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Prostitution, das weibliche Monopol auf Zärtlichkeit und die Sehnsucht des Mannes

Ich habe zu der Frage, warum sexuell aktive Frauen Schlampen, Männer hingegen Playboys sind, schon mal was geschrieben. Demnach ist Sex etwas, worüber Frauen verfügen und es möglichst profitabel an den Mann verkaufen. Wer zu günstig zu haben ist, ist demnach eine Schlampe, wie sie von Frauen dann angefeindet wird. Der teuerste Deal ist hierbei die Ehe, wenn sie nicht aus Liebe sondern aus monetären Gründen heiratet.

Die Ressource Sex und genauso auf Zärtlichkeit liegt also in Frauenhand. Frau hat es, Mann will es, was das Gewerbe der Sexarbeit begründet. Ich halte übrigens mehr von jeder Prostituierten, mit der man einen klaren Vertrag schließt, als von Frauen, die Sex manipulativ als Belohnung für Wohlgefallen in einer Beziehung anwenden. Ich selbst war nie bei einer Sexarbeiterin, ich empfände es als entwürdigend, eine Frau dafür zu entschädigen, dass sie meine Nähe zulässt. Und damit sind wir schon bei Nähe. Sex ist nicht nur für Frauen sondern auch für Männer ein Weg, Zärtlichkeit auszudrücken. Und Sehnsucht spielt hier genauso rein wie ein Gefühl von Einsamkeit, wenn man keinem Menschen, keiner Frau so nah sein kann.

Ich sagte bereits, dass Alice Schwarzer und die ganzen Frauenschützer es bitterlich beklagen würden, wenn die Rollen getauscht wären. Wenn Frauen sich erniedrigen würden, indem sie für sexuelle Nähe zahlten. Sie würden die Anbieter des Sex‘ verteufeln, die kaltblütig die Sehnsucht der Frauen ausnutzten um Kohle zu machen. So wird wohlwollend über Freierinnen berichtet, denen Sehnsucht nach menschlicher Nähe attestiert wird, und das ausgerechnet von jener Seite, für die männliche Freier nur widerliche Schweine* sind, die man verfolgen sollte.

In der Regel aber gilt: Es sind Männer die für Sex zahlen. Und da sich in den letzten Jahrhunderten das gesellschaftliche Bild vom Mann geändert hat – als toxisch – ist männliche Sexualität dämonisiert. Sie wäre nehmend, gewalttätig, grausam, beschmutzend, machtgeil, zerstörerisch. Feministen denken beim Stichwort Sex nicht an das Kamasutra sondern an Vergewaltigung. Also wirken sie demzufolge überall in der Gesellschaft, Männer für ihre Sexualität zu bestrafen und seien es nur Blicke, und so wollen sie den Kauf aber nicht den Verkauf von Sex bestrafen lassen – gleichgültig gegenüber den Interessen der Sexarbeiterinnen, die gegen eine Kriminalisierung ihrer Kunden sind und deren Situation sich damit auch verschlechtert.

Zurück zum Bedürfnis nach Zärtlichkeit. Bei Prostituierten herrschen strenge Regeln, nach denen die Dienstleistung ausgeführt wird. Eine der häufigsten ist hierbei das Verbot, auf den Mund zu küssen. Sexarbeiterinnen trennen scharf zwischen erwerbsmäßigen Sex und jenem, welchen sie in einer Beziehung mit ihrem Partner praktizieren. Allerdings gibt es eine Variante, in der diese Trennung aufgehoben ist. Beim „Girlfriend-Sex“. Hier kann sich der Freier Sex kaufen, wie ihn Liebespaare ausüben – zum Beispiel auch mit Küssen auf dem Mund. Das zeigt, dass ein Bedürfnis existiert, welches über eine mechanische schnelle Nummer weit hinausgeht. Hier kauft sich ein armes Schwein neben Sex und körperlicher Nähe auch die Illusion von empathisch-emotionaler Zärtlichkeit, vom Geliebtwerden – und das bringt mich zum Heulen, denn es deutet auf ein gravierendes Kuscheldefizit unter Kerlen hin.

