda des Great Reset.

Eine gleichzeitiger Kohle- und Atomausstieg ist ein Wahnsinn, der zu einem deutschlandweiten Stromausfall und damit zur größten Katastrophe seit Hitler führen kann.

Was das Geschlechterthema angeht, so ist die AfD für Männerrechtler kaum wählbar – die anderen Parteien aber noch weniger. Sie ist halt konservativ. So lehnt sie zwar Frauenquoten und Gendersprech ab, steht aber gleichzeitig für eine Politik, nach der allein Frauen vor häuslicher Gewalt geschützt werden und Kinder zur Mutter gehören.

Wenn die Linken wieder vernünftig geworden sind und solche Formate wie die Wagenknecht als Kanzlerkandidaten aufstellen, werde ich sie wieder wählen, bis dahin ist die AfD das kleinere Übel.

90 Gedanken zu „Warum ich als Linker die AfD wähle

  1. HansG

    Ich finde es erstaunlich, wie du, völlig verständlich für mich, eine erklärte Kommunistin als die linke Stimme der Vernunft betrachtest. Was sagt das über das linke Parteienspektrum aus?

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  2. Shitlord

    Ein sehr guter Freund (und Papa meiner Patentochter) formulierte das so: Jetzt wähl ich halt nur noch die scheiß AfD; ich kann hier nämlich wirklich keinen verdammten Rassismus brauchen; Guck mal, wie meine Kinder aussehen.

    Die 90er mit einer konservativen CSU waren schon eine tolle Zeit. Ich bin halt so aufgewachsen, das ich mit Mädels aus der halben Welt rummachen konnte, und wir vielleicht eine U-Bahn-Station auseinander wohnten. Wahrscheinlich habe ich deswegen 0 Verständnis für den modernen, „woken“ Rassismus.

    Fiel mir nie auf; war auch allen vollkommen egal. Ist irgendwie sehr schade.

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  3. NBG

    Seitdem das „Zugpferd“ Wagenknecht weg ist, ist die Partei eigentlich nicht mehr wählbar. Aber Hauptsache diese greislischen Weiber Kipping usw. haben sich durchgesetzt. Obwohl sie rhetorisch der Sarah absolut NIX entgegen zu setzen haben.

    Beim Wahl-O-Mat war bei mir die AfD auf Platz 1 und die Linke mit 20% Übereinstimmung auf dem LETZTEN PLATZ!

    Hat mich selber überrascht, wie sehr sich diese Partei (mir als Ossi) entfernt hat…

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  4. Mika

    Ich geh mal nen Schritt weiter. Nicht AFD wählen ist ein Verbrechen. Wir werden von Faschos regiert und unsere Freiheit ist im Arsch. Das Verfassungsgericht ist zur Farce mutiert. Das Grundgesetz taugt noch als Klopapier. Gesunde Menschen werden als Gefahr eingestuft. Die Irren regieren.
    Die AFD ist die einzige echte Opposition, auch wenn ich denen nicht wirklich zustimmen kann und will. Trotzdem muss man sie wählen, um sich von den Faschisten zu distanzieren. Wer nicht wählt ist Faschist. Wer System wählt ist Verbrecher. Mit solchen Leuten will ich nicht mehr in einem Land zusammen leben.
    CDU, SPD und Grüne haben die Grundrechte abgeschafft. Was braucht es noch?

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    1. Tristan Rosenkranz

      „Wer nicht wählt, ist ein Faschist.“ Hast Du Dich hinsichtlich ärztlicher Behandlung in Tür und Dosierung vertan?

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      1. Mika

        Die Faschisten sind an der Macht. Die Verfassung gilt nicht mehr. Versammlungsrecht, körperliche Unversehrtheit etc wurden von CXU und SPD abgeschafft. ROT Grün macht mit. Nur die AFD setzt sich für die Grundrechte ein. Das sind Fakten.
        Wer nicht gegen den Faschismus ist, unterstützt ihn.
        Manchmal sind die Dinge einfach und klar.

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          1. Mika

            Du bist doch der, der beim Kampf um die Kinder vom Staat verarscht wurde? Ich erinnere mich nur dunkel. Die AFD wäre auf deiner Seite. Alle anderen verarschen dich nur.

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            1. Mika

              Ich bin nicht arm, im Gegensatz zu dir.
              Ich habe etwas zu sagen, du nicht.
              Ich bin Demokrat, du bist Faschist.

              Hab ich was vergessen?

  5. Renton

    Tu, was Du nicht lassen kannst. Solange die AfD von den anderen Parteien wie ein Paria behandelt wird, wird die Strategie, mit ihrer Hilfe die anderen Parteien in Sachen Asyl-/Ausländerpolitik und Corona in Deinem Sinne zu beeinflussen, wohl aufgehen. (Für diese Deine Positionen habe ich ein gewisses Verständnis.) Aber wehe, irgendwann darf die AfD mal mitregieren. Bei deren Vorstellungen von Sozialpolitik wirst Du Dir als Linker dann wünschen, sie nie gewählt zu haben, das prophezeie ich Dir.

    Es ist ein Spiel mit dem Feuer, der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht, such‘ Dir einen weisen Spruch aus.

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      1. Renton

        MUAHAHAHAHAHAHA!!!

        Dass die als stärkste Oppositionspartei im Bundestag sitzen – jetzt, aktuell! -, hat doch auch nichts genützt. Das, worauf Du Deine Hoffnung setzt, gibt es schon, und es ist (auf der Linken) wirkungslos!
        Du bist doch alt genug. Hast Du nichts gelernt aus der 20%-SPD? Denen ist die Hälfte ihrer Wähler davongelaufen, die Partei Die LINKE ist inzwischen auch in Westdeutschland etabliert, und trotzdem machen die ungerührt weiter.
        Das gab es schon einmal: Die Grünen wären nie groß geworden, wenn die SPD nicht ausdauernd einen Teil ihrer Wähler verprellt hätte.
        Und selbst das war nicht das erste Mal: Die Politik der SPD-Führung im ersten Weltkrieg hat sogar zur Spaltung ihrer eigenen Partei geführt. Aber die Führung war so konsequent, dass sie nach dem Krieg sogar ihre eigenen Leute hat über den Haufen schießen lassen. Und danach haben sie sich gewundert, wieso die KPD der SPD so unversöhnlich gegenüberstand, und warum ihre eigenen Wahlergebnisse so schlecht waren…
        Die sind lernresistent. Die entwickeln sich vielleicht in eine bessere Richtung weiter, aber nicht, weil sie gelernt hätten. Da ist ja Fukushima-und-danach-die-verlorene-LTW-Baden-Württemberg-lieber-doch-ohne-Atomkraft-Merkel lernbereiter gegen…

        Na gut, ich komme runter. Träumen darf man. Aber behalte bitte soweit die Kontrolle über Deinen Traum, dass Du aufwachst, bevor er zum Alptraum wird. In Deinem, und in meinem Interesse 😉

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  6. Mika

    Renton, was wäre denn eine Alternative? Die Linken, also CDU, SPD, Grüne und SED? Jede dieser Parteien steht für Zuwanderung ins Sozialsystem, Klimawahn und neue Schulden. Noch wenige Jahre, dann war es das mit dem Sozialsystem, weil keine Geld und keine Wirtschaftskraft mehr übrig bleibt.
    Mit der AFD gibt es den Hauch einer Chance. Mit den Linken die Garantie fürs Scheitern.
    Die Träume von der Rettung der Welt überzeugen mich nicht. Deutschland hat sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht. Die fallen wieder auf die Fresse. Irgendwie raffen die es nicht.

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    1. Renton

      Ich wähle immer noch die LINKE. Inzwischen zwar mit Bauchgrummeln, aber noch sehe ich meine Positionen unter den im Bundestag vertretenen Parteien bei ihnen am besten repräsentiert.

      Bei Zuwanderungs- und Geschlechterpolitik mag ich die LINKE nicht. Bei Wirtschaft-, Sozial-, Steuer-, Außen- bzw. Friedenspolitik und Klima sehr wohl. Ausschlaggebend ist für mich die Sozialpolitik, die ist mir am wichtigsten.

      Dass Du sie „SED“ nennst, ist einfach nur gestrig. Die DDR ist über 30 Jahre passé, die WASG aus Westdeutschland, die andere der beiden Vorgängerparteien der heutigen LINKEN, hatte mit der DDR sowieso nie was zu tun, und wenn man schon den ollen SED-Vorwurf gegen die LINKE erhebt, sollte man CDU und FDP bitte auch ihre Blockflötenvergangenheit unter die Nase reiben. Oder sogar ihre Nazivergangenheit.

      „Jede dieser Parteien steht für Zuwanderung ins Sozialsystem, Klimawahn und neue Schulden.“

      Ersteres gilt für die Union nur bedingt. Zumindest die EU-Außengrenzen versucht Merkel dichtzuhalten. Der Klimawandel ist ein ernstes Problem, dass gelöst werden sollte. Bei der LINKEN sehe ich noch em ehesten erfolgversprechende Ansätze, die gleichzeitig die Interessen von Wirtschaft und Arbeitern berücksichtigen. Der Vorwurf „Neue Schulden“ ist noch oller als der SED-Vorwurf. Wenn die LINKE ihr Steuerkonzept durchsetzen könnte, stünde der Staat mit 70 Miliarden Euro Mehreinnahmen da, deutlich mehr als bei jeder anderen Partei. Neue Schulden enthalten nur die Steuerkonzepte von CDU und FDP, das sind die wirklich unseriösen, weil sie gleichzeitig behaupten, trotz Mindereinnahmen im zweistelligen Milliardenbereich keine neuen Schulden einzuplanen.

      Phantasien vom Untergang des Abendlandes („Noch wenige Jahre, dann war es das mit dem Sozialsystem, weil keine Geld und keine Wirtschaftskraft mehr übrig bleibt“) wirken aus dem Mund von jemandem, der gleichzeitig „Klimawahn“ und „Träume von der Rettung der Welt“ beklagt, regelrecht putzig. Du machst das gleiche wie die von Dir (zurecht) gescholtene Gegenseite: Mit hemmungslosen Übertreibungen einer Angst vor dem Weltuntergang frönen.

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      1. Mika

        Eine gute Sozialpolitik beinhaltet zuerst Arbeit, Einkommen und keine unnötigen Abgaben. Also Familiensplitting, keine indirekten Steuern auf den Grundbedarf. Der Staat hat gefälligst nur den Familiengewinn zu besteuern. Darüber den unnötigen Luxus. Ein BMW X6 darf gerne mit 200% besteuert werden, wenn der Opel Astra Kombi für die Familie steuerfrei bleibt. Heute ist es umgekehrt.
        Rente, AV und KV als Bürgerversicherung für ALLE, ohne jede Ausnahme. Keine Zuwanderung in das Sozialsystem. Rein kommt nur, wer hier geboren wird, oder etwas geleistet hat. Dafür verzichten wir auf Altersarmut und blödsinnige Sanktionen für Leute, die halt nicht können.
        Klima findet statt, ob wir es ändern können, bezweifle ich stark. Also sollten wir uns anpassen, das verspricht mehr Erfolg. Atomkraft statt Windschrott. Echter Naturschutz wäre viel sinnvoller.
        Gender Blödsinn streichen. Komplett. Dafür ordentliche Bildung, das bringt mehr.
        Wenn du CDU und CO als unseriös bezeichnest, dann stimme ich zu. Sie stehen der SED nicht nach. Ich schreibe SED, weil sie immer noch dem Sozialismus anhängen. Das ging schief und kann weg.
        International brauchen wir nicht den Player zu versuchen. Es geht eh schief. Keine Bundeswehr im Ausland. Punkt. Keine Einmischung in fremde Angelegenheiten. Punkt. Auch keine Entwicklungshilfe. Bringt eh nix. Und auch kein Export von Müll, Billigwaren etc.
        JA und dann mal die Konzerne richtig an die Kandarre nehmen. Was brauchen wir Amazon, Google und Co? Die saugen uns aus und leben von unserem Sozialsystem.
        Ich rede ja mit Linken und AFDlern. Aber die AFD scheint mir da viel pragmatischer zu sein. Linke mauern mir zu sehr. Die wollen nicht denken und damit habe ich ein Problem.

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        1. Renton

          Dann haben wir hier einen Catch-22: Wählt man die AfD, sind die Grenzen geschlossen, aber der Sozialstaat wird direkt demontiert. Wählt man die Linke, wird der Sozialstaat zunächst gestärkt, kollabiert aber mittelfristig wegen der offenen Grenzen.

          Wir sollten wohl doch besser Mitte-Altparteien wählen…

          Ohne Flax: Die Wahrscheinlichkeit für beide Szenarien entspricht zunächst einmel der Wahrscheinlichkeit, dass die jeweilige Partei mit anderen regiert, mit denen sie beide Punkte umsetzen kann. Ist für beide Parteien nicht sehr hoch, für die Linke wohl etwas höher. Bei den offenen Grenzen kommt noch hinzu, dass die Warnung sich schon einmal als falsch erwiesen hat. EU-Osterweiterung, Arbeitnehmerfreizügigkeit, anyone? Was wurde uns damals nicht ausgemalt, wie arm wir bald alle wären wegen der slawischen Sozialschmarotzer und Schwarzarbeiter. Hielt sich aber doch irgendwie in Grenzen, oder?
          Dir ist anscheinend auch nicht klar, dass zumindest die meisten Afrikaner hierher zum Arbeiten kommen. Ob Einwanderer uns auf der Tasche liegen, hängt daher davon ab, ob wir ausreichend Arbeitsplätze für sie schaffen. Womit wir wieder bei der Wirtschaftspolitik wären. Ein Feld, auf dem die AfD mit dümmsten Neoliberalismus brilliert. Aber na gut, die wollen auch die Grenzen dicht halten, da brauchen sie sich zumindest um Arbeitsplätze für Einwanderer keinen Kopf zu machen.

          Allerdings wollen auch Inländer arbeiten…

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          1. Mika

            Zwei Punkte:

            Einwanderung aus dem Osten. Schau dich mal in Dortmund Ewing um. Da wird eine fahrende Gruppe alimentiert und macht Arbeit. Da werden jede Menge Fachkräfte gebunden. Auf unsere Kosten. Brauch ich nicht.
            Afrikaner sind im Görlitzer PArk auch sehr aktiv. Und wer zahlt die Folgekosten? Diese Leute können mehrheitlich nicht in unserer Welt mithalten. Wenn wir einfache Tätigkeiten benötigen, dann sollten wir das in Afrika machen lassen, dann reicht das Einkommen nämlich auch. Hier generieren diese Leute nur Jobs in der Helferindustrie. Netto bleibt nix über.

            Und mal ehrlich, Sozialismus führ immer zu Armut, Gefängnissen und Toten. Wie oft soll das noch bewiesen werden? Du kannst nicht mit dem Fahrrad und Anhänger bergauf strampeln und erwarten, das das ohne Kraft geht. Jemand muss in die Pedale treten. Und im Sozialismus lohnt sich das Treten nicht.

            Es geht nicht.

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            1. Renton

              1. Immer wieder spannend, was einem alles unterstellt wird.

              „Da wird eine fahrende Gruppe alimentiert und macht Arbeit.“

              K.A., was/wen Du meinst. Drück dich mal klar aus.

              2. Entweder meinst Du, ich sei für ungebremste Migration. Bin ich nicht. Oder Du glaubst, mit Deinem Verweis auf die Versagerpolitik in Sachen Wirtschaft und Integration von heute irgendwie mein Argument entkräften zu können, dass es besser ginge. Dazu merke ich nur an, dass CDU & Konsorten entgegen ihrer Selbstdarstellung von Wirtschaftspolitik kaum etwas verstehen. Das sind Dilletanten. Die verwechseln Korruption und Betriebswirtschaft mit Volkswirtschaft.

              Wenn es nach mir ginge, würde eine Wirtschaftspolitik gemacht, die auf Vollbeschäftigung abzielt. Und es würden die Grenzen für Migration von außerhalb der EU sehr dicht gemacht. Man könnte das besser stemmen, aber da wir es jetzt schon versaut haben, sollten wir erstmal die Probleme in den Griff kriegen, die wir jetzt haben, anstatt uns neue zu importieren.

              3. „Sozialismus“

              Ist nicht mein Ziel, habe ich auch nirgendwo behauptet. Frag Dich mal, wieso Du einfach so davon ausgehst. Könnte zu erhellenden Erkenntnissen führen.

      2. aranxo

        Es ist dieselbe Organisation wie die SED (trotz mehrfacher Umbenennung), es sind dieselben Leute wie in der SED (Gysi, Bartsch etc.), es ist dieselbe Knete wie die der SED (solange die nicht verraten, wo sie das SED-Vermögen versteckt haben, werde ich sie immer SED nennen), und vor allem, es ist dasselbe Mindset und dieselben Ziele wie die der SED (vergiss das mit dem „demokratischen“ Sozialismus, das ist dasselbe wie ein veganes Schlachthaus, existiert nicht, Sozialismus kann man wählen, aber nicht abwählen). It swims like a duck, it quacks like a duck, it looks like a duck. May be it’s a duck.

