Crumar: Armut als Verbrechen (bei Männern)

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Ich möchte auf die spezielle Version des „Intersektionalismus“ in den USA hinweisen, die darauf geeicht ist, sozioökonomische Tatsachen und Benachteiligung von Männern herunterzuspielen, um dann um so lauter „Rassismus!“ zu rufen.
Dazu zwei Beispiele:

1. Wer in den USA angeklagt wird und sich weder Kaution noch guten Rechtsanwalt leisten kann, der wird sich auf einen deal einlassen müssen, für eine geringeres Strafmaß verurteilt zu werden, selbst wenn es keine Beweise für die eigentlich vorgeworfene Straftat gibt.
Damit klebt auf „Unschuldsvermutung“ ein Preisschild.

2. Speziell für Männer läuft eine (temporäre) Zahlungsunfähigkeit in Sachen Zahlung von Unterhalt und Kindergeld darauf hinaus, im Knast zu landen. Es ist dort gelungen (aber auch hier gab es den Versuch), aus Zahlungsunfähigkeit Zahlungsunwilligkeit zu machen.
Unterstellt wird generell eine bösartige Absicht – faktisch wird aus Armut ein Verbrechen gemacht.

In beiden Fällen wird es einerseits durch eine Vorstrafe im Lebenslauf erheblich schwieriger, einen guten Job zu finden. Im zweiten Fall ergibt sich ein Teufelskreis, denn andererseits ist der Verurteilte erst recht nicht in der Lage Unterhalt und Kindergeld zu zahlen. Die weiter anfallen während er im Gefängnis sitzt. D.h. er kommt raus, sitzt auf einem Schuldenberg und seine Aussichten diesen zu tilgen sind schlechter geworden.

Es gäbe für beide Probleme pragmatische Möglichkeiten zur Lösung. Bspw. einen Rechtshilfefond, der Kautionskosten bezahlt und Beratungsstellen zur Stundung von Unterhalt oder Vergabe eines billigen Kredits zur Überbrückung.
Beide Beispiele betreffen alle Menschen und Männer ungeachtet ihrer Hautfarbe.
Das sind wirklich „strukturelle Probleme“, die man aber verzwergen kann, wenn man sie lediglich zu einem Problem von Minderheiten macht.

Was ich den „Intersektionalisten“ vorwerfe sind penetrante Versuche, über die Behauptung „besonderer Betroffenheit“ die Betroffenheit aller anderen Bevölkerungsgruppen zu minimieren, bzw. mit Rückgriff auf erfundene „Privilegien“ rundweg zu leugnen.

[Nachtrag: Beweis]

Nur zur Ergänzung, weil es so pikant ist:

Wer den Unterhalt nicht zahlen kann, wird seit 2017 in der Polizeilichen Kriminalstatistik als Gewalttäter eingeordnet und von der Gesellschaft der „ökonomischen Gewalt“ bezichtigt.

Dazu der Ex-Bundesrichter Thomas Fischer:

Ebenfalls neu hinzugerechnet ist‚ Verletzung der Unterhaltspflicht‘ (§170 StGB, 5550 Fälle). Dieses Delikt, das im pflichtwidrigen Nichtzahlen von Geld besteht, läuft in Pressetexten unter der schönen Bezeichnung ‚ökonomische Gewalt‘ und ist auf diese Weise geeignet, die mediale ‚Gewalt‘-Diskussion als Ganze ad absurdum zu führen. Denn wenn das Nichtzahlen von Unterhalt ‚Gewalt‘ sein soll, dann ist es jeder Diebstahl oder Betrug ebenfalls, und auch die Steuerhinterziehung oder das Nichtzahlen von Miete, Lohn oder Darlehensschulden.

aus: https://manndat.de/gewalt-gegen-maenner/bka-statistik-partnerschaftsgewalt-objektive-statistik-oder-frauenpolitisches-werkzeug.html

[siehe auch weitere Kommentare]

10 Gedanken zu „Crumar: Armut als Verbrechen (bei Männern)

      1. elmardiederichs

        Nein, es bedeutet, daß man versucht, hinter die Dinge zu sehen, sich nicht mit dem oberflächlichen Anschein zufrieden zu geben und impliziert nicht die Wahrheit von Meinungen oder Aussagen. Das ist ein nordischer Ausdruck. Vielleicht kanntest du ihn deshalb nicht.

        Antwort
        1. pingpong

          Was befindet sich denn hinter den Dingen und unter dem oberflächlichen Anschein?

          Könnte es nicht sein, dass crumar zu seinen Ansichten über Corona aufgrund genau jenes gewieften Denkens gelangt, welches du ihm hier attestierst?

