Archiv des Autors: uepsilonniks

Liebe Schwarze: Ihr habt die Straßenseite zu wechseln

DZU5dxLX4AAc-Uc

Lieber Schwarzer,

Du bist eine Bedrohung. In letzter Zeit eskaliert dein Hass gegen Weiße, der dich zu einer Gefahr macht. Du nimmst Teil an Hetzjagden, und damit meine ich nicht so einen Larifari wie in Chemnitz, wo ein Typ einem anderen Typen 10 Meter hinterherrennt. Ich meine Hetze. Hetze, bei der ein Mob von Schlägern gemeinsam auf Weiße losgehen, deren einziges Verbrechen es ist, die falsche Hautfarbe zu haben. Schläger, die auf Weiße einprügeln und eintreten, während sie bereits am Boden liegen; ein Fieber, angeheizt durch einen Hass, wonach man Weiße zusammentreten soll; angefacht durch die Massenmedien und Institutionen, die dir bescheinigen, Opfer zu sein von Weißen, die allesamt Rassisten seien. Ein Erfahrungsbericht:

Eine der seltenen Täter-Memoiren beschreibt ein solches Verbrechen in Virginia. Der Autor, damals ein Teenager, hielt sich eines Nachmittags mit seinen Freunden an einer Ecke in seiner Nachbarschaft auf, als sie »einen weißen Jungen« sahen, »der etwa 18 oder 19 Jahre alt zu sein schien und gemütlich auf seinem Rad durch die Nachbarschaft radelte.« Einer aus der Gruppe machte die anderen auf den Jungen aufmerksam, beschimpfte ihn und merkte an, dass er verrückt sein musste, hierher zu kommen. Die Reaktion der Gruppe »kam automatisch«. Sie rannten los, rissen ihn vom Rad und schlugen ihn bewusstlos, während Autos vorbeifuhren. Sie traten gegen seinen Kopf, bis Blut aus seinem Mund kam, und versuchten, seine Genitalien zu verletzen. Der Autor berichtet, dass er sich zurückgezogen habe, als er merkte, wie schwer das Opfer verletzt war. Andere taten es ihm gleich, doch einer aus ihrer Gruppe ließ nicht ab, »als wäre er durchgedreht«, und setzte der Episode die Krone auf, indem er das Fahrrad nahm und mit aller Kraft auf das Opfer niederkrachen ließ. Der bewusstlose Junge auf dem Boden zuckte nicht einmal.

(keine Protestbewegung)

Du und die anderen Hater seid potentielle Gewalttäter. Da Du eine Bedrohung bist, ist es deine Pflicht, nicht unangenehm auf deine Mitmenschen zu wirken. Es ist deine Pflicht, den Menschen, denen Du im Alltag begegnest, zu signalisieren, dass Du keine Gefahr darstellst. Deshalb hast Du die Straßenseite zu wechseln, wenn dir ein Mensch entgegenkommt.

Ich freue mich auf den Tag und bin schon ganz gespannt darauf, wenn wir uns unter Umständen begegnen, unter denen Du keine Bedrohung mehr bist und ich auch keine Angst mehr vor dir haben muss, aber angesichts sowas, wird das wohl noch dauern:

Screenshot_2020-07-17 USA Black Lives Matter -Fans verspotten ermordete Mutter

(Scheiße, fühle ich mich schäbig, sowas zu schreiben. In was für einer Verfassung müssen eigentlich Feministen sein, die so an Männer herantreten – und es ernst meinen?)

Billy Coen über „absolute Beginner“ und weibliche Hypergamie

[Kontext] Es geht um männliche, absolute Beginner („Incels“), die noch keinerlei Beziehungserfahrung gesammelt haben, aber dafür angefeindet werden.

Billy Coen:

„Es wäre in dieser Gesellschaft völlig unmöglich, dass mit Frauen genauso verfahren wird.“

Das ist das entscheidende! Wie man an deinen Beispielen gut sehen kann: ein Mann muss schon offen erkennbar schwerbehindert sein, damit anerkannt wird, dass er wohl selbst nicht viel an diesem Zustand ändern werden kann. Liegen andere, weniger offensichtliche Dinge vor, werden diese ignoriert bzw. dem Mann / Jungen als „biste halt auch irgendwie selber Schuld“ angelastet. Nur… auch etwa Schüchternheit lässt sich nicht mal so eben ausziehen wie ein schmutziges T-Shirt. Man kann zwar an Details arbeiten, aber du wirst nie aus einem sehr schüchternen Menschen mit ein Bissel Personal-Training wirklich einen absolut authentisch selbstbewussten Menschen machen. Meist läuft es drauf hinaus, dass der eigentlich Schüchterne beginnt, eine Rolle zu spielen. Das geht aber nicht lange gut, denn dabei wirkt er oft sogar für andere NOCH unsympathischer als Menschen mit völlig übersteigertem aber ECHTEM Ego. Denn ein eigentlich schüchterner Mensch, der versucht, selbstbewusst zu wirken, der wird in dieser Rolle Authentizitätsbrüche nicht vermeiden können, welche bei anderen Menschen wiederum diffuses Unwohlsein verursachen.

Und obwohl Schüchternheit eines der größten Probleme vieler Incels sein dürfte, werden sie medial geradezu rituell als frauenhassende, narzisstische Monster verkauft. Dieses Framing macht es natürlich leichter, so über sie zu berichten und sich dabei noch als einer von den Guten zu fühlen und nicht erkennen zu müssen, dass man mit all dieser schamlos zur Schau gestellten Empathielosigkeit selbst das Monster ist, zu dem man die anderen machen möchte.

Ich meine, was kann man schon alleine an der Bezeichnung „UNfreiwillig zölibatär“ missverstehen? Die wenigsten von denen hassen Frauen; die meisten hätten gerne eine. Und weil sie das nicht hinkriegen, qualifiziert sie das dazu, dass man sie als „Creeps“ darstellt, über die man sich wechselweise amüsieren oder auf die man beliebig seine eigenen abgespaltenen Charaktermängel projizieren kann.

