Frauen gegen Meinungsfreiheit

Es gilt, dass immer das Gegenteil dessen zutrifft, was im Feminismus postuliert wird. Und so heißt es feministischerseits bspw., dass Frauen die wahren Hüter der Demokratie wären – sofern sie nicht gerade den Rechtsstaat als „Rotz weißer Männer“ niedermachen. Gunnar zerlegt das Märchen hier und da stellt sich mir die Frage: Warum?

Warum sind Frauen eher als Männer gegen Meinungsfreiheit?

Ich hätte eigentlich gedacht, dass beide Geschlechter gleichermaßen pro oder contra sind.

So heißt es: „Frauen sind fremdenfeindlicher, rassistischer und islamophober als Männer“. Gut, dazu haben sie auch allen Grund. Denn diejenigen, die man „fremdenfeindlich, rassistisch und islamophob“ anfeinden könnte, bringen alles mit, warum man so eine Haltung ihnen gegenüber pflegen sollte – weil sie u.a. frauenfeindlich sind. Weil sie Frauen in Mülltüten stecken wollen und jene, die sich dem nicht beugen, als Freiwild betrachten – Gruppenvergewaltigung war vor der Masseneinwanderung von Muslimen in Deutschland kein Thema, heute sind’s rund zwei pro Tag [Nachtrag: siehe Kommentar]

Allerdings: Das Anfeinden dieser Gruppen unterliegt einem Tabu. Sie dürfen nicht so angefeindet werden wie man z.B. Männer anfeindet. Der Slogan „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die muslimische / männliche überwinden“ ist einmal ein Fall für den Verfassungsschutz und ein andermal für das SPD-Grundsatzprogramm. Von daher müsste man eigentlich davon ausgehen, dass Frauen für mehr Meinungsfreiheit sind, damit man so über Muslime reden darf wie über Männer.

Ich werde da nicht schlau draus.

Oder sehen Frauen mit mehr Meinungsfreiheit die Gefahr am Horizont, dass das Lügenmärchen Risse bekommen könnte, wonach sie allüberall benachteiligt und unterdrückt würden? Will sie nicht, dass ihr Mann, der Esel, beim Zeitungslesen über den Artikel stolpert, der ihm verklickert, dass sie und nicht er das bessere Los gezogen hat? Denn das ist auch was, was in so gut wie allen Medien nicht gesagt werden darf.

16 Gedanken zu „Frauen gegen Meinungsfreiheit

  1. beweis

    Ich werde da nicht schlau draus.

    Dein Beitrag spricht zwei ganz wichtige Aspekte des Feminismus an, auf denen ich lange schon rumkaue:

    1. Repressions- und Regelungsgeilheit, die zu Konformität und Regeltreue führen soll.
    2. Negative weitgehend geschlechtsspezifische weibliche Eigenschaften werden lautstark dem männlichen Geschlecht übergeholfen, wodurch es unglaubwürdig wird, im Anschluss die Attribute bei Frauen zu verorten.

    Zu 1.
    Freiheit im Allgemeinen und Meinungsfreiheit im Besonderen ermöglich(t)en es jedem, seine Sicht jenseits der Mainstream-Auffassung mitzuteilen. Freiheit erlaubt es Menschen, an mehrheitlich geforderten Aktivitäten nicht teilzunehmen. Ich will nicht an die Front, ich will keine Injektion bekommen, ich will nicht zur Freiwilligen Feuerwehr zwangsverpflichtet werden. Ich will nicht durch erhöhte Erwerbsobliegenheiten das Nagelstudio meiner Ex finanzieren müssen. Einem Teil davon konnte man sich bislang entziehen, weil Freiheit noch immer ein hohes Gut ist.
    In einem auf Feminismus ausgerichteten Matriarchat richtet sich zwangsläufig jede Freiheit des Individuums gegen die Forderungen der Frauen, die durch ihre Lebensentscheidungen den Lebensverlauf der Männer maßgeblich bestimmen.
    Daher sind Freiheit und Feminismus inkompatibel, denn der Feminismus ist eben nicht so ausgerichtet, dass die Frauen die Straßen teeren, den Müll abholen oder sich an der Front abballern. Feminismus funktioniert in der aktuellen Form nur, wenn er das Handeln und den Lebensweg der Männer bestimmt und dominiert. Und da ist Widerspruch unerwünscht – so wie im Kindergarten oder in der Schule nicht widersprochen werden darf. Meinungsfreiheit im Klassenzimmer oder gegenüber Mutti geht einfach zu weit.

