Archiv für den Monat Dezember 2022

Heile Welt kaputt

Die Jugend von heute tut mir leid. Sie wird in eine Welt hineingeboren, in der alles zum Teufel geht. Eine Katastrophe folgt der nächsten. Ich hatte noch eine Jugend in einer heilen Welt. Ja klar, als Sprössling eines linksalternativen Haushalts war ich Feminist, hatte ein Problem mit imperialen Kriegen und war zudem auf den Konflikt zwischen Arm und Reich gepolt, aber ansonsten war die Welt in Ordnung, ich war glücklich.

In der jetzigen Ordnung hingegen hat man Angst vor allerlei Problemen, die ganz direkt die eigene Lebensweise bedrohen. Angst ist ein Mittel der Mächtigen zur Herrschaftsausübung. Weiter wird die Gesellschaft in unzählige Gruppen gespalten, wobei der Konflikt Arm gegen Reich erstaunlicherweise ganz aus den Augen gerät:

Tierschützer, Veganer gegen Fleischesser
Russenversteher gegen Russenhater
Coronamaßnahmenbefürworter gegen Coronamaßnahmengegner
Geimpfter gegen Impfverweigerer
Frau gegen Mann
Schwarz gegen Weiß
Woke gegen Antiwoke
Klimaaktivist gegen Klimaskeptiker
Promigrant gegen Antimigrant
Muslimfreund gegen Islamkritiker
Normale gegen Queere

Sie alle schlagen blindwütig aufeinander ein, man kennt kaum Mäßigung, jeder führt einen heiligen Krieg. Währenddessen wird die Meinungsfreiheit immer weiter beschnitten unter dem Vorwand, Hassrede bekämpfen zu wollen in Zeiten, in denen man immer mehr Anlass zu Hassrede hat.

Denn die Verhälstnisse des Wohlstandes neigen sich immer mehr dem Ende zu, das Volk wird unzufriedener, worauf der Staat mit einem immer stärkeren Zugriff reagiert, immer repressiver wird.

So will eine Vorzeigedemokratin „Delegitimierung des Staates“ verfolgen lassen, während in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Widersprechen zu Kriegspropaganda unter Strafe gestellt wird. Nochmal: Es ist jetzt strafbar, Kriegspropaganda zu widersprechen, das muss man sich mal klarmachen.

Es türmen sich immer mehr existentielle Probleme auf: Durch die Energiepolitik, durch Coronamaßnahmen, durch Russlandsanktionen, durch Migrationspolitik, durch Inflation, durch einen drohenden Kollaps also. Die Strippenzieher im Hintergrund machen sich dabei aber keines Verbrechens schuldig, denn wie Habeck sagte: Es gibt kein Volk, also gibt es auch kein Verbrechen gegen das Volk. Ich weiß ja nicht, aber wenn Putin sagen würde – was er nicht tut -, es gäbe kein ukrainisches Volk… wäre das eine gute Nachricht für das ukrainische Volk?

Während der Bürger also immer mehr Gründe hat, den Staat abzulehnen, wird ein Kasperletheater um die paar skurrilen Gestalten namens Reichsbürger veranstaltet, die in einer „geheimen“ Polizeiaktion Hops genommen werden; eine „geheime“ Operation, über die die Vollversager der „vierten Gewalt“ schon Tage vorher informiert waren, damit man auch schöne Bilder hat; schöne Bilder wie dieses hier zum Beispiel:

Ein schönes Ablenkungsmanöver, fingiert von einer Innenministerin, die um unsere Demokratie fürchtet, und deshalb Hand an die Demokratie und Rechtsstaat legt. Eine Innenministerin, die eine Säule des Rechtsstaats, die Unschuldsvermutung, per Beweislastumkehr aushebeln will. Eine Innenministerin, die aber selbst für eine Organisation geschrieben hat, die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht, da sie die parlamentarische Demokratie stürzen will. Witzig, oder? Sie, die für eine linksradikale Organisation schrieb, sieht übrigens im Rechtsextremismus die größte Gefahr für die freiheitliches Grundordnung.

Die Repression des Staates geht einher mit einer Vergiftung der Kultur, die schwer zu fassen ist. Man wird reaktionärer, verliert den Humor, ist engstirnig, das eigene Thema ist getragen von heiligem Ernst, kennt kein Toleranz mehr gegen jene, die nicht auf der eigenen Seite stehen; es gilt immer weniger: Leben und leben lassen. Alles ist verkrampft, die Leichtigkeit des Seins ist verlorengegangen, was das ganze Lebensgefühl durchzieht, und das ist so richtig, richtig schlimm.

