Archiv der Kategorie: Allgemein

Katjes und Pinkstinks

Eine gemischtgeschlechtliche, gesellige Runde, es wird was zum Naschen serviert, darunter rosa Fruchtgummi von Katjes. Ich bin immer im Geschlechterkriegsmodus, also sage ich: „Das ist wohl eher was für Frauen.“

Ich erwarte heftigen Protest. Ich erwarte die Anklage. Ich erwarte, dass man mir vorwirft, ich würde Frauen auf überholte Geschlechterrollen festlegen wollen; ich erwarte den Einwand, dass es frauenfeindlich wäre, rosa als „Frauenfarbe“ zu kategorisieren… ich bin kampfbereit und gewappnet für eine hitzige Diskussion, in der ich den Leuten Esther Vilar an den Kopf werfen werde und was mein Arsenal noch so hergibt. Ich werde erläutern, dass Frauen Männer auf’s Übelste unterdrücken, dass sie zu Lasten des Mannes auf’s höchste privilegiert sind, ich werde es den Furien zeigen!!!1 Sie werden angepisst sein, sie werden mich canceln wollen, sie werden einen Scheiterhaufen errichten und mich darauf verbrennen – aber für euch, meine Brüder, nehme ich dies Opfer auf mich. Ja, ihr werdet Lieder auf mich singen…!!!11!

Eine Frau meint: „Stimmt.“ Sonst passiert nix. Ich bin zutiefst enttäuscht.

Deutsche erfinden alles, Türken nix.

Es heißt ja, die Türken hätte das Ü erfunden. Stimmt nicht. Türken erfinden nix. Hier beispielhaft die Geschichte zum Döner, wie sie mir von einem Freund der Muslime vorgetragen wurde:

Jedenfalls war er zu Besuch bei den Türken, und die wollten ihrem Gast was auftischen, verbockten es aber total. Kurzentschlossen ging der alte weiße Mann in die Küche und guckte, was es an Zutaten gab: Brot, Fleisch, Salat. Kurzerhand kreierte er einen Döner, der köstlich schmeckte. Da sagten sich die Türken: „Also das essen Deutsche gerne! Alles klar!“ und machten sich in Horden nach Deutschland auf um dort mit Dönerbuden den fetten Reibach zu machen.

So ist das: Deutsche erfinden alles. Türken nix.

Mann, Mann, Mann, wäre das geil, wenn man wie Farbige nach Herzens Lust rassistisch sein könnte, und gleichzeitig allen verbieten könnte, das auch Rassismus zu nennen….

Literarischer Adventskalender

Hinter jedem kleinen Türchen … 
… wartet eine Geschichte, um die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen.

Darin erfährt man

– warum man einen Schutzengel nicht immer gleich erkennt,
– was eine einzelne Stimme in dunkler Nacht bewirken kann,
– woraus ein magischer Weihnachtspunsch besteht,
– wie die Kinder der Welt dem Leiter der Zertifizierungsbehörde helfen, den Heiligen Abend zu retten,
– wie es dem Osterhasen ergeht, der gar zu gern ein Weihnachtsmann wäre,
– was die Rentiere in der Rentierschule lernen,
– warum der Revolutionären Befreiungsfront der Weihnachtsgänse am Ende doch nicht die rechte Aufmerksamkeit zuteil wird,
– wie es einer Gruppe verletzter Zugvögel gelingt, den Winter zu überstehen,
und vieles mehr.

24 kleine Kostbarkeiten zur Adventszeit, humorvoll und besinnlich.

Nils Pickert ist ein Genie!

Über Nils Pickert, der sich für was besseres hält – Männer sind so schlecht, er ist so gut -, schrieb ich bereits:

Der Hausmann Pickert verwirklicht sich selbst – indem er die Frauenrolle übernimmt (via). Er kocht gerne, kümmert sich um die Kinder und interessiert sich leidenschaftlich für Farben. Kurz: Wenn er eine Frau wäre, wäre er unterdrückt, bzw. wenn sich ein weibliches Geschöpf ganz für typische Frauendinge interessieren würde, für Kücher, Kinder und weiblich codierte Farben, dann würde der Herr Pickert diese Frau oder dieses Mädchen, das sich gerne als Prinzessin verkleidet, massiv angreifen und beschämen: Pink stinks! Du stinkst!