    Hier kommt Punkt 2. ins Spiel.
    Nehmen wir das Beispiel „Macht“. Immer wieder wird Männern Machtgeilheit, Machtausübung, Machtmissbrauch vorgeworfen. Zuletzt sogar in Bezug auf die Kinderbücher der Drei Fragenzeichen.
    Wenn man jetzt mal losgeht und diese konkrete Macht und deren Ausübung sucht, dann wird man nicht so einfach fündig. Der Vorstandsvorsitzende winselt vor den Aktionären, der Ehegatte vor dem Hausdrachen, der Parteichef vor den feministischen Grundsatzprogrammen.
    Schauen wir nun in den Bereich, in den das weibliche Geschlecht klar und unangefochten dominiert: Erziehung und Formung des menschlichen Nachwuchses.
    Hier ist die Machtstruktur viel dominanter und die Ausweglosigkeit der Opfer von Macht, nämlich der Kinder und Schüler, viel ausgeprägter. Wenn die Lehrerin dich ungerechtfertigt mit Sanktionen belegt oder die Solo-Mutti dir Stubenarrest verabreicht, dann ist da kein Gericht, kein Aufsichtsrat oder Aktionäre, die ihr ein paar auf die Finger geben. Diese Frauen üben die totale Macht aus. Wenn du als dahinsiechender Greis auf die Krankenschwester von der Hauspflege angewiesen bist, und die lässt dich sadistisch hungern oder verdrecken, dann lernst du so richtig spüren, was Macht ist und was sie bedeutet.

    Auch im Rest des Lebens ist der Mächtige nicht, der die Befehle ausspricht, sondern der, der bestimmt, welche Befehle wann ausgesprochen werden. An der Stelle spielen die lila Pudel eine wichtige Rolle.

    Anderes Beispiel: Gewalt. Leni sagt ihrem Freund Kevin, Luca hätte sie am bekleideten Po berührt und das sei ganz schlimm für sie. Also kriegt Luca von Kevin auf die Fresse. Beide haben nachher ein geschwollenes Auge und gebrochene Rippen. Leni nicht. Wer übt denn hier Macht aus und wer ist der Motor und Initiator der Gewalt?

    Macht ist doch, andere für die eigenen Interessen instrumentalisieren zu können. Daher ist Machtgeilheit urfeministisch.

    Wie aber lässt es sich erreichen, dass diese hinterfotzige Dominanz nicht als solche sichtbar wird und womöglich mehr Männer merken, dass sie nur Werkzeuge sind? Indem Männer möglichst lautstark mit den Attributen Macht, Gewalt etc. belegt werden.

    Kevin und Luca wandern in den Jugendknast – und Leni sucht sich nen Neuen.

    Alle sind der Meinung, das sei richtig und gut so. Denn Männer sind ja schließlich machtgeil und gewalttätig. Mission completed.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Mir scheint, das ist der zentrale Satz:
      In einem auf Feminismus ausgerichteten Matriarchat richtet sich zwangsläufig jede Freiheit des Individuums gegen die Forderungen der Frauen, die durch ihre Lebensentscheidungen den Lebensverlauf der Männer maßgeblich bestimmen

      Ich denke auch, dass das schwächere Geschlecht mehr auf autoritäre Strukturen angewiesen ist, um solche Herrschaft auszuüben. Der Mann muss überzeugt und/oder genötigt werden, den weiblichen Lebensentwurf der Frau zu tragen. Und dazu braucht es Unterdrückung.

      Antwort
  2. Renton

    „Gruppenvergewaltigung war vor der Masseneinwanderung von Muslimen in Deutschland kein Thema, heute sind’s rund zwei pro Tag.“

    Der Satz ist wörtlich genommen korrekt, aber seine Implikation, vor 2015 hätte es kaum Massenvergewaltigungen gegeben, ist ziemlich sicher falsch. Sie waren vorher tatsächlich einfach nur kein Thema.

