Sarah & Sabrina: Mutterschaft und Maskulisten

Sarah:

Es ist sehr schwer für eine Frau ihrer Mutter-Rolle gerecht zu werden, denn das darf sie gar nicht. Aufhören zu arbeiten? Auf Karriere Geld und Status zu verzichten? Da wird die gesellschaftlich gevierteilt! Den Säugling mit grad 6 Monaten fremd-betreuen lassen, nur um genau dem zu entkommen: „die will ja bloß faul zu Hause bleiben!“ das ist die schlimme Realität! Mutter-Sein als Flucht zu beschreiben ist eine soziale Abwertung sondergleichen und das gehört der SZ um die Ohren gehauen bis die Buchstaben rausfliegen. Die meisten fressen es doch so wie hier und halten diese Aussage die auf so viel Menschenverachtung dass es echt nicht zum aushalten ist für wahr. Das offenbart eine erbärmliche Haltung zum Thema Frau-Sein und Mutter-Sein. Sorry aber der Fisch stinkt vom Kopf heißt: die Grundanschauung/ Annahmen sind völlig unterirdisch und unakzeptabel.

Sabrina:

Eigentlich sollten sich die viele Maskulisten, die in diesen ihren Einstellungen gegenüber verantwortungsvoll für die Familie sorgenden Müttern (jawohl, die gab es, und die gibt es!) mit übelsten Feministas im Fazit „im gleichen Boot“ sitzen, fragen, welche Geschlechter-Sichtweise sie hiermit eigentlich vertreten und propagieren, und wohin das alles geführt hat, und führen wird…

Sarah:

Es ist super verdreht. Der radikale Feminismus provoziert ja leider genau solche gegen-Positionen. Ich kann es den Männern noch nicht mal verübeln. Ich verstehe woher das kommt. Das männliche wird bis an den Rand verdrängt und abgewertet was soll da anderes kommen als Verbitterung und gegen-Angriff. Wahr ist aber: ein Krieger ohne Herz ist nur ein abhängiger Söldner. So was sehen wir hier. Kampf ohne Sinn. Verachtung und Abwertung allem weiblichen Gegenüber- so verquer dass auch schon die Frauen-immanente mutter-Rolle dran glauben muss… tragisch.

Matze:

Immer witzig wie die Kritik an Männer sofort von Frauen ausführlich ausformuliert wird, während das Verhalten und die Aussagen von Feministinnen i.d.R. von Frauen unkommentiert bleibt.

Und wenn Mann dann zeigt das feministische Behauptungen und die gemütliche Frauenopferrolle wieder mal falsch sind, die Lage der Männer eigentlich sogar schlechter ist, dann sollen diese Männer doch bitte aufhören mit diesem „Geschlechterkrieg“.

25 Gedanken zu „Sarah & Sabrina: Mutterschaft und Maskulisten

  1. Renton

    Es spricht für Dich den Blogbetrieber, dass er auf das sonst übliche „Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen“ verzichtet hat. Drei von vier Kommentaren sind mäßig bis blödsinnig.

    Sarah 1: Völlig hirnrissig. Adrian hat auf die erste Hälfte mit seinem Sarkasmus treffend geantwortet: „Gibt es denn in unserer patriarchalen Gesellschaft irgendetwas, was einer Frau nicht schwer gemacht wird und irgendetwas, was unsere Gesellschaft ihr erlaubt?“ Die Übertreibung „so viel Menschenverachtung dass es echt nicht zum aushalten ist“ und die sinnfreie Verwendung des Sprichworts „der Fisch stinkt vom Kopf“ schließen den Blödsinn passend ab.

    Sabrina: Ein typischer Sabrina, ein empörter Unterton und keine konkrete Aussage. Mäßig.

