Um Antwort wird gebeten – Umerziehung

Hintergrund: Auf Vice war zu vernehmen, dass zwar nur wenige aber doch wohl zuviele Jungs dieser neuen bösartigen Krankheit zum Opfer fallen, also dem Maskulinismus. Als Heilung werden Versuche unternommen, ihnen das wieder auszureden:

Wie deradikalisiert man einen Antifeministen? Es ist ein mühsam heikler und komplexer Prozess. Bei „Exit UK“, der führenden Organisation in Großbritannien zur Unterstützung von Ausstiegswilligen aus der extremen Rechten und ihren Familien, wird jeder Junge oder junge Mann mit einem Mentor zusammengebracht. Der Mentor wird ihre Ideologie langsam über eine Reihe von Sitzungen dekonstruieren. Was sie Jungen mit frauenfeindlicher Ideologie sagen, ist einfach: Was tut deine Mutter oder Schwester für dich auf einer persönlichen, alltäglichen Ebene? Dann fragen sie: Wie würdest du dich fühlen, wenn Männer so über deine Mutter oder Schwester reden würden wie du es tust?

Aber ein falscher Schritt des Mentors und der junge Mann ist verloren. „Exit UK“ sagt, dass diejenigen, die aussteigen, nie wieder gesehen werden und sehr wahrscheinlich in ihre hasserfüllte Gemeinschaft zurückkehren, mit einem Hunger, noch extremer zu werden.

Das war für mich Anlass, die Autorin zu fragen:

– What does your father do or do for you every day? Did you live from his work?
– How would you feel if you were suddenly not allowed to see your children?
– How would you feel if your son was sent off to a life of poverty and misery without a degree because of a sexist school system?
– How would you feel if your son was homeless under a bridge while ministers of justice were passing quotas for women in jobs with a lot of power and income?

Keine Antwort – war wohl ein falscher Schritt.

7 Gedanken zu „Um Antwort wird gebeten – Umerziehung

  1. Matze

    Wirklich tragisch. Die werden als Anti-Feminismus gelabelt und unterstellt einer Ideologie anzugehören. Zur Heilung sollen sie dann gem. feministischer Ideologie umerzogen werden (und nur noch das zu schätzen wissen, was Frauen tun, nur die Probleme von Frauen als Probleme sehen und Männer mehr selbst als DIE Probleme betrachten, anstatt etwas an den Problemen die Männer haben verbessern zu wollen).

    Das ist so als ob Katholiken behaupten man müsse Atheisten von ihrer schädliche Ideologie heilen, in dem man sie zu Katholiken macht.

    Diese Jungen müssen sich nicht mal selbst als Anti-Feministen sehen, sondern einfach nur die Wahrheit für wichtig halten und schon kommen sie in Konflikt mit dem Feminismus. Und selbstredend werden sie dann von Feministinnen als Anti-Feministen bezeichnet und unterstellt gegen die Gleichberechtigung von Frauen zu sein – natürlich ohne Belege – mit dem Ziel sie zu schlechten Menschen zu erklären, denen man am Besten gar nicht zuhört.

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  2. beweis

    Wie deradikalisiert man einen Antifeministen?

    Als Antifeminist stelle ich mir die Frage, was Radikalität mit Antifeminismus zu tun hat. Und vor allem, was hat Frauenfeindlichkeit mit Antifeminismus zu tun? Der Feminismus betreibt doch die allein frauenzentrierte Umgestaltung unserer Welt. Er ist der Motor. Ich lehne nur ab mitzumachen und bin dagegen, weil ich alle Menschen für gleichwertig halte. Antifaschisten sind ja auch nicht radikal oder gefährlich, nur weil sie gegen Faschismus sind.

    Nun sind wir offenbar in unserer ehemals freiheitlichen westlichen Welt da angekommen, dass die als radikal gelten, die den vom Mainstream vorgegebenen Veränderungen oder Maßnahmen nicht folgen, sondern einfach in Ruhe gelassen werden wollen.