Ich erinnere mich an ein besonders widerliches Exemplar von Empathin, das sich über einen Mann lustig machte, welcher nach dem Sex nur noch schluchzte. Der Mann war wohl lange Zeit von jeder menschlichen Nähe abgeschnitten so dass es aus ihm herausbrach. Auch der Männercoach Maximilian Pütz berichtet: „Ich coache Männer, die gerne Frauen kennenlernen wollen. Und Sie machen sich keine Vorstellung wieviele dann einfach dasitzen und weinen.“ (sinngemäß aus dem Gedächtnis) Pütz pflegt seine Emotionen und ist außerordentlich mitfühlend, was ihn sowohl als Verführer so erfolgreich macht, als auch als Coach. Die Männer, denen er Rat und Tat anbietet, erfahren so zum ersten Mal Mitgefühl und Verständnis für ihr karges Leben, in welchem menschliche Wärme nur in homöopathischen Dosen vorkommt.

Dies alles spielt in der Prostitutionsdebatte keine Rolle. Die Frauenretter hören schon auf diejenigen nicht, die zu retten sie vorgeben und die nicht gerettet werden wollen. Die männliche Perspektive, nach der ein Kerl sich nicht anders zu helfen weiß, als Geld hinzulegen für etwas menschliche Nähe, als Balsam für eine geschundene und verdurstende Seele, interessiert erst recht nicht.

Crumar: Toxische Männlichkeit ist kein soziales Konstrukt sondern biologisch vorgegeben

Ein Kommentar, zu wertvoll um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Die in der „Oktoberfest Legende“ enthaltene Weigerung festzustellen, dass es in einigen Ländern/Kulturen/Religionen mit der Anerkennung von Frauenrechten nicht weit her ist, dass es bestimmte Ländern/Kulturen/Religionen gibt, in den Frauenrechte eher verwirklicht worden sind als in anderen bedeutet zunächst zweierlei:

1. Bezieht sich „toxische Männlichkeit“ nicht auf die Kultur in der sie entsteht, sondern auf biologische Männlichkeit.

Entgegen ihrem nach außen getragenen sozialen Konstruktivismus behaupten sie, dass es bestimmte Merkmale von Männlichkeit gibt, die in allen Kulturen, allen Gesellschaften und zu allen Zeiten existiert haben, welche einen „Wesenskern“ von Männlichkeit bilden.

Wenn „Männlichkeit“ gesellschaftliche/kulturelle Einflüsse und geschichtliche Entwicklung transzendiert, dann ist es unmöglich anzunehmen, diese Männlichkeit sei anders als biologisch bedingt vorstellbar.

Dass sie die Sylvesternacht in Köln mit dem Oktoberfest konterten, bestätigt meine These.

2. Die Hälfte der Ablehnung von unterschiedlichen Einstellungen zu Frauenrechten in verschiedenen Ländern/Kulturen/Religionen lässt sich also dadurch erklären, dass die implizit biologistische Vorannahme keine Widerlegung zulässt.

Wer eine universelle „toxische Männlichkeit“ voraussetzt, ist gezwungen, diese überall und zu jeder Zeit zu „finden“ – was Ergebnisoffenheit ausschließt.
Dass es ein „deutsches“ Pendant zur Sylvesternacht geben müsse (auch wenn es noch so absurd ist), beweist ihre fundamental biologistische Denkweise.

Wir haben es also mit lupenreinen Biologisten zu tun, nicht mit Soziologen.

