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Roter Alarm: Freies Menstruationsblut gesichtet!

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Ja, das ist Menstruationsblut. Oh weh…

Geehrte Patriarchen, liebe Genossen,

ich habe diese außerordentliche Sondersitzung einberufen, da heute morgen 6 Uhr 43 roter Alarm ausgelöst wurde. Ja, dies ist eine schwere Stunde, denn ein Weib hat entdeckt, dass das Patriarchat mit Menstruationsblut zu stürzen ist. Wir blicken also auf das mögliche Ende aller Zivilisation, wie wir sie kennen, und einer Schreckensherrschaft, dem Matriarchat, entgegen. Die NSA hat bereits angeboten, mit dem Verfassungsschutz zusammenzuarbeiten, um die Anomalie zu orten. Genosse Trump bietet umfangreiche Unterstützung an, er schließt sich gerade mit dem Pentagon kurz, ob konventionelle Mittel ausreichen, oder nicht doch ein Atomschlag notwendig ist, um die Bedrohung abzuwenden…

Okay, Spaß beiseite, Ernst komm her.

Ich hatte eine seltsame Begegnung der feministischen Art, welche eine anschauliches Beispiel für die grundsätzliche Inkompetenz dieser Ideologie darstellt.

Aus einer mit Menstruationsblut geschriebenen Aufforderung an „alle Männer“, sich zu löschen, ergab sich für mich die Frage, welches Problem die „Künstlerin“ mit Männern hat, denn offenkundig hat sie eins. Diese beantwortete sie mit einer Gegenfrage, was der Auftakt zu einer bizarren und frustrierenden „Diskussion“ war – wenn man’s denn so nennen kann.

Ich habe schon öfters geschrieben, dass Feministinnen nicht an einer offenen Diskussion interessiert sind, da sie den öffentlichen Diskurs beherrschen und sie deswegen mit einer demokratisch geführten Debatte nur zu verlieren haben, u.a. ihre Meinungshoheit, weswegen sie sich undemokratischer Mittel bedienen müssen.

Diese „Künstlerin“ war in dieser Hinsicht ein spezieller Fall. Das Gespräch mit ihr gestaltete sich schwierig, da sie sich nicht auf eine inhaltliche Debatte einlassen wollte, sondern stattdessen Küchenpsychologie bemühte und mir unterstellte, dass ich durch ihre blutige Kunst in eine seelische Notlage getrieben werden würde – penetrant und ignorant gegenüber allem, was ich schrieb. Ich versichere an dieser Stelle, dass das nicht der Fall war. Die Frage nach ihren Problemen mit Männern hätte ich ganz genauso auch dann gestellt, wenn sie ihre Aufforderung „Löscht euch!“ mit Kot oder auch nur Tinte geschrieben hätte.

Immerhin konnte ich ihr einen Vorwurf an die Männerwelt aus der Nase ziehen, nämlich, dass Männer Frauen vergewaltigen. Daraus entspann sich ein kurzer Disput, der in etwa so aussah:

Sie: „Männer vergewaltigen Frauen“

Ich: „Stimmt nicht“

Sie: „Belege das!“

Ich: „Gux Du z.B. hier.“

Sie: „Das les ich nicht, Du Loser!“

Ich verlinkte also eine Rezension, in der u.a. Studien angeführt wurden, die sexuelle Gewalt von Frauen gegen Männer thematisierten, Informationen also, die geeignet sind, das simple Feindbild von dem (allein) vergewaltigenden Mann zu erschüttern. Und sie? Sie weigerte sich schlicht, es zur Kenntnis zu nehmen… #checkyourprivilege!

