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Crumar zerlegt Stokowskis Ergüsse zu Arbeit und fairen Einkommen

Ein Kommentar, zu wertvoll ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen.

An Stokowski kann man dem Publikum exemplarisch aufzeigen, wie feministische Propaganda funktioniert (ohne dass Stokowski bemerken würde, wie diese sich in ihrem Hirn festgesetzt hat):

„In Deutschland gehen zwei Drittel der Einkommen immer noch an Männer, Frauen bekommen im Schnitt halb so viel Rente wie Männer.“

Der ökonomische Beitrag von Frauen zum Familieneinkommen liegt laut OECD in Deutschland bei unter 25% – das ist (selbst gerundet) ein Viertel, nicht ein Drittel.
Die Einkommen der Männer „gehen“ auch nicht auf sie zu, sie werden von ihnen erarbeitet.

Sie gibt sich sprachlich Mühe, den Zusammenhang von Arbeit und Einkommen aufzulösen, denn nur so wird der Anschein erweckt, es handle sich beim Rentenbezug um eine Ungerechtigkeit und nicht um eine logische Konsequenz.

Frauen „bekommen“ zum Beispiel eine Witwenrente, die in einer durch Umlagen finanzierten Rente einen Widerspruch an sich darstellt; denn da nichts angespart wird, kann auch nichts vererbt werden.
Dass sie diese Ungerechtigkeit nicht sieht, hängt mit dem bürgerlichen Feminismus zusammen, den sie propagiert.
Dieser Blödsinn ist so sehr ein Gewohnheitsrecht geworden, es stellt die Grundlage ihrer Weltanschauung dar – bleibt aber trotzdem Blödsinn.

„Das liegt zum Teil daran, dass Männer sich im Schnitt zu wenig um ihren Nachwuchs und Abwasch kümmern und zum Teil daran, dass Frauen öfter in Berufen arbeiten, ohne die jede Gesellschaft zwar komplett einstürzen würde, die aber als sogenannte typische Frauenberufe unangemessen bezahlt sind.“

Dass Männer mehr arbeiten, um um den Mehraufwand durch ein Kind zu finanzieren – geschenkt.

Worauf ich immer wieder hinweise und hinweisen werde, ist die absehbar nächste Runde feministischer Propaganda und Politik: Comparable Worth Index.

Der geht so: „In frauendominierten Berufen wird in der Regel deutlich schlechter verdient als in männerdominierten Berufen. Inwieweit verbergen sich dahinter Diskriminierungen in der Arbeitsbewertung aufgrund des Geschlechts? Im Projekt soll erstmals statistisch ermittelt werden, inwieweit derzeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt ungleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit (work of comparable worth) gezahlt wird und inwiefern insbesondere für Frauen dadurch Einkommensnachteile entstehen. Rein rechtlich muss nicht nur für die gleiche Arbeit, sondern auch für gleichwertige Arbeit in deutschen Betrieben bzw. im Geltungsbereich eines Tarifvertrags ein gleiches Entgelt gezahlt werden.“ https://www.boeckler.de/wsi_54336.htm#

Der springende Punkt ist erstens die Fragestellung zu „gleichwertig“, weil man natürlich Schindluder im Dutzend betreiben kann mit diesem Wackelpudding.
Zweitens wird in der behaupteten Diskriminierung ein ganzes Rudel von „blind spots“ gar nicht erst benannt, die jedoch seit Jahrzehnten hätten thematisiert werden sollen:

– Das Spektrum der von Frauen besetzten Qualifikationen ist extrem schmal. Das betrifft leider ebenso reguläre Ausbildungsplätze, wie auch Hochschulstudiengänge.
– Damit ist zentrales Thema die intrasexuelle Konkurrenz, weil es ein Überangebot an qualifizierten Frauen in einem Segment mit gleichbleibender Nachfrage gibt. Scheint man aber nicht laut sagen zu dürfen.
– Wenn alle Frauen bspw. Tierärztinnen werden wollen, dies sich aber auf Haustiere in urbanen Gemeinschaftspraxen in Teilzeit beschränkt, dann entsteht ein „frauendominierter Beruf“, bei der die Einkommen sinken, weil der Bedarf nicht unendlich ist, das Angebot an Arbeitskräften aber immer weiter steigt. Dass es sich hier um eine Fehlentwicklung handelt und gesellschaftliche Ressourcen für bürgerlich-weibliche Selbstverwirklichung vergeudet werden, ist sakrosankt.
Die weißen Ritter müssen bürgerlichen Frauen die üble Wahrheit ersparen, dass kapitalistische Marktgesetze auch für sie gelten.

Zum Glück arbeiten diese Frauen in Sektoren, die man besser entgelten kann, indem einfach Steuern und Beiträge erhöht werden! /sarcasm off
Genau darum geht es in der nächsten Runde feministischer Propaganda: so zu tun, als existiere durch das bloße Angebot einer Qualifikation eine Nachfrage nach der Qualifikation und die Arbeit hätte einen gesellschaftlichen Wert, einfach weil sie von Frauen verrichtet wird.

Die von Stokowski vertretene Illusion, „dass Frauen öfter in Berufen arbeiten, ohne die jede Gesellschaft zwar komplett einstürzen würde“ beruht auf einer grandiosen Fehleinschätzung. Wenn das Kita-Personal streikt, ist es für Eltern ein Ärgernis, streikt das Personal des örtlichen Elektrizitätswerks, sind alle betroffen. Streikt Stokowski, steht die Zukunft von SPON nicht auf dem Spiel; ganz anders, wenn die Sysadmins das tun.

Warum erschrickt wohl niemand vor der Aussicht auf den großen Frauenstreik? Weil er nahezu keine Relevanz hätte für die Gesellschaft.

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100 Jahre allgemeines Wahlrecht

Derzeit läuft auf allen Kanälen die Propaganda, wonach vor 100 Jahren Frauen das Wahlrecht erhielten. Das ist mal wieder die halbe Wahrheit und damit eine ganze Lüge.