    Ein System, das Menschen austreiben will, Dinge nicht zu tun, nicht teilzunehmen, empfinde ich als übergriffig totalitär.

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    1. oneiros

      Das ist so ein bisschen wie in den USA die Steigerung beim sexuellen Eivnerständnis um der Beschuldigung einer Vergewaltigung aus dem Weg zu gehen.
      Früher reichte noch der „einfache“ Consent…mittlerweile braucht man „enthusiastic consent“.
      Früher war es noch ok kein Feminist zu sein. Heute versuchen sie mittels framing und shaming jeden, der kein Feminist ist direkt in die Frauenhassende, damit gewaltätige und gemeingefährliche Schublade zu stecken, die man natürlich direkt, wie eine Terrororganisation unter Beobachtung stellen sollte.
      Das Problem, was sie momentan haben, ist das es keine Strukturen außer blogs und youtuber gibt. Man kann also nur mit allgemeinen Sprechverboten die manosphere bekämpfen und das ist ein zweischneidiges Schwert, wenn dann #allmenaretrash mit zensiert wird:D.

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      1. beweis

        Ich glaube, das ernste Problem liegt eher in der Dezentralisierung des Feminismus. Da bedarf es gar keiner Strukturen, sondern es wird an jeder Stelle, in jedem Vice-, ZEIT- oder Spiegel-Artikel einfach die Selbstverständlichkeit vermittelt, dass Antifeministen Radikale und Frauenhasser seien.
        Kommt ein Terrorist wie Brejvik oder der von Halle oder Hanau, dann wird immer eine gemutmaßte antifeministische Motivation in die Berichterstattung gehäkelt. Das läuft ganz subtil und niederschwellig. Letztens lief auch im ÖR ein „Tatort“ mit genau dieser Verquickung von Gewalt, Nazi und Antifeminismus.
        Es wird einfach immer wieder geäußert, bis es irgendwann selbstreferientiell als Allgemeinwissen gilt.
        Ähnlich beim Maskulismus. Kaum einer kennt den Begriff, Tagesspiegel oder feministische Gender-Autoren führen ihn aber einem größeren Publikum zu als rrrächts, bedrohlich und gewaltaffin.

        Da gibt es keine zentralistische Ansage, dass Antifeministen böse seien. Die unterschwellige, permanente Einordnung über Nebensätze und über Nennung im Kontext von Gewalt und Terrorismus ist viel effektiver.

        Und wer sollte sich darüber beschweren, wenn sich keiner als Antifeminist bekennen mag, sondern sich lieber als Feminismuskritiker bezeichnet, damit er nicht als angeblicher Frauenfeind stigmatisiert wird.

        Dabei kann ein Menschenfreund gar kein Frauenfeind sein. Und ein Feminist kann kein Menschenfreund sein, weil er ja sonst alle Menschen als gleichwertig betrachten würde.

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        1. oneiros

          Das mit den Strukturen meinte ich eher im Bezug auf die Manosphere. Ein paar aktive Männerblogs und eine handvoll prominente Youtuber, die selbstverstädnlich demonetarisiert und gedrosselt werden. Sonst ist da nichts.
          Kein Aquivalent zu Schwarzers Emma, Beauvoir, Pussyhats, FfF, CSD, Blacklivesmatter- George Floyd oder sonstigen auch nur minimalst im Mainstream befindlichen Bewegungen.

          Es gibt keine eindeutig identifizierbare Struktur, die Feministen angreifen können, weswegen meiner Vermutung nach, das gesellschaftliche Männershaming so breit aufgestellt wird.
          Es reicht vom gemeingefährlichen Incel (damit kriegt man schon mal 70% der u25 Männer:D), über den PUA zum weißen Mann bis hin allgemein zum „Mann“. Der Schwarze Mann kommt nur in Deutschland und im woken Mainstream gut weg. Schaut man nach USA ist mainstreamseitig der Schwarze Mann = abwesende Vater, der Latino = der Faule, der Asiate = der asexuelle mit kleinem Penis usw. Shaming überall mit nahezu 100% Abdeckungsquote. Nahezu jeder Mann ist verbesserungsbedürftig:D.