Das erinnerte mich an das Theaterstück „Das Leben des Galilei“ von Bertolt Brecht. In dem Stück, welches den Konflikt des Forschers Galileo Galilei mit der herrschenden Elite schildert, findet sich eine Schlüsselszene: Der Naturwissenschaftler fordert die Vertreter der Kirche auf, durch sein Teleskop zu schauen und damit die Beweise für die Richtigkeit seiner Thesen zur Kenntnis zu nehmen… und diese weigerten sich schlicht: Sie seien im Recht und deshalb wäre der Blick durch’s Fernrohr nicht notwendig – ähnlich verhält sich die Feministin, die sich in ihre Filter-Bubble einschließt.

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Zurück zu meinem Fall: Gerne hätte ich dieser blöden Kuh… äh, emanzipierten Frau ein paar deftige Beleidigungen an den Kopf geschmissen, allein: Damit hätte sie sich in ihrer selbstgefälligen Arroganz bestätigt gesehen, dass mich ihre Schmierereien „überforderten“. Aber nicht ihre „Kunst“ brachte mich auf die Palme, sondern ihr Sexismus in Kombination mit Gesprächsverweigerung und küchenpsychologische Ferndiagnose über meine durch Menstruationsblut bedrohte Männlichkeit.

Ein Mensch, der behauptet, dass Flüchtlinge (unsere) Frauen vergewaltigen, steht als erbärmlicher Rassist da. Dieselbe These über alle Männer, bzw. nur die weißen, adelt einen als aufgeklärten, emanzipierten Zeitgenossen, der seinen Dreck in jeder Talkshow verbreiten darf. Diese „Künstlerin“ bildet sich ein, gegen den Zeitgeist zu stehen, dabei schwimmt sie wie ein toter Fisch mit dem Strom, der bereits seit Jahrhunderten alles Männliche verachtet.

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Die Twitter-Zensur-Struktur und ein Nachtrag zu „Nein heißt Nein“

Sie war ein armes kleines Mädchen welches mitten aus dem umkämpften Aleppo twitterte. Da geht einem das Herz auf, da gibt man jedes kritische Denken auf, denn das wäre nun wirklich herzlos. Dumm nur, dass es sich um eine Propagandalüge handelte, ähnlich wie die Brutkastenlüge.

Warum funktionierte diese Lüge? Weil Twitter eine besondere Blockfunktion hat, die sich wesenhaft von einer Ignore-Funktion unterscheidet. Die Blockfunktion zeichnet sich dadurch aus, dass sie gegenüber den eigenen Followern zensierend wirkt:

  1. A folgt B.
  2. B lügt.
  3. C stellt die Lüge richtig.
  4. B blockt C.
  5. A kann die Richtigstellung der Lüge bei Punkt 3. nicht mehr lesen, da er Opfer der Zensur wurde.

Deswegen funktionierte die Propagandalüge: Jedes kritische Nachfragen bei dem armen Mädchen aus Aleppo wurde sofort geblockt, so dass die vielen Follower keinen Zweifel entwickelten.

Und jetzt wieder zum wichtigsten Menschen auf dem Planeten, also mir. Ich wurde bezichtigt u.a. „Vergewaltigung zu legitimieren„. Dann nahm man mir die Möglichkeit, mich gegen diese ungeheuerliche Anschuldigung zu wehren, in dem ich gleich von mehreren Anklägern geblockt wurde.

Entgegen dem feministischen Fantasma, wonach Vergewaltigung in unserer Kultur toleriert wird (Rape-Culture-Theorie), ist der Vorwurf, ein Vergewaltiger zu sein, ein äußerst schwerwiegender mit weitreichenden Konsequenzen. Freunde kündigen einem die Freundschaft. Man kann seinen Arbeitsplatz verlieren. Selbst die eigene Familie kann einen verstoßen. Man kann für lange Zeit ins Gefängnis gehen, wo man misshandelt wird, da man ganz unten in der Knasthierarchie steht. Man muss schon schwere Wahrnehmungsstörungen haben, wenn man nicht erkennt, dass Vergewaltiger geächtet sind. Selbst Mörder sind sympathischer als Vergewaltiger und das obwohl sie einen größeren Schaden anrichten. Deswegen ist Falschbeschuldigung auch kein Kavalierinnendelikt, auch wenn Falschbeschuldigerinnen nur selten erwarten dürfen, zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Deswegen bin ich auch emotional höchst betroffen davon, als Vergewaltiger bezichtigt zu werden und dann nicht die Möglichkeit zu haben, mich zu verteidigen. Nehmen wir z.B. die hier:

