Archiv des Autors: uepsilonniks

#metoo und das neue Geschlechterverhältnis

Keine Ahnung, ob die folgenden Statements echt sind. Es reicht aber, dass sie es sein könnten. Es reicht, dass Männer tatsächlich auf Abstand gehen, wie man aus verschiedenen Ecken vernehmen kann.

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…wie werden Feministen reagieren? Noch mehr! Noch mehr autoritäre „Gleichstellung“, was zu einer weiteren Entfremdung der Geschlechter führen wird.

Die Altenpflegerin und das Kapital, oder: Berufe nach „Ansehen“ entlohnen

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Hohes Ansehen und Spitzenverdienst garantiert!

Feminismus ist eine Ideologie, die spaltet. Eine Folge ist, das die falschen Ursachen für Misstände, unter denen die Menschen zu leiden haben, ausgemacht werden. Ein Beispiel hierfür ist die verbreitete Klage, dass typische Frauenjobs schlecht entlohnt werden, weil ein „Patriarchat“ Frauenarbeit geringschätze und dieser damit ein niedriges „Ansehen“ und Entlohnung zukommen ließe; Paradebeispiel hierfür ist die Altenpflegerin.

Dies ist ein Irrtum, der den eigentlichen Profiteuren gesellschaftlicher Ausbeutung sehr entgegenkommt. Denn die Ursache für die ungenügende Bezahlung z.B. der Altenpflegerin liegt eben nicht in einem ominösem „Patriarchat“ sondern im Kapitalismus. Das heißt, es geht allein um die Frage, wieviel Gewinn in einer Branche erwirtschaftet wird. Danach richtet sich die Höhe der Löhne. Da ein gepflegter Senior anders als das Produkt eines Maschinenbauingenieurs nicht gewinnbringend auf dem Markt verkauft werden kann, fallen auch die Löhne entsprechend mickrig aus, der Arbeitgeber spart an ihnen. Das ist der eigentliche Grund für katastrophale Zustände in der Altenpflege, die das Ergebnis einer neoliberalen Marktlogik sind, welche alles allein danach bewertet, wieviel Profit es einbringt und diesem Prinzip jede Menschlichkeit opfert.

Dass Arbeitgeber, die sich bei Lohnerhöhungsverhandlungen mit Händen und Füßen dagegen wehren, auch nur ein mageres Prozentchen mehr Gehalt zu zahlen, aus lauter Männersolidarität und höherem „Ansehen“ heraus Männer besser bezahlen würden, ist einfach nur eine geradezu grotesk dumme Annahme. Kanalarbeit oder Müllabfuhr z.B. sind typische Männerjobs, dennoch zählen die dort Arbeitenden nicht zu den Spitzenverdienern und genießen auch kein sonderlich hohes „Ansehen“, obwohl sie sehr wichtige und auch sehr harte Arbeiten ausüben.

Ich bin sehr dafür, dass solche Berufe wie Altenpflege besser bezahlt werden, ich würde mir nur wünschen, dass diese dümmliche Anklage gegen das „Patriarachat“, also eine Anklage gegen Männer, aufhören würde. Sie lenkt von den eigentlichen Verantwortlichen ab und befeuert damit einen unnötigen Geschlechterkampf, einen toxischen Feminismus, bei dem alle bis auf die oberen Zehntausend verlieren.

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Gilt auch für Frauen und Männer.

Marco und Martin: Toxischer Feminismus bei Lohnforderungen

Ein Kommentar, zu schön, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Erstaunlich, aber nachvollziehbar.

Lustiger Zufall, Bewerberin von letzter Woche. Studium gerade abgeschlossen, Bewerbung um ihren ersten Job.

Wir sind ein kleines, junges Unternehmen in einer Technologiebranche, d.h. wir können nur Löhne nach dem unmittelbaren Mehrwert bezahlen, den jemand liefert. Wir fangen also bei Absolventen ohne Berufserfahrung erstmal niedrig an, das kann aber bei hoher Produktivität auch schon nach 6 Monaten mehr werden.