Ein paar feministische Memes der No-Hate-Speech-Sexisten

Auf einer schönen Seite wird gegen „Sexismus“ vorgegangen. Was ist Sexismus? Ist es Sexismus, wenn faschistoide Vernichtungsphantasien gegen Menschen einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit mit Steuermitteln verbreitet werden? Vermutlich ja. Allerdings gilt:

MEN_DONT_GET_TO_DECIDE

Das ist höchst interessant. Sexismus ist nämlich auch, wenn man Menschen aufgrund ihrer unverschuldeten Geschlechtszugehörigkeit Rederechte verweigert oder gewährt. Hier wird das Rederecht den Männern verweigert, womit meine Eingangsfrage, ob Männervernichtungsphantasien sexistisch seien, negiert ist. Denn nach dieser Definition habe ich zu schweigen und wenn ich es nicht tue, ist alles was ich sage diesen Antisexisten allein aufgrund meines Geschlechts keine Erwägung wert.

Aber gut, ich bin ja ein Mann und damit privilegiert, wobei gilt:

nohatespeech_sexismus-privileg

Ok, und welche Privilegien wären das – lassen sie sich sichtbar machen, indem man sie anspricht und erläutert? Sich im Krieg totschießen lassen, wie es Frauen von Männern einfordern? Ein Leben lang malochen – aber nicht in Amüsierberufen – und den größten Teil des erarbeiteten Geldes an Frau und Kinder abgeben?

Ja, ich bin schon uneinsichtig und das nervt ungemein:

nohatespeech_sexismus-awkward

Nun, ich war früher mal Feminist, und das hieß, dass ich mir meiner unbewusssten Privilegien tatsächlich bewusst war. Ich glaubte, weil ich ein Mann war, gehörte ich dem privilegierten, amoralischen Geschlechts an, welches das andere Geschlecht benachteiligt und misshandelt. Warum glaubte ich das? Weil mir buchstäblich jeder und alle genau dieses Märchen verkauften. Fernsehen, Radio, Schule, Uni, meine Eltern, die Zeitung: In unserer Gesellschaft ist es unmöglich aufzuwachsen, ohne diese Geschichte eingetrichtert zu bekommen.

Eine Geschichte, die sagt, dass Männer Frauen für sich arbeiten lassen, also dass das Geschlecht, welches mehr Zeit vor dem Fernseher verbringt, die ganze „unbezahlte Arbeit“ leisten würde. Aber  manche wehren sich und treten in den Frauenstreik:

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Soll heißen, nur Frauen leisten was für Männer, während diese nix für Frauen tun, sich bedienen lassen. Nun, eine Frau kriegt das Gehalt ihres Mannes. Dieser Geldstrom – Billionen – der nach der Trennung „Unterhalt“ heißt, hat vor der Trennung günstigerweise keinen Name, womit er unsichtbar ist und damit den Akteuren in der Debatte um nicht-bewusste Privilegien auch nicht bewusst.

Ok, aber der Streik der Dame oben bedeutet, dass  man sich knallhart einschränken muss, etwa beim Medienkonsum:

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Das führt zur Frage, ob die Damen bei der „Zeit“, die offensichtlich nichts substantiell-notwendiges beizutragen haben, um den Betrieb am Laufen zu halten, eigentlich soviel verdienen wie die Männer, die den ganzen Laden auch mal alleine schmeißen. Wenn nicht, wäre dies zutiefst ungerecht, wie diese Spitzensportlerin weiß:

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Ach ja, die Lohnlüge. Und das im Sport. Aber gut: Schaffen wir die Geschlechtertrennung ab, und lassen Frauen und Männer gegeneinander antreten. Meine vorsichtige Prognose ist, dass dann Frauen noch weniger verdienen, da Männer die Top-Positionen und damit die Top-Einkommen allein in Beschlag nehmen würden.

Sind Spitzensportler eigentlich „Karrieremänner“? Und warum ist dieses Wort so selten im Vergleich zu „Karrierefrau“? Weist das auf eine tiefgehende, strukturelle Benachteiligung hin, wie man von Kindesbeinen an in allen Medien und Kanälen lernt?