Da stellt sich natürlich die Frage, warum das, was bei Frauen als Unterdrückung und Verdummung gilt, für Männer gut sein soll. Wenn Herr Pickert sich so selbst verwirklichen kann, warum sollte das eine Frau nicht können?

Jetzt bin ich auf PinkStinks, zu denen auch Pickert gehört, auf einen Beitrag gestoßen, in dem es heißt:

Das [rechte Unheil] sieht man auch bei rechtspopulistischen Autorinnen wie Birgit Kelle, die in Interviews Dinge sagt wie: „Wenn ich mich dafür entscheide, als Hausfrau und Mutter glücklich zu werden, dann darf ich das.“

…und ich glaube, erst jetzt verstehe ich ihn. Er ist ein Genie. Frauen sind bekanntlich bevorzugt, da sie ihr Leben nicht mit Kollegen und Chefs zubringen müssen, sondern in der Familie sein dürfen. Die Frage ist, wie macht man Frauen dieses Privileg streitig? Indem man Familenfrauen als rechts niedermacht. Zugleich erfolgt eine schrittweise Aneignung des häuslichen Bereichs. Als nächstes dann werden Mütter zu Unterhaltszahlungen und erhöhter Erwerbsobliegenheit verdonnert. Und wer was dagegen sagt, ist…? Genau: Rechts!

Ich habe mich in Nils Pickert getäuscht, er ist ein Held, der der Weiberherrschaft ein Ende setzt.

Erschlagt mich mit Nettigkeit!

tl;dr

Nur weil es andere machen – unfair gegen bestimmte Gruppen austeilen -, sollte ich es nicht auch tun. Ja, das stimmt. Ich weiß (irgendwo), dass es falsch ist, mache es aber trotzdem.

Dieser Blog ist in Gefahr. Die Gefahr, dass der Blogger einen radikalen Schwenk in seiner Politik macht, heißt: Nicht mehr Frauen zu schmähen, sondern sich immer um Fairness zu bemühen. Diese Gefahr ist aber sehr gering, diejenigen, die dafür den Anstoß bilden könnten, treten hier nur in homöopathischen Dosierungen auf.

Wenn hier Feministen im Valerie-Solanas-Style aufschlagen würden… kein Problem. Viel Feind, viel Ehr.

Wenn hier allerdings fünf bis zehn Frauen regelmäßig mitkommentieren würden, die respektvoll und zustimmend wären, wo ich Ungerechtigkeiten gegen Männer anprangere, zugleich aber auch eine eindeutige Grenze ziehen, wo ich in Polemik gegen Frauen ausbreche, die mir also sagen würden: „Ja yx, das ist ungerecht gegen Männer, volle Zustimmung, aber das, was Du da über Frauen schreibst, das ist genauso daneben.“… dann würde das hier über kurz oder lang zu einer Änderung der Leitpolitik, eher aber zum Einstellen des gesamten Blogs führen – erschlagt mich mit Nettigkeit.

Ansonsten werde ich meine Politik nicht ändern, auch wenn ich auf einer rationalen Ebene (Männlich!) zugeben muss, dass die Kritik, die geäußert wurde, zutrifft.

Warum?

Ich will nicht, weil ich stinkwütend bin (Emotion! Weiblich! (angeblich)). Ich räume also den Gefühlen mehr Raum ein als der Logik.

Vielleicht spielt da auch mein Narzissmuss mit rein, so dass es mir gefällt, den Bad Boy zu geben.

