„Frauen sind die ersten Opfer im Krieg“

Bei obigem Zitat, dessen Intention sich umgekehrt kein Mann über Frauen leisten dürfte, ohne mit Schimpf und Schande verjagt zu werden, liegt die Annahme nah, dass dessen Urheberin einfach nur strunzdumm ist.

Ich denke aber, dass es sich vielmehr um verinnerlichten Feminismus oder traditionellen matriarchalen Denken handelt.

Die Frau wird als höherwertiger Mensch begriffen. Demzufolge sind Männer – Söhne, Väter – nur Menschen zweiter Klasse, weshalb ihr Verlust des Lebens nicht so schwer ins Gewicht fällt. Weiterhin werden nur Frauen als handelnde, agierende, hier also kriegsführende Subjekte begriffen, die Männer sind nur Anhängsel solcher ganzer Menschen, Frauen. Männer sind wie Körperteile der eigentlichen, handelnden Menschen, Frauen, denn ein Körperteil wird auch nicht bedauert, wenn er sein „Leben“ verliert, vielmehr ist derjenige das eigentliche Opfer, der ihn verliert.

Hier offenbart sich das matriarchale Denken, in dem allein Frauen vollwertige Menschen mit Recht auf Leben und Würde sind. Ich stelle mir die Frage, wieviele Frauen eigentlich Nazis sind, die sich selbst als die Schöpferinnen, als die Herrinnen begreifen und den Mann lediglich als Diener, als Erfüllungsgehilfen weiblicher Wünsche. Eine Denke, die auch hier dokumentiert wird:

Die Sklavenhalterin und ihre Rechtfertigung

Weiterlesen: Männliche Mordopfer als Menschen zweiter Klasse.

19 Gedanken zu „„Frauen sind die ersten Opfer im Krieg“

  1. Mathematiker

    Und es ist noch schlimmer: Die Frauen kommen noch vor den Kindern.
    Beim filmisch romantisierten Schiffuntergang von 1912 war die Überlebensrate der Frauen deutlich über der der Kinder. Auch pikant war dass die damaligen Femis sich im Anschluss erbost zeigten, wenn auf die besondere Opferbereitschaft der Männer hingewiesen wurde. Sie waren vehement gegen ein Mahnmal als eine besondere Würdigung der Männer, die ihr Leben für andere -insbesondere Frauen – gelassen haben.

    Antwort
      1. Mathematiker

        Also ich weiß nicht, ob ich damit leben kann.
        Was mich besonders stutzig macht, ist die aggressive Reaktion von manchen Frauen, wenn man darauf hinweist, dass Männer ihr Leben für sie opfern.
        Warum gilt das als Affront?

        Antwort
        1. Billy Coen

          Wahrscheinlich weil sie sich dann irgendwie schlecht fühlen. When reality comes crashing in… oder so. Und wenn sich durch irgendetwas auch nur irgendeine Frau unwohl fühlt, hat die Gesellschaft dies einzustellen.

          Heißt: Männer sollen natürlich auf keinen Fall damit aufhören ihr eigenes Leben für das irgendwelcher Frauen zu opfnern, aber es hat darüber nicht weiter geredet zu werden. Eine Frau hat überlebt, weil sie stark, inspirierend und unabhängig ist und keinesfalls weil für ihr Überleben fünf Männer draufgegangen sind…

          Antwort
        2. Holger

          Ganz kurz: Weil dann ihr Weltbild in Frage gestellt wird.

          Länger und Ergiebiger: In der Sozialpsychologie und Gruppendynamik gibt es die wechselseitige Abhängigkeit.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Interdependenz

          Dazu ergänzend: Und zusätzlich gibt es in den Sozialwissenschaften die Gegenseitigkeit.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Reziprozit%C3%A4t_(Soziologie)

          Wenn du ihnen also sagst, daß Männer ihr Leben für Frauen opfern, dann setzt du sie unter Druck, daß sie dazu verpflichtet wären, ihr Leben auch für Männer opfern zu müssen. Sonst wären sie asozial.
          Oder wie es in dem Artikel zur Reziprozität so schön steht: „Menschen sind voneinander gegenseitig abhängig, Reziprozität gehört sogar zu einer Bedingung des Menschwerdens selbst.“

          Du bedrohst ihre bequeme Existenz.