Fefe schlüsselt auf:

Angesichts der aktuellen Feiern zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“ fragt sich vielleicht der eine oder andere, ab wann es eigentlich Männerwahlrecht in Deutschland gab. Hier ist die Wikipedia-Seite zur Geschichte des Wahlrechts in Deutschland.

Wahlen gibt es seit 1815.

Bayern, Württemberg, Baden und Hessen-Darmstadt waren nach 1815 die ersten Staaten mit Repräsentativverfassung. Wählen durften in der Regel nur reiche Männer, beispielsweise jene, die einen bestimmten Steuersatz zahlten.

Das zählt also nicht (Reichenwahlrecht, nicht Männerwahlrecht).

Weiter geht es 1848 mit der Märzrevolution.

Im April und Mai 1848 gab es die ersten Wahlen auf gesamtdeutscher Ebene, zur Frankfurter Nationalversammlung. Diese Versammlung entwarf eine gesamtdeutsche Verfassung und ein Wahlgesetz für allgemeine und gleiche Wahlen. Die mächtigsten deutschen Fürsten nahmen die Verfassung allerdings nicht an.

Nicht überall, zählt also nicht.

Der nächste Schwung war der Norddeutsche Bund, mit dem norddeutschen Wahlgesetz von 1869, das später auch im Deutschen Reich galt.

Wählen durften Männer über 25 Jahren, sofern sie nicht etwa durch Entmündigung vom Wählen ausgeschlossen waren.

Das klingt schon mal gut, allerdings:

In den deutschen Gliedstaaten blieb allerdings meistens ungleiches Wahlrecht in Kraft, zum Beispiel das Dreiklassenwahlrecht in Preußen oder ein Pluralwahlrecht (in dem manche Wähler mehrere Stimmen haben) in anderen Einzelstaaten.

Zählt also auch noch nicht.

Die von Sozialdemokraten geführte Novemberrevolution 1918 brachte Deutschland das Verhältniswahlrecht und das Frauenwahlrecht. Zusammen mit den Grundsätzen der allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahl schrieb die Weimarer Verfassung von 1919 dies auch den Gliedstaaten vor.

Mit anderen Worten: Das Männerwahlrecht gibt es in Deutschland genau so lange wie das Frauenwahlrecht. 100 Jahre.

Esther Vilar erzählt in „Der dressierte Mann“ eine köstliche Anekdote über das Frauenwahlrecht in der Schweiz: Dort ließ man in einem Kanton die Frauen selbst darüber abstimmen, ob sie das Frauenwahlrecht wollten. Und ihre Antwort lautete: Nein! Diese Nicht-Wählerinnen fürchteten wohl, dass ihnen mit dem Wahlrecht ihr größtes Privileg – das Privileg schlechthin – verloren gehen könnte: Das Hausfrauenmodell. Denn die traditionellen Rollen – Frau am Herd, Mann im Bergwerk – war niemals Nachteil sondern immer nur Vorteil der Frauen, weshalb es mit dem Frauenwahlrecht, bei welchem Frauen die Mehrheit der Wähler stellten, auch nicht abgeschafft wurde.

In vielen Ländern war das Wahlrecht abhängig vom Ausüben des Kriegsdienstes, das heißt Männer bezahlten mit ihrer körperlichen Unversehrtheit und ihrem Leben. Entgegen dem feministischen Wahn, wonach „Männer Kriege führen“ (tatsächlich werden sie geführt) und Frauen für Frieden stehen, spielten in der Realität letztere eine unrühmliche Rolle: Sie waren für Krieg und dafür, dass Männer – und nur diese – ihre Leben auf dem „Felde der Ehre“ ließen. Beispielhaft hierfür lässt sich der „Orden der weißen Feder“ anführen. Gunnar Kunz schreibt dazu (unten verlinkt):

Im August 1914 wurde der Orden von der Weißen Feder gegründet, der Frauen aufforderte, weiße Federn als Zeichen der Feigheit an junge Männer zu verteilen, die der Britischen Armee noch nicht beigetreten waren. Dieselbe Taktik wurde übrigens auch in Russland und den USA angewandt. Sie bestand darin, Männer in aller Öffentlichkeit zu beschämen, damit sie schließlich in den Krieg zogen.

Von dieser Möglichkeit machten Frauen reichlich Gebrauch. So reichlich, dass zahllose tragische Schicksale die Folge waren. Eine Kleinanzeige in der Times vom 8.7.1915 verdeutlich es: Jack FG. Wenn du nicht bis zum 20. in Uniform bist, dann existierst du für mich nicht mehr. Ethel M. Dass dies kein Einzelfall war, belegt der Film Der General von Buster Keaton, dessen Geschichte auf eben dieser Prämisse beruht. Manche Frauen sahen im Übrigen im Orden der Weißen Feder eine bequeme Möglichkeit, sich ganz nebenbei ihres ehemaligen Geliebten zu entledigen.

Auch Suffragetten wie Emmeline und Christabel Pankhurst unterstützten den Orden nach Kräften: Frauen haben das Recht, Männer zu fragen: „Wirst du dein Vaterland verteidigen und dein Versprechen gegenüber Frauen einlösen?“ Männer haben Frauen versprochen, (…) sie vor allen Gefahren und Schwierigkeiten des Lebens zu beschützen. (…) Das Mindeste, was Männer tun können, ist, dass jeder Mann im kriegsfähigen Alter sich darauf vorbereitet, (…) die Mütter, Ehefrauen und Töchter Großbritanniens zu retten.