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Aha. Und warum gibt es das Wort „Hausmann“ nicht, der einen Mann beschreibt, der das Gehalt seiner Frau bezieht? Vielleicht, weil keine Frau bereit ist, ihr ganzes Leben lang für ihn zu arbeiten, ihm ihr Geld zu geben, sondern dieses Geld lieber selber nimmt, weshalb sie weniger und weniger hart arbeitet und somit in Chefetagen seltener anzutreffen ist?

Und meditiert auch nur eine einzige Feministin darüber, warum es eigentlich den Begriff „Müllfrau“ nicht gibt, aber es „Müllmann“ heißt über Männer, die eine fundamental wichtige wie schwere Arbeit leisten, deren Streik anders als ein Frauenstreik tatsächlich zu Problemen führt?

Denn an Berufsbezeichnungen haben sich feministische Sprachingenieure bereits abgearbeitet: So heißt es nicht mehr „Bergmänner“ sondern „Bergleute“. Nicht mehr „Feuerwehrmänner“ sondern „Feuerwehrleute“. Denn Feuerwehrmänner genießen hohes Ansehen, und davon wollen die feministischen Neiderinnen etwas abhaben, während der Müllmann Müllmann bleiben darf, denn den Giftseeelchen gefällt es, Männer in die Nähe von Müll zu rücken.

Aber Frauen können alles, was auch Männer können (nur: wollen sie?). So können auch die feinen Damen der Elite Müllcontainer wuchten. Sie können alles, ALLES. Zum Beispiel:

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Ok: Im Ernst? Das sitzt also irgendwo eine aus Steuern finanzierte Prinzessin auf der Erbse, die ein Problem mit solchem äh… Pippikram hat, die so unter Komplexen leidet, dass sie sich die Mühe macht, ein Meme zu erstellen, welches Jungs in der Pubertät „kontern“ soll?

Nun, was soll’s: Da damit jetzt also bewiesen ist, dass Frauen alles können, steht der Eroberung der Welt nichts mehr im Weg:

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Ich gehe jede Wette ein, dass auf der Baustelle links im Bild nur Männer arbeiten. Aber gut: Das mag ja sein, dass in Zukunft die Frauen herrschen, nur was bedeutet das? Bedeutet es vielleicht das:

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Männer, die Problemlagen von Männern anführen, werden also mit Gewalt aus dem Weg geräumt. Und das ist eine ungeheuer vergnügliche Angelegenheit, die mit schallenden Lachen begleitet wird – wenn ich sowas mit Ausländern machen würde, wäre das dann eigentlich rassistisch?

Egal, zum Schluss:

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Ok: Ich weiß nicht, wie ich das kommentieren könnte. Und das ist keine Phrase, ich weiß echt nicht, was ich sagen könnte zu dieser Groteske, die für ein Weltbild steht, welches so weit weg ist von jeder Realität, die das Verhältnis der Geschlechter betrifft… mir fällt dazu nichts ein.

Wie der Eindruck entsteht, dass das Kind nicht zum Vater will

Viele Trennungsmütter berichten – und vielleicht lügen sie dabei nicht mal – dass die Kinder nicht zum Vater wollen. Das Kind verhalte sich am Umgangstermin abweisend und verstockt gegenüber dem Vater. Trennungsväter hingegen berichten, dass das Kind nach kurzer Zeit „auftaut“, wenn die Mutter nicht mehr dabei ist und ehrliche Freude darüber empfindet, wieder beim Vater zu sein.

