18 Gedanken zu „Impfpflicht? Impfnötigung? Impferpressung?

  1. djadmoros

    Dieser Frühauf-Kommentar in den Tagesthemen ist das übelste Stück Propaganda-Dreck seit langem. Hätte mir bei aller Medienkritik nicht vorstellen können, dass ich die Vokabel »Systempresse« mal für angemessen halten würde. Da bleibt nur noch, Monty Python zu adaptieren:

    »Well I think they should attack the unvaccinated, er, first with bombs and rockets, destroying their homes, and then, when they run helpless into the streets, er, mowing them down with machine guns. And then, of course, er, releasing the vultures. I know these views aren’t popular, but I have never courted popularity.«

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  2. beweis

    Der analysiert sehr gut, wie es Politik und Medien auf Basis einer angsterfüllten Bevölkerung schaffen, ihre inbrünstig verkündeten Grundsätze ins genaue Gegenteil zu wenden. Die 4 Schritte, die er erläutert, lassen sich bei vielen „heiklen“ Themen erkennen, bei denen die Bevölkerung auf Linie gebracht werden soll (bspw. Feministische Strafgesetzgebung).

    Bei der geplanten Aussetzung der körperlichen Unversehrtheit ist das besonders krass, weil die Impfwütigen gar keine rationalen Argumente vorweisen können, warum Menschen zur Covid-Impfung genötigt oder gezwungen werden sollten.

    Das einzige Argument wäre, dass Ungeimpfte mehr medizinische Kapazitäten benötigen KÖNNTEN. Denn der Quatsch mit der Herdenimmunität (bei Viren unmöglich, die auch in Tieren leben) ist genauso vom Tisch wie eine individuelle Immunität oder die Verhinderung der Weitergabe des Virus durch diese Impfung.

    Und jetzt kommt zu allem noch die nächste Corona-Variante um die Ecke, während sie hier die Menschen einfach weiter mit der für die alpha entwickelten Suppe vollpumpen, bevor deren Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft.

    Ich hätte nicht geglaubt, dass die hiesige Welt noch mal so gruselig wird.

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    1. pingpong

      Neue Variante = neue Pandemie.

      Haben wir die Lektionen gelernt oder brauchen wir noch einige Durchläufe?

      Option A: eine neue Möglichkeit für tausenden Todesfälle und Leid
      Option B: eine neue Möglichkeit, die Pandemie zu stoppen

      Etwas haben wir zumindest gelernt: Dieses mal wird sehr viel schneller reagiert mit Flugsperren und Landeverboten für Maschinen aus Südafrika. Das war letztes mal noch nicht so. Man soll also nicht sagen, wir wären lernresistent 😉

      Leider vergessen die Entscheidungsträger einige wichtige Wahrheiten: Die einzelnen Fälle der neuen Variante, die jetzt hier und da auftauchen, haben sich vor 3-7 Tagen infiziert. Die Menschen, die sich jetzt infizieren, werden wir erst in 3-7 Tagen sehen. Maschinen aus Südafrika zu stoppen ist unzureichend.
      Welche internationalen Personenflüge sollten temporär ausgesetzt werden? Antwort: Alle.

      Zeit ist essentiell. Schnelles und entschlossenes handeln führt zum Erfolg. Der israelische Premierminister scheint das verstanden zu haben:
      „Es ist besser, jetzt schnell und entschlossen zu handeln, als eine Entscheidung hinauszuzögern und aufzuwachen, wenn Israel bereits mit verifizierten Fällen überschwemmt ist und alles rot ist.“

      Antwort
          1. djadmoros

            Südafrika: Neue Corona-Mutation entdeckt (Tagesschau, 19.12.2020)

            Mutante: Neue Corona-Variante in Afrika entdeckt (ZEIT, 01.04.2021)

            Weitere Corona-Variante in Südafrika entdeckt (Tagesspiegel, 02.09.2021)

            Südafrika: Neue Variante mit vielen Mutationen (Tagesschau, 26.11.2021)

            Aber die letzte Variante ist jetzt in echt ganz bestimmt das Killervirus! Großes Lauterbach-Ehrenwort!

