Rakete auf Polen

Ganz kurz: Bei der Frage, wer hinter dem Raketenangriff auf Polen steckt, hilft die alte Frage: Cui bono?, Wem nützt es? weiter.

Russland hat kein Interesse daran, dass die NATO in den Krieg einsteigt.

Die Ukraine schon.

Wenn die Rakete nicht nur ein Irrläufer war.

Auch Biden meint, die Rakete wäre „wahrscheinlich“ nicht von den Russen abgefeuert worden, eine Einschätzung, die uns vielleicht den dritten Weltkrieg erspart und zudem Hoffnung schöpfen lässt: Denn wenn die USA den offenen Krieg mit Russland suchen würden, hätten sie jetzt einen wunderbaren Vorwand. Das ist anscheinend nicht der Fall.

8 Gedanken zu „Rakete auf Polen

    1. Robert W.

      Fazit: „Nix gwiess woass ma ned“ (bayr. für „man weiss nichts Sicheres“). Insbesondere ist (mir) auch unklar, ob und wer da mit dem Atomkrieg spielt.
      Mir fehlt immer noch die Antwort auf „Cui bono?“ sollte die Rakete mit Absicht auf Polen geschossen worden sein.
      Was hätten z.B. die Russen davon, wenn die Amis das als Grund für einen Atomschlag nähmen?

      Antwort
  1. Billy Coen

    Mein Kenntnisstand bislang: Es soll eine Luftabwehrrakete russischer Bauart gewesen sein, wie sie aber auch von der Ukraine benutzt wird. Das macht einen absichtlichen Einsatz unwahrscheinlich, weil die wohl gar nicht auf den Beschuss von Bodenzielen ausgelegt sind.

    Die Russen könnten damit auch als Verursacher ausscheiden. Zumindest glaube ich nicht, dass die Dinger so weit geschossen werden können, dass sie von entsprechenden Stellungen der Russen, welche in Russland stehen, bis hinter die ukrainisch-polnische Grenze geschossen werden können.

    Es deutet vieles auf einen Irrläufer von der Ukraine abgefeuerten Luftabwehrraketen. Und ja, es beruhigt zumindest ein Wenig, dass einflussreiche westliche Staaten diese Einladung zur propagandistischen Ausschlachtung nicht nutzen. Aber wahrscheinlich verfügen unsere ganzen verblödeten Staatschefheinis zumindest noch über so viel Resthirn, um zu verstehen, zu was eine solche Ausschlachtung am Ende sehr leicht führen könnte. Und abseits von kriegsgeilen Arschlöchern wie diesem unsäglichen Mjelnik kann das wohl keiner wirklich wollen.

    Antwort
  2. Sepp

    Nachdem die Nato jetzt die Deutungshoheit hatte, ob sie dies als Anlass für einen Kriegseintritt oder zumindest Vergeltung sieht oder nicht*, zeigt sich: Sie ziehen den Schwanz ein. Damit entputt sich nicht nur Russlands Drohung („Vergeltung bei Einmischung via Waffenlieferungen“), sondern auch die Nato Drohung („Wenn Polen auch nur ein Haar gekrümmt wird…“) als heiße Luft. Wird wohl, egal was passiert, beim Modell „Halber Stellvertreterkrieg“ bleiben.

    * Es wäre so leicht gewesen, das den Russen in die Schuhe zu schieben, wie es ja bei MH17 so wichtig war. Aber sogar his President himself hat unverzüglich mit Hinweis auf das superdolle Raketen-Flugbahn-Ergennungssystem abgewiegelt. Das hätte ich nicht erwartet, aber es nimmt uns zumindest die Angst, dass die Nato geil auf einen Krigseintritt wäre. Ist sie nicht, aus welchen Gründen auch immer.

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