    Sarah 2: Okay 😉

    Matze: Billigster Whataboutismus.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Ich halte nichts vom Schlagwort „Whataboutismus“, denn: Wenn z.B. von häuslicher Gewalt die Rede ist, wird in 99% der Fälle Gewalt von Männern gegen Frauen thematisiert. Da hat „Whataboutismus“ jede Berechtigung.

      Antwort
      1. Renton

        Da schon.

        Welchen Begriff würdest Du denn nutzen, um Matzes Kommentar zu beschreiben? Er beklagt fehlende Wortmeldungen zu ganz anderen Themen. Das ist billig, lässt sich praktisch immer anbringen und führt zu gar nichts.

        Antwort
      2. beweis

        „Whataboutismus“ als Schlagwort hat meiner Meinung nach nur den Zweck, es zu ächten, wenn beklagte Umstände mit anderen verglichen werden, womit die Klagen relativiert werden.
        Das ist natürlich ätzend für den Klagenden, weil er einen Teil des Mitleids und des Opfernimbus‘ aufgeben muss, wenn sein vorgebliches extremes Leid in einen Kontext gesetzt wird.

        Aber wie sollte man geäußertes Leid greifbar und bewertbar machen, wenn nicht im Vergleich der verursachenden Geschehnisse?

        MeToo ist ein gutes Beispiel. Tausende Schneeflöckchen leiden lautstark darüber, dass ihnen irgendwann ein Mann an den bekleideten Po gefasst hat. Wenn man jetzt sagt: Aber what about der Opfer von wirklicher sexueller Gewalt oder gar Vergewaltigungen? Wird deren Leid nicht durch die Inflation der Banalitäten relativiert oder unsichtbar gemacht?

        Da lässt sich von einer, die hinten an der Jeans berührt wurden, wirklich nicht viel gegen sagen außer: „Stopp diesen billigen Whataboutismus.“

        Antwort
        1. Renton

          Dein Beispiel IST billiger Whataboutismus. Man wird immer etwas schlimmeres finden.

          Beschwerden wegen unerwünschten an-den-Po-Fassens sind grundsätzlich gerechtfertigt. Deine Antwort „Wird deren Leid [Vergewaltige] nicht durch die Inflation der Banalitäten relativiert oder unsichtbar gemacht?“ versucht, einen Missstand gegen einen anderen auszuspielen. Miese Taktik.

          Individuell kann man einem Grapsch-Opfer* Übertreibung und Anstellerei vorwerfen („die Berührung am Po hat mich so mitgenommen, ich habe mich erstmal drei Tage krank gemeldet“), dem Kollektiv mag man entgegenhalten, dass das Problem nicht so groß ist, wie die Anzahl der Wortmeldungen auf Twitter es suggeriert. Trotzdem darf Angrapschen selbstverständlich problematisiert und diskutiert werden, und man ist dabei nicht verpflichtet, noch ganz andere Fässer aufzumachen.

          Denn das ist das grundsätzliche Problem beim Whataboutismus: Es wird ein völlig anderes Thema in den Raum geworfen als das, um was es geht. „Wie, ihr demonstriert für einen Krötentunnel an der Bundesstraße, während die Japaner im Pazifik Wale erlegen?“ ist (abzulehnender) Whataboutismus, genauso wie „Du kritisierst das Mutterbild von Kommentator xy**, ohne das Männerbild von Feministin yz zu kritisieren!“

          Anders sieht es nur aus, wenn es effektiv um genau das gleiche Thema geht. Hier ein Beispiel. Es gibt keinen Grund, zwischen Gewalt gegen Jungen und Gewalt gegen Mädchen zu differenzieren, denn praktisch alles, was man zum einen anführt, kann man auch beim anderen anführen. Das Mutterbild von xy und das Männerbild von yz sind grundverschiedene Themen, deren einzige gemeinsame Klammer die Zugehörigkeit zum Oberthema „Menschenbilder“ ist. Wem das noch zu abstrakt ist: Noch niemals hat ein Krötentunnel das Erlegen eines Wals verhindert, aber bereits Tausenden Kröten das Leben gerettet. Es gibt keinen Grund, die Gefährdung von Walen mit der von Kröten in einen Topf zu werfen, denn die Umstände wie die Lösungsmöglichkeiten für diese Probleme sind grundverschieden. Wer das macht, will einfach nur diejenigen zum Schweigen bringen, die sich für Krötentunnel einsetzen.

