Sex und Party und Macht

Da hat sie eine Erfahrung gesammelt, von der Andere noch Jahre danach schwärmen würden: Backstage nach einem Konzert mit berühmten Musikern. Was läuft da eigentlich nach dem Konzert Backstage? Natürlich, das weiß jeder: Partieeeeeeeee!

Jetzt ist sie so eine traurige Kreatur, eine Feministin, und da klappt das nicht so recht:

Denn während sich zwei der berühmten Musiker an jungen weiblichen Körpern vergnügten, wurde gekokst, getrunken, geraucht, gegrapscht, gelacht und gekifft.

Fight for your right to party! Heute aber sieht sie die Sache anders. Sie sieht sich als *Trommelwirbel* Opfer! Von Machtverhältnissen und sexuellen Übergriffen, denn die berühmten Musiker haben ihr zwischen die Beine gegriffen und dabei nicht das feministische Protokoll befolgt: „Darf ich dir zwischen die Beine greifen?“, so dass sie nicht mal die Gelegenheit hatte zu sagen: „Ja, Du darfst mir zwischen die Beine greifen.“

Was lernen wir daraus? Nun, das Sex nicht etwas ist, woran auch Frauen Spaß haben, dass sie es nicht genießen, wenn ein Mann (natürlich der richtige, nicht irgendjemand dahergelaufener) sie berührt. Sex ist etwas, womit Männer beflecken. Sex ist Gewalt. Sex wird von Männern genommen und von Frauen gegeben, wofür Männer zu zahlen haben: Sei es günstig bei einer Sexarbeiterin oder extrem teuer bei der Ehegattin; Sex ist etwas, das Männer nehmen, sich greifen, rauben:

Denn diese Musiker verhielten sich ganz klar nach diesem Schema: Ich nehme mir mal und würde erst damit aufhören, wenn mir jemand „Stopp“ sagen würde (vielleicht aber nicht einmal dann).

Die gute Sascha – die die Musiker in die Nähe von Vergewaltigern rückt und sich damit als Miststück ersten Ranges outet – ist empört, dass der berühmte Musiker nicht die Hälfte seines Eigentums an sie abtreten muss – das ist es, was sie als ihre Machtlosigkeit und Macht der Männer begreift, aber solche Macht gab es da und auch sonstwo nicht: Sie hätte jederzeit gehen können, auch gegen den Willen der berühmten Musiker, denen sie übrigens ebenfalls zwischen die Beine hätte greifen können. Sie ist aber nicht gegangen: Sie hat lieber Party gemacht mit Koksen, Kiffen, Saufen und eben auch Berühren, sexuell aufgeladem Berühren, etwas, an dem Gerüchten zu Folge auch Frauen Spaß haben. Vermutlich fand sie das nicht nur „Okay“, wie sie widerwillig einräumt, sondern war ganz begeistert davon, es war eine der geilsten Nächte, die sie bis dahin erlebt hatte, aber der Opferstatus ist ach so süß.

Aber jetzt? wegen des toxischen Feminismus‘ kann sie sich nicht unbefangen ins Partygeschehen stürzen, einfach Spaß haben – auch mit Sex.

6 Gedanken zu „Sex und Party und Macht

  1. paulkaufmann

    nur weil ein paar irrlichtern und nicht klarkommen mit sich und der Welt und ihr Ego befeuern, weil sie falsch eingestellt sind, zerstören sie die Welt. Sie meinen gerechter zu sein und sind nur gefangen in dem was zwischen ihrem Unten und Oben – gemeint ist die Anatomie – nicht bei ihnen stimmt.

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  2. Mario

    Vielleicht ist sie ja angefressen, weil sich zwei der berühmten Musiker an den Körpern schöner junger Frauen vergnügten und nicht an ihrem. 😉

    Passt im Übrigen gut zu Arnes Artikel (3. vom 30.10.21) über die sexuelle Belästigung, der sich Adam Levine ausgesetzt sah.
    Selbstverständlich muss er sich für sein übergriffiges Verhalten entschuldigen. Es kann ja nicht sein, dass ein Mann keine Umarmung von einem weiblichen Fan wünscht und dann entsprechend erschrocken und wohl auch abweisend reagiert.
    Pfui, wie arrogant und überheblich er doch ist.

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  3. Morris

    Ich bin ja auch Konzertveranstalter in einem Club, waren auch schon bekanntere Bands da, aber meist sind es doch eher unbekannte Künstler. Die stellen aber auch nicht abstruse Wünsche an uns. Na jedenfalls hatten wir vor Jahren mal eine Band mit einer sehr attraktiven Sängerin und irgendwie ergab es sich, dass wir zuletzt allein an der Bar saßen. Und irgendwann fing SIE an mit Knutschen und dann auch mehr. Ging auch noch ein halbes Jahr weiter. Leider wohnte sie zu weit weg, aber sind immer noch befreundet.
    Ich könnte mich jetzt natürlich auch benutzt fühlen, aber da gibt es absolut nichts zu bereuen. Wir waren beide erwachsen und wussten was wir taten. Ich kann so jämmerliche Artikel nicht ertragen. Ich wüsste jetzt auch nicht, welche Macht der „berühmte“ Künstler haben soll.

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    1. Mario

      Das Problem ist ja nicht die Dämlichkeit der Artikel, sondern dass solche Artikel die Sichtweise auf Männer in unserer Gesellschaft prägen.

      Antwort

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