Die Jungs sollen es nicht lesen, denn es ist „jugendgefährdend“

Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, war das „Manifest der Gesellschaft zur Zerstückelung des Mannes“ noch ganz legal zu haben. Es erfreut sich unter Feministen großer Beliebtheit, und eine Mitarbeiterin des Bundesministeriums für alle außer Männer interessiert sich einen Scheiß dafür, dass sich Jungen ein vielfaches öfter als Mädchen umbringen, aber das SCUM-Manifesto, ja, das macht ihr Spaß. Einer, die an sowas Freude findet, ist es egal, ob Trennungsväter ihre Kinder sehen, genauso gut könnte man versuchen, bei Nazis Verständnis für die schwierige Situation von Juden zu wecken.

Wie ich jetzt lesen durfte, ist W***a auf dem Index gelandet, heißt: Man darf es aus Jugendschutzgründen nicht mehr verlinken, ja nicht mal beim Namen nennen. Mit Recht! Wo kämen wir hin, wenn die kleinen Jungs irgendwo mitkriegen würden, dass sie sich nicht damit abzufinden brauchen, Verlierer zu sein, vor den Mädchen zurückstecken müssen, wie es ihnen beigebracht wird? Wäre ja noch schöner, wenn irgendjemand männlichen Geschlechts auf den Gedanken käme, die Interessen des männlichen Geschlechts zu wahren!

Ich verlinke nicht auf W***a, da ich nicht will, dass mir der Blog dichtgemacht wird.

9 Gedanken zu „Die Jungs sollen es nicht lesen, denn es ist „jugendgefährdend“

  1. Shitlord

    Joah, Du hast meinen Post dazu ja offenbar gelesen; aber Du machst das falsch. Ich gehe einmal im Jahr zu einer Tankstelle und kaufe für 15€ Bargeld einen Amazon-Gutschein, und die Nummer, die da draufsteht, schicke ich dann an eine Briefkasten-Firma in Hong Kong. Mit ein bisschen Recherche findet man raus, dass die einer Briefkasten-Firma in Kiew gehört, die dann wiederum einer Briefkasten-Firma in der Karibik gehört; ich bin aber nahezu 100% sicher, dass mein und W* (ist Dein Blog, das respektiere ich) furchtbares Verbrechen selbst für den engagiertesten Staatsanwalt schon in der Ukraine endet. Nur, weil da halt gerade die Russen einmarschiert sind.

    Antwort
  2. Mathematiker

    Hmm..
    Wie kann man denn jetzt nachprüfen, dass etwas, was nicht genannt werden darf, zu recht auf den Index gelandet ist?

    Antwort
  3. beweis

    Ernsthafte Nachfrage:
    Wo ist denn dieser „Index“ nachzulesen? Und auf welche Regelung bezieht sich die Auffassung, man dürfe darauf nicht verlinken?
    Oder lautet die Regelung wie inzwischen so oft: „Nanny-Nancy hat das so gesagt. So, und jetzt Computer aus, Gesicht waschen, Zähne putzen und ab ins Bett.“
    Und wenn ihr euch nicht dran haltet, dann schickt sie morgens um 5.45 Uhr ihre Kampfpudel-Armada.

    Hier was für Nostalgiker. Ist noch frei verfügbar im Web:
    Jeder hat das Recht, (…) sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.

    Wie können sie eine Verlinkung auf eine allgemein zugängliche Quelle verbieten? Sie müssen es abschalten oder eben nicht mehr allgemein zugänglich machen. Und gibt‘s da eine Begründung für? Die fände ich mal interessant.

    Antwort
  4. Renton

    Ich habe gerade mal ein bisschen gelesen, bin aber auch nach Lektüre von
    dem hier
    nicht sicher, ob man den Namen wirklich nicht nennen darf. Könnte sein, weil Kinder dann einfach den Namen in die Adressleiste ihres Browsers eintippen können und die Endung (.com oder .de) richtig raten. Ich finde es jedenfalls doof, denn was mit W***a, gemeint ist, wusste ich erst, nachdem ich beim Shitlord nachgeschaut habe. Es juckt mich, seine diesbezügliche Seite vom 15. Juni 2022 zu verlinken, aber der Shitlord selbst ist natürlich unter Garantie nicht jugendfrei 😉

    Wäre es eigentlich verboten, zu umschreiben,dass es um eine Wikipedia-ähnlich aufgebaute Seite der Männerrechtsbewegung geht? Die Url lässt sich so jedenfalls nicht direkt erraten, aber Leute, die halbwegs im Thema sind (wie ich) könnten drauf kommen, wer gemeint ist.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      ob man den Namen wirklich nicht nennen darf.

      Doch, doch, ich habe früher gezockt und Spielezeitschriften gelesen. Da hat man manchmal Bezug auf Spiele genommen, die aber nicht beim Namen genannt werden durften. Altersfreigabe ab 18 reicht in solchen Fällen nicht, es muss der totaler Bannstrahl sein.

      Antwort
      1. Billy Coen

        Ich bin ja immer noch passionierter Gamer und inzwischen spielt Gott lob der Index da kaum noch eine Rolle.

        Was du schreibst stimmt aber nur so halb. Dass die Zeitschriften die Titel gar nicht erwähnten, lag an vorauseilendem Gehorsam. Die hatten einfach Schiss, mal eben eine ganze Auflage in die Tonne kloppen zu müssen, wenn irgendein Jurist ankommt und sagt, dass sie das nicht hätten schreiben dürfen. Also haben sie die Benennung von Titeln vermieden, selbst in einem völlig wertfreien Kontext (In diesem Jahr erschienen auch noch a, b,c , Doom, d, e,f…).

        Indizierung heißt zuvorderst, dass es Jugendlichen nicht zugänglich gemacht und nicht „beworben“ werden darf. Allerdings ist es nie gerichtlich geklärt worden, was denn überhaupt als bewerben zu betrachten ist, nicht zuletzt, weil sich alle aus Angst vor der unklaren Rechtslage schon vorab selbst zensiert haben. Es ist somit nun aber nicht überraschend und logisch konsequent, dass du dich als kleiner Blogbetreiber da erst recht in dieser Form selbst absicherst, wenn früher schon große Medienhäuser lieber den Weg der vorauseilenden Selbstzensur wählten, statt es einfach mal auf klärende Urteile ankommen zu lassen.

        Indizierung wurde und wird eh von vielen komplett missverstanden. Manche denken, das hieße „verboten“. Dabei darf ein indiziertes Spiel sogar ganz offiziell verkauft werden, der Händler darf es nur nicht an Orten ausstellen, wo es von Jugendlichen gesehen werden kann, was es somit aber für Händler wirtschaftlich unattraktiv macht und, das ist die Kritik an dem Konzept, die oft gebracht wird, einem Verkaufsverbot quasi gleich kommt.

        Ein Verkaufsverbot ist die Beschlagnahmung, die nächste Stufe über Indizierung. Aber auch da glauben sich viele viel zu schnell am Rande der Kriminalität, denn es ist keinem Bürger verboten, beschlagnahmte Medien zu besitzen, er darf sie nur nicht, wie auch immer geartet, weiterverbreiten.

        Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s