Und an anderer Stelle über das Wahlrecht (Punkt 5):

Zusammenfassend kann man also sagen: 1.) Männer sollten das Wahlrecht als Gegenleistung für die allgemeine Wehrpflicht bekommen. 2.) Es wurde den meisten von ihnen aber mehr als hundert Jahre lang vorenthalten. Ein großer Teil der Männer bekam das Wahlrecht zur gleichen Zeit wie die Frauen gewährt. Das war in anderen Ländern übrigens nicht anders. In Großbritannien beispielsweise erlangten 1918 nicht nur acht Millionen Frauen, sondern auch fünf Millionen Männer zum ersten Mal das Wahlrecht. 3.) Dort, wo einige, vor allem vermögende Männer bereits früher wählen durften, hatte dies nur geringe praktische Auswirkungen und wurde von Seiten der Obrigkeit nach Kräften behindert. 4.) Die Einführung des Frauenwahlrechts war daher nicht die Abschaffung einer Ungerechtigkeit, die tapfere Frauen gegen den Widerstand unterdrückender Männer erkämpft haben. Zumal sie sich dabei der Unterstützung durch Männer wie John Stuart Mill oder August Bebel sicher sein konnten. 5.) Im Gegensatz zu Männern bekamen Frauen das Wahlrecht ohne Gegenleistung.

Weiterlesen: Was nicht im Geschichtsbuch steht

Crumar und Quellwerk: Wie Genderisten versuchen, die Diskriminierung von Jungen wegzureden

Kommentare, zu wertvoll um sie in der Versenkung verschwinden zu lassen.

Kontext: Es geht um die Diskriminierung von Jungen und der feministischen Strategie, diese wegzureden, indem behauptet wird, diese Diskriminierung sei nicht auf das männliche Geschlecht zurückzuführen sondern auf andere Faktoren wie etwa Migrationshintergrund.

Crumar:

Das ist korrekt – aber nicht die ganze Wahrheit, weil sie in ihrer Propaganda einen interessanten spin einbaut.

Auch Jungen aus der Arbeiterklasse gehören zur Gruppe von Jungen. Jungen mit Migrationshintergrund gehören zur Gruppe von Jungen. Ebenso verhält es sich mit schwulen oder/und behinderten Jungen.

Hielte sie ihren Gender-Blick konsequent durch, wäre es logisch, die Benachteiligung von Jungen in der Schule zu konstatieren, vergleicht man sie diese mit dem Bildungserfolg von Mädchen.

Die Rettung vor dieser Einsicht gelingt mit ihrem Sprung in die Pseudo-Intersektionalität.
Wonach nämlich nicht die Gruppe aller Jungen benachteiligt wird, sondern nur bestimmte Gruppen innerhalb der Gruppen von Jungen.

Also bspw. Jungen aus der Arbeiterklasse oder mit Migrationshintergrund.
Diese Gruppen wiederum vergleicht sie mit der Gruppe von Mädchen, die durch den sozialen Status der Eltern „privilegiert“ sind.

Wo liegt der Fehler?

Natürlich darin, nicht die Gruppe der Mädchen mit Migrationshintergrund mit der der Gruppe von Jungen mit Migrationshintergrund und die Gruppe der Jungen aus der Arbeiterklasse mit der Gruppe von Mädchen aus der Arbeiterklasse verglichen zu haben.

Ist der soziale Status und der Bildungshintergrund der Eltern gleich und der Bildungserfolg verschieden, dann ist in der Tat das Geschlecht der determinierende Faktor des Bildungserfolgs der Kinder.

Das würde aber bedeuten, die Schule diskriminiert Jungen und dann müsste man einen eingehenden Blick auf diese Diskriminierung richten.

Das möchte sie jedoch vermeiden, deshalb ihr Schachzug, sowohl auf der Basis von Gender, als auch von Intersektionalität nicht konsequent zu analysieren, sondern beide Ebenen zu bemühen, um sie wechselseitig lahm zu legen.

Was man hier beobachten kann, ist die die Funktionsweise der Sprachhypnose feministischer Propaganda.

Quellwerk:

Gute Analyse. Ergänzend von mir: Gender ist Bestandteil des Intersektionalismus. Gender wurde um zusätzliche Kriterien erweitert und das Ergebnis mit dem Namen Intersektionalismus getauft. Soweit Frauen benachteiligt erscheinen, gilt als Wirkfaktor immer mindestens das Gender (=Sexismus), soweit Männer benachteiligt werden, gilt als Wirkfaktoren niemals das Gender (=Sexismus), sondern immer nur andere Faktoren des Intersektionalismus, wie z.B., Klassissismus (Diskriminierung aufgrund der sozialen Schicht) und andere Kategorien.

Muss eine Wissenschaft nicht immer denselben Maßstab verwenden, wenn sie Ergebnisse zum gemessenen Gegenstand veröffentlicht? Handelt es sich noch um Wissenschaft, wenn sich mit dem Gegenstand auch der Maßstab ändert? Und wenn dies der Fall sei, muss nicht die Notwendigkeit offen gelegt werden, warum der Maßstab geändert werden muss und auf welche Weise? Ist Intersektionalismus und Genderismus eine Wissenschaft?

Qualität im Feminat

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– „Lebt die Katze noch?“

– „Ich seh mal nach.“

In der Quantenphysik ist es so, dass der Zustand eines beobachteten Phänomens auch durch den Beobachter bestimmt wird. Deshalb sollte man ganz vorsichtig nach der Katze sehen. Mir selbst ist diese physikalische Erkenntnis, die auch weitreichende philosophische Konsequenzen hat, aber nicht einsichtig. Dafür gibt es in anderen Disziplinen aber ähnliche Theoreme, wie etwa der Poststrukturalismus. Dieser besagt u.a. dass das Wahrheit ist, was den Diskurs als Wahrheit dominiert. Das ist bedenklich, denn es bedeutet, dass das Wahrheit ist, was ein Tyrann als Wahrheit festlegt – eine brutale Herrschaft des Stärkeren. Dazu erklärte mir eine Genderistin tatsächlich mal, wenn die Mehrheit der Menschen denkt, die Erde sei eine Scheibe, dann sei das nunmal die Wahrheit.