    Hier die Statistik des BKA zu „gemeinschaftlich begangenen Vergewaltigungen“:

    Jahr / Anzahl
    1993 / 415
    1994 / 315
    1995 / 307
    1996 / 306
    1997 / 277
    1998 / 315
    1999* / 484
    2000 / 505
    2001 / 562
    2002 / 617
    2003 / 593
    2004 / 559
    2005 / 496
    2006 / 597
    2007 / 512
    2008 / 569
    2009 / 486
    2010 / 593
    2011 / 509
    2012 / 508
    2013 / 423
    2014 / 423
    2015* / 400
    2016 / 749
    2017* / 380

    *Änderung der Erfassungskriterien, keine Vergleichbarkeit der absoluten Fallzahl
    vor und nach diesem Zeitpunkt gegeben
    Quelle: BKA

    2018 / 659
    2019 / 710
    2020 / 704

    Quelle: BILD

    Leider gab es drei Jahre, in denen die Erfassungskriterien geändert wurden (1999, 2015, 2017), so dass eine Vergleichbarkeit mit der Zeit vor 2015 nicht ganz gegeben ist. Aber wenn die Kriterien nicht völlig umgeworfen wurden, kann man doch sagen, dass es zwar mehr Gruppenvergewaltigungen seit 2015 gibt, wofür in der Hautsache auch tatsächlich „Zugewanderte“ verantwortlich sein dürften; aber der Zuwachs beläuft sich auf 100-200 Fälle im Jahr bei derzeit 700 Fällen insgesamt. 500-600 Fälle im Jahr, in „guten“ Jahren auch nur 400, war bereits vorher bedauerliche Normalität.

    Ich halte den Zuzug von massenweise kulturfremden, armen Menschen ja auch für problematisch, aber man sollte die Probleme nicht noch größer reden, als sie sind.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      @Renton, Danke, durch dich steigt die Qualität meines Blogs, weshalb ich dich verschlagen loben will 😉

      Aber: Handelt es sich bei den gemeinschaftlichen Vergewaltigungen vor 2015 um solche, welche in der muslimischen Tradition als „Taharrusch dschama’i“ bezeichnet werden? Köln/Silvester entspricht jedenfalls nicht dem deutschen Brauchtum.

      Denn:

      Antwort
      1. Renton

        Was bedeutet denn „jemanden verschlagen“? Aber danke fürs Lob 😉

        Ich habe keine Ahnung, aus welchen Motiven Gruppenvergewaltigungen vor 2015 begangen wurden. Auch über die Motive nach 2015 weiß ich wenig. Ich weiß nur, dass sich das Problem noch etwas verstärkt hat, und das liegt sicherlich mindestens auch an der Zuwanderung, die ich in der erfolgten Form nicht befürworte.

        Ich weise aber auch pflichtschuldig darauf hin, dass die aller-, allermeisten Zuwanderer keine Schwerverbrecher sind. Die Problematik der Zuwanderung ist zu vielschichtig, als dass das Herausgreifen einzelner Aspekte ihr oder den betreffenden Menschen gerecht werden könnte.

        Antwort
          1. Renton

            Normalerweise verschlägt „es“ jemanden „irgendwohin“. „Ich verschlage Dich!“ ist mir völlig unbekannt.

            Aber naja, wahrscheinlich eine Freudsche Fehlleistung aufgrund meines Dauermeckerns 😉

            Antwort
      2. Mario

        Aber: Handelt es sich bei den gemeinschaftlichen Vergewaltigungen vor 2015 um solche, welche in der muslimischen Tradition als „Taharrusch dschama’i“ bezeichnet werden? Köln/Silvester entspricht jedenfalls nicht dem deutschen Brauchtum.

        Du übersiehst hier aber offenbar das entscheidende Wort „Tatverdächtige“.

        Auch für Flüchtlinge gilt die Unschuldsvermutung – und selbst eine Verurteilung muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass jemand tatsächlich eine Tat begangen hat.
        Gerade beim Thema „Aussage gegen Aussage“ hängt es mehr als sonst davon ab, wem ein Gericht glaubt, tatsächliche Beweise kann man ja meist nicht vorlegen.

