People of Color

Der Begriff der Euphismus-Tretmühle beschreibt den Umstand, dass auf Dauer kein Ersatzbegriff gegen die Assoziationen helfen, die mit dem alten, des ersetzten Wortes einhergehen. Also muss immer und immer wieder ein neuer Ausdruck her – wie in der Tretmühle kommt man zu keinem Ziel. Der progressive, woke Mensch und Angehörige des Establishment muss sich deshalb immer weiterbilden. Was gestern noch Ausweis der richtigen Gesinnung, kann heute zum Canceln führen.

So beklagte sich im Januar 2015 ein Herr Cumberbatch in einer Talkshow darüber, dass es seine farbigen Freunde schwerer hätten wegen der Hautfarbe. Damit zog er den Zorn der edlen Menschen auf sich, denn er hatte nicht mitbekommen, dass die Doktrin nun nicht mehr „coloured people“ vorschrieb sondern „people of colour“. (1)

Und natürlich ist es auch falsch, von „Farbigen“ zu sprechen, das darf man nur auf englisch: „people of colour“ eben. Ein und dasselbe nur in verschiedenen Sprachen. Mal Pfui mal Hui. Schwerwiegendes Pfui, wohlgemerkt, damit kann man auch mal ausgeschlossen werden aus dem Kreis derjenigen, die noch das Recht auf freie Rede nutzen dürfen – wenn man nicht seinen Job verliert.

(1): Douglas Murray – „Wahnsinn der Massen“

3 Gedanken zu „People of Color

  1. beweis

    Der Vater meiner Bekannten, die in höherem Alter ihre Neigung zu dunkelhäutigen Männern entdeckt hat, nennt PoCs schon immer und weiterhin Neger.
    Das bringt ihm immer wieder die Maßregelungen der beiden volljährigen Töchter meiner Bekannten ein, die voller hyperventilierendem Entsetzen ihren Opa als Rassisten ächten.
    Nun sind sich die Enkelinnen aber nicht gewiss darüber, wie PoC im Deutschen überhaupt ausgesprochen wird. Pock oder PiOhSi. Sie einigten sich dann auf Pocks.
    Das, so fand der Opa, höre sich aber sehr fies an. Er bleibe bei Neger.

    Kann ich gut nachvollziehen. Er meint das ja auch gar nicht abwertend oder böse. Man muss ja nicht über jedes Ebenholz-Stöckchen springen, das einem die Woken hinhalten.

    Antwort
    1. Shitlord

      Das heißt heutzutage „Neger und Negerinnen“.

      Das löst zumindest bei mir das Problem mit jedem, der da hyperventiliert; ich rede nämlich nicht mit Leuten, die sich auf sowas hin nicht selber blöd vorkommen.

      Antwort

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