Nach dieser Theorie will man nun eine neue Wahrheit durchsetzen, wonach es nicht zwei sondern viele Geschlechter gebe. Denn den Theorien der Elfenbeinturm-Genderisten nach sprechen wir nicht von zwei Geschlechtern, weil es tatsächlich zwei Geschlechter gibt, sondern es ist genauso anders herum: Es gibt nur deswegen zwei Geschlechter, weil über zwei Geschlechter gesprochen wird. Durch das Sprechen werden sie „reproduziert“. Und nun begehren „Marginalisierte“ auf und wollen ihre querliegende Geschlechtsidentität der Mehrheit ins Denken einhämmern. Ist das Projekt „Geschlechterärger“, wie es Judith Butler nennt, erstmal abgeschlossen, dann werden „Marginalisierte“ nicht mehr marginalisiert sein sondern normal. Es fällt auf, dass die Disziplin des Gender freundlich ausgedrückt eine „weiche Disziplin“ ist, unfreundlich ausgedrückt: Ein Laberfach. Damit will ich nicht sagen, dass Geisteswissenschaften grundsätzlich unseriös seien, allerdings halte ich sie für besonders anfällig für Laberei. Es ist eine Linguistin, die sich hier über biologische Begebenheiten wie dem Geschlecht auslässt. Und sie kennt viele schlaue Wörter, mit denen sie eine Mauer der Unverständlichkeit um ihre Thesen baut, was auch verständlich ist, denn würde sie in einer klaren Sprache sagen, dass das Geschlecht nicht von der Natur vorgeben ist sondern bloßes Produkt der Kultur, auch Otto Normalbürger könnte solche Thesen als Schwachsinn entlarven. Dabei fallen Genderisten schon mal selber auf ihre Vorliebe für Unverständnis rein, etwa wenn ihnen Nonsense wie eine „konzeptueller Penis“ untergeschoben wird, Gelaber im feministischen Elfenbeinturm eben.

In Laberfächern kann man wild drauflos postulieren, ob es stimmt oder nicht lässt sich weit schwerer überprüfen als in harten Disziplinen. Dort lässt sich Qualität weitaus besser evaluieren. Ein Maschinenbauingenieur etwa, der naturwissenschaftliche Gesetze ignoriert, wird keine Maschinen bauen, die auch zufriedenstellend funktionieren – und das kann jeder recht einfach nachprüfen. Dass ein Auto fährt, ein Flugzeug fliegt und Du hier meinen ungehörten Widerstand gegen das Feminat lesen kannst, hat was mit knallharter Wissenschaft zu tun. Nach genderistischer Auffassung ist aber „Qualität“ lediglich eine Erfindung des Patriarchats, um Frauen auszugrenzen und auch Hoffmann merkt zur feministischen Auffassung von Qualtiät an: „Die meisten Lehrerinnen im Fach ‚Frauenstudien‘ halten Wissen an sich für eine ‚patriarchale Konstruktion'“. Eine recht frauenfeindliche Sichtweise nebenbei, sind doch ihr zufolge Frauen nicht in der Lage, qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten. Das hat wohl auch Einfluss auf die Qualifikation von Quotenfrauen. Denn ungerührt vom Mantra, wonach nur mindestens gleich qualifizierte Frauen in den Genuss der Bevorzugung durch die Quote kommen, führt sie in der Realität etwa zu Informatik-Professorinnen, die zwar nicht programmieren können, dafür aber Vorträge über die unterdrückte Frau halten, die durch sexistische Algorithmen und gläserne Decken von Führungspositionen wie auch von Lehrstühlen ferngehalten werden.

Um das Problem der schwierigeren Evaluation von Qualität in Laberfächern zu verdeutlichen, will ich auf die Kunstform der Literatur verweisen. Wie misst man die Qualität von Literatur? Schwierig. Laut Genderisten sind Literatinnen genauso gut wie männliche, weshalb die Unterrepräsentanz von Frauen in der Weltliteratur mal wieder auf ihre ewige Benachteiligung zurückzuführen ist. Eine nicht falsifizierbare These. Johann Wolfgang von Goethe wäre demnach gar nicht so gut, wie es heißt, und Miss Namenlos zu Unrecht unbekannt. Allerdings: Solche Autoren haben mit ihrem Schaffen großen Einfluss ausgeübt. Auch wer „Faust“ nicht gelesen hat, wird schon den sprichwörtlich gewordenen Ausspruch vom Pudels Kern gehört haben, mit dem kundgetan wird, dass man das Wesen eines Phänomens erkannt hat. „Die Leiden des jungen Werther“ war so gut, dass es verboten wurde, denn seine Leser tendierten zum Selbstmord. Sicherlich kein Werk eines Stümpers. Auch Shakespeare hatte großen Einfluss auf die Sprache, etliche Redewendungen gehen auf ihn zurück, die man auch im deutschen Ausland kennt: „Gut gebrüllt Löwe!“. Und wirklich jeder hat schon die Worte „Sein oder Nichtsein“ vernommen. Es gibt aber auch Frauen, die Weltliteratur geschaffen haben: Jeder kennt Frankensteins Monster und viele verwechseln es mit dem Herrn Frankenstein selbst. Meine Theorie, warum aber dennoch Männer bessere Literatur schaffen, ist, dass Männer mehr leiden, weil das Leben, genauer die Gesellschaft, härter und kälter zu ihnen ist, weshalb sie sich auch öfters das Leben nehmen, und damit aus eigener Erfahrung heraus Not und Leid eindrücklicher beschreiben können. Derjenige, dessen ganzes Leben eitel Sonnenschein ist, kann keine tiefgründigen Werke verfassen – vermutlich versteht er noch nicht mal die quälende Frage nach dem, was die Welt in ihrem Innersten zusammenhält.

