Billy Coen: Arbeit und Opferstatus

Ein Kommentar, zu schön, ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Gemessen wird beides immer von der Frau, die gerade ihre Wahrnehmung äußert. Hat sie den ganzen Tag keine ruhige Minute und ist abend kreuzkrumm und lahm, dann ist sie sich sicher, dass es all den Männern, die in vergleichbarer Position tätig sind immer noch super geht, weil sie den ganzen Tag auf der faulen Haut gelegen haben.

Wenn man ihr widerspricht, ihr ins Wort fällt, sich ihr gegenüber gar geringschätzig äußert, dann passiert ihr das NUR weil sie eine Frau ist und Männer erleben so etwas NIE. Wenn ein Mann redet, dann wird ihm natürlich stets andächtig gelauscht, selbst wenn er so grandiosen Schwachsinn labert, wie man ihn von Feministinnen ausschließlich und in Endlosschleife hört.

Eines der größten weiblichen Privilegien besteht darin, jede Form von Gegenwind, jedes Scheitern, jedes auch nur Unwohlsein stets auf sein Geschlecht schieben und sich so jeglicher unter Umständen schmerzlichen Selbstreflexion entziehen zu können. Und das dann, wie im hiesigen Beispiel, in Kombination mit der Möglichkeit, jeden Erfolg als noch umso strahlender erscheinen zu lassen, weil man ihn ja trotz all der Widrigkeiten, die einem als Frau so widerfahren, errungen hat gegen all die pausenlos unfair bevorteilten Männer.

Es zeugt von einem ziemlich erbärmlichen Charakter, sich solch billiger Methoden der Selbstbeweihräucherung bedienen zu müssen.

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