          Kurzgefasst: Whataboutismus ist in aller Regel eine Ablenkungs-, zuweilen Beschämungstaktik, mit dem Ziel, eine Diskussion abzuwürgen, es ist unsachlich und deshalb unlauter. Mögliche (seltene) Ausnahme s.o.

          *Mit Bindestrich, weil es sonst beim ersten Lesen als Grap-Schopfer erscheint
          **Nicht zu verwechseln mit yx, dem vielgelobten Blogbetreiber hier

          Antwort
          1. beweis

            Dann ist doch im Grunde jede Einordnung und jeder Vergleich „Whatsaboutismus“. Bleiben wir beim Thema „Sexualisierte Übergriffe“. Dazu würde der Grapscher an den Po genau so zählen wie die Vergewaltigung.
            Man wird immer etwas Schlimmeres finden – oder auch etwas weniger Schlimmes.

            Und wenn Geschehnisse, Umstände oder Taten nicht mehr whataboutistisch ins Verhältnis gesetzt werden, gibt es keine halbwegs allgemeingültigen Vergleichsmaßstäbe mehr. Die Frau, der die Jeans berührt wurde, wäre dann faktisch gleich stark betroffen wie ein Vergewaltigungsopfer. Das entspricht der neuartigen Auffassung, dass nicht das reale Geschehen eine Rolle spielt, sondern nur die Empfindungen des Betroffenen.

            Bei Kröten und Walen kann ich das ja nachvollziehen, nicht aber in Bereichen, in denen natürlich eine Klammer herrscht wie bei MeToo zum Beispiel oder einem Austausch über geschlechtliche Rollenbilder.

            Antwort
            1. Renton

              Nope, eine Einordnung oder ein Vergleich sind erstmal genau das, eine Einordnung oder ein Vergleich.

              Whataboutismus geht aber weiter. Er begnügt sich nicht mit einer Einordnung, sondern nutzt diese Einordnung unlauter, z.B. als Totschlag“argument“. Ich bleibe bei Deinem Beispiel: Man kann Angrapschen zur Einordnung mit allem Möglichem vergleichen. Die Frage ist aber: Wozu macht man das? Bei Dir oben, rhetorisch gefragt: „Wird deren Leid [Vergewaltigte] nicht durch die Inflation der Banalitäten relativiert oder unsichtbar gemacht?“ Übersetzung: Halt’s Maul, wenn Du ein anständiger Mensch sein willst, DEIN Problem darfst Du nicht ansprechen.

              Das ist etwas völlig anderes, als wenn man sagt: „Ich verstehe Deinen Ärger über das Angrapschen, aber findest Du nicht,* Du übertreibst maßlos, wenn Du für Angrapschen fünf Jahre Gefängnis forderst! Bei der zweifellos schlimmeren Körperverletzung beträgt das Höchstmaß fünf Jahre. Dir sind doch alle Maßstäbe abhanden gekommen.“

              Der Vergleich mit Körperverletzung dient hier nur zum Abgleich der Maßstäbe und zur Bewertung einer Position (gefordertes Strafmaß), nicht dazu, das Problem Angrapschen als solches für irrelevant zu erklären. Hier liegt kein Whataboutismus vor.

              *Wozu die Anbiederei 😉

    2. Sabrina Seerose

      @Renton:
      „Sabrina: Ein typischer Sabrina, ein empörter Unterton und keine konkrete Aussage. Mäßig.“

      Vielen Dank, Herr Oberlehrer!