Aber das ist nur eine Theorie, letztlich gibt es in den weichen Wissenschaften kein hartes Kriterium, womit sich Qualität messen ließe. Eine Feministin findet vielleicht Goethe langweilig und faschistoide Vernichtungsphantasien wie „SCUM“ faszinierend. Letztlich spielt da der Geschmack mit rein: Ich z.B. bin nur noch gelangweilt, ja angeödet von Werken, die die Geschichte der unterdrückten Frau erzählen. Mit diesem Märchen wird man 24/7 zugeballert. Was ein Mangel an Originalität, diesen Geschichten nur ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. Viel spannender hingegen Stücke, die dem herrschenden Diskurs entgegenstehen. Und damit sind wir wieder bei der Katze und der Beobachter, der das Ergebnis bestimmt. Ich bzw. die Feministin sind die Beobachter, die ein Werk beurteilen und damit dessen Qualität – anödent oder spannend – festlegen. Paul Watzlawick hat übrigens verneint, dass es keine vom Beobachter unabhängige Wirklichkeit gebe. Und letztlich hat sich die Mehrheit der Menschen von der falschen Vorstellung der Erde als Scheibe abgewandt.

p.s.: Letztes Jahr gingen alle wichtigen Literaturpreise an Frauen. Preisfrage: Sind diese Frauen wirklich so gut oder wirkt hier nur eine inoffizielle Quote? Sind diese Preise korrumpiert und damit nichts mehr wert?

Billy Coen und Kibo zur Ausbreitung feministischer Hegemonie

Kommentare, zu wertvoll um sie in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Billy Coen:

Es ist unübersehbar, dass die feministische Ideologie eine erhebliche Diskurshegemonie hat, sowohl politisch als auch medial. Gerade letztes darf nicht unterschätzt werden. Ich denke, noch vor 25 Jahren wäre es unvorstellbar gewesen, ohne jede Zurückhaltung oder Scham nichts geringeres zu propagieren, als einen Frontalangriff auf unser demokratisches System, wie es seit der letzten Bundestagswahl immer wieder thematisiert und, so munkelt es, bereits in Hinterzimmern in Planung befindlich ist. In den Medien wird dies „schlimmstenfalls“ neutral thematisiert oder, in der Mehrheit der Berichte, sogar wohlwollend kommentiert. Man sollte nicht unterschätzen, welche Wirkungen dadurch erzielt werden. Da werden Skandale peu à peu normalisiert. Und in typischer Salamitaktik wird, sobald sich die Gesellschaft an den einen eigentlich skandalösen Zustand gewöhnt hat, die nächste Scheibe nachgelegt und zur neuen Norm gemacht. Die beklatschten Ausflüsse besagter „Sabrina“ mögen derzeit noch das Gepolter fanatisch ideologisierter Spinner sein, aber wie wird es in weiteren 25 Jahren aussehen? Ist dies dann vielleicht doch schon längst weitgehend umgesetzt mit der Legitimation, dass es ja irgendwie diffus was für Frauen ist? Und worüber wird dann geredet? Deutliche Einschränkung des Wahlrechts für Männer, weil sich Frauen (wie Studien sagen TM) von zu vielen männlichen Wählern bedroht und in ihrer Wahlfreiheit eingeschränkt fühlen? Klingt jetzt natürlich Banane, aber vieles von dem, was wir jetzt schon als normal empfinden, wäre uns vor besagter Zeitspanne wohl noch ebenso Banane erschienen.

Der von dir eingefügte Text aus der Urteilsbegründung des Bundesverfassungsgerichtes ist da auch sehr interessant. Tatsächlich waren wohl die dort getätigte Feststellung sowie der gefundene rechtliche Kompromiss eine weise, beinahe salomonische Entscheidung. Das Problem: aus Sicht des heutigen Frames lesen sich die sehr abwägenden Ausführungen des Bundesverfassungsgerichtes tatsächlich schon beinahe „frauenfeindlich“. Das, was damals wohl nur durchgeknallte Feministinnen vom Schlage einer Alice Schwarzer und schlimmer darüber dachten, findet man inzwischen teils affektiv in seinen eigenen Empfindungen diesbezüglich wieder.

Ich glaube auch nicht, dass dieser Entscheid heutzutage ebenso getätigt und schon gar nicht so „radikal“ begründet worden wäre. Man kann natürlich mit der Unveränderlichkeit der ersten Artikel des Grundgesetzes argumentieren, aber es geht ja nicht um die Artikel selbst, sondern darum, wie sie interpretiert werden. Es ist doch inzwischen Usus, dass völlig selbstverständlich dem Grundgesetz pauschal ein „Gleichstellungsauftrag“ angedichtet wird, obwohl das Wort Gleichstellung im Grundgesetz nicht ein einziges Mal auftaucht und (bislang) auch Kommentare dieses Wort konsequent nur als rechtliche Gleichstellung verwenden, was synonym für „Gleichberechtigung“ steht.

Hört man sich dann aber das Geschwalle einer Verfassungsrichterin „Professor“ Baer an, klingt das schon auffallend anders. Da wird sich klar vom Terminus der Gleichberechtigung wegbewegt und dies dadurch zu legitimieren versucht, indem man Wortlaute aus dem Grundgesetz nimmt und sie mit teils wilden Assoziationsketten verzerrt oder gar in ihr absolutes Gegenteil verkehrt.

Ich finde das sehr bedenklich. Und ja, es ist mal wieder Zeit für Godwin’s Law: ich fände es als Beispiel mal interessant, eine Ausarbeitung zu haben, wie sich Kommentare von „Rechtssachverständigen“ über die zwanziger und dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts hinweg bezüglich der Auslegung der Verfassung der Weimarer Republik so gewandelt haben. Gewiss wird man merken, wie sich ab einem gewissen Zeitpunkt diese immer stärker dahin verändert haben, Legitimationen für das politische Gebaren der Nationalsozialisten aus der Verfassung herzuleiten, obwohl eigentlich die Lektüre der Primärquelle jeden normal denkenden Menschen recht klar zu genau dem gegenteiligen Schluss kommen lassen müsste, bzw. zuvor noch andere Sachverständige zu gegenteiligen Urteilen kommen ließ.