Um eine Beispiel von vielen möglichen zu nennen – viele mögliche, weil Männerfeinde im Zentrum der Gesellschaft sitzen als Politiker, Professoren, Journalisten, Verdienstordenträger -, führe ich hier die Bestie Stokowski an, deren Ergüsse als anerkannte Autorin auch Abiturienten vorgesetzt werden.

Die hat mitbekommen, dass Falschbeschuldigung ein Problem ist. Nein: Dass manche wenige denken, dass es ein Problem ist. Also führt sie einen schlauen Gedanken aus, wonach das nicht sein könne, denn wenn es möglich wäre, dann würde man damit doch unliebsame Zeitgenossen aus dem Weg räumen. Aber nur weil es nicht immer klappt, heißt das nicht, dass es gar nicht klappt. Grundsätzlich gesprochen ist es einfacher zu lügen als zu vergewaltigen, das weiß auch die Autorin von „Destroy a man now”. Übrigens leiden auch Frauen darunter, wenn ein geliebter Mann in ihrem Leben Opfer einer Falschbeschuldigung wird, in einem Fall hat sich die Mutter eines falschbezichtigten Sohnes das Leben genommen:

Mutter eines Teenagers, der sich selbst getötet hat, nachdem er fälschlich der Vergewaltigung bezichtigt worden war, tot im Haus der Familie gefunden.

All das interessiert Stokowski nicht, stattdessen äußert sie ihr Bedauern, dass es nicht funktionieren würde, womit die Sache für sie abgehakt ist. Ich reagiere darauf gewalttätig: Ich drehe den Spieß um und sinniere darüber, dass es eigentlich schade wäre, dass Vergewaltigung von Frauen als politische Strategie nicht funktioniert.

Und gerade habe ich mir gedacht, dass ich in den Artikel eine Vorbemerkung einfüge:

„Lieber Leser, nein, ich befürworte nicht Vergewaltigung als politisches Mittel, ich will lediglich die Monströsität einer gefeierten Männerfeindin vorführen. Triggerwarnung: Sexuelle Gewalt.“

Oder auch: Warum schreibe ich ihn nicht gleich ganz anders? Ein paar Sätze über die Problematik von Falschbeschuldigung und das Fazit, dass Stokowskis Behandlung des Themas… unangemessen sei?

Das ist… unbefriedigend. Ich bin mit Leidenschaft und Zorn dabei, würde ich so schreiben, würde mich das nur frustriert zurücklassen und diesen Blog würde bald das Zeitliche segnen. Vor allem aber auch: Was bringt Diplomatie? Andere Männerrechtler sprechen Notlagen von Männern – die für jeden Feministen Punkte auf seiner Agenda wären, würden sie mehrheitlich Frauen betreffen – teils seit Jahrzehnten hochdiplomatisch an und es bewegt sich nichts. Die Benachteiligung von Vätern ist seit Jahrzehnten selbst jenen bekannt, die nicht auf Männerseiten mitlesen und doch hat erst jüngst – als ob nichts wäre – eine Bundesjustizministerin wortwörtlich mit einem Gähnen reagiert auf die Klage eines Mannes, dass er durch ihre Politik zu einem Elternteil zweiter Klasse degradiert wird. Jetzt darf sie als Bundesverteidigungsministerin in einem eventuellen Kriegsfall Männer – und nur Männer, also solche, für die sie nur ein Achselzucken übrig hat – in den Tod schicken. Sie unterdrücken einen nicht nur, sie zeigen einem auch noch den Stinkefinger. Diplomaten setzen auf gewaltfreie Sprache und vermeiden die Herabwürdigung von Frauen, aber was erreichen sie?

Feministen wie Andreas Kemper machen sich gar nicht die Mühe, Diplomaten wie Arne Hoffmann fair zu behandeln oder gemäßigte und linksliberale Plattformen auch nur zu erwähnen. Die Erfolge lassen auf sich warten. Womit ich die wertvolle Arbeit nicht schmähen will, und sie ziehen ja auch um einiges mehr Leser als ich.