Und gleichzeitig erscheint der 138.478ste Jammerartikel darüber, dass immer mehr studierte Frauen Single bleiben, weil einfach nicht genügend brauchbare Männer am Markt vorhanden sind. Während also Männer, die gerne IRGENDEINE Frau hätten, als Monster dargestellt werden, wird über Frauen, die keine Männer finden, weil die meisten nicht ihren hypergamen Ansprüchen entsprechen können, weil sie selbst schon über viel mehr Status und Einkommen verfügen als die Mehrheit der Männer, ein deren grausames Schicksal beklagender Artikel nach dem anderen rausgehauen. Und – mal ganz nebenbei – bin ich der einzige, der hier einen möglichen kausalen Zusammenhang erahnt? Auf der einen Seite werden viele Frauen seit Jahren über allumfassende Förderung in enorme Statushöhen hochgepampert, was sie aber in großer Zahl nicht veranlasst, ihre hypergamen Partnerwahlkriterien zu ändern, was dazu führt, dass für immer mehr Frauen immer weniger Männer überhaupt noch als Partner in Frage kämen und die auf diese Weise immer öfter ungewollt allein bleibenden Männer, die sich so eigentlich bei jeder objektiven Betrachtung als erstes Opfer dieser Entwicklung qualifizieren, werden, wie ja auch durch so ziemlich alles andere schon gut eingeübt, geradezu notorisch als die Schuldigen an dieser Situation gesehen. Sie sind Schuld, dass gutsituierte Frauen nicht mehr genug akzeptable Männer finden (hätten sie sich halt mal mehr angestrengt) und sie sind Schuld an ihrer eigenen Situation (hätten sie sich halt mal mehr angestrengt). Hätten sie sich aber angestrengt – das geht jetzt mal leicht OT ins Politische, passt aber zum Thema „Kafka-Trap“ – und zahlenmäßig weiterhin die (hochgequoteten) Powerfrauen ausgestochen, wäre dies nur ein Signal an die Politik gewesen, die Powerfrauenförderung nur noch weiter zu intensivieren. Egal, was Mann macht, Mann macht es im Auge der Gesellschaft auf jeden Fall falsch.

Abschließend möchte ich noch ein schönes, popkulturelles Beispiel dafür bringen, wie ungleich Empathie verteilt ist.

Der Song „Scars To Your Beuautiful“.

Es ist meines Erachtens KEIN Zufall, dass hier das fiktive Schicksal eines Mädchens beklagt wird, das Schönheitsidealen nachrennt und von „der Gesellschaft“ nicht anerkannt wird. Alleine durch das Austauschen der Worte „she“ durch „he“ würde aus einem „tollen und sooo wichtigen Statement“ ein Ausdruck maßlosen männlichen Anspruchsdenkens werden, gerade, wenn mal eben von der ganzen Welt verlangt wird, ihn gefälligst anders wahrzunehmen. Derselbe Mensch nur mit anderem Geschlecht wäre ein lächerlicher Creep und Möchtegern, aber wenn man solch ein Liedchen über ein Mädchen singt, wird es sogar als toller und auch noch sinnvoller Tipp angesehen, man solle an sich selbst rein gar nichts ändern, sondern die Welt solle ihr Herz ändern.

Ich denke, das sagt alles…

Der mangelhafte Journalismus vom Tagesspiegel

DdFG7S6WkAIqhDc

Es geht um die Dämonisierung von Männerrechtlern.

Zuerst: Was sind Männerrechtler?

Männerrechtler sind Frauen und Männer, die Nachteile zu Lasten des männlichen Geschlechts wahrnehmen, und der Meinung sind, dass man solchen Männern in solchen Notlagen genauso zu helfen habe, wie es für Frauen und Mädchen ganz selbstverständlich ist.

Das wären zum Beispiel:

Und jetzt spielen wir das alte Spiel „Tausche die Geschlechter“. Was wäre von einer Gesellschaft zu halten, in der all diese Nachteile mehrheitlich Frauen betreffen würden? Feministen würden uns erklären, dass man die ganze monströse Brutalität dieser Gesellschaft daran ablesen könnten, wie sie Frauen systematisch in der Not allein lässt, ja in den Tod treibt. Und sie hätten Recht. Aber das kümmert die Sexisten beim Tagesspiegel nicht.

Da es nur Männer betrifft, werden all diese Zustände vom Tisch gewischt. Es kümmert keinem aufgrund des Empathiedefizits gegen Männer, das den Holocaust erst möglich machte; Männer sind das entsorgbare Geschlecht.

jessica2

…ein Mann wäre geächtet…

Und weiter: Da man Männerrechtler nicht inhaltlich widerlegen kann, schwingt man die Nazikeule gegen sie und wirft sie in ein Boot mit Terroristen. Damit ist eigentlich alles gesagt zum Artikel des Qualitätsmediums, aus dem ich jetzt aber doch noch ein Punkte herausgreife.

tagesspiegel:

Zum Beispiel im „Tatort“. Da findet Matthias Enderle oft die Rollenverteilung ungerecht. Der männliche Kommissar sei grundsätzlich der weniger empathische, weniger clevere. Enderle sagt: „Die Frauen werden ausgeglichener dargestellt.“ Das sei ein Zeichen für die Diskriminierung des Mannes.

