Archiv des Autors: uepsilonniks

Studien zu Diversity

Auf Twitter:

Es kam eine Anfrage: ob ich in einem lokalen Diversity-Gremium mitwirken wolle? Weil dazu gute Kenntnisse der Materie sinnvoll sind, habe ich in die Forschung geschaut: Was haben Unternehmen von Diversity? Ich muss sagen, das lief überhaupt nicht wie erwartet. Hier die Daten.

Meine Kenntnisse der Thematik beschränkten sich bisher auf Beiträge wie diesen (Q1). Die verheißenen Vorteile der Vielfalt wollte ich jetzt in der Fachliteratur erkunden, spezifisch diese Frage: Wie wirkt sich Diversity auf Teamperformance aus? Macht Vielfalt ein Team besser?

Erster Eindruck: So eine wilde Literatur sieht man nicht jeden Tag. 10 große Meta-Studien hatte ich am Ende gelesen. Klare Resultate? Fehlanzeige. Dafür Korrelationen jeder Art, Richtung und Signifikanz, und immer neue Fragezeichen. Oder um es akademisch-höflich zu sagen (Q2):

Besser wird es erst, wenn man (wie im Zitat gefordert) Diversity in einzelne Aspekte aufteilt und separat betrachtet, z.B. so:

  1. biodemografisch (Geschlecht, Ethnie, Alter)
  2. persönlich (Persönlichkeit, Werte, Einstellungen)
  3. fachlich (Berufserfahrung, Ausbildung)

„Biodemografische“ Vielfalt ist, was sich die meisten Leute landläufig unter Diversity vorstellen dürften: nach Geschlecht, Herkunft oder Generation bunt gemischte Teams. Dieser Diversity-Begriff steht auch im Fokus, wo (repräsentative) Vielfalt per Quote vorgeschlagen wird.

Der öffentlichen Wahrnehmung zum Trotz bringt diese Art von Diversity für die Teamperformance offenbar praktisch nichts. Meta-Studien finden entweder gar keinen Zusammenhang (Q3, Q4) oder systematische kleine, aber negative Effekte für die Qualität der Teamarbeit (Q2, Q5, Q6).

Einzig Q7 ergibt positive Einflüsse auf Kreativität und Zufriedenheit, die aber durch andere negative Folgen (z.B. Teamkonflikte) wieder kaputtgemacht werden. Insgesamt scheint dieses Zitat die wohlwollendste Deutung der Lage zu bieten (Q4). Kein schlagendes Verkaufsargument:

Nicht viel besser sieht es bei Nr. 2 aus: Vielfalt bei Persönlichkeit, Werten und Einstellungen. Q8 ergibt, dass Vielfalt dieser Art systematisch mehr Konflikte generiert und Prozesse erschwert (ähnlich auch Q7), besonders bei komplexen Aufgaben und in Teams im Topmanagement.

Immerhin bei der fachlichen Vielfalt (Nr. 3) zeigt sich ein potenzieller Mehrwert. Zwar gibt es auch hier Studien, die gar keine oder teils keine Zusammenhänge finden (Q2, Q3, Q4) oder negative Effekte feststellen, z.B. Konflikte (Q5). Aber positive Befunde gibt es eben auch.

Vor allem Vielfalt nach Funktion (berufliche Erfahrung) scheint einen positiven Effekt auf Arbeit und Erfolg im Team zu haben (Q2, Q4, Q5, Q9). Unten ein Beispiel für Ergebnisse solcher Meta-Studien, hier als Vergleich von fachlicher und biodemographischer Vielfalt (Q10).

Was folgt nun aus alledem? Wichtig: Solche Performance-Daten für Teams erlauben keinen Schluss über Sinn und Unsinn von Diversity insgesamt. In anderen Bereichen wird ein potenzieller Mehrwert sichtbarer, z.B. in der Korrelation von Diversity und Unternehmenserfolg (Q11).