          Antwort
          1. elmardiederichs

            Nein, denn die Toten durch den sog. Impfstoff und auch diejenigen, die z.B. dauerhafte Funktionsstörungen ihres Immunsystems haben, sprechen für sich. Wer will kann im Grunde bei ScienceFiles alles noch mal nachlesen. Man kann daher diese bedauernswerten Geschädigten ignorieren so wie du es machst, weil man z.B. nicht die Eier hat, zuzugeben, daß man aus Dummheit und Leichtgläubigkeit einen lebensbedrohlichen Fehler gemacht hat. Aber das ist nicht mein Problem. Ich sehe dem Sterben einfach zu, denn Typen wie du sind selbst schuld: Viel Spaß mit den Folgen deiner Entscheidung. Und Diskussionen darüber führe ich auch nicht mehr – ist sinnlos: bei dem Thema habt ihr euch selbst disqualifiziert. Also heul dich bitte woanders aus. Ich habe an so einem Quatsch kein Interesse oder berechne Typen wie dir ein saftiges Honorar, falls du unter deinen geimpften Mitmenschen niemanden finden solltest, der das Herz hat, dir zuzuhören – könnte ja sein …. 😉

            Antwort
            1. pingpong

              Diejenigen, die der Gewissheit verfallen sind, gehen davon aus, dass, wenn man ihre Gewissheit anzweifelt, man auch des Gegenteils sicher sein muss.
              Manchen fehlt einfach der Sinn für Unsicherheit.

              Ich wusste nicht dass wir hier über die Wahrheit™ reden. Bin schon ruhig.

  1. beweis

    Nur zur Ergänzung, weil es so pikant ist:

    Wer den Unterhalt nicht zahlen kann, wird seit 2017 in der Polizeilichen Kriminalstatistik als Gewalttäter eingeordnet und von der Gesellschaft der „ökonomischen Gewalt“ bezichtigt.

    Dazu der Ex-Bundesrichter Thomas Fischer:

    Ebenfalls neu hinzugerechnet ist‚ Verletzung der Unterhaltspflicht‘ (§170 StGB, 5550 Fälle). Dieses Delikt, das im pflichtwidrigen Nichtzahlen von Geld besteht, läuft in Pressetexten unter der schönen Bezeichnung ‚ökonomische Gewalt‘ und ist auf diese Weise geeignet, die mediale ‚Gewalt‘-Diskussion als Ganze ad absurdum zu führen. Denn wenn das Nichtzahlen von Unterhalt ‚Gewalt‘ sein soll, dann ist es jeder Diebstahl oder Betrug ebenfalls, und auch die Steuerhinterziehung oder das Nichtzahlen von Miete, Lohn oder Darlehensschulden.

    aus: https://manndat.de/gewalt-gegen-maenner/bka-statistik-partnerschaftsgewalt-objektive-statistik-oder-frauenpolitisches-werkzeug.html

    Antwort
      1. beweis

        Kannst du gerne machen.

        Und für die, die das lesen und noch immer ihr Sperma fahrlässig irgendwelchen Frauen zukommen lassen:
        Es ist ja nicht so, dass Männer, die den Unterhalt nicht zahlen können, ihn dann eben nicht zahlen und irgendeine staatliche Grundsicherung springt ein. Sie werden vielmehr „erhöhten Erwerbsobliegenheiten“ unterworfen, was bedeutet, dass sie nahezu jeden Job annehmen müssen und den auch nicht wechseln dürfen, wenn der neue Job nicht mindestens das Gleiche einbringt.

        Klicke, um auf merkblatt_gesteigerte_erwerbsobliegenheit.pdf zuzugreifen

        Das betrifft natürlich auch den Vater, dem die aktuelle Freundin vorsätzlich das Kondom perforiert hatte, weil sie sich so sehr ein Baby zum Knuddeln wünschte. Für die darf der hintergangene Mann nun einen Dauerauftrag einrichten und hoffen, dass sie wenigstens ein bisschen von den Zahlungen dem Kind zukommen lässt.

        Seid also wachsam, wo ihr abspritzt. Denn selbst ein vereinbartes gemeinsames Sorgerecht für ein Wunschkind garantiert euch nicht eine reale und gleichberechtigte Vaterschaft, wenn die Mutter den Daumen über euch senkt. Und feministisch empowerte Frauen senken immer öfter den Daumen, weil viele von ihnen Männer im Leben von Kindern für weitgehend überflüssig oder gar schädlich halten.

        #protectyoursperm

        Antwort

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