All das zusammengenommen führt dazu, dass ich einräumen muss, dass es falsch ist, ich es aber weiterhin so treiben werden. Ich habe schlicht nicht den Nerv dazu, auf die Gefühle von Frauen Acht zu geben, wenn mir mal wieder ein Monster in einer Machtposition unterkommt. Wenn es übrigens umgekehrt laufen würde, würde ich auf dieselbe Weise auf Männer einprügeln. Wenn sich ein Professor dahingehend äußern würde, Männer würden Frauen grundsätzlich aus altruistischen Motiven heraus töten, ohne dass er aus seinem Amt gejagt würde, sondern umgekehrt sogar gefeiert und anerkennend rezipiert, ich wäre Feminist. Und auch: Wäre ich mit dem Blog erfolgreicher, würden hier richtig viele Leser aufschlagen, auch dann würde ich mich mit dem (ungerechtfertigten) Austeilen mehr zurückhalten.

So aber: Ich bin ein Choleriker, und habe nicht den Nerv, das zu unterdrücken.

Sippenhaft und Schuldgefühle

Apokolokynthose seziert, warum Nils Pickert nichts weiter ist als ein mieser kleiner Sexist, der in miesen sexistischen Zeiten lebt, in welchen miesen kleinen Sexisten viel Raum bereitgestellt wird. Prädikat wertvoll.

apokolokynthose

Hachja.

Mein innerer Pet Shop Boy sing laut mit.

Arbeit am besseren Mann

Arbeit am „guten“ Mann wäre selbst für Pickert zu überheb selbstbewusst.

Wie wäre es mit einer Welt mit zärtlichen, freundlichen, gewaltfreien und gütigen Männern?

Und die Frauen zanken sich um die besten? Indem sie um die bestbezahlten Jobs konkurrieren?

Eigentlich mag ich Männer.

Einige seine besten Freunde sind Männer. Oder irgendwelche seine Freunde. Oder guten Bekannten. Also Männer, mit denen er per Du ist, kennt er bestimmt.

Jemand mit meiner Reputation und meinen Themenschwerpunkten muss das offenbar regelmäßig klarstellen

Wieso „muss“ er das überhaupt? Glaubt ihm das einer?

weil ich andernfalls als Männerhasser gelte.

Entweder ist er es, oder er ist es nicht. In beiden Fällen ist die Behauptung, er wäre es nicht, kein Beweis. Merz ist bspw. mit einer Frau verheiratet – beweist das, dass er kein Frauenhasser ist?

Das liegt hauptsächlich daran, dass ein Großteil…

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Auf ’ner einsamen Insel…

Billy Coen:

Sehr anschaulich sind da wohl Sendungen der Art „Gruppe von Männern und Gruppe von Frauen kommen auf einsame Insel“ gewesen. Das, was sich da vollzog, konnte kaum klischeehafter sein. Die Jungs haben relativ schnell Gruppenstrukturen ausgehandelt gehabt und für sie entwickelte sich das zu so einer Art chilligem Bro-Camp, die Frauen haben sich von Anfang an nur gegenseitig angezickt und mussten schon früh die ersten von den Showregeln abweichenden Vergünstigungen kriegen, weil man ihnen sonst beim Verhungern vor laufender Kamera hätte zusehen können.

Es gibt wenig, was mich vermuten lässt, dass es bei einer Stadt/einem Staat nur für Frauen anders laufen würde. Erst recht, wenn die einzigen, die es da hinzöge, sicherlich männerhassende Feministinnen wären, die in der Regel stinkfaul sind und von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. In diesem Fall dürfte die Lebensdauer dieser Stadt/dieses Staates ziemlich identisch sein mit der Zeit, die es dauert, bis es bei einem durchschnittlich gesunden Menschen infolge von Nahrungsmangel zu tödlichem Versagen der Vitalfunktionen kommt.

