China und die Kompetenz

Ich habe mal einen interessanten Artikel gelesen. Und zwar berichtete der Autor, wie er zusammen mit einem chinesischen Freund die Nachrichten ansah und darauf hin der Chinese eine irritierte Frage stellte. Es ging um Wirtschaftspolitik. Die Frage zielte darauf, ob Politiker irgendwelche Kompetenzen aufweisen müssten, um ein Ressort zu leiten, zum Beispiel eben die Wirtschaftspolitik.

Ich will keine Werbung für China machen, China ist eine üble, totalitäre Diktatur der schlimmsten Sorte. Aber: China ist keine Bananenrepublik. Wichtige Positionen werden mit Leuten besetzt, die kompetent auf ihrem Gebiet sind. Das ist das Geheimnis hinter einer Supermacht, die vielleicht die USA als führendes Imperium ablösen wird.

Bei uns hingegen spült es – wohl auch wegen der Frauenpolitik – die Scheiße nach oben, die sich durch die dummstmöglichen Statements outen, und die eine entsprechende katastrophale Politik betreiben.

Weiterlesen: Deutschland ist nicht bereit für den Blackout. (Internetsperre umgehen)

2 Gedanken zu „China und die Kompetenz

  1. beweis

    Hm. Auf der einen Seite der Welt zählen Leistung, Kompetenz und Produktivität, auf der anderen Hypermoral und fluide Gruppenzugehörigkeiten.
    Welche Seite wird sich durchsetzen? Welche wird expandieren, sich entsprechend reproduzieren?

    Wenn mal eine Erkältungswelle durchzieht, schmeißen die einen sofort ihre Grundwerte über Bord und versuchen sich in Paternalismus, die anderen haben schon immer totalitäre Strukturen. Sie pferchen einfach mal wieder ihre Menschen ein und bringen sie gewaltsam auf Linie.

    Bei den anderen wiederum klappt das nicht so gut, die Menschen verfallen in ein komplett unproduktives Phlegma. Sie bekämpfen sich gegenseitig und schlagen jeden Tag neue Schlachten bei Twitter in sich dynamisch neu formierenden Gruppen. Ihre Werte sind über Bord gegangen, blinde Gefolgschaft haben sie nie richtig gelernt. Hypermoral ist beliebig und bietet keinen gemeinsamen Wert.

    Eine Transformation in paternalistische Strukturen lässt sich nicht so einfach bewerkstelligen. Denn irgendwann ist auch das Angstpotential der Menschen aufgebraucht, das bei uns Voraussetzung für die Folgsamkeit gegenüber selbsternannten Eliten ist.

    Ich fürchte die Zeiten sind vorbei, in denen egoistischer Kapitalismus vielen Menschen den Freiraum für Individualität und Freiheit geboten hat. Alle Zeichen stehen auf Totalitarismus. Ob der nun unter der Fahne der Gesundheit, des Klimas, des Friedens und/oder der Gerechtigkeit steht, ist weitgehend beliebig.

    (Hoffentlich kann hier einer diese Überlegungen glaubhaft als paranoiden Bullshit entlarven)

    Antwort
  2. Art Vanderley

    Sagen wir, Frauenpolitik als Symbol für die viel weitergehende (Idenditäts-)Politik, die dahinter steht.
    Ob es jetzt in China wirklich so kompetent zugeht, weiß nicht. Eher können sich die Xinesen soviel Totalitarismus leisten, weil sich auch der Westen abwendet von den Werten der Freiheit. Und in der Tat, ein entscheidender Faktor dafür ist die politisch korrekte Politik.

    Antwort

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