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Ungehörte Antwort: „Nein, tu nicht. Was denkst Du bloß?!“

Diese liebenswerte Dame, die mir diese Frage stellte, welche vermittelt, ich sei ein Vergewaltiger, hat gar nicht meine Antwort abgewartet, sondern mich geblockt. Man beachte die vielen Likes. Was dieser Mob über mich denkt ist vermutlich nicht sehr schmeichelhaft und zudem ist er von meiner Antwort abgeschnitten (wobei sich die Frage stellt, ob sie überhaupt an meiner Antwort interessiert sind – wer in Lynchmordstimmung ist, ist kaum für eine nüchterne Diskussion zu haben).

Eine andere Unterstellung, die mir gegenüber erhoben wurde, war, dass ich Vergewaltigungen zu Lappalien erklären würde. Ich antwortete, dass ich das mitnichten tun würde, sondern stattdessen kritisiert hatte, dass Lappalien zu Vergewaltigungen aufgeblasen würden, wie man an diesem Beispiel hier sehen könne. Auch hier wurde ich geblockt mit der Folge, dass alle, die dort mitlesen mich weiterhin für ein Monster halten dürfen.

Nachdem ich meinen Text zum feministischen Dogma „Nein heißt Nein“ veröffentlicht hatte, bat ich auf Twitter Dritte darum, diejenigen, die mich geblock hatten, auf meine umfangreiche Antwort und Richtigstellungen hinzuweisen. Ein freundlicher Zeitgenosse erklärte mir daraufhin, er würde meiner Bitte nicht nachkommen, da jeder das Recht habe, andere zu ignorieren und er dieses Recht respektiere. Auf meine Frage, was mit meinem Recht sei, mich gegen ungeheuerliche Anschuldigungen zu verteidigen, erhielt ich keine vernünftige Antwort mehr.

Weiter kam es zu Gewaltfantasien, so wünschte man mir Pfefferspray in die Fresse. Auch hier wurde ich geblockt.

Als Fazit kann man festhalten, dass FeministInnen offenbar nicht zur vernünftigen Diskussion in der Lage sind. Sie sehen einfach Rot und schlagen im Mob vereint blindwütig auf einen ein, der auf einen einfachen Fakt hinweist: Hier, dass der feministische Mythos „Nein heißt Nein. Immer. Punkt.“ schlicht nicht zutrifft, um sich dann vernichtende Urteile über den Boten der unangenehmen Wahrheit zu bilden.

[Nachtrag] Wenn ich mir anschaue, wie hier Vorwürfe bzgl. Vergewaltigung erhoben wird, erscheint es mir als plausibel, dass Falschbeschuldigungen durch Frauen sehr leichtfertig erhoben werden, von wegen: „Frauen lügen bei sowas nicht!“.

Alltagserfahrungen: Obdachloser

Ich warte auf den Bus. In der überdachten Bushaltestelle sitzt auch ein Obdachloser. Info: Rund die Hälfte der männlichen Obdachlosen sind obdachlos, weil sie eine Scheidung hinter sich haben. So läuft das nämlich im „Patriarchat“: Scheidung, die überwiegend von Frauen eingereicht wird, hat das Potenzial, den Mann, nicht die Frau sozial zu vernichten.