Väter sind Volltrottel:

Die Methode hat System. „Männer in den Medien“, so eine Studie des Österreichischen Sozialministeriums, werden fast durchweg diskriminiert. Auf 350 Seiten wird anhand Dutzender Beispiele aus dem deutschen Werbesprachraum dargestellt, dass sie zu Trotteln gemacht werden – und zu Volltrotteln in der Vaterrolle. Die Autoren merken an, dass es als sexistisch empfunden würde, würden Frauen und Mütter so dargestellt. Vor diesem Resümee lag die Befragung von 2560 Frauen und Männer im Alter von 15 bis 93 Jahren. Untersucht wurden 94 Werbespots, die 58 erfolgreichsten Kinofilme sowie die 83 beliebtesten Fernsehserien der letzten sechs Jahre.

tagesspiegel:

Von diesen Zeichen gebe es noch viel mehr. Glaubt man dem Verein „Manndat“, dem Matthias Enderle vorsteht, herrscht in Deutschland eine „generelle Hasskultur gegen Männer“. Es gibt „Dauerhetze gegen weiße Männer“, insbesondere die SPD befinde sich in einem „Krieg gegen Männer“. Am Telefon sagt der 52-Jährige, es sei schade, dass über viele „männerfeindliche Thesen“ kaum sachlich diskutiert werden könne. Etwa über die Behauptung, Frauen würden schlechter bezahlt.

Frauen werden schlechter bezahlt?

Okay, nehmen wir eine Hasskultur. Zum Beispiel gegen Ausländer. Auf sozialen Medien Hashtags wie „TötetAlleAusländer“. Ein Leitmedium, das „Ein Krankheit namens Ausländer“ titelt. Das Grundsatzprogramm einer großen Volkspartei, in der es heißt: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die Ausländer überwinden“. „Geistreiche Komödien“ vom Staatsfernsehen zur besten Sendezeit mit Titeln wie „Nur ein toter Ausländer ist ein guter Ausländer.“ Ich denke ein neutraler Beobachter solcher Zustände könnte zum Schluss gelangen, dass wir eine Hasskultur vorliegen hätten, die übrigens bereits wissenschaftlich analysiert wurde. Die Professorin Daphne Patai sagte sinngemäß: „Keine andere Menschengruppe könnte so gnadenlos in aller Öffentlichkeit niedergemacht werden, ohne dass es zu Widerstand kommen würde“.

Sehr populär ist unter Antifeministen die Webseite wgvdl.com, das steht für „Wieviel ,Gleichberechtigung‘ verträgt das Land?“

War dort schon ewig nicht mehr. Kotzen die sich immer noch über Schwule aus? Ein Grund, warum ich das Forum verlassen habe. Und Hoffmann auch.

Dass er als Mann diskriminiert werde, habe er erstmals mit Mitte 30 gefühlt. Da sagte er zu seiner Hausärztin: „Ich hätte ganz gerne eine Krebsvorsorge.“ Die habe ihm erklärt, dass er die erst ab 45 bekomme, noch zehn Jahre warten müsse. Enderle sagt: „Das war der erste Riss.“

Äh, ja?! Wie genau wollen Sie das rechtfertigen, dass Männer, obwohl nicht weniger gefährdet als Frauen, länger warten müssen – was mitunter tödlich ist? Und Sie halten es für Fiktion, dass Männer das Wegwerfgeschlecht wären?

Mit Manndat wolle er aufklären, zum Beispiel über den „Glaubenssatz“, Männer neigten eher zu häuslicher Gewalt: „Ich hatte immer das Gefühl, da kann irgendwas nicht stimmen. Ich habe mich nicht so erlebt, habe auch andere Männer nicht so erlebt. Ich war nie gewalttätig.“ Aktuelle Statistiken wie die der Bundesregierung, wonach 81 Prozent aller Opfer von Partnerschaftsgewalt weiblich sind, bei sexuellen Übergriffen in Partnerschaften sind es sogar 98 Prozent, werden von Männerrechtlern angezweifelt, kleingeredet, als „ideologisch motiviert“ abgelehnt. Solche Zahlen dienten nur der „Dämonisierung“ des Mannes.

Äh ja, womit wollen Sie rechtfertigen, dass in solchen Studien Männer ausschließlich zu ihren Tätererfahrungen und Frauen ausschließlich zu ihren Opfererfahrungen befragt werden? Nicht eine, nicht fünf, nicht zehn: Hunderte von Studien stützen das Bild, wonach Frauen genauso oft, oder öfter, Täter sind als Männer – übrigens auch gegen Kinder, die aber als Opfer von Frauengewalt genauso wie die Männer alleingelassen werden. Ich ausführlich zu häusliche Gewalt.

Die Aktivisten kontern mit eigenen Studien. Eine besagt, dass Männer, die ihre Oberarme und Schultern mit Testosteron-Gel einreiben, anschließend eher bereit sind, Geld für wohltätige Zwecke zu spenden.

Okay, das ist ganz witzig. Allgemein gilt das Hormon Testosteron als Männerhormon und sei damit etwa für Gewalt und Rücksichtslosigkeit verantwortlich (was einiges über unser Männerbild aussagt…, aber ich erwarte nicht, dass Feministen diese Ironie verstehen). Es gibt aber viele Studien, die dem widersprechen, Arne Hoffmann im „Lexikon der feministischen Irrtümer“:

…Die These indes, dass Testosteron Männer aggressiv und risikofreudig macht, ließ sich in mehreren Studien gerade nicht nachweisen. Nie sei er als Wissenschaftler „mit so vielen Mythen konfrontiert worden“ wie beim Testosteron, berichtet der Demograf Robin Haring, der an der Universität Greifswald forscht, und ärgerte sich so sehr darüber, dass er dem Hormon ein eigenes Buch gewidmet hat: „Die Männerlüge“. Darin analysiert Haring hundert wissenschaftliche Artikel zu diesem Hormon. Ein Fazit: „Sämtliche Studien, die einen direkten Einfluss von Testosteron auf das Verhalten belegen wollen, sind wacklig.“… Gerade die neuere Forschung weist eher auf einen positiven Effekt von Testosteron hin – so etwa eine Untersuchung, die Ende 2009 im international angesehenen Fachmagazin Nature veröffentlicht wurde. Ihr Ergebnis: Testosteron stärkt die soziale Ader und führt zu einem ausgesprochen fairen Verhalten untereinander.

tagesspiegel:

Matthias Enderle sagt, die Diskriminierung seines Geschlechts zeige sich auch in der Berichterstattung über Tötungsdelikte: „Wenn ein Mann tötet, ist sofort klar, dass er es aus niederen Beweggründen tat.“ Dass dieser aus purer Lust an der Gewalt gemordet habe. Bei einer Frau heiße es schnell, dass sie „jemanden schützen wollte, dass sie in einer Ausnahmesituation war und nicht anders konnte.“

Alice Schwarzer forderte, Mütter, die ihre Kinder kurz nach der Geburt töteten, sollten straffrei bleiben, aus genau den genannten Gründen. Generell sieht man in einer Frau nicht „Das Böse“, übt Mitgefühl („Sie hat ihr Kind verloren!“), was sich auch daran zeigt, dass sie für die gleichen Verbrechen weniger hart bestraft werden.