Was das Hauptthema dieses Blogs angeht: Feminismus ist ein Dekadenzphänomen, auch wenn es teils tödliche Folgen für Männer hat; in der modernen Gesellschaft gilt: Dekadenz für Frauen, Überlebenskampf für Männer. Aber wenn die Zeiten härter werden, werden Frauen das Thema fallen lassen und sich wieder auf den Mann als Beschützer besinnen. Und die Männer werden dieses hinterfotzige Spiel mitspielen, es liegt in ihren Genen. Ob es noch jemanden kümmert, dass die ganze Geschichte um die Unterdrückung der Frau von vorne bis hinten erstunken und erlogen ist? Ich meine: Wer hat noch Interesse daran, wenn die Lichter ausgehen?

Sklaverei ist bunt

tl;dr

Während Sklaverei als weiße (Erb-)Sünde gilt, handelt es sich mehrheitlich um ein Verbrechen von Farbigen und Muslimen, begangen an allen Ethnien.

/tl;dr

Nehmen wir diese Rassistin, die Schaum vor’m Maul hat:

Die meint, was Weiße zu sagen hätten, wäre wertlos, denn nur sie könnte aus einer überlegenden schwarzen Perspektive zu Themen wie Rassismus, Kolonialismus und Sklaverei sprechen. Ich werde im folgenden zeigen, dass ihre Perspektive weniger wert ist als das, was man die Toilette runterspült, denn letzteres vergiftet nicht in dem Ausmaß das Zusammenleben der Menschen. So wird bereits in EU-Richlinien festgelegt, dass man Schulkindern Schuldkomplexe gegenüber Farbigen einzutrichtern habe, wie z.B. im Bechluss: „Grundrechte der Menschen afrikanischer Abstammung“. Sie hassen, verachten Almans und blicken auf sie herab, aber der Rassist, das ist der Weiße.

Die stellt sich also hin und erklärt: Ich wurde verschleppt und versklavt, also hast Du die Klappe zu halten und mir zuzuhören! Nun, darauf könnte ich in derselben Manier antworten: „Ich habe mein Leben auf dem Schlachtfeld geopfert, um dich zu befreien und wie dankst Du es mir?!“

Denn die Weißen haben Sklaverei abgeschafft und geächtet und verurteilt. Als einzige. Muslime und Schwarze betreiben bis heute Sklaverei, was aber in der überlegenden „schwarzen Perspektive“ ausgeblendet wird. Sklaverei wäre ein weißes System, heißt es, und Rassismus das ideologische Gedankengebäude zur seiner Rechtfertigung, weshalb Rassismus weiß wäre und Stärkerpigmentierte nicht rassistisch sein könnten.

Sklaverei ist dabei kein Verbrechen, wie sie alle – auch farbige – Hochkulturen begangen haben – und das haben sie – sondern es wäre in der weißen DNA verwurzelt, im weißen rassistischen Bewusstsein, welches demnach im Vergleich zu allen anderen besonders schwerwiegend, bösartig und verwerflich wäre. Um das gleich wieder gerade zu rücken: Es waren stets die (militärisch) Stärkeren, die dieses und andere Verbrechen begangen haben, und wenn ein schwarzafrikanischer Stamm seinen Nachbarn überlegen war, hat halt er die überfallen und gemordet und versklavt. Dass Rassismus allein weiß wäre, ist keine empirische Beobachtung, sondern eine höchst profitable politische Forderung.

Denn so wird bequemerweise Sklaverei durch Farbige ausgeblendet, nicht zur Sprache gebracht. Diese Rassisten sind nicht wirklich gegen Sklaverei, denn sonst würden sie die Verbrechen der Stärkerpigmentierten ansprechen und vielleicht vor Ort dagegen kämpfen. Die sogenannten Antirassisten sind tatsächlich antiweiße Rassisten, um eine Opferrolle einzunehmen, mit der sie Anrecht auf Entschädigung, Vorzugsbehandlung und Deutungshoheit erwerben – das ist der ganze Zauber dahinter; und dieses Pack, äh, Poc hält sich für moralisch überlegen!

