Der russische Beschuss des Einkaufszentrums von Krementschug

Gestern sollen die Russen als ziviles Ziel ein Einkaufszentrum von Krementschug beschossen haben, was von der ukrainischen Führung sofort ausgeschlachtet wurde, anlässlich des G7-Gipfels mehr militärische Unterstützung zu fordern.

Die russische Perspektive weicht etwas ab. RT (Internetsperre umgehen) berichtet:

Die russische Luftwaffe hat einen Präzisionswaffenangriff auf ein Lager mit von den Vereinigten Staaten und den Staaten der Europäischen Union gelieferten Waffen in der Stadt Krementschug in der Nähe von Poltawa durchgeführt. Das verkündete der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, am Dienstag gegenüber Reportern. Er erklärte:

„Am 27. Juni haben russische Präzisionswaffen aus der Luft Hangars mit Waffen und Munition aus den USA und europäischen Ländern in der Stadt Krementschug, Gebiet Poltawa, in der Nähe der Straßenbaumaschinenfabrik Krementschug getroffen.“

Die Detonation der gelagerten Munition, die für westliche Waffen vorgesehen war, habe einen Brand in einem Einkaufszentrum in der Nähe der Anlage ausgelöst.

Auch „War on Fakes“ meldet Bedenken an über das gut besuchte Einkaufszentrum:

Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass sich etwa tausend Zivilisten im Einkaufszentrum aufhielten, der Parkplatz vor dem Einkaufszentrum jedoch praktisch leer war und nur wenige Autos darauf standen. Außerdem sieht man viele Soldaten in “Pixel”-Uniformen (normale T-Shirts der ukrainischen Streitkräfte, Tarnsäcke), von denen einige mit Maschinenpistolen bewaffnet sind, unter den Menschen, die auf dem Parkplatz herumlaufen. Gleichzeitig sind in dem von Zelensky veröffentlichten Video und in den Clips in den sozialen Medien praktisch keine Frauen zu sehen.

Es scheint, dass das Einkaufszentrum nicht einmal in Betrieb war. Auf Instagram (einem in der Russischen Föderation als extremistisch eingestuften sozialen Netzwerk) zeigt der Geotag “Amstor Shopping Centre” seit März keine Fotos von Besuchern mehr. Auch die Bewertungen auf Websites und Google Maps wurden im März eingestellt. Offenbar lagerte das Einkaufszentrum in Dormash reparierte Geräte.

Trotz der unbestätigten Aussage Selenskyjs über die tausend Besucher im Einkaufszentrum und der offiziellen Informationen über die zwei Getöteten griffen die internationalen Medien die Nachricht schnell auf, und zwar im Zusammenhang mit dem “Einschlag einer russischen Rakete in das Einkaufszentrum mit 1.000 Besuchern”.

21 Gedanken zu „Der russische Beschuss des Einkaufszentrums von Krementschug

  1. beweis

    Tja.
    Ich suche bei solchen Meldungen immer nach der Glaubwürdigkeit. Warum sollten Russen ein Einkaufszentrum beschießen?
    Um die Bevölkerung gegen sich aufzubringen? Sicher nicht.
    Um ihre paar mickrigen Waffen (lt. westlicher Einschätzung) irgendwo zu verballern? Auch nicht.
    Weil es da westliche Strumpfhosen gibt? Ganz sicher auch nicht.
    Warum dann?

    Mich würde das Erklärungsmodell feministischer deutscher Außenpolitik für diesen Vorgang interessieren. Frau Baerbock, was meinen Sie, warum haben die Russen das gemacht?

    Antwort
    1. beweis

      Wenn dann als Antwort kommt: Weil der tollwütige russische Bär mit Long Covid die einkaufenden Frauen und Kinder patriarchal unterdrücken oder auslöschen will, um genau dort seine imperialistisch-faschistische Welteroberung zu starten – und ihm dazu keine Brutalität und Menschenfeindlichkeit zu gering ist, dann kann ich Vorgang besser einschätzen.
      Denn dann merke ich die Propaganda – und dass kaum einer wirklich wissen kann, ob und was da wirklich geschehen ist.

      Antwort
  2. Renton

    Ich weiß auch nicht, was wirklich passiert ist.

    Aber hierzu kann ich meine 2 Cent beitragen:
    „Auch die Bewertungen auf Websites und Google Maps wurden im März eingestellt.“

    Google Maps hat seit vier Monaten keine neuen Bewertungen mehr für das Einkaufszentrum, das ist korrekt. Aber ich habe mal bei vier Einkaufszentren in Kiew und drei in Lwiw (weil das in der Westurkaine und somit mit am weitesten weg vom Kampfgeschehen liegt) nachgeguckt: Fast alle haben ebenfalls seit vier Monaten keine neue Bewertung mehr erhalten, die jüngsten Bewertungen sind zwei Monate alt.