Jungen, sagt Enderle, erführen Nachteile im Bildungswesen. Dies liege etwa daran, dass unter den Lehrern zu wenig Männer seien und auf die Interessen von Jungen zu wenig Rücksicht genommen werde. Sein Verein hat deshalb eine Liste von Büchern erstellt, die er Pädagogen für den Unterricht empfiehlt. Darunter finden sich eine Menge Fußball-, Drachen- und Abenteuergeschichten, aber auch der Roman „Ausgezickt“, in dem es die Hauptfigur Jan „den dummen Zwillingszicken mal so richtig zeigt“.

Oh! Mit Titeln wie „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“ haben Sie aber kein Problem oder? Ja! Jungenfreundliche Literatur ist wichtig aber auch nur ein Aspekt zur Überwindung eines jungenfeindlichen Bildungssystem, das Sie mit Verweis auf ein angeblich mädchenfeindliches Buch beiseitewischen wollen, aber das zu solchen Zuständen führt:

Die Konsequenzen liegen auf der Hand. Nach Prof. Markus Meier in „Lernen und Geschlecht heute“ (2015) sind mittlerweile mehr als ein Viertel aller jungen Männer in Deutschland funktionelle Analphabeten. Ein Zustand, der in einem Land, in dem Bildung der wichtigste volkswirtschaftliche Faktor darstellt und in dem die politisch Verantwortlichen andauernd über einen angeblichen Fachkräftemangel klagen, eigentlich höchste Alarmstufe auslösen müsste. Der zunehmende Gender Education Gap und die höhere männliche Jugendarbeitslosigkeit wird aber von den politisch Verantwortlichen nicht als Problem, sondern als positive, ja sogar erfreuliche Rückmeldung einer Geschlechterpolitik gesehen, die sich auch heute trotz Gender Mainstreaming ausschließlich auf die Frauenquote reduziert. Und jeder Junge, der im Bildungssystem scheitert und arbeitslos auf der Straße landet, ist pragmatisch gesehen natürlich ein Gewinn für die Frauenquote.

Sowas anzugehen ist ihnen aber weniger wichtig, als einen Verein, der jungenfreundliche Literatur fordert, in den Schmutz zu ziehen? Prioritäten?

Gewalt-gegen-Maedchen

Kindern das Recht auf Hilfe, das Recht auf Schutz vor Gewalt verweigern, da sie das falsche Geschlecht haben. Humanität in Deutschland und weltweit.

Das Bundesfamilienministerium geht davon aus, dass fünf Prozent aller deutschen Männer offen antifeministisch eingestellt sind, etwa dem Satz zustimmen: „Frauen sind von der Politik genug gefördert worden, jetzt sind die Männer dran.“ Ein Drittel aller Männer sei für einzelne antifeministische „Einstellungen oder Facetten empfänglich“.

Ja, wie können Sie nur!!? Wir brauchen noch viel mehr tote Männer und Frauenquoten, bevor – also nie – das Projekt Feminismus abgesagt wird.

Zu den ärgsten Feindbildern der Bewegung zählen junge Frauen wie Greta Thunberg.

Ihr meint die hier?

Aber auch Männer, die sich für Frauenrechte einsetzen. Die werden als „lila Pudel“ beschimpft. Es heißt, sie hätten ihr eigenes Geschlecht verraten.

Wohingegen es vollkommen in Ordnung ist, Menschen, die für Mitgefühl mit Männern in Notlagen einstehen, mit Rechtsterroristen in ein Boot zu werfen?

Dann folgt eine längere Passage, in der die Taktik verfolgt wird, rechte Terroristen als „antifeministisch“ zu labeln, und daraus zu folgen, Antifeministen, also Männerrechtler wären (potentielle) Rechtsterroristen. So sind sie z.B. für eine traditionelle Rollenverteilung. Nun, das sind viele Frauen auch. (Ich persönlich bin übrigens nicht für die traditionelle Rollenverteilung, ich lehne sie ab, da sie Ausbeutung des Mannes darstellt.) Auch sind Nazis für Naturschutz, was heißt, dass bald im Tagesspiegel Experten zu hören sein werden, die erklären, man dürfte den Grünen – „Alles Nazis!“ – keine politische Partizipation gewähren. Warum Männerrechtler nicht rechts sind, habe ich ausführlich hier erläutert.

Aber Feministen, Lügner und Betrüger wie Andreas Kemper, können nichts anderes als die braune Keule schwingen, für inhaltlichen Argumente reicht es nicht, nur für das Abbrennen von Strohmännern. Zu Breivik hat der Gymnasiallehrer Schoppe hier ausführlich Stellung bezogen, also zur Taktik, die noch nicht ganz kalten Leichen für die Hetze gegen Männerrechtler zu missbrauchen.

