Keine Wahlbeobachter, trotzdem weiß man ganz genau, was bei den Referenden läuft

Die Referenden zum Anschluss an Russland sind fast durch, und die Ukraine wie auch sonstige westliche Staaten haben bereits deutlich gemacht, dass sie die Ergebnisse niemals akzeptieren würden. Denn das Ergebnis ist vorhersehbar nach jahrelangem faschistischen Terror gegen die Zivilbevölkerung des Donbass, der tausende von Todesopfern forderte.

Man weiß ganz genau, dass es sich um „Scheinreferenden“ handelt, weil integre Wahlbeobachter das vor Ort so beobachtet haben.

Nicht:

Damits auch wirklich ein „Scheinreferendum“ wird, sorgt man (wie schon bei der Krim) dafür, dass es keine Wahlbeobachter gibt:
„Stefan Schaller ist der Geschäftsführer des Energieversorgers Energie Waldeck-Frankenberg. Da er sich derzeit als Wahlbeobachter in den russisch besetzten Gebieten aufhält, soll er nun von dem Posten freigestellt werden.”

Und RT berichtet über einen ähnlich gelagerten Fall (Internetsperre umgehen):

Der Journalist Patrick Baab beobachtete als Journalist das Referendum in Donezk. Nun verlor er seinen Lehrauftrag an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Berlin. Die Leitung der Hochschule bezeichnete Baabs Anwesenheit und Arbeit in Donezk als „journalistische Scheinobjektivität“.

3 Gedanken zu „Keine Wahlbeobachter, trotzdem weiß man ganz genau, was bei den Referenden läuft

  1. Renton

    Ich habe mich sehr darüber geärgert, dass über die Referenden als „Scheinreferenden“ berichtet wurde, ohne dass jemand vor Ort recherchiert hat. Befragte Ukrainer befanden sich stets auf der ukrainischen Seite der Konfliktlinie.

    Nun lese ich, dass zwei Menschen, die vor Ort recherchiert haben, kaltgestellt werden. (Quellen sind die FAZ und RT, in Summe glaubwürdig.)

    Ich glaube, über den Punkt, mich einfach nur verarschen zu wollen, sind „die“ schon längst hinweg. Wahrscheinlich ist es so, wie Marc-Uwe Kling es mal ähnlich beschrieben hat: „Die“ erwarten nicht, dass ich mich ihnen zähneknirschend oder resignierend füge. Sie wollen, dass ich mich ihnen willig hingebe und auch noch die letzte Lüge aus tiefster Überzeugung teile.

    Oder so. Ich kann es mir nicht mehr erklären.

    Antwort
    1. Hustenstorch

      Vergiss unsere „Medien“. Die sind so straff auf Linie, daß wäre sogar dem „Neues Deutschland“ peinlich gewesen.

      Die propagieren doch selber ständig, daß Sprache Realität schafft. Daß ist beim Genderquatsch nicht anders, als in der Politik bzw. im Weltgeschehen. Es ist vollkommen egal, wie die Wirklichkeit aussieht. Wichtig ist, wie gesprochen (geschrieben) wird.

      Antwort
  2. Hustenstorch

    Wie können die nur ein Referendum machen!
    Kaum auszumalen, wenn das im Westen Schule macht. Am Ende wollen die Menschen hier genauso gefragt werden und geben sich nicht damit zufrieden, aller 4 Jahre brav ihr Kreuzchen zu machen und ansonsten gefälligst die Schnauze zu halten.

    Antwort

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