Auch Diversity auf Teamebene bleibt im Rennen. Die Studien zeigen, dass sich Effekte teils nach Branche, Kultur und Aufgabe unterscheiden (Q9). Implikation: Verantwortliche sollten gut prüfen, was in ihrem Kontext funktioniert. Vgl. z.B. Q12 für den medizinischen Bereich.

Unter dem Strich ergibt sich aber, dass in vielen Fällen homogenere Teams eine gute Idee bleiben dürften. Einen echten Mehrwert verspricht besonders die fachliche Vielfalt. Für Diversity rein nach äußeren Merkmalen zahlt man vielleicht einen Performancepreis auf Teamebene.

p.s.: Der Beitrag wird auch bei Christian besprochen.

Quellen:

Q1: https://tinyurl.com/mkmu8sap

Q2: https://doi.org/10.1177/0149206310365001

Q3: https://doi.org/10.1016/S0149-2063(00)00093-3

Q4: https://eref.uni-bayreuth.de/id/eprint/53062

Q5: https://doi.org/10.1177/1059601118799475

Q6: https://doi.org/10.1080/09585192.2014.957712

Q7: https://doi.org/10.1057/jibs.2009.85

Q8: https://doi.org/10.1111/joms.1

Q9: https://doi.org/10.5465/amj.2009.41331491

Q10: https://doi.org/10.1177/0149206307308587

Q11: https://tinyurl.com/k84yk48c

Q12: https://doi.org/10.1016/j.jnma.2019.01.006

Zensiert: Kulturelle Aneignung und Rassismus

Betroffener Artikel: Unsere Haare, unser Erbe

Zensierter Kommentar:

Einem weißen Blonden, der in Afrika unterwegs ist, wird auch ständig ins Haar gegriffen, aus unterschiedlichen Motiven (z.B. weil man die Farbe für abwaschbar hält). Das ist aber kein Rassismus. Ein Übel ist nur dort Rassismus, wo es Schwarze trifft. Muss man wissen.

Ach übrigens: Ich habe schon Schwarze in einem Anzug gesehen. Das ist aber unser Erbe. Ach nee, das ist mir zu dumm…

Matze: Warum Männer nicht gegen Ungerechtigkeiten aufbegehren

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

[…]

Danach ein Interview mit einen Psychologen, der auf Männer spezialisiert ist. Hier geht es um die Frage, warum Männer so selten gegen die Ungerechtigkeit gegen Männer aufbegehren.
Seine Theorie: Es gibt keinen In-Group Bias unter Männern, so wie ihn unter Frauen zu geben scheint und wie Feministinnen ihn Männern andichten. Für Männer ist Mannsein eine ungeeignete Identifikationsgruppe. Männer identifizieren sich mit ihrer Arbeitsgruppe, Soldaten-Einheit, usw. und sie würde auch eher Frauen helfen als anderen Männern. Seiner Einschätzung nach sind 20% aller Selbstmorde bei Männer auf Scheidungen und darauf zurück zu führen, dass sie ihre Kinder nicht sehen dürfen.

[…]

Ist ein Impfzwang verfassungsgemäß?

„Ich glaube, dass Ärzte jeden impfen sollten, denjenigen, der geimpft werden will, weil er der Impfpflicht nachkommt, oder denjenigen, der sich impfen lässt ganz freiwillig. Es wird ja niemand gegen seinen Willen geimpft, selbst die Impfpflicht führt ja dazu, dass man sich zum Schluss freiwillig impfen lässt.“ – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, Tagesschau 19.01.2022

Als erstes: Ein Impfzwang würde unschuldige Menschen töten. Solche, die sich sonst nicht hätten impfen lassen. Oder: Ein Imfpzwang würde Menschen schwere Schäden zufügen.