Breivik war Antifeminist, ja, aber bedeutet das, er war ein Männerfreund? Das war nur ein kleiner Teil seiner Probleme, hauptsächlich ging es dem selbsternannten Christen (wo bleibt hier die Hetze gegen diese Gläubigen, werter Tatesspiegel?) um die Islamisierung. Er sagte:

„Ich fühle mich nicht wohl mit dem Konzept, Frauen zu Töten, weil sie einfach zu wertvoll sind, um sie in Gefahr zu bringen“

Und damit steht er in Opposition zu Männerrechtlern, für die der Mann eben nicht das Wegwerfgeschlecht ist, oder es nicht sein sollte. Dafür sitzt er in einem Boot mit Feministen, die Frauen überall bevorzugen und dabei über Leichen gehen: FEMINISTEN SITZEN MIT BREIVIK IN EINEM BOOT! AUF SIE MIT GEBRÜLL!!!

„Die Vereine wollen gesellschaftlich anerkannt werden, vertrauenswürdig und wissenschaftsgeleitet wirken.“ Um dann in Fernsehsendungen als Experten geladen zu werden. Um Medien mit Statistiken versorgen zu können. Um ernst genommen zu werden und gestalten zu können.

Äh, ja. Wir wollen politische Partizipation. Wohingegen unsere Gegner, Vollblutdemokraten, uns vom Diskurs ausschließen wollen: Eine seltsame Debatte: als ob es in einer Demokratie normal wäre, zunächst einmal langwierig zu diskutieren, ob bestimmte Gruppen überhaupt zur Diskussion zugelassen werden dürften.

Zu den Lügen im Qualtitätsmedium über Arne Hoffmann und seinen „rechten Netzwerken“ lasse ich ihn selbst zu Wort kommen: Über Lügner.

Ok, da kommt noch mehr, aber ich fühle mich schon genug angewidert.

p.s.: Ich habe nicht geprüft, ob die angeführten Aussagen, „Zitate“ so auch wirklich geäußert wurden, und nicht erstunken und erlogen sind. Würde mich nicht wundern, und Danisch schreibt selbst, wie manipulativ dort vorgegangen wird. Lieber Tagesspiegel, wenn ihr mich bei einem Thema, in dem ich mich auskenne, so anlügt, wer sagt mir, dass ihr das bei anderen Themen nicht auch macht? Seid ihr vertrauenswürdig? Ist Vertrauenswürdigkeit eine wichtige Größe in der journalistischen Profession?

p.p.s.: Das war der morgige Samstagartikel, den ich aus Gründen der Zeitnähe vorgezogen habe. Morgen dann nix, Sorry.

p.p.p.s.: Der Tagesspiegel hetzt auch gegen absolute Beginner („Incels“). Hier kann man mit einem reden, anstatt nur über sie, um sie als Monster zu verhetzen. Aber damit sind die Journalisten des Mainstreams wohl überfordert.

p.p.p.p.s.: Habe auf Tagesspiegel auf meine Antwort verlinkt, wurde nicht freigeschaltet.

p.p.p.p.p.s.: Gunnar Kunz, der zum Interview eingeladen wurde und – aus guten Gründen – abgelehnt hatte, hat mit einem offenen Brief reagiert.

Hin zu einer maskulistischen Filmkritik: „Der Club der toten Dichter“

Abschließendes Urteil: Kann man sich den Film ansehen? Ja, ist ein Must-Seen.

Spoilerwarnung.

„Denk daran dich immer schön gerade zu halten“ ist als erster Satz zu hören, aus Frauenmund an einen kleinen Jungen gerichtet, der nun der Welton-Academy, einem Internat, das zur absoluten Elite zählt, ausgeliefert wird. Denn genau darum geht es in der Einrichtung: Sich gerade zu halten. Das ganze Leben lang.

So wie das Internat, so sind auch die Schüler Elite, die Entscheider von morgen. Hierzu sind sie einem scharfen Regime unterworfen, dass sie kaum frei atmen lässt. Der Leitspruch lautet: „Tradition, Ehre, Disziplin, Leistung“, was von den Jungs in einem schwachen Anflug von Rebellion zu „Travestie, Ekel, Dekadenz, Lethargie“ umgedichtet wird.

Die kompromisslose Härte der Bildungseinrichtung ist dabei ganz im Sinne der Eltern, die sich natürlich nur das Beste für ihren Nachwuchs wünschen und diese Wünsche mit aller Strenge durchsetzen. So verbietet der Vater von Neil diesem, ihm vor Anwesenheit anderer zu widersprechen, wie auch am Jahrbuch mitzuarbeiten, eine Tätigkeit, die Neil Freude bereitete. Es ist sozusagen der Ausblick auf ein freudloses Leben, in dem nur Leistung zählt. Die Jungs und späteren Männer sind eingeschlossen in einer Welt, in welcher sie nur die größtmögliche Nützlichkeit zu erbringen haben.

Dieses Muster wird durchbrochen von dem kuriosen neuen Englischlehrer Mr. Keating, wundervoll gespielt vom genauso wundervollen Robin Williams. In der ersten Unterrichtsstunde fordert er seine Schüler auf, die Gruppenfotos ihrer Vorgänger zu betrachten, die genauso wie sie waren, voller Stolz und Hoffnung, jetzt aber tot. Keating macht den Jünglingen eindringlich bewusst, dass das Leben schnell vorbeigeht, dass man irgendwann nur noch Würmerfraß ist, dass die Gefahr besteht, in der Stunde des Todes gewahr zu werden, dass man gar nicht gelebt habe. Deshalb: Carpe Diem. Nutze den Tag, koste das Leben aus. Auch fordert der Lehrer seine Schüler auf, ihn mit O Kaptain, mein Kaptain anzureden – wenn man mutig ist.

Damit stößt Keating ein Tor auf zu einer Welt, in der es mehr gibt als nur Leistung und Pflichtbewusstsein. Die Jünglinge entdecken die Liebe. Zu Frauen. Zur Lyrik. Zum Theater. Das, was das Leben lebenswert macht. Auf Anregung Keatings gründen sie den Club der toten Dichter, in welchem sie sich Poesie vortragen und der eröffnet wird mit den Versen:

Ich ging in die Wälder, weil ich bewusst leben wollte.
Ich wollte das Dasein auskosten. Ich wollte das Mark des Lebens einsaugen!
Und alles fortwerfen, das kein Leben barg, um nicht an meinem Todestag
Innezuwerden, daß ich nie gelebt hatte.

