Archiv der Kategorie: Abtreibung

Das Recht zu töten: Dürfen Männer beim Thema Abtreibung nicht mitreden?

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„Mein Ungeborenes Bauch gehört mir“ lautet ein bekannter Slogan der Abtreibungsbefürworter. Ein weiterer Slogan lautet: „Ob Kinder oder keine, entscheiden wir alleine“. Da die Entscheidung darüber, ob ein Mensch leben darf oder nicht, allein die Frau, ihren Bauch, seinen Inhalt betrifft, wird gefolgert, dass Männer beim Thema „Abtreibung“ nicht mitzureden hätten.

Aus dem Satz: „Männer dürfen nicht mitreden beim Thema Abtreibung, weil es allein die Frauen betrifft“ folgt zwingend logisch, dass „die Frauen“ zu entscheiden hätten, ob Abtreibung legal oder illegal sein sollte. Nur, dass sich damit Abtreibungsbefürworter ins eigene Fleisch schneiden, Hoffmann hält im „Lexikon der feministischen Irrtümer“ fest:

Die Zahlen sprechen in der Tat eine deutliche Sprache. So sind 83% der Amerikanerinnen dafür, dass Trump als US-Präsident Abtreibungen auf internationaler Ebene nicht mehr finanziert. 77% der Frauen möchten Abtreibungen höchstens bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels durchgeführt sehen, 59% der Amerikanerinnen finden diese Prozedur moralisch falsch. So gelangt Mancini zu dem Fazit: „Frauen zu erzählen, sie müssten pro Abtreibung sein, um sich in die moderne Frauenbewegung einzufügen, zwingt uns eine Perspektive auf, die den meisten von uns vollkommen fremd ist.“ Wir haben es hier nicht mit einem rein US-amerikanischen Phänomen zu tun. Im feministisch ausgerichteten Guardian fasste Martin Robbins die Erkenntnisse der verschiedensten britischen Studien folgendermaßen zusammen: „Etwa 24 bis 35% der Männer wollen die Abtreibung stärker einschränken, gegenüber 43 bis 59% der Frauen – eine konstante Differenz von etwa 20 Prozentpunkten.“ Wenn also nur Frauen abstimmen dürften, folgerte Robbins, dann würden sie sich eher für eine Einschränkung der Abtreibung aussprechen. Ließe man nur Männer abstimmen, fiele das Ergebnis umgekehrt aus. Wenn also etwa die Feministin Antje Schrupp beklagt, es sei „eigentlich wirklich krass, dass Personen, die mit Sicherheit nicht schwanger werden können, überhaupt bei diesem Thema mitentscheiden dürfen“, schneidet sie sich ins eigene Fleisch. (Warum Schrupps Polemik zugleich anmaßend ist, werden wir im nächsten Kapitel sehen.)

Die logische Folge aus „Männer dürfen nicht mitreden“ läuft auf ein Abtreibungsverbot oder zumindest eine erhebliche Einschränkung heraus – entschieden von Frauen. Der Abtreibungsbefürworter will aber natürlich nicht darauf hinaus, sondern darauf, dass Abtreibung legal und möglich sein sollte. Das heißt, er müsste genauso fordern, dass auch „die Frauen“ nicht mitreden dürften (siehe auch unten).

Man stelle sich vor, Migranten würden sich beim Thema „Ehrenmord“ auf die Position zurückziehen, dass Deutsche hier nicht mitreden dürften, da die Ehre nur ihre eigene Familie was anginge und man sich somit raushalten müsse, wenn man das Leben eines Mannes oder einer Frau aus Gründen der „Ehre“ beende.

Nun handelt es sich bei den Opfern um Menschen, und diese dürfen nicht getötet werden. Die Frage also, ob Männer beim Thema Abtreibung mitreden dürfen, steht und fällt mit der Frage, ob das Ungeborene ein Mensch ist. Ist es kein Mensch, ginge diese Frage tatsächlich nur die Schwangere was an, und weder ein Mann noch eine Frau (!) hätten das Recht, ihr hierbei reinzureden. Wenn man hingegen das Ungeborene als Mensch anerkennt, ist es nicht mehr Sache allein der Frau, da hier ein Menschenleben mit Menschenrechten betroffen ist – und das ist es, denn dieser Mensch entwickelt sich nicht zum Menschen sondern als Mensch.