      Aber selbstverständlich ist zu dem Thema, und zwangsläufig zu den daran angrenzenden Erweiterungen sehr viel zu thematisieren. Das werde ich demnächst auf meiner Seite einmal angehen.
      Im Mittelpunkt wird dabei um das WESEN(tliche) beider Geschlechter gehen, seine Ausprägungen, und nicht zuletzt seine zeitgeistigen Überformungen.
      Das sind Aspekte, die das rein materialistisch-naturwisssenschaftlich reduzierte Denken übersteigen, und die heutzutage nur allzu selbstverständlich ausgeblendet werden, die nicht zuletzt infolge dessen durch eine erhebliche und weitverbreitete seelische VERARMUNG gekennzeichnet ist, mit einer zunehmenden ENTFREMDUNG der Geschlechter.

      Bei aller berechtigter Empörung der Männer an den welt-gesellschaftlichen Ausfällen ihnen gegenüber und dem Entwurf ihrer verunglimpfenden Vernichtung („toxischer alter weißer Mann“…) sollte beim eigenen Wundenlecken nicht übersehen werden, daß aber auch gerade der positive Kern des Weiblichen von gleicher Seite nicht minder (erfolgreich) bekämpft wird, und viele Maskulisten doch wohl außer PORNO und sonstigem physischen Bezug zum Weiblichen nur „NACKT“ dastehen!

      Antwort
      1. Renton

        Gern geschehen, @Sabrina. Du dürftest inzwischen wissen, wie gerne ich mich bei Freund und Feind gleichermaßen unbeliebt mache 😉 Wenn Du Deine Gedanken ausformuliert hast, mach doch schamlose Eigenwerbung bei Christian, damit ich (und andere) darauf aufmerksam werde.

        Antwort
      2. beweis

        daß aber auch gerade der positive Kern des Weiblichen von gleicher Seite nicht minder (erfolgreich) bekämpft wird,

        Echt jetzt? Ich kenne kaum jemanden, der überhaupt weiß, was Maskulisten sind. Und wenn, dann kennen sie das nur als frauenfeindliche, terroristische Nazi-Männerhorden, die Hand in Hand mit psychopathisch-frustrierten Incels Frauen abschlachten wollen.

        Aber wir erleben doch hier in solchen Blogs genau etwas anderes: Die Weiblichkeit wird definitiv nicht als gewalttätig, als empathielos, als gefährlich für die Menschheit verortet, sondern das überaus gierige und maßlose Treiben der Herrenfrauen und Feministen wird kritisiert, die einseitige Überhöhung und Vergötterung des Weiblichen, das alleinige gesellschaftliche Empowerment und das fast schon automatisierte omnipräsente Benachteiligungsgejammer.

        Wenn in dieser Welt dann allen Ernstes behauptet wird, Frauen könnten gar nichts mehr machen, das gesellschaftlich geachtet wird, dann gehört das hinterfragt. Wenn Frauen schon an die Grenze der Mental Load kommen, weil sie nicht Kinderkriegen, Karriere, Fitness, Schönheit, politische Ämter und Reiten gleichzeitig bewerkstelligen können, dann haben sie kein echtes Problem, sondern ein Luxusproblem.
        Und wenn sie dann wegen der Qual der Overchoice auf ein angebliches Patriarchat zeigen, um Männern die Verantwortlichkeit dafür überzuhelfen, dass sie eben nicht alles gleichzeitig und gut machen können, dann sollte sie mal in sich gehen und dann in den Spiegel schauen – denn dort finden sie in der Regel die Verantwortliche.

