Der Vater und der Mittelpunkt seines Lebens

Alles Gute zum Vatertag!

Ich habe mich mal mit einem Vater unterhalten. Ihm zufolge hat sich mit der Geburt seines Kindes alles geändert. Es wurde zum Mittelpunkt seiner Welt, alles drehte sich nur noch darum, diesem Kind das bestmögliche Aufwachsen und einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Er machte es so, wie viele Väter: Er arbeitete wie ein Tier, denn wenn man jemanden helfen will, wenn man für jemanden sorgen will, dann ist es ein verdammt guter Anfang, sein Leben auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Dieses Opfer – sich von seinem Kind entfernen, weil man für es sorgen will – wird solchen Vätern zum Vorwurf gemacht, es heißt dann, er kümmere sich nicht. Anstatt dankbar zu sein, dass sie mit diesem Opfer den ganzen Wohlstand unserer Gesellschaft begründen und Frauen von der außerhäuslichen Arbeit freistellen, macht man ihnen Vorwürfe: Sie würden vor der Familie in die Arbeit fliehen. Es ist wirklich erstaunlich, wie gut die Gehirnwäsche der Frauen wirkt, Arbeit wäre „Karriere und Selbstverwirklichung“, wovon Feministen ständig faseln, während Arbeit in Wirklichkeit ein Übel ist, zu dem man im Straflager verdonnert wird, oder wovon man im Paradies befreit ist.

Wo ist die Frau, die mal Dank ausdrückt, dass er durch sein Opfer ihr ihr komfortables Leben erst ermöglicht; und wie sieht sie das, würde er sich emanzipieren?

Weiterlesen: Homer Simpson: Do it for her

2 Gedanken zu „Der Vater und der Mittelpunkt seines Lebens

  1. beweis

    Es gibt ja zwei Typen von Vätern heutzutage: Der eine stürzt sich in Arbeit, um auswärts möglichst großen Wohlstand und Sicherheit für Kind und Frau zu erwirtschaften. Das hat zur Folge, dass die Frau den intensiveren Kontakt zum Kind hat und dessen Werdegang bestimmt und dominiert.
    Und es gibt den Typus, der eben nicht nur mittelbar versorgt und die Rahmenbedingungen schafft, sondern der selbst die Entwicklung, den Alltag und das unmittelbare Leben seines Kindes begleiten und beeinflussen möchte.

    Typ 1 kriegt auf die Fresse, weil er nicht genügend unmittelbare sog. Care-Arbeit leistet und seltener den Startknopf der Miele drückt.
    Typ 2 kriegt auf die Fresse, wie er sich anmaßen kann, über den Alltag und die Zukunft des Kindes mitentscheiden zu wollen. Ihm wird die Kompetenz und Zuständigkeit abgesprochen.

    Das heißt, egal welcher Typus ein Vater ist, er ist hierzulande nur Vater von Mutters Gnaden. Das Kind ist das Eigentum der Mutter, und er kann froh und dankbar sein, wenn sie ihm einen halbwegs souveränen Alltag mit dem Kind zubilligt.
    Die damalige Familienministerin Lambrecht hat die Mutter mal in einem Interview der WELT als „vorrangigen Elternteil“ bezeichnet. Für die grüne Göring ist Familie nur Mutter und Kinder.

    Väter bei der Prägung und Betreuung des Nachwuchses auszuschließen oder sie zum Handlanger zu degradieren, sind meiner Meinung nach starke Indizien für ein Matriarchat. Und dieses Matriarchat hat die wichtigste menschliche und gesellschaftliche Ressource, den Nachwuchs, monopolistisch in der Hand.
    Trotzdem wird stoisch über mangelnde Gleichberechtigung oder Gleichstellung gejammert. Ehrliche Gleichstellung würde aber auch für eine Eltern-Kind-Beziehung gelten müssen, das Wechselmodell müsste zum Standard erhoben werden, die Frau müsste gleichermaßen für Wohlstand und Sicherheit sorgen, wenn der Vater ebenso häufig die Miele anschalten soll.

    Aber das passiert nicht, was die Verlogenheit des Feminismus abermals dokumentiert. Sie weichen keinen Zentimeter zurück. Kein Wechselmodell als Standard, keine Quoten in der Kindererziehung, kein Recht auf Vaterschaftstest.

    Wenn die vielen aktiven Väter nicht im Matriarchat genau in diesem Sinne erzogen worden wären, dann würden sie sich viel stärker und solidarischer für echte Gleichberechtigung einsetzen. Und hätten vielleicht sogar eine Chance.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      … wobei die „mangelnde Gleichstellung“ in der außerhäuslichen Sphäre auf das weibliche Privileg zurückgeht, weniger außerhäuslich arbeiten zu müssen.

      Antwort

Kommentar verfassen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s