Also: Das Ungeborene ist ein Mensch in einem frühen Entwicklungsstadium. Wenn man mich abgetrieben hätte in einem Zustand, der menschenverachtend als „Zellhaufen“ bezeichnet wird, wäre ich heute tot – Mein früherer Zustand: Das war ich. Das heißt, das Thema geht nicht nur mich als möglichen Betroffenen etwas an, sondern jeden – auch Männer, denn das Retten von Menschenleben geht die ganze Gesellschaft was an.

Weiterlesen: Ungeborenentötung – Abtreibung

Abtreibung: „Säuglinge sind wertlos!“

Manche Frauen bilden sich ein, dass Kinder ihr Besitz sind. Im Kapitalismus darf man Besitz vernichten. Daraus leitet sich das Recht ab, Ungeborene zu töten oder später die Kinder ihren Vätern vorzuenthalten und zu entfremden. Es ist eben nicht nur der „Bauch“, der sich im Besitz der Schwangeren befindet, sondern genauso sein Inhalt. Deswegen empfinden es auch manche Feministen als unerhörte Anmaßung, wenn man einer Schwangeren sagt, dass sie keinen Alkohol konsumieren soll, es ist schließlich ihr Ungeborenes in ihrem Bauch: „Mein Ungeborenes Bauch gehört mir!“

Meine letzte Erörterung zum Thema schloss ich mit dem Ausblick, dass wenn man Ungeborenen ihr Lebensrecht abspricht, dies auch mit Geborenen passiert. Wie um mich zu bestätigen, schreibt mir einer:

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Wir dürfen festhalten: Abtreibungsbefürworter befinden sich in monströser Gesellschaft. Dieser Kommentar wurde übrigens von der Mehrheit der Leser mit „Grün“ also zustimmend bewertet. Wenn es das ist, was es heißt links zu sein, muss ich mir noch mal überlegen, ob ich mich auch weiterhin dem linken Lager zugehörig fühle.

Aber um mal auf das zweite genannte Argument einzugehen: Natürlich zählt die Zukunft, das was sein könnte. Nur deswegen geht man heute arbeiten, damit man auch morgen noch seine Miete zahlen kann. Nur deswegen baut man heute ein Haus, damit man es auch morgen im Winter warm und gemütlich hat. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil unserer Lebenszeit handeln wir heute mit dem Blick auf morgen.

Und jetzt zur eigentlichen Monströsität: Er schreibt, dass das Baby ungefähr, also bis zu ~3 Monate „wertlos“ also ohne Lebensrecht sei. Er sagt nicht: „Das Gehirn, das einen Menschen ausmacht, existiert ab dem 4. Monat.“ Und er sagt es deshalb nicht, da er diese These nicht halten könnte. Es gibt keinen qualitativen sondern nur graduellen Unterschied zwischen einem drei- und einem viermonatealten Säugling.

Das gilt auch vor der Geburt. Manche Abtreibungsbefürworter plädieren dafür, Abtreibung bis zur Entwicklung des kognitiven Nervensystems zu erlauben, danach nicht mehr, da dann der Mensch vorliegt. Das heißt, das Ungeborene hat also ab dem Zeitpunkt t Menschenrechte, hier das Recht auf Leben. Der Punkt ist aber, dass im Übergang von t-1 zu t+1 keine qualitative Änderung beim Ungeborenen eintritt. Sowohl vor als auch nach dem Zeitpunkt t ist das Nervensystem vorhanden. Wenn also das Ungeborene bis zum Zeitpunkt t keine Menschenrechte besitzt, gibt es keinen triftigen Grund, warum es zum Zeitpunkt t+1 Menschenrechte besitzen sollte, was dann in der Logik von Monstern soweit fortgetrieben wird, auch Säuglingen Menschenrecht und -würde abzusprechen. Oder umgekehrt: Wenn das Ungeborene ab dem Zeitpunkt t Menschenrechte genießt, gibt es keinen triftigen Grund, warum es zum Zeitpunkt t-1 keine Menschenrechte besitzen sollte, ganz einfach deshalb, da kein qualitativer Unterschied zwischen t-1 und t besteht. Diese Zuteilung des Rechts auf Leben ist also beliebig und willkürlich. Über Leben und Tod sollte aber nicht beliebig und willkürlich entschieden werden.

Ein solcher qualitativer Unterschied, der Zeitpunkt, an dem sich tatsächlich etwas nennens- und beachtenswertes ändert, ist der Zeitpunkt, in dem das Spermium mit der Eizelle verschmilzt.

