Ergibt eine soziale Bewegung für Männer überhaupt Sinn?

Männer sind Helden und Helden kämpfen gegen Unrecht und Tyrannei, und so gibt es eine Befreiungsbewegung weißer Ritter für Frauen wie für alle anderen möglichen Dinge auch, für die Männer auch schon mal ihr Leben auf dem Schlachtfeld lassen.

Aber für Männer?

Das widerspricht dem Konzept von Männlichkeit. Männer sind Kämpfer, die die Herausforderungen des Lebens im Alleingang meistern und nicht von der Gesellschaft verlangen – in Form einer sozialen Bewegung -, dass diese sich dahingehen ändert, Männer nicht mehr mit Herausforderungen zu konfrontieren. Der Mann kämpft für alles mögliche, nur nicht für Männer, denn die können sich selbst helfen, so wird es von ihnen verlangt, und wer das nicht will oder kann, ist kein ganzer Mann. Das hat was damit zu tun, was die Gesellschaft dem Mann abverlangt: Er hat zu beschützen, nicht er soll beschützt werden. Er hat zu versorgen, nicht er soll versorgt werden. Er hat zu kämpfen, für irgendeine Sache, es soll aber nicht für ihn gekämpft werden. Denn wenn der Mann beschützt und versorgt werden muss, wer beschützt und versorgt dann noch? Warren Farrell vermutete, dass schwule Männer anders als Lesben besonders deshalb starker Verfolgung ausgesetzt waren, sind, weil sie dieser männlichen Pflicht, sich für Gesellschaft und die Frauen aufzuopfern, nicht nachkommen.

Solche Herausforderungen können dann auch Unrechtszustände speziell gegen Männer sein, der Mann zuckt aber nur mit den Schultern, stellt fest, dass das Leben hart aber ungerecht ist und nimmt das dann – ganz Mann – eben an, und kommt damit zurecht oder auch nicht. Was er aber nicht macht, jedenfalls nicht organisiert, ist, die Gesellschaft anzuprangern und grundlegende Änderungen einzufordern.

Man stelle sich vor: Die ganzen Trennungsväter würden sich für Männer in den Kampf werfen. Das machen sie aber nicht. Stattdessen lösen sie solche Probleme, die aus der strukturellen Gewalt gegen Männer entstehen, so gut wie möglich für sich persönlich, und das war’s dann – womit sie aber ihre Söhne im Stich lassen.

Andererseits: Vielleicht haben Männer anders als Frauen einfach nicht die Zeit, sich zu engagieren.

7 Gedanken zu „Ergibt eine soziale Bewegung für Männer überhaupt Sinn?

  1. Mathematiker

    Die Welt würde zusammenbrechen, wenn Männer nicht so agieren würden. Man stelle sich vor, sie würden das Recht auf eigenes Leben, Gesundheit und Sicherheit so ernst nehmen wie die Frauen, dann gäbe es niemanden mehr, der das Land verteidigt, in den Minen absteigt, den Müll wegbringt und den Wohlstand erarbeitet.

    Antwort
    1. dr. caligari

      nein nicht zusammenbrechen, es wäre nur eine völlig andere, wie ist schwer vorherzusagen, aber eh alles reine Theorie

      Antwort
      1. Mathematiker

        Hm.. Wenn Hausmänner Parasiten sind, was waren dann all die ca. 100% Hausfrauen vor den 60er Jahren?

        Antwort

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