Ich gebe dem Mann einen kleinen Betrag. Dann frage ich ihn, ob ihn seine Frau verlassen hat. Plötzlich wird er, der bis dahin zusammengekauert dasaß und einen apathischen Eindruck machte, munter. Er richtet sich auf und sagt mit fester Stimme: „Nein, ich war es, der die Scheidung eingereicht hat!“

„Nein heißt Nein“

Bevor ich zum Thema komme, ein Anmerkungen zur feministischen Streitkultur. Auf Twitter wurden die stigmatisierenden und vernichtenden Vorwürfe gegen mich erhoben, ich sei ein Vergewaltiger oder „legitimiere“ Vergewaltigung, da ich dem feministischen Dogma widersprochen habe, dass „Nein heißt Nein“ immer und absolut gilt. Die Ankläger haben mich dann geblockt, was nach der Twitter-Zensur-Struktur bedeutet, dass  ich mich nicht gegen diese vernichtenden Bezichtigungen wehren kann, aber für alle weiterhin sichtbar sind. Mit anderen Worten: Ich werde angeklagt, ein Ungeheuer zu sein, aber man spricht mir das Recht auf eine Verteidigung ab. Ein solcher Menschenschlag war es, der im Stalinismus oder in Nazideutschland die Ankläger und Richter spielten in Schauprozessen, bei denen das Urteil schon vor Prozessbeginn feststand, der Abschaum der Menschheit also – hier im Namen des Feminismus, welcher landläufigen Meinungen nach ja ganz harmlos sei und nur Gerechtigkeit wolle. Man vergleiche hierzu auch meinen Artikel zur Verschärfung des Sexualstrafrechts.

Ich wurde auf Twitter mit der Behauptung „Nein heißt Nein. Punkt“ konfrontiert. Alle meine Einwände wurden nur mit diesem Mantra beantwortet, man ging kaum auf das ein, was ich sagte. Als erstes: Diese Behauptung ist rein faktisch falsch. In SFBM? wird ein eigenes Kapitel bemüht, um diesen Femo-Mythos zu widerlegen. In Befragungen dazu räumen Frauen immer wieder ein, schon „Nein“ gesagt aber „Ja“ gemeint zu haben – für einige gehört es zur Standartroutine im Liebesspiel. Die Motivation für ein falsches „Nein“ sind unterschiedlich. Sie will zum Beispiel nicht den Eindruck erwecken, eine Schlampe zu sein oder leicht zu haben. Sie will romantisch erobert werden. Sie will die Männlichkeit des Kerls testen. Sie will sich davon freisprechen, für Sex die (Mit-)Verantwortung zu tragen.

Und hier geht den FeministInnen die Fantasie durch: Weil ich dieses Dogma – „Nein heißt Nein“ –  in Frage stelle, muss ich ein Vergewaltiger sein, der über eine Frau herfällt und sie zutiefst traumatisiert. Um den Vorwurf zurückzuweisen:

Wenn ich zu einer Frau gehe, und sie ansatzlos küssen will, funktioniert das nicht, klar. Man wird erst im Gespräch, welcher ein Flirt sein sollte, so richtig warm, so dass irgendwann der Zeitpunkt eintritt, bei der ein Kuss erwünscht und erlaubt ist. Wenn ich mich jetzt langsam vorbeuge und sie küssen will, kann es zu verschiedenen Reaktionen kommen: Wenn sie es zulässt, alles supi. Interessant wird es, wenn sie ausweicht oder auch verbal „Nein“ sagt. Das kann bedeuten, dass man chancenlos ist, dann sagt man freundlich „Tschüss“ und geht zu Nächsten. Oder es liegt daran, dass sie einen zwar sympathisch findet, für einen Kuss aber noch nicht so weit ist. In dem Fall lässt sich aus einem „Nein“ ein „Ja“ machen indem man einfach weiter flirtet. Eben noch war es zu früh, eine halbe Stunde später ist es vielleicht genau der richtige Zeitpunkt – ich meine also nicht, dass ich – wie mir unterstellt – ich das „Nein“ ignoriere und sie trotzdem küsse und dann vergewaltige.