Von daher sticht auch nicht der Einwand, dass man Millionen von Kindern tötet, wenn man onaniert. Ein kruder Einwand, den ich hier nur deshalb aufgreife, da er von manchen tatsächlich als Argument angesehen wird. Dazu schrieb ich:

Es gibt einen qualitativen Unterschied zwischen getrennten Spermien und Eizellen und einer befruchteten Eizelle. In letzterer liegt der komplette Genpool des neuen Menschen vor. Letztere ist ein Mensch in einem frühen Entwicklungsstadium.

Und dieser neue Mensch lässt sich schon mal anhand seiner neuen Gene gut beschreiben. Das gilt nicht für getrenntes Spermium und Eizelle. Denn von welchen Menschen sprichst Du? Der mit Spermium n oder doch Spermium n+1? Das lässt sich erst sagen, wenn eine Befruchtung abgeschlossen ist, also sich die Qualität geändert hat, die zwischen Nicht-Mensch und Mensch unterscheidet.

Und Exoteriker sekundiert:

Der qualitative Unterschied ist: Gameten sind eindeutig Teil des Organismus, der sie produziert hat. Zygoten sind eindeutig nicht Teil des einen oder des anderen Organismus, der die Gameten produziert hat, aus denen die Zygote entstanden ist.

Daher können die produzierenden Organismen über die Gameten im selben Umfang verfügen wie über jede andere ihrer Körperzellen.

Zum Abschluss: Manche Zeitgenossen kommen nicht damit klar, dass ich nicht religiös argumentiere. Auf diese Unterstellung antwortete ich wie folgt, was zwar alle irgendwie scheiße fanden, aber auch niemand mir etwas in der Sache erwidern konnte:

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Ungeborenentötung – Abtreibung

Eine meiner Ex-Freundinnen stellte vor dem ersten Sex klar:

„Wenn was schiefgeht, und ich schwanger werde, werde ich auf keinen Fall abtreiben.“

Ich war damals jung und dumm, und willigte ein, ohne mir über die Konsequenzen im klaren zu sein. Heute ist mein Motiv ein anderes: Wenn eine Frau zu erkennen gibt, dass sie abtreiben könnte, kommt sie für mich als Partnerin nicht mehr in Betracht, und das, obwohl ich kein Kind will, denn mit solch einer brutalen Frau wollte ich keine Intimität teilen.. Mit anderen Worten: Meine Haltung zu Abtreibung ist im Grunde zu meinem eigenem Nachteil – denn eine ungewollte Schwangerschaft ist auch für den Mann mit massiven Nachteilen verbunden.

Denn wenn ein Mann gegen seinen Willen Vater wird, bedeutet das, dass er zur Verantwortung gezogen wird. Wo sich die Frau von ihrer Verantwortung lossagen kann, wird er in die Pflicht genommen, über Jahrzehnte für Frau und Kind zu arbeiten. Oder andersrum: Dass ein Mann die Abtreibung seines Kindes als Mord empfinden könnte, was ihn traumatisiert, ist ebenfalls ein Tabuthema, über das keiner redet. Egal, wie seine Position ist, er hat die Entscheidung der Schwangeren hinzunehmen und zu akzeptieren. Dies kann unter anderem ein schwerwiegenden Eingriff in sein Selbstbestimmungsrecht bedeuten, besonders, wenn er gezwungen wird, für das Kind zu zahlen.

Wo der Mann in die Pflicht genommen wird, stehen der Frau alle Möglichkeiten offen. Sie kann sich entscheiden, das Kind auszutragen oder zu töten. Wenn sie es zwar austrägt, aber keine Mutter sein will, stehen ihr zusätzlich die Optionen offen, das Kind anonym zu gebären oder eine Babyklappe zu nutzen. Dies ist ein Vorrecht der Frau als Herrin über Leben und Tod, wie es sich auch in der übrigen Justiz zeigt, in welcher Frauen grundsätzlich weniger hart als Männer bestraft werden.

Oft wird hierbei vom „Selbstbestimmungsrecht“ der Frau gesprochen, aber das Lebensrecht des Ungeborenen steht über dem „Selbstbestimmungsrecht“. Das eine betrifft neun Monate, das andere ein ganzes Leben – mal vom massiven Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des (potentiellen) Vaters abgesehen.