        Antwort
        1. Sabrina Seerose

          Bezogen auf die Beurteilung der hegemonial politisch-medial dominierenden Exzesse und Sanktionen von „Weiblichkeit“ gegen Jungen und Männer allgemein, stimme ich mit Dir ja völlig überein.
          Meine Aussagen bezogen sich auf diejenigen Frauen, die ihren Lebenssinn in der liebevollen Gestaltung und Umsorgung ihrer Familie allgemein sehen, und dies schließt für diese selbstverständlich die umfassende Liebe zu ihrem Ehemann/Lebenspartner mit ein.
          Im von diesen Frauen erstrebten Modell der lebenslangen Ehe ist es eine besondere Herausforderung, sich über den längsten Lebenszeitraum, den diese beiden Menschen miteinander verbringen, füreinander ergänzend-anregend und begehrenswert-attraktiv zu halten.

          Gegen diese Frauen wird aber seit jeher von den dominierenden Feministas nach Kräften „Stunk“ gemacht, mit vielerlei Formen der karikierenden Verächtlichmachung. Und darum geht es auch in dem ursprünglich vorgelegten Artikel, den nicht wenige Männer zum Anlaß genommen haben, gegen „die(se?) bequemen, faulen Frauen“ abzulästern, die sich nur ins gemachte Nest setzen wollen, um dort allenfalls mit Deko und Plätzchenbacken ansonsten Luxusweibchen spielen wollen.

          Wenn Maskulisten an der gegenwärtig arg ramponierten Beziehungsqualität der Geschlechter etwas zum Positiven beitragen möchten, dann sollten sie die immer noch vorhandenen Ansätze positiver Weiblichkeit nicht auch noch verächtlich zertreten!

          Antwort
          1. beweis

            Ja, mit Plätzchen, Deko, Ponys und weiblicher Faulheit im feministischen Forderungskanon bin ich ganz vorne. Das kommt aber aus der Erfahrung, dass viele dieser Frauen, die ein solches Leben gewählt haben, sich gleichermaßen laut darüber beklagen, dass weniger Frauen im Bundestag sitzen, weniger Frauen MINT studieren, dass beim Begriff Frontsoldat mehr Menschen einen Mann als eine Frau vor Augen haben. Dieses Gejammere ist weit über die Grenzen der Hardcore-Feministen hinaus etabliert. Ich kenne keine einzige Frau, die sagt: „Ich bleibe lieber zuhause, kümmere mich um die Kinder und sorge für ein schönes Heim. Es ist mein Wunsch so.“ Die offen zugibt, dass ihr ein solches Leben viel lieber ist, als unter Zeitdruck Pakete zuzustellen oder im Großraum Kontonnummern von Versicherungskunden abzutippen.

            Diese Lebensoption ist aus männlicher Perspektive natürlich Luxus. Und sie wird trotzdem umgedeutet in weibliche Unterdrückung, schlimme Care-Arbeit, unbezahlten Kontakt mit den eigenen Kindern etc. Und wie immer wird sogleich mit dem Finger auf die Männer gezeigt, als hätten die etwas davon. Männer müssen sich doch in einer lebenslangen Beziehung genauso anregend und attraktiv erhalten wie Frauen.

            Aber was meinst du mit „positiver Weiblichkeit“? Ist es positiver, dass eine Frau einen solchen Weg geht, als wenn sie einen wählt, der auch von Männern gegangen wird? Manchmal ist ein Hausdrache noch schlimmer als eine Ethikrat-Vorsitzende. Zumal, wenn der Drache den ganzen Tag abwechselnd Feuer spuckt und rumjammert, dass er doch so unterdrückt sei. Die Ethikrat-Vorsitzende kann man immerhin wegzappen…

            Antwort
            1. Sabrina Seerose

              „Aber was meinst du mit „positiver Weiblichkeit“? Ist es positiver, dass eine Frau einen solchen Weg geht, als wenn sie einen wählt, der auch von Männern gegangen wird? Manchmal ist ein Hausdrache noch schlimmer als eine Ethikrat-Vorsitzende. Zumal, wenn der Drache den ganzen Tag abwechselnd Feuer spuckt und rumjammert, dass er doch so unterdrückt sei. Die Ethikrat-Vorsitzende kann man immerhin wegzappen…“