Damit geraten die Jünglinge in Konflikt mit dem System, das aus den jungen Männern Anwälte und Banker machen will. Neil entdeckt seine Liebe zum Theater und übernimmt ohne Wissen seines autoritären Vaters die Hauptrolle in Shakespeares Sommernachtstraum. Er ist dabei sehr gut aber es hilft nicht gegen seinen Vater. Dieser nimmt Neil vom Internat und will ihn auf eine Militärakademie schicken und schreibt ihm zudem vor, was er danach zu studieren hat. Neil erkennt, dass sein ganzes Leben verplant ist und zwar mit dem, was keine Freude bringt. Er darf nicht seinem Herzen folgen sondern soll nur erfolgreich sein; ein ganzes Leben lang unter dem Diktat des sich gerade haltens, unter „Tradition, Ehre, Disziplin, Leistung“.

Neil nimmt sich das Leben.

Die Schuld dazu wird bei Keating gesucht und ihm in die Schuhe geschoben. Die Schüler werden gezwungen, eine unwahre Erklärung zu unterschreiben, die zu Keatings Suspendierung führt. Als Keating ein letztes Mal im Klassenraum erscheint, steigen einige Schüler auf ihre Tische und bekunden ihren Respekt und Liebe mit O Kaptain, mein Kaptain.

Dieser Film fügt sich wunderbar ein in die Erzählungen der Männerrechtler, die den Mann aus der lebenslangen Maloche befreien und ihm ein Leben wie den Frauen ermöglichen wollen. Mit mehr Zeit in Freiheit, mehr in der Familie als im Büro oder auf dem Bau. Der Film ist nach wie vor hochaktuell, denn auch heute ist es für keinen Mann eine Option, zu Hause bleiben, wenn die Kinder kommen. Sie denken nicht mal im Traum an dieses Privileg, wie es Frauen alltäglich einfordern. Denn der Mann wird von der Kindheit an dazu abgerichtet, mit seiner Disziplin und Leistung als Arbeitsdrohne die matriarchale Gesellschaft am Laufen zu halten und er wird ohne Gnade aussortiert, der Obdachlosigkeit oder dem Suizid überlassen, wenn er keine Nutzanwendung mehr hat. Eine Sterbensforscherin interviewte mal dem Tode nahe Menschen. Alle – alle! – Männer bereuten, dass sie zuviel gearbeitet hatten. Sie haben das Mark des Lebens nicht ausgekostet, sie wurden an ihrem Todestag inne, dass sie nie gelebt hatten, sondern sich immer nur gerade hielten.

EBook: „Mythos Männermacht“ von Warren Farrell

Warren Farrell gilt als Pate der internationalen Männerbewegung, für die das Werk „Mythos Männermacht“ wie eine Initialzündung wirkte. Das besondere an ihm: Farrell war über Jahrzehnte Feminist und als solcher das einzige männliche Vorstandsmitglied in der weltweit größten feministischen Organisation „NOW“. Auch später – als Männerrechtler – nahm er Feminismus in Schutz: Er sei dort Feminist, wo Frauen Benachteiligungen erleiden, und er sei dort Maskulist, wo Männer Nachteile erleiden.

Farrell, Warren – Mythos Männermacht

Ich stelle diesen Download zur Verfügung, da das Buch nur noch im Antiquariat zu haben ist und dem Autor somit kein finanzieller Schaden entsteht. Es sei zum Schluss noch angemerkt, dass der Verlag, der die Übersetzung veröffentlichte, feministisch orientiert war. Noch nie habe ich so eine lieblose Übersetzung eines Buches gelesen. Das kann das Lesevergnügen stören, aber dafür erhältst Du diesen Klassiker ja auch kostenlos.

djadmoros zu Frauenquote unter Abgeordneten

[Kontext] Es geht um die Forderung, 50% der Sitze im Bundestag an Frauen zu verteilen, da sie 50% der Bevölkerung stellen.

djadmoros:

Das »repräsentativ« in »repräsentative Demokratie« bedeutet nicht, dass die Struktur der Bevölkerung repräsentiert werden soll. Es soll einzig und allein der Wille des Wählers repräsentiert werden. Etwas anderes würde auch nicht funktionieren! Denn sobald man damit anfängt, ein askriptives Merkmal wie Geschlecht als Grundlage einer strukturellen Repräsentation auszuwählen, stellt sich die Frage, warum nicht andere askriptive Merkmale wie Hautfarbe, Religionszugehörigkeit, Kleinwüchsigkeit ebenfalls berücksichtigt werden sollen.

Das würde im Endeffekt bedeuten, die Zusammensetzung des Parlaments in die Hände von Sozialtechnologen zu legen, die darüber entscheiden, welches komplexe Quotenmodell die Struktur der Gesellschaft am saubersten abbildet. Darum habe ich diese Idee oben ad absurdum geführt. Denn wenn ich damit anfange, anteilig zu quotieren, dann dürfen die jeweiligen Quoten weder zu klein noch zu groß sein, damit ich keinen der anderen zu quotierenden Anteile benachteilige.

Daher: selbstverständlich habe ich oben die Formulierungen mit Absicht gewählt, inklusive der Bezugnahme auf ein real existierendes Vorurteil über die Juden. Weil dadurch die Absurdität des Quotenarguments zutage tritt. Und da man Dir die Deutungen anscheinend hinterhertragen muss, weil Du Deine Lesekompetenz mit der Betroffenheitsmaxime verkleistert hast: selbstverständlich werde ich im Parlament lieber von einem kompetenten, gescheiten, wortgewandten, dunkelhäutigen sephardischen Juden repräsentiert als von einem bleichen, blonden, dummen und stummen Kartoffeldeutschen! Weil es eben auf die Kompetenz ankommt und nicht auf eines der askriptiven Merkmale.