Und damit verstößt ein Impfzwang klar gegen die Verfassung. Das Hauptargument hierfür ist das Urteil des Bundesverfassungsgericht zum Abschuss von Flugzeugen, die von Terroristen als Waffe eingesetzt werden. Das Abschießen und damit Töten von (höchstwahrscheinlich) todgeweihten, aber unschuldigen Passagieren verstößt gegen das Grundgesetz, da es nicht mit Art. 1, über die Menschenwürde vereinbar wäre, wie auch Art. 2, welcher das Recht auf Leben und körperlicher Unversehrtheit garantiert. Ein Abschuss ist unzulässig, weil:

„Eine solche Behandlung missachtet die Betroffenen als Subjekte mit Würde und unveräußerlichen Rechten. Sie werden dadurch, dass ihre Tötung als Mittel zur Rettung anderer benutzt wird, verdinglicht und zugleich entrechtlicht; indem über ihr Leben von Staats wegen einseitig verfügt wird, wird den als Opfern selbst schutzbedürftigen Flugzeuginsassen der Wert abgesprochen, der dem Menschen um seiner selbst willen zukommt.“

Eine solche Verdinglichung liegt auch bei einem Impfzwang vor. Weiter ist die Würde des Menschen absolut. Das heißt, der Staat darf nicht durch eine Zwangsimpfung Verstorbene gegen Covid-Gerettete aufwiegen.

Verfassungsrechtlern scheint klar zu sein, dass ein Impfzwang also nur dann rechtens wäre, wenn das Risiko der Impfung gegen Null ginge. Das Erschreckende: Die Entscheidungsträger gehen davon aus, dass… das Risiko der Impfung gegen Null gehen würde, was wohl auch einer gleichgeschalteten Mainstreampresse geschuldet ist.

Laut dem Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts kam es über den untersuchten Zeitraum zu 21.000 Verdachtsfällen schwerer Nebenwirkungen und zu 1.800 Verdachtsfällen mit tödlichem Ausgang – wobei man von einer hohen Dunkelziffer (um den Faktor 5-20) ausgehen muss, da das Reportverhalten mangelhaft sei. Eine Gruppe von Wissenschaftlern stellt fest, dass mit einer Zunahme der Impfungen auch die Übersterblichkeit steige, ein Hinweis auf bislang nicht gesehenen oder unterdrückten dramatischen Nebenwirkungen. Und weiter:

Ich zitiere aus dem British Medical Journal den wohl renommiertesten Wissenschaftler im Bereich der evidenzbasierten Medizin, dem Fachgebiet, in dem es um den korrekten Umgang mit Studienwissen geht, Peter Gøtzsche. Ein Gigant der Epidemiologie im Vergleich zu Lauterbach, Drosten und Co.
Peter Gøtzsche lehnt die Impfpflicht entschieden ab und schreibt:
„Es bestehen erhebliche Unsicherheiten über die Wirksamkeit der Covid-Impfstoffe, einige schwerwiegende Kurzzeitkomplikationen und fehlende Daten zu Langzeitschäden. In dieser Situation ist es zwingend erforderlich, dass die Menschen in der Lage sind, eine vollständig informierte Entscheidung darüber zu treffen, ob sie den Impfstoff erhalten möchten oder nicht.“
„Bei jungen Altersgruppen, bei denen die Covid-bedingte Morbidität und Mortalität gering ist, und bei denen, die bereits eine COVID-19-Infektion hatten und ein langjähriges immunologisches Gedächtnis zu haben scheinen, überwiegen die Schäden einer Impfung mit ziemlicher Sicherheit den Nutzen für den Einzelnen, und das Ziel, die Übertragung auf andere Personen mit höherem Risiko zu reduzieren, wurde nicht sicher nachgewiesen.“

Zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen, deren Auftreten mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Impfung zusammenhängt, zählen die Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung (Myo- und Perikarditis), schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie), Thrombosen (Lungenembolien, Schlaganfälle, Herzinfarkte), Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie, Blutungen) und Ganzkörperlähmung (Guillain-Barré-Syndrom). Die Spätfolgen der bereits bekannten schwerwiegenden Nebenwirkungen und weitere, noch weitgehend unerforschte negative Effekte wie eine antikörperabhängige Verstärkung von Entzündungsprozessen bei erneuter Infektion (Antibody-dependent-enhancement [ADE]) und die Begünstigung der Entstehung von Immunkomplex- und Autoimmunerkrankungen durch die Nukleosid-modifizierte mRNA der mRNA-Impfstoffe sind wegen der kurzen bisherigen Beobachtungszeiten noch gar nicht absehbar.“
..
Kommen wir nun auf die mögliche Schadens-Dimension der Impfung zu sprechen. Forscher der Columbia Universität schreiben mit guten Argumenten und belastbaren Quellen, dass die Vergangenheit gezeigt hat, dass Meldesysteme, wie das des Paul-Ehrlich-Instituts, die tatsächliche Zahl von Impf-Nebenwirkungen stark unterschätzen. Sie gehen deshalb davon aus, dass die gemeldeten Nebenwirkungen in Europa und den USA in Wirklichkeit um den Faktor 20 höher liegen. Das bedeutet eine horrende Zahl an Todesfällen und schweren Nebenwirkungen.

Inzwischen weiß man, dass infizierte Geimpfte genauso ansteckend sind wie Ungeimpfte. Außerdem hilft eine hohe Impfquote nicht dabei, der Pandemie Einhalt zu gebieten. Das heißt, mit einer Impfung reduziert man kaum das Risiko anderer – weshalb sich auch nicht der Gedanke an eine „Impflicht“ ergibt – sondern man schützt nur sich selbst vor einem schweren Verlauf, und vielleicht nicht mal das, da die Entkoppelung der Infektions- von den Sterberaten, bzw. schweren Verläufen auf mildere Coronaverianten statt auf Impfung zurückgehen könnte.

Was den Propagandabegriff der „Impfpflicht“ angeht: Eine Pflicht erfordert es, dass der Pflichtausübende die Notwendigkeit seiner Handlung selbst erkennt und einsieht nachdem er die Pflichthandlung in einer Gewissensprüfung reflektiert hat. Beim Zwang gibt es all das nicht, da wird einem mit verschiedenen Arten von Gewalt  – z.B. Androhung schwerer Strafen – etwas abverlangt, ohne dass man dazu sein Einverständnis gegeben hat oder es einsieht. Wenn es tatsächlich um eine „Impfpflicht“ und nicht um einen Impfzwang ginge, hätte jeder Skeptiker dar Recht, nach einer Gewissensprüfung die geforderte Handlung abzulehnen. Das aber soll mitnichten so sein.

Leider ist das Bundesverfassungsgericht bereits unterwandert von Ideologen, die nicht Recht auf Boden des Grundgesetzes sprechen, sondern Politik betreiben. Deshalb steht zu befürchten, dass diese einstmals so vorbildhafte Institution grünes Licht für diese totalitäre Maßnahme geben könnte.

Und zum Schluss?

Eine Versicherung will nicht die Lebensversicherung auszahlen, da der Versicherte mit der tödlichen Covidimpfung an einem „Experiment“ teilgenommen habe, das Gericht dazu:

„Das Gericht erkennt die Einstufung des Versicherers an, der die Teilnahme an dem Experiment der Phase drei, dessen erwiesene Unschädlichkeit nicht gegeben ist, angesichts der angekündigten Nebenwirkungen, darunter der Tod, rechtlich als freiwilliges Eingehen eines tödlichen Risikos betrachtet, das nicht durch den Vertrag abgedeckt ist und rechtlich als Selbstmord anerkannt wird. Die Familie hat Berufung eingelegt. Die Verteidigung des Versicherers wird jedoch als begründet und vertraglich gerechtfertigt anerkannt, da dieses öffentlich bekannte Eingehen eines tödlichen Risikos rechtlich als Selbstmord gilt, da der Kunde benachrichtigt wurde und sich bereit erklärt hat, freiwillig das Risiko des Todes einzugehen, ohne dazu verpflichtet oder gezwungen zu sein.“

Eine Impfung gilt „rechtlich als Selbstmord“? Könnte Fake-News sein, aber wenn nicht: Hier wurde höchstrichterlich festgestellt, dass das Risiko einer Impfung eben nicht gegen Null geht. Als Linker finde ich das zum Lachen: Vielleicht schiebt ein kapitalistisches Unternehmen einer Impfpflicht den Riegel vor, indem es aus purem Eigennutz juristisch die Impfung als gefährliches Experiment überführt, womit sich eine „Impfpflicht“ von selbst verbietet. Das hieße, Kapitalismus rettet uns den Arsch. Das Leben ist zu geil.