Bei der Frage danach, ob eine Abtreibung erlaubt sein soll oder nicht, lenkt sich der Blick unweigerlich auf den ungeborenen Menschen. Diesem wird im feministischen Diskurs kein Lebensrecht zuerkannt, er wird als „Zellhaufen“ benannt oder gar krasser noch als „Parasit“ (Simone de Beauvoir- „Das andere Geschlecht“). Der Punkt ist nur, dass ein „echter“ Parasit keine Anstalten unternimmt, mal ein vollwertiger Mensch zu werden und Steuern zu zahlen, geliebt wird und selber liebt.

Beliebt bei Abtreibungsbefürwortern ist dabei die Argumentation, dass das Ungeborene noch keinen Überlebenswillen ausgedrückt hätte und ohne Ich-Bewusstsein sei. Nun, auch geistig Behinderte, Demente oder Komatöse sind vielleicht ohne Ich-Bewusstsein und äußern ihren Lebenswillen nicht, ohne dass man sie einfach ermorden dürfte. Sollte man einen Komatösen, von dem sicher ist, dass er in neun Monaten aufwacht, töten dürfen? Selbst einen Suizidalen, einen Menschen also, der nicht mehr leben will, darf man nicht einfach töten. Es ist verlogen, dem Ungeborenen das Lebensrecht abzusprechen, obwohl es mit nahezuer Garantie in der Zukunft ein Überlebenswillen ausspricht. Viele Feministen sind Tierschützer, gar Tierrechtler; hier wird das Leben eines Tieres über das eines Menschen gestellt.

Es erscheint wohl nicht nur mir unbegreiflich, daß bei Forschungen an in vitro erzeugten Embryonen schärfste Verbote zur Geltung kommen, während das Kind im Mutterleib so gut wie keinen Schutz genießt (Georg Friedenberger)

Der Punkt ist: Der Embryo, der Fötus ist bereits ein vollwertiger Mensch, nur halt in einem frühen Entwicklungsstadium. Der Embryo, der ich mal war, das war ich. Das war kein Zellhaufen oder Parasit, das war ein Ich in einer frühen Zeit. Und so wie mir mein Körper heute gehört, gehörte mir – und nicht meiner Mutter – mein damaliger Körper, auch wenn er nur ein verachteter „Zellhaufen“ war, von dem Femofaschisten gerne reden. Wir entwickeln uns nicht zum Menschen, wir entwickeln uns als Mensch.

Die Zeit schreibt:

Die Mädchentötung – auch als „Genderzid“ oder „Femizid“ bezeichnet – sei kein grausames, patriarchalisches Kulturerbe, sondern eine Folge des Sittenverfalls in einer Konsumgesellschaft.

Hierbei geht es um Abtreibung von Mädchen in Indien und China. Ein „Genderzid“ oder „Femizid“ bezeichnet aber einen geschlechtsspezifischen Massen-mord. Wir dürfen also festhalten:

Abtreibung ist Mord

(freilich wird sich die „Zeit“ sofort davon distanzieren)

Mit dem Abtreibungsrecht werden Frauen zu Herrinnen über Leben und Tod befördert. Ein solches Recht findet sich sonst nirgendwo. Und das hat Folgen: Erst darf die Frau töten, wenn sie möchte, dann darf sie „ihr“ Kind dem Vater vorenthalten – das Kind bzw. Ungeborene ist Eigentum der Mutter, und im kapitalistischen System gehört es dazu, dass man sein Eigentum willkürlich verwenden darf, einschließlich, es zu vernichten. Der Slogan „Mein Bauch gehört mir“ lautet in Wirklichkeit: „Mein Ungeborenes gehört mir“ – allerdings wäre dies wohl zu verräterisch…

Und wie geht es weiter?

Friedenberger schreibt:

Wer das Lebensrecht nicht allen menschlichen Wesen zuerkennt,
gibt die Idee von der Menschenwürde auf und läßt an ihre Stelle
seinen Schätzwert bestimmter Funktionen treten.

Tatsächlich haben sich einige „Philosophen“ bereits dahingehend geäußert, dass ein Neugeborenes kein Lebensrecht genießt:

Neugeborene seien moralisch mit Föten gleichzusetzen. Sie seien zwar Menschen und potentielle Personen, aber noch keine Personen, die einen moralischen Anspruch auf Leben hätten.

