Der rassistische Rassismustest

Eigentlich wollte ich zu diesem Test jede Frage einzeln besprechen, bis mir aufging, dass ich zu vielen nur dasselbe zu erzählen hätte, nämlich was wäre, wenn man die Hautfarbe tauscht oder die allgemeine Form bildet, um zu sehen, ob ein Unrecht vorliegt. Wenn es also anklagend heißt: „Wenn Nicht-Weiße…“ kann man sich fragen, was wäre, wenn es stattdessen: „Wenn Weiße in Südafrika…“ oder wenn es „Wenn Menschen…“ hieße – und schon sieht man klar. Was wäre z.B., wenn man Weiße in Südafrika danach fragt, wo sie wirklich herkommen? Zugegeben: Kann nerven. Ist aber nicht rassistisch. Die meisten dieser Fragen habe ich deshalb rausgenommen, außer die, die ich ganz interessant fand. Ansonsten gilt, dass die meisten Fragen selbst rassistischer Natur sind, da sie unterstellen, das abgefragte Szenario wäre nur dann rassistisch, wenn die problematisierte problematische Handlung von Weißen gegen Farbige ausginge. 15 von 20 Fragen disqualifizieren sich auf diese Weise selbst.

Weiße Menschen haben die Pflicht, sich über die rassistischen Handlungen ihrer Vorfahren aufzuklären.

Ok, wenn mein Opa im KZ nur Weiße ermordet hat, bin ich also von der Pflicht befreit. Und Schwarze müssen auch nicht gucken, ob ihre Vorfahren mal andere Stämme überfallen, versklavt und an Weiße weiterverkauft haben – das gab es nämlich oft. Farbige Muslime betreiben bis heute Sklaverei, aber da die keine weißen Kinder bekommen, ist auch für die alles gut. Nein: Man bilde die allgemeine Form: Sollten sich Menschen generell über Verbrechen ihrer Vorfahren aufklären? Schwierig, müsste ich drüber nachdenken, hat was von Erbsünde und da hier nur eine Gruppe benannt wird auch etwas von Kollektivschuld und -haft. In der Ausgangsform dient die Frage nur dazu, Weißen einen Schuldkomplex einzubläuen und Schwarze auf ein Podest zu stellen, ist mithin todesrassistisch.

Es ist OK, davon auszugehen, dass die Küchen in Restaurants, die Nicht-Weißen gehören, im Allgemeinen schmutziger sind als die Küchen in Restaurants, die Weißen gehören.

Keine Ahnung, ob das Vorurteil zutrifft.

Es ist in Ordnung, nicht-weiße Charaktere in Fernsehsendungen so darzustellen, als würden sie schlechtes Deutsch oder mit einem starken Akzent sprechen.

Habe ich bereits mehrmals im realen Leben erlebt: Farbige, die kein vernünftiges Deutsch konnten. Und jetzt? Die Realität ist rassistisch… ansonsten: Meinungsfreiheit.

Weiße Frau küsst schwarzem Herrenmenschen die Stiefel. Dazu eine eine Aussage zur Bewertung, ob sie rassistisch ist: Es ist in Ordnung, Nicht-Weiße in Werbespots so darzustellen, als würden sie sich gegenüber Weißen unterwürfig verhalten.

Ich glaube nicht wirklich, dass Minderheiten im Westen historisch gesehen das Opfer rassistischer Handlungen waren.

Auch Schwarze waren auch Opfer von auch Weißen. Sklaverei zum Beispiel: Schwarze haben nach rassistischen Standarts benachbarte Stämme überfallen, versklavt und an Weiße weiterverkauft – genauso wie Weiße Weiße versklavt haben oder Farbige Weiße – bis heute, was für farbige Rassisten kein Thema ist. Den Fokus allein auf weiße Verbrechen zu legen ist falsch und rassistisch. Es hat immer der Stärkere Verbrechen begangen, und das waren nicht immer die Weißen. Und mit genau dieser Einstellung: „Wir sind die Stärkeren, also übernehmen wir den Laden!“ kommen derzeit Millionen von Migranten hierher.

Westliche Geschichtsbücher sollten die Beiträge von Nicht-Weißen zur westlichen Zivilisation hervorheben.

Was wird dadurch wichtiger: Die Leistung ansich oder die Hautfarbe derjenigen, die die Leistung vollbracht haben? Es gibt übrigens eine Korrelation zwischen der Dauer der Kolonialisierung afrikanischer Länder und ihrer positiven Entwicklung. Darf man fordern, dass darauf in afrikanischen Schulbüchern hingewiesen wird? Ich glaube, ich kenne die Antwort.