Ein weiteres Beispiel liefert der Chefaufreißer Maximilian Pütz: Er berichtet, wie er bei einer Frau fünf Anläufe brauchte, bis sie sich küssen ließ. Als er sie später fragte, warum sie fünfmal „Nein“ gesagt hat, antwortete sie: „Max, Du kannst jede Frau hier haben, ich wollte mir sicher sein, dass Du es ernst mit mir meinst“.

Eventuell wird jetzt der eine oder andere einwenden, dass man doch einfach fragen könnte: „Darf ich dich küssen?“. Das funktioniert nur in der feministischen Fantasie. Um es einleuchtend zu beschreiben: In der Cosmopolitan fand sich mal ein Artikel, in welcher die Autorin schrieb, wie abenteuerlich, anregend kurz: leidenschaftlich es sei, wenn er ihr die Kleider vom Leib reißt. Und jetzt stelle man sich vor, er würde gemäß dem feministischen Konsensprinzip vorher um Erlaubnis fragen: „Darf ich dir die Kleider vom Leib reißen?“ – es wird wohl jeder einsehen, dass damit jede Leidenschaft zerstört ist: Die Frage um Erlaubnis zerstört die erotische Spannung. Ähnlich verhält es sich mit „harmloseren“ Fragen, wie der, ob man sie jetzt küssen darf: Selbst wenn sie dazu bereit war, ist sie es nach dieser abtörnenden Frage in der Regel nicht mehr. Das Konsensprinzip funktioniert nur in der feministischen Filterbubble.

[Nachtrag]

Frauenquote: Repräsentiert die Kanzlerin etwa nur die halbe Bevölkerung?

Mit dem Einzug der AfD, bei der die Männer dominieren (was Feministinnen das Männerwahlrecht in Frage stellen ließ), ist der Frauenanteil im Bundestag gesunken. Dazu wird bei Christian die Forderung nach einer 50%-Frauenquote für den Bundestag diskutiert.

Was mir bei solchen Forderungen auffällt ist, dass Feministinnen offenbar davon ausgehen, dass Männer besonders Männerinteressen vertreten würden, so wie es Frauen umgekehrt offenkundig mit Fraueninteressen tun. Diese Annahme entlarvt Politikerinnen als Sexistinnen. Sie projizieren ihren eigene Frauenparteilichkeit auf Männer; gehen davon aus, dass auch Männer männerparteilich handeln würden. Das ist Humbug. Kein Mann an der Macht fragt sich ernsthaft, was er für Männer tun kann – wo sind denn die Politiker, die erklären, was sie für Männer tun wollen? Es gibt schlicht kein Patriarchat, welches überall Vorteile für Männer durchsetzt, Männer sind nicht an der Macht.

Feministinnen folgern aus der oberflächlichen Betrachtung, wonach die Mehrheit der Chefposten (nicht nur in der Politik) von Männern besetzt sind, dass Männer bevorzugt seien und diese Bevorzugung von Männern durchgesetzt würden, die die Interessen von Männern vertreten. Nur wenn es so wäre, wenn die Mächtigen die Interessen von Männern im Blick hätten, dann würden kaum z.B. die meisten Selbstmörder oder Obdachlosen Männer sein oder andere gravierende Nachteile erleiden. Männer machen Politik für Frauen und Frauen machen noch mehr Politik für Frauen.

Dass mehr Männer Chefs sind, liegt schlicht daran, dass Frauen sich weigern, wie Männer zu arbeiten. Frauen sind weit weniger als Männer bereit, über Jahrzehnte hinweg in Übervollzeit zu arbeiten – was aber notwendig ist, will man wirklich mal im Vorstand sitzen. Das ist auch Feministinnen bewusst, etwa dann, wenn sich frauenquotierte Führungspositionen auf Teilzeit fordern. Feministinnen selbst führen an, dass Frauen mehr Wert legen auf die sogenannte „Work-Life-Balance“, also nicht soviel arbeiten wollen.