        Antwort
        1. Renton

          „es sind dieselben Leute wie in der SED“

          Dazu habe ich was gesagt, Stichwort WASG. Allein diese Aussage zeigt, wes Geistes Kind Du bist.

          Antwort
            1. Renton

              „SED Vermögen offen legen.“

              Genau. Und der Irak soll endlich seine Massenvernichtungswaffen rausrücken.
              Wenn Du Dir so sicher bist, dass bei der Linken noch SED-Vermögen vorhanden ist, scheinst Du ja mehr zu wissen. Leg Dein Wissen doch einfach offen, ja? Und bei der Gelegenheut auch gleich die Parteispender der AfD, und die vom dicken Kohl. Ansonsten verschone mich mit der ollen Kamelle. Bloß, weil sich irgendwelche Leute vor dreißig Jahren beim Zusammenbruch der DDR bereichert haben, werde ich heute nicht die für mich beste Partei im Bundestag nicht wählen.

              „Alt-Kader aburteilen.“

              Meinst Du das wörtlich? Muss man vor Deinem Tribunal auch ein Verbrechen begangen haben, oder reicht Alt-Kader zu sein völlig aus für eine VerAburteilung? Oder soll die Tätigkeit ehemaliger SED-Kader aufgeklärt werden? Da hat die Linkspartei mehr gemacht als alle anderen Parteien.
              Habt ihr bei der AfD eigentlich auch mal die Vergangenheit eurer Ex-DDR-Mitglieder durchleuchtet? Nein? Na dann spurtet euch mal, da gibt es bestimmt noch genug Material für ein paar feine Hexenjagden. Ihr seid doch gerade im Osten so gut vertreten.

              „Vernunft annehmen…“

              Habe ich schon, danke.

              „…und in die AFD eintreten.“

              Wenn das vernünftig sein soll, bin ich doch lieber unvernünftig.

              „Ganz einfach.“

              Genau so kommt mir Dein Weltbild vor.

            2. aranxo

              Nur falls Du es nicht mitgekriegt hast: Just heute sind sämtliche Verfahren gegen Frau Weidel wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei Parteispenden eingestellt worden. Bei unserer inzwischen ziemlich linksgedrehten und merkelhörigen politischen Justiz ist das quasi ein Freispruch erster Klasse.

            3. Renton

              Wie plump. Das gestern (nicht „heute“) eingestellte Verfahren gegen Alice Weidel ist ein Freispruch für Alice Weidel, nicht für die AfD. Verrat doch mal, von wem seid *ihr* gekauft? Bei Union und FDP ist es mir sowieso klar, bei der AfD wüsste ich gerne noch mehr Details.

              Aber nein, lieber kommst du mit den Mauerschützen aus dem letzten Jahrhundert und mit der ollen Sozialismuskamelle. Mit der Linkspartei droht auf absehbare Zeit so wenig Sozialismus wie mit der AfD KZs. Du bist einer von den ewig Gestrigen. Öde doch bitte jemand anderen an.

            4. aranxo

              Die anderen angeblichen Spendenaffären sind mit Sicherheit ebenso konstruiert. Tatsächlich ist die AfD die Partei, die sich am meisten nach Recht und Gesetz hält.

              Wie plump. Von wem bist Du denn gekauft? Ach, wenn die AfD auch nur ansatzweise die SED-Knete hätte, könnte sie eine ganz andere Gesellschaftsbeeinflussung betreiben. Fakt ist aber, dass wir einen gefährlichen Drift nach links Richtung Kollektivismus haben.

              Offensichtlich hast Du noch nichts von den 1% erschossenen Reichen gehört, die die Linke nach der Machtübernahme auf dem Gewissen haben will, und was man nur mühsam und unglaubwürdig als Scherz hinstellen wollte. Mit der Linken droht sehr wohl Sozialismus, das konnte man mit der unsinnigen „Mietbremse“ und dem Enteignungsvolksbegehren in Berlin in schon sehen. Das ist nur der Anfang. Sozialismus fängt im übrigen nicht erst nach der Enteignung an. Man kann die Unternehmer auch dermaßen gängeln und ihnen vorschreiben, was sie zu tun haben, dass sie praktisch keinen Entscheidungsspielraum mehr haben. Das ist kalte Enteignung und war insbesondere im nationalen Sozialismus der Fall.

              Mit der Linken haben wir jede Menge Widerlichkeiten zu erwarten, selbst ohne diekte Einführung von Sozialismus. Neben den erwähnten Enteignungen z.B. identitären Rassismus gegen Weiße, Sexismus gegen Männer, noch größere Staatsfinanzierung des „Kampf gegen Rechts“ und damit Staatfinanzierung der roten SA, auch genannt „Antifa“. Noch mehr Bildungsverlierer wie z.B. Gender Studies- oder Soziologie-Absolventen werden vom Staat mit Bullshit-Jobs versorgt, die der normale Steuerzahler mitfinanzieren muss.

            5. aranxo

              Im übrigen: Lieber ein Ewiggestriger als ein Ewigmorgiger, der seine Politik an Wunschdenken, als an der Realität ausrichtet. Was nunmal leider Markenzeichen der Linken ist.

            6. Renton

              „Die anderen angeblichen Spendenaffären sind mit Sicherheit ebenso konstruiert.“

              Weder ebenso, noch konstruiert. Die AfD ist wegen illegaler Parteispenden verurteilt. Selbst, wenn das Urteil in der Berufung keinen Bestand hat, wird nur das Bußgeld für die AfD reduziert, der Tatbestand des Verstoßes gegen das Parteispendengesetz bleibt bestehen. Goal AG. Raus mit der Sprache: Wer kauft euch?
              Deine (im Gegensatz zu meinen) beleglosen Behauptungen, ehemaliges SED-Geld beeinflusse die Gesellschaft im Sinne der Linkspartei, offenbart nur erneut, wes Geistes Kind du bist. Wer nichts hat, muss was erfinden, um sein Weltbild aufrechtzuerhalten.

              „Offensichtlich hast Du noch nichts von den 1% erschossenen Reichen gehört, die die Linke nach der Machtübernahme auf dem Gewissen haben will“

              Was passiert, wenn Elefanten im Glashaus mit Porzellan jonglieren? Es geht schief.

              „Die Sehnsucht der Deutschen nach einer geschichtlichen Figur, welche einst die Wunden im Volk wieder heilt, die Zerrissenheit überwindet und die Dinge in Ordnung bringt, ist tief in unserer Seele verankert, davon bin ich überzeugt.“
              „Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutschen keine halben Sachen, dann werden die Schutthalden der Moderne beseitigt.“
              Mein Lieblingszitat:
              „Auch wenn wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind, sich der fortschreitenden Afrikanisierung, Orientalisierung und Islamisierung zu widersetzen.“
              – B. Höcke

              Jemand, der solche Nasen verteidigt, sollte eigentlich auch anderen einen gewissen rhetorischen Freiraum zugestehen.
              Es sei denn, ist ein Heuchler mit Doppelmoral.

              „Man kann die Unternehmer auch dermaßen gängeln und ihnen vorschreiben, was sie zu tun haben, dass sie praktisch keinen Entscheidungsspielraum mehr haben. Das ist kalte Enteignung und war insbesondere im nationalen Sozialismus der Fall.“

              *Rofl*, der alte Gag, dass der Nationalsozialismus ein Sozialismus gewesen sei. Klar: Streikrecht abschaffen, Tarifvertragsrecht abschaffen, stattdessen Treuhänder der Arbeit einsetzen, die alle Streitfragen im Sinne der Unternehmer regeln, weil sie selbst welche sind. Das war Sozialismus pur. Deshalb haben die damaligen Unternehmer ja auch genau das von den Nazis gefordert und bekommen. Weil sie selber Sozialisten waren.
              Deine politische Bildung reicht von der Stirnkante bis zur Nasenspitze.

              „Mit der Linken haben wir jede Menge Widerlichkeiten zu erwarten, selbst ohne diekte Einführung von Sozialismus. Neben den erwähnten Enteignungen z.B. identitären Rassismus gegen Weiße, Sexismus gegen Männer, noch größere Staatsfinanzierung des „Kampf gegen Rechts“ und damit Staatfinanzierung der roten SA, auch genannt „Antifa“. Noch mehr Bildungsverlierer wie z.B. Gender Studies- oder Soziologie-Absolventen werden vom Staat mit Bullshit-Jobs versorgt, die der normale Steuerzahler mitfinanzieren muss.“

              Ich habe kein grundsätzliches Problem mit Enteignungen, aber du bist wahrscheinlich ein Veteran der Proteste gegen die Enteignungen beim Kohletagebau? Dann kann ich dich verstehen. /Ironie #AlsOb
              Was den Kampf gegen rechts betrifft, so befürworte ich ihn, wenn er gegen ganz rechts geht. Du weißt schon: Nazis und so. Falls ich deine politische Kurzsichtigkeit mit meinem letzten Absatz nicht korrigieren konnte: Das müsste dir als Sozialismusgegner doch gefallen!

              Und jetzt, Überraschung: Beim Rest stimme ich dir zu! Der ganze Scheiß droht schlimmer zu werden mit der Linken. Aber das ist nur pillepalle, Nebensächlichkeiten. Die Wirtschafts-, Sozial-, Außen- und Friedenspolitik der Linken ist der aller anderen Parteien im Bundestag haushoch überlegen. Im Bereich Soziales insbesondere der AfD. Wer meint, er fände eine Partei, mit der er 100% übereinstimmt, ist ein Träumer oder Selbstbetrüger.

              Apropos: Liste doch mal auf, was du an der AfD alles scheiße findest, also nicht weshalb, sondern trotz was du sie wählst. Du könntest dann vielleicht den Eindruck erwecken, mehr politisches Verständnis zu haben als ein Fass Rinderbrühe.

            7. aranxo

              Das Bild mit Höcke/Kemmerich und Hitler/Hindenburg ist so dumm, dass es brummt. Es beweist einen feuchten Sch…dreck. Die Situationen habe null und nix miteinander zu tun, außer, dass es sich um korrekt abgelaufene demokratische Wahlen handelte, aber das weißt Du ja selber. Aber im Falsche-Analogien-Ziehen bist Du ja Meister.

            8. aranxo

              Ach, wenn Du zu faul zum googeln bist, zum Thema SED-Vermögen gibt es haufenweise Belege. Die Linke besteht sogar darauf, Rechtsnachfolgerin der SED zu sein: https://www.welt.de/politik/article3649188/Die-Linke-Wir-sind-Rechtsnachfolgerin-der-SED.html. Hier: https://hubertus-knabe.de/der-milliardenklau/. Das sind nur wenige Beispiele, Du darfst gerne selber googeln. Leider wurde der Fehler gemacht, diese Partei nicht spätestens 1991 nach dem Vorbild der NSDAP zu verbieten, sämliches Vermögen zu konfiszieren, und den Straftatbestand „realsozialistische Wiederbetätigung“ einzuführen. Denn im Gegensatz zur AfD ist das keine demokratische Partei. Die haben allenfalls Kreide gefressen.

              „Wer kauft Euch?“ Nun ja, deutsche rechtschaffene Bürger, die noch an einem funktionierenden Rechtsstaat interessiert sind, mit ihren Beiträgen. George Soros und Klaus Schwab jedenfalls nicht, die haben ja Annalenchen auf der Lohnliste (https://www.younggloballeaders.org/community?utf8=%E2%9C%93&q=baerbock). Onkel George ist ja Großspender der LSE und war außerdem Großaktionär der Firma, bei der Annalenchen Papa Vorstand war. Da hatte er sicher auch ein paar Kröten für ihr LSE-Stipendium übrig.

              Ach der Björn, der wird gerne absichtlich missverstanden, natürlich auch von Dir. Aber gut, jede Partei hat ihre schrägen Figuren. Die SED besteht fast nur aus solchen, außer Oskar und der Sahra vielleicht, ok, Klaus Ernst vielleicht auch noch. Paradebeispiel ist da z.B. der alte Stasi-Spitzel Diether Dehm, der auch nichts dabei findet, RAF-2.Generation-Chef Christian Klar im Bundestag anzustellen: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/christian-klar-diether-dehm-verteidigt-beschaeftigung-des-ex-raf-terroristen-a-1078487.html.
              Man stelle sich mal vor, die AfD würde Beate Zschäpe nach ihrer Haftentlassung im Bundestag anstellen. Dabei hat die vermutlich niemanden gekillt, im Gegensatz zu Klar.

              Bei der SPD haben wir so Figuren wie Kühnert und Esken, die gerne vom ach so tollen Sozialismus schwadronieren. So Lachnummern wie das Bundesaußenministerchen Heiko, die Doktorin der Herzen Franziska, Andy „Pimmel“ Grote, Andreas „Erich“ Geisel (Ex-SED), der friedliche Demonstranten zusammenprügeln lässt und vorsorglich regimekritische Demos gleich verbietet. Und am schlimmesten ist die Furchtbare Juristin Christine Lambrecht, Miss Meinungsfreiheitsbeseitigerin, Oberzensorin und Frauenbevorzugerin.

              „Streikrecht abschaffen, Tarifvertragsrecht abschaffen“. Hahaha, und das war im realen Sozialismus anders? Man hat ja am 17. Juni 1953 gesehen, was passiert, wenn man im realen Sozialismus sein Streikrecht wahrnehmen will. Deine politische Bildung reicht allenfalls vom Asphalt bis zur Ledersohle.

              Enteignung ist für mich allenfalls für gemeinschaftsdienliche Projekte, wie Straßen-, Schienen- oder Kanalbau akzeptabel, und das selbstverständlich nur mit fairer Entschädigung, aber nicht für sozialistische Blütenträume beim Wohnungsbau. Echte Nazis? Wieviele gibt’s denn davon? 100e Millionen wegen der 50 Nasen rund um Luckenwalde auszugeben, ist massiv überdimensioniert, es geht dabei ja darum, Staatsknete in linke Kanäle zu schleusen. Wenn man wirklich was bewirken wollte, könnte man die 100 Millionen einfach direkt den 50 Nasen geben, dann wären sie vermutlich keine Nazis mehr, weil man das meist nur aus dem Gefühl der Unterprivilegierung wird.

              Im übrigen halte ich den „Kampf gegen rechts“ für verfassungswidrig. Der Staat ist nämlich nicht für die politische Willensbildung zuständig. Das sind (unter anderem) die Parteien. Der Staat dürfte sich gar nicht in die Willensbildung einmischen, er hat stattdessen den Willen des Souveräns in Politik umzusetzen. Mit dem Eingriff in die Willensbildung schwingt er sich selbst zum Souverän auf. Nein, der sog. Kampf gegen rechts dient dazu, jede nicht-linke, konservative oder liberale Position zu desavouieren (man schaue sich nur den Irrsinn der AA-Sekte von IM Viktoria an). Hier geht’s doch nicht um echte Nazis.

              Was mir an der AfD nicht gefällt? Nun, da wäre die Wiedereinführung der Wehrpflicht, natürlich nur für Männer. Ich mag auch keine Deutschtümelei, aber das, was da die AfD bietet, hält sich m.E. noch in Grenzen. Auf der anderen Seite finde ich die AfD noch zu undeutlich. Ich wünschte mir eine klare Aussage zur Einstellung aller Corona-Maßnahmen. Keine Maskenpflicht mehr, kein Vorzeigen von Ariernachweisen beim Betreten von Restaurants, Schwimmbädern etc. Und vor allem keine irgendwie geartete Impfpflicht sowie Abschaffung des Merkelschen Ermächtigungsgesetzes, mit dem sie per Verordnung Grundrechte einschränken kann. Und außerdem wünsche ich mir eine klarere Aussage zum Umgang mit den „Gruppen junger Männer“. Ich wünsche mir die Aussage, dass jeder, der auf offener Straße mit dem Messer rumfuchtelt, Menschen bedroht oder gar wen verletzt, sich innerhalb von Stunden da wiederfindet, wo er dauerhaft von der übrigen Gesellschaft getrennt ist, bis ihn sein Heimatland (oder ein anderes Land) zurücknimmt (selbstverständlich vorbehaltlich einer entsprechenden Verurteilung). Das gilt natürlich auch für Vergewaltiger. Außerdem würde ich gerne mehr zur Abschiebung von rechtskräftig abgelehnten Asylbewerbern und sofortiger Streichung von Sozialhilfe für Geduldete hören. Dann gehen die nämlich von ganz alleine, wie das Beispiel Norwegen zeigt (https://www.welt.de/politik/deutschland/article179724966/Migration-nach-Norwegen-Warum-kaum-noch-Afghanen-kommen.html).

            9. Renton

              Hähä, ich wusste, dass dich das triggert. Deswegen war es mir so wichtig, das Bild noch unterzubekommen. Und auch dein Gegenargument habe ich vorausgesehen. Wie übrigens auch, dass du auf den Rest nicht eingehst. Dass du dich allerdings so lächerlich machst, die Reichstagswahl vom 5. März ’33 (am Tag von Potsdam fand gar keine Wahl statt, du Geschichtsexperte) als „korrekt abgelaufene demokratische Wahl“ zu bezeichnen, das habe ich nicht vorhergesehen. Ich habe dich wohl noch zu klug eingeschätzt.

