Archiv der Kategorie: Allgemein

Nichtwähler aller Bundesländer vereinigt euch!

„Hinter dem, was wir für die Regierung halten, thront im Verborgenen eine Regierung ohne jede Bindung an und ohne jede Verantwortung für das Volk. Die Vernichtung dieser unsichtbaren Regierung und Zerschlagung der unheiligen Allianz von korrupter Wirtschaft und korrupter Politik ist die entscheidende politische Herausforderung dieser Zeit.“ – Theodore Roosevelt

Aus Frustration und einem Gefühl der Ohnmacht gehen viele nicht wählen, und angesichts des Umstands, dass die gegenwärtige Regierungsform nur eine Demokratiesimulation ist, ist das auch gut verständlich. Und die, die aus Sorge um die Flüchtlingskrise daran denken, die AfD zu wählen, sollten sich klar machen, dass man mit der AfD nicht nur rechte sondern auch eine knallharte neoliberale Politik wählt, die Afd will:

  • Arbeitgeberanteil bei Arbeiten im Rentenalter streichen
  • späteres Renteneintrittsalter, also Rentenkürzung
  • Arbeitgeberanteil bei ALG 1 streichen
  • ALG 1 privatisieren
  • gesetzliche Unfallversicherung abschaffen
  • Gewerbe- und Erbschaftssteuer abschaffen
  • Verschärfung von Hartz IV
  • Strafmündigkeitsalter auf zwölf Jahre senken
  • Dienstpflicht für Frauen / Wehrpflicht für Männer
  • Klimaschutzpolitik beenden

Telepolis schreibt, dass es sich bei der AfD,

…um eine Elitenpartei handelt, unter deren Herrschaft vor allem all jene „kleinen Leuten“ zu leiden hätten, für deren Wohl die Parteigrößen einzustehen vorgeben. […]
Da die Rechtspopulisten keine neuen Schulden machen wollen, würden diese Steuergeschenke für Reiche durch Sozialkürzungen finanziert.

Gut, das alles kommt sowieso, wenn Roosevelt Recht hat; aber man muss es ja nicht auch noch forcieren.

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Da die nächste Marionette also schon feststeht, kann man die ganze Sache auch mit Humor nehmen, und einer Partei ins Parlament helfen, die das System nicht ernst und auf den Arm nimmt. Wer Die PARTEI wählt, wählt satirische Gesellschaftskritik, die das System vorführt, und es besteht die Chance, dass sie die 5%-Hürde schafft:

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Deshalb:

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Tariks Rassismus und Sexismus

Tarik hat mit Steuergeldern finanziert ein kleines Video gemacht, welches den Deutschen sagt, dass man nicht rumheulen soll, da es weißen, heterosexuellen Nichtmuslimen auf jeden Fall besser geht als schwarzen, homosexuellen Muslimen, da privilegiert und so. Also kann man den Linken mitteilen, dass sie ihren Kampf für soziale Gerechtigkeit abblasen können, da der weiße heterosexuelle arme Schlucker ja bevorzugt ist.

Er führt ein paar Fälle an, so zum Beispiel die Situation auf dem Arbeitsmarkt oder bei der Wohnungssuche. Und für diejenigen, die hier Probleme sehen, hat er nur ganz viel selbstgefälligen Hohn bis zum Erbrechen übrig, ausgedrückt mit einem schallenden „Mimimi“.

Die paar Millionen weißen Arbeitslosen sind also privilegiert. Zum Stichwort „prekäre Beschäftigung“ schreibt die Hans-Böckler-Stiftung:

Aus normalen Arbeitsplätzen werden immer mehr Zeit-, Frist- oder Minijobs, und daraus entsteht immer öfter prekäre Beschäftigung: zu wenig Lohn, keine soziale Absicherung, Zukunft ungewiss, Zugehörigkeit Fehlanzeige.

Das interessiert Tarik aber nicht, und jemand, der solche Zustände beklagt, hat seiner Logik nach nur Lächerlichmachen verdient, denn als weißer heterosexueller prekär Beschäftigter hat man es besser als als schwarzer, homosexueller prekär Beschäftigter. Deshalb soll man einfach mal gepflegt die Fresse halten und sich nicht beklagen, so der mitfühlende Tarik auf ironische Weise, was ihm bestimmt viel Beifall von Seiten der Neoliberalen einbringt.

