Warum sind so viele Pseudolinke so unkritisch gegenüber dem Corona-Staat?

Ein Kommentar zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Zu Pseudo-Links: Gut wirksames Framing; das, was da im März 2020 lief, war ja die gigantischste Schock-Strategie aller Zeiten. Es gab allerdings ja auch mehr als genügend Länder mit »rechten« Regierungen, die die gleiche Lockdown- und Gentherapierungspflicht betrieben haben und weiter betreiben; die AfD bspw. ist sicher alles, nur keine Opposition in Sachen Corona. Hinzu kam eine totalverblödete Linke, die man m. E. gezielt nach dem »Syriza-Unfall« mit pseudolinkem Bullshit beschäftigt, zersetzt und damit entschärft hat. Zur Stärkung des Narrativs hat man diesen Wohlstandsverwahrlosten dann auch noch einen leckeren Knochen (AfD) hingeworfen, an dem sie seitdem genüsslich herumnagen. Ohne dabei sehen zu wollen, was die »Mitte« eigentlich für eine faschistoide bis faschistische Politik betreibt.

Dass aus dem linken / antikapitalistischen Spektrum so viele das Thema Corona vollkommen unkritisch betrachten, hat m. E. auch ganz einfach persönliche Gründe. Nehmen wir mal an, du hast als »Linker« dein Leben lang keinen großen Wert auf deine Gesundheit gelegt. Dir u. a. die Lunge kaputtgeraucht (und das Rauchverbot damals als »Gesundheitsfaschismus« bezeichnet). Und dann kommt da so ein Todesvirus. Panik!

Viele sind ja dann auch letzten Endes abhängig vom weitestgehend alternativlosen Gesundheitssystem. Ihnen bleibt also gar nichts anderes übrig, als diesem System zu vertrauen; obwohl sie natürlich im tiefsten Innern wissen, dass es ihnen eher schadet. Wenn es nun Leute gibt, die diese kognitive Dissonanz ansprechen, flippen sie aus. Sie machen dann gerne das, was für sie am einfachsten ist: Sie projizieren — und bezeichnen dich, bar jeglicher Logik, als »rechts«. Ohne zu sehen, wie »rechts« die gegenwärtige Politik ist, die sie unkritisch bejubeln.

Und noch ein wichtiger, bei vielen sicher der entscheidende Grund: Das gekränkte Ego; sich — als jemand, dem die Propagandatechniken ja bekannt sind — eingestehen zu müssen, voll auf die Propaganda reingefallen zu sein.

Außerdem gibt es auch bei vielen Linken eine Sehnsucht, zur Masse zu gehören; zumindest in Einzelfragen (bspw. zu »Impfungen«) eben jede Systemkritik vollständig zu vergessen — und in die heimelige »Mitte« zu strömen; indem sie bspw. gemeinsam (rechts-mitte-links) gegen »Impfgegner« hetzen. Also in jener großen Masse aufgehen, die sie ansonsten (m. E. zurecht) verachten.

7 Gedanken zu „Warum sind so viele Pseudolinke so unkritisch gegenüber dem Corona-Staat?

  1. beweis

    Eine zentrale Frage ist für mich noch immer, warum unglaublich viele Geimpfte wollen, dass wirklich alle anderen auch geimpft werden. Und das, obwohl fast jedem inzwischen klar ist, dass die Impfungen nicht immunisieren und nicht zuverlässig schützen.

    Das gekränkte Ego finde ich als Begründung nicht ausreichend. Wenn meine Mutter auf den Enkeltrick reingefallen ist, obwohl ihr zig mal erklärt wurde, auf was sie achten muss, dann will sie doch nicht unbedingt, dass auch alle anderen Alten abgezockt werden. Sie denkt eher: Mist. Wie konnte mir das nur passieren?

    Nun kommt bei der Impfung noch ein anderer Aspekt hinzu. Es wird eine Substanz in den eigenen Körper eingebracht, von der man weder weiß, was da drin ist, noch was es bewirkt. Das ist unheimlich, weil man es auch nicht auskotzen oder abwaschen kann. Man ist also einem Stoff aus einer pharmazeutischen Brauerei ausgeliefert, der von einem in der Regel gesichtlosen Impfarzt im Schnellverfahren auf einer steril wirkenden Impfstraße verabreicht wird. Danach gibt es kein zurück mehr.

    Die Beteuerungen der Medien, der Politiker und vieler handlangender Ärzte, da würde nichts passieren können, der Stoff sei in Kürze nicht mehr nachweisbar, Folgeschäden seien absolut ausgeschlossen, wirken mit Fortgang der Impfkampagne immer unehrlicher. So wie die Werbung aus dem ÖRR für Prostagut Forte gegen nächtlichen Harndrang. Ich kenne kaum einen Geimpften, der sich nicht in gewisser Weise verarscht fühlt.