Dorthin geht es weiter

(Zum zweiten Teil: Säuglinge sind wertlos!)

Gäbe es keinen Leutnant Dino, die feministische Lügenpresse müsste ihn erfinden

Das war nicht Leutnants Dino erster Auftritt bei der durch Zwangsgebühren finanzierten Lügenpresse, der in der maskulistischen Blogosphäre gerade diskutiert wird, zum Beispiel hier, hier und hier. Er war bereits zweimal zu Gast bei „Menschen bei Maischberger“ als es um Trennung und Trennungskrieg ging. Beide Sendungen waren bereits mit der Auswahl der Gäste hochmanipulativ – einschließlich des Umstandes, dass dort Leutnant Dino eingeladen war. So präsentierte man dort eine unterhaltspflichtige Frau, einen Vater, der nach langen Kampf schließlich die Kinder zu sich nehmen konnte und natürlich Leutnant Dino. Gäste also, die die absoluten Ausnahmen präsentierten und mit den real existierenden Verhältnissen nichts zu tun hatten. Für solche Themen wären andere Gäste weitaus geeigneter gewesen, hätten sich die Sendungen an der Realität und nicht an der feministischen Mythologie orientiert; denkbar wäre ein Vater gewesen, der gegen seinen Willen seine Kinder nicht mehr sieht oder ein Vertreter der Väterbewegung wie zum Beispiel des VAfK.

Die feministische Mythologie besagt, dass im Falle einer Trennung die Väter alle Vorteile auf ihrer Seite haben, während Mütter alle Nachteile erleiden. Der Umstand, dass 95% der Getrennterziehenden Frauen sind, sei nicht auf ihre Privilegierung zurückzuführen, sondern darauf, dass sie vom Partner verlassen wurden (tatsächlich gehen Trennungen in der Mehrheit von Frauen aus und wenn ein Vater nicht zahlt, dann deswegen, weil er durch die Trennung ruiniert wurde). Der Mann lässt die arme, arme Mutter mit ihren Kindern sitzen, oftmals für eine Jüngere und drückt sich vor den Unterhaltspflichten, indem er sich künstlich arm rechnet.

Und hier kommt Leutnant Dino wie gerufen. Da sitzt er frech grinsend, gut angezogen und ein luxuriöses Leben führend, während er behauptet, er könne nicht zahlen, weil pleite, während aber jeder Zuschauer ganz genau weiß, er könnte, wenn er wollte: Ein Unterhaltspreller, der die Bestätigung der feministischen Mythologie darstellt, vom kleinen Schönheitsfehler abgesehen, dass er es war, der verlassen – entsorgt – wurde und nicht umgekehrt.

Mit Leutnant Dino hat man zu Beginn einen Fall vorliegen, wie er Alltag ist: Eine Mutter entscheidet im real existierenden Matriarchat, dass ihr Eigentum – die Kinder – ohne den Vater aufwachsen werden und dass dieser Lebensstil zugleich vom Ex finanziert wird. Anders als viele andere Trennungsväter, die darum kämpfen, ihren Kindern tatsächlich auch ein Vater sein zu können – oft vergeblich – machte Leutnant Dino einen brutalen Schnitt: Er hätte keine Vatergefühle mehr für seine Kinder. Eine Tragödie also, er hat seine Kinder abgetrieben.

Und dafür gibt es kein Verständnis. Ich habe mich mit mehreren Menschen über entsorgte Väter unterhalten, und dabei auch über den Fall Leutnant Dino. Dabei fiel mir auf, was auch in der Runde bei Maischberger zu beobachten war: Niemand verurteilte das Verhalten der Trennungsmutter, welche die Entscheidung getroffen hatte, die Vater-Kind-Beziehung auszulöschen. Stattdessen wurde Leutnant Dino verurteilt, dafür dass er sich vor seinen Pflichten drückte – dies selbst von einem, der sich selbst als „Antifeminist“ bezeichnete. Ein Vater, der nicht mehr für seine Kinder sorgt, begeht ein unverzeihliches Verbrechen, so der Tenor.

Leutnant Dino als einer, der sich künstlich arm macht, um den Unterhaltsplichten zu entgehen, bedient perfekt die feministische Mythologie. Gäbe es ihn nicht, Feministinnen müssten ihn erfinden.

[Update] Auch hier kann man diskutieren, und hier meldet sich Leutnant Dino selbst zu Wort.