Zurück zur Politik, hier zeigt sich dasselbe Phänomen wie in der Wirtschaft: Frauen engagieren sich einfach weniger als Männer, wie sich schon im Frauenanteil in den Parteimitgliedschaften zeigt:

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Im Verhältnis zum Anteil von Frauen in den Parteimitgliedschaften sind Frauen im Bundestag und Führungspositionen überrepräsentiert; Frauen sind bevorzugt nicht benachteiligt.

Wenn man aber den Frauenfrauen folgt, können Frauen nur durch Frauen vertreten werden. Dann stellt sich aber die Frage, ob die Kanzlerin auch die Männer in dieser Republik vertritt. Weiterhin stellt sich die Frage, ob Rentner nur durch Rentner vertreten werden können. Oder Arbeiter nur durch Arbeiter. Oder Behinderte nur durch Behinderte. Oder Homosexuelle nur durch Homosexuelle.

Daran sieht man, dass das feministische Konzept der Repräsentation Murks ist. Dem entgegen gilt: Ein Mann kann eine Frau repräsentieren und eine Frau einen Mann. Der Herr Gauland zum Beispiel repräsentiert mich nicht, da ich mich links positioniere. Eine Wagenknecht repräsentiert mich da schon besser, und das obwohl sie eine Frau ist. Die Wähler wählen eine Politik und nicht das Geschlecht –  oder andere Eigenschaften – eines Politikers, der sie vertreten soll. Oder anders: Durch wen werden Frauen besser repräsentiert? Durch Birgit Kelle oder doch Antje Schrupp? Eben. Dass die Genitalien allein nicht ausreichen, damit die gewünschte Politik durchgedrückt wird, erkannte schon die genannte Frau Schrupp, weshalb sie bereits Feministinnenquoten forderte.

Hier versuchen Feministinnen am Wähler vorbei eine Politik durchzusetzen, indem sie Frauen per Quote in Entscheidungspositionen hieven. Sie gehen wohl berechtigt davon aus, dass solche Frauen oft eine feministische Politik betreiben, denn ich wiederhole: Männer machen Frauenpolitik, Frauen machen noch mehr Frauenpolitik. Den angeblichen Empathinnen ist es egal, ob ein Mann in der Gosse krepiert oder von der Brücke springt. Werden sie doch mal mit männlichem Leid konfrontiert, höhnen sie über die „Male Tears“.

Wenn man sich ansieht, wie leichtfertig Frauen die Demokratie und den Rechtsstaat zersetzen, der für manche ihrer Vertreterinnen nur „Rotz“ darstellt, stellt sich die Frage, ob das mit dem Frauenwahlrecht wirklich eine gute Idee war… haha.

Nachtrag zu Schlampen vs. Playboys

„Sex ist etwas, das Männer Frauen antun“ – Elfriede Jelinek (Literaturnobelpreis)

Siggi hat meinen Beitrag zum Thema „Schlampen“ aufgegriffen.

Als erstes muss ich den Strohmann zurückweisen, wonach „zu viel“ Sex ähnlich wie „zu viel“ Nahrung oder Alkohol zu werten ist. Das ist banal und steckt schon in dem Wörtchen „zu“ in „zu viel“ drin. Natürlich halte ich ein Plädoyer für gesunden Sex. Siggis Antwort ist in etwa so zu werten, als ob ich die Vorzüge hervorhebe, Essen zu genießen, etwa wie ein Gourmet, und dann eingewendet wird, dass „zu viel“ Essen gesundheitsschädlich ist. Das bestreite ich nicht, aber ich spreche nicht von Sexsucht (analog zu Esssucht oder Alkoholabhängigkeit) sondern von einer gesunden Beziehung zur Sexualität, sowohl der eigenen als auch zu der des Partners.

Siggi schreibt:

Warum sollte es bei Sex so wichtig sein, dass man ihn „ohne schlechtes Gewissen genießen“ kann?

und da frag ich mich, ob er es ernst meint, und wen er meint – allein Frauen oder auch Männer?