              Das Bild *alleine* bewiese einen Scheißdreck, wenn daneben nicht diverse Äußerungen Höckes stünden – einige habe ich ja freundlicherweise zitiert -, die den starken Verdacht nahelegen, dass er ganz genau wusste, was für eine Szene er da bei der Wahl Kemmerichs reinszeniert. Der Meister im Analogienziehen ist Höcke, nicht ich. Der will genau so verstanden werden, wie seine Gegner es ihm unterstellen.

              Nur Leute, die Nazis für Sozialisten halten, solche wie du, stellen sich da krampfhaft dumm. Muss man aber wohl respektieren tolerieren. Ist eine freie Entscheidung, es gibt keine Pflicht zur Vernunft.

            10. Billy Coen

              @ Renton

              ???

              Ich bin mir sehr sicher, er meinte die Thüringer Ministerpräsidentenwahl und ja, dass die dann gar Kanzlerseitig gekippt wurde, obwohl sie nach all den Regeln abgelaufen war, wie jede Ministerpräsidentenwahl seit Gründung der BRD, halte auch ich für einen handfesten Skandal.

              Entsprechend störte er sich wohl auch nicht am Vergleich zwischen Hoecke und Hitler, wobei ich davon nichts halte, aus per Kamera aufgenommenen, in Wirklichkeit aber nur sekundenlange Körperhaltungen Gleichnisse herzustellen. Hoecke redet schon genug Mist, dass man ihn daran festmachen kann, aber mit solchen „Bildvergleichen“ zu arbeiten, verlässt nach meinem Empfinden schon den Boden der Fairness im Umgang mit politischen Gegnern.

              Aranxo störte sich sicherlich an dem in den Bildern viel offensichtlicheren Vergleich der Wahl Kemmerichs und der Reichstagswahl. Und der Vergleich ist wahrlich absurd.

              Ich glaube, ihr beide habt euch hier derart aneinander aufgeschaukelt, dass ihr gar nicht mehr nicht aneinander vorbeireden könnt. Wenn man sich gegenseitig durch provokante Äußerungen so sehr hochgefahren hat, dass das Bedürfnis, den anderen anzuschmieren und als Deppen dastehen zu lassen Überhand über die Fähigkeit verstehenden Lesens gewonnen hat, ist es bisweilen besser, die Diskussion ein bis zwei Tage ruhen zu lassen und sich mit gekühltem Mütlein wieder zu begegnen.

            11. Renton

              @Billy

              Ich zitiere aranxo:
              „Die Situationen habe null und nix miteinander zu tun, außer, dass es sich um korrekt abgelaufene demokratische Wahlen handelte“

              Situationen, Wahlen. Plural. Vielleicht weiß er gar nicht, was dem Tag von Potsdam vorausging, und meint irgendetwas anderes, z.B. Hitlers Ernennung zum Reichskanzler. (Die war genauso wenig demokratisch.) Dann liegt der Fehler aber bei ihm. Das, was er geschrieben hat, lässt wenig Spielraum für Interpretationen.

              Der eigentliche Skandal bei der Sache mit Kemmerich ist selbstverständlich, dass er zum Rücktritt genötigt wurde. Darüber brauchen wir nicht zu reden. Das Spiel von AfD und wahrscheinlich auch FDP und CDU war dreckig, aber legitim.

              Beim Bildervergleich gestehe ich gerne zu, dass Höcke in diesem Fall Unrecht getan werden könnte, auch von mir. Das ist für die Diskussion aber völlig ohne Belang. Höcke hat genug von sich gegeben, als dass ein Irrtum in jener Sache ihm einen anderen Ruf verpassen könnte als den, den er verdient: Jemand zu sein, der mit einem vierten Reich liebäugelt. (Das ist nicht gleichbedeutend damit, es anzustreben. So, wie Sprüche über das Erschießen von 1% Millionären nicht gleichbedeutend sind damit, das auch anzustreben.) Ich habe diesen „Schwachpunkt“ in meine Argumentation ganz bewusst eingebaut, weil ich sehen wollte, wie aranxo darauf reagiert. Greift er ihn (mit gewissem Recht) an und geht auf den Rest ein, oder greift er nur diesen Schwachpunkt an? „An ihrem Diskussionsverhalten sollt ihr sie erkennen“ (Jesus o.s.ä.).

              Deshalb begrüße ich Deinen Schlichtungsversuch zwar prinzipiell als Ausdruck ziviler, um nicht zu sagen vernünftiger Gesinnung. Aber glaubst Du ernsthaft, das hat bei einem Kommunistenfresser wie aranxo Aussicht auf Erfolg? Ich weiß, dass ich kein Kind von Traurigkeit bin, was polemisches Argumentieren betrifft. Aber ich bilde mir ein, doch immer wieder eine gewisse Annäherungsbereitschaft durchblicken zu lassen. In diesem Strang zuletzt, als ich aranxo in Teilen recht gegeben habe. Leute wie Du, Sepp oder sogar Mika könnten damit etwas anfangen. Aber es gibt halt auch Leute, deren Borniertheit nur noch von ihrer Torheit übertroffen wird. Da ist der Versuch einer Schlichtung (in einer Internetdiskussion) sinnfrei.

            12. aranxo

              @uepsilonniks
              Tja, da hat Renton nach Belegen verlangt, dann ist es WordPress auch wieder nicht recht.

              @renton
              Nochmal zu dem Höcke-Bild: Wenn jemand seinen Respekt vor einer (qua Amt) Respektsperson durch das Senken des Kopfes Respekt bezeugt, dann ist er literally Hitler? Weil Hitler das auch gemacht hat? Das ist von so atemberaubender Schlichtheit, das hätte ich Dir – naja – inzwischen zugetraut. Aber gut, das passt ja ins linke Mindset, da darf man nicht gewählte alte weiße Männer ehren, da ehrt man eher alte Stasi-Spitzel wie Annetta Kahane und Diether Dehm, oder messerstechende Islamisten wie den Würzburger Somalier. Für mich hat Höcke damit Anstand bewiesen, und Henning-Wellsow das genaue Gegenteil. Aber auch das passt ins linke Mindset, denn Demokratie ist für Linke nur, wenn sie gewinnen, sie ist nur das Vehikel, um an die Macht zu kommen. Auch da ist die Parallele zwischen nationalen und internationalen Sozialisten offensichtlich.

              Selbstverständlich kam Hilter nach demokratischen Gepflogenheiten ins Amt, wenn auch aufgrund der Schwäche der Weimarer Verfassung, die dem Reichspräsidenten zuviel Macht gab.
              Die Reichstagswahl von 6. November 1932 war durchaus noch demokratisch. Hilter wurde am 30. Januar 1933 ernannt. Was danach passierte, ist in der Hinsicht ziemlich unerheblich, da war schon alles gelaufen. Die Wahl am 5. März war tatsächlich nicht mehr wirklich demokratisch zu nennen aufgrund der Umstände (die leider aufgrund der Demonstrationsverbote und der propagandistischen Macht des ÖRR inzwischen stark an heute erinnern). Und der Tag von Potsdam, ja nun, pillepalle, aber für Dich wohl hochsymbolisch. Aber mir zu unterstellen, ich hätte den 5. März als demokratisch bezeichnet, muss ich wohl Deiner allgemeinen Verwirrung zuschreiben. Nein, ich habe die Wahl, nach der Hitler ins Amt kam, als demokratisch bezeichnet, nicht die Wahl direkt vor dem Foto.

              @uepsilonniks
              „Nordkorea ist kein sozialistisches Land; die Produktionsmittel gehören dem Staat, nicht der Arbeiterklasse.“

              Nu ja, das ist eben realer Sozialismus. Es wird behauptet, es würde der Arbeiterklasse gehören, de facto gehört es eben dem Staat, sprich der Machtclique ganz oben. Ich habe jedenfalls noch keinen Sozialismus gesehen, in dem es anders gelaufen wäre.

              @renton
              „Aber nein, Kuba z.B. wird seit über einem halben Jahrhundert vom mächtigsten Handelspartner der Region boykottiert, und der zwingt sogar andere Länder zur Teilnahme am Boykott. Und das soll dann der Beweis sein, dass Sozialismus nicht funktioniert.“

              Heul leiser, Schantall! Wieder mal das Mindset des Linken: Wenn man nichts gebacken kriegt, sind die anderen Schuld. Buhuhuhu, so gemein!

              Beispiel Cuba: Cuba hatte jahrzehntelange Unterstützung durch die Sowjetunion, das Gejammer wegen Boykott zählt also nicht. Sie waren vor der Revolution richtig gut in Sachen Zucker und Tabak. Tabak läuft noch einigermaßen, aber den Zuckeranbau hat man gnadenlos heruntergewirtschaftet. Warum? Tja, man hat die Kleinbauern verstaatlicht und zu Kolchosen zusammengefasst. Der bisherige Herr seines Landes war nun Arbeiter des Staates. Den es nicht interessiert, ob der Ertrag gut oder schlecht ist, wenn er seinen Lohn so oder so bekommt. So „funktioniert“ nunmal Sozialismus. Die staatlichen Hotels sind auch komplett heruntergekommen, weil es sich nicht auf den Lohn auswirkt, ob ein Gast zufrieden ist oder ob überhaupt wer kommt. Seit geraumer Zeit erlaubt Cuba private Pensionen. Da funktioniert es auf einmal. Billiger und besser. Kannst Du hier nachlesen: https://www.amazon.de/Sozialismus-ist-zum-Kotzen-%C3%96konomen/dp/393956298X/ref=sr_1_1

              Nordkorea hatte (und hat zum Teil noch) den großen Kumpel China. Und trotzdem sind die Menschen arm. Nordkorea beweist übrigens, dass Sozialismus die einzige Ideologie ist, die man vom Weltraum aus sehen kann:

              Und Venezuela sitzt auf massiven Ölvorräten, manche schätzen sogar, die größten der Welt. Sie könnten so reich sein wie die Araber, weil es der Westen da nicht so eng sieht mit dem Boykott. Wenns billiges Öl gibt, ziert man sich da nicht so. Aber sie haben es verzockt und fördern fast kaum noch was. Warum? Weil man die Ölfördertürme nie gewartet und immer auf Substanz gewirtschaftet hat. Die sind jetzt fast alle kaputt, und es fehlt auch noch das Geld, sie wieder instand zu setzen. Nötige Investitionen schmälerten eben die nach oben zu meldenden sozialistischen Erfolgsmeldungen.

              Oh je, zu Deiner rosaroten Ansicht der DDR mache ich lieber einen anderen Kommentar auf, da gibts einiges zu sagen.

            13. uepsilonniks Autor

              @aranxo: Jetzt kannst Du (theoretisch) bis zu sechs Links in einen Kommentar packen.

              Wenn eine Supermacht anderen verbietet mit dir zu handeln und dich zudem gezielt sabotiert, kannste halt nicht mal deine Fördertürme reparieren – auf die leichte Schulter zu nehmen, wie Du es machst, ist es jedenfalls nicht.

              Bei den gescheiterten Versuchen, Sozialismus einzuführen, haperte es immer daran, dass die Revoluzer nicht bereit waren, ihre erkämpfte Macht abzugeben – an die Arbeiterklasse. Stalin hat nicht im Sinne Marx‘ gehandelt.

              Siehe auch:

              Ist George Orwells „Farm der Tiere“ eine Kritik am Kommunismus?

            14. aranxo

              Daran, dass die USA Maduro in Venezuela loswerden wollen, selbstverständlich auch mit miesen Mitteln, habe ich nicht den geringsten Zweifel. Schließlich habe ich meinen Perkins gelesen: https://www.amazon.de/Bekenntnisse-eines-Economic-Hit-Wirtschaftsmafia/dp/3442159180/ref=sr_1_1
              Das gilt natürlich nicht nur für Venezuela, das gilt auch für den gesamten sog. „arabischen Frühling“ einschließlich Libyen und Syrien (wo es dank Russland nicht funktioniert hat), und selbstverständlich auch für die sog. Farbrevolutionen in der Ukraine, in Georgien, derzeit ist man an Weißrussland dran. Die USA sind eben sehr geschäftig im Export von sog. „Revolutionen“. Dabei geht es natürlich immer um Länder, die sich der globalistischen One-World-Ideologie und dem Einfluss der USA widersetzen. Man beschäftige sich dazu mit Otpor, der Umsturz-GmbH: https://www.dasbiber.at/content/otpor-die-umsturz-gmbh. Selbstverständlich hat da auch Onkel George mit seiner Open Society Foundation gerne die Finger drin. Das ist natürlich auch der Grund, warum Orban ihn aus Ungarn rausgeworfen hat. Weil er nicht auch das Opfer einer inszenierten Farbrevolution werden will.

              Allerdings das mit dem „gewählten“ Präsidenten Maduro würde ich doch sehr in Zweifel ziehen. Die Firma Dominion, an der die Clintons und Nanci Pelosi beteiligt sind, hat die Ursprungsversion ihrer Bescheißer-Wahl-Software, mit der man als Admin eben mal ohne Protokollierung Stimmen vom einen Haufen auf den anderen schichten kann (mit Admin-Passwort „123456“), und die bei den letzten Präsidentschaftswahlen in mehr als der Häfte der Bundesstaaten eingesetzt wurde, nämlich aus Venezuela gekauft.

            15. Renton

              @Billy

              Ziviler werde ich auch mit zwei Tagen Abstand beim besten Willen nicht formulieren.

              @aranxo

              Ich zitiere aus Deinen Quellen:

              „Bis heute ist nicht bekannt, wie viel Geld die PDS insgesamt beiseite schaffen konnte und wer davon heute profitiert.“ – von 2009
              „Wie viel Geld die Partei damals beiseiteschaffen konnte und wer davon heute profitiert, ist angesichts des konspirativen Vorgehens heute kaum noch zu festzustellen.“ – von 2020

              Deine Quellen bestätigen das, was ich gesagt habe, und Du merkst es noch nicht einmal. Deine Behauptung, mit dem vor 30 Jahren beiseite geschafften Geld würde noch heute die Gesellschaft beeinflusst, ist Spekulation. Was nicht heißt, dass es nicht stimmt, oder dass der Klau in Ordnung war. Nur stelle ich mir eine Frage, die mich oft umtreibt: Die nach der Verhältnismäßigkeit.
              Die SED hat Milliarden beiseite geschafft. Kohl, seine Buddies und die Treuhand haben Hunderte Milliarden beiseite geschafft. Was die Buddies heute damit machen, sieht man exemplarisch an den INSM-Plakaten. Plakate, die für Sozialstaat oder Sozialismus werben, finanziert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, habe ich noch nie gesehen. Auch Auslandsüberweisungen zum Betreiben von Wahlkampf – also wie bei der AfD geschehen – sind mir bei der Linkspartei nicht bekannt. Du darfst mich da gerne aufklären, wenn Du etwas weißt. Oh, und gib bei der Gelegenheit doch bitte auch gleich die Namen der „deutschen rechtschaffenen Bürger, die noch an einem funktionierenden Rechtsstaat interessiert sind“ an, die der AfD illegale Spenden gemacht haben. Rechtschaffene Bürger haben ja bestimmt nichts dagegen, gell? Ach nee, Moment, die Spenden waren illegal, ganz so rechtschaffen können die Bürger wohl doch nicht sein.
              Du kannst gerne einen Ein-Milliarden-Klau vor 30 Jahren höher werten als einen Hunderte-Milliarden-Klau vor 30 Jahren oder Millionen an illegaler Parteienfinanzierung heute. Meine Wertung ist da anders. Vor dreißig Jahren hatte ich noch nicht mal Haare am Sack. Belege mir, dass die Linkspartei heute eingekauft wird, wenn Du sie mir madig machen willst.

              „Ach der Björn, der wird gerne absichtlich missverstanden, natürlich auch von Dir.“

              Och ja, der arme Bernd. Bedient in seinem Buch zur Genüge die Symbolik des Dritten Reiches und wird dann ganz gemein wegen einer bloß höflich gemeinten Geste durch den Dreck gezogen. Ausgerechnet das eine Mal, als er die Symbolik gar nicht bedienen wollte! Mir kommen die Tränen…

              „Man stelle sich mal vor, die AfD würde Beate Zschäpe nach ihrer Haftentlassung im Bundestag anstellen.“

              Sollen sie doch. Dagegen hätte ich so wenig was wie gegen die Anstellung von Klar. Selbst Uli Hoeneß wurde zurecht resozialisiert, nachdem er seine Strafe verbüßt hatte. (Damit das klar ist: Ich kann den Typen nicht leiden.)

              „“Streikrecht abschaffen, Tarifvertragsrecht abschaffen.“ Hahaha, und das war im realen Sozialismus anders?“

              Für Dich, weil Du Dich hier wirklich dumm anstellst: Konjunktionen sind wichtig. Ohne ein Verständnis für Konjunktionen kann es kein Verständnis komplexer Texte geben. Hier ein Beispiel für falsches Textverständnis:
              „Die Nazis haben Konzentrationslager eingerichtet, Aufrüstung betrieben und Autobahnen gebaut.“ – „Ha! Deutschland baut auch Autobahnen, hier regieren Nazis!“
              Übersehen wurde die Konjunktion „und“. „Autobahnen bauen“ ist (alleine) nicht konstitutiv für Nazis.
              Und jetzt liest Du meinen Text nochmal, mit besonderem Augenmerk auf die Konjunktion „stattdessen“, erweiterst die Thematik im Hinterkopf um die Frage „In wessen Hand befanden sich die Produktionsmittel?“ und kommst danach mit einem richtigen Argument*, warum Nationalsozialismus ein Sozialismus sei, oder Du hältst einfach verschämt die Klappe siehst einfach ein, dass das Quatsch ist.