        Antwort
    2. Matze

      Das kannte ich auch noch nicht. Deine Quelle BKA bringt mich nicht zu den Zahlen.

      Die Zahlen stammen wohl von hier.

      „Gemeinschaftlich begangene Vergewaltigungen
      Gemeinschaftlich begangen wurde eine Vergewaltigung dann, wenn mindestens zwei Täter oder Täterinnen (Mittäterschaft) an der Tatausübung bewusst und gewollt beteiligt waren. Notwendig ist dabei nicht, dass alle Mittäter oder Mittäterinnen unmittelbar selbst im Sinne von §177 Abs. 6 StGB vergewaltigt haben, wohl aber, das alle Mittäter oder Mittäterinnen arbeitsteilig an der Verwirklichung der Gesamttat mitwirkten, sie also durch Vorbereitungs- oder Unterstützungshandlungen die Tatausführung ermöglichten“

      Das es mit mehr Einwanderern auch zu mehr solchen Taten kommt, sagt auch diese Bericht.

      Antwort
      1. Renton

        Ups, da habe ich den falschen Link kopiert für die Quellenangabe, danke für die Korrektur, @Matze!

        „Das es mit mehr Einwanderern auch zu mehr solchen Taten kommt, sagt auch diese Bericht.“

        Direkt sagt er es nicht, aber man sollte seine Schlüsse ziehen. Selbst, wenn man berücksichtigt, dass Ausländer generell eher (zu Unrecht) verdächtigt werden als Inländer, und dass man Falschbeschuldigungen abziehen muss, sind sie überproportional häufig vertreten, und zwar insbesondere Moslems aus Afghanistan, Syrien etc. Davor darf man nicht die Augen verschließen.

        Speziell Afghanen und Syrern wäre mehr geholfen, wenn wir, der Westen im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen, einfach mal aufhören würden, ihre Heimatländer mit Krieg und Sanktionen zu überziehen. Aus Afghanistan sind wir jetzt immerhin abgezogen, aber wenn wir die Afghanen jetzt einfach im Dreck sitzen lassen oder gar noch Sanktionen über das Land verhängen, wird die pure Not, der glatte Hunger die nächsten Afghanen zu uns treiben. Das wollen wir nicht, und die Afghanen würden sicher auch lieber in ihrer Heimat leben.

        Antwort
        1. Matze

          Natürlich sagt der Bericht sowas nicht. Pauschalisierende negative Aussagen sind nur über Männer oder Deutsch erlaubt.

          „Aus Afghanistan sind wir jetzt immerhin abgezogen, aber wenn wir die Afghanen jetzt einfach im Dreck sitzen lassen oder gar noch Sanktionen über das Land verhängen, wird die pure Not, der glatte Hunger die nächsten Afghanen zu uns treiben.“

          Ich frage mich da auch was die Leute, die sowas entscheiden, erhoffen mit diesen Vorgehen zu erreichen. Diese resultierende Kausalkette kann man doch schon sehen, ohne sie erst noch testen zu müssen.

          Antwort
        2. uepsilonniks Autor

          Speziell Afghanen und Syrern wäre mehr geholfen, wenn wir, der Westen im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen, einfach mal aufhören würden, ihre Heimatländer mit Krieg und Sanktionen zu überziehen.

          Wir haben diese Länder überfallen? Diesen Mist hat uns das Imperium eingebrockt.

          Antwort
          1. Renton

            Wir* sind die treuen Vasallen des Imperiums, haben Besatzungstruppen für Afghanistan gestellt, machen Zielaufklärung für Bomber in Syrien, liefern Waffen und bilden Kämpfer aus. Die Sanktionen gegen Syrien tragen wir* mit. Man kann nicht sagen, wir* tragen keine Verantwortung.

            *Nicht Du und ich, der deutsche Staat

            Antwort
            1. uepsilonniks Autor

              Rechtfertigt das eine Politik der offenen Grenzen, unter der die Bevölkerung und nicht die Kriegstreiber leiden? (die Frage hast Du ja schon beantwortet.)

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