Will er allen Ernstes ein schlechtes Gewissen bei Sex als etwas gutes beurteilen? Und meint er damit allein Frauen, die sich zu schämen haben, wenn sie eine befreite Sexualität leben, oder auch Männer? Er verwendet allein den verurteilenden und stark herabwürdigenden Begriff „Schlampe“ ohne männliche Entsprechung, woraus man folgern kann, dass allein Frauen sich zu schämen hätten – das wäre frauenfeindlich und getragen von einer Doppelmoral: Ein und dasselbe Verhalten hier als etwas Kritikwürdiges, dort in Ordnung. Später im Text redet er von „Impulskontrolle“, ganz so als ob eine sexuell befreite Frau (und Mann?) sich nicht unter Kontrolle hätten. Das erinnert stark an Mädchenbeschneidung in primitiven Kulturen, denn diese werden dort auch mit dem Argument vorgenommen, dass man diesen Frauen den Spaß am Sex nehmen will, da sie sich ansonsten nicht unter Kontrolle hätten und fremdgehen würden.

Siggi schreibt:

Viele Dinge sind geschützt und rationiert, unterliegen also einer Zugangsbeschränkung. Das gilt für jeden Laden. „Schuldig machen“ sich nur diejenigen, die den Preis nicht bezahlen wollen. Zahlende Kunden sind herzlich willkommen.

Damit beschreibt er nichts anderes als Prostitution. Er zieht also Beziehungen vor, in welchen Männer Sex von Frauen kaufen. Sie müssen eine Gegenleistung erbringen, im Puff Geld, außerhalb des Bordells hingen Wohlverhalten. Wenn man so eine Frau heiratet, hat man eine Eheprostituierte geehelicht, die einen hin und wieder dran lässt dafür, dass man ihr das Leben unterhält. Ob allerdings eine solche Beziehung tragfähiger ist als eine mit befreiter Sexualität, ist angesichts der exorbitanten Scheidungszahlen fragwürdig.

Siggi ist offenkundig ein Anhänger des „Hure und Madonna“-Modells. Auf der einen Seite die Hure, die „Schlampe“ mit einer verlotterten Sexualität, die sich eigentlich zu schämen hätte, auf der anderen Seite die Heilige, die Madonna, die enthaltsam ist und die man guten Gewissens ehelichen kann um für sie zu sorgen.

Mein Konzept hingegen ist eines, in welchem Frauen wie Männer eine gesunde Beziehung zur ihrer Sexualität unterhalten, sich nicht schämen müssen, und auch nicht wie Jelinek oben Sex für etwas halten, wofür man die Partnerin entschädigen muss.

Ich las vor einiger Zeit mal eine interessante Anekdote einer Feministin. Sie berichtete, wie sie einen Mann erst aus ihrem Bett und dann aus dem Haus geworfen hatte. Der Grund: Er weigerte sich, sie oral zu befriedigen, weil er das ekelhaft fand. Die Feministin argumentierte, dass sie ein Recht auf ein gesundes Körpergefühl hätte, und ihr Partner ihr das auch schuldig wäre. Ein Partner, der sich vor ihren Genitalien ekelte, würde ihr harmonisches Körpergefühl stören. Typisch Feministin: Das Recht auf eine gesunde Körperharmonie forderte sie allein für Frauen.

Dieses Recht steht aber auch Männern zu. Auch ein Mann hat ein Recht darauf, dass die Partnerin seinen Körper und seine Sexualität als etwas Schönes auffasst. Männer wie Frauen dürfen ihre Sexualität als etwas Wunderbares und Positives begreifen, nicht als etwas, wofür man sich zu schämen hat oder für das man bezahlen muss. Siggis Modell von Sex ist deformiert. Frauen haben sich zu schämen, wenn sie Sex außerhalb einer eheähnlichen Beziehung haben und werden mit dem massiv herabwürdigendem Begriff „Schlampe“ belegt, welcher laut Siggi vollkommen in Ordnung ist – Männer hingegen haben Sex zu kaufen, als ob sie den Frauen was wegnehmen würden, oder ihnen etwas „antun“, wofür sie eine Entschädigung zu zahlen hätten.