Das liegt daran, dass sich das Kind in einem Loyalitätskonflikt befindet. Der entfremdende Elternteil macht aus seine Abneigung gegen den anderen Elternteil keinen Hehl oder manipuliert das Kind auch auf unbewusste Weise. Die Frage zum Beispiel: „Möchtest Du wirklich zum Papa?“ transportiert die Botschaft, dass der „Papa“ abgelehnt wird. Zugespitzt wird das noch mal dadurch, dass das Kind die belastende Erfahrung durchgemacht hat, die gewohnte, Geborgenheit stiftende, heile Welt auseinanderbrechen zu sehen. Das führt zu der Befürchtung, dass dies noch mal passieren könnte, nach dem Verlust des Vaters droht der Verlust der Mutter. Wenn die Mutter dann signalisiert, dass sie den Vater ablehnt, kommt im Kind die Angst auf, ein eigenes, positives Verhältnis zum Vater werde als „Verrat“ empfunden, was dann – so die Befürchtung – Ablehnung und im schlimmsten Fall Verstoß durch die Mutter zur Folge hat. Aus diesem Grund verhält sich das Kind gegenüber dem Vater ablehnend, um keinen „Verrat“ zu begehen, um die Mutter nicht zu enttäuschen.

Das abweisende, verstockte Verhalten des Kindes gegenüber dem Vater beim Umgangstermin liegt also nicht in der Person des Vaters begründet, sondern in der toxischen Weiblichkeit der Mutter, welche das Kind in einen brutalen, perversen Loyalitätskonflikt stürzt mit dem Befehl, den Papa nicht lieben zu dürfen.

Crumar zur Geschlechterentwicklung in Parteien und Gewerkschaften

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Man hat mit dem politischen Ausverkauf analog zur SPD auch die identische Entwicklung bei den Mitgliedern.
Hier wird das grafisch für den DGB dargestellt:
https://www.boeckler.de/107622.htm#

Von 6,8 Millionen Mitgliedern 2005 zu knapp 6 Millionen 2017 und der Frauenanteil ist in erster Linie deshalb von 31,8 auf 33,7% gestiegen, weil in dieser Zeit mehr Männer als Frauen ausgetreten sind.

Man muss zudem in Rechnung stellen, dass ca. 25-30% aller Mitglieder bereits in Rente sind und in nicht allzu ferner Zukunft werden diese wegsterben.

Die Idee, die Gewerkschaften zu „verweiblichen“ war natürlich mit der Erwartung verbunden, ein größerer Anteil an hauptamtlich beschäftigten Frauen führe zu einem größeren Mitgliederanteil von Frauen (d.h. zu mehr Mitgliedern).
Gerade in den Dienstleistungsberufen – und das wurde im Rahmen einer künftigen „Dienstleistungsgesellschaft“ diskutiert.
Diese Erwartungshaltung wird natürlich immunisiert, wenn man allein aus Gründen der „Repräsentanz“ Frauen beschäftigt.

Und so reflektieren diese Frauen dann innergewerkschaftlich:
„Da der Frauenanteil in ver.di 51,25 % beträgt, bedeutet dies einen Anteil von Frauen in den Organen und Gremien von mindestens der Hälfte.
In den gewählten Landesleitungen in 10 von 11 ver.di-Landesbezirken sind zwei der drei Mandate mit Frauen besetzt und auch im höchsten Wahlangestellten-Organ, dem Bundesvorstand, sind sogar von 14 Mandaten 9 mit Frauen besetzt.“
https://frauen.verdi.de/themen/++co++efcfeade-1432-11e3-a745-52540059119e/

Die Entwicklung: „2001 hatte Verdi 2,8 Millionen Mitglieder, heute (Anm. 2018) sind es noch 1 987 000.“

Es ist m.E. gelungen, den frame einmal komplett umzudrehen.
Statt dass die Frauen Rechenschaft ablegen müssen über die in sie gesetzten Erwartungen, muss die Gewerkschaft sich den Erwartungen der Frauen unterwerfen.

