Frau Schrupp vermisst feministische Analysen zum Krieg…

Frau „Väter-entrechten“-Schrupp vermisst feministische Analysen zum Krieg, ohne die sich die „aktuelle Situation“ nicht verstehen ließe. Äh, doch. Krieg lässt sich ganz ohne Feminismus verstehen, wer anderes behauptet, zeigt nur, dass er sich verstiegen hat.

Aber obwohl, nicht so schnell: Feminismus läuft darauf hinaus, dass – mit Alice Schwarzer gesprochen – Krieg ein „Männerwahn“ wäre, gegen den Frauen Widerstand leisten – zum Beispiel wenn sie feigen Männern in Zivil weiße Federn als Zeichen der Schande überreichen, damit sich die so Beschämten an der Front melden.

Jedenfalls gibt Schrupp etwas von ihrem Weltbild zum besten, kritisiert, dass die Verhandlungsdelegationen ausschließlich aus Männern bestehen und dass Antifeministen schreien würden, es würden mehr Männer als Frauen sterben.

Um hier stehen zu bleiben:

Das Fehlen von Frauen in Verhandlungspositionen ist also ein Problem, das angegangen gehört; tote Männer hingegen sind etwas, was nur diese Missgestalten, diese rückwärtsgewandten „Antifeministen“ thematisieren und kann daher als Thema vernachlässigt werden – man beachte die Prioritäten, die wichtig sind für die Feministin, die sich wundert, warum sowenig Feministen was zum Krieg zu sagen haben.

Sollte dem so sein, dass Feministen zum Krieg in der Ukraine schweigen, dann liegt es vielleicht hieran: Dass der Krieg eine grausame Überlebenssituation schafft, die die extremste Tätigkeit ist, die der Mensch kennt, und deren Härte sich als erstes gegen Männer richtet, wodurch der schöne Schein des Feminismus‘ hinweggefegt wird, der nicht mehr ist als ein Dekadenzphänomen; und auch auf der Titanic gab es plötzlich keine Feministinnen mehr, als es ernst wurde, als es ans Sterben ging – wieviele Feministinnen gibt es noch in der Ukraine? Feminismus hat keine Substanz, die ihm das Überleben in Überlebenssituationen sichern könnte.

In der feministischen Analyse ist die Frau stets der bessere aber diskriminierte Mensch, das wird nicht bewiesen sondern dogmatisch vorausgesetzt. Im Feminismus geht es um Frauenquoten für die guten Jobs und ein ständiges Beschwören der Opferhierarchie. Was könnte so eine feministische Analyse aufzeigen angesichts dessen, dass sich die Regime die massive Gewalt leisten, bis zu Verkrüppelung und Tod auf den Mann zuzugreifen? Er wird in den Krieg gepresst, während man Frauen die Flucht ermöglicht – etwas, um das Schrupp herumredet, während sie ihren Strohmann abfackelt, denn es geht nicht allein darum, dass mehr Männer sterben, es geht auch um die Verhältnisse, in denen sie das tun und die von Feministen als „patriarchal“ beschrieben werden.

Wenn so ersichtlich wird, dass Männer Kriege nicht führen, sondern in den Krieg geführt werden; wenn sich so die Brutalität zeigt, mit der das passiert, dann kann das am feministischen Wahngebilde rütteln, nach dem wir in einem „Patriarchat“ leben. Vielleicht ist das der Grund, warum manche Feministen zurückhaltend sind.

Feministische Außenpolitik ist das vulgär anmutende Kreisen um den eigenen weiblichen Bauchnabel; das Betreiben von Frauenlobbyismus auf den Leichen von Männern; das Ausblenden männlicher Opfer und betonen weiblicher, sei es in Afghanistan oder jetzt aktuell in der Ukraine, vorgetragen durch die Außenministerin, die für feministische Außenpolitik steht.

Frau Schrupp geht es um symbolische Ordnungen. Symbole sind nicht die Objekte und Ordnungen selbst, auf die sie verweisen, und sie können lügen. Eine symbolische Ordnung, wie sie Schrupp vorschwebt, tut das auch, da in dem Falle die symbolische Ordnung nicht korrekt die tatsächlichen Verhältnisse wiedergibt, da allein Männer in den Kriegsdienst gepresst werden; Verhältnisse also, die nichts, aber auch gar nichts mit männlicher Macht und Privileg zu tun haben – und die sich auch in Friedenszeiten nicht finden lassen. Es sei denn natürlich, man gibt zu, dass wir in einem Matriarchat leben, dann wären solche symbolischen Ordnungen keine Lüge.

Analysiere das.

[Nachtrag]

In einem dortigen Kommentar spricht Schrupp davon, dass es als normal erscheine, dass Frauen weniger Rechte hätten als Männer unter Bezug zu einem Konflikt, in dem Männern das gottverdammte Recht auf Überleben aberkannt wird, dass sie mit Gewalt in den Krieg genötigt werden, während sich Frauen in Sicherheit bringen dürfen. Sehen da nicht alle, dass die sich vollkommen lächerlich macht, dass die Königin nackt ist?! Und wird dabei nicht überdeutlich klar, warum manche Feministen lieber Zurückhaltung üben, um nicht als genauso strunzdumm dazustehen?

Ein Gedanke zu „Frau Schrupp vermisst feministische Analysen zum Krieg…

  1. Art Vanderley

    Wer ist es denn, der Männer nach Status und Erfolg beurteilt?
    Wer steht häufig auf den „man in a uniform“?
    Wer geht denn so gerne mit dem Sieger?
    „Du wartest , wer die Messerstecherei gewinnt, und mit dem gehst du dann mit“
    (Kelly Bundy, auf die Frage nach ihrer Partnerwahl)
    Natürlich geht es da immer um den dümmeren Teil beider Geschlechter, die jeweils klügeren Teile haben sich schon immer irgendgwie arrangiert und sich zivilisierter verhalten.

    Antwort

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