Nicht-binäre transfeminine Lesbe

Der hier:

[an dieser Stelle wollte ich ein Bild eines Typen einstellen, der sich als [gedöhns] identifiziert, aber vielleicht will er die Originalquelle irgendwann mal löschen]

hat auch Geschlechtsverwirrung durchgemacht, wie sie typisch ist für Heranwachsende, nur dass heutzutage zusätzlich die Gefahr besteht, dass man unter Hormone gesetzt wird von verqueren Leuten, die soviele Verquere wie möglich heranzüchten wollen.

Der da oben will nach wie vor Frauen ficken, und das ist schlecht, denn er ist nichts weiter als ein weißer Heteromann, und so einer ist, wer wüsste es nicht, der letzte Dreck. So nimmt er eine Gedöhnsidentität an, wie sie schick ist heutzutate, Opferstatus noch oben drauf, und so darf er sich als was ganz besonderes fühlen: „Schaut her, ich bin ja so adorable!“

Das Generische Femininum

Über dem Missverständnis, dass das generische Maskulinum Männer mehr betone, oder, wie Lügnerinnen anführen, allein Männer meine, sieht man hier und da das generische Femininum als gerechte Lösung an – so wie man dafür sorgen will, dass ab sofort nur noch Frauen am Arbeitsplatz (Punkt 4) oder obdachlos unter der Brücke verrecken. Nach Jahrtausenden „Patriarchat“ wird auf allen Ebenen für den historischen Ausgleich gesorgt. Sprachlich heißt das, man verwendet die bisher exklusiv weibliche Form generisch, die meine dann Männer mit – „Stahlarbeiterinnen“ z.B. meint dann auch Männer.

Das führt zu Irritationen. Mir sind schon Leute untergekommen, die zu Texten feministischer Medien nachfragten, ob nun Männer oder Frauen gemeint wären.

Das wäre der eine Punkt, der andere ist, dass mit dem generischen Femininum Abhilfe geschaffen werden soll für das generische Maskulinum, welches als ungerecht empfunden wird – und damit per definitionem selbst ungerecht ist. Ein scheinbares Unrecht soll durch echtes Unrecht abgelöst werden.

Und es ist eine Lüge. Es ist eine Lüge, wenn von Stahlarbeiterinnen gesprochen wird. Diese Sprache bildet nicht die eigentlichen Verhältnisse ab, und sie führt auch nicht dazu. Es hat andere, tiefergehende Gründe, warum Stahlarbeiter Männer und Hebammen Frauen sind – auch in Ländern, deren Sprachen kein Genus kennen, womit das Argument widerlegt ist, die Sprache forme die Verhältnisse. Auch wenn überall von „StahlarbeiterInnen“ gesprochen würde; auch wenn man in Schulbüchern Models präsentiert, die man in einen Hitzeschutzanzug gesteckt hat, wird es nicht mehr der sehnlichst begehrten Sorte geben. Der feuchte feministische Traum, dass Frauen wie Männer werden, wenn man nur die Sprache manipuliert, wird sich nicht erfüllen.

Weiterlesen: MANNdat: Gerechtigkeit oder Misandrie?

Extremismus als politischer Pragmatismus

jungs & mädchen

Es gibt eine Menge Parallelen zwischen der gegenwärtigen Umwandlung der westlichen Länder in auf soft power beruhende totalitäre Systeme vom chinesischen Typ und dem Beherrschtwerden der Männer durch die Lügen der Frauen. Das erste zu analysieren, hilft sehr dabei, das zweite zu verstehen.

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Puer Robustus – Part Five

[Frage: Soll die Serie weitergeführt werden?]