Im gleichen Artikel süffisant bemerkt: „Bis heute ist der Verdi-Vorstand mit 14 Mitgliedern doppelt so groß wie das Führungsgremium der IG Metall. Verdi beschäftigt rund 3000 hauptamtliche Gewerkschafter, die größere IG Metall kommt mit 2500 aus.“

Und (Herv. von mir): „Die IG Metall dagegen, die sich vor knapp zehn Jahren eine Strukturreform zugunsten der Betriebsarbeit verpasst hatte, hält die Mitgliederzahl mit 2,3 Millionen ziemlich stabil.“
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/verdi-bsirske-will-die-gewerkschaft-radikal-veraendern/20843448.html

Könnte es unter Umständen damit zu tun haben, dass eine bürokratische Schicht in einer bestimmten Gewerkschaft sich zum Beispiel in erster Linie mit sich selbst beschäftigt?
Gibt es hier etwa Vermutungen über das gender dieser bürokratischen Schicht? 😉

Billy Coen über männliche Emanzipation

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

[…] Wo ist, verdammt noch einmal, die beschissene Vergleichsgruppe? Ich werde gewiss keine Frauen für ihr „früheres Leid“ betrauern und auch nicht für ihr „großartiges Ausbrechen aus ihren Rollen“ abfeiern, wenn sich nirgends auch nur einmal aufrichtig mit dem Leben von Männern zu gleichen Zeiten befasst wird und stattdessen recht unverhohlen impliziert wird, Männern wäre es die ganzen Zeiten über einfach super gegangen.

Gerade die Industrialisierung hatte einen Impact auf das Leben von Männern, welchen sich die geneigte bürgerliche Feministin in ihren wildesten Alpträumen nicht ausmalen könnte. Die Zentralisierung von Arbeit führte zu meist sehr langen Arbeitswegen, was in Kombination mit Schichten jenseits von Gut und Böse eine flächendeckende Entfremdung der Männer von ihren Familien und vor allem Kindern mit sich brachte. Das führte auch dazu, dass Männer begannen, aus ihren Rollen ein ordentliches Stück weit ausbrechen zu wollen. Sie gründeten Arbeiterverbände, später Gewerkschaften, worin dann auch die SPD ihre Geburt fand. Sie waren immer weniger dazu bereit, sich ohne jede soziale Absicherung verheizen zu lassen. Und, im Gegensatz zu den ach so tapferen Frauen, geschah dieser Widerstand tatsächlich noch als Kampf im Sinne von erhöhtem persönlichen Risiko für Leib und Leben.

Das setzte sich fort, als Männer in der BRD immer vehementer mehr Freizeit mit ihren Kindern einforderten, zum Bespiel durch die tarifvertragliche Festlegung des Samstags als freien Tag (Samstag gehört mein Papa mir). Aber auch die immer deutlicher werdende Entsagung von der „männlichen Pflicht“ sich mal eben zum Wohle der Gemeinschaft militärisch verheizen zu lassen, ist ein deutliches Zeichen männlicher Emanzipation über die vergangenen Jahrzehnte. Und auch all dies ging gegen erhebliche soziale wie politische Widerstände. Der männlichen Emanzipation wurden und werden keine roten Teppiche ausgerollt.

Aber gerade all das macht ja auch den bürgerlichen Feminismus so wuschig. Männer sind längst nicht mehr nur bereit, in dem Rahmen über sich selbst zu reden, wie es ihnen vom Feminismus erlaubt wird. Männer beklagen nicht einfach nur brav, dass sie nicht weinen und keine Röcke tragen dürfen. Nein, Männer fordern mehr Freiheit ein, was der vom bürgerlichen Feminismus zum Aufrechterhalten des Status Quos zwingend eingeforderten Rolle des Packviehs, das die Steuern erwirtschaftet und brav noch zu Hause für Frau und Kind sorgt, entgegensteht. Sie wollen sich nicht mehr mit stoischer Klaglosigkeit von einer Phalanx von rachsüchtigen Expartnerinnen, Jugendämtern und angeblich unabhängigen Beratungsstellen aus dem Leben ihrer Kinder drängen lassen, was feministischen Müllerlobbygruppen mal so gar nicht schmeckt. Und sie entwickeln auch derzeit ein immer feineres Gespür für die flächendeckende und gerade in den letzten Jahren immer radikaler geäußerte Misandrie, speziell in Medien und Politik. Und auch das schmeckt den Feministinnen gar nicht, denn Kritik an gesellschaftlicher Misandrie ist komischerweise und ganz sicher nur rein zufällig auch immer Kritik an ihnen.