Aber ganz sicher wären daran am Ende auch irgendwie die Männer Schuld…

Kommentator Beweis: Jeden Missstand geschlechtsspezifisch diskutieren / Pandemie

Ein Kommentar, zu wertvoll:

[Kontext: Es geht um die Unruhen im Iran]

Bilde ich mir das ein, oder wird inzwischen nahezu jeder Misstand auf der Welt medial geschlechtsspezifisch ausgerichtet und diskutiert?

Was wohl im Iran los wäre, wenn statt der 22-jährigen Masha ein gleichalter junger Mann wegen religiöser Verfehlungen inhaftiert und anschließend umgekommen wäre?
Ja, ich fürchte auch.

Feminismus erweist sich immer mehr als Seuche auf der Meta-Ebene, die wirklich jedes Problem zu einem Geschlechtsspezifikum umdeutet. Dadurch werden Gesellschaften im Kern gespalten und sind intern mehr oder minder zerstritten.

Das ist definitiv keine Basis für eine kulturelle Revolution.


Epikur:

Zu geil, deshalb hier auch noch einmal:

Der schwedische Journalist Henning Rosenbusch zitiert auf Facebook den US-Präsidenten, der in einem Interview gesagt hat: »Die Pandemie ist vorbei!« Facebook löscht daraufhin den Post und sperrt Henning Rosenbusch für 30 Tage. Der US-Präsident ist jetzt also auch ein »Corona-Leugner«.

Der Kaiser ist splitternackt.

Gendersprech: „Ich kann nicht operieren!“ [Nachtrag]

Ein Klassiker in den feministischen Pseudowissenschaften ist diese Erzählung:

„Ein Vater und sein Sohn verunglücken gemeinsam in ihrem Auto. Der Vater stirbt beim Unfall. Der Sohn wird mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht und sofort auf den Operationstisch gelegt. Der Arzt wirft einen kurzen Blick auf ihn und sagt, dass ein Spezialist benötigt wird. Der Spezialist kommt, sieht sich den jungen Mann auf dem OP-Tisch an und sagt: „Ich kann ihn nicht operieren, er ist mein Sohn.“ Wie kann das sein?“

Dass Teilnehmer dieser Fragen nicht die korrekte Antwort geben – „Der Spezialist ist die Mutter“ wird dem generischen Maskulinum angelastet. Nur, dass hier keines hätte stehen dürfen. Bei der zweiten Nennung „Spezialist“ ist eine konkrete Person gemeint, eine Frau und keine Gruppe von Menschen oder eine Funktion. Es hätte korrekterweise „Die Spezialistin“ heißen müssen.

Dieser Fehler unterläuft einigen feministischen Linguisten, wenn sie mal wieder die Sprache dafür verantwortlich machen wollen, dass so wenig Frauen Kanalarbeiter werden. In ihren Versuchsaufbauten wird ein fehlerhaftes generisches Maskulinum verwendet, welches so im alltäglichen Sprachgebrauch nicht vorkommt, vergleiche auch Fabian Payr – „Von Menschen und Menschen*innnen“

Wenn aber die Leute beim weiblichen Begriff „die Koryphäe“ eher an Männer denken, dann liegt das an einem Umstand, der heute nicht mehr genannt werden darf. Merke: Männer werden Professoren. Frauen werden Quotenprofessoren – Wer ist dann eher eine Koryphäe?

Um Antwort wird gebeten:

Dear Sir or Madam,

here:

https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2018.00985/full#supplementary-material

you present a text that should expose the generic masculine as inappropriate, I quote:

„A father and his son driving together in their car have a terrible car accident. The father dies upon impact. The son is rushed to the hospital in an ambulance and is immediately brought to the operating table. The doctor takes a quick look at him and says that a specialist is needed. The specialist comes, looks at the young man on the operating table and proclaims: „I cannot operate on him, he is my son.“ How can this be?“

The error in this text is that in the second mention of „the specialist“ the feminine form must be used, since a concrete person is meant and thus the generic masculine must not be used. Since a concrete person is meant here, but this person is presented in the masculine form, the test subjects naturally (!) assume that it is a man, from which the confusion arises.

