Reichelt und Framing

Beweis verdeutlicht am Fall Reichelt, wie Framing funktioniert (zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen):

Es tut mir etwas weh, wenn selbst wir hier weibliche Karriereanstrenungen und die entsprechenden Erfolge als etwas männlich Böses framen.

Christian schrieb:

Frauen, die sich auf ihn einließen, habe er sich nahbar und verletzlich gezeigt. Er habe ihnen schnell das Gefühl gegeben, ein wichtiger Teil seines Lebens zu sein. „Er bringt einen dazu, innerhalb kürzester Zeit über brennende Brücken zu laufen“, zitiert das Magazin eine Person aus Reichelts beruflichem Umfeld.

Ich formuliere das mal um:

Er war nahbar und verletzlich. Sie waren schnell ein wichtiger Teil seines Lebens. „Für ihn wären sie über brennende Brücken gelaufen.“

Was ist der Unterschied? Im oberen Text ist Reichelt ein Wolf, der arme Rehkitze reißt, die gar nicht wissen, was passiert. Im unteren ist er ein liebevoller zärtlicher Hirsch mit großem Herzen.
Es geht gar nicht um den Inhalt, es geht um die extrem tief verwurzelte Denkart, dass im sexuellen Kontext der männliche Part immer der böse ist. Das müssen wir überwinden.

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