Der Vater ist schuldig

 

Screenshot_2019-02-05 FSI auf Twitter Skandal um Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages am 13 02 209 Zur Anhörung Wech[...]Wenn eine Frau unter ihrem tyrannischen, vielleicht sogar gewalttätigen Mann zu leiden hat, dann ist das schlimm. Allerdings gibt es Abhilfe. Sie kann sich an den Frauennotruf wenden oder ins Frauenhaus gehen. Dort hilft man mit Rat und Tat. Und wenn sie sich dann von ihrem Mann trennt, kommt das vielleicht einem Befreiungsschlag gleich.

Wenn ein Mann unter seiner tyrannischen, vielleicht sogar gewalttätigen Frau zu leiden hat, dann ist das schlimm. Allerdings gibt es Abhilfe… äh nein. Gibt es nicht. Es gibt keinen Männernotruf und kein Männerhaus. Und wenn sich in dieser Beziehung Kinder befinden, für die der Vater als lebender Schutzschild vor einer misshandelnden Mutter fungiert – Gewalt gegen Kinder geht überwiegend von den Müttern aus, was aber noch nie für einen Feministen ein Thema war – ist die Situation geradezu katastrophal.

Denn dank der intensiven Aufklärung von Menschenfreunden, denen die Opfer von Misshandlungen egal sind, solange der Täter weiblichen Geschlechts ist, würde man diesem Vater sowieso nicht glauben, wenn er angibt, das Opfer zu sein. Und wenn es dann zur Trennung kommt, wird er schuldig geschieden… Halt! Das Schuldprinzip wurde doch abgeschafft?!

In früheren Jahrzehnten wurde im Falle einer Trennung ermittelt, wer die Schuld dafür trug, dass die Ehe gescheitert war. Und wenn das Gericht erkannte, dass diese Schuldigkeit bei der Frau lag, dann war der Mann von der Pflicht zum Unterhalt befreit. Das hat sich geändert. Das Schuldprinzip wurde abgeschafft… nein, das ist schon eine Lüge. Die Schuld wurde auf den Mann festgeschrieben. Völlig egal, wie asozial sich die Frau und Mutter aufführt, ob sie fremdgeht, ob sie Kinder und Vater psychisch wie physisch terrorisierte: Im Falle der Trennung wird jetzt nach dem „modernen“ Recht immer so verfahren, als ob die Schuld für das Scheitern der Ehe bei ihm liege, heißt, er wird zum Unterhalt verpflichtet und verliert die Kinder. Das bedeutet zum einen, dass er auch in unerträglichen Zuständen aushalten muss und zum anderen, dass sie beinahe nach Belieben Kinder wie Mann misshandeln darf. Und geht er, liefert er seine Kinder eine Gewalttäterin aus. Das hat was mit Macht zu tun, der Macht von der Feministen ständig faseln, nur dass nicht er sondern sie diese Macht ausübt.

Ein Bekannter von mir ist Vater und lebt in einer problematischen Beziehung. Seine Frau ist ein Tyrannin, die alles kontrollieren will. Ich weiß nicht, wie ich ihm helfen könnte. Die Machtverhältnisse sind so, dass für sie kein Anlass besteht, sich zu ändern, an der Beziehung zu arbeiten, in eine Beratung zu gehen, für eine besser Ehe, für eine besser Elternschaft. Somit ist mein Bekannter ohne die Möglichkeit auf Besserung in dieser Beziehung gefangen und kann nur hoffen, dass es nicht noch schlimmer wird. Und während er und ich ratlos in dieser Situation sind, habe ich die Klagen im Ohr, die mir auf allen Kanälen um die Ohren gehauen wird: Männer sind privilegiert, unterdrücken Frauen, haben die Macht, die institutionelle Macht bla bla bla…