Sie war im Bewerbungsgespräch völlig empört. Wie Rückständig wir seien, dass wir glauben Frauen weniger bezahlen zu müssen. Alle waren ganz irritiert, denn keiner hat irgendeinen seltsamen Witz gemacht, es gab keinen Anlass für die Bemerkung. Wir hielten das jetzt aber auch nicht für besonders schlimm, waren uns einig, dass sie schon sehen wird, dass wir fair sind und bei guter Leistung auch gut bezahlen.

Erst am Abend zuhause fiel mir ein, dass das falsch ist. Wir dürfen sie nicht einstellen, denn sie ist toxisch. Ohne Anlass, in einer Situation, in der die meisten sich eher von ihrer besten Seite zeigen, stößt sie uns vor den Kopf mit der Behauptung, wegen ihres Frauseins benachteiligt zu werden: D.h. man kann sie nie für ihre Fehler kritisieren, denn sie wird glauben es wird sein, weil sie eine Frau ist. Es wird sich nie lohnen, ihr Gehalt zu erhöhen, denn sie wird nicht dankbar sein sondern glauben, es sei weniger, als ein Mann bekommen hätte. Solche Mitarbeiter braucht keiner.

Und Martin steuert bei:

„D.h. man kann sie nie für ihre Fehler kritisieren, denn sie wird glauben es wird sein, weil sie eine Frau ist.“

Exakt!

Die Dame ist nicht teamfähig. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass sie zur Kooperationsfähigkeit des Teams nichts beiträgt, sondern das Team negativ beeinflusst für sehr hoch.

Darüber hinaus ist die Gefahr eines AGG Rechtsstreits sehr hoch.

Rape Culture: Unzählige Fälle

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Ausufernde Definitionen von Vergewaltigungen führen zu hohen Fallzahlen.

2016 wurden in der PKS rund 8.000 Fälle von Vergewaltigung und sexuelle Nötigung registriert, (einschließlich nicht aufgedeckter Falschbeschuldigungen) gegenüber von rund 6,4 Millionen registrierten Straftaten. Von allen Straftaten machen also Vergewaltigungen gerade mal 0,125% aus. Das macht in Deutschland auf 100.000 Einwohner 9,7 Fälle, auf 41 Millionen Frauen bezogen wäre damit rund jede Fünftausendste betroffen. Mit anderen Worten: Vergewaltigung ist ein seltenes Verbrechen. Sicherlich gibt es eine Dunkelziffer, aber diese wird eher nicht bei zigtausenden Prozent liegen, um auf solch abenteuerliche Zahlen zu kommen – Jede 7., Jede 4. – wie sie in der feministischen Propaganda verbreitet werden

Eine Psychologin, die sich aufgrund von massiven, feministischen Cybermobbings weitestgehend zurückgezogen hat, erklärte dazu mal, dass sie zuviele Angstpatienten kenne um sich bei solch einem geringen Risiko Sorgen zu machen und damit vielleicht eine Neurose oder gar Angststörung zu entwickeln. Vermutlich sind viele Feministinnen von einer solchen paranoiden Angststörung befallen. Unentwegt beschäftigen sie sich mit grotesk übertriebenen Fallzahlen von Vergewaltigung und leben somit in einer Welt, in der morgen oder im nächsten Moment ein Mann über sie herfallen könnte. Solche traurigen Gestalten machen aber keine Therapie sondern Politik. Ein Beispiel hierfür wäre eine der führenden Feministinnen Antje Schrupp, die erklärte, in jedem Mann einen potentiellen Vergewaltiger zu sehen, weshalb sie Kontakt nur zu schönen Männern zulässt, dann sei eine Vergewaltigung weniger schlimm. Solche Frauen machen Politik. Solche Frauen betreiben Propaganda. Das Ergebnis sind Maßnahmen, die den Mann der weiblichen Willkür ausliefert. Jeder sexuelle aktive Mann ist nur eine Anschuldigung davon entfernt, als Schwerverbrecher in den Knast zu gehen, es wird eine Terrorherrschaft gegen Mann errichtet. Es rächt sich, Feministen Politik gestalten zu lassen.