Besonders in den Vordergrund gerückt und als einzige erörtert wird dabei die transatlantische Sklaverei auf dem nordamerikanischen Kontinent, von der Quentin Tarantino sagte, diese wäre mit dem Holocaust vergleichbar. Was dabei verschwiegen wird, ist, dass die Weißen in Afrika auf einen gut ausgebauten und etablierten Sklavenhandel stießen, zu dem sie nur noch als Abnehmer auftraten:

Ohne die Mithilfe jemenitischer, omanischer und libyscher Sklavenjäger, hätte es keine europäische und transatlantische Sklaverei gegeben. Muslime verkauften schwarze Sklaven an die Portugiesen, Spanier, Engländer und Holländer. … Die arabische Versklavung von Schwarzafrikanern dauert in der muslimischen Welt bis heute an, insbesondere im Sudan, im Niger und in Mauretanien.

Davon hört man überhaupt nichts. Was ist sie wert, die schwarze Perspektive?

Weiße stießen in Afrika auf einen gut ausgebauten und etablierten Sklavenhandel.

Was das angeht, wurde jüngst der Propagandafilm „The Woman King“ rausgebracht, der die Geschichte des glorreichen Widerstands gegen die weißen Kolonialisten und ihrer Sklavenhaltermentalität erzählt. Dumm nur:

Dumm nur, dass sich nicht zuletzt auch Schwarze tierisch über den Film aufregen, weil die dort so heldenhaft dargestellten Kämpfer in Wahrheit benachbarte Völker und Stämme überfallen haben, massenhafte Barbarei begingen und, last but not least, Menschen gefangen nahmen und diese als Sklaven an Europäer oder Amerikaner verkauften oder als solche selbst behielten. Oder sie wurden einfach zu Hunderten im Zuge regelmäßiger Veranstaltungen als Menschenopfer genutzt.
….
Als in immer mehr Ländern Europas die Sklaverei verboten wurde, machten die Horrorgeschichten aus Dahomey die Runde. Die Franzosen wollten den König von Dahomey verpflichten, damit aufzuhören. Als der sich weigerte, schickte man Soldaten, um die Lage da in den Griff zu kriegen.

Das war nicht das einzige Mal, dass Weiße farbige zwangen, Sklaverei aufzugeben:

Doch erst 1873 unterzeichnete Sultan Seyyid Barghash von Sansibar unter dem Druck Großbritanniens einen Vertrag, der den Sklavenhandel in seinen Herrschaftsgebieten endgültig illegal machte – allerdings wurde auch dieser zunächst nicht effektiv durchgesetzt.

Und weiter:

„Sklaverei existierte in praktisch allen Zivilisationen“, erklärt N’Diaye. So auch in Afrika, bevor Siedler von außerhalb kamen: Im zentralen Ostafrika bekriegten Volksgruppen wie die Yao, Makua und Marava einander, ganze Völker im Inneren des Kontinents betrieben Handel mit Menschen, die sie durch Kriege gefangen hatten. So trafen arabische Muslime auf bereits bestehende Strukturen, die den Einkauf von Sklaven für ihre Zwecke erleichterten.

Und was die muslimische, also ebenfalls farbige Sklavereipraxis angeht: Sie übertrifft die der transatlantische bei weiten und war auch besonders grausam: Während sich die schwarzen Sklaven in Amerika fortpflanzen konnten, gilt das nicht für die von Muslimen Verschleppten, was die Brutalität und Morderei unterstreicht; die wurden zu Tode geschunden und ich will gar nicht wissen, was die mit den Sexsklavinnen anstellten, die ja zwangsläufig schwanger wurden, also:

In other words, white Americans were, relative to the rest of the world, really nice to black Africans as measured by the bottom line number of population expansion.

That would seem to help explain why African-Americans are, by far, the most famous Africans in the world.

But, shhhh, don’t tell anybody, they don’t want to hear it.

Zurück nach Afrika:

Autor N’Diaye geht von 17 Millionen Afrikanern aus: „Die meisten Menschen haben immer noch den so genannten transatlantischen Handel der Europäer in die Neue Welt im Blick. Aber in Wirklichkeit war die arabisch-muslimische Sklaverei viel größer: acht Millionen Afrikaner wurden aus Ostafrika über die Trans-Sahara-Route nach Marokko oder Ägypten gebracht. Weitere neun Millionen wurden in Regionen am Roten Meer oder dem Indischen Ozean deportiert.