Meines Erachtens erleben wir derzeit etwas ähnliches und das macht mir Sorge.

Kibo:

Das Problem: aus Sicht des heutigen Frames lesen sich die sehr abwägenden Ausführungen des Bundesverfassungsgerichtes tatsächlich schon beinahe „frauenfeindlich“.

Mir geht dies so, wenn ich meinem kleinem Sohn Grimms Märchen vorlese, dann kommen diese mir geradezu extrem „frauenfeindlich“ vor. Erst beim weiteren Nachdenken fällt mir mir auf, dass die Märchen eher ein realistische Frauenbild beschreiben, wärend die heutigen Medien ein völlig einseitiges und damit unrealistisches Frauen- und insbesondere Männerbild erschaffen. Nichtsdestotrotz, hat sich dieses Bild, so stark in mir verfestigt, dass es schwerfällt zu akzeptieren, dass auch Frauen schlechten Seiten haben können.

Hört man sich dann aber das Geschwalle einer Verfassungsrichterin „Professor“ Baer an, klingt das schon auffallend anders. Da wird sich klar vom Terminus der Gleichberechtigung wegbewegt und dies dadurch zu legitimieren versucht, indem man Wortlaute aus dem Grundgesetz nimmt und sie mit teils wilden Assoziationsketten verzerrt oder gar in ihr absolutes Gegenteil verkehrt.

Mein Lieblingsbeispiel dazu stammt aus dem Urteil zum „dritten Geschlecht“:

Aus dem Gleichberechtigungsgebot des Art. 3 Abs. 2 GG folgt, dass bestehende gesellschaftliche Nachteile zwischen Männern und Frauen beseitigt werden sollen. Stoßrichtung der Norm ist es vor allem, geschlechtsbezogene Diskriminierung zu Lasten von Frauen zu beseitigen

Diese Bemerkung hat keinen echten Bezug zur Verfassungbeschwerde. Aber man hat hiermit höchstrichterlich bestätigt, dass Frauen entgegen dem Wortlaut im Grundgesetz einseitig priviligiert und Männer einseitig diskrimminiert werden dürfen. Wie gesagt, ohne dass es dazu überhaupt eine Verfassungsbeschwerde gab.

Rape Culture: „Don’t rape!“

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Vergewaltigungsopfern ins Gesicht spucken.

Es folgt eine Reihe, die sich einer besonders hässlichen feministischen Theorie widmet, welche eine „Rape-Culture“ postuliert. Ich greife dem Fazit vor: Was dem Nazi die jüdische Weltverschwörung, ist dem Feminist die Rape-Culture.

Nehmen wir obiges Plakat: Anstatt also, dass man Frauen sagt, vorsichtig zu sein, soll man stattdessen Männern sagen, nicht zu vergewaltigen. Das macht ungefähr soviel Sinn, wie Hausbewohnern nicht mehr zu sagen, ihre Türen abzuschließen, sondern „Menschen“ zu sagen, sie sollen nicht einbrechen. Moment! „Menschen“? Welchen „Menschen“? Zigeunern etwa, oder wäre das rassistisch? Eben. Bei der Thematik „Einbruch“ – anders als bei Vergewaltigung – fehlt das Feindbild, fehlt der Feind, den man anklagen und gegen den man seinen Hass ausleben kann. Deshalb gibt es keine entsprechende Bewegung. Es geht nicht um Schutz der Opfer, es geht um Hass. Dieses Plakat oben transportiert die Botschaft, dass eigentlich alle Männer irgendwie Vergewaltiger wären, denen man noch sagen müsste, doch bitte schön nicht zu vergewaltigen. Nur: Wer würde auf solch eine Botschaft hören? Vergewaltiger? Männer?

Es ist ein Snuff-Video. Snuff-Videos sind Videos, die reale Verbrechen zeigen wie Mord, Folter oder eben auch Vergewaltigung. Die Frau, die im Video auftritt, weiß offensichtlich nicht, was ihr bevorsteht. Vermutlich hat man ihr gesagt, es handele sich um ein Filmcasting. Sie spielt ihre Rolle, bis der „Schauspieler“ sie zu sich heranzieht und sie küsst. Sie wehrt sich, stößt ihn zurück. Er reagiert mit Gewalt. Mit brutaler, überwältigender, jeden Widerstand im Keim erstickende Gewalt schlägt er auf sie ein, bricht ihren Willen komplett. Dann vergewaltigt er sie anal, vaginal und oral. Dieses Schwein* muss nicht befürchten, dass sie zubeißt, wenn er ihr seinen Schwanz in den Mund rammt, ihr Wille ist gebrochen, sie denkt nicht an Widerstand, steht nur noch Todesängste aus.

So, und jetzt die Preisfrage: Würde sich ein solcher Vergewaltiger davon abhalten lassen, zu vergewaltigen, wenn man ihm sagte: „Don’t rape“? Ähnliche Fragen ließen sich auch zu Knastvergewaltigungen stellen. Die Antwort lautet: Wohl kaum. Wenn sich aber Vergewaltiger nicht durch die Parole „Don’t rape!“ abhalten lassen, welchen Sinn hat sie dann? Sie transportiert die Agenda, wonach alles zu Vergewaltigung erklärt wird, ganz alltäglicher Sex, wie ihn Milliarden von Menschen ganz alltäglich praktizieren, eine Agenda, die Gesetze auf eine Weise verschärft, mit der Männer weiblicher Willkür ausgeliefert werden.