Um zu den scheinbar skandalösen Fallzahlen von Vergewaltigungen zu kommen, bedienen sich Feministen verschiedener Tricks, um eine Epidemie ihres Lieblingsverbrechens vorzutäuschen. Als erstes wäre da der Vergewaltigungsmythos, wonach Frauen „bei sowas“ wie Vergewaltigung nicht lügen. Das heißt, Feministen rechnen jede Beschuldigung als tatsächliche Vergewaltigung und berücksichtigen gar nicht, dass es ich um eine Falschbeschuldigung handeln könnte. In unserer Gesellschaft wird eher angenommen, dass ein Mann vergewaltigt als dass eine Frau lügt. Dem lässt sich entgegenhalten, dass man Falschbeschuldigung als weiblichen Volksport betrachten kann. Wenn also 80% der angezeigten Männer auf freien Fuß bleiben, dann bedeutet das weniger, 80% Schuldige werden nicht ihrer gerechten Strafe zugeführt, als vielmehr, dass in bis zu 80% der Fälle Falschbeschuldigerinnen unbehelligt bleiben für ein Verbrechen, das ganze Existenzen, Männer zerstören kann, was aber von Mediengrößen begrüßt wird.

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Ein anderer Trick besteht darin, dass Frauen gegen ihren Willen zu Opfern erklärt werden! Frauen die widersprechen befänden sich halt in der „Leugnungsphase.“ Feministen versuchen diesen Trick damit zu rechtfertigen, dass Opfer etwa von Trickbetrügern auch nicht wüssten, dass sie zu Opfern geworden sind. Ich behaupte aber mal: Wenn man nicht merkt, dass man ein Opfer von Vergewaltigung wird, dann liegt auch keine vor. Wer vergewaltigt wird, ist sich darüber im Klaren, merkt das, und zwar drastisch. Zweitens lässt sich dazu anmerken, wenn man einem Opfer von Trickbetrug erklärt, wie er betrogen wurde, dann kann er sich selbst auch als Opfer begreifen, die befragten Frauen lehnten aber auch nach solchen Erklärungen ab, Opfer einer Vergewaltigung geworden zu sein. Sie weigern sich, einvernehmlichen, aber vielleicht schlechten Sex als Vergewaltigung zu betrachten, wie etwa durchgeknallte Feministen à la Robin Morgan: »Ich bestehe darauf, dass es sich um eine Vergewaltigung handelt, wenn die Initiative zum Geschlechtsverkehr nicht von der Frau ausgeht, aus echter Zuneigung und aufgrund von echtem Begehren.« Oder Alkohol: Wenn zwei angetrunkene Menschen Sex haben, ist einer von ihnen – und zwar der Mann – ein Vergewaltiger. Ebenfalls als Vergewaltiger und „Überlebende“ dürfen sich Männlein und Weiblein begreifen, wenn man sich nicht an das abtörnende Aussprechprinzip gehalten hat. Auch „Überreden“ wird als sexuelle Nötigung betrachtet, denn schließlich wird dabei psychischer Druck ausgeübt, und wenn eine Frau nur mit ihrem Mann schläft, um ihm einen Gefallen zu tun, dann ist das? Richtig: Vergewaltigung. Und aktuell gibt es einen Gesetzesvorschlag, wonach Täuschung gleichwertig zu Vergewaltigung gehandelt werden soll:

§ 177 Abs. 2 StGB: Ebenso wird bestraft, wer sexuelle Handlungen an einer anderen Person vornimmt oder von ihr vornehmen lässt oder diese Person zur Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen an oder von einem Dritten bestimmt, wenn
(…)
6. der Täter die Person über den sexuellen Charakter der Handlung täuscht oder ihr vorspiegelt, dass er eine andere, ihr bekannte Person sei.

Was aber nicht passieren wird, ist, wenn sie auf seine Kohle aus ist und Liebe nur vorheuchelt, sie ins Kittchen wandern wird.

