Katjes und Pinkstinks

Eine gemischtgeschlechtliche, gesellige Runde, es wird was zum Naschen serviert, darunter rosa Fruchtgummi von Katjes. Ich bin immer im Geschlechterkriegsmodus, also sage ich: „Das ist wohl eher was für Frauen.“

Ich erwarte heftigen Protest. Ich erwarte die Anklage. Ich erwarte, dass man mir vorwirft, ich würde Frauen auf überholte Geschlechterrollen festlegen wollen; ich erwarte den Einwand, dass es frauenfeindlich wäre, rosa als „Frauenfarbe“ zu kategorisieren… ich bin kampfbereit und gewappnet für eine hitzige Diskussion, in der ich den Leuten Esther Vilar an den Kopf werfen werde und was mein Arsenal noch so hergibt. Ich werde erläutern, dass Frauen Männer auf’s Übelste unterdrücken, dass sie zu Lasten des Mannes auf’s höchste privilegiert sind, ich werde es den Furien zeigen!!!1 Sie werden angepisst sein, sie werden mich canceln wollen, sie werden einen Scheiterhaufen errichten und mich darauf verbrennen – aber für euch, meine Brüder, nehme ich dies Opfer auf mich. Ja, ihr werdet Lieder auf mich singen…!!!11!

Eine Frau meint: „Stimmt.“ Sonst passiert nix. Ich bin zutiefst enttäuscht.

3 Gedanken zu „Katjes und Pinkstinks

  1. Holger

    Bei uns im Unternehmen (2000+) ist Diversity und Feminismus eher eine Randerscheinung. Die Gendertröten (Diversitybeauftragte), die Werkleitung, die Personalabteilung und die Betriebsräte machen diesen Quatsch mit. Aber unten an der Basis, bei den Leuten mit dem Schmutz an den Händen, stößt dieses Thema auf wenig Interesse oder wird sogar als lästig abgelehnt.

    Und die ein oder zwei tatsächlichen Feministinnen… die erkennt man ja immer schon an ihrem Äußeren und kann ihnen aus dem Weg gehen.

    Ist ein bischen wie diese andere Krankheit, dieses Corona. Würde man nicht drüber berichten, würde man es kaum merken.

    Antwort
  2. NBG

    Katjes ist doch grundsätzlich nur was für Frauen – weil vegan.

    Außerdem biedert man sich mangels Schweinegelee jetzt den Kopftuchfrauen an:

    Gegen Kühe haben sie anscheinend auch noch was:

    Auch wenn es noch so gut schmeckt, ein derart ideologisiertes Produkt kommt mir daher nicht ins Haus.

    Antwort

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