              „Echte Nazis? Wieviele gibt’s denn davon?“

              Laut Verfassungsschutz (jaja, ich weiß, aber seriöser als Deine Privatmeinung sind die dann doch) 33300. Solange der Kampf gegen rechts ein Kampf gegen Verfassungsfeinde ist, halte ich ihn auch nicht für verfassungswidrig, sondern für geboten. Stichwort „Wehrhafte Demokratie“. Aber das Feld brauchen wir nicht weiter zu beackern, weder ist meine Meinung vom Verfassungsschutz hoch, noch sind Verfassungsfeinde nur an den extremistischen Rändern anzutreffen, noch werden wahrscheinlich unter dem Label „Kampf gegen rechts“ nur Verfassungsfeinde bekämpft. Die Diskussion lohnt nicht.

              „Was mir an der AfD nicht gefällt? Nun, da wäre die Wiedereinführung der Wehrpflicht, natürlich nur für Männer.“
              Dito.
              „Ich mag auch keine Deutschtümelei, aber das, was da die AfD bietet, hält sich m.E. noch in Grenzen.“
              Sind halt alte CXUler.
              „Auf der anderen Seite finde ich die AfD noch zu undeutlich [beim Thema Corona].“
              Jo. Es wäre schön, eine echte Alternative im Bundestag vorzufinden. (Nicht, dass ich die AfD dann wählen würde, aber es geht um Pluralität der politischen Positionen.)
              „Und außerdem wünsche ich mir eine klarere Aussage zum Umgang mit den „Gruppen junger Männer“.“
              Sind die da noch nicht klar genug? Nicht mal bei ihrem Kernthema? Wenn die jetzt schon klare Aussagen vermeiden, wo sie 100pro Opposition werden, na dann prost Mahlzeit, willkommen im Club der Altparteien.

              „Nochmal zu dem Höcke-Bild: Wenn jemand seinen Respekt vor einer (qua Amt) Respektsperson durch das Senken des Kopfes Respekt bezeugt, dann ist er literally Hitler?“

              Wo habe ich geschrieben, Höcke sei „literally“ Hitler? Der Kontext waren seine Äußerungen in seinem Buch. Liebäugeln mit einem Vierten Reich, habe ich das an anderer Stelle genannt. Und betont: Liebäugeln ist nicht notwendigerweise gleich Anstreben.

              „Selbstverständlich kam Hilter nach demokratischen Gepflogenheiten ins Amt […] ich habe die Wahl, nach der Hitler ins Amt kam, als demokratisch bezeichnet, nicht die Wahl direkt vor dem Foto.“

              Du magst sie gemeint haben, geschrieben hast Du abstrakt von „Vorgang“. Dass Du von den drei Vorgängen vor dem Tag von Potsdam – Wahl November ’32, Ernennung zum Reichskanzler, nächste Wahl ’33 -, die Du diskutierst, jetzt den ältesten als „bezeichneten“ reklamierst – schreib doch einfach, dass Du Dich unklar ausgedrückt hast.
              Hitler kam nicht nach demokratischen Gepflogenheiten ins Amt. Hitler kam ins Amt, weil er nach einem Intrigantenstadl feudalen Ausmaßes zum Reichskanzler ernannt wurde, der Wille des Volkes dabei einen Dreck interessierte und (Achtung, Konjunktion!) die Intriganten, so unterschiedlich die Zielsetzungen von Hitler, Schleicher, Papen, Hugenberg & Konsorten auch waren, ein Ziel teilten: Die Demokratie abzuschaffen. Die Ernennung war bloß verfassungskonform. Demokratisch war sie so wenig wie ein SA-Aufzug zum Führergeburtstag.

              „Heul leiser, Schantall! Wieder mal das Mindset des Linken: Wenn man nichts gebacken kriegt, sind die anderen Schuld. Buhuhuhu, so gemein!“

              Sagt der Kevin, der noch das Taschentuch voll hat mit Rotz und Tränen wegen Bernd Höcke…
              Du kannst gerne den Amis verklickern, dass all ihre Sanktionen völlig überflüssig sind, weil die Sozialisten sich selbst erledigen. Das ist doch euer rechtes Mindset, nicht wahr? Gebt ihnen Mecklenburg-Vorpommern, und in zwanzig Jahren räumen wir die Ruinen aus und räumen die Skelette weg. Typische Feindbildpflege. Die Welt ist aber nicht schwarz-weiß. Die DDR hat 40 Jahre lang ihre Bürger mit dem Nötigsten versorgt. Bei uns war die Versorgungslage besser. Die DDR war eine Ein-Parteien-Diktatur, wir eine Republik. (Ich sage „wir“, weil ich Wessi bin.) Das alles ist Fakt. Ist das für Dich eine zu rosige Sicht auf die DDR? Dann kann ich Dir auch nicht helfen.

              *Hinweis: Du wirst keines finden.

            16. aranxo

              „Deine Behauptung, mit dem vor 30 Jahren beiseite geschafften Geld würde noch heute die Gesellschaft beeinflusst, ist Spekulation.“
              Nur weil die SED besonders schlau war bzw. mit besonderer krimineller Energie ihr Vermögen beiseite geschafft hat, soll das für sie sprechen? Fakt ist, die SED hatte immenses Vermögen, und Fakt ist auch, dass es verschwunden ist. Da brauche ich nicht mehr viel Beweise.

              „Kohl, seine Buddies und die Treuhand haben Hunderte Milliarden beiseite geschafft.“ Nicht dass ich mir das nicht vorstellen kann, nur operierst Du da ohne jeden Beleg. Schon lustig, vor ein paar Kommentaren mir vorgeworfen, ohne Belege dazustehen, aber selbst nichts anbringen (können).

              Warum der Nationalsozialimus ein Sozialimus ist? Lassen wir doch jemand berufenen reden:
              https://arbeitertum.wordpress.com/2010/10/11/warum-sind-wir-sozialisten/
              Ludwig von Mises hat sehr klar gezeigt, dass der NS selbstverständlich ein Sozialismus war: EIne Zusammenfassung findest Du hier:
              https://www.misesde.org/2013/10/warum-nationalsozialismus-sozialismus-war-und-warum-sozialismus-totalitar-ist/
              Lies und lerne!

              Ach, die Konjunktion. Zu Abschaffung von Streikrecht und Tarifautonomie darfst Du gerne noch Kontrolle der Preise, der Produktionsmittel, der Warenmengen und der produzierten Waren überhaupt gesellen. Das alles wurde im NS von Staat bestimmt. Es ist dann völlig irrelevant, wem die Produktionsmittel „gehören“, wenn die Besitzer damit tun müssen, was der Staat bestimmt. Das hatte mit Kapitalismus oder Marktwirtschaft nichts mehr zu tun. Und nicht zuletzt Einschränkung bis Abschaffung von Individualismus und persönlicher Freiheit im Namen des Gemeinwohls bis hin zu Internierung und Ermordung von Oppositionellen in KZs/Gulags. Von „Demokratie“ brauchen wir wohl erst gar nicht zu reden, die Selbstbezeichnung der DDR war ja wohl Verarsche. Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit kannst Du in beiden Systemen komplett vergessen. In jedem Sozialismus entwickelt es sich zwangsläufig dahin. Und selbstverständlich waren die Kulte um Stalin und Mao genauso ein Führerprinzip. Mir reicht das völlig als Konjunktion. Ach, nur so mal eben: Wenn Du glaubst: Ja, aber die Sozialisten wollen doch nur des beste für die Menschen! Mag sein, nur haben das die Nasos (so müsste es ja eigentlich heißen) auch von sich geglaubt. Die haben sich tatsächlich für die „Guten“ gehalten. Was mich immer misstrauisch macht, wenn sich jemand allzu sehr davon überzeugt ist, zu den „Guten“ zu gehören. Dann hält er nämlich allerlei Schweinereien im Namen des „gerechten Ziels“ für gerechtfertigt.

              Du fällst eben auf linke Propaganda rein, die die Wesensähnlichkeit immer weit von sich gewiesen hat. Nur weil linksradikale Politologen nach den 68ern aus offensichtlichen Motiven heraus die Legende von der völligen Andersartigkeit verbreitet haben, muss das ja nicht stimmen. Deswegen haben sie ja auch immer den Begriff Nationalsozialismus vermieden und das zum Faschismus deklariert, was Geschichtsklitterung ist, denn Faschismus gab es ausschließlich in Italien. Der im übrigen dem sowjetischen Sozialismus noch mehr wesensähnlich war als der deutsche NS. Mussolini war in seiner Jugend ja auch zuerst Sozialist. Was diese Ideologien und ihre Anhänger m.E. am meisten eint, ist die Anfälligkeit für Autoritarismus. Die Du in einigen Kommentaren auch ein wenig durchblicken lässt.

              Hitlers Mörderbande reiht sich bei der Anzahl der Todesopfer (ca. 30 Mio) übrigens hinter Stalin (ca. 60 Mio) und Mao (ca. 100 Mio) ein. Die Schätzungen gehen da auseinander, die Reihenfolge ist aber fast immer gleich (machmal Stalin vor Mao). Wenn man nicht nur Potentaten, sondern auch Ideologien betrachtet, dann hat Hitler nur Platz fünf, denn dann drängeln sich auf Platz 2 das Christentum (ca. 200 Mio) und auf Platz 1 – tadaaa – der Islam (ca. 250 Mio). Und insbesondere letzterer baut seinen Vorsprung auch heute noch kräftig aus.

              Zu Höcke sage ich nichts mehr. Aber Du darfst Dich gerne an Aussagen von Grünen laben, hier: https://www.klonovsky.de/2021/08/wahlwerbeblock-da-capo/. M.E. ist dagegen Höcke ein Waisenknabe. Um das linke Mindset mehr zu verstehen, muss man noch Pia Klemp zitieren, gegen die in Italien wegen Schlepperei ermittelt wird/wurde. Sie gibt unumwunden zu: „Es geht nicht um humanitäre Seenotrettung. Es ist Teil des antifaschistischen Kampfes.“ Oder wie es eine Ex-Freundin (SED-Wählerin in Sachsen-Anhalt) von mir mal ausdrückte: Sie findet es ganz gut, wenn das „braune Blut“ ausgedünnt wird. Es geht den Linken nicht um Humanität, es geht ihnen um die Zerstörung des deutschen Volkes, dass es nach der Hitlerei nicht verdient habe, weiter zu existieren. Oder auch: Gewollter schleichender Genozid aus „humanitären“ (in Wirklichkeit: wahnhaften) Motiven. Ich nehme allerdings stark an, dass Du ein Umvolkungsleugner bist. 😉
              Du darfst dann aber gerne den Begriff „replacement migration“ deuten. Die angebliche offizielle Übersetzung „Bestandserhaltungsmigration“ ist natürlich Nonsens. „Replace“ ist eindeutig „Ersetzen“. Wenn es wirklich nur ums Auffüllen gehen würde, müsste es „restockment migration“ heißen.

              „Hitler kam nicht nach demokratischen Gepflogenheiten ins Amt.“
              Dein personal taste entscheidet nicht, was demokratisch ist und was nicht. Leider muss man das Linken immer wieder predigen. Wie schon gesagt, Ihr glaubt ja immer, Demokratie ist, wenn Ihr gewinnt. Nope, leider falsch! Die Weimarer Verfassung war demokratisch, die Ernennung lief nach den Prinzipien der Verfassung, damit war sie demokratisch. Punkt. Das Ergebnis war nicht demokratisch. Aber das muss man vom Vorgang selbst trennen. Im übrigen waren es nicht nur die Rechten, die die Demokratie abschaffen wollten, die Kommunisten wollten sie ebenfalls abschaffen, sprich die Vorgänger deiner heißgeliebten SED. Das wird von Linken immer gerne vergessen. Und geprügelt auf den Straßen hat nicht nur die SA, sondern auch die Antifa. Tut sie im Gegensatz zur SA immer noch. Ich habe jedenfalls noch nichts davon gehört, dass die AfD sich einen „Saalschutz“ zugelegt hätte.

              „der Wille des Volkes dabei einen Dreck interessierte“
              Ach Gottchen, (abgesehen davon, dass Du 1936 vermutlich erstaunliche Zustimmungsraten zu Hitler gefunden hättest) wann hat das denn jemals interessiert? Unseren Nichtsogroßkoalitionären würden auch 51% reichen, um die widerlichsten „Maßnahmen“ durchzuziehen. Warum will wohl die AfD eine Volksabstimmung zur Einwanderungspolitik und die Grünen auf gar keinen Fall? Interessiert es irgendwen, dass 75% der Bevölkerung Gendern als mindestens überflüssig betrachten? Glaubst Du wirklich, die Mehrheit der Bevölkerung will eine Zweiklassengesellschaft mit Diskriminierung von Ungeimpften?

              „Dagegen hätte ich so wenig was wie gegen die Anstellung von Klar.“
              Wie ich schon sagte. Linke haben eben keinen Anstand.

              „Selbst Uli Hoeneß wurde zurecht resozialisiert, nachdem er seine Strafe verbüßt hatte.“
              Klar, Steuerhinterziehung ist ja auch dasselbe wie Menschen killen, um die Demokratie zu beseitigen. m( m( m(
              Wobei, für Linke ist Steuerhinterziehung ja ein schlimmeres Kapitalverbrechen wie Mord. Da entzieht sich doch glatt wer der Pflicht zur Umverteilung von Fleißigen zu Faulen (sprich: den Linken). 😀

              Zum Krampf gegen Rechts:
              Wenn es genauso geförderte Kämpfe gegen links und gegen Islamismus gäbe, würde ich ja nichts sagen. Aber so ist das nichts weiter als das Finanzieren von linken Strukturen. Wie gesagt, es geht darum, linke Bildungsverlierer (Beispiel: Julia Schramm) wie Soziologen, Politologen und Gendertanten in Lohn und Brot zu bringen und linke Propaganda auf Staatskosten zu machen. Und vermutlich auch die Antifa auf dunklen Kanälen zu finanzieren. Die werden ja ständig mit Bussen durch die ganze Republik gekarrt zu irgendwelchen Demos und Gegendemos, damit das nach mehr aussieht, dabei sind es immer dieselben Nasen. Du kannst mir nicht erzählen, dass man 100e Millionen für ein paar Websites, ein paar Broschüren und zwei, drei Konferenzen im Jahr braucht. Alleine schon aufgrund erwiesener Erfolgslosigkeit sollte man den Krampf gegen Rechts einstellen.

            17. uepsilonniks Autor

              Mises betont hingegen, dass das Privateigentum an den Produktionsmitteln unter den Nazis nur dem Namen nach existierte, dies Eigentum aber tatsächlich beim Staat lag.

              != Sozialismus, denn: die Produktionsmittel lagen nicht in der Hand der Arbeiterklasse. In einer Diktatur gehört alles dem Staat, wenn es ihm gerade einfällt, auch in faschistischen.

            18. aranxo

              @uepsilonniks
              M.E. passt Deine Definition mehr auf den Begriff Anarchismus. Da wird tatsächlich alles von unten geregelt. Sozialisten ist das zu verdächtig, die wollen Kontrolle, und zwar von oben.

            19. Renton

              @aranxo

              „das linke Mindset“
              „Ihr [Linken] glaubt ja immer, Demokratie ist, wenn Ihr gewinnt.“
              „Linke haben eben keinen Anstand.“
              „Faule (sprich: die Linken)“

              Wenn ich dir noch antworte, so nicht, weil ich glaube, damit bei dir irgendetwas zu erreichen. Deine Worte sprechen für sich. Du steckst voll von dem, was man im letzten Jahrhundert Vorurteile nannte, heute gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Ich nenne es Borniertheit. Meine Antwort ist für die stillen Mitleser gedacht. Die mögen sich überlegen, wer die besseren Argumente hat. Auf geht’s.

              „Deine Behauptung, mit dem vor 30 Jahren beiseite geschafften Geld würde noch heute die Gesellschaft beeinflusst, ist Spekulation.“ – „…Da brauche ich nicht mehr viel Beweise.“

              Das stimmt. Dir fehlt nur ein einziger: Der Beweis, dass dieses Geld heute die Gesellschaft beeinflusst. Das wäre aber der entscheidende Beweis. Und den bleibst du schuldig.

