Michael ist der häufigste Vorname unter Messerstechern

Obligatorischer Disclaimer: Ich habe ein Problem mit der Kultur, nicht mit der Ethnie. Ich hätte kein Problem mit 2-3 Millionen Indern als Einwanderer, weil die keine toxische Kultur mitbringen, weil ein Inder nicht zusticht, wenn er sich beleidigt fühlt; warum ich kein Rassist bin.

Vor ein paar Jahren, 2019, stellte ein Satanist, Miglied der Höllenpartei, eine kleine Anfrage an das Abgeordnetenhaus Berlin. Er wollte über die Vornamen deutscher Tatverdächtiger unter den Messerstechern aufgeklärt werden. Der Satanist hatte nämlich den Verdacht, dass diese Vornamen einen Fingerzeig auf die Kultur der Messerstecher geben würden und damit auf einen Hintergrund, der Gewaltbereitschaft fördere oder eben nicht, denn manche Messerstecher pflegen eine ganz eigene Kultur und Haltung zur Gewalt:

„Der Beschuldigte kennt es aus seiner Kultur so, dass Konflikte mit dem Messer ausgetragen werden. Er beschreibt die regionalen Bräuche wie folgt: Wird man beleidigt, darf man zustechen. In schweren Fällen darf man die Person töten.“ Und: „Er führt aus, dass sein Verhalten nach den religiösen Anforderungen nicht zu beanstanden war und begreift nicht, weshalb er in Haft sitzen muss.“

Die Antwort auf die Anfrage des Satanisten war: Die meisten Messerstecher deutscher Herkunft heißen Michael, und alle Medien freuten sich, von Blöd bis Spucker, dass man die Höllenpartei dummer Vorurteile überführt hatte. Lediglich Übermedien wollte sich dem besoffenen Taumel nicht anschließen, sondern kritisierte, dass die Antwort Fehler aufwies wie auch, dass man sich damit auf die Logik der Höllenpartei einließ, wonach man einen echten Deutschen anhand seines Vornamens erkennen könnte, und das ist natürlich rechtsradikale Hetze.

Ein Problem, das Satanisten halluzinieren, ist auch, dass wenn ein Migrationshintergründler mit deutschen Pass ein Verbrechen begeht, dieses den Deutschen angelastet wird und nicht der Herkunftsnationalität des Verbrechers. Die Höllenpartei vermutet nämlich, dass typische Dialoge so aussehen:

Deutscher: „Du willst Sozialhilfe? Wieso?“

Ali: „Weil ich Deutscher bin, hier mein Pass als Beweis!“

[später]

Türke: „Was bist Du für ein Landsmann?“

Ali: „Ich bin Türke, Bruder. Was haben die Deutschen doch für eine Dreckskultur; eine Zumutung, sich darin integrieren zu sollen!“

[später]

Satanist: „Welche Nationalität hat der Messerstecher?“

PKS: „Deutsch.“

Jetzt gibt es eine weitere Anfrage nach deutschen Straftätern, und die Antwort darauf sieht u.a. so aus, weshalb sich die Leidmedien nicht wie besoffen freuen; aber nicht vergessen, das sind Deutsche, und mit dieser Nationalität gehen sie in die Statistiken ein!!!

4 Gedanken zu „Michael ist der häufigste Vorname unter Messerstechern

  1. beweis

    Jeder Michael ist ein Messerstecher. Er weiß es nur vielleicht noch nicht.
    Wie schützen wir uns vor einem Michael?

    Wieder so ein wunderbares Beispiel für Realitätsmodellierung. Sowas liest und hört man inzwischen an jeder Ecke:
    Zunächst wird eine komplett schwachsinnige Zahl rausgesucht. Hier die Zahl der Messerstecher.
    Dann wird für die Auswertung ein hypermoralischer Filter eingeschaltet, der unerwünschte Ergebnisse ausfiltert. Da das Resultat nach Filterung gemäß Herkunft nicht den erzieherischen Plänen entspricht, wird eben mal eine Filterung nach Vornamen probiert.
    Daraus entsteht dann eine Nachricht, die vorgeblich auf harter Statistik basiert. Ihre eigentliche Botschaft ist:
    Seht her, ihr glaubt, Ali und Muhat würden oft das Messer zücken. Das ist nur euer Rassismus, den wir euch jetzt austreiben. Denn Michael ist viel schlimmer. Und jetzt ab in den Keller, wo man eure Schreie nicht hört, wenn ihr euch gefälligst selbst auspeitscht für euer rassistisches Gedankengut.

    Diese mediale Vorwurfsmaschinerie ist inzwischen komplett grotesk.

    Antwort
  2. Mathematiker

    Es ist ja kein _vor_geschaltener Filter, sondern ein bedingter Filter, der nachträglich aktiviert wird. Die Bedingung ist, welche „Wahrheit“ sich aus einem Datum herauslesen lässt. Wenn es zum Narrativ der Qualitätsmedien nicht passt, dann muss _nach_träglich gefiltert werden.
    Kommt zum Besipiel ein SJW-geprägter zur Interpretation, dass es Vorurteile bei ausländisch geprägten Vornamen gibt, wenn die Polizei jemanden _verdächtigt_ (siehe Wort „Tatverdächtige“ in der Tabellenüberschrift, das sind noch keine Überführten), dann wird dies als Beweis für einen Artikel angeführt, wie Vorurteile vor allem [beliebige Minderheit/Benachteiligte] trifft.
    Lustig wird das dann, wenn Artikel herauskommen wie „25% aller Selbstmordopfer sind Frauen“.
    Kritisch heutzutage sind Zensurversuche, die Artikulation von Fragen an sich schon unter Strafe zu stellen. Da sind wir heute leider schon dabei.

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    1. uepsilonniks Autor

      Eine Rassistin merkte zu den Drogendealern in den Berliner Parks an, das wären zu 100% Nichtdeutsche. Nicht Viele. Nicht die Meisten. 100%.

      So viel zu den „Verdächtigen“, die aber nicht mehr verdächtigt werden dürfen, weil für die Berliner Polizei die Beweislastumkehr gilt: Sie müssen beweisen, nicht rassistisch motiviert gewesen zu sein, wenn sie so einen kontrollierten.

      Antwort
      1. Mathematiker

        P1: „Der sieht verdächtig aus!“
        P2: „Halt, den dürfen wir jetzt noch nicht kontrollieren. Wir müssen vorher noch 8 Weiße kontrollieren, bevor wir den Farbigen kontrollieren dürfen. Sonst verletzen wir die Quote und wir dürfen wieder einen Bericht ‚PkR03a-22‘ schreiben, warum wir keine Rassisten sind.“
        P1: „Mist. Okay, ich frage ihn dann, ob er noch 30 Minuten auf uns wartet.“

        P1 zu P2: „Okay, er meinte, er würde gerne auf uns warten, kann aber nicht garantieren, dass er zwischenzeitlich mal weg muss, um neuen Stoff zu besorgen.“
        P2: „Mist, dann wird uns wohl wieder einer durch die Lappen gegangen sein. :-(„

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