By the way, feminist linguists make this mistake very often.

Yours sincerely

Antwort:

Dear…

as it seems, you didn’t read the study properly.

The generic masculine is used in the priming text (in one condition), not in the riddle itself.

Moreover, in the riddle, the German word “Koryphäe” is used, which is grammatically feminine.

Please stop mansplaining my own research to me.

Best

Kommentar: Mir wurde das Rätsel oft genug mit dem fehlerhaften generischem Maskulinum präsentiert, zum Beispiel: „Der Chirurg sagte: „Ich kann nicht operieren, das ist mein Sohn.“ Aber gut, mein Fehler.

[Nachtrag]

Ich muss mich entschuldigen, dass ich so einen Bock geschossen habe. Die Kritik aber, dass feministische Linguisten oft mit einem fehlerhaften generischem Maskulinum hantieren, bleibt bestehen, auch, wenn ich diese hier fälschlicherweise auf diese konkrete Studie angewendet habe.

Zu dieser speziellen Studie lautet eine Kritik nach Hugor:

Kurz gefasst, ist es eine neue Untersuchung bezüglich des „Koryphäe“-Rätsels, wo Vater und Sohn verunglücken, Vater tot, Sohn schwerverletzt. Im Krankenhaus soll eine Koryphäe herangezogen werden, diese Koryphäe sagt dann aber: “ Ich kann ihn nicht operieren, er ist mein Sohn“.
Die Uni Wien hat herausgefunden, dass mehr Testpersonen (44% statt 33%) die korrekte Lösung – die Koryphäe ist die Mutter des Patienten – angeben, wenn man ihnen zuvor einen gegenderten Beispieltext zu lesen gibt statt dem entsprechenden Text mit generischem Maskulinum. Kernsatz der beiden kurzen Texte:
Herausragende Experten/ExpertInnen werden auch als Koryphäen bezeichnet.

Völlig überraschend führt der Satz „ExpertInnen werden auch als Koryphäen bezeichnet.“ (also die Verwendung des Worts Experte in praktisch weiblicher Form) dazu, dass bei direkt anschließender Frage zu einer Koryphäe die Sensibilisierung für eine weibliche Identität etwas höher ist. DAS ist Wissenschaft!

Was die Uni Wien leider nicht ansatzweise erklärt, ist, inwiefern das generische Maskulinum dafür verantwortlich sein soll, dass sich Menschen unter dem weiblichen Begriff Koryphäe eher einen Mann vorstellen…

Und Billy Coen sekundiert:

Denen fällt aber auch gar nix Neues mehr ein, um Leute zu manipulieren. Der alte Schenkelklopfer mit der Koryphäe ist doch nun wirklich ein Fall für die Bartwickelmaschine. Und jeder, mit nur einem kleinen Bisschen an Sprachverständnis erkennt die darin enthaltene Manipulation: Wenn der Erzähler oder in einigen Varianten sogar das Klinikpersonal in direkter Rede besagte Koryphäe als „Arzt“ ankündigen, obwohl sowohl der Erzähler als auch erst Recht das fiktive Personal die Vorkenntnis des Geschlechtes besagten Mediziners haben sollten, geht man als Zuhörer/Leser davon aus, dass sich hinter einem von diesen als „Arzt“ Angekündigten ein Mann verbirgt. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie wir völlig intuitiv Sprache kontextuell bewerten. Leider ist das alles so intuitiv, dass sich die Intuition auch leicht überlisten lässt, indem man einfach Marker im Text platziert, die einen intuitiv in eine Richtung lenken, um dann die durch die Marker gesetzten Voraussetzungen in ihr Gegenteil verkehren und um dann wiederum die Überraschung bei den Zuhörern/Lesern auszunutzen, indem man ihnen erklärt, das käme nur von sexistischen Vorstellungen, die durch unsere sexistische Sprache perpetuiert werden.

Sie können einfach nichts anderes als ununterbrochen zu manipulieren und zu lügen.