Auch ist derjenige Mann, der sich solche Parolen zu Herzen nimmt, kein Vergewaltiger, vielmehr ist er ein Opfer gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oder auch Sexismus‘, als welcher er die stalinistische Anklage reumütig annimmt und sich selbst erniedrigt wie jedes missbrauchte Kind, das sich nicht von seinen missbrauchenden Eltern lossagen kann. Der Schauspielerin oben, der durch ein „Don’t rape!“ nicht im geringsten geholfen ist, wird vermutlich übel bei dem Gedanken, dass solche „Frauenschützer“ schlechten Sex oder Sex unter Alkoholeinfluss als „Vergewaltigung“ verhandeln – „Ver-Gewalt-igung“ ohne Gewalt.

Der ganz durchschnittliche Mann wird zum Vergewaltiger erklärt – im „Patriarchat“, in einer „rape-culture“ ist eben jeder Mann schuldig, bis seine Unschuld bewiesen ist. Dabei verwendet man ausufernde Definitionen von Vergewaltigung um möglichst hohe Fallzahlen zu generieren – Vergewaltigung ist das Lieblingsverbrechen der Feministen. Der Hass gegen den Mann verdrängt hierbei eine nüchterne Herangehensweise an die Thematik, die Opfer – auch männliche – wirklich schützt, wirklich helfen könnte; es geht also nicht um Schutz und Hilfe, es geht um Hass und Hetze, um Schuldzuweisungen. Denn wenn es wirklich um Prävention ginge, müsste man als erstes akzeptieren, dass der Vergewaltiger nicht der ganz normale Mann von nebenan ist, sondern in der Regel selbst schwer geschädigt und traumatisiert, etwa durch Missbrauch, nicht selten durch die eigene Mutter. Einem solchen Verständnis von sexueller Gewalt steht aber rachsüchtiger Hass im Weg, der sich nicht nur auf Vergewaltiger beschränkt, sondern alle Männer umfasst.

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Tragischer Fall eines armen, gehirngewaschenen Opfers gruppenbezogener Menschlichfeindlichkeit: Ich bin schuldig.

*nix gegen diese sympathischen Tiere.

Werde eine Männerfreundin! So lebt es sich besser.

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Liebe Leserin,

„Das hat er sich fein ausgedacht, will, dass ich eine Komplizin des Patriarchats werde!“ denkst Du jetzt vielleicht. Wenn Du das denkst, hast Du bereits eine weit verbreitete Annahme übernommen, nämlich die, wir lebten in einem „Patriarchat.“ Dass wir in einem „Patriarchat“ leben, dass also Frauen unterdrückt werden, lernst Du von deinen Eltern, in der Schule, in der Uni. Du liest es in der Zeitung, hörst es im Radio und siehst es im Fernsehen. Und das ist schon der erste Punkt, nehmen wir eine Diktatur: Glaubst Du dort hört man im Fernsehen, dass die herrschende Klasse und der Machthaber Verbrecher sind und ganz zu Unrecht an der Macht?

Du merkst schon, wohin die Reise geht. Ich werde dir im Folgenden etwas über das Leben der Männer im Patriarchat erzählen und mir anschließend anmaßen, dir Ratschläge zu geben wie Du glücklicher leben kannst, und zwar mit Männern anstatt gegen sie.

Vielleicht bist Du schon eine Männerfreundin. Vielleicht hat dich das Thema Geschlechterkrieg noch nie sonderlich interessiert. Vielleicht bist Du aber auch eine Männerhasserin, so sehr, dass Du deinen Hass gegen Männer als Energiequelle begreifst. Vielleicht liest Du begeistert Titel wie „SCUM,“ „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“ oder „Ein bisschen Männerhass steht jeder Frau“ da für dich Männer üble Unterdrücker sind. Ach ja: Laut Feministen hassen Männer Frauen. Solche Titel mit getauschten Geschlechtern wirst Du aber nicht finden.

Als Kronzeugin gegen die Anklage, Männer seien Schweine an der Macht (nichts gegen diese sympathischen Tiere) möchte ich Norah Vincent anführen. Die Lesbe Norah Vincent war eine Männerhasserin. Sie hatte das, was ihr die Feministinnen an der Uni und in Büchern alles über die Männer erzählt hatten, bereitwillig übernommen. Für sie war jeder Mann vom „Patriarchat“ beschmutzt. Eines schönen Tages beschloss sie, die Männer zu erforschen, was Konsequenzen für ihr ganzes Weltbild hatte. Denn sie forschte tatsächlich, anders als feministische Wissenschaftlerinnen, die in „kritischer Männerforschung“ lediglich ihre Antipathien gegen Männer ausleben. „Kritisch“ bedeutet, dass das Ergebnis im vornherein festgelegt ist, echte Wissenschaft aber ist ergebnisoffen – wenn man aber so einer „Wissenschaftlerin“ sagt, sie sei nicht wissenschaftlich, ist sie zutiefst empört.

Zurück zu meiner Kronzeugin: Diese wollte die haarigen Viecher, die sich die ganze Zeit Vergewaltigungswitze erzählen, wenn sie unter sich sind, erforschen. Und das machte sie, indem sie zu einem Mann wurde. Aus der maskulin wirkenden Lesbe wurde ein feminin wirkender Mann. So sammelte sie Erfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen wie Arbeit, Dating-Szene oder dem Männerstammtisch in der Bowlingbahn. Gleich im Vorwort ihres Buches verblüffte sie mich: Sie entschuldigte sich bei den Männern, die sie getäuscht hatte und die so als Versuchskaninchen für ihre Forschung herhalten mussten. Wenn man in einer Gesellschaft lebt, in der gewaltverherrlichende Hasspredigerinnen mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt werden, ist allein das schon eine Rücksichtnahme, die einem nahe geht. Sowas ist man nicht gewohnt. Indem sie ein gutes Jahr als Mann unterwegs war, änderte sich ihr Haltung gegenüber dem anderen Geschlecht: Aus der Feministin wurde eine Männerfreundin, man könnte schon fast sagen eine Maskulistin, denn zum Schluss ihres Buches forderte sie tatsächlich eine Emanzipationsbewegung für Männer! Eine feministische Lesbe, man stelle sich vor!