Es folgt ein Gastbeitrag von Elmar (zu Part Four):

Mit Diderot hat der puer robustus als Schwellenwesen im Streit um die richtige soziale und politische Ordnung auf einmal ein zusätzliches psychologisches Potential erhalten: Männlich sind auf einmal die outlaws, die Dränger und Stürmer, die Aufrührer und Quertreiber, die Einsiedler, Misanthropen und Poeten, die das Leben bis heute erst interessant und unberechenbar machen – und auf unterschiedliche Weise von der Politik sozialen und gesellschaftlichen Fortschritt fordern: Die Belletristik des 18. Jahrhundert wimmelt von entsprechenden Romanfiguren, die nach wie vor von Schülern in der Pubertät verdaut werden müssen.

Friedrich Schiller fügt dem weitere Details hinzu. Ihn interessiert vor allem, daß ein solches Wesen wie der puer robustus frei, ein Freigelassener der Schöpfung sein muß. Modern formuliert: der männliche Archetyp des puer robustus verträgt sich nicht mit der Vorstellung biologischer Determination. Historisch ist der puer robustus zusätzlich mit einer maskulinen Kritik am Patriarchat verklammert, einer Kritik an einer besonderen familiären und staatlichen Ordnung und Unterordnung: Der puer robustus stellt jede Unterwerfung in Frage, er wird zum Kind kantischer Aufklärung, welches den Schlüssel zu einer neuen politischen Ordnung im Sinne der Selbstgesetzgebung in der Tasche trägt.

Auf unserer spracharchäologischen Suche nach den kulturellen Ursprüngen des Verständnisses von Männlichkeit, referiere ich heute in zweiter Hand die Ideen des Literaten Friedrich Schiller aus dem Buch Puer Robustus (2016) von Dieter Tomä.

Bei Schiller geht es nicht darum, wie und warum ein Mensch sich an der Schwelle zur Gesellschaft weigert, seine guten Eigenschaften dominieren zu lassen, sondern um die Frage, unter welchen Bedingungen diese guten Eigenschaften verloren gehen können. Und Schiller sieht den Grund dafür nicht in einer Schwäche der Vernunft, sondern darin, daß die natürliche Kompetenz zur Sozialität durch individuelle Erfahrungen ruiniert wird. Dabei ist für Schiller der Begriff der Natur eher eine Art Kampfbegriff gegen als despotisch empfundene Gesetze, Zwänge und Konventionen im allgemeinen. Damit kreiert Schiller den puer robustus als Typ des nomozentrischen Störenfrieds und als Sucher nach Selbstgesetzgebung neu, dieses Mal aber im Rahmen einer Betrachtung als soziales Problem, die er von Diderot ererbt hat. Vor allem in Die Räuber beschreibt Schiller die menschliche Genese des Guten und Bösen, die in den beiden Figuren der Moor-Brüder gipfelt, völlig anders als Hobbes und Rousseau es tun würden.

So ist die menschliche Bosheit in Die Räuber für Schiller nicht etwa Ausdruck eines Mangels an Vernunft wie bei Hobbes oder Folge einer falschen Vergesellschaftung wie bei Rousseau, sondern bei ihm entsteht die Bosheit z.B. aus der Enttäuschung. Das Böse bekommt damit eine psychologische Vor- und Entwicklungsgeschichte und es gibt keine feststehenden Eigenschaften mehr, an denen man ohne weiteres festmachen könnte, wer gut und wer böse ist, wer als guter oder schlechter Mensch begann oder wie er enden wird – so wie Hobbes und Rousseau das noch postuliert haben. Bei Schiller hingegen hat der puer robustus zur selben Zeit viele psychologische und moralische Facetten, die zudem dynamisch sind. Die Quellen seiner Entstehung sind typscherweise persönlichen Enttäuschung, politische Entrechtung und ökonomische Entbehrung. Vor allem letzteres wird später in der Geschichte noch eine Rolle spielen.