              Wir sind ja in unseren diesbezüglichen Sichtweisen gar nicht wirklich auseinander, und die von Dir genannten Drachen-Realitäten halte ich in der von mir vertretenen „positiven Weiblichkeit“ nicht für „inklusiv“.
              Ich bin der Meinung, daß Mädchen und Frauen allgemein heute trotz oder wegen der totalen Verhätschelung (seit Krippen-Zeiten) noch sehr viel weniger gefestigt und stattdessen noch tiefer verunsichert sind über ihr geschlechtliches Selbst als Jungen/Männer, und ersatzweise ihren eigentlichen Lebenssinn, und das Rollenmodell „femme fatale“ (https://www.urbandictionary.com/define.php?term=femme%20fatale) ihr doch inzwischen seit frühester Kindheit als einzig lebenswert „übereignet“ wird.
              Da aber tatsächlich die meisten Frauen eine grundlegend andere „Bestimmung“ und Ausrichtung haben, als einfach nur (denselben Außen-) „Weg der Männer zu gehen“, trägt dies nicht zwangsläufig zu einer positiven Selbstfindung für Viele von ihnen bei…

              Ich werde mich demnächst auf meiner Seite in erforderlicher Ausführlichkeit näher auf dieses weite Themenfeld einlassen.

            2. beweis

              @Sabrina

              seit frühester Kindheit als einzig lebenswert „übereignet“ wird

              Ich mag dieses immer wieder auftretende Bild nicht, dass Frauen etwas „übereignet“ wird, Männer hingegen offenbar selbst entscheiden. Dahinter steht immer die Überzeugung von der weiblichen Passivität – ihr widerfährt etwas, deswegen ist es ihr gutes Recht, darüber zu jammern.
              Nun sind junge Frauen heute umfassend empowered und stehen uns mit einem Selbstbewusstsein a la Greta&Luisa gegenüber, erklären Männer zu fossilen Patriarchen und Männlichkeit zur Quelle des Bösen. Sehr viele sind hochgradig gebildet und werden in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen mit Kusshand zur Teilnahme und zur Verantwortungsübernahme eingeladen.
              Diesen Geschöpfen soll ich nun also abnehmen, dass sie nicht in der Lage sind, wirklich eigene reflektierte Entscheidungen für sich zu treffen und zu diesen dann auch zu stehen?

              Ich empfinde das inzwischen als so unglaubwürdig, dass ich es mir nur als aus der gerne opportunistisch angenommenen Opferrolle generierten „sekundären Krankheitsgewinn“ erklären kann, wie sie weiter stoisch auf der Klaviatur der Benachteiligung spielen, obwohl die Lebensoptionen der Frauen viel umfangreicher sind und die Welt maßgeblich auf ihr Wohlergehen ausgerichtet ist.

              In einer solchen Welt bestehe ich darauf, Frauen für voll nehmen zu können.

            3. Matze

              @beweis

              Ich sehe das ähnlich. Ich habe kein Problem damit wenn Frauen die Vollzeitmutter machen. Wenn ihr Partner da mitmacht und auch die Wahl gelassen wurde, dann ist das voll okay. Das fällt für mich alles unter individueller Lebensgestaltung.
              Aber dann ist das eine Entscheidung mit der die Frau auch leben muss. Der Mann kann in jedem Fall seinen Job machen, ob sie nun zu Hause alles regelt oder den ganzen Tag spazieren geht. Haushaltsführung ist heute sehr einfach. Mit Kinder wird es dann komplizierter, aber auch hier sieht man ja das selbst dort wo es Ganztagsschulen gibt, Frauen nicht mehr arbeiten.
              Die Vollzeitmutter kann aber nur Vollzeitmutter sein, weil jemand anderes arbeitet, Geld verdient, ihr Dach über den Kopf und die Rechnungen bezahlt und ihr das so erst ermöglicht.