            Eine Bedrohung ist die neue Variante vor allem für den Impfbetrug – demnächst ist auch Delta von gestern:

            Keine Anpassung an Delta – warum wir noch gegen die Wuhan-Variante boostern (WELT, 27.11.2021)

            Antwort
            1. beweis

              Bisschen entlarvend ist doch der Umstand, dass neu entdeckte Varianten immer noch schlimmer, noch tötlicher, noch brutaler, noch fieser und noch gemeiner sein sollen. Wie kommen die alle darauf?

              Wenn ich Corona wäre, dann würde ich gemeinsam mit meinen Wirten leben wollen, mich als Halskratzen oder Schnupfen fortpflanzen, um möglichst problemlos möglichst flächendeckend verbreitet zu werden.
              Bei all denen in meiner Umgebung, die sich mit Corona infiziert hatten und krank waren, ist die ehemals fast zwingende Lungenentzündung und Luftnot ausgeblieben, die haben andere Symptome gehabt. Bei Geimpften wie bei Ungeimpften. Nur Geschmacks- und Geruchsverlust scheinen sich als eine Art Erkennungsmerkmal gehalten zu haben.

              Die Berliner Corona-Ampel steht bei der Hospitalisierungsinzidenz noch immer auf schwach gelb trotz nun schon länger explodierenden Infektionsinzidenzen. Da müssen 4,1 von 100.000 wegen Corona ins Krankenhaus, obwohl sich seit über einer Woche unendlich viele infizieren und adaptieren.

              Man könnte fast den Eindruck haben, dass solche Umstände Angst reduzieren könnten und deshalb die zuletzt entdeckte Variante mit Befürchtungen der Super-Superlative garniert werden muss, um die Angst aufrecht zu erhalten: Ich wette, da kommt irgendein Stapel mit Särgen heute abend im TV.
              Was spricht denn dagegen, dass die neueste Variante ultramega ansteckend ist, aber kaum jemanden behandlungsbedürtig werden lässt?

              Das wäre nur fies für die Apokalyptiker, da sie dann wirklich den Zorn der Geimpften auf sich ziehen würden, wenn die sich andauernd in der Schlange auf der Impfstraße eine Unterkühlung holen.

            2. pingpong

              Wenn ich Corona wäre, dann würde ich gemeinsam mit meinen Wirten leben wollen, mich als Halskratzen oder Schnupfen fortpflanzen, um möglichst problemlos möglichst flächendeckend verbreitet zu werden.

              Bei signifikanter globaler Mobilität sind andere evolutionäre Gesetzmäßigkeiten am Werk:
              https://necsi.edu/longrange-interaction-and-evolutionary-stability-in-a-predatorprey-system

              Aus diesem Grund wäre es ja so wichtig, den internationalen personenflugverkehr temporär einzustellen bzw. sehr stark zu beschränken.

            3. djadmoros

              »Die letzten 5 mal kam Kopf? Dann ist völlig klar, nächstes mal wird wieder Kopf kommen! Das sieht doch jeder!«

              Das Modell ist ja auch blödsinnig. Mutationen können das Genom des Virus nur innerhalb bestimmter Grenzen verändern, darum wird aus einem Virus mit geringer Letalität nicht sprunghaft eines mit hoher Letalität. Aber bluff‘ Dich ruhig weiter durch …

              »(WELT, 23.1.2021)«

              Prima, bestätigt mich doch:

              »Die Furcht vor der südafrikanischen Variante«

              »Es liegen bislang keine Hinweise darauf vor, dass die Südafrika-Variante tödlicher ist, ihre erhöhte Infektiosität aber gilt als gesichert.«

              »Im April hatte Südafrika noch mit einem der schärfsten Lockdowns der Welt auf die Bedrohung durch das Coronavirus reagiert. Die daraus resultierenden wirtschaftlichen Schäden lassen die klamme Regierung aber nun jede Maßnahme sehr genau abwägen«

            4. pingpong

              Mutationen können das Genom des Virus nur innerhalb bestimmter Grenzen verändern, darum wird aus einem Virus mit geringer Letalität nicht sprunghaft eines mit hoher Letalität.

              Tut mir leid, Evolution und Mutation sind im Kern zufällige Prozesse. Es geht mir in erster Linie nicht darum ob oder wieviel mehr tödlich es ist, das wissen wir im Moment nicht. Panikmache diesbezüglich ist unangebracht, Vorsicht nicht. Jede Variante der letzten beiden Jahre, die dominant wurde, war jeweils gefährlicher als die vorherige.
              ob die Änderung sprunghaft oder sonst wie passiert ist nebensächlich. Wir werden es früh genug herausfinden, was es mit der neuen Variante auf sich hat.