[Zusatz yx] Es lässt sich auch die Frage stellen, welche Frau vertritt Frauen besser? Birgit Kelle oder doch Alice Schwarzer? Diese Fragestellung zeigt auf, dass politische Agenden und nicht Geschlechter gewählt werden.

Die Gläserne Decke

cropped-130305-Frau-auf-Leiter-KLEIN1

Sie wollen es schlicht nicht, weil es sie nicht glücklich macht.

Niemand – auch keine Männerbündelei – hindert Frauen daran, die Karriereleiter zu erklimmen. Teils haben sie es sogar leichter. Nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft. So besteht auf Unternehmensseite eine Nachfrage nach Cheffinnen, die Headhunter nur schwer befriedigen können – aus Imagegründen und um nicht staatlich benachteiligt zu werden. Der Tagesspiegel berichtet:

Denn nicht selten bringen Anfragen von Unternehmen Headhunter in die Bredouille, wenn sie verlangen, dass auf einer „Shortlist“ für einen Aufsichtsratsposten auch mehrere Frauen stehen müssen. Ein Headhunter, der nicht namentlich genannt werden will, sagt sogar: „Es ist peinlich, dass wir auf sekundäre Geschlechtsmerkmale abstellen müssen – so bringen wir uns um den bestmöglichen Kandidaten.“

Weiter fragen nur 26 Prozent der Frauen den Chef regelmäßig nach einer Beförderung im Vergleich zu 74 Prozent der Männer. Dennoch stellen sie bereits 29 Prozent der Führungskräfte.

Die Antwort auf die Frage, warum Frauen in Chefetagen scheinbar unterrepräsentiert sind, lässt sich mit drei Worten zusammenfassen: Frauen wollen nicht.

Ausgerechnet in der stramm feministischen taz merkt dazu Nicola Liebert an:

„Ich habe selbst nie einen männlichen Chef und auch keine männlichen Kollegen getroffen, die mich aktiv an der Karriere gehindert hätten. Im Gegenteil, es gab eine ganze Menge, die mich aktiv gefördert haben“ … „Da muss ich nur mich selbst betrachten und meine Weigerung, eine karrierefördernde 50- bis 60-Stunden-Woche im Büro längerfristig zu akzeptieren (ehrlich, schon 40 Stunden sind für meinen Geschmack unanständig). Ich kann über Angestellte nur staunen, die sich fast ihre gesamte wache Zeit mit scheinbarer Begeisterung für die Profitmehrung irgendeines Unternehmens engagieren, das im Zweifel nur Ressourcen verschwendet. Selbst als Angestellte in einer Organisation zur Weltverbesserung hatte ich nach einiger Zeit im Büro genug vom Weltverbessern und wollte endlich meine Beziehung und mein übriges Privatleben, meine kulturellen Interessen und mein Lieblingshobby pflegen: morgens ausschlafen. Auch ohne Kinder eine schlechte Voraussetzung für eine steile Karriere.“

Eine weitere Managerin gab zu Protokoll, dass sie das Problem nicht in „gläsernen Decken“ sehe sondern in „warmen Badewannen“. In solchen Badewannen würden sich Frauen tummeln. Wenn sie aber Karriere machen wollten, ständen sie im Konkurrenzkampf plötzlich allein und frierend da, was nur wenige akzeptierten – Arbeit ist auch als Chef mehr Maloche und Entbehrung als „Selbstverwirklichung“, wovon Feministen in Amüsierberufen ständig faseln.

Paul-Hermann Gruner berichtet in „Frauen und Kinder zuerst“ schon vor Jahrzehnten von einer Managerin im Baugewerbe (männlich!), die die Möglichkeit, feministische Extralorbeeren zu ernten, indem sie sich als taffe Powerfrau darstellte, die fiesen Männerbünden Paroli bot, ausschlug. Stattdessen erklärte sie, als Frau habe sie immer nur Vorteile gehabt, niemals Nachteile. Manche Frauen haben Charakter.

Dass es am mangelnden Willen der Frauen liegt, ist auch durch Studien belegt, so zitiert Hoffmann:

„Wir identifizieren eine tiefgreifende und konsistente Geschlechterkluft in den zentralen Lebenszielen der Menschen. In neun Studien mit unterschiedlichen Stichprobenpopulationen (Führungskräfte in High-Power-Positionen, Absolventen eines Top-MBA-Programms, Studenten und Online-Panels von arbeitenden Erwachsenen) und über 4.000 Teilnehmern stellen wir fest, dass Frauen im Vergleich zu Männern eine höhere Anzahl von Lebenszielen haben, weniger Gewicht auf machtpolitische Ziele legen, mehr negative Ergebnisse (z.B. Zeitdruck und Kompromisse) mit Machtpositionen assoziieren, Macht als weniger wünschenswert empfinden und weniger Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung wahrnehmen. Frauen halten hochrangige Positionen für genauso erreichbar wie Männer, aber weniger wünschenswert.“

Das wissen verblüffender Weise auch Feministen. So merkt bspw. die mit führende Feministin Schrupp an, dass Frauen weniger Wert auf Geld, Macht und Status legen (das stimmt so nicht: Frauen legen schon Wert auf Geld, Macht und Status, nur halt bei Männern). Feministen selbst räumen ein, dass Frauen die Work-Life-Balance wichtiger ist, sie also nicht soviel arbeiten wollen, wie es für einen Vorstand aber zwingend ist – weshalb auch schon mal Forderungen nach Führungspositionen in Teilzeit für Frauen gestellt werden.