              Das wird von Frauenseite aber heute überhaupt nicht thematisiert. Ich weiß nicht ob das als selbstverständlich wahrgenommen wird oder sogar als das mindeste, das Männer leisten müssen, damit die Frau überhaupt bei ihnen bleibt?
              Männer sollen aber immer zu schätzen wissen und Frauen dafür dankbar sein, für alles was sie machen, selbst für das was die Frauen nur für sich selbst tun. Und wie du schreibst, ist das was Frauen machen, das für das sie sich selbst entschieden haben, in den Augen von Frauen immer super wichtig, super schwierig und immerzu nicht genug wertgeschätzt. Das jemand anderes mit seiner Lebenszeit so gut wie alles für sie bezahlt, in die Rentenkasse für sie einzahlt, sie mit versichert und es ihnen ermöglicht in den Urlaub zu fahren, ist anscheinend nicht genug Wertschätzung.

          2. uepsilonniks Autor

            Gegen diese Frauen wird aber seit jeher von den dominierenden Feministas nach Kräften „Stunk“ gemacht, mit vielerlei Formen der karikierenden Verächtlichmachung.

            Aus feministischer Sicht sind Hausfrauen entweder Opfer in einem patriarchalen Unterdrückungsverhältnis zum Hausherrn… oder dumme Heimchen am Herd. So oder so will Feminismus die Hausfrau und Mutter abschaffen; so festgelegt auf der internationalen Genderkonferenz in Peking und auch von Simone de Beauvoir gefordert, die meinte, man dürfe Frauen die Wahl nicht lassen, zu Hause zu bleiben und sich um die Kinder zu kümmern.

            Aus maskulistischer Sicht sind Hausfrauen Ausbeuterinnen ihrer Männer.

            Antwort
  2. Matze

    Ich habe das schon öfter erlebt. Wenn man zur Sprache bringt wo es Männer schlecht geht, z.B. Obdachlosigkeit, der Bildungsförderung oder mal wieder richtigstellt, das eigentlich Männer nicht gleichberechtig sind und weniger Rechte haben wie Frauen, also anders wie in den Medien und der Politik immer wieder behauptet, dann kommen oft Frauen und beklagen das man damit aufhören soll die Geschlechter gegeneinander auszuspielen. Sowas kommt aber nicht wenn eine Politikerin mal wieder fordert nur Hass gegen Frauen zu bekämpfen, nur Gewalt gegen Frauen zu beenden, nur Mädchen positive weibliche Vorbilder zu geben (aber jungen keine positiven männlichen) oder Parität fordert, weil ja die Gesellschaft angeblich abgebildet werden soll, aber eben auch nur dort wo die Männer in der Mehrheit sind. 90% weibliche Grundschullehrer… da muss man nichts machen.

    Klar, sie haben nichts gegen Männer, aber das Frauen einfach für das Frausein besser behandelt werden, ohne das irgendeine Gegenleistung eingefordert werden kann, wie z.B. der Unterhalt bei Männern, ist voll in Ordnung. Wie das ermöglicht wird, wer das finanziert, interessiert weniger. Es sind i.d.R. ja nicht die Frauen selbst.

    Antwort
  3. Renton

    Nein. Meine Kritik lautet: Dein Kommentar enthält keinen inhaltlichen Bezug zu Sarahs erstem Kommentar, unterstellt ihr aber trotzdem Fehlverhalten. Betonung auf: Unterstellt. „Immer witzig wie die Kritik an Männer sofort von Frauen ausführlich ausformuliert wird“ – welche Wartezeit wäre Dir denn genehm gewesen? – „während das Verhalten und die Aussagen von Feministinnen i.d.R. von Frauen unkommentiert bleibt“ – aha, in der Regel. Von Sarah auch? Selbst wenn: Darf sie sich nur äußern, wenn sie auch feministische Aussagen in Deinem Sinne kommentiert?

