Hässliche Frauen

In meiner alten Klasse an der Schule gab es ein Mädchen, welches wirklich hässlich war, und verschärfend kam hinzu, dass sie zu Übergewicht neigte, vermutlich weil sie als eine emotionale Esserin ihren Kummer über ihre Hässlichkeit mit Essen erstickte, so wie ein Säufer eben seinen Kummer ertränkt. Aber: Sie war Klassenbeste.

Dieses Mädchen konnte nicht darauf hoffen, dass sie mal einen Mann kennenlernt, der sich in sie verliebt und dann für sie arbeiten geht. Ihr muss klar gewesen sein, dass wenn sie ein gutes Leben wollte, es in ihrer Verantwortung lag, die Grundlage dafür zu schaffen – dass sie sich also anstrengen musste. Ich bin sicher, sie hat inzwischen ihren Doktor gemacht.

Esther Vilar spricht davon, dass hässliche Frauen nicht dadurch korrumpiert werden könnten, dass ihnen ein Mann einen leichten Ausweg aus der Notwendigkeit zum Arbeiten bietet. Sie sind also direkt dem Überlebenskampf ausgesetzt, wie der durchschnittliche Mann auch. Das sah Vilar als charakterbildend an und stimmte hierbei sogar mir Simone de Beauvoir überein, die beklagte, die Schonung der Frau führe dazu, dass sie nicht wie der Mann „Transzendenz“ entwickeln könne.

Wichtig hierbei ist, dass die hässliche Frau daran nicht zerbrechen darf. Sonst kann ein toxischer Charakter entstehen, der vom Hass auf Männer aber auch auf Frauen getragen ist. Auf Männer, da sie sich nicht für sie interessieren; und auf Frauen, da sich Männer für sie interessieren – man frage einfach mal schöne Frauen nach Mobbing durch ihre Geschlechtsgenossinnen. Vielleicht politisieren sie ihre Frustration, ihren Hass und werden Feministinnen. Dann entsprechen sie der Lebensweisheit, dass die größte Agitation gegen „sexuelle Belästigung“ von genau den Frauen ausgeht, die selbst kaum was mitbringen, ein Sexobjekt zu sein – es ist faszinierend, wie oft das zutrifft.

So ist es auch kaum verwunderlich, was man in der PickUp-Szene lernt und auch meine Erfahrung ist: Nämlich, dass weniger attraktive Frauen aggressiver auf Annäherungsversuche reagieren. Sie schützen einen verletzlichen Kern und geben sich so unfreundlicher, um einen auf Distanz zu halten, weil man in der Nähe Schaden nehmen könnte.

Wenn sie aber nicht am Leid über ihr unvorteilhaftes Äußeres zerbrechen oder ihre Seele von Hass vergiftet wird, dann hat eine hässliche Frau gute Voraussetzungen, ein echter Charakter zu werden, ein echt feiner Kerl. Dann könnte man bei ihr was finden, das vielen anderen, Männern wie Frauen, abgeht: Innere Werte.

5 Gedanken zu „Hässliche Frauen

  1. oneiros

    Um als junge Frau auf 80% unattraktiv zu wirken muss man sich, angesichts vieler Schönheitsmittelchen von Make-up bis OP und dem Durst junger Männer schon Mühe geben.
    Selbst bei Gesichtskirmes hilft Sport und irgendein durstiger Simp findet sich als Versorger. Feminismus gibt sich allerdings auch wirklich Mühe ein Schöhnheitsideal zu vermitteln, das dem männlichen Konsens kaum weiter entfernt sein könnte. Und es funktioniert. Westliche Frauen werden fetter, bodypositivity bestätigt. Sie sind mit den ihn zu Verfügung stehenden Simps aufgrund des aufgeblasenen Selbstwertgefühls unzufrieden, behandeln den deswegen despektierlich, hassen attraktivere Frauen, die den Prinzen bekommen haben und tragen ihren Hass in die jüngere Generation. Ich glaube auch, dass fast jede kinderlose Karrierefrau früher oder später verbittert jüngere Frauen vergiftet.

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  2. beweis

    Es gibt da ja unterschiedliche Gattungen unter den Frauen, die nicht den von Frauen bestimmten Schönheitsidealen entsprechen. Die, die einfach nicht im Barbie-Style großgeworden sind, und jene, die sich aus dem Barbie-Style mit fettem Fraß, Kinderschokolade und Bewegungsvermeidung verabschieden schon in jungen Jahren.

    Aber vor allem gibt es unzählige, denen früher jeder und alles zugeflogen ist, die das Prizessinnendasein verinnerlicht haben, die aber dann ein, zwei Jahrzehnte später keiner mehr wirklich gerne anguckt. Das ist wirklich bitter, und sie suchen gerne die Gründe für diese Veränderung bei den anderen, nicht bei sich. Kein Prinz reitet auf seinem Schimmel auch nur einen Deut langsamer, wenn die am Wegesrand winken oder kokett „Nein“ sagen, wenn sie innerlich vom Wunsch nach Nähe zerfressen sind.

    Diese oft hirseorientierten Bio-Rotweinfrauen können ihre Nussknackermünder mit den nach unten fixierten Mundwinkeln, ihre Hassfalten und vor allem ihre bösartigen Blicke nicht mehr mit Kosmetikprodukten wegspachteln. Sie fühlen sich dauerhaft gedemütigt in ihrer Weiblichkeit und tragen das permanent nach außen.

    Die sind meiner Ansicht nach ein wichtiger Motor für die Radikalität der feministischen Weltanschauung. Die wollen Vergeltung an den Männern üben, weil die einen solchen Wandel in der Regel nicht durchmachen.

    Da die weibliche Rolle in Familien mittlerweile weitgehend geächtet ist, haben die Rotweinfrauen nach ihrer äußerlichen Blüte nur noch die Möglichkeit, ein Leben wie Männer zu führen, arbeiten zu gehen und sich Gedanken darüber zu machen, dass doch ein oder zwei Kinder schön gewesen wären. Die Arbeit ersetzt halt nicht die eigenen Kinder, den eigenen Haushalt, den eigenen Mann, der anschaffen geht.
    Und das macht sie noch verbiesteter.

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  3. Androsch Kubi

    Ich bezweifle, dass ein Mädchen schon darüber reflektiert, dass es sich mal selbst ernähren muss. Das widerspricht jeder Erfahrung, die ich mit Kindern habe.

    Ich vermute eher einen einfachen psychologischen Mechanismus dahinter: jemand der immer nur negative Aufmerksamkeit für sein Aussehen bekommt und daher nicht sehr beliebt ist, wird das durch etwas anderes zu kompensieren versuchen. Die wenigsten sind gern Außenseiter, jeder will ge- und beliebt sein, ein zutiefst menschliches Bedürfnis.

    Evtl. kommt noch eine genetische Komponente hinzu, jemand der hässlich und dumm ist, wird sich vermutlich weniger wahrscheinlich fortpflanzen, als jemand, der zumindest ein bisschen Verstand mitbringt. Aber ganz sicher bin ich da nicht (es gibt erstaunlich hässliche Dummköpfe).

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