Damit wird auch klar, was es mit dem Slogan „Don’t rape“ auf sich hat: Da alle möglichen Lappalien, alles irgendwie als Vergewaltigung definiert wird, sind somit alle Männer irgendwie schuldig, sich gegenüber ihrer Sexpartnerin nicht korrekt verhalten zu haben. Womit eben alle Männer adressiert werden „nicht zu vergewaltigen.“ Wenn gilt: „All sex is rape“, dann erst macht diese Slogan Sinn, der sich an all men richtet.

Dabei spielen die „Qualitätsmedien“ wiedermal eine unrühmliche Rolle, um die Gräuelzahlen zu verbreiten. So berichtet der Sexualforscher Dean Kilpatrick, dass er kaum auf mediale Resonanz stieß, als er mit seinen Studien noch zu relativ niedrigen Raten von sexueller Gewalt kam. Erst als er auf die manipulativen, feministischen Methoden zurückgriff und so zu hohen Zahlen kam („Eine von acht“), wurde er in großen Zeitungen des ganzen Landes zitiert, und das »Time«-Magazin bildete seine Graphiken ab unter der Überschrift »Erschütternde Studie über Vergewaltigungsepidemie«. Eine andere Forscherin merkt an: »Es gab einigen Druck – zumindest habe ich es als Druck empfunden -Vergewaltigung als so häufig wie nur möglich darzustellen…. Ich bin eine ziemlich überzeugte Feministin, aber eines der Dinge, die ich bekämpfte, war, dass die wirklich radikalen Feministinnen mich dazu bringen wollten, Dinge als schlimmer darzustellen, als sie in Wirklichkeit waren.«

In Schweden ist nun auf feministischen Wirken hin ganz alltäglicher Sex Vergewaltigung. In Deutschland trifft das auf Lappalien zu. Es rächt sich, Feministen nicht ernst zu nehmen. Sie verwischen die Grenzen zwischen einvernehmlichen Sex und Vergewaltigung bis zur Unkenntlichkeit. Was früher Verführung war ist heute sexuelle Gewalt.

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Ach ja: Frauen haben das Recht, nachträglich einvernehmlichen Sex als Vergewaltigung zu definieren.

Magarete Stokowski: „Diversität im Schlafzimmer“

Magarete-„Frauen-wollen-ihre-Vulva-zurück“-Stokowski, die sehr gut darin ist, feministische Totalitarismen zu verschleiern und damit ihre Leser in die Irre zu führen:

Petersons claim to fame ist es, dass er [Jordan Peterson] sich 2016 von den Plänen der kanadischen Regierung unterdrückt fühlte, ein Gesetz einzuführen, das Transgender vor Diskriminierung durch falsche Bezeichnungen schützen soll. Peterson befand sich davon in seiner Redefreiheit eingeschränkt. […] Stattdessen viel Platz für Beobachtungen wie diese: „Aber gerade die radikale Linke hat einen Knoten in der Unterhose wegen der sexuellen Übergriffe. Die #MeToo-Bewegung ist überall. In 20 amerikanischen Staaten haben wir Gesetze, die die ausdrückliche Zustimmung zu Sex regeln.“ Ja, grausame Zeiten, in denen man Leute nicht ungefragt vögeln darf.

…hat einen neuen Coup gelandet:

Während Transsexuelle vor falscher Anrede geschützt werden und verschiedene Städte das bloße Mitmeinen der halben Bevölkerung in der Amtssprache unterbinden, sieht es in vielen Schlafzimmern immer noch so aus, als ob wir uns im dritten Reicht befänden, unter der Herrschaft von Nazis, die die vielfältigen, diversen Geschlechter auf zwei reduzierten und damit eine binäre Ordnung durchzusetzten. […] Es ist falsch, Transsexuelle oder Frauen sprachlich zu diskriminieren und genauso ist es falsch, die heteronormative Zwangssexualität im Bett zu reproduzieren. […] Hier im Schlafzimmer, beim Liebesspiel, das für viele Frauen weniger Vergnügen als ein Joch ist, wird die letzte Schlacht geschlagen, gewinnen die diversen Geschlechter abseits der Binarität an Leben. Wenn hier, im Intimen, die Alternativen zur Zweigeschlechtigkeit nicht durchgesetzt werden, sind sie auch im Alltäglichen chancenlos. Insofern ist es nur konsequent, für den Sex die Anwesenheit mindestens eines Trans- oder Intersexuellen vorzuschreiben. Die Klage der Mimosenmänner, die sich jetzt schon von selbstbewusst-sexuellen Frauen bedroht sehen, und ihre Angst, nicht mehr den einzigen Ständer im Raum zu haben, wird natürlich nicht lange auf sich warten lassen, kann aber getrost ignoriert werden.