    Der Rest Deiner Aussage hatte auch nichts mit Sarahs Antworten im restlichen Kommentarstrang zu tun, wenn ich mich recht entsinne, verlangte sie nirgendwo ein Ende des Geschlechterkrieges. An ihrer Stelle hätte ich Dich gefragt: Was willst du eigentlich von mir?!?

    Antwort
    1. Matze

      Ich habe mit meinen Kommentar nicht ihre Aussage kommentiert, sondern ihr Verhalten, etwas das ich so schön öfters in ähnlicher Form und diversen anderen Stellen bei anderen Gelegenheiten beobachtet haben. Das genau dort auch zu kommentieren, fand ich bequem und passend.
      Verstehe das „sofort“ einfach so das einige Frauen teilnahmslos zuschauen wie von Feministinnen und Politikerinnen irgendwelche Unwahrheiten über Männer verbreitet, um sie als schlechte Menschen hinzustellen, aber „sofort“ den Mund auf machen wenn jemand vergleichbares über Frauen sagt. Und ähnliches gilt auch wenn es darum geht das irgendwer mal anspricht, dass man irgendwo eigentlich etwas für Männer machen müsste. Solange es nur um Frauen geht ist alles richtig und wichtig. Wenn man aber Männer helfen will, kommen Abwehrreaktionen.

      Antwort
      1. Renton

        Und ich finde es an dieser Stelle unpassend, denn abgesehen davon, dass es sachfremd ist, unterstellst Du dieser Sarah damit indirekt das Fehlverhalten, das ich oben skizziert habe, ohne zugleich zu wissen, ob Dein Vorwurf überhaupt zutrifft. Du machst damit einen Strang auf, in dem sie als Person zerrissen werden kann, ohne, dass man sich mit ihrer Aussage beschäftigt.

        Antwort
  4. zehnter ochse

    Ich las grad dies

    und musste an dieses Thema denken.

    2 Sätze aus den Folgetweets:
    > Strangers would allow Kerouac and his boys to borrow a car and they’d just steal it.
    > When everyone cooperates, overall payoffs increase. But defectors can exploit this to maximize their own individual gain

    Und noch ein Satz aus einem Interview, den Arne gestern zitierte:
    > Heidenreich: So geht es mir doch auch: Ich bin durchaus feministisch, bin schließlich eine Frau und stehe auf der Seite meiner Geschlechtsgenossinnen.

    Und das ist die Situation, in der Männer sich heute finden.
    Dass der Feminismus dazu geführt hat, dass Frauen heute sich ungestraft oder gar mit Unterstützung des Staates metaphorische Autos „borgen“ können, ohne die Intention, sie je zurückzugeben, ist die eine Sache und eigentlich schlimm genug.

    Aber zum Beispiel #metoo hat die Heidenreich-Einstellung für jeden Mann unübersehbar gemacht.
    Der Einwand „Manche Frauen, die hier ein Auto haben wollen, haben gar keinen Anspruch darauf. Das ist nicht gut, das zerstört das Verhältnis zwischen den Geschlechtern.“ wurde in Frankreich von einer Handvoll Frauen vorgebracht.
    Sie wurden, von Frauen, niedergebrüllt.
    In Deutschland gab es diese Stimme erst gar nicht. Nicht eine einzige deutsche Frau wurde laut und sagte: „Männer sind wichtiger als soziopathische Frauen. “
    Keine.

    Und das ist der Status Quo. Alle Frauen könn(t)en Autos klauen und keine Frau äußert hörbare Kritik daran.
    Kritik von Frauen beschränkt sich auf (in Richtung der Männer): „Das Leben wäre doch viel besser, wenn wir uns gegenseitig Sachen leihen würden. Ich hab zwar nichts, aber du hast da doch dieses Auto… Wieso darf ich das nicht auch mal fahren?“

    Und sie haben ja recht:das Leben IST viel besser, wenn sich alle genug vertrauen und sich ihre Autos leihen könnten.

    Vertraue mir doch!!

    Antwort

Kommentar verfassen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s