Dabei nahmen Muslime auch weiße Sklaven:

In Ungarn wurde über einen Zeitraum von 150 Jahren knapp 3 Millionen Menschen verschleppt, als die Osmanen Ungarn besetzt hielten, und muslimische Sklavenhändler überfielen weit über 1000 Jahre lang die europäischen Küsten, töteten, vergewaltigten und nahmen auch weißhäutige Menschen zu Sklaven.

Und wenn das arabisch-muslimische Imperium nicht mit seinen Eroberungsgelüsten am erstarkenden Europa gescheitert wäre, hätte es auch hier unzählige Weiße versklavt. Dabei ist das Prinzip der Sklaverei fest im Koran verankert, der anders als die Bibel noch als perfektes und zwingendes Wort Gottes gilt. Sklaverei zu verurteilen, heißt den Koran für fehlerhaft zu halten und seinen göttlichen Ursprung in Fragen zu stellen, und das… Tja, dafür wird man hingerichtet. Bis heute beharren Muslime wie Islamophile darauf, dass muslimische Sklavenhalter besonders liebe Sklavenhalter wären:

Noch heute tun Muslime so, als wäre die islamische Sklaverei ein Gefallen für die Millionen unglücklicher Männer, Frauen und Kinder, die gewaltsam aus ihren Heimatländern entwurzelt und in ein Leben sexueller und niederträchtiger Knechtschaft tief in der islamischen Welt geschickt wurden.

All das wird ausgeblendet zu Gunsten einer Erzählung über besonders bösartige Weiße, die sich aber tatsächlich weit weniger dieses Verbrechens schuldig machten und als Kollektiv Sklaverei ächteten – was wie gesagt Farbige bis heute nicht geschafft haben. Dabei sind die Weißen die einzigen, die wie keine andere Ethnie Selbstkritik üben, nicht rassistisch sein wollen bis zu einem Maß, das in westlich-weißen Selbsthass umschlägt, was dann von tatsächlichen Rassisten schamlos ausgenutzt wird, denen man aber eigentlich zu sagen hätte: „Ihr habt uns mit Respekt und Dankbarkeit zu behandeln.“

Während Sklaverei als eine Art Erbschuld der Weißen gehandelt wird, für die sich heute noch entschuldigen müssen, für die sie sich von vermeintlich moralisch Höherwertigen anhören müssen Rassisten zu sein, ist, war Sklaverei tatsächlich farbig und muslimisch, sowohl was die Zahlen als auch die Grausamkeit angeht.

Als Fazit:

Doch N’Diaye fordert, dass auch offen über das gesprochen werden müsse, was über Jahrhunderte hinweg in Ostafrika geschah. „Die meisten der afrikanischen Autoren haben bisher aus religiöser Solidarität kein Buch über den arabisch-muslimischen Sklavenhandel veröffentlicht. Es gibt 500 Millionen Muslime in Afrika, und da schiebt man lieber dem Westen die Schuld zu, als über die vergangenen Verbrechen der arabischen Muslime zu reden“, kritisiert N’Diaye.

 

Guillermo del Toro’s Pinocchio (2022)

Guillermo del Toro’s Pinocchio ist eine in düsterer Stimmung gehaltene Liebeserklärung an den Vater.

Spoilerwarnung.

In dem Film treten drei Archetypen von Vätern auf, gute wie üble. Geppetto ist ein Mann Gottes, der seinen Sohn durch eine Fliegerbombe verliert und darüber nicht hinwegkommt. Ein Fabelwesen, eine Fee erbarmt sich seiner und erweckt eine Holzfigur – Pinocchio – zum Leben.

Die lebende Holzfigur erweckt schnell die Begehrlichkeit zweier toxischer Vaterfiguren, nämlich Kapital und Faschismus. Beide wollen Pinocchio auf ihre Art ausbeuten, mal zum Profit, mal zum Krieg. Beide haben auch bereits Söhne, die Pinocchio erst übel mitspielen, dann aber aufgrund des freundlich-naiven Wesens Pinocchios ihre Haltung ändern, sich gegen ihre Väter auflehnen und Pinocchio zur Flucht helfen.