          Antwort
          1. Mathematiker

            Ok. Aber das würde bedeuten, dass sie sich dem Umstand ja bewusst sind.
            Bisher dachte ich, dass das Schicksal der Männer kognitiv ignoriert wird, wie man in den Zeitungsartikeln wie „…100 Tote, darunter 1 Frau“ sieht.
            Und solche skurrilen Artikel werde nicht nur von Frauen geschrieben.
            Wenn man also auf den Elefanten hinweist, dann kommt sofort Aggression, Abwiegeln oder falsche Relativierung auf.

            Antwort
            1. uepsilonniks Autor

              Dazu sagte mal eine Feministin, dass das nichts anderes als „Gendern“ wäre, damit Frauen mitgedacht werden. Was ließe sich dagegen sagen?

            2. Mathematiker

              Ich weiß jetzt nicht, ob ich Deine Frage richtig verstanden habe.
              Gendersprechbefürworter wollen ja in erster Linie bei Berufsbezeichnungen gendern. Bei „Menschen“ oder „Tote“ wollen sie ja nicht gendern.

              Aus „… 100 Tote, darunter 1 Frau“ wird höchstens „… 100 Tote, darunter 1 Frau:in“

            3. Renton

              „100 Tote, darunter 1 Frau“ –
              „Dazu sagte mal eine Feministin, dass das nichts anderes als „Gendern“ wäre, damit Frauen mitgedacht werden. Was ließe sich dagegen sagen?“

              Faule Ausrede. „Tote“ und „Opfer“ sind in jeder Hinsicht geschlechtsneutral (=generisch), „Totinnen“ oder „Opferinnen“ gibt es nicht in unserer Sprache. Würde sie gendern, im Sinne von sprachlich gleich sichtbar machen, wollen, müsste sie von „100 Toten, darunter 99 Männer und eine Frau“ sprechen.

            4. Renton

              Nachtrag: Die will einfach nur ihre Geschlechterempathielücke rationalisieren, also ihren Sexismus.

            5. Mathematiker

              „Totinnen“ oder „Opferinnen“ gibt es nicht in unserer Sprache.

              Hey, bring die nicht noch auf Ideen 😀

    1. uepsilonniks Autor

      Und es ist noch schlimmer: Die Frauen kommen noch vor den Kindern.
      Beim filmisch romantisierten Schiffuntergang von 1912 war die Überlebensrate der Frauen deutlich über der der Kinder.

      Jep.

      Antwort
          1. Yayson

            Das war früher. Heute haben wir Gleichsstellung, und das Leben eines Mannes ist nicht weniger wert als das einer Frau.
            Das bedeutet: 50% Quote bei den Überlebenden. Alle Überzähligen werden zurück ins Meer geworfen. Oder so ähnlich.

            Antwort
          1. beweis

            Stringsuche:
            Er „hinterlässt Frau und Kinder“. Bei Google 51.800 Ergebnisse.
            Sie „hinterlässt Mann und Kinder“ Bei Google 2.010 Ergebnisse.

            Wenn ein Mann stirbt, hinterlässt er also 25 mal so häufig Partner und Kinder, als wenn eine Frau stirbt. Was natürlich komplett unlogisch ist. Denn Google zeigt ja nur, wie oft der Tod eines Menschen damit in Kontext gesetzt wird, wen er hinterlässt.

            Beim Ableben einer Frau ist ein empathisches Signal gesetzt, daher ist irrelevant, was sie hinterlässt, denn der Tod der Frau ist das Schlimme.

            Der Tod eines Mannes hingegen wird erst dann als besonders schlimm angesehen, wenn er „Frau und Kinder hinterlässt“.

            Die geringere Wertigkeit männlichen Lebens ist also Alltag. Vermutlich fragt sich Hillary Clinton, warum ihr Ausspruch bis heute für Unverständnis sorgt und so oft zitiert wird.
            Ist doch ganz normal.

            Antwort

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