              „Kohl, seine Buddies und die Treuhand haben Hunderte Milliarden beiseite geschafft.“ – „Nicht dass ich mir das nicht vorstellen kann, nur operierst Du da ohne jeden Beleg.“

              Verzeihung. Du hattest zwischenzeitlich ein nicht geringes Maß an politischer Bildung unter Beweis gestellt. Da dachte ich, es sei klar, was ich meine. Dir ist doch sicherlich bekannt, dass die Treuhand DDR-Vermögen im Wert von 600 Milliarden D-Mark zu verkaufen hatte, und am Ende 250 Milliarden D-Mark Verlust gemacht hat. Das macht 850 Milliarden DM, die vom Steuerzahler, von uns, einen Weg vor allem zu den Großspendern der CDU gefunden haben dürften. Nimm exemplarisch die Privatisierung der DDR-Banken. Das waren umgerechnet auch 200 Milliarden Euro für westdeutsche Banken auf Kosten des Steuerzahlers. (Keine Ahnung, ob das in der Treuhandsumme mit enthalten ist.) Die Plünderung des deutschen Volkes unter tatkräftiger Mithilfe vom Bimbeskanzler geht auf keine Kuhhaut. Die Millionenspenden an den Dicken sind bekannt. Da brauche ich keine weiteren Beweise.

              „Warum der Nationalsozialimus ein Sozialimus ist? Lassen wir doch jemand berufenen reden: [Joseph Goebbels]“

              An anderer Stelle wirfst du mir vor, auf linke Propaganda reinzufallen, aber selbst willst du mir Nazi-Propaganda verkaufen? Die Nazis haben sich mit den Kommunisten um dieselben Anhänger gestritten. Wenn ein notorischer Lügner wie Joseph Goebbels zusammenspinnt, wieso die Nazis ganz toll für die Arbeiterklasse sind, heißt das gar nichts.

              „Ludwig von Mises hat sehr klar gezeigt, dass der NS selbstverständlich ein Sozialismus war: […] Lies und lerne!“

              Mises macht seinem Namen alle Ehre und argumentiert mise-rabel. Er hat die Wirtschaftspolitik aus der heißen Phase des Weltkrieges einfach für allgemeingültig erklärt und verwechselt somit Kriegswirtschaft mit Sozialismus. Wenn man es so angeht, hatten alle Hauptbeteiligten des Zweiten Weltkrieges den Sozialismus eingeführt. Auch die Engländer, auch die Amerikaner. Roosevolt z.B. hatte Lohn- und Preiskontrollen auf breiter Front durchgesetzt. Vier Jahre lang durfte kein einziger LKW auf dem privaten Markt verkauft werden. Das alles war kriegstypisch in der damaligen Zeit, nicht systemtypisch. Wenn man die Wirtschaftspolitik des Nationalsozialismus charakterisieren will, sollte man sich an die Friedenswirtschaft halten. Dort gab es einen starken Keynesianiasmus, aber das ist kein Sozialismus. Im Gegenteil, Keynesianismus gibt es überhaupt nur in einer Marktwirtschaft.

              Ich habe gelesen und gelernt. Zusammengefasst: Wenn dumme Leute (Reisman) Argumente von dummen Leuten (Mises) übernehmen, wird nichts Kluges daraus.

              „Du fällst eben auf linke Propaganda rein, die die Wesensähnlichkeit immer weit von sich gewiesen hat.“

              Nein. Du schlussfolgerst aus Ähnlichkeiten im Wesen des Nationalsozialismus und totalitärer Sozialismen, dass Nationalsozialismus und Sozialismus identisch seien. Das sind sie nicht. Dem Sozialismus fehlt völlig das völkische Element, die Rassenlehre des Nationalsozialismus. Umgekehrt hat sich in der Praxis des Nationalsozialismus gezeigt, dass die Befreiung der Arbeiterklasse nur leeres Gerede war, von einer Vergesellschaftung der Produktionsmittel ganz zu schweigen. Der Nationalsozialismus hat die Gesellschaftsordnung im wesentlichen unangetastet gelassen, nur die Juden und Kommunisten mussten aus ideologischen Gründen bluten.

              Als Randbemerkung sei noch darauf hingewiesen, dass Kuba, das Land, das noch am ehesten als sozialistisch gelten kann, nicht totalitär geführt wird. Es ist eine stinknormale Diktatur, ohne Konzentrationslager oder Gulags. Man kann nur spekulieren, ob weitere nationalsozialistisch geführte Länder – die es ja nicht gegeben hat – ohne Vernichtungslager ausgekommen wären. Vielleicht wären sie schnöde Apartheitsländer gewesen, mit Rassenlehre, aber ohne Vernichtungswillen. Jedenfalls hat das eine nationalsozialistische Land, das wir kennen, einen ausgeprägten Vernichtungswillen an den Tag gelegt, im Gegensatz zu Kuba, weshalb man eine zwingende Wesensähnlichkeit zwischen Sozialismus und Nationalsozialismus hier klar verneinen kann.

              „Ich nehme allerdings stark an, dass Du ein Umvolkungsleugner bist.“

              Um Sorge vor einer Umvolkung zu haben, muss man erstmal in völkischen Kategorien denken. Das tue ich nicht. Ich halte alle von der Rechten wie der Linken, die so denken, für Idioten, egal, ob sie das deutsche Volk erhalten oder vernichten wollen. Mir reicht es völlig, in Problemen zu denken. Zu viele, ich nenne sie mal „kulturinkompatible“ Einwanderer sind ein Problem, und zwar in erster Linie für die Einheimischen. Ich bin dagegen, dieses Problem mutwillig zu vergrößern. Das Denken in „Umvolkung“ oder „Volkstod“ überlasse ich den Spinnern.

              „Hitler kam nicht nach demokratischen Gepflogenheiten ins Amt.“ – „[…] Die Weimarer Verfassung war demokratisch, die Ernennung lief nach den Prinzipien der Verfassung, damit war sie demokratisch.“

              Du machst einen Denkfehler. Du gehst davon aus, alle Vorgänge nach den Prinzipien einer grundsätzlich demokratischen Verfassung seien automatisch auch demokratisch. Sind sie aber nicht. Schon das Regieren per Notverordnung war undemokratisch, obwohl gleichzeitig Teil der Weimarer Verfassung. Und ein Vorgang, der gegen den Willen des demos, des Volkes, zum Ziel hat, die Demokratie abzuschaffen, ist ganz gewiss nicht demokratisch. Genau dieses Ziel hatte aber die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler.

              „der Wille des Volkes dabei einen Dreck interessierte“ – „Ach Gottchen, […] wann hat das denn jemals interessiert?“

              DICH hat das interessiert, jedenfalls erweckst du an anderer Stelle diesen Eindruck. Wer mit Zynismus argumentiert, macht sich schnell unglaubwürdig.

              „Linke haben eben keinen Anstand.“

              Leuten die Resozialisierung zu verweigern, das nenne ich anstandslos. Aber im Gegensatz zu dir fälle ich da kein Pauschalurteil, sondern unterstelle nur dir, in dieser Sache keinen Anstand zu haben. (Nebenbei: Du bist nicht zufällig Christ, oder? Schon mal was von „Buße“, „Verzeihen“ und „Vergebung“ gehört? Die Frage ist rhetorisch.)

              „Zum Krampf gegen Rechts: Wenn es genauso geförderte Kämpfe gegen links und gegen Islamismus gäbe, würde ich ja nichts sagen. Aber so ist das nichts weiter als das Finanzieren von linken Strukturen.“

              Lustig. Ich würde sagen: Es ist ein Finanzieren von rechten Strukturen. Die ganzen V-Leute in der NPD sind nichts weiter als staatlich alimentierte Neonazis. Und dass das nicht wenige sind, hat das gescheiterte Verbotsverfahren gegen die NPD gezeigt. „Nichts weiter“ als das Finanzieren von linken Strukturen kann es also schon einmal nicht sein. Ob es das Finanzieren von linken Strukturen ist – mag sein. Problematisch wäre das erst, wenn es um problematische linke Strukturen geht. Denn – und hier schließt sich der Kreis – anders als in deiner Wahnwelt sind nicht alle linken Strukturen problematisch.

          1. aranxo

            Nur dass ein paar Hansel mehr eine menschenverachtende Ideologie wie den Sozialismus unterstützen, soll die Verbrecherbande der Mauerschützenpartei rehabilitieren? Mach Dich nicht lächerlich! Sozialismus bedeutet Kollektivismus, d.h Einreihen in die Volksgemeinschaft oder du kriegst mächtig Ärger. Oder auch: Ruinen schaffen ohne Waffen. Nach zwei Versuchen in Deutschland, einem nationalen und einem internationalen sollte man wrklich begriffen haben, dass das grundsätzlich in den Abgrund führt. Wir haben ja zum Glück noch drei Anschauungsbeispiele auf der Welt: Cuba, Nordkorea und Venezuela. Wer so leben will wie die, kann ja gerne Sozialismus wählen.

            Antwort
            1. uepsilonniks Autor

              Angesichts der ganzen armen kapitalistischen Länder nicht überzeugend.

              Nordkorea ist kein sozialistisches Land; die Produktionsmittel gehören dem Staat, nicht der Arbeiterklasse.

              Da Venezuela den privaten US-Ölkonzernen ihr Öl gestohlen hat und die Profite dem Volk zuführt (unerhört!), führen die USA einen verdeckten Krieg gegen das Land, um es langfristig zu übernehmen und eine Marionette einzusetzen, die gemäß den Wünschen des kapitalistischen Imperiums regiert. Und wenn die dort einen Bürgerkrieg vom Zaun brechen, gehen wieder ein paar mehr Millionen Tote auf das Konto des Kapitalismus‘.

            2. Renton

              „Cuba, Nordkorea und Venezuela“

              Ich behaupte: Wenn Sozialismus tatsächlich so schlecht funktionieren würde, wie du behauptest, wäre es nicht nötig, alle drei Länder mit Wirtschaftssanktionen zu belegen. Man könnte ganz normale Geschäfte mit ihnen machen, so, wie mit… mh… Saudi-Arabien oder Argentinien.
              Aber nein, Kuba z.B. wird seit über einem halben Jahrhundert vom mächtigsten Handelspartner der Region boykottiert, und der zwingt sogar andere Länder zur Teilnahme am Boykott. Und das soll dann der Beweis sein, dass Sozialismus nicht funktioniert.

              Willst du nur mich veralbern, oder hältst du diese Beispiele wirklich für gelungen?

              Die Drecks-DDR ist auch nicht im Abgrund gelandet. Was wir heute wissen, ist, dass Planwirtschaft zum Aufbau einer Schwerindustrie taugt, sogar besser als Marktwirtschaft, aber nicht zum Aufbau einer Konsumgüterindustrie. Das beste ist eine Mischform, bei gleichzeitiger DEMOKRATIE. *Das* war das größte Manko der DDR, die fehlende Demokratie, nicht ihre Wirtschaftsform. In der DDR musste jedenfalls niemand verhungern.

            3. aranxo

              „In der DDR musste jedenfalls niemand verhungern.“
              Das ist ja mal ein richtig tolles Kriterium für eine Gesellschaftsform. Freiheit und Selbstbestimmung oder gar oppositionelle Betätigung braucht ja kein Mensch. Fakt ist, dass der Anteil der hungernden Menschen prozentual zur Weltbevölkerung im letzten Jahrhundert stetig nach unten ging. Das hat Kapitalismus geschaffen, kein Sozialismus. Sozialismus hat aus Ideologiegründen Menschen verhungern lassen.
              Bitte schön: https://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor
              Die Ukrainer sehen das übrigens als absichtlichen Genozid an. Darfst Du selber googeln.
              Bei den Chinesen war es wohl noch übler, die Schätzungen gehen bis zu 55 Mio Tote:
              https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Chinesische_Hungersnot

            4. aranxo

              „Vor dreißig Jahren hatte ich noch nicht mal Haare am Sack.“, „Ich sage „wir“, weil ich Wessi bin.“
              Mit anderen Worten: Du hast nicht die geringste Ahnung, Jüngelchen!
              Dann wird Dir Papa Aranxo mal was erzählen über die DDR. Ich bin im Franken/Bayern der 70er und 80er Jahre aufgewachsen, im katholischen CSU-Mief des Franz-Josef Strauß. In einer Kleinstadt 7 km von der Zonengrenze entfernt. Da konnte man zwar nicht mehr hören, wann eine Tretmine hochgegangen ist, aber am nächsten Tag wusste man es. Selten war es ein Mensch, meistens ein Hase oder ein Reh. Der Zoll musste trotzdem hin und es herausfinden.

              Mein Vater war bei der SPD, ich später grün, schon alleine aus Opposition gegen die CSU, bei der man noch von der Schule fliegen konnte, wenn man einen „Stoppt Strauß“-Button in der Schule trug. Wir waren regelmäßig der Landkreis mit dem besten CSU-Ergebnis, meist um die 80% herum. Es gab Käffer mit 100% CSU, und falls da mal einer aus der Reihe tanzte, wusste man gleich, wer es war. Ich war sogar mal Delegierter bei der grünen Bundesversammlung. Die Grünen aus NRW konnten gar nicht fassen, dass man bei uns schon als SPDler als Revoluzzer galt, bei denen war ja die SPD die verfilzte Ewig-Herrschaftspartei.

              Auf der Bundesversammlung nervten übrigens auch die „Nürnberger Stadtindianer“ herum. Das war eine Pädophilen-Truppe, die sich vehement für die Legalisierung von Sex mit Kindern eingesetzt hat. Die Stimmung war so, dass die meisten zwar genervt waren, das aber trotzdem tolerierten, man hat sich damals ja als Sammlungsbewegung für alle begriffen, die für mehr Emanzipation sind. Heute lässt man Mohammed, der eine 6-jährige heiratete und sie mit 9 begattete, als Vorbild im Umgang mit Frauen hochleben. Manche Traditionen bleiben eben, auch bei den Grünen.

              Nach diesem Schlenker zurück zur DDR:
              Mein Vater war sehr interessiert an den Zuständen in der DDR und fuhr regelmäßig rüber, knüpfte Kontakte und entwickelte Bekanntschaften und Freundschaften. Er hielt dann öfter auch VHS-Dia-Vorträge darüber. Er hatte dann auch seine eigene Stasi-Akte, wie wir nach der Wende erfuhren. Meine Mutter und wir Kinder waren auch oft dabei in der DDR. Ich war in meiner Kindheit sicher zehn Mal oder öfter in der DDR. Also kenne ich beide Systeme aus nächster Nähe.

              Ich hatte einmal den Fehler gemacht, ein Comic mit ins Auto zu nehmen. Das wurde mir an der Grenze abgenommen, weil „kapitalistische Feindpropaganda“ nicht eingeführt werden durfte. Wenn man an der Grenze durch war, war das nächste, was einem sofort auffiel, der beißende Gestank von verfeuerter Braunkohle und Zweitaktergemisch, der überall über dem Land lag, auch außerhalb der Dörfer. Dir sagt vielleicht Bitterfeld was? Soviel zum Thema Umweltschutz im Sozialismus. Als nächstes fielen einem die heruntergekommenen Häuser auf, grau in grau, seit Jahrzehnten nicht renoviert, sie sahen aus, als könnten sie jeden Moment zusammen fallen. „Moderner“ sahen nur die Plattenbauten aus, die man in schöne (wenn sie denn renoviert gewesen wären) Altstädte hinein geklotzt hatte, und die genauso hässlich aussahen, nur eben anders hässlich.

              Werbung gab es praktisch nicht im Stadtbild, dafür ab und zu absurde Transparente, wo für die Planerfüllung bis zum X-ten Parteitag oder sonstiges geworben wurde. Ungefähr so:

              Die Menschen liefen für unsere Begriffe in ziemlich hässlichen und billig aussehenden Klamotten herum, waren aber im allgemeinen sehr freundlich und aufgeschlossen, außer den „Überzeugten“, die waren meistens sehr misstrauisch. Natürlich unterhielt man sich auf offener Straße niemals über Politik oder die allgemeinen Lebensverhältnisse, das tat man erst zuhause im Wohnzimmer.

              Die 25 Mark Zwangsumtausch waren ganz schwer loszuwerden. Man konnte essen gehen, das Essen war zwar günstig, bei drei bis vier Mark für ein Gericht, aber auch nicht wirklich lecker. Die Getränke schmeckten alle wie Chemieplörre, wie das Bier schmeckte weiß ich nicht, da war ich noch zu jung. Man konnte sich nicht einfach an einen Tisch setzen, sondern musste am Eingang warten, bis eine Bedienung einem einen Tisch zuwies, auch wenn das Restaurant gähnend leer war. Im übrigen wurde man von den Kellnern ziemlich harsch und wie Bittsteller behandelt, außer sie checkten, dass wir Westler waren, da erhoffte man sich doch ein Trinkgeld in Westmark.

              Zu kaufen gab es auch kaum was. Wir waren in einer Buchhandlung, aber da gab es fast nichts außer „Meterware“ sprich Marx-Engels- oder Lenin-Gesamtausgaben. Aber die wollte sowieso fast niemand von den DDR-Bürgern. Das einzige, was interessant für mich war, waren Schachbücher von russischen Autoren, die gab es reichlich und extrem günstig.

              Insgesamt machte die DDR jedesmal einen extrem drückenden, depremierenden und miefigen, letztlich extrem spießigen Eindruck auf mich. Die Menschen schufen sich irgendwie ihre Nischen, aber die Freudlosigkeit und die Furcht, ständig einen Stasi-Spitzel im Nacken zu haben, war überall zu spüren. An freie Rede war nicht zu denken.