    Wenn in einer solchen Situation Politiker sich hinstellen und ankündigen, dass alle Menschen mindestens drei Mal geimpft sein müssen, damit man die Alltagseinschränkungen für das ganze Volk komplett aufhebt, dann triggert das zwei Faktoren, die das gekränkte Ego überlagern könnten:
    Den Effekt, alle sitzen in einem Boot. Wenn ich keine Kinder mehr kriegen kann, dann kann das die Nachbarin auch nicht. Wenn ich das Risiko habe, in jungen Jahren eine Gefäßerkrankung zu erleiden, dann gilt das genauso für meine Kollegen oder Kumpels.
    Der zweite Trigger ist der dringende Wunsch nach einem Ende der Situation – dass das endlich alles aufhört und das Leben wieder einfacher und angstfreier wird. Wenn die Politik sagt, bei 100% Impfquote gebe es keine Maßnahmen mehr, dann ist das doch ein anzustrebendes Ziel. Da aber fast jeder weiß, dass man der Politik solche Aussagen nicht glauben kann, ist es eher der wohlig-warme emotionale Wunsch, der einen das glauben lässt.
    Es hilft aber bei der eigenen Legitimation dafür, die Impfung aller zu fordern und zu unterstützen.

    Gekränktes Ego, Krabbenkorbeffekt und naive Hoffnung – das sind meiner Meinung nach die Ingridenzien für die von vielen recht intelligenten Menschen präsentierte Forderung, alle müssten sich mit einem Stoff impfen lassen, der noch nicht mal entwickelt ist gegen einen Erreger, den es noch gar nicht gibt.

    Geiler kann es für Pharma nicht laufen.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Eine zentrale Frage ist für mich noch immer, warum unglaublich viele Geimpfte wollen, dass wirklich alle anderen auch geimpft werden. Und das, obwohl fast jedem inzwischen klar ist, dass die Impfungen nicht immunisieren und nicht zuverlässig schützen.

      Nun, ich denke, hierfür könnten zwei Faktoren ausschlaggebend sein. Vielleicht will man 1) andere nicht ungeschoren davonkommen lassen, wenn man sich die Gülle gespritzt hat und nun Risiken tragen muss, währen andere quasi „kostenlos“ durch die Pandemie kommen, geschützt sind, nicht weil sie, sondern nur weil man sich selbst impfen ließ. Das sind dieser Logik nach Schmarotzer.

      Und 2) die Propaganda arbeitet entsetzlich gut. Dass so vielen die Unwirksamkeit der Impfung klar ist, wage ich zu bezweifeln.

      p.s.: Ich denke schon, dass es Corona gibt, hier radikalisierst Du dich etwas zu sehr.

      Antwort
      1. beweis

        Oh, danke für den Hinweis. Das habe ich missverständlich ausgedrückt. Natürlich gibt es Corona und Covid als Krankheit.

        Hinsichtlich der Impfpflicht ist es aber bekannt, dass damit Omikron nicht mehr erreicht wird, sondern eben nur eine Variante, die noch nicht mal entdeckt ist im kommenden Herbst. Auch der Impfstoff, der bei dieser Impfpflicht verspritzt werden soll, ist noch nicht existent. Die arbeiten wohl zur Zeit an einem, der auch gegen Omikron nützlich sein soll. Wenn aber im Herbst eine neue Variante gefunden wird, was logisch und selbstverständlich ist, hinkt auch dieser Stoff hinterher.
        Also richtet sich ein Impfpflicht gegen eine Virusvariante, die noch nicht mal entdeckt ist – und auf ein Vakzin, das noch nicht erfunden wurde.
        Woher weiß man, dass ein noch nicht erfundenes Vakzin keine Folgeschäden auslöst und nur aus einem kleinen Pieks besteht? Woher weiß man, dass die Variante im Herbst/Winter nicht lediglich einen leichten Schnupfen verursachen und von den meisten gar nicht bemerkt wird? Trotzdem sollen alle zwangsweise an die Nadel gehängt werden.

        Ich radikalisiere mich auch nur an einer Stelle: Wenn Staat oder andere mir oder mir Schutzbefohlenen die Selbstbestimmung und das Recht auf Unversehrtheit nehmen wollen. Und das empfinde ich eher als Verteidigung denn Radikalisierung.

        Jeder soll sich das einverleiben können, was er möchte. Jeder soll über sich und seinen Körper frei entscheiden können – aber nicht über meinen.

        Antwort
        1. Mario

          Hinsichtlich der Impfpflicht ist es aber bekannt, dass damit Omikron nicht mehr erreicht wird, sondern eben nur eine Variante, die noch nicht mal entdeckt ist im kommenden Herbst.

          Was aber Blödsinn ist. Streek war kürzlich noch zu hören mit einem Kommentar zur Impfung. Wir impfen gegen das Wuhan-Virus, das es gar nicht mehr gibt bzw. hier im Umlauf ist.

          Und eine garantiert wirksame Impfung gegen einen Krankheitserreger nach Omicron, der noch völlig unbekannt ist, kann es nicht geben. Denn es gibt ja keine Garantie, dass es einen passenden Antikörper für ein zukünftiges Spikeprotein gibt. Bestenfalls könnte man hoffen, dass man mit einer pauschalen Impfkeule einen Treffer erzielt.
          In Anbetracht möglicher, teils schwerer bis tödlicher Nebenwirkungen, finde ich das Prinzip Hoffnung dann doch etwas wenig.

          Antwort
        1. uepsilonniks Autor

          Kommt drauf an, was man unter „Pandemie“ versteht.

          War die Grippewelle 2018, die tausende Tote forderte und teils die Krankenhauskapazitäten sprengte, eine Pandemie?

          Antwort

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