              Mir geht es darum, was möglich ist. Und wenn uns die Erfahrung der letzten Zeit eines gelehrt hat, dann das eine gefährlichere Variante im Bereich des möglichen liegt.

              Sars-cov2 ist übrigens eng verwandt mit sars-cov1.

              Prima, bestätigt mich doch:

              Hast du die anderen Artikel oben auch deshalb gepostet, weil sie „dich bestätigen“?

            5. Renton

              @beweis

              „Wenn ich Corona wäre, dann würde ich gemeinsam mit meinen Wirten leben wollen, mich als Halskratzen oder Schnupfen fortpflanzen, um möglichst problemlos möglichst flächendeckend verbreitet zu werden.“

              Nein, würdest Du nicht, denn Viren haben keinen Willen.
              Ganz so einfach ist die Sache nicht. Ein Krankheitserreger, der seinem Wirt zu sehr schadet, sägt metaphorisch an dem Ast, auf dem er sitzt. Wo dieser zu große Schaden anfängt, hängt aber immer von den genauen Umständen ab. Mancher Selektionsdruck wird nicht wirksam, weil er von anderen Selektionsdrücken überlagert wird.
              Beispiel Ebola: 50% letal(!), und trotzdem existent.
              Beispiel Corona: Bei dem lächerlich geringen Anteil an Verstorbenen ist sehr viel Luft nach oben für tödlichere Varianten. Sie müssen nur mit erhöhter Infektiosität daherkommen, das wiegen ein paar mehr tote Wirte nicht auf.
              Die These „langfristig wird ein Krankheitserreger immer harmloser“ gilt nur bedingt und teils sehr langfristig, nämlich insbesondere dann, wenn sich nicht nur das Immunsystem der Wirte anpasst, sondern die Wirte selbst unter Selektionsdruck geraten, also weniger gut gegen den Erreger gewappnete sterben und so ihre Gene nicht weitergeben können. Das dauert dann Generationen, bei uns Menschen also Jahrzehnte bis Jahrhunderte. Fände ich in Sachen Corona ein bisschen zu lang. /Sarkasmus

              Wollte ich nur mal klarstellen, weil ich die These „Das Virus wird langfristig von allein immer harmloser“ schon öfters von Dir gelesen zu haben glaube. Ich betone aber, dass ich selbst mir die entgegengesetzte These „Die (über)nächste Variante wird immer gefährlicher sein“ damit auch nicht zu eigen mache. Solche Befürchtungen überlasse ich pingpong.

      1. beweis

        Leider haben wir die Lektion wohl noch nicht gelernt.

        Es wird immer Mutationen geben bei Viren, die sich gleichermaßen in Menschen und Tieren befinden.
        Wenn wir die irgendwann dann mal sequenziert haben, sind sie schon global verteilt. In Belgien, wohl auch hier und sonst wo.
        Also spritzen wir einfach noch mehr von irgendwelchem Zeug gegen eine uralte Variante, um uns die Angst zu nehmen. Oder wir sperren uns gegenseitig ein oder ziehen uns noch einen Lappen vors Gesicht. Oder wir treiben zur Abwechslung mal die Ungeimpften zusammen mit den Reiserückkehrern durchs Dorf.

        Du stellst dir das offenbar vor wie einen giftigen Käfer, der irgendwann zufällig im Koffer eines Reisenden mit in ein anderes Land fliegt und dann dort gemächlich Nachkommen zeugt. Und irgendwann juckt dann was Unbekanntes im Bett und wird untersucht.

        So funktioniert aber die Virenwelt nicht. Die neue Variante ist schon global verteilt, und wir werden sehen, ob sie sich gegen Delta durchsetzt. Da können wir zappeln, wie wir wollen.

        Weil wir inzwischen wissen, dass Genesene ziemlich gut geschützt sind auch gegen Delta im Unterschied zu Geimpften, stellt sich nur die Frage, wann wir unsere Adaption durchmachen. Da stimme ich Spahn fast zu. Adaptieren oder sterben. So wie immer. Früher nannten wir das Grippewelle oder Erkältungssaison. Aber da hatten wir ja auch noch keine Tests, mit denen wir uns der Illusion hingeben, wir könnten etwas beeinflussen oder gar ändern.