Carnofis: Wie sich Umgang durchsetzen ließe

Kommentare, zu wertvoll, um sie in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Da ich die willkürliche Aufteilung in Bar- und Betreuungsunterhalt ohne kindesrelevanten Grund für grundgesetzwidrig halte, würde es reichen, wenn der Vater erklärt – und nachweisen kann – dass er das gemeinsame Kind betreuen kann und will.

Ist aus praktischen Gründen eine Aufteilung in Bar- und Betreuungsunterhalt nötig, dann besteht für mich die Barunterhaltspflicht auch dann weiter, wenn die Alten sich fetzen. Als Druckmittel bei Umgangsvereitelung ist es ungeeignet.
Deshalb würde ich eher die zuständige Justiz massiv mehr in die Pflicht nehmen. Wer Eltern in Bar- und Betreuungsunterhaltspflichtige aufteilt, der übernimmt damit einen erheblichen Anteil der Elternrechte – und damit auch -pflichten. Pflicht und Recht sind nur zwei Seiten derselben Medaille, was derzeit immer noch gern ausgeblendet wird.
Will heißen, der zuständige Richter hat den reibungslosen Umgang sicherzustellen, bis hin zu einer Ersatzhaftung für angefallene Kosten eines grundlos ausgefallenen Umgangs.
Spätestens ab dem Tag, an dem ein Vater sich 500 € aus der Gerichtskasse erstatten lässt, wird jeder Umgang reibungslos laufen, jede Wette.

[…]

„Nur das dir da eben das BVerfG nicht folgt.“

Noch nicht.
Die Verfassungsrichter hatten auch das Recht auf elterliche Sorge ne Väter verneint – bis sie eines Besseren belehrt wurden.
Leider wird Familienrecht recht opportunistisch bzw. feministisch ausgelegt.

„Der Richter haftet nicht für ausgefallenen Umgang.“

Zäumen wir das Pferd von der anderen Seite auf.
Irgendein OLG – leider hab ich meine Urteilssammlung dazu nicht präsent – hatte vor einigen Jahren geurteilt, dass einem Vater Umgang über das ausgeurteilte Maß hinaus verboten(!) sei. Ursprung des Urteils war die Klage einer Mutter, die sich vom Vater ständig gemaßregelt sah, weil er laufend überprüfte, ob das Kind auch genug und das Richtige zu Essen in die Schule mitbekommen hatte.
Das Gericht GARANTIERT also der Mutter, dass die Umgangszeiten buchstabengenau eingehalten werden, ggf. auch per Sanktionen gegen den Vater.
Im Umkehrschluss heißt das allerdings, und das hatten die Roben dabei wahrscheinlich nicht bedacht, dass sie die entsprechenden Umgangszeiten logischerweise auch dem Vater garantierten.
DAS allein ermöglicht natürlich – wie Du treffend bemerkt hast – noch kein Durchgriffsrecht gegen das Gericht.
Da aber das Umgangsrecht bereits mit dem genannten Urteil gesichert ist, genügt es, dass ein Vater bei behindertem Umgang zum zuständigen Gericht geht und SOFORTIGE Abhilfe verlangt. Über die geeigneten Maßnahmen, Buß-, oder Ordnungsgeld, ersatzweise Zwangshaft über das Umgangswochenende, mag die Robe entscheiden.
Wird die jetzt nicht aktiv – und ich habe da in meiner aktiven Zeit sehr viele sehr träge bis renitente Roben erlebt, dann ist das Beihilfe zur Umgangsverweigerung (beachte: das Umgangsrecht wurde bereits höherinstanzlich garantiert!) und dann sehe ich sehr wohl ein Durchgriffsrecht gegen das Gericht. Die Robe kann die eingetriebenen Auslagen des Vaters ja von der Mutter zurückholen.
Nur so sehe ich ein wirksames Instrument gegen Umgangsverweigerung – und damit wird auch die Frage obsolet, ob man Barunterhalt als Druckmittel einsetzen darf.
Umgangsverweigerung funktioniert IMMER nur mit aktiver oder passive Hilfe der zuständigen Roben.