Der Witz ist, dass es auch viele Männer nicht wollen. Ich zum Beispiel: Wenn ich wieder Studienanfänger wäre, und Gott käme zu mir und erklärte: „Du musst nur BWL belegen und 70 Stunden die Woche arbeiten, dann mache ich dich zu einem Vorstandsmitglied.“, dann würde ich das ausschlagen. Und damit bin ich nicht allein. Die Frage ist nicht, warum sich Frauen das antun sollten, sondern viel mehr, warum sich das irgendjemand antun sollte:

Beide Geschlechter »werden sich bewusst, dass sie mehr Zeit, nicht mehr Geld wollen«. 55 Prozent der deutschen Arbeitnehmer wünschen sich kürzere und flexiblere Arbeitszeiten, auch wenn sie dadurch weniger verdienen würden, 22 Prozent gar einen Vier-bis-Sechs-Stunden-Tag (wobei hier der Anteil der Frauen deutlich überwiegt). Bei einer Umfrage der Hertie-Stiftung zu den Lebenszielen der Deutschen rangierte eine funktionierende Beziehung mit dem Partner und »Kinder haben« mit 70 Prozent deutlich vor »Erfolg im Beruf« mit 42 Prozent. Umfragen aus den USA sind ebenso deutlich: 78 Prozent der Erwachsenen würden um der Familie willen auch dann flexiblere Arbeitszeiten vorziehen, wenn ihr beruflicher Aufstieg darunter leiden würde. 50 Prozent aller Berufstätigen würden wöchentlich gerne einen unbezahlten Urlaubstag nehmen, wenn es nur ginge. 74 Prozent der Männer würden eine Stellung, die ihnen genügend Zeit für das Familienleben lässt, einer schnellen Karriere vorziehen. Fast die Hälfte würde eine Beförderung aufschieben und dafür der Familie mehr Zeit widmen. 57 Prozent fühlen sich schuldig, weil sie nicht in der Lage sind, ihren Kindern mehr Zeit zu widmen. 39 Prozent wären am liebsten den ganzen Tag zu Hause. 23 Prozent der Frauen und 11 Prozent der Männer auf dem Höhepunkt ihres Berufslebens haben sogar vor, ihren Job in den nächsten fünf Jahren ganz aufzugeben. Die Zahl der Frauen, die das tun möchten, hat sich zwischen 1981 und 1990 gar verdoppelt. (SFBM?, Seite 373)

Männer machen das nicht, weil sie so karrieregeil wären, sondern weil sie sich kümmern, um ihre Kinder, die ihren, die es gut haben sollen; und wenn man will, dass es einen gut geht, ist es sinnvoll, sein Leben auf ein solide finanzielle Basis zu stellen.

Mal davon abgesehen, dass auch Männer auf gläserne Decken stoßen, also nicht weiter aufsteigen (aber sich nicht mit Diskriminierung rausreden können), ließen sich Frauen schwerlich davon abhalten, Karriere zu machen, wenn sie denselben Willen (bzw. auch die Kompetenz) wie Männer aufweisen würden, dabei aber die Erfahrung machen müssten, von fiesen Männerbünden gehindert zu werden. Denn sie würden einfach ihre eigenen Unternehmen gründen und sie nach den Vorbildern von Google, Amazon, Facebook etc. an die Weltspitze führen, so dass: „Männer neidisch vor den Toren ständen und Einlass per Männerquoten verlangten.“

Ein besonders absurdes Beispiel lieferte Norwegen. Dieses Land verabschiedete meines Wissens als erstes eine Frauenquote für die Aufsichtsräte. Das war aber kein Befreiungsschlag für Frauen, die sich zuvor den Kopf an der gläsernen Decke wund gestoßen hatten. Stattdessen konnten die Unternehmen, die jetzt händeringend nach qualifizierten weiblichen Fachkräften suchten, schlicht nicht genügend auftreiben. Also richtete man Crashkurse für Frauen ein, in denen sie in solch grundlegenden Kompetenzen wie „Bilanzen lesen“ geschult wurden. Selbst mit solchen Maßnahmen ließen sich nicht genug Frauen finden, so dass am Ende einige wenige gleich mehrere Pöstchen auf sich vereinten. Mit anderen Worten: Damals wie heute besteht eine Nachfrage nach weiblichen Führungskräften, die durch das Angebot nicht gedeckt werden kann. Keine Diskriminierung. Alles geht mit rechten Dingen zu.

Aber all das hindert Frauenfrauen wie die Ministerin für alle außer Männer, die Obdachlose Obdachlose sein lässt, nicht daran, Frauenquoten für Spitzenjobs – auch in der Politik – durchzuboxen (Punkt 2), also solchen Frauen, die sowieso schon zur absoluten Elite zählen, noch etwas mehr Puderzucker in den Hintern zu blasen, damit dieser leistungslos befördert wird. Das sei „Wirtschaftsförderung.“

WEW_48_030_Frauen_01_dosdw_01

Männer halten keine Schmerzen aus

Eine kleine Anekdote über eine Begegnung der feministischen Art. Und zwar eine Frau, die mir mit schnippisch selbstgefälligen Tonfall erklärt, dass Männer die Schmerzen, die Frauen während des Gebären aushalten müssten, nicht überleben würden. Als ich widersprach, beendete sie beleidigt das Gespräch.

Nun, die Berichte über diese Schmerzen unterscheiden sich von Frau zu Frau. Manche sprechen davon, dass es die schlimmstmöglichen Schmerzen wären. Das wäre dann eine 10 auf der 10er-Skala, ein Schmerz, der Vernichtungsschmerz genannt wird, z.B. wenn man bei lebendigen Leib verbrannt wird – schlimmer geht es nicht. Andere Frauen berichten, die Schmerzen seien aushaltbar.

Und würden Männer wirklich sterben? Mir ist noch nie zu Ohren gekommen, dass man Männer unter der Folter nicht so hart anpacken darf, da sie ja sonst versterben, was nicht Sinn der Folter ist. Zweifel bleiben also berechtigt.

Es handelt sich um emotionale Manipulation von Männern. Sieh her: Ich leide furchtbar unter der Geburt der Kinder, die Du – DU!!!! – mir angehängt hast. Du bist mir was schuldig, Du musst das wieder gutmachen, zum Beispiel, indem Du dein Leben lang für mich arbeitest.