              Bei Grenzübertritt bei der Rückfahrt haben die Grenzer das halbe Auto auseinander genommen, um Republikflüchtlinge zu finden. An machen Übergangsstellen haben sie sogar die Autos der Westler mit Gammastrahlen durchleuchtet, mithin die Insassen ohne deren Kenntnis mit Radioaktivität bestrahlt. (https://www.elektropraktiker.de/nachricht/die-geheimen-tunnelanlagen-von-marienborn/) Etwas menschenverachtenderes kann ich mir kaum vorstellen, das hat wirklich Mengele-Niveau. Ich weiß nicht, ob sie das auch an unserer Übergangsstelle getan haben.

              Wir haben übrigens zuhause beide DDR-Fernsehprogramme bekommen. Da haben wir ab und zu zum Spaß den „Schwarzen Kanal“ von „Sudel-Ede“ Karl-Eduard von Schnitzler gesehen. Mir ist da schon als 12-jährigen die Verlogenheit aufgefallen, mit der er Westfernsehberichte dazu verwenden wollte zu beweisen, wie übel es im Westen aussieht. Letztlich bewies er aber nur, dass es im Gegensatz zur DDR im Westen kritischen Journalismus gab (heute nur noch in Nischen).

              Die Behauptung, die DDR hätte auch nur ansatzweise wirtschaftlich mithalten können, ist ein Ammenmärchen. Da war nichts dahinter außer Schönrechnerei. Ohne den von Strauß eingefädelten Milliardenkredit wäre sie schon Mitte der 80er zusammen gebrochen. Der sogenannte Megabit-Chip von Robotron war letztlich nichts weiter als eine Lachnummer. Vergiss es einfach.

              Alles in allem war ich dann doch froh, im Westen aufzuwachsen, katholischer CSU-Mief hin oder her. Die Alternative Sozialismus war dann doch zu übel. Mehr sozialer Zusammenhalt und mehr Freiheit, gerne, nur nicht solchen Spießer-Dirigismus. Das heutige gesellschaftliche Klima empfinde ich im übrigen inzwischen schlimmer als den damaligen CSU-Mief. Und diesen Druck zur Einheitsmeinung erzeugen diesmal nicht die Rechten sondern die Linken. Heute fliegt man mit der falschen Meinung nicht mehr von der Schule, man verliert sein Twitter-, Youtube- und vor allem seine Bankkonten, wenn nicht gar seinen Job. Und es bewegt sich immer mehr hin zu dem kollektivistischen DDR-Modell. Kein Wunder, dass immer mehr ehemalige DDR-Bürger plötzlich Deja Vu’s bekommen. Das wird der Holzkopf von Wanderwitz nie begreifen.

              Wer Linke wählt, wird DDR bekommen, das gilt inzwischen auch für SPD und Grüne. Weil inzwischen die Linken (wieder) die autoritären Spießer sind und die Rechten die Coolen.
              https://pbs.twimg.com/media/E8iFz_rWEA4tWyd?format=jpg&name=small

            5. Renton

              „„In der DDR musste jedenfalls niemand verhungern.“
              Das ist ja mal ein richtig tolles Kriterium für eine Gesellschaftsform.

              Nicht wahr?

              „Freiheit und Selbstbestimmung oder gar oppositionelle Betätigung braucht ja kein Mensch.“

              Ich gehe inzwischen davon aus, dass du wirklich nicht merkst, dass du auf einen Strohmann eindrischt. Wahrscheinlich bildest du dir wirklich ein, dass ich so denke. Oben hast du auch gesagt: „…Anfälligkeit für Autoritarismus. Die Du in einigen Kommentaren auch ein wenig durchblicken lässt.“ Ich wäre mal gespannt, worin genau du das gelesen haben willst.

              “ Fakt ist, dass der Anteil der hungernden Menschen prozentual zur Weltbevölkerung im letzten Jahrhundert stetig nach unten ging. Das hat Kapitalismus geschaffen, kein Sozialismus.“

              Das hat der technische Fortschritt geschaffen, im Kapitalismus wie im Sozialismus.

              „Sozialismus hat aus Ideologiegründen Menschen verhungern lassen.
              Bitte schön: https://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor

              Kenne ich. Ich würde sagen, es war aus politischen Gründen, nicht aus ideologischen, aber geschenkt. Es ist natürlich viel schöner für die Menschen, wenn man sie im Kapitalismus einfach nur aufgrund von Habgier verhungern werden lässt.
              https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Hungersnot_in_Irland
              Oder wenn kostengünstige Aids-Generika nicht hergestellt werden, obwohl es ein leichtes wäre. Patentschutz eben. Ist wichtiger als Menschenleben. Oder wenn Menschen von Napalm in Vietnam verbrannt… ne halt, der Krieg wurde ja sogar offiziell aus ideologischen Gründen geführt.

              [Abschnitt: Lebenserfahrung mit der DDR]
              „Mit anderen Worten: Du hast nicht die geringste Ahnung, Jüngelchen!“

              Wie auch immer, Opa. Ein Tipp: Wenn du möchtest, dass junge* Leute deine Geschichten von früher lesen, kacke sie nicht direkt im ersten Satz an.

              *Aus deiner Sicht.

          2. Jo

            „„SED Vermögen offen legen.“

            Genau. Und der Irak soll endlich seine Massenvernichtungswaffen rausrücken.“

            — Falls du’s nicht weißt: Gregor Gysi war es, der die SED in einer engagierten Brandrede davon überzeugt hat, sich nicht aufzulösen — Argument: sonst ist das ganze, mehrere Milliarden schwere Parteivermögen futsch. Aber red du dir deine organisierten Linksverbrecher nur schön. „Aber ich liebe doch alle, alle Menschen!“ — Mielke, Stasi-Chef, öffentlich geäußert am Rednerpult des DDR-Parlaments

            Antwort
            1. Renton

              Nicht ich rede mir „Linksverbrecher“ schön. Ich halte es für ausgemacht, dass die PDS-Verantwortlichen vor 30 Jahren eine Menge SED-Vermögen auf die Seite geschaffen haben.

              Du verleumdest die 99,9% der heutigen Linkspartei als Verbrecher, die damit überhaupt nichts zu tun hatten.

  7. Sepp

    Diese BTW wird ein interessantes Schachspiel, wenn man seine Stimme nicht wasten möchte:

    Am einfachsten hat man es, wenn man mit der Einheitspartei zufrieden ist. Diese liefert das selbe Programm in den selben Geschmacksrichtungen unter unterschiedlichen Farben (CXU, SPD, Grün).

    Mehr als ein leichtes Schmunzeln erreicht man nicht, wenn man FDP oder Links auswählt. Ich persönlich würde auch diese Parteien zur Einheitspartei zählen, wenn sie nicht an ein, zwei kleinen Punkten minimale Geschmacksabänderungen vorweisen könnten. Mir ist das zu wenig, die entsprechenden Unterschiede entweder zu aufgesetzt (FDP) oder zu riskannt (Links).

    Für das gute Gewissen ist die eigene Stimme gut bei einer Kleinstpartei angelegt. Man stärkt diese indirekt durch die Parteienfinanzierung, nimmt dafür der Einheitspartei Finanzierungsanteile weg, und erlaubt damit eine Art auserparlamentarische Opposition. Sehr nobel.

    Oder man wählt, wie ich es vorhabe, die AfD, und hier wird es das erste Mal spannend, denn es ergibt sich dadurch die wunderbare Möglichkeit des Kompromisszwangs: Die Einheitspartei kann lernen, mit politisch andersgesinnten Sacharbeit zu betreiben, und hat selbst Schwierigkeiten, allzu verfassungswiedrige Dinge durchzubringen (paritätischer Wahllistenzwang z.B.). Die „wir-wollen-nicht-mit-denen“ und „AfD-Stimmen-sind-falsche-Stimmen“ Fraktionen in der Einheitspartei können für ein unglaublich unterhaltsames Spektakel ala Thüringen sorgen. Die nächste ÖR Erhöhung wird vielleicht wirklich verhindert. Es wird gezeigt, wie es wirklich um die Demokratie steht.

    Warum ich die AfD nicht für ein Risiko halte:

    Sie wird in den Medien als schlecht geframed. Wenn man sich dann mehr mit dieser Partei beschäftigt, stellt man fest, dass sie sehr Grundgesetztreu agiert, deutlich stärker als die Einheitspartei.

    Sie argumentiert Sachbezogen bei vielen ihrer Themen. Es wird endlich mal wieder Zeit vom Gefühlspolitivismus wegzukommen.

    Nach Jahren der Klientelpolitik der Einheitsparteien halte ich es sogar für Notwendig, den Sozialstaat etwas zurechtzustutzen, auf seine Kernkompetenz: Das Absichern von echten Notlagen. Es wird den Sozialstaat stärken, wenn die Einzahler wirklich wissen, dass mit ihrem Geld geholfen wird, statt irgendein Parteiklientel zu versorgen. Denn nur wenn die Einzahler gerne zahlen, die Hilfe wirklich hilft, die Leute darin bestärkt werden, selbst einen eigenen Anteil zu leisten, nur dann werden alle gerne den Sozialstaat mittragen. Und dazu ist es einfach notwendig, einige Dinge besser zu überprüfen, unter Vorbehalt (Mitleistung, Reduzierung des Lebensstandards) zu stellen oder gänzlich zu ersetzen.*

    * Zu diesem Punkt noch eine Anmerkung für DieLinke-Fans (ich war auch mal einer): Ursprünglich war diese Partei und sogar Teile der Einheitsparteien (SPD) eine Arbeiterpartei. Sie wollten durch den Sozialstaat Arbeitern entgegenkommen, die Risiken eines schweren Arbeiterlebens abzufangen. Doch inzwischen spielen diese Parteien nur noch leistungslose Leistungsempfänger und Arbeiter gegeneinander aus. Statt eine wirkliche Notfallmatte zu bieten, wird einfach laufend Geld umverteilt, der pendelnde Arbeiter arbeitet sozusagen für zwei, damit jemand anderes in der staatlich finanzierten Innenstadtwohnung einen freien Tag haben kann. Das entspricht nicht mehr meinem Gerechtigkeitsempfinden, und nur deswegen halte ich diese Parteien bereits für unwählbar. Den Sozialstaat selbst, in der eigentlichen Sozial-Funktion, den halte ich dennoch für wichtig, aber aktuell nur als Pharse parteipolitisch repräsentiert.

    PS: Der Name Einheitspartei hat _nichts_ mit der SED zu tun. Ich sehe einfach nur, dass das Parteiprogramm und das agieren dieser Parteien aalglatt gleichgeschliffen ist.

    Antwort
    1. Renton

      Stichwort „Reduzierung des Lebensstandards“ bei Bezug von Sozialleistungen: Damit meinst Du alles, auch Renten, oder?

      Dann ist die AfD tatsächlich die richtige Partei für Dich. Glückwunsch zu einer einfachen Wahlentscheidung 🙂

      Antwort
      1. Sepp

        Es hängt halt alles zusammen. Ich habe geschrieben, dass ein normaler Arbeiter für zwei arbeiten muss, weil die aktuellen Sozialleistungen durch Klientelpolitik ohne entsprechende Gegenleistung angewachsen sind, er also andere mitfinanziert, die dauerhaft Leistungen erhalten.

        Das führt dazu, dass der Arbeiter nun wenig Changen hat, durch seiner Hände Arbeit irgendetwas zu erarbeiten, es reicht halt schlicht gerade zum (über)leben. Damit hat der Arbeiter aber keine Change, aus jeglichem Abhängigkeitsverhältnis zu entschwinden (z.B. Miete), und erst das sorgt für den großen Finanzbedarf im Alter, der entweder durch Renten gedeckelt wird, oder eben zu weniger Lebensstandard führt.

        Antwort
        1. Renton

          Ich will ja nicht meckern*, aber ein Arbeiter musste auch vor 70 Jahren schon für zwei arbeiten. Heute gibt es mehr Rentner, die nicht arbeiten, damals gab es mehr Kinder, die nicht arbeiteten. Viele, die auf Sozialleistungen fokussieren, bedenken nicht, dass volkswirtschaftlich gesehen immer die produktive Bevölkerung die gesamte nichtproduktive Bevölkerung mitversorgen muss. Unser viel beschworenes „Demographieproblem“ ist schon allein deshalb keines, weil das Mehr an Rentnern, die wir heute haben, durch ein weniger an Kindern (fast) ausgeglichen wird. Nur die Art der Mitversorgung hat sich von innerfamiliär zu sozialsystemisch stark gewandelt.

          Wenn Du hier
          https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/index.html#!y=1950&a=16,65&v=2&g
          mal mit den Schiebereglern spielst, kannst Du sie so einstellen, dass Du Dir den Anteil der potentiell erwerbstätigen Bevölkerung angeben lassen kannst. 1950 würde ich da die Alterspanne 16-65 wählen, 2021 19-66. Der Unterschied zwischen damals und heute beträgt nur wenige Prozenpunkte, nämlich 65% zu 62%.

          *Gelogen 😉

          Antwort
          1. Sepp

            Danke dir für den Link, eine sehr interessante Betrachtungsweise!

            Was ich mit dem zugegeben etwas flapsig formulierten „für zwei arbeiten“ meinte, ist nicht die Arbeit für Alt und Jung, sondern die Arbeit für Dauerarbeitslose und diverse Zusatzleistungen, die stetig ansteigt, unter anderem wegen der Asylpolitik und Klientelpolitik (Zusatzleistingen für diverse Zustände, die eigentlich erträglich oder selbstfinanzierbar sind, dennoch aber Geld aus dem Topf der Sozialleistungen entziehen).

            Als Beispiel hier eine Familie aus „Syrien“ (nein, nicht wirklich), bei der ich folgendes mitbekommen habe: Vier+ Kinder (eins in der Mache), erhalten sie eine Finanzleistung, die etwa einem Akademikergehalt entspricht (Arbeitslosengeld Sie und Er, Kindergeld, Kinderzusatzleistungen wie etwa Beteiligungszuschuss usw., Haushaltsausstattungsleistungen (Ausstattung kam aber kostenlos vom Sozialkaufhaus), als Geldbetrag. Dazu einen Haufen Sachleistungen (Miete + üppige Nebenkosten, Kita Anspruch obwohl Zeit für Betreuung, …). Arbeiten nicht aus gesundheitlichen und religiösen Gründen (arbeiten schwarz).

            Für diese Familie wird es sich nie lohnen, offiziell zu arbeiten. Und der normale Arbeiter verdient deutlich weniger Geld (wenn nicht Akademiker), zahlt seine Wohnung selber, zahlt für seine Kinder den Kitaplatz, finanziert deren Essen und Ernährung selbst, zahlt Miete und Reise zur Arbeit usw. Und er bezahlt die Abgaben für solche Familien.

            Ich halte das für ein sehr großes Problem und das eigentliche Schleifen des Sozialstaates.

            Antwort
            1. Renton

              Gern geschehen. Ich trage immer gerne zur volkswirtschaftlichen Allgemeinbildung bei 🙂

              Das Problem, was Du beschreibst, sehe ich auch, natürlich unabhängig von der Herkunft der Großfamilie. Und ich muss auch zugeben, dafür keine Lösung zu haben. Man könnte Zuverdienstgrenzen senken, so dass sich Arbeit eher lohnt, oder ein allgemeines Grundeinkommen einführen, aber davon halte ich aus anderen Gründen nichts.

              Ich finde aber, wir sollten die Verhältnismäßigkeiten beachten. Von all den Steuern und Abgaben, die wir bezahlen, wieviel davon geht für solche Sozialleistungen drauf? Wenn das nur 1-3% von allem sind, würde man es nicht mal wirklich merken, wenn man diese Sozialleistungen komplett abschaffte. Ich habe jetzt keine konkreten Zahlen, aber den starken Verdacht, dass man sich dabei auf eine Nebensächlichkeit konzentriert.

              Ich lasse mich aber natürlich gerne mit Zahlen eines Besseren belehren.

    2. uepsilonniks Autor

      Den Arbeitslosen, die am Existenzminimum rumkrebsen, geht es bereits schlecht genug. Die werden reihenweise (psychisch) krank. Und bitte nicht das Spiel mitspielen, die arbeitenden Armen gegen die arbeitslosen Armen aufzuhetzen.

      Antwort
  8. Sabrina Seerose

    „Stichwort „Reduzierung des Lebensstandards“ bei Bezug von Sozialleistungen: Damit meinst Du alles, auch Renten, oder?“

    Renten sind weder „Sozialleistungen“, noch anderweitige Almosen!
    Sie Beruhen auf dem sogenannten „Generationenvertrag“, d.h., die jeweils aktiv im Erwerbsprozeß stehenden Menschen finanzieren mit ihren Sozialversicherungsbeiträgen, speziell ihren Rentenbeiträgen, die aktuellen Renten, in der Höhe der von diesen in ihrem individuellen Erwerbsleben erwirtschafteten „Anwartschaften“.
    Dieses Prinzip würde wahrscheinlich heute auch noch weitgehend frei von Bundeszuschüssen funktionieren können, wenn die Rentenversicherung nicht stetig zunehmend noch mit allerlei diversen, fachfremden Leistungen befrachtet worden wäre.
    Diese Rentenanwartschaften sind anders als die Pensionen der Beamten von den Arbeitnehmern selbst mittels Abgaben im Erwerbsleben erworbene Ansprüche.