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Eines der Dinge, die sie gelernt hatte war: Nicht nur erzählten sich die Kerle nicht die ganze Zeit Vergewaltigungswitze, auch behandelten Männer sie, bzw. „ihn“ auch anders als Frauen. Während Männer, die sie kennenlernte, erstmal annahmen „er“ sei in Ordnung, bis „er“ das Gegenteil bewies, war es bei Frauen genau andersrum: Diese unterstellten „ihm“ erstmal das Schlechteste. In der Dating-Szene, beim Flirten mit Frauen musste „er“ dann auch unter Beweis stellen, dass „er“ würdig sei und viel zu bieten hatte. Vincent berichtet, dass sie Aggressionen gegen diese Frauen entwickelte.

Ihr Experiment endete damit, dass sie einen Nervenzusammenbruch erlitt. So sehr setzte ihr der Stress zu, von den Menschen wie ein Mann behandelt zu werden. Das ist vielleicht überraschend für denjenigen, der meint Männer hätten es besser. Tatsächlich ist die ganze Gesellschaft gegen Männer härter und kälter. Ein Frau-zu-Mann-Transsexueller berichtet: „Was mir weiterhin auffällt, ist die deutliche Reduzierung der Freundlichkeit, die mir im öffentlichen Raum entgegengebracht wird. Es fühlt sich jetzt an, als wäre ich auf mich allein gestellt.“ (Punkt 3) Es besteht ein Empathy-Gap gegen Männer, der strukturell wirkt. Um dazu ein weiteres Beispiel anzuführen, sei auf die Floskel „…unter den Opfern befanden sich auch Frauen und Kinder“ verwiesen, die man öfters mal zu hören bekommt. Der Tod von Männer ist also nicht so tragisch, sie sind als Menschen weniger wert. Im Grunde fehlt nur noch, dass mal irgendein Journalist erklärt, unter den Verunglückten eines Unglücks befänden sich zum Glück nur Männer. Und als abschließendes und drastischstes Beispiel: Das mangelnde Mitgefühl gegenüber Männern machte den Holocaust erst möglich.

Aufgrund dieses Empathiedefizits stellen Männer die Mehrheit unter den Obdachlosen und Selbstmördern – ihnen wird weniger geholfen. Und nein: Dass die meisten Chefs Männer sind, beweist nicht, dass sie bevorzugt wären. Vielmehr ist Arbeit ein Übel – auch als Chef. Frauen lassen sich gar nicht erst darauf ein, ein Leben lang in Übervollzeit zu malochen um irgendwann mal im Vorstand zu sitzen – während dies beim Mann den Wert auf den Partnermarkt erhöht und für ihn damit einen weiteren Anreiz darstellt, sich richtig reinzuhängen – mehr als jede Frau. Und hier werde ich wütend: Während es für die Gesellschaft kein Thema ist, wenn Obdachlose erfrieren, werden für Frauen per Quote Teilzeitführungspositionen geschaffen, damit Madamme die Vorteile einer Führungsposition ohne die Nachteile genießen kann. Man trägt ihr den eigenen Hintern hinterher.

Ok, das war aggressiv.

Also: Es gibt keinen Grund, Männer zu hassen, denn sie sind nicht bevorzugt. Übrigens ist ein klassisches Muster in der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, den Angefeindeten Privilegien zu unterstellen. Ich behaupte mal: Männer behandeln Frauen anständiger als Frauen Männer – siehe Norah Vincent. Auch der ganze herrschende Feminismus in der westliche Hemisphäre ist einer der besten Beweise dafür. Wenn Du einen fremden Mann begegnest, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er dir zu Hilfe kommen würde, größer als dass er dich angreift – selbst wenn er sich damit in Gefahr bringt.

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Wenn Du Zuneigung zu Männern entwickelst, bist Du ein echtes Goldstück und ich beneide den Mann, der mit dir zusammen ist. Zu den angekündigten Schlägen, den Ratschlägen: Such dir einen Mann fürs Leben, mit dem Du eine Familie gründen willst, wenn Du jung bist. Dann hast Du es am einfachsten. Aus der Glücksforschung weiß man, dass Frauen in ihren jungen Jahren am glücklichsten sind. Ihr Glück nimmt ab mit den 30ern, dann also, wenn Frauen zunehmend nicht mehr das erleben müssen, was Berufsbetroffene als „sexuelle Belästigung“ anprangern. Die Reihenfolge: Erst Kinder, dann Karriere (sofern Du überhaupt eine machen willst) ist die bessere Lebensplanung. Wenn Du Ende 30 eine Familie gründen willst, kann es dir leicht passieren, dass Du dazu keinen Partner findest, weil die bereits vergeben sind. Hinzu kommt: Jenen Mann, den Du attraktiv findest, finden auch andere Frauen attraktiv – junge Frauen. Er hat die Wahl und wird sich für die jüngere entscheiden. Verurteile dein Kind nicht dazu ohne Vater aufzuwachsen, denn dass Kinder keinen Vater brauchen ist nur eine weitere Lüge. Den besten Weg, Männer ganz ohne Kontaktbörse kennenzulernen – ein Geheimtip geradezu – habe ich hier aufgeschrieben: Verführungskunst für Frauen.

Ich hatte mal eine interessante freudsche Fehlleistung. Ich wollte etwas zum Verhalten der Opferfrauen in den verschiedenen Medienkampagnen wie #aufschrei oder #metoo sagen, nämlich dass sich hier Frauen beschweren. Stattdessen sprach ich dann aber von Frauen, die sich „beschwerden.“ Solche Frauen laden sich Beschwerden auf, die völlig unnötig sind. Erkennen sie, dass der Mann nicht der Feind sondern der beste Freund der Frau ist – ein Segen – kann sie viel glücklicher leben. Ist das Nichts?

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Weiterlesen – Männerfreundin: „Welcher Mann will schon „belästigen“?