Gran Torino (2008) – Eine liebevolle Geschichte über einen alten weißen Mann

Clint Eastwood spielt in Gran Torino einen alten weißen Mann, der so ziemlich alle Klischees über „toxische Männlichkeit“ in sich vereint, aber dennoch ein Sympathieträger ist. So sieht zwar nicht die Familie, aber der Zuschauer es ihm nach, dass der Veteran seine koreanischen Nachbarn konsequent als „Schlitzaugen“ tituliert und auch sonst ein unfreundliches, griesgrämiges Gebaren an den Tag legt. Er ist hager, erzkonservativ, ein Patriot, weiß sich zu wehren und sich zu helfen (dieser Typ Mann wird wegen seiner Autonomie von Feministen gehasst), so dass es nicht schlimm ist, dass er nach dem Tod seiner Frau allein ist; spuckt auf den Boden, womit er seine Verachtung kundtut und denkt nicht im Traum daran, zur Beichte zu gehen, erst Recht nicht zu einem Bengel, der gerade vom Priesterseminar kommt und noch nicht trocken hinter den Ohren ist.

Wenn man sich den Film mit anderen ansieht, kann man ruhig darauf hinweisen, dass alte weiße Männer ganz in Ordnung sind. Hilfreich, an Clint Eastwood zu denken, wenn die nächste Hasskampagne gegen Männlichkeit gefahren wird.

Und zum Schluss?

„Ja, stimmt! Ich bin der weiße Teufel!“

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