          Die Frage wäre, ob der Mainstream bei einer klareren Identifizierung der „unliebsamen“ Männer, (könnte man ja an Verhalten, Religion, Kultur…..Ethnie usw. festmachen:D) von seiner pauschalen Diffamierung aller Männer und damit dem Erziehungsgedanken ab dem Kleinkindalter abweichen würde.
          Wobei mich tatsächlich mal die Konstellation der Artikelgeschichte in einer Morgendländischen Familie interessiert hätte und ob Aischa mit ihrem Bruder Mohammed ähnlich verfahren würde:D.

          Natürlich wäre es auch mal interessant in der aktuellen Femosphere nach Richtungsgebenden Strukturen zu schauen. #me2 kam ja auch nicht so aus heiterem Himmel.

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  3. oneiros

    Am Ende sind diese, meinem Eindruck nach häufiger werdenden Artikel (insbesondere in der ZONe, Spiegel), auch nur ein Aufschrei nach mehr Aufmerksamkeit alleine lebender bzw. allein erziehender ü30 Medienfrauen (Stokovski, Kelik usw.). Dabei schwingt immer unteschwellig die Angst vor dem Kontrollverlust über die Jugend mit, was sehr unterhaltsam ist.

    Interessant ist, dass die Manosphere scheinbar mainstreamiger wird, sonst würden sie nicht solche Angstartikel schreiben. Vernachlässigbare Randerscheinung könnte man ignorieren oder als Witz der Woche abtun. Missliebige Trend muss man shamen (incels, kleine Penise, Hässlinge, Minderleister, Nerds, usw.) und framen (Nazis, Rechte, Terroristen, Frauenmörder).

    Am Ende ist es ein Feelgood-Artikel von Frauen für Frauen mit obligatorischem Märchenende um zu zeigen, dass der Feminismus am Ende doch die Oberhand behält mit der Mahnung den Bekanntenkreis auf Ideologie zu prüfen.

    Das Problem ist, dass die weibliche Methodik (Shaming, Baiting, Gaslighting) mittlerweile recht gut analysiert wurde und bei Kennern nicht mehr als billige Taschenspielertricks ohne tatsächliche Argumente sind.

    Bin gespannt, ab wann Frauen von männlichen Feministen erwarten, dass sie sich selbst kastrieren:D, denn nur so kann man(n) richtiger Feminist sein:D.

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  4. Shitlord

    Grausamer Artikel. Toll ist aber die Verzweiflung der Autoren, dass deren „Big Lie“, die sie Trump vorwerfen, halt an der Realität (oder dem Internet) scheitert, und dann das „coping“ durch wüste Verschwörungstheorien, dass HassNaziRechtsNaziIncelHassNazi – Leute unschuldige Kinder „rekrutieren“ würden, und das mit der Unverschämtheit, Leute, die feministischen Blödsinns-Indoktrinatoren ***Fakten*** entgegenbringen („prepared“ wird da ernsthaft als Vorwurf verwendet), als irgendwie „schlecht“ darzustellen.

    Und das sind dann übrigens die Leute, die von „Diversity“ reden, weil die Joe Bidens Vorstellung von „Einigkeit“ haben: Listen and believe and shut up. Da bin ich lieber Antifeminist; weil da bin ich mit mit „neo-linken“ Leuten wie dem yx wenigstens in einem Punkt einig. Das ist doch gut, eigentlich?! Das ist ja das schöne am Internet: zB Renton und ich können hier Meinungsverschiedenheiten diskutieren, uns am Ende immer noch uneinig sein, und niemand von uns will Atomwaffen bauen.

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