Oder die Situation bei der Wohnungssuche. Wir haben in Deutschland mehrere hunderttausend Obdachlose, die es bei der Wohnungssuche ganz offensichtlich nicht leicht hatten. Da aber der Obdachlose weiß und männlich ist, kann er von Tarik mit einem „Mimimi“ verhöhnt werden. Allein aufgrund der Hautfarbe höhnt Tarik also über einen Menschen in einer Notlage. Sauberer Rassismus. Und hier zeigt sich der Sexismus: Wenn Frauen den Löwenanteil unter den Obdachlosen stellen würden, würde sich Tarik nicht so ekelhaft über sie ausdrücken. Oder anders: Ein Rassist wie Tarik könnte argumentieren, dass es schwarze Vergewaltigungsopfer schwerer haben als weiße, um dann weiße Frauen zu verhöhnen: „Mimimi“. Das aber macht er nicht, denn Frauen sind anders als Männer vor solchen Herabwürdigungen geschützt, jeder – auch sein Geldgeber – würde sofort den ekelhaften Sexisten in ihn sehen und das widerliche Victim-Blaming, das er betreibt.

Distanzierung von gewaltbereiten Pseudolinken

Ich sehe mich als links, und genau deswegen distanziere ich mich auf’s schärfste von gewaltbereiten Riesenarsch***, die die ganze linke Richtung in den Dreck ziehen.

Deshalb reblogge ich hier Schoppes Beitrag zu den Exzessen in Hamburg anlässlich des G20-Gipfels:

Ich bin oft auf Demonstrationen gewesen, auf denen auch der Schwarze Block der Autonomen marschierte. Natürlich wirkt er von außen betrachtet angsteinflößend und martialisch, aber das tut eine schwer gerüstete Bereitschaftspolizei auch.

Allerdings fand ich die Symbolik des Schwarzen Blocks immer sehr seltsam: Eine uniforme schwarze Masse, dicht an dicht marschierend, dabei lautstark gewaltsame Parolen skandierend wie „FEUER und FLAMME für diesen Staat“ oder „Wir haben euch was mitgebracht: HASS HASS HASS“. Auf mich hat der Schwarze Block immer wie ein SS-Gedächtnis-Schaulaufen gewirkt, und ich habe nie verstanden, ob den Antifaschisten solche Assoziationen bewusst gesetzt haben, oder ob sie ihnen einfach unterlaufen sind.

hier weiterlesen:

Hamburg: Warum politische Gewalt elitär ist

Der weibliche Blick auf den Mann

Sabine Riedl und Barbara Schweder legen offen, als wen… nein, als was Frauen Männer betrachten, nämlich als Menschenmaterial, das man beliebig verschleißen kann:

„Kein Wunder, dass sich die Natur für die Weibchen der Spezies mehr ins Zeug gelegt hat. Sie mussten zäher, widerstandsfähiger, einfühlsamer und sensibler sein als die Erzeuger ihrer Kinder. Männer waren, ebenso wie ihre Samenzellen, als billige, rasch austauschbare Massenware konzipiert, als Kanonenfutter oder menschliche Schilde bei gewalttätigen Auseinandersetzungen.“

Männerfreundlicher Artikel in zett

Ist die Hölle zugefroren, oder was habe ich sonst verpasst? Auf Edition F und zett ist ein männerfreundlicher Artikel erschienen!

Die Autorin beschreibt, was sie an Männerfreundschaften mag und bei Frauen kritisch sieht. Erstaunlich: Sie räumt ein, dass es ein Phänomen namens „Zickigkeit“ gibt, das häufiger bei Frauen auftritt. Wenn man das als Mann feststellt, wird man normalerweise niedergebrüllt…

Hier zum Ausnahmeartikel.

Popcorn mit Wonder Woman

„Ui, eine starke Frau, da fallen Männer die Schwänze ab!“ so hämen gerne Feministen, die nichts von Männern verstanden haben und stattdessen lieber ihr Feindbild pflegen. Nachdem „Wonder Woman“ in den feministisch dominierten Medien gefeiert wurde, wäre ich fast nicht reingegangen, entschied mich aber dann doch dafür, da ich eine Vorliebe für Superhelden-Filme hab. Meine Befürchtungen erfüllten sich nicht. Anders als andere Produktionen kam dieser Film ohne männerfeindliche Botschaften aus. Etwas, das in feministischen Produktionen häufig anzutreffen ist, fehlte gänzlich: Nämlich dass Männer erniedrigt werden, damit die Heldin im Kontrast dazu umso fabelhafter erscheint. Das ist der entscheidende Unterschied etwa zu Ghostbusters: In der verunglückten Fortsetzung des Kultfilms sind alle Männer Trottel, Sadisten oder solche, die sich in die Hosen machen. Wonder Woman hingegen hat kein Problem mit starken Männern, die auch heldenhaft sind, ja sogar ihr Leben opfern, um das anderer zu retten. Der Zuschauer würdigt es: Ghostbusters war ein Flopp, Wonder Woman ist ein Erfolg – weil dieser Film sich den Vereinnahmungen durch Sexistinnen entