Alles Rassismus!? Über Zweiheimischkeit

„Wir haben unsere Kinder erzogen, Gemeinsamkeiten statt Unterschiede zu suchen. Es gibt schon genug Unterschiede, aber wenn wir zusammen sind, geht es um Gemeinsamkeiten. Viele andere Menschen gehen immer immer von Unterschieden aus: Du bist Christ oder Jude, ich bin Moslem … Wir brauchen Freundschaft, Vertrauen, Unternehmungslust und friedliches Miteinander“

Cengiz Y., von dem dieses Zitat stammt, folgt nicht der dunklen Seite. Er tritt als Türke mit Migrationshintergrund für Völkerverständigung ein. Anders die verbitterte Rassistin Natasha A. Kelly, die für Rassenhass steht, jedem Weißen Rassismus unterstellt und damit eine in der Elite breit akzeptierte Meinung verfechtet. Dabei könnte sie es besser wissen, denn wie sie berichtet, ist sie selbst die „Kartoffel, die Deutsche“, wenn sie ihre Verwandten in den USA besucht. Diese Differenz ist für sie aber kein Grund, ihre Familienmitglieder zu hassen. Sie sieht wohlwollend darüber hinweg, sie lacht hier eher über Unterschiede als dass sie sich darüber ärgert. Zurück in Deutschland werden alle Gegensätze zu Deutschen auf ihren Rassismus zurückgeführt. Hier übt sie kein Wohlwollen sondern pflegt Vorurteile, Hass und Ressentiments – und wird durch den Medienmainstream auch dazu ermuntert. Yoda sagte, dass die dunkle Seite der Macht schneller ist, leichter verführerischer. Es ist einfacher zu hassen als bei Problemen einen Schritt zurückzutreten und dem Gegenüber mit Verständnis zu begegnen.

Vertreter der Farbigen geben an, die gesamte Zeit über mit Rassismus konfrontiert zu sein. Das wäre wie hunderte von Mückenstichen den ganzen Tag über. Schlimm. Eine Telepathin führt hierzu aus, dass sie immer wieder rassistischen Blicken ausgesetzt sei, ja, ich verstehe, dass da eine Menge zusammenkommt. Wie gesagt: Kein Wohlwollen, schon ein Blick ist Rassismus. Eine andere Schwarze dichtet: „Wo bin ich gerade? Wo ist mein Platz auf dieser Erde?“ – es handelt sich um ein Problem der Identitätsfindung.

Denn es gibt eine alternative Erklärung für solcherlei Reibungen und Unstimmigkeiten in den zwischenmenschlichen Beziehungen als Rassismus, nämlich Zweiheimischkeit, mit der Migrationshintergründler konfrontiert sind, und die ihnen deutlich erschwert eine eindeutige Identität z.B. als Türke oder Deutscher zu entwickeln, auch durch das Umfeld: Den Türken zu deutsch und den Deutschen zu türkisch; man ist weder richtiger Türke noch richtiger Deutscher. Zu den ersten beiden Räumen des Einreiselands und der Herkunftsfamilie gesellt sich also ein „dritter Raum“, aufgrund der Doppelsozialisation, die man durchmacht: In der Folge ist man weder Türke noch Deutscher sondern man definiert sich z.B. als „Berliner Türke.“ Der dritter Raum, die kulturelle Mischung hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. der ethnischen Dichte der Gemeinde oder dem Bildungsstand und der Schichtzugehörigkeit der Eltern. All das hat Folgen für die Identitätsfindung, die aber nicht zu einer eindeutigen Nationalität – Türke, Deutscher – gelangen kann. Dadurch entstehen Disharmonien, Spannungen und Reibungen mit der Mehrheitsgesellschaft auch ganz ohne Rassismus. Man ist anders und damit wird auch anders auf einen reagiert – ganz ohne Übelwollen, ohne Rassismus. Es ist eine bittere Lektion, aber sie ist zu akzeptieren: Man ist tatsächlich der Andere und wird nicht nur so tituliert. Das zu verleugnen führt nur zu Leid, Hass und Ressentiment. Man sollte es annehmen, das ist der Weg zu Heilung und Frieden mit sich selbst und anderen.

Dies kann man mit einer positiven Haltung zur eigenen Zweiheimischkeit und der kulturelle Vielfalt. Ebenfalls unabdingbar ist ein wohlwollender Blick auf die Anderen – und dass das möglich beweist ja die oben angesprochene Frau Kelly, die ihren Familienangehörigen in den USA die Differenzen auch nicht zum Vorwurf macht. Leider hat sie sich für den einfacheren Weg des Hasses statt der Liebe entschieden – so wie ich.

8 Gedanken zu „Alles Rassismus!? Über Zweiheimischkeit

  1. Emannzer

    „.. man ist weder richtiger Türke noch richtiger Deutscher ..“

    Aber man hat den Doppelpass zu Angela Merkels Werk und des Grünen Beitrags. Und ich nehme immer weniger wahr, dass sich diese oder andere Leute hier auch nur im Ansatz integrieren wollen! Dabei spreche ich durchaus aus Erfahrung mit meiner lieben Nachbarschaft.

    Und anatolische Mitbürger, die sich wie die neue Herrenrasse fühlen und uns ungeniert als „Köter“ beschimpfen dürfen, stoßen mich ebenso ab, wie diese Schwarzafrikaner, welche alte Rentnerinnen als „Hure“ besudeln und für deren Antwort als „Negerkind“ auch noch recht bekommen, wenn so ein -selbstzensur- damit auch noch vor ein Gericht zieht.

    Das wird böse knallen, denn positive Assimilation funktioniert einfach nicht, wenn diese Massen hier ins Land ziehen und sich als Opfer, Bessermenschen oder sonst was gerieren. Ich habe jedenfalls die Nase voll davon, in den „Öffis“, beim Einkaufen oder vor meiner Firma alles mögliche zu hören – nur eben nicht mehr meine Heimatsprache.

    Und damit bin ich noch lange kein Rechter, denn unter der Hand raunen einem solches die meisten zu. Aber wir haben ja Platz, kreischt die Gutmenschin noch beim Schlangestehen vor dem Wohnungsamt.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Und ich nehme immer weniger wahr, dass sich diese oder andere Leute hier auch nur im Ansatz integrieren wollen!

      Deutsche Kultur ist Scheiße und man kann von niemanden verlangen, sich in Scheiße zu integrieren.

      Antwort
            1. uepsilonniks Autor

              Weil ich links bin?

              Jedes Volk – Juden, Zigeuner* etc. – soll leben und seine Kultur feiern.

              *ja, ich weiß, trotzdem; sie selbst haben kein Problem damit.

        1. Gendern, bis der Arzt kommt

          Ich habe die Ironie völlig problemlos erkannt. 🙂 Auch schon vor deiner Frage.

          Warum sollte jemand wie YX das ernst meinen?

          Wir müssen uns aber auch an die eigene Nase fassen. Solange dieses Land vollgestopft ist mit selbsthassenden, neurotischen Gutmenschen, wird der Integrationsdruck nicht steigen. Ich bin immer wieder fassungslos, was für totale Vollidioten im Kultur- und Medienbereich arbeiten.

          Da regt sich z.B. ein Kritiker des Deutschlandfunks darüber auf, daß das Berliner Stadtschloß doch tatsächlich wieder mit Kreuz und einem christlichen Spruch auf der Kuppel wiederaufgebaut wird.

          Diese Leute sind für mich der letzte Abschaum. Totale Kulturbanausen zudem. Und völlig unfähig, ihre neurotisch-zwanghafte Geisteshaltung zu hinterfragen. Ein christliches Kreuz ist nämlich durchaus vereinbar mit einem ethnologischen Museum. Warum denn nicht?

          Diese Leute sind eben auch intellektuell schwachsinniger als Teletubbies. 🙂 Der christliche Sinnspruch lautet irgendwie „Kniet nieder vor Jesus Christus“ oder dergleichen. Auf bescheuertstmögliche Weise wird so einem Spruch dann auch noch „Antisemitismus“ angedichtet.

          Ich bin zwar nicht so pessimistisch wie mancher hier – aber diese Gutmenschenverblödung geht auf keine Kuhhaut mehr.

          Antwort
  2. Gendern, bis der Arzt kommt

    Es ist in der Tat ein Problem dieser ganzen neurotischen Debatten, daß ganz natürliche oder zumindest harmlose Dinge pathologisiert und inkriminiert werden. Das ist bei allen Ideologien so. Es werden Mißstände erfunden, meist sehr pauschal, formalistisch, symbolisch. Das sieht man an der Gendersprache, aber auch an der sonstigen Inkriminierung jedweder statistischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

    Ideologien bieten die schöne Möglichkeit, individuelle Probleme und MInderwertigkeitsgefühle zu externalisieren. Die jeweilige Ideologie bietet die dafür passenden Narrative und Sündenböcke.

    Ich blicke z.B. auch häufig Neqer und andere Exoten an. Das ist ein völlig natürlicher Impuls. Und dann ist da noch ein ganz wichtiger Punkt: Daß rassistische Diskriminierung nur ein kleiner Teil der tagtäglichen Menschenfeindlichkeit ist. Unzählige reinrassige Biodeutsche und Nachfahren von Arminius werden tagtäglich beleidigt oder ausgegrenzt, geschnitten, weil sie dick, dünn, Ossi, Wessi, „rechts“, Alice-Miller-Fan, „Religiot“ oder was weiß ich sind.

    Darüber steht nur dummerweise nichts im Grundgesetz und man kan sein Gewissen damit nicht aufmöbeln. 🙂

    Man versteht diese Psychodynamiken besser durch die Lektüre einer gewissen Alice M. 🙂 Die Leute klammern sich lieber an Ideologien wie den „Wokismus“, anstatt die wirklichen Ursachen ihrer Minderwertigkeitsgefühle anzuerkennen.

    Und schlußendlich haben wir noch das Problem, daß der gemeine Musel nun mal so ist, wie er ist – und daß man daher als (vermeintlich) integrierter Musel eben auch Verständnis dafür aufbringen muß, wenn dieser Kulturkreis hier in Deutschland nicht den besten Ruf hat.

    Auch die Qualitätsmedien erwähnen ja so gut wie nie, daß es nur sehr wenige Ethnien sind, die – aus guten Gründen – ein echtes Negativimage haben. Täte man dies, wäre das pauschale Narrativ der „Ausländerfeindlichkeit“ nicht mehr so leicht zu erzählen.

    Antwort

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