Der Liebesakt als heiliger Akt – und Vergewaltigung als seine Besudelung

Couple holding walking hand in hand

Gott ist etwas vorbehalten, was Menschen, nach seinem Bild geschaffen, nicht gegeben ist: Leben zu schöpfen. Gott kann es als einzelner, Menschen können es nur zu zweit. Die ungeheure Macht der Schöpfung liegt auf vier Schultern – denn sie sind nur Menschen. Neues Leben wird idealerweise in Liebe geschöpft, jedes Kind sollte ein Kind der Liebe sein. Und damit ist der heilige Akt, mit dem man neues Leben schöpft, ein Liebesakt – er hat viel mit Zärtlichkeit zu tun

Deshalb finden Männer eine Vergewaltigung auch so schlimm. Man muss schwere Wahrnehmungsstörungen haben, wenn man annimmt, Vergewaltigung wäre für Männer eine Kavaliersdelikt. Wenn man einer Frau gegenübersitzt, von der man weiß, dass sie vergewaltigt wurde, fühlt man sich ganz elend, vielleicht kann sie nie mehr die Liebe des Akts genießen, der Liebesakt wurde besudelt, und dafür soll der Kerl büßen – Vergewaltiger stehen in der Knasthierachie ganz unten, gerade noch über Kinderschändern – so sind sie, die Männer.

Auch Feministen besudeln den Liebesakt. Etwa wenn sie den Vater als „biologischen Erzeuger“ oder „Samengeber“ abwerten – damit ist das Kind kein Kind der Liebe mehr. Stattdessen wird aus dem Liebesakt eine kalte mechanische Nummer. Auch träumen Feministen davon, ohne Hilfe des verhassten Mannes schwanger werden zu können, also göttliche Macht zu erlangen. Nun, selbst wenn dies irgendwann möglich wird, so würde das doch nur durch männliche Technik möglich – es wäre eine verkrüppelte Göttinnenschaft, auf Krücken angewiesen.

Auch wenn Feministen alle möglichen sexuellen Handlungen – nein: Sex selbst – als Vergewaltigung definieren, – »Sex ist das Kreuz, auf dem Frauen gekreuzigt werden. Sex kann angemessen allein als universelle Vergewaltigung beschrieben werden.« – nehmen sie nicht nur eine Besudelung sondern auch eine Verschiebung des Heiligen vor: Nicht mehr die Vereinigung ist heilig, sondern die Frau. Und da sie (schein)heilig ist, schlägt ihr Empfinden, ihre Definitionsmacht die rationale objektive Betrachtung einer Handlung – so sind auch Nichtvergewaltigungen (nach rationalen Maßstäben) Vergewaltigungen, weil sie einen schlechten Tag hatte, denn ihre Einschätzung ist als Einschätzung einer Göttin über jedes profane Urteil erhaben. Deswegen gibt es aus feministischer Sicht sowas wie Falschbeschuldigung auch nicht. Er hat sich ihr nicht in der Ehrerbietung, wie sie einer Göttin gebührt, genähert oder sie glaubt das, also soll er büßen!

Zum Schluss aber: Sex ist auch für Männer ein Weg, intime Nähe und Zärtlichkeit und Liebe auszudrücken. Hugh Hefner sagte „Sex ohne Liebe ist besser als gar kein Sex“, woraus folgt, dass Sex mit Liebe das höchste ist.

10 Gedanken zu „Der Liebesakt als heiliger Akt – und Vergewaltigung als seine Besudelung

  1. elmardiederichs

    In der Tat ist Sexualität eine ziemlich ausdrucksstarke Körpersprache der Intimität – die leider nur wenige Frauen beherrschen.

    Wer eine Frau wirklich verstehen will, sollte mit ihr schlafen. Und genau davor wird sie sich fürchten, denn sie wird Angst davor haben, daß das rohe und gefühlose Gerammel zu dem sie allein fähig ist, ein sehr bezeichnendes Schlaglicht auf ihre früheren Entscheidungen für Männer und ihre Erfahrungen in diesen Begegnungen wird.

    Wer also eine Frau wirklich testen will, der sollte ihr genau das sagen – daß die Körpersprache der Intimtität verstanden wird. Weicht die Frau entsetzt zurück, hat Mann sie sich zu Recht erspart.

    Antwort
      1. elmardiederichs

        @Mika

        Ja, wenn ich hochnotpeinlich erwischt worden wäre, dann würde ich jetzt auch so eine Grütze absondern – wenn ich als Frau sozialisiert worden wäre.

        Ich hoffe, meine Grammtik benutzt keine für dich allzu exotischen Formen?

        Antwort
        1. Mika

          Du bist doch der, der auf mein AFD Posting so dümmlich geantwortet hat?

          Im Bett hatte ich noch Probleme mit Frauen, kenn ich halt nicht. Du dagegen scheinst da ein Experte zu sein. Linker halt

          Antwort
          1. elmardiederichs

            Und du bist doch das, das sich nachts ekstatisch auf meiner Fussmatte krümmt, und bettelt, wenigstens beachtet zu werden?

            Ich schmeisse Frauen regelmäßig raus, wenn klar wird, daß sie auf die Strasse gehören. Wer sie dann dort vom Asphalt kratzt, ist nicht meine Sache.

            Antwort

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