    Wurden die alle geschlossen und vom Militär beschlagnahmt? Unwahrscheinlich. Es muss einen anderen Grund für die fehlenden Bewertungen geben.

    Davon ab verstehe ich die Aufregung nicht. Im letzten Vierteljahrhundert habe ich zuerst das Wort „Kollateralschaden“ beim Angriffskrieg der Nato gegen Jugoslawien gelernt. Ich wurde weiters abgestumpft mit Nachrichten aus Afghanistan von bombardierten Hochzeitsgesellschaften und Zivilisten, inklusive Kindern, die beim Benzinstehlen auf Befehl eines deutschen Oberst in die Luft gejagt wurden. (Der Oberst wurde später auch nicht abgeurteilt, sondern befördert.) „Präzisionsschläge“ mit Streubomben und Marschflugkörpern in Irak und Jemen haben mir vollends jede Illusion ausgetrieben, Krieg würde heute viel rücksichtsvoller betrieben als zu Zeiten von Arthur „The Butcher“ Harris, auch nicht von uns, den „Guten“.

    Wer früher schon ob solcher Kriegsgreuel nicht mit der Wimper gezuckt hat, sollte sich fragen, wieso er ausgerechnet jetzt meint, etwas besonders Schlimmes erfahren zu haben, das Konsequenzen heischt. Und kann es mir dann bitte erklären.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Ich weiß auch nicht, was wirklich passiert ist.

      Ich natürlich auch nicht. Mir stellt sich aber die Frage nach dem Motiv, denn wenn Russland so ein ziviles Ziel angreift, hat das nicht den geringsten taktischen oder strategischen Wert, eher bringt man die Weltgemeinschaft noch mehr gegen sich auf. Ein Freund meinte aber, Putin wolle die Bevölkerung terrorisieren.

      Antwort
      1. Renton

        Hat der Freund auch gesagt, wozu?

        „Terror bombing“ ist, wie der Begriff es bereits vermuten lässt, ein angelsächsisches Konzept, (erfolglos) angewendet im Zweiten Weltkrieg und im Vietnamkrieg. Soweit mir bekannt, ist das dem am nächsten kommende, an dem die Russen zuletzt beteiligt waren, der massive Beschuss des belagerten Aleppo, auch aus der Luft. Aber das war eben gegen eine belagerte Stadt und sollte die Verteiger „terrorisieren“, d.h., zur Aufgabe zwingen. (Hat es am Ende übrigens auch, so wie fast zeitgleich der massive Beschuss Mossuls unter amerikanischer Beteiligung im Irak.)

        Ich will ja nix ausschließen, aber kann irgendjemand diese Behauptungen von gezielten Angriffen auf zivile Ziele mal ganz un-Selenskyisch untermauern? Bis jetzt stand doch noch jedes Mal irgendetwas Kriegswichtiges in der Nähe, oder irre ich mich?

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        1. Shitlord

          Vor allem aber finden sich auf allen „danach“ Bildern immer eine ganze Menge (ukrainischer) Soldaten. Da es die nicht regnet, muss man in dubio pro reo davon ausgehen, dass die da vorher auch schon waren. Und selbst ein Kindergarten mit einem einzigen Soldaten auf dem Spielplatz ist ein absolut valides militärisches Ziel, und eben kein Kindergarten mehr.

          Mich beschleicht da das Gefühl, dass die Ukrainer da die Hamas-Taktik anwenden: Menschliche Schutzschilde. Ist übrigens ein Kriegsverbrechen, aber das sind ja die „Guten“. Freilich.

          In dem blöden Stahlwerk in Dingsbums fanden sich ja dann auch mehrere Hundert Zivilisten. Was machten die da? Waren die da freiwillig? Soll ich ernsthaft glauben, die sind alle derart dämlich?

          Und damit will ich explizit nicht sagen, dass die Russen da keine Kriegsverbrechen begehen. Das tun sie selbstverständlich; da ist Krieg. Es gibt aber erstaunlich wenige Lieschen Müllerenkos, die sich beschweren, von russischen Soldaten vergewaltig worden zu sein. Und in dem Fall würde ich das den Frauen sogar glauben. Stattdessen bekommen wir ein angeblich ziviles Ziel nach dem anderen, immer mit der Unterstellung, das wäre Absicht, Terror und ein Kriegsverbrechen. Dass es da neben der bereits genannten – das war gar kein ziviles Ziel mehr – Alternative auch noch die Möglichkeit gibt, dass die Russen schlicht und einfach auch mal daneben schießen könnten, erwähnt nichtmal jemand.