Die düstere Hommage an die liebevolle Vater-Sohn-Beziehung kam beim Publikum sehr gut an und wurde für über 40 Auszeichnungen nominiert, von denen sie über 10 gewinnen konnte.

Um Antwort wird gebeten: Der NDR und toxische Männlichkeit

Hierzu:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte ihnen zu ihrem Artikel zu „toxische Männlichkeit“ danken. Leider aber bleibt er auf halber Strecke stehen, denn weder behandelt er toxisches Schwarzsein noch toxisches Judentum.

Und da eine Vergiftung verschlagen und heimtückisch ist, den Körper schleichend, unbemerkt und lautlos tötet, sollten Sie es nicht dabei belassen.

Schwarze bspw. morden und vergewaltigen in völlig unverhältnismäßigen Ausmaßen. Daran schuld ist aber nicht der soziale Hintergrund (in den USA sind in absoluten Zahlen Weiße doppelt so oft von Armut betroffen, ohne dass sie in solchen Proportionen kriminell werden), sondern das toxische Schwarzsein. Von daher sollte schon in den Schulen darüber aufgeklärt werden, was es mit giftigen Schwarzsein auf sich hat und dass das nicht toleriert wird. Viele Schwarze, schwarze Kinder sind sich selbst nicht darüber im Klaren, wie sozialschädlich sie sind.

Oder Juden. Ganz wie toxische Männer besetzen sie oft Führungspositionen, oft auch im Finanzsektor. Auf deren Vergiftung der Gesellschaft kommt man nicht zu sprechen. Aber: Auch über deren schädlichen Einfluss muss aufgeklärt werden!

Planen Sie in Zukunft, über toxisches Schwarzsein und Judentum aufzuklären, und wenn nein, warum nicht?

Mit freundlichen Grüßen

Keine Antwort.

Wer beim Kennenlernen die Initiative übernehmen muss

Esther Vilar erzählt eine Geschichte. Ein Mann heiratete eine schöne Frau und bekam mit ihr Kinder. Es waren Töchter.

Der ersten Tochter lehrte er: „Der Mann muss den ersten Schritt machen.“

Der zweiten Tochter lehrte er: „Der Mann muss den ersten und den zweiten Schritt machen.“

Der dritten Tochter lehrte er: „Der Mann muss den ersten, den zweiten und den dritten Schritt machen.“

Der vierten Tochter lehrte er: „Der Mann muss den ersten, den zweiten, den dritten und den vierten Schritt machen.“

Einer Umfrage zufolge erwarten in unseren emanzipierten Zeiten die Frauen immer noch, dass der Mann die Initiative übernimmt. Und einer anderen nach nehmen es Frauen Männern übel, wenn er die Initiative nicht weiter beibehält (also quasi führt), sondern anfängt, dann aber zu passiv wird.

Die große Frauenfeindin Esther Vilar versteht die Frauen also besser, als so mancher Feminist.

Djadmoros: Links, Rechts, Reichtum

Ein Kommentar, zu wertvoll:

@weiss_auch_nicht:

»Ist die Überzeugung eines Linken, dass die konkret vorliegende Schichtung der Gesellschaft schlecht/verbesserbar ist? Oder glaubt er, dass Schichtbildung an sich optional ist und daher idealerweise vermieden werden sollte?«

Zunächst mal sind »Links« und »Rechts« Relationsbegriffe in einem Kontinuum politischer Standpunkte, das heißt: »Links« ist alles, was nicht »Rechts« ist und umgekehrt. Das bedeutet zum einen, dass es sinnlos ist, wie heute üblich, »rechte« Standpunkte per se als irgendwie »böse« zu framen, und zum anderen, das »links« ein breites Spektrum von Standpunkten vom klassischen Sozialdemokraten bis zum doktrinären Kommunisten umfasst. Meistens wird das Bild von letzterem bemüht, um ersteren anzugreifen.

Jetzt kommt es darauf an, welchen »Linken« Du fragst. Du hast mich gefragt, also antworte ich als linksliberaler »Bildungs-Kleinbürger«, der sich auf den Citoyen als bürgerliches Idealbild bezieht, um den Bourgeois damit zu kritisieren.

Es gab mal ein konservatives Modell, die »nivellierte Mittelstandsgesellschaft«, mit der vermutlich die meisten der heutigen Linken glücklich wären (Sarah Wagenknecht zum Beispiel). In dieser gibt es Unterschiede zwischen Arm und Reich, aber auch Massenwohlstand und soziale Sicherheit.