    Antwort
  9. Mika

    Ich hab mir mal das Programm der Linken angeschaut. Teilweise ja ganz nett, aber sie schreiben nicht, was es kostet. Ich wette mal, nach den ersten drei Punkten wäre das Land einfach pleite. Dann kommen die Enteignungen, dann gibt es erst keine Bananen mehr und dann schaffen sie wieder Ruinen ohne Waffen.
    Renton: Sozialismus geht immer schief. Herrgottnochmal, wie oft denn noch? Wann lernt ihr Linken es endlich mal? Sozialismus ist, wenn es allen gleich schlecht geht. Nordkorea? Venezuela? Kuba? DDR? UDSSR?
    Es nervt einfach.

    Antwort
    1. Renton

      @Mika, hast Du meine Antwort oben nicht gelesen? Lies nochmal nach unter Punkt 3:
      https://uepsilonniks.wordpress.com/2021/09/18/warum-ich-als-linker-die-afd-waehle/comment-page-1/#comment-8320
      Es nervt, dass Du mir falsches unterstellst.

      Was das Programm der Linken bzw. die Programme aller großen Parteien kosten, hat das ZEW ausgerechnet. Keine Ahnung, warum in manchen Grafiken die AfD fehlt.

      Die direkten Auswirkungen aufgrund der Einkommensteuertarife sind hier in der rechten oberen Ecke dargestellt:

      https://pbs.twimg.com/media/E5yGwu9UYAE1ivb?format=jpg&name=medium

      Falls das Bild nicht eingebunden wird, hier noch als Tabelle

      Linkspartei +90 Milliarden
      Grüne +18 Milliarden
      SPD+14 Milliarden
      CXU -33 Milliarden
      FDP -88 Milliarden

      Höre ich in Deinem Kopf ein „Aber Renton! Bei den Vorschlägen der Linkspartei wird doch bestimmt die Wirtschaft abgewürgt und alle Millionäre ziehen ins Ausland!“ Auch für derartige Effekte hat das ZEW Berechnungen angestellt:

      Tabelle:

      Linkspartei +37 Milliarden
      Grüne +18 Milliarden
      SPD+14 Milliarden
      CXU -33 Milliarden
      AfD -53 Milliarden
      FDP -88 Milliarden

      Man sieht, das ZEW bemüht sich krampfhaft, die Zahlen der Linkspartei kleinzukriegen – oder bei den Vorschlägen der anderen Parteien heben sich alle Sekundäreffekte gegenseitig komplett auf, so dass bei denen die gleichen Zahlen herauskommen wie vorher. #AlsOb
      Selbst mit dieser Rechenmethodik sehr zum Nachteil der Linken haben die noch das Programm, was für die größten Steuermehreinnahmen sorgt. Sorry, aber wenn Du Schulden oder unseriöse Gauner vermeiden möchtest, meide bei Deiner Wahlentscheidung CXU, AfD und besonders die FDP.

      Es sei denn… abschließend noch eine einfache Wahlempfehlung, die auf Deinen persönliche Einkommenssituation abstellt:

      Wenn es einem nur um die Einkommensteuer geht, ist die Wahlentscheidung ein No-Brainer.

      Antwort
      1. Mika

        Schaut ja gut aus, geb ich zu. Wird aber garantiert nicht umgesetzt. Die Demoversion sieht immer gut aus. Aber wehe das Ding geht live. Die CXU hat mich verarscht, die FDP hat mich verarscht, die SPD sowieso. Mit den Linken hab ich Erfahrung aus der DDR. Die Grünen können nicht rechnen. Ich kauf das nicht.

        Mit der AFD kann man reden. Im Ernst. Die treffen sich bei mir und sie hören zu. Als einzige Partei überhaupt. Die Linken bezeichnen mich als Nazi und wollen nicht reden. Die anderen machen einen Bogen. Okay, wer nicht will, der hat schon. Unser Oberlinker würde mich gerne körperlich angreifen, sagt er immer, traut sich aber nicht, da ich bekannt bin für eine verdammt harte Linke. Voll demokratisch ne? Am Montag am Wahlstand hat er mir wieder gedroht. War aber zu feige für den ersten Schlag.

        Die AFD hat übrigens noch nie Mist gebaut, die waren nämlich noch nie dran. Die Linke ist in Berlin dran und sie bauen nur Mist. Ich hab mir mal deren Kandidaten im Überflug angeschaut. Politologen, Schwule, Lesben und Ungelernte. Was soll das sein? Geisterbahn?
        Gendern tun sie auch. Sieht Scheiße aus.
        Wir sollten denen MacPomm geben, alle Linken dahin verfrachten und nach 20 Jahren die Toten zählen. Glaubs halt endlich. Das ist wie Kirche. Sie predigen das Paradies, wollen dir ans Geld, arbeiten selbst nix und verkaufen dich für dumm. Das wird nix.

        Gegen dich hab ich nix, scheinst ja soweit okay zu sein. Aber warum willst du unbedingt deine Metzger wählen?

        Übrigens bin ich nicht Mitglied einer Partei. Ich helfe nur bei zwei Parteien aus.

        Antwort
        1. Renton

          Ich weiß um die Problematik von Theorie und Praxis. Ich habe dieses Mal besonders hart mit mir gerungen, wen ich wähle. Normalerweise habe ich die Entscheidung ein halbes Jahr vor der Wahl bereits getroffen, um mich gar nicht mehr vom Wahlkampf beeinflussen zu lassen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich bis kurz vor der Wahl gebraucht. (Ich wähle seit 20 Jahren.)

          Meiner Meinung nach sind es auch immer die anderen, die ihre Metzger selber wählen. Auch die Wähler von CXU, FDP, SPD,… dieses Volk hat Merkel durchaus verdient. Ich und Du sind halt mitgefangen, mitgehangen 😉 Die, die jetzt AfD wählen, haben den „Luxus“, nichts falsch machen zu können: Ihre Partei kommt in den Bundestag (=sie vermeiden das Gefühl wie beim Wählen einer Kleinpartei, ihre Stimme verschenkt zu haben (was nicht ganz stimmen würde, aber egal)), aber Regieren wird die AfD fast garantiert nicht – also können ihre Wähler auch nicht von ihr geschlachtet werden. Vielleicht werde ich meine Stimme für die Linke noch bereuen, aber so ist das eben. Kann man nie wissen. Meine Einschätzung ist da jetzt halt eine andere als Deine.

          Das könnte daran liegen, dass die Linke bei uns vor Ort jedenfalls keine solchen Spinner hat wie der, den Du kennst. Würde ich von denen sowas mitbekommen, wären die hier vor Ort bei mir auch fix unten durch. Naja.

          Komm, ich erzähle zur Abwechslung noch eine kleine lustige Anekdote über die FDP. Ich hatte mir jetzt mal deren Wahlplakate am Kreisverkehr in der Nähe durchgelesen, die großen, weil sie besonders viel Text enthalten. Ich dachte mir, dass die zur Abwechslung vielleicht mal Inhalte bringen. Wäre ja schön, oder?
          Weit gefehlt, versteh sich. Es war nur ellenlanges Marketing-Blabla, so von wegen „Es gibt viel zu tun, die FDP packt es für dich an“. Lies es Dir bei Gelegenheit selber durch. Jedenfalls habe ich sie neulich auf dem Markt darauf angesprochen, auch ein Heftchen von ihnen bekommen, aber das war genau so inhaltsleer wie die Wahlplakate. Als ich aus meiner Enttäuschung keinen Hehl machte, auch darauf verwies, dass es ja durchaus andere Parteien gäbe, die es besser machen und konkreter würden („12 Euro Mindestlohn“, „Afghanen in Afghanistan helfen“ (statt hier)), hat mir einer von denen allen Ernstes die folgende Antwort gegeben:
          „Naja, konkrete Aussagen auf einem Wahlplakat bergen ja auch immer eine Gefahr. Man könnte nach der Wahl darauf festgelegt werden.

          Ohne Worte.

          Antwort
    2. Billy Coen

      Nicht alle Linken sind Sozialisten; ich wage sogar zu behaupten, die meisten sind keine. Auch Renton steht mir nicht im Verdacht, ein Sozialist zu sein. Er wählt die Linken in erster Linie wegen ihrer Sozial- und Arbeitsmarktpolitik und die ist in weiten Teilen sehr ähnlich der der Sozen unter Brandt in den späten 60ern. Hätte sich die SPD nicht erst von ihrem eigenen politischen Klientel entfernt um nunmehr vollends ins ideologische Gagaland zu entschwinden, wäre die Linkspartei heute keine so starke politische Kraft. Sie verdankt der kaputten SPD nicht nur viele Wähler sondern auch viele Parteimitglieder, welche über die WASG und deren Zusammenschluss mit der PDS in die Linkspartei gekommen sind. Auf diese Eigenheit der Zusammensetzung der Linkspartei hatte Renton auch schon hingewiesen, nur das wird ja leider immerzu übergangen, weil es sich so unschön mit den SED-Narrativen beißt.

      Antwort
  10. Mika

    @aranxo —DDR
    ich war auch in den 70ern und 80ern in der DDR unterwegs. So schlimm war es nun auch wieder nicht. Gestunken hat es, das stimmt. Kaufen konnte man auch, wenn auch nicht in der gewohnten Auswahl und Qualität. Hunger war unbekannt und Bier und Schnaps gab es reichlich. Wein war nur mit Vitamin B zu haben. Kleidung war von Neckermann Qualität, aber es gab sie.
    Die Altbauten sahen schlimm aus. Mietendeckel halt.
    Ein Problem war der Export in die UDSSR, da ging sehr viel Kapazität drauf. Und natürlich Stasi und NVA, völlig überdimensioniert und teuer. Hätte die DDR diese Lasten nicht gehabt, wäre sie wohl auf 20 Jahre an die BRD rangekommen. So blieb sie beim Lebensstandard irgendwo in den 50ern kleben.
    Privat war man eigentlich sicher. In der Dorfkneipe wurde offen gelästert, man kannte sich. Solange man den Sozialismus als solchen nicht zu sehr angriff, konnte man Dampf ablassen. So habe ich es erlebt. Öffentlich hielt man besser die Klappe. Man lebte halt privat ein zweites Leben und tatöffentlich so, als wäre man sozialistisch. Geglaubt hat den Mist eh kaum jemand. Wenn mal wieder ein Bonze ne warme Rede hielt, dann rief man ihm zu schaff Zement und Ziegelsteine bei und halts Maul. In einem Baukombinat so erlebt.
    Wir hätten eine kleine DDR erhalten sollen, so als Freizeitheim für Berliner Politiker und SED Anhänger. Zum üben des Sozialismus. Von weitem sieht er ja nicht schlecht aus. Aber die kennen heute alle nur noch die Demoversion.
    Unser guter Renton würde dort nicht leben wollen, da wette ich. Er kennt es halt nur nicht in echt.

    Antwort
    1. aranxo

      Das war eben mein Eindruck damals. Als „Reingschmeckter“ hat man sicher nochmal nen anderen Eindruck, weil man ja noch nicht weiß, mit wem man offen reden kann. Da wirkt das dann evtl. nochmal bedrückender, als wenn man seine Pappenheimer kennt. Was aber auf jeden Fall klar war, war, das von Freiheit keine Spur oder allenfalls in Nischen die Rede sein kann. Und sich die Partei weit in Lebensbereiche einmischt, die die Politik eigentlich nichts angehen.

      Antwort
    2. Renton

      „Unser guter Renton würde dort nicht leben wollen, da wette ich. Er kennt es halt nur nicht in echt.“

      Ihr seid so vernagelt, das geht auf keine Kuhhaut. Wie kommst du auf die Idee, dass ich das wöllte?

      Antwort
      1. Mika

        Wir klingen wirklich vernagelt und sind es auch. Irgendwann lernt man halt: links geht nicht. Das ist wie mit der Herdplatte. Da verbrennste dir die Finger und irgendwann ist dir klar: das wird nix. Manche brauchen dazu mehrere Versuche, aber sie lernen es irgendwann. Und wenn man es gelernt hat, dann langt man eben nie wieder auf die Herdplatte, weil das aua macht. Man wird da stur wie ein Panzer, vernagelt eben.
        Jetzt kommt so ein Urmensch, der kein Feuer kennt und keine Herdplatten und erzählt dir, das wäre doch toll, wenn man da die Hand drauflegen würde, wäre doch so schön warm. Erklär dem mal, er solle es lassen. Das geht schief, der glaubt dir kein Wort und denkt du wärst dumm.
        Nein Renton, wir sind weder dumm, noch vernagelt. Wir haben Erfahrung.

        Antwort
        1. Renton

          Da ich in Deinem Gleichnis der Urmensch bin, sage mir mal bitte, wo ich dafür plädiert habe, die Hand auf die Herdplatte zu legen. Such’s mal raus. Und wenn Du zu Deiner Überraschung nicht fündig wirst, reiß den Bretterzaun vor Deinen Augen weg und labe Dich an Aussagen von mir wie: „Sozialismus ist nicht mein Ziel.“ (Tipp: STRG+F und „nicht mein Ziel“ eingeben.)

          DAS meine ich mit vernagelt. Ihr unterstellt mir Dinge und Ansichten, die ich nicht vertrete. Wie z.B., gerne in der DDR gewohnt haben zu wollen.

          Antwort
            1. Renton

              Japp, bin ich.

              „Renton, ich hab dir unterstellt, daß du nicht in der DDR hättest leben wollen.“

              Japp, genau. Die Bedeutung des Konjunktivs scheint mir hier zweideutig. Ich verstehe das so, dass Du mir unterstellst, ich würde prinzipiell dort leben wollen, weil ich es nicht kenne; erst, wenn ich es kennte, würde ich nicht mehr dort leben wollen. So verstand ich auch „Unser guter Renton würde dort nicht leben wollen, da wette ich. Er kennt es halt nur nicht in echt.“

              Habe ich das missverstanden?

  11. Mika

    @Renton

    ich habs doof ausgedrückt, sorry.

    Ich meine ganz deutlich und eindeutig: Renton will nicht in der DDR leben.

    Ohne jeden Hintergedanken. Hab ich es klar genug ausgedrückt?

    Aber warum bist du ein Linker? Was soll das?

    Antwort
    1. Renton

      Ja, jetzt ist es mir klar. Dann nehme ich das „vernagelt“ in Bezug auf Dich selbstredend zurück.

      Ich bin Linker und Liberaler, sogar noch etwas liberaler, als ich links bin. uepsis Diagramm Links-Rechts & Autoritär-Libertär/Liberal rechts in der Leiste (unter dem Buchhinweis „Das bevorzugte Geschlecht“) könnte auch gut für mich stehen.

      Ich bin links, weil ich Humanist bin, weil ich einen starken Sozialstaat und eine aktive Rolle des Staates in der Wirtschaft befürworte. Ich will z.B. die Wirtschaftssektoren, die natürliche Monopole aufweisen, Stromtrassen z.B., in öffentlicher Hand sehen, und ich will sozialen Wohnungsbau, weil ich nicht daran glaube, dass der Markt es in diesen Bereichen richtet. Andererseits sehe ich z.B. bei der Endverbraucherversorgung mit Lebensmitteln keinen Grund für staatliche Unternehmen; der Bereich ist kleinteilig genug, so dass der Markt hier meines Erachtens ausreichend gute Ergebnisse erzielt.

      Ich bin auch links, weil ich gegen Kriege bin, die nicht absolut notwendig und aufgezwungen sind. Ich bin links, weil ich in keiner Kriegsbeteiligung Deutschlands in den letzten 25 Jahren im Nachhinein einen Sinn sehe.

      Ich bin liberal, weil ich für die prinzipielle Handlungsfreiheit jedes mündigen Menschen bin, zu tun, was er möchte. Freiheit findet ihre Grenze für mich immer nur in der Freiheit der anderen. Deshalb bin ich z.B. für eine Gurtpflicht im Straßenverkehr – bei einem Unfall könnten die Autoinsassen sonst zu lebendigen Geschossen werden, die andere gefährden -, aber schon eine Helmpflicht für Motorradfahrer sehe ich kritisch. Wer sein Leben riskieren will, soll es dürfen – es ist nur seines. Weil ich links und liberal bin, bin ich trotzdem dafür, einen ohne Helm verletzten Motorradfahrer auf Krankenkassenkosten – also auch auf meine Kosten! – zu versorgen. Ich gestehe jedem Menschen das Recht zu, Fehler zu machen (weil ich liberal bin) und bin trotzdem solidarisch mit ihm (weil ich links bin). Wegen mir könnten sich auch Hooligans gegenseitig (unbewaffnet) die Köpfe einschlagen – eine Absperrung zum Schutz von Unbeteiligten drumherum, die Rote-Kreuz-Helfer direkt daneben, fertig. Viel Spaß (ich bin nicht dabei).