          Ich habe ganz ehrlich keine Ahnung, was Putins Strategie da ist, aber wenn man mal Sunzis „Kunst des Krieges“ gelesen hat, gehört sich das auch so. Was hingegen offensichtlich ist, ist, dass Putin seinen tschetschenischen Kettenhund Kadyrov an der sehr, sehr kurzen Leine hält. Weil wenn auch nur ein Hunderststel dessen, was dem vorgeworfen wird, stimmt, dann gäbe es da Kriegsverbrechen, die die aktuelle Situation aussehen lassen wie Bastelstunde in der Montessori-Schule.

          Ich hab übrigens Freunde in Kiev. Der ist in den drei Monaten locker 10 Jahre älter geworden – und 20 Kilo leichter; Krieg scheint anstrengend zu sein. Sie und die Tochter sind bei Bekannten in Warschau. Selenskyj hingegen ist keine Minute gealtert. Der macht ja auch nur gemütlich Kaffeklatsch mit anderen korrupten Politikern in Kiev. Was jetzt übrigens auch nicht aussieht wie Grozny vor 20 Jahren.

          Antwort
          1. Renton

            „…die Möglichkeit gibt, dass die Russen schlicht und einfach auch mal daneben schießen könnten, erwähnt nichtmal jemand.“

            Zu meinem nicht geringen Erstaunen zieht das sogar der „britische Geheimdienst“ öffentlich in Erwägung:
            https://www.rnd.de/politik/britische-geheimdienste-widersprechen-selenskyi-angriff-auf-einkaufszentrum-ein-versehen-PVGZLEOCHEP6DSEFWPC3LP3MZE.html

            Wenn selbst die diese Möglich verlautbaren… gibt es wahrscheinlich gerade irgendeinen Knatsch zwischen den britischen und ukrainischen Diensten 😉 Normalerweise ist alles der Regierung in London unterstehende in diesem Konflikt stramm antirussisch.

            Antwort
            1. Shitlord

              Hui, und das beim Regierungs-RND. Da zerbröselt das Narrativ schon heftig. Aber es geht ja noch „die Russen sind zu blöd, treffende Lenkraketen zu bauen“. Das mag zwar sein; mein Nachbar baut sowas bei Diehl – die treffen, kosten aber das Doppelte von Sauteuer.

              Aber „der fiese Putin wollte möglichst viele Menschen töten“ ist schlicht grenzdebil. Das geht mit „Bomben“ im weitesten Sinn nur unglaublich ineffizient. Das weiß sogar ich, und ich war nicht KGB -Chef.

            2. Hustenstorch

              Die haben die Maschinenfabrik getroffen. Gibt Videos (von Ukrainern) die den Krater da auf dem Werksgelände zeigen. Nur haben halt große Explosionen den unangenehmen Nebeneffekt, daß da in einem ziemlich großen Umkreis ganz schön viel kaputt geht.
              Egal wie präzise ein „Präzisionsschlag“ ist – die Zerstörung macht nicht an Grundstückgrenzen halt.
              Warum und wie genau das Einkaufszentrum zerstört wurde, werden wir nie erfahren. Die ukrainischen Offiziellen werden kaum Interesse an einer sachlichen Auswertung haben. Ihre „Verbündeten“ (inkl. der gleichgeschalteten Medien) auch nicht. Und selbst wenn die Russen bis dahin kommen, sind längst alle echten Beweise beseitigt.

        2. uepsilonniks Autor

          Hat der Freund auch gesagt, wozu?

          Die Theorie, nach der Putin ein tyrannischer Despot ist, ist weit verbreitet, und Unschuldsengel ist er ja auch beileibe nicht.

          Antwort
          1. Hustenstorch

            Wäre Putin ein Unschuldsengel, wäre er 2009 ins Weiße Haus eingezogen und hätte direkt erstmal den Friedensnobelpreis in den A**** geschoben bekommen.
            Danach kann man dann ungeniert in der ganzen Welt rumbomben und Mordkommandos ausschicken.

            Antwort
  3. Hustenstorch

    Das Einkaufszentrum ist in Google Maps leicht zu identifizieren: 49.070031746308786, 33.424588170085926
    Da kann man sicher tausende Menschen reinquetschen. Ist aber unwahrscheinlich, dann geht es da zu wie in der Tokio U-Bahn. Auch gibt der Parkplatz davor kein großes Einkaufszentrum her.
    Gut zu erkenne auf Maps auch die direkt daneben liegende Maschinenfabrik. Im Netz sind Fotos und Videos zu sehen, die Explosionskrater da auf dem Gelände zeigen. Als Laie kann ich nicht einschätzen., ob das von der Rakete ist, oder ob da noch mehr explodiert ist.