[…]

@ pingpong

„Sobald der Richter die Sache nach dem Urteilsspruch nicht mehr zu den Akten legt, sondern er vor der Situation steht in Zukunft für seinen Richtspruch gerade stehen zu müssen, wird sich auch die spruchpraxis wie durch Zauberhand ändern.“

Da kannst Du sowas von Gift drauf nehmen. So ein Gericht besteht ja nicht nur aus der Abteilung „Familienrecht“. Wenn dann so ne Robe – ob aus feministischer Überzeugung oder aus falsch verstandener Solidarität gegenüber armer und geknechteter Mütter – dafür sorgt, dass Väter die Gerichtskasse plündern, dann werden schon die Kollegen dem Frauenversteher Beine machen.
Und „wie durch Zauberhand“ wird es auch in Echtzeit keine ruinösen und nervlich belastenden Umgangsprozesse geben.

@ EvoChris

„ist ja schlicht nicht umsetzbar.“

Ich wüsste nicht, warum nicht. Beim Barunterhalt funzt die gerichtliche Garantie seit Jahrzehnten, beim Umgang gibt es bis heute ein Gebirge an Hindernissen.
In anderen, familienrechtlich fortschrittlicheren (also fast allen) EU-Ländern klappt das ja auch.
Und gesetzlich gibt es keine Hürden, die solche Maßnahmen verhindern würden.

„Der Staat kann nicht Entscheidungen an den einzelnen übertragen und ihn dann perösnlich für etwas, was man nicht vollständig übersehen kann, haften lassen.“

Den Satz versteh ich vermutlich nicht. Der Staat nimmt ja dem Einzelnen die Entscheidungsbefugnis und überträgt sie ihm nicht, lässt ihn aber trotzdem dafür haften. Genau das will ich ja überwinden. In dem Moment, wo das Gericht das Umgangsrecht regelt, beschränkt es dieses. Dann ist das Gericht in der Pflicht, diese beschränkten Rechte des Benachteiligten auch durchzusetzen – und garantiert nicht auf dessen Kosten.

Mindestens 90% der Umgangsstreitigkeiten basieren meiner Erfahrung nach auf die Eingriffe durch de Justiz. Die meisten Fälle haben den Hintergrund, den Umgang einzuschränken, um eines Teiles Barunterhalt zu erwirken und anderen Teils den Umgang vollständig zu unterbinden. Erst, wenn diese Spielchen für die Mütter mit unkalkulierbar hohen finanziellen Risiken verbunden sind, enden sie auch.
Und damit das passiert, müssen die Roben die Einsätze bezahlen, wenn sie mitspielen. Sie sind die Einzigen, die sie beenden können.

Kinderangst vor streitenden Eltern und Väter als Verlierer

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Eine Lebensweisheit besagt, dass man nur so streiten soll, dass man das, worum man streitet, nicht beschädigt, nicht verletzt – zum Beispiel die Beziehung. Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob bei einem Streit am Ende ein mögliches „Leb wohl“ steht oder das ganz einfach ausgeschlossen ist. Es gibt Feministen, die das nicht verstehen und behaupten, für Kinder sei es besser, wenn es eine Trennung gäbe, damit sie so von Streitereien der Eltern verschont wären. Der Stress, die Angst vor solchen Streitereien ist aber genau deswegen so groß: Das Kind fürchtet, genau das erleben zu müssen, was der Feminist als Heilmittel verordnet, also dass das Zuhause auseinanderbricht, dass es zu einer grundlegenden Weltveränderung kommt. Wenn Streitereien unter der Maxime stehen, dass so eine Katastrophe nicht möglich ist, sind sie auch sehr viel besser zu ertragen: „Da zanken sie schon wieder“ wird es genervt kommentiert – aber es ist kein Weltuntergang.