Ebenfalls sehr viel stärker entwickelt ist bei Schiller die Idee, daß sich der puer robustus sich aus seinen Krise wie auch im Fall des politischen Umbruchs selbst retten kann und muß, daß er selbst seine Entwicklung vorantreiben kann und muß. Wirklich neu ist aber die Aufgabe des puer robustus auch andere zu retten, wofür er gerade deshalb prädestiniert ist, weil er schon immer ein starker und von Natur aus mitfühlender Kerl und wie auch ein autark handelndes Schwellenwesen war und ist. Doch interessanterweise macht das den selbstvergessenen puer robustus als nomozentrischer Störenfried aber noch nicht zum akzeptierten Teil der Gemeinschaft der Geretteten. Erst die Teilnahme an der neuen kollektiven Selbstgesetzgebung und seine freiwillige Unterordnung unter sie läßt den puer robustus ganz im Geiste Rousseaus zu einem Bruder der Gemeinschaft werden. Der puer robustus wird bei Schiller Opfer seines eigenen Erfolges.

Ob es Schiller gelingt, die Selbstaufhebung des puer robustus auch konsistent zu Ende zu entwerfen, und inwiefern seine Rousseau’sche Idee einer gesellschaftlichen Verbrüderung auch wirklich politisch tragfähig ist, ist eine andere Frage, die hier nicht behandelt wird.

[Zu Part Six]

Familien in allen möglichen Konstellationen

Unter anderem die taz ist begeistert:

Eltern sollen auch zu dritt oder zu viert Verantwortung für ihre Kinder übernehmen können. Und das soll für alle denkbaren Konstellationen gelten. Sogar für Heteros!

Dazu wurde die Frage gestellt, ob das in der Multikultigesellschaft bedeutet, dass sich muslimische Männer einen Harem zulegen können…

Wie Politiker die Pandemie jetzt beenden und dabei ihr Gesicht wahren könnten

Die neue Omikron-Variante könnte für Politiker ein Weg sein, unter Gesichtswahrung aus der Pandemie auszusteigen, denn:

Der Anstieg der Infektionszahlen in Deutschland gegenüber anderen Ländern, wie England, Italien und Frankreich, könnte laut [dem Chef der Kassenärztlichen Vereinigung] Gassen als „fast moderat“ bezeichnet werden. Sehr häufig wären entdeckte Omikron-Infektionen ein „Zufallsbefund“, da die Verläufe oft „gar nicht spürbar wären“ oder „das Erkältungstypische“ überwiege.

Würde sich die Omikron-Variante als der „Gamechanger“ herausstellen, von dem Virologen derzeit sprechen, und würde sich dadurch die Intensivbettenbelegung entspannen, sei eine höhere Belastung der ambulanten Praxen zu erwarten. Dies könne dann als „Weg aus der Pandemie“ angesehen werden. Es gebe durch eine „hohe Dunkelziffer“ nur wenige Erkenntnisse, um die Anzahl der Omikron-Infektionen bei Ungeimpften und „Geimpft-Geboosterten“ zu belegen. Junge Menschen würden „wahrscheinlich“ wenig davon merken, denn „offen gestanden haben die auch von Delta wenig gemerkt“. In der Gesamtbetrachtung überwiege aber eine „Unschärfe“ hinsichtlich der Auswirkungen einer Omikron-Infektion.

Politikern, die Corona als eine gesellschaftsbedrohende Gefahr beschworen haben, die in der Folge also ständig irgendwas machen mussten, um den starrrken Mann zu markieren, bietet sich hier die Gelegenheit, zum Normalzustand zurückzukehren, indem sie erklären, dass „nach neuen Erkenntnissen“ von der Omikronvariante keine größere Bedrohung ausgehe als von einer üblichen Grippeinfektion.

Da durch die Coronamaßnahmen ganze Existenzen vernichtet wurden, ist es für die Verantwortlichen so gut wie unmöglich einen anderen Kurs einzuschlagen und Corona nicht mehr als GAU hinzustellen. Denn was sollen sie auch sagen? „Entschuldigung, dein Betrieb ging umsonst pleite!“? „Sorry, dein Schlaganfall war in neuem Licht betrachtet gar nicht nötig.“? Omikron bietet eine einmalige Chance zu einem Kurswechsel ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren – sofern sie über solche überhaupt noch verfügen.

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