Gesunde, nicht deformierte Menschen haben ein gesunde, genießerische Ader sowohl zur eigenen Sexualität als auch zu der des Partners. Möge sich jeder selbst entscheiden, was er vorzieht, Freude am Sex oder Scham und Prostitution.

[Nachtrag] In einem ausführlichen Kommentar hat mich Siggi korrigiert. Er verteidigt nicht das Hure-Madonna-Weltbild. Da habe ich zu flüchtig und blindwütig gelesen und mich von Reizwörtern triggern lassen.

Sexuell freizügig: Frauen sind Schlampen und Männer sind Playboys?

Zur Abwechslung mal ein Punkt, bei dem ich der feministischen Sicht auf die Dinge zustimmen kann, nämlich dem Umstand, dass Frauen, die viel Sex mit vielen Männern haben, als „Schlampen“ gelten, Männer, die umgekehrt dasselbe machen als „Playboys“ bewundert werden. Eine Metapher, die dabei häufig angeführt wird, ist die mit dem Schloss und dem Master-Key. Eine Frau, die viele Liebhaber hat, ist dabei ein „billiges“ Schloss, das durch jeden Schlüssel geöffnet werden kann. Ein Mann hat umgekehrt hingegen den „Master-Key“, welcher jedes Schloss öffnet.

Diese Sicht ist frauenfeindlich, ohne Frage, hat aber auch Ursachen. Eine auch nur durchschnittlich gutaussehende Frau hat es einfach an Sex zu kommen. Sie muss sich nur verführen lassen, was relativ einfach ist. Ein Mann hingegen muss etwas leisten, was nicht jeder kann und wofür es besondere Charaktereigenschaften und Fähigkeiten braucht, um die er von anderen Männern beneidet wird. Kurz: Erobert zu werden ist einfacher als zu erobern.

Auf einer Party kam das Gespräch mal auf das Thema. Es ging um die Frage, ab dem wievielten Date Sex in Ordnung. Als eine Frau in der Runde gefragt wurde, ob sie sich Sex beim ersten Date vorstellen könne, entgegnete sie entrüstet: „Ich bin doch keine Schlampe!“.

Das ist nicht gut. Das ist schlecht [Nachtrag: Damit meine ich nicht, dass man beim ersten Date unbedingt Sex haben sollte, ich verurteile lediglich die Implikation, wonach eine Frau, die beim ersten Date Sex hat, eine Schlampe sei]. Eine solche Frau ist nicht sexpositiv. Eine solche Frau hat keinen guten Kontakt zur ihrer Sexualität. Sie unterhält keine Beziehung zu ihrer Sexualität als etwas, dass man ohne schlechtes Gewissen genießen kann. Sie ist deformiert und verbogen, und wenn man sich als Mann mit ihr einlässt, muss man sich selbst auch verbiegen. Der ungesunde Umgang mit der eigenen Sexualität betrifft auch die Sexualität des Mannes. Denn wenn die weibliche Sexualität als etwas gesehen wird, was man schützen und rationieren muss, geht das mit dem Blick auf die männliche Sexualität einher, die nimmt, befleckt und sich schuldig macht – das eine bedingt das andere. Das geht in Richtung viktorianischer Prüderie, das hat was vom Verbot vorehelichen Sex‘ – es nötig Männer in die Ernährerrolle, welche von Frauen auch gewollt ist: „Ich bin monogam und gebe mich nur dir hin, bin keine Schlampe, und Du sorgst für mich“ (die traditionelle Rollenverteilung ist von Frauen gewollt, weshalb sie mit Einführung des Frauenwahlrechts auch nicht abgeschafft wurde).

Deshalb sollte man den Begriff „Schlampe“ tunlichst aus seinen Wortschatz streichen und Frauen meiden, die ihre Geschlechtsgenossinnen damit abwerten.