      Links bin ich auch, weil ich ein hohes Maß an Solidarität fordere. Rentenbeiträge auf alle Einkünfte, ohne Beitragsbemessungsgrenze, aber gleichzeitiger Deckelung der Rentenauszahlung, finden meine Zustimmung.

      Ich bin auch überzeugter Demokrat. Demokratie ist für mich eine Frage von Gerechtigkeit, und so gesehen meinetwegen links, aber eigentlich will ich das nicht ausschließlich für links reklamieren. Wenn ein aranxo jedoch Linken generell einen Hang zum Autoritären unterstellt, halte ich ihn für einen bornierten Trottel. Ich kenne persönlich keinen Linken, auf den diese Neigung zum Autoritären zuträfe. Dass es solche Linken gibt – unbestritten. Aber ich sehe solche Typen auch sonst überall.

      Frage beantwortet?

      Antwort
      1. aranxo

        Du wirst es kaum glauben, aber dem meisten stimme ich zu. Nicht nur das, für das meiste davon sehe ich eine Heimat bei der AfD. Insbesondere, was die Aufteilung der Wirtschaftssektoren, Kriegsbeteiligung, Freiheit und Selbstbestimmung angeht.

        Insgesamt hätte ich doch gerne eine soziale Marktwirtschaft nach dem Vorbild von Erhard und den 70er und 80er Jahren, und zwar vor allem mit Förderung von mittelständischen Unternehmen. Seitdem ist die Waage leider zugunsten der Großkonzerne gekippt.

        In Sachen starker Sozialstaat bin ich da Trumpist, sprich: Germany first. Starker Sozialstaat und offene Grenzen kann auf Dauer nicht gutgehen. Echte politisch Verfolgte brauchen Schutz, die muss man einfach durchfüttern. Allerdings im ersten sicheren Land, nicht gerade alle bei uns. Abgesehen davon werden seit Jahren nur unter 1% der Asylbewerber als tatsächlich politisch Verfolgte anerkannt. Wer sich bei uns integrieren und seine Rechnungen selber zahlen will, ist für mich herzlichst willkommen. Wer dagegen meint, er könne hier mit dem Messer rumfuchteln, Straftaten begehen, oder in der sozialen Hängematte liegen und die Zeit nutzen, um seine menschenverachtende Mittelalterreligion zu verbreiten, den möchte ich gerne so schnell wie möglich außerhalb des Landes wissen. Und es geht auch nicht an, dass wir rechtskräftig abgelehnte Asylbewerber jahrelang dulden.

        Sozialstaat ja, Rentner haben auch eine vernünftige Rente verdient, das Schweizer System scheint ja recht gut zu funktionieren. Das was Du willst, klingt ja so ähnlich. Aber ansonsten Sozialhilfe nur für wirklich Bedürftige, und zwar in einem Maße, so dass sich für andere noch lohnt zu arbeiten. Ich halte es da mit Thomas Sowell: Gerecht ist, wenn Du mit dem Geld, das Du verdienst, machen kannst, was Du willst, und ich mit dem Geld, das ich verdiene, machen kann, was ich will. Wenn Du was von meinem Geld abhaben willst, musst Du das sehr gut begründen können. Neid, verbrämt als „Solidarität“, ist kein Argument.

        Selbstverständlich halte ich nicht jeden Linken für autoritär, nur drängeln sich dieselben in der letzten Zeit sehr nach vorne, auch und gerade in der SED, die zum Glück jetzt mächtig abgelost hat. Naja, wenn man halt sein Zugpferd schlachtet, selber schuld.

        Ich kenne leider zuviele Linke, die was darauf einbilden, sie hätten aus der Nazizeit gelernt, es aber völlig ok finden, wenn „Rechte“ oder Donald Trump bei Twitter oder Youtube gesperrt werden. Nach dem Motto: „Meinungsfreiheit? Ja klar, für mich! Aber doch nicht für die!“ Dieselben Linken finden es auch völlig ok, per 2G Ungeimpfte zu diskriminieren, aber damals wären sie ganz bestimmt gegen die Judenverfolgung aufgestanden. Ja nee, is klar. Was für selbstbetrügerische Armleuchter! Die Art und Weise, wie man Gender-Neusprech gegen den Willen der Mehrheit durchdrücken will, finde ich auch extrem autoritär. Die SPD hat sich zwei Meinungfreiheitsbeseitigungsgesetze (NetzDG) geleistet, und besser wird das in den nächsten vier Jahren sicher nicht. Wenn das mal nicht autoritär ist.

        Und die Grünen interessieren sich einen Scheiß für Menschen auf dem flachen Land, denen sie das Autofahren zum Luxus machen wollen und die keine U-Bahn vor der Tür haben, die alle 5 Minuten fährt, sondern nen Bus, der drei mal am Tag fährt. Wenn Du auf dem Land in zehn Minuten mit dem Auto zur Arbeit kommst, aber mit dem Bus einfach fast ne Stunde dafür brauchst, fährst Du nicht mit dem Bus. Ich war ja selber mal grün. Aber das war noch zu der Zeit, als sie dafür gekämpft haben, dass auch alternative Lebenskonzepte akzeptiert werden. Jetzt kämpfen sie dafür, dass sich alle gefälligst nach ihren Konzepten zu verhalten haben. Wenn das mal nicht autoritär ist.

        Und alle drei linken Parteien wollen auch noch – trotz einiger Schlappen vor den Verfassungsgerichten – die Verfassung verbiegen und den Parteien vorschreiben, wen sie aufzustellen, und den Bürgern, wen sie zu wählen haben, Stichwort Paritätsgesetz. Wenn man aus Ideologie die Axt an eine der Grundsäulen der Demokratie legt, was kann wohl mehr autoritär sein?

        Ceterum censeo: Wenn ein renton Rechten generell einen Hang zum Autoritären unterstellt, halte ich ihn für einen bornierten Trottel.

        Antwort
      2. Mika

        Moin Renton,

        ich stimme dir in fast allen Punkten mehr oder weniger zu. Ohne jetzt in Details zu gehen, sage ich dir klipp und klar, du bist kein Linker mit dieser Einstellung. Was du hier schreibst, hätte der olle Willy von der SPD auch so unterschrieben und der war auch Humanist. Aber das ist lange her. Die reale Linke will dein Geld, deine Freiheit und die Kontrolle über dich. Wenn ich mit Leuten aus der AFD rede, dann kommen genau deine Aussagen rüber. Es schreibt nur keiner.

        Ich geb einen aus, wenn du in die Pfalz kommst.

        Antwort
        1. Billy Coen

          Naja, den guten Willy würde ich aber schon als linken Politiker bezeichnen. Humanismus und Links schließen einander nicht aus.

          Woran das hier krankt, ist die viel zu eng gefasste Definition dieser dafür einfach viel zu weit gefassten und zunehmend unzureichenden Politkoordinaten. Links geht los bei Leuten mit ehemals sozialdemokratischen Positionen (bezeichne ich gerne als traditionell links), geht – zu meinem Leidwesen in immer dominanerer Weise – über postmoderne, „progressive“ Vollidioten bis hin zu Antifa-Terroristen. Rechts beginnt bei Bürgerlichen, geht über religiöse Spinner bis hin zu Neonazis. Es ist ebenso wenig gut, Antifant zu sein, wie es schlecht ist, bürgerlich konservative Wertvorstellungen zu vertreten.

          Es hat dabei auch erheblich Verschiebungen gegeben, vor allem in der schieren Wahrnehmung. Brandt und Schmidt z. B. vertraten im Bereich der Einwanderungspolitik Ansichten, mit denen man ihnen heutzutage vorwerfen würde, sie wollten damit die AfD rechts überholen. Dabei waren ihre Ansichten einfach nur geprägt von Vernunft und Pragmatismus.

          An den letzten Kommentaren hier kann man eh gut sehen, wie wenig Sinn diese holzschnittartige Auffassung von „das ist links“ oder „das ist rechts“ ergibt. Du und Arnxo habt wenig Sympathie mit „Linken“, aber wenig Probleme mit traditionell eher linken politischen Positionen. Genauso ist vieles, was vor allem – zu meinem und gewiss auch Rentons Leidwesen – vom postmodern Linken Mainstream zu ganz doll rrrääächts und Nazinazinazi erklärt worden ist, gar keine zwingende Position von rechten sondern wurde auch schon immer von Leuten mit ansonsten klar linken politischen Ansichten geteilt; z. B. die Utopien von den heilsbringenden offenen Grenzen und völlig uneingeschränkter Zuwanderung. Solche Vorstellungen werden zwar heutzutage von vorwiegend linken Strömungen vertreten, werden von nicht wenigen anderen (klassischen) Linken jedoch wiederum gesehen als „das ist nicht links, das ist einfach nur zum desaströsen Scheitern vorbestimmter Schwachsinn“.

          Es ist nach meiner Auffassung einfach nicht möglich, jede Position in ein Links-Rechts-Schema zu zwängen. Und zu erwarten, jemand mit grob linken oder rechten Grundhaltungen müsste zwingend zu Thema A Meinung B und zu Thema X Meinung Y haben, klappt schon mal gleich gar nicht. Dafür ist der ganze Themenkomplex viel zu umfangreich und differenziert. Dass wirklich jeder zu so ziemlich jedem Thema eine erwartbar gleiche Meinung hat, das findet sich eigentlich nur in radikalisierten Kreisen, wie etwa heutzutage bei den PoMoLis (postmodern Linken), was aber eben daher kommt, dass dort Meinungen nicht auf Basis individueller Betrachtungen und Überlegungen zustandekommen, sondern innerhalb sehr stabiler Filterblasen und ein Gemeinschaftsgefühl gebender Zugehörigkeitszirkel geprägt und den Individuen vorgegeben werden. Wer bei nur einem Thema auch nur geringfügig abweicht, muss mit sofortigem Ausschluss inklusive übelsten Mobbings rechnen.

          Ein zu holzschnittartiges Denken von Links und Rechts führt dann schnell auch zu derlei oft völlig destruktiven Diskussionen, wie sie sich hier eine Weile ereignet hat. Umso mehr freut es mich, wie sich hier gerade ein offensichtlich sehr versöhnlicher Ausgang andeutet, jetzt wo die Positionen abseits simpelster Vorstellungen von „was ist links“ und „was ist rechts“ etwas differenzierter ausgelotet worden sind. 🙂

          Antwort
          1. Mika

            Die Schablone wurde in den letzten Jahren schon arg verschoben. Unter Willy war es links, wenn ein Arbeiter sich ein Haus leisten konnte und das konnten viele auch. Die SPD hat in den 70ern echt was für die Arbeiter und Rentner getan und das war richtig so.
            Es war die SPD, die dafür sorgte, daß Kinder kleiner Leute Abi machen konnten. Bin selbst positiv betroffen. Damals war es ein Zeichen für Aufstieg und Fleiß, wenn der Maurer sich einen Benz leisten konnte. Die Politik hat den kleinen Leuten ein wenig Zuverdienst gegönnt, auch wenn es schwarz verdient wurde. So wurden viele Häuser günstig gebaut, Autos angeschafft und Urlaube finanziert. Sie haben sich beim Abkassieren noch geschämt. Heute haben sie dich am Schlawickel, wenn du auch nur 5 Euro ohne Beleg einnimmst.
            Man hatte die Deutschland AG und die hat sehr gut funktioniert. Heuschrecken aus dem Ausland gab es wenige. Die Banken waren noch mit den Kunden per du und Kredite gab es auf Vertrauen. Schlag das heute mal der SPD vor.

            Heute würden die Linken den Willy als Nazi bezeichnen, mit dem Helmut „Schnauze“ haben sie es ja auch schon getan. Das waren aber Politiker mit Charakter. Mit deren Ratgebern bin ich immer noch in Kontakt und die wenden sich mit Grausen von der heutigen SPD ab.

            Der Willy wäre heute öffentlich unten durch. Seine Liebschaften würden ihm heute das Genick brechen. Damals hat man geschwiegen, denn das war privat. Öffentlich war er einer der anständigsten Menschen überhaupt. Nie vergessen ich den Kniefall von ihm. Das war nicht geplant und ich habe das aus erster Quelle. Heute unvorstellbar.
            Sein Satz: „wir wollen ein Volk guter Nachbarn sein“ hat mir in Frankreich Tür und Tor geöffnet. Das vergesse ich ihm nie.
            Leute wie Annalena, Scholz und Laschet hätte er verachtet. Der hatte sogar den Anstand für seinen Rücktritt, als der Spion in seinem Kreis aufflog. Was tat Merkel, als die Handy Schaltung zur CIA aufflog? Nix. Ist halt so, kann man nix machen, nun haben sie halt abgehört. Wie wenig Charakter geht noch?

            Wer sich zu der alten, anständigen SPD bekennt, ist kein Linker. Er ist Humanist und Mensch. Die Linken, die sich heute so nennen, sind einfach nur asoziale Spacken, die von der Arbeit ehrlicher Menschen leben.

            Nee Renton, mit deiner Einstellung bist du kein Linker. Du hast ja sogar den Mumm, einen Vorwurf an mich zurückzunehmen. Das machen nur Menschen, die Herz und Verstand besitzen. Zeig mir den Linken in der Politik, der das noch hat?

            Mein Angebot steht. Eine Runde in der Pfalz auf mich.

            Antwort
            1. Renton

              Hi @Mika,

              ich komme auf Dein Angebot gerne zurück. Auch umgekehrt gilt: Sollte es Dich mal an den Niederrhein verschlagen, bist Du herzlich auf eine Runde eingeladen, während der wir uns politisch die Köpfe heiß reden können 🙂

              Allerdings bestehe ich darauf: Ich bin Linker. So, wie auch Willy Brandt ein Linker war. Billy hat einfach recht: „Links“ ist ein sehr weit gefasstes Feld. Darin tummeln sich alte Sozialdemokraten wie Willy Brandt oder Albrecht Müller ebenso wie Social Justice Warrior und Feminazis. Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine gehören dazu, aber auch die Antifa. (Und auch bei denen sind nicht alle doof, in meiner Schulzeit jedenfalls kannte ich einige sehr nette dort.) Deswegen verbieten sich auch Pauschalurteile a la „alle Linken sind asoziale Spacken“ (das geht auch an Dich, @aranxo). Tendenzen mag man ausmachen, aber man sollte sich einfach damit abfinden, dass die Gruppe der Linken zu groß ist, als dass es nicht solche und solche gäbe. Kluge Leute haben es schon immer so gehalten. Ich erinnere mich an einen schwarzen Bürgerrechtsaktivisten aus den USA, der Kontakte zum Ku-Klux-Klan pflegte. Der hatte es auch begriffen, dass Feindbilder nicht weiterbringen, sondern dass man die Kooperation suchen muss, dort, wo sie möglich ist.

              Und voila – hier sind Billy, uepsi, ich… Linke, mit deren Ansichten Rechte wie Du(?) sicherlich nicht in jedem Punkt übereinstimmen, aber mit denen man reden und gegebenenfalls kooperieren kann. Der Versuch, uns aus dem linken Lager herauszulösen, ist töricht. Denn entweder scheitert er, dann war die Mühe vergebens, oder er ist erfolgreich, dann fehlt unser Einfluss im linken Lager, um dort den Kurs mehr in Deinem Sinne zu beeinflussen. Insofern: Ich bin links, und das ist gut so, und versuche bitte nicht, es mir abzusprechen.

  12. Mika

    Okay Renton, ich spreche dir deine linke Einstellung nicht ab. Die Frage ist nur, ob du für die heutige Linke noch einer von ihnen bist. Willy ist denen doch schon zu vernünftig. Und Albrecht Müller geht denen als Nazi durch. Selbst so am Telefon von einem SPD MDB gehört.

    Antwort
    1. Renton

      🙂 Hat der SPD-MdB Müller als Nazi bezeichnet, oder hat er gesagt, dass andere Müller einen Nazi nennen?

      Antwort
      1. Mika

        Er hat es selbst gesagt, ohne das Wort Nazi zu gebrauchen. Müller wurde in die rechte Ecke gestellt. Er ist zur Persona non grata in der SPD geworden. Ist ja auch schon heftig, was er bei den Nachdenkseiten so schreibt. Er wird auch heftig angegriffen. Wenn man in der SPD ist, bleibt man fern von ihm.

        Antwort
        1. Renton

          Das klingt ein bisschen moderater. Dass viele in der SPD Müller nicht leiden können, ist verständlich; er ist ja nahe bei Lafontaine, und der hat die Linkspartei als Konkurrenz zur SPD groß gemacht.

          Der eigentliche Witz an der Sache ist ja, dass Müller linker ist als die SPD, und trotzdem als rechts gesehen wird. Es kommt halt auch immer aufs Politikfeld an: In Sachen Einwanderung oder Identitätspolitik ist Müller sicherlich etwas rechter als die SPD, wobei objektiv betrachtet noch lange nicht rechts der Mitte. In Sachen Wirtschafts- und Sozialpolitik hingegen ist Müller deutlich linker als die SPD. Wir sind da wieder bei Billys Feststellung, dass Politik ein zu weites Feld ist, um über eine eindimensionale Koordinate hinreichend abgesteckt werden zu können. Folgerichtig hat uepsis Diagramm oben auch bereits eine zweite Dimension 🙂

          Antwort

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