Manchmal kann es für westliche Regierungen notwendig sein, Nicht-Weiße für Handlungen festzunehmen oder zu untersuchen, die, wenn sie von Weißen durchgeführt werden, keinen Verdacht erregen würden.

Grundsätzlich Nein, aber mir fehlt zum Verständnis ein Beispiel, ich weiß nicht, was gemeint sein könnte. Wenn aber ein farbiger Muslim Magnesiumpulver kaufen würde, wäre ich alarmierter, als wenn das ein Weißer macht.

Es ist in Ordnung, Minderheiten in Werbespots so darzustellen, als würden sie schlecht Deutsch sprechen.

Niemals, weil das auch nichts mit der Realität zu tun hat.

Rassismus in westlichen Ländern gehört zum größten Teil der Vergangenheit an.

Gegen Weiße? Also dass zum Beispiel Schwarze Weiße aus Rassenhass heraus totschlagen, ein Rassenhass, welcher von den Institutionen wie z.B. der Uni, die diesen Test entwickelt hat, gefördert wird? Nein. Aber ich weiß natürlich was gemeint ist: Ja.

Es ist legitim, dass westliche Länder Menschen aus nicht-weißen Ländern strengere Einwanderungsbeschränkungen auferlegen, als sie es für Einwanderer aus weißen Ländern tun.

Wir brauchen Einwanderung von < Null aus muslimischen Ländern, alles andere ist gesellschaftlicher Selbstmord.

6 Gedanken zu „Der rassistische Rassismustest

  1. Holger

    Aus dem Rassismusspiel bin ich mittlerweile ausgestiegen.

    Bin damals aus dem Hannoveraner Umland (Hochdeutsch) nach Mittelfranken (Fränggisch) gezogen. Eine Kollegin fragte mich damals, wo ich wirklich herkomme und was ich für einen Dialekt spreche. Damals dachte ich mir nichts dabei.
    Aber seit das Thema Rassismus hierzulande endlich aufgearbeitet wird, weiss ich, man wollte mir damit nur zu verstehen geben: „Du bist hier nicht willkommen. Verpiss dich dahin wo du hergekommen bist.“

    Das musste ich erst mal sacken lassen. Woher nur kam diese Fremdenfeindlichkeit?

    Letztendlich bin ich dann aber dahinter gekommen: Ich habe bisher im falschen Körper gelebt, und ausser für mich, war es für alle anderen offensichtlich. Also habe ich die einzig logische Konsequenz daraus gezogen und definiere ich mich seit dem als Transneger. (Bitte keine Aufregung, Neger dürfen Neger sagen.)

    Meine Entscheidung ist gefälligst zu respektieren und jegliche Kritik daran ist natürlich transphob und/oder rassistisch.

    Antwort
  2. Renton

    „Es ist in Ordnung, Minderheiten in Werbespots so darzustellen, als würden sie schlecht Deutsch sprechen.“ – „Niemals, weil das auch nichts mit der Realität zu tun hat.“

    Ich finde es voll in Ordnung – weil es einfach nicht wahr ist. Wenn in einem Werbespot ein Däne nordisch lispelnd und grammatisch falsch Deutsch spricht, was sagt das über die dänische Minderheit in Deutschland aus? Gar nichts, weil die Minderheit gar nicht in ihrer Gesamtheit dargestellt wird. Es geht um einen Dänen, der, man weiß nicht, warum, schlecht Deutsch spricht. Und selbst wenn das keine Realität sein sollte (*lol*), wenn also alle Dänen gut Deutsch sprächen, warum sollte man keine fiktive Figur erschaffen dürfen, die das nicht tut? Das Problem liegt nicht beim Darsteller/Autoren, sondern wenn, dann beim Rezipienten, wenn er eine Person für repräsentativ für alle hält.

    Naja. Mein Totaler-Rassismus-Score bei dem Test liegt bei 66%, also ca. 2/3. In Sachen Ausländerrassismus liege ich mit 44% sogar nur auf Bevölkerungsdurchschnittsniveau. (Dafür beim allgemeinen Rassismus und beim sozio-historischen Rassismus aber bei stolzen 75% bzw. 78% 🙂 ) Wahrscheinlich muss ich noch ein paar Seminare besuchen, bevor ich die 100% klargemacht kriege. Aber ich bin mir sicher, das schaffe ich auch noch!

    Antwort
  3. Sepp

    Ich komme auf stolze 87% totaler Rassismus, bei „Ewiger Ausländerrassismus sogar auf 94%!

    Geh mich jetzt auch aufhängen…

    Aber sowas ist halt typisch für dir aktuelle Forschung. Gegen das Messinstrument kannst du direkt eine Menge Gegenbeispiele finden, die es invalidieren, aber ihre Arbeiten haben die Forscher trotzdem (oder gerade deswegen) bestanden…

    Antwort

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