    Ich frage mich auch, wie kann man ein Einkaufszentrum direkt neben einem kriegswichtigen Ziel für Besucher geöffnet lassen? Das ist von den Verantwortlichen mal mindestens fahrlässig.

    Scheiße ist es so oder so. Jeder Tote ist einer zuviel. Egal auf welcher Seite. Und die haben unsere Regierungen seit Merkel mit auf dem Gewissen.

    Antwort
  4. Renton

    Der Artikel hier scheint mir um Objektivität bemüht zu sein:
    https://overton-magazin.de/krass-konkret/was-ist-wirklich-beim-raketenangriff-auf-krementschuk-passiert/

    TLDR:
    Wahrscheinlich sind zwei Raketen in die Fabrik direkt neben dem Einkaufszentrum eingeschlagen, Trümmerteile haben das Einkaufszentrum getroffen, in Brand gesetzt und die Decke zum Einsturz gebracht. Das Einkaufszentrum wurde trotz Luftalarms nicht evakuiert. In der Fabrik befand sich wahrscheinlich kein Munitionslager, unklar ist, ob dort militärisches Gerät repariert wurde.
    Wahrscheinlich streben die Russen keine zivilen Opfer an, nehmen sie aber als möglichen „Kollateralschaden“* billigend in Kauf.

    *Ich mag das Wort nicht, wenn es um Menschen geht. Mir fällt aber gerade kein besseres ein.

    Antwort
  5. Gendern, bis der Arzt kommt

    Wahrscheinlich streben die Russen keine zivilen Opfer an

    Nein, ganz bestimmt nicht. Es passiert halt ab und zu.

    Nehmen wir mal an, die Sache wurde aufgeplustert von der Ukraine – die Bilder der zerbombten Städte habt Ihr aber schon gesehen, oder?

    Ich kriege echt das Kotzen bei diesen perversen Rabulistiken hier.

    Was wäre eigentlich passiert, wenn Putin die Ukraine nicht angegriffen hätte?

    Würde Rußland heute dann in Schutt und Asche liegen?

    Antwort
    1. Renton

      „Wahrscheinlich streben die Russen keine zivilen Opfer an“ – „Nein, ganz bestimmt nicht. Es passiert halt ab und zu.“

      Genau so ist es. Du kannst deinen ironischen Unterton stecken lassen. Wer dem Ukrainekasper von amerikanischen Gnaden seine Greuelpropaganda vom russischen Völkermord abkauft, dem ist nicht zu helfen.

      „Ich kriege echt das Kotzen bei diesen perversen Rabulistiken hier.“

      Empörung hat noch nie ein Argument ersetzt. Wahrscheinlich weißt du auch nicht, was Rabulistik bedeutet.

      „Was wäre eigentlich passiert, wenn Putin die Ukraine nicht angegriffen hätte? Würde Rußland heute dann in Schutt und Asche liegen?“

      Nein. Der Osten des Donbass vielleicht, weil möglicherweise die Ukraine über ihn hergefallen wäre. Die OSZE hat kurz vor dem russischen Angriff eine massive Zunahme von Waffenstillstandsverletzungen dokumentiert. Wie ich schon mehrfach gehört habe, von ukrainischer Seite, aber das waren bisher nur Behauptungen, für die ich noch keinen Beleg gesehen habe.
      Jetzt wird der Westen des Donbass in Schutt und Asche gelegt, und auch noch mehr von der Ukraine. Ist genau so scheiße, und deswegen käme ich auch nicht auf die Idee, den russischen Angriff gutzuheißen. Nur lasse ich mich von moralischer Empörung über den russischen Angriffskrieg nicht davon abhalten, die Schweinereien und Fehler auf ukrainischer und westlicher Seite zu sehen. Greuelpropaganda gehört dazu.

      Antwort
    2. Gendern, bis der Arzt kommt

      Wer dem Ukrainekasper von amerikanischen Gnaden seine Greuelpropaganda vom russischen Völkermord abkauft, dem ist nicht zu helfen.

      Ich habe nirgends von Völkermord gesprochen. Solch paranoide Fehlleistungen dokumentieren gut, daß sich jemand geistig eingebunkert hat und parteiisch ist.