Die Reichen sind aber nicht wie unsere heutigen West- und Ost-Oligarchen obszön reich, und die Armut der Armen ist zumindest nicht existentiell, wie sie das heute als »working poor« im Niedriglohnsektor oder als verarmte Rentner sind. Und die Ängste des hamsterradelnden Bürgers sind dort ebenfalls nicht existenziell, weil ein Absturz keinen Absturz ins Bodenlose bedeutet.

Nach vierzig Jahren neolioberalem und globalisiertem Kapitalismus klafft die Schere des Wohlstands so weit auf, dass die Reichen sich den Rest der Gesellschaft einfach kaufen können, und zwar inklusive aller Institutionen, die eigentlich die Autonomie und Souveränität des Staatsbürgers schützen sollen, nämlich Politik, Öffentlichkeit und Wissenschaft.

Deine Existenzängste kannst Du heute nur noch auffangen, indem Du bereit bist, die Ideologie eines Oligarchen und schlucken und wiederzukäuen. Als Politiker, Medienschaffender und Wissenschaftler. Weil das Modell des abhängigen und zur Loyalität verpflichteten Gehaltsempfängers schleichend und durch Hintertüren auf alle Bereiche der Gesellschaft ausgedehnt wird.

Die alte sozialistische Utopie einer »Überwindung des Kapitalismus« ist dagegen in keiner Weise planbar, weil Geschichte nicht planbar ist. Ich denke aber, dass wir in fünfzig bis hundert Jahren im Rückblick auf viele kleine und inkrementelle Veränderungen sagen werden, das wir nicht mehr in einer kapitalistischen Gesellschaft leben. Im schlechtesten Fall darum, weil sie neofeudal geworden ist.

Links, Rechts, Masku

Als linker Maskulist sitzt man zwischen allen Stühlen, konkret als ein solcher, der zu zwei grundlegenden Erkenntnissen gelangt ist:

1. Arbeit bedeutet Leiden

2. Männer müssen mehr arbeiten

Wenn man dies an die Rechten heranträgt, stößt man auf Ablehnung. Denn Rechte wollen ja die traditionellen Geschlechterrollen: Die Frau muss beschützt werden und der Mann muss auf’s Schlachtfeld, das ist seine Bestimmung. Wenn ich zu denen gehe, werfen die mir eher Wehr- und Arbeitsmoralzersetzung vor; dass ich Männern Flausen ins Ohre setze, die sie vom Dienst für das Vaterland abhält (welches demnach aber ein Mutterland ist). Ich gehe in ein paar Punkten konform mit Rechten, aber hier hört es auf. Der Slogan, der bei Linken und bei Feministen entlarvend wirkt: „Mann ins Werk, Frau an den Herd“, findet bei Rechten Zustimmung, sie sehen darin kein Problem, denn sie sehen die Frau, und erst recht nicht den Mann, als geschlechtlich unterdrückt an, Geschlechterrollen werden begrüßt, traditionelle.

Und bei den Linken stößt man auf Ablehnung, da sie die feministische Ideologie gefressen haben, wonach die Frau unterdrückt wäre, weshalb sie seltener in außerhäuslicher Arbeit zu sehen ist. Die glauben das wirklich, sie sind nicht in der Lage zu erkennen, unfähig zu merken, dass die Frau im Gegensatz zum Mann die Wahl hat. Sie kann sich für oder gegen ein Leben in außerhäuslicher Arbeit entscheiden. Die meisten entscheiden sich zu einer bequemen Tätigkeit in Teilzeit, und wenn die Quote noch zu einem richtig guten Job führt, dann nimmt sie das auch noch gerne mit.

Die Linke ist dabei absolut hirngefickter als die Rechten. Das Weltbild letzterer ist kongruent. Aber der Linken? Der ganze linke Kampf dreht sich darum: Wer mach die Arbeit? Macht man sie freiwillig, oder wird man gezwungen? Was hat er davon? Wer profitiert eigentlich von der Arbeit der Arbeiter und kann man das akzeptieren? Bei Betrachtung des Geschlechterverhältnis zu diesen Fragen setzt der Hirnfraß ein.