Eine feministische Autorin versuchte mal in einem Kinderbuch die Botschaft zu vermitteln, dass eine Trennung keine große Sache, ja sogar ein Anlass für eine Feier sei. In ihrem Buch entschieden sich die Kinder streitender Eltern, für diese eine „Trennungsparty“ steigen zu lassen – Scheidung: Jippie Jippie Yeah! Nur dass diese Botschaft beim Zielpublikum gar nicht gut ankam. Während einer Lesung in einem Kindergarten lief ein Junge weinend aus dem Raum.

Wenn es nach Kindern ginge, wären Scheidungen verboten, so etwa die 15jährige Inge:

„Ich finde, es sollte ein Gesetz geben, das es den Eltern verbietet, sich scheiden zu lassen. Leute, die Kinder haben, sollen mindestens so lange zusammenbleiben, bis die Kinder groß sind.“

Aber dem ist nicht so. Die Eltern trennen sich und die grundlegende Weltveränderung bedeutet für viele Kinder, dass der Vater aus ihrem Leben gestrichen wird, sie den Kontakt zu ihm verlieren, ihm entfremdet werden.

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Viele dieser Väter kämpfen. Einige kürzer, einige länger, wie der, der sich durch alle Instanzen klagte, um dann weit über einem Jahrzehnt später – viel zu spät also – vor dem europäischen Gerichtshof Recht zu bekommen. Ich bin auf Twitter unterwegs und dort lose in Kontakt mit Trennungsvätern, die mehr oder weniger von ihren Kindern ferngehalten werden, und dort für ihre Sache werben. Sie verfolgen die Strategie, zum Beispiel die Justizministerin mit Tweets daran zu erinnern, dass auch Kinder und Väter Rechte genießen sollten. Ihr Treiben ist vermutlich hoffnungslos, außerhalb unserer kleinen Filterblase werden wir gar nicht wahrgenommen. Und so werden sie auch kaum jemanden erreichen, wenn sie berichten, dass sie ihre Kinder nur zwei Stunden begleitet in der Woche sehen dürfen, weil die Mutter mehr nicht zulässt – unmöglich, so eine halbwegs normale Vater-Kind-Beziehung zu führen. Es sind Verlierer, die noch nicht akzeptiert haben, dass sie verloren sind – für ihre Kinder. Betrübt erinnere ich mich an die Schilderung eines Trennungsvater, der erklärte, er befände sich im Prozess des Sterbens, und dabei in der Phase des Kämpfens, und er weigere sich, in die nächste Phase einzutreten.

Über solche Verlierer berichtet auch Matussek schon vor Jahrzehnten:

Die Männer, die sich nach und nach um die Hungerstreikenden vor dem Kreuzberger Familiengericht sammeln, wirken wie eine düstere Sekte im Untergrund sozialen Dschungelkampfes. Männer in Lederjacken, Studenten in Anzügen, Alternative in Latzhosen. Sie verheddern sich im gewundenen Deutsch von Schriftsätzen, ziehen Behördenbescheide aus der Tasche und zerknitterte Fotos von ihren Kindern, und sie sind vor allem eines: von einer merkwürdigen Sprachlosigkeit.
Sie brechen aus in lächerliche misogyne Tiraden, brechen ab, zweifeln. Merkwürdige Stadtwüstenprediger vor dem adrett gestutzten Rasen, zwischen pünktlich ratternden U-Bahnen und bepflanzten Betonkübeln, stammelnd, als könnten sie immer nur den Zipfel einer verborgenen Wahrheit erwischen: Sie stemmen sich gegen einen öffentlichen Diskurs, in dem sie chancenlos sind. Fest steht immer nur eines: Sie lieben ihre Kinder und dürfen sie nicht sehen.
Sie sind schrill, und sie sind sanft. Einer, ein Schrank von Kerl, betreibt aus einem Neuköllner Hinterzimmer den Internet-Info-Service „paPPa.com“, der sich um Gegenöffentlichkeit bemüht. Ein anderer, schmaler Diplomchemiker mit Nickelbrille, engagiert sich in der Zeitschrift „Paps“, wo sich sanfte Väter in Naturgestricktem als bessere Mütter beweisen wollen. Doch über all den Versuchen steht dick und fett: NIEDERLAGE