      Meines Wissens wurde der ukrainische Präsident vom Volk gewählt. Ich kann nicht erkennen, daß er ein Präsident von „amerikanischen Gnaden“ ist. Ist das ein Phantasieprodukt? Ein russisches Narrativ?

      Nun zu meiner Ausgangsfrage: Was genau wäre denn passiert, wenn Putin nicht die Ukraine angegriffen hätte? Er hat ja kurz vor Beginn der Kriegs in aller Öffentlichkeit vor westlichen Staatsmännern immer wieder behauptet, er werde das Land nicht angreifen.

      Also, was wäre passiert?

      Und ab ungefähr wann wären „Nazis“ in der Ukraine an die Atombombe gekommen?

      Kann mir das jemand plausibel erklären?

      Meines Wissens obliegt der Einsatz von Atombomben der NATO und damit deren Mitgliedsstaaten, notfalls auch den Amis, weil sie denen gehören. Daß ukrainisches Militär Atombomben abfeuern könnte, scheint mir eine paranoide Phantasie zu sein, die wesentliche Teil der Realität ignoriert.

      Kann mir hier irgendjemand plausible Szenarien darstellen – oder ist man hier schon völlig durch russische Propaganda gehirngewaschen und teilt Putins Paranoia?

      Wirkt auf mich alles irgendwie so wie Feministinnen, die um jeden Preis an die Theorie vom Patriarchat glauben wollen. Die einen lesen „Emma“, die anderen gucken „Russia Today“.

      Antwort
      1. Renton

        „Wer dem Ukrainekasper von amerikanischen Gnaden seine Greuelpropaganda vom russischen Völkermord abkauft, dem ist nicht zu helfen.“ – „Ich habe nirgends von Völkermord gesprochen.“

        Du weißt zwar nicht, was Rabulistik ist, aber du beherrscht sie. Du hast den Russen mit deiner ironischen Bemerkung indirekt unterstellt, zivile Opfer anzustreben. Oder nicht? Dann sag ruhig, dass du der Meinung bist, dass sie zivile Opfer nur in Kauf nehmen, aber nicht zielgerichtet herbeiführen. Der Clown an der Spitze der Ukraine stellt das jedes Mal anders dar.

        „Ich kann nicht erkennen, daß er ein Präsident von „amerikanischen Gnaden“ ist.“

        Dann siehst du den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ohne die amerikanische Unterstützung wäre die Ukraine schon längst in russischen Händen und Selenskiy entmachtet. Ob es einem gefällt oder nicht, die Ukraine hängt am Tropf des Westens und wird nur von ihm am Leben gehalten. Rund 80 Milliarden Dollar in fünf Monaten, das ist mehr als das Vorkriegs-BIP der Ukraine (155 Milliarden Dollar im Jahr) auf den entsprechenden Zeitraum heruntergebrochen. Und wenn die Amerikaner entscheiden, die Ukraine fallenzulassen, würden wir mitziehen, war in Afghanistan auch schon so.

        „Daß ukrainisches Militär Atombomben abfeuern könnte, scheint mir eine paranoide Phantasie zu sein, die wesentliche Teil der Realität ignoriert.“

        Dann mach dich mit der Realität mal vertraut:
        https://www.anti-spiegel.ru/2022/russische-propaganda-oder-wahrheit-hat-selensky-mit-der-atomaren-aufruestung-der-ukraine-gedroht/

        „Die Ukraine hat ihre Absichten, Russland anzugreifen, offen verkündet. Die Ukraine hatte die Fähigkeiten, kurzfristig Atomwaffen zu bauen. Und Selensky hat die Absicht, die Ukraine nuklear zu bewaffnen, offen verkündet.“

        Man kann an vielem zweifeln: Daran, dass die Ukraine wirklich Atombomben hergestellt hätte, wie an ihrem Willen, diese einzusetzen. Aber das Ignorieren der diesbezüglichen Drohung hat mutmaßlich zur Entstehung dieses Krieges beigetragen, Stichwort „russische Sicherheitsinteressen“.

        Antwort
        1. pingpong

          Und wenn die Amerikaner entscheiden, die Ukraine fallenzulassen, würden wir mitziehen, war in Afghanistan auch schon so.

          Bitte vermeide es, zukünftige Ereignisse als Wahrheit darzustellen.

          Antwort
          1. Renton

            Soll ich zukünftige Ereignisse als Unwahrheit darstellen? Obwohl sie geschehen werden – es sind ja „zukünftige Ereignisse“?

            Sarkasmus beiseite. Kurze Antwort: Nein. Wie ich meine Einschätzungen formuliere, entscheide ich selbst.

            Antwort

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