Dass die Frau von der Arbeit des Mannes profitiert, bis dahin, dass sie vielleicht ihr ganzes Leben lang nicht arbeiten muss, wird nicht gesehen. Das ist das Privileg des Millionärs: Nicht arbeiten müssen, aber dennoch auf hohem sozialen Niveau leben. Im Gegensatz zu einem Hartzer. Der Mann hingegen hat nicht die Wahl zwischen Nur-Haushalt, Teil- oder Vollzeitarbeit. Der ist entweder Vollzeit beschäftigt, Millionär oder bitter arm, und letzteres ist für um ein vielfaches übler als für eine Frau, da sich dann keine mit ihm abgeben will, was heißt, dass er einsamer ist, und auch stärker von Obdachlosigkeit bedroht, da ihm jener zusätzliche Faden im sozialen Netz fehlt, über den Frauen verfügen, nämlich die Bereitschaft der Männer, für Frauen zu sorgen.

Und Frauen sehen das genauso (auch wenn sie’s nicht offen zugeben): Sie sind das Herrinnengeschlecht, der Mann hat ihr zu dienen. Zum Beispiel:

Einen Sündenfall der besonderen Art finden wir in dem Buch „Das Verdienst der Frauen. Warum Frauen würdiger und vollkommener sind als Männer“ von Modesta Fonte. Der Ton kommt uns inzwischen bekannt vor. …. Das Buch stammt aus dem Jahre 1600…. Das Buch wurde jüngst in einem angesehenen Verlag neu aufgelegt. In einer Besprechung wird es als »feinsinnig« gelobt. Es gewähre uns, so heißt es da, den Blick auf eine »lange Tradition weiblicher Gelehrsamkeit«. ……Männer werden einfach ausgegrenzt. … Modesta Fonte fragte sich: »Könnten wir uns die Männer denn nicht vom Hals schaffen (…) und dieser Last ein für alle Mal ein Ende bereiten? Könnten wir nicht ohne sie leben?«

Möglicherweise.Die Frauen hatten Sklaven, von denen sie sich bedienen ließen. Auch Männer hatten sie bisher als Sklaven angesehen. … »Denn sieht man nicht deutlich, dass es ihre Aufgabe ist, für die Arbeit das Haus zu verlassen und sich abzumühen, um das Geld heranzuschaffen, als wären sie Verwalter, nur damit wir in dem Haus bleiben, unser Leben genießen und wie Hausherrinnen befehlen können. Nur deshalb sind sie von Natur aus robuster und stärker als wir, damit sie die Mühen in unseren Diensten ertragen können.«

So denken viele Frauen: Die Biologie hat sie als Lebensspenderinnen, als Herrinnen vorgesehen und die Männer als ihre Diener. Es sind Nazis. Nur schweigen sie wohlweislich darüber, dazu merkte schon Vilar an:

Die langlebigere, entweder gar nicht oder nur zeitweise erwerbstätige und insgesamt trotzdem vermögendere Mehrheit wird einem als Opfer der kurzlebigeren, immer erwerbstätigen und insgesamt trotzdem ärmeren Minderheit präsentiert. Es gibt jedoch wenig Frauen, die über diese Auslegung laut lachen. Die meisten lächeln aus naheliegenden Gründen still in sich hinein.

Die Frauen, die damals Esther Vilar überfallen und zusammengeschlagen haben, das waren keine Feministinnen, denke ich. Das waren stinknormale Frauen, die ihr parasitäres Geschäfts- und Lebensmodell dadurch gefährdet sahen, dass eine Geschlechtsgenossin dieses schmutzige Spiel nicht mitmachte und den Männern sagte: „Hier, ich und meine Schwestern sind absolut nicht unterdrückt, uns geht es viel besser als euch und eure Mütter haben euch Lügen eingeflößt!“

Vilar hat eine Alternative zur Ausbeutung vorgelegt, die eigentlich von Linken ganz selbstverständlich angestrebt und unterstützt werden müsste. Stattdessen wird eine ganz andere Strategie gefahren, eine, wie sie von der Frauenfeindin Simone de Beauvoir vorgelegt wurde:

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.«

Sie will den Frauen eine Option nehmen, sie will sie in die Maloche nötigen wegen eines Minderwertigkeitskomplexes. Das macht aus ihr eine Frauenfeindin. Und die Linken? Sie wollen die Frau unter das Joch der Maloche zwingen und nennen das Frauenbefreiung. So eine Linke sieht die Obrigkeit gerne.