        Mein 75-jähriger Waldnachbar, der im Unterschied zu mir Vollzeit-Waldschrat ist, hat in den letzten zwei Wochen seine Adaption gehabt und sich ans Virus angepasst. Der ist esoterisch, vegan, hält alle Impfungen für Verbrechen und war in den letzten 40 Jahren in keiner Arztpraxis oder im Krankenhaus. Der hackt splitternackt das Holz für den Winter. Wenn er selten mal krank ist, zieht er sich zurück. Er sagt, wenn er stirbt, dann soll das halt so sein. Gestern hat er mir seinen Corona-Verlauf erzählt. Schön ist anders. Aber irgendwie sieht er frischer und fitter aus als vorher und freut sich seines Lebens. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein mit meiner selektiven Wahrnehmung.
        Aber es freut mich – ich mag ihn und seine andere Art zu leben, weshalb ich es aber nicht unbedingt nachmachen muss.

        Demut und Akzeptanz in der Koexistenz mit der unbekannten Virenwelt. Das würde uns guttun. Alles andere führt nur zu einer gefährlichen Autoimmunreaktion auf der Metaebene, nämlich gesellschaftlich und sozial. Brauchen wir nicht.

        Antwort
        1. pingpong

          @beweis:

          Deine Demut und Akzeptanz beinhalten eine mortalitätsrate und missachten aus meiner Sicht den Wert des Lebens. Auf diesen Wert haben wir uns gesamtgesellschaftlich geeinigt, und ich sehe wenig Grund warum wir diesen wichtigen Wert jetzt aufgeben sollten. Es ist ja auch so schon schwierig genug.
          Dass mit Demut und Akzeptanz eine Reaktion auf gesellschaftlich-sozialer Ebene ausbleiben wird ist eine Illusion. Der Unterschied besteht darin, dass wir mit Demut und Akzeptanz keine Gestaltungsmöglichkeiten für diese Reaktion mehr haben. Die hat dann der Virus.

          Dir und dem Waldschrat wünsche ich ebenso wie jedem anderen, dass euch eure Art zu leben glücklich macht. Wenn es noch kälter wird soll er sich zum Holz hacken bitte etwas anziehen.

          Antwort
          1. beweis

            @pingpong

            Wir haben uns nie darauf geeinigt, dass wir nach Erfindung eines niederschwelligen Tests unser soziales Miteinander fortan den jeweiligen numerischen Ergebnissen unterwerfen. Auch haben wir uns nie geeinigt, dass ausschließlich eine numerische Mortalitätsrate unser Handeln bestimmt.
            Vielmehr haben wir eher einen gesellschaftlichen Konsens, möglichst Leid und Tod zu verhindern und abzuwenden. Wir hatten auch mal einen Konsens, uns als Menschen gegenseitig zu helfen in Not; ein christliches Wertesystem, das uns zu Mitmenschlichkeit, Barmherzigkeit und körperlicher wie geistiger Nähe auffordert. Das uns zur Pflege und Begleitung von Kranken und Sterbenden animiert.
            Aber das scheint ja schon verstorben zu sein, wenn Angehörige nicht mehr zu Sterbenden vorgelassen werden und Infizierte wegen Quarantäne nicht mal zum Arzt gehen dürfen, damit der im Zweifel frühzeitig unterstützen kann.

            Die Angst hat unsere Mitmenschlichkeit gefressen. Die Kirchen hängen ihr Abendmahl in kleinen Säckchen an den Zaun aus Angst vor den Schäfchen.

            Dein angeblicher Konsens ist ein mieser Deal.

            Antwort
            1. pingpong

              @beweis:

              Ich würde es sehr begrüßen, wenn du mir nicht unterstelltest ich würde die Kaskade an miesen Entscheidungen und die derzeitige untragbare Situation gutheißen.

            2. beweis

              @pingpong

              Deine Demut und Akzeptanz (…) missachten aus meiner Sicht den Wert des Lebens.

              Nun, das möchte ich aber ebenso von mir weisen. Wir sollten uns darauf verständigen, dass wir solche Formulierungen nicht als persönlichen Angriff, sondern als jeweilige Kritik an unseren Sichtweisen verstehen, finde ich.

            3. pingpong

              @beweis:

              Einverstanden.
              (Auch wenn ich den Teil, den du auf 3 Punkte in Klammern reduziert hast, aus einem Grund schrieb.)

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