Sex: Sie kamen direkt zur Sache

Im zweiten Weltkrieg wurden Tausende von US-Amerikanischen Soldaten in Großbritannien stationiert, um gegen Deutschland zu kämpfen. Eine zwangsläufige Folge davon war, dass es natürlich auch zu sexuellen Kontakten zwischen amerikanischen Männern und englischen Frauen kam. Als der Krieg vorbei war, tat sich eine Goldgrube für Kulturforscher auf, da hier in großer Zahl Menschen aus zwar ähnlichen (z.B. weißen) aber doch unterschiedlichen Kulturkreisen zusammenkamen und sich aneinander rieben. Auch die Erfahrungen sexueller Natur wurden erforscht, und hier ergab sich etwas seltsames: Sowohl die Männer aus den USA als auch die Frauen aus Großbritannien gaben an, dass die jeweils anderen sehr stürmisch waren, ohne langes Vorspiel sehr schnell zur Sache, dem Beischlaf kamen.

Wie erklärt sich das?

Es war ein kniffliges Rätsel, aber die Lösung fand sich schließlich darin, dass sich die das kulturelle Reglement des amerikanischen und des britischen Sex‘ in einem wesentlichen Punkt unterschied, und zwar was die Abfolge sexueller Handlungen (wie z.B. das Streicheln der Brüste) angingt. Der Kuss auf den Mund nämlich fand sich in den beiden Kulturen auf sehr unterschiedlichen Positionen, bei dem Amerikanern sehr früh – ein Kuss hatte nicht viel zu bedeuten, war eine harmlose Sache und hatte einen der ersten Plätze im Liebesspiel inne – bei den Briten hingegen sehr spät – direkt vor dem eigentlichen Akt. Eine Britin, die von einem Ami geküsst wurde, hatte nur noch die Wahl, dem Rüpel entweder die Tür zu weisen oder sich auszuziehen und mit ihm zu schlafen – die meisten entschieden sich für letzteres.

Und so gelangten beide zu dem Eindruck, der jeweils andere (schönes Beispiel für die Eleganz des generischen Maskulinums) hielte sich nicht lange mit einem ausgiebigen Vorspiel auf und würde direkt zu Sache kommen.

[Nachtrag] Und nun wollen Feministen eine neue Unkultur vorschreiben, reglementieren, wie man sich im Schlafzimmer zu verwalten hat: Nur Ja heißt Ja.

6 Gedanken zu „Sex: Sie kamen direkt zur Sache

  1. beweis

    Ah, jetzt verstehe ich endlich, warum Hinterherpfeifen in der feministischen MeToo-Kultur eine versuchte Vergewaltigung darstellt.
    Da treffen einfach nur zwei Kulturen aufeinander. Die Pfeiferlinge meinen das lobend und anerkennend, die Angepfiffenen machen danach einen Schwangerschaftstest und einen Eintrag bei Twitter.
    Ist auch beides ziemlich stürmisch.

    Antwort

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