Obwohl ihnen von Frauen Grausames angetan wurde und wird, von Frauen die als Frauen mächtig sind, wollen sie doch nichts auf dieses Geschlecht kommen lassen. Als ich in Anlehnung an den feministischen Kampfbegriff „Vätermafia“ „Müttermafia“ als Benennung für die Mütterlobby vorschlug, lehnte man das ab, besonders weil man nicht so unsachlich und sexistisch wie die Gegenseite agieren wolle. Ihnen tut man so ziemlich das schlimmste an, was man Eltern antun kann – die Kinder rauben – und sie bemühen sich um die guten Sitten. Es gab mal eine Bombendrohung, Matussek:

Daß der Stuttgarter Sozialbürgermeisterin, die auch die
Dienstherrin über die Jugendämter ist, im vergangenen Jahr eine
Bombendrohung zugestellt wurde, ist ein kleines Wunder. Das
Wunder besteht darin, daß sie nur diese einzige Bombendrohung
erhalten hatte und nicht jeden Tag eine. Und daß tatsächlich
noch keine Bomben in Jugendämtern wie dem von Düsseldorf-
Eller gezündet wurden, zeigt einmal mehr, wie groß die Langmut
der Elendsklientel ist, die sich von diesem Haufen inkompetenter
Planstelleninhaber(innen) drangsalieren läßt.

Dass Väter sich diese Weise seelisch foltern lassen, liegt daran, dass man ihre Kinder buchstäblich als Geiseln genommen hat, womit Wohlverhalten erpresst wird.

Trennungsväter sind Verlierer. Sie kämpfen einen Kampf, den sie nicht gewinnen können. Ein solcher Vater schreibt im Verlauf der Entfremdung zu seinen Kindern diesen nicht ganz fiktiven Brief, den Gunnar Kunz dokumentiert:

Hallo Jule, Hallo Jonas, Hallo Lena! Dies ist eure Website.

Ich habe lange überlegt, was ich tun kann um euch zu erreichen, und um all das Gute, das wir zusammen erlebt haben nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Das Internet schien mir die vielversprechendste Lösung.

Die Seite wird passwortgeschützt sein damit nur wir vier Zugang haben und ich muss mir noch etwas ausdenken, wie ich euch die Passwörter zukommen lasse und vor allem die Information, dass es diese Seite überhaupt gibt. Aber das kriege ich schon hin.

Jeden Tag werde ich eine Erinnerung online stellen, eine Erinnerung aus der Zeit als ihr noch kleiner wart, eine Erinnerung, die mir was bedeutet. Parallel dazu werde ich ab und zu unter dem Link »Tagebuch« aufschreiben, was mich beschäftigt, so dass ihr immer wisst, an welchem Punkt ich gerade stehe.

Wie ihr seht habe ich auch Fotos eingestellt aus der Zeit, als wir noch eine Familie waren und ein paar neue von mir. Ich wünschte ich hatte ein paar aktuelle Fotos von euch. Ich weiß nicht mal wie ihr jetzt ausseht.

Es ist furchtbar zu erkennen, dass ich euch verloren habe und ich kann nach nach wie vor nicht genau erklären, wie es dazu kommen konnte. Ich habe immer gedacht, Liebe überwindet alle Schwierigkeiten, aber da kannte ich die deutsche Rechtsprechung noch nicht.

Nun, ich will nicht verbittert sein, das wäre der Anfang vom Ende. Ich versuche positiv an mein neues Leben heranzugehen, obwohl ich es so nicht gewollt habe. Obwohl mir das Schönste darin genommen wurde. Wichtig ist mir vor allem, euch wissen zu lassen, dass meine Tür euch immer offen steht.

Jule, Jonas, Lena – ich liebe euch. Ich werde euch immer lieben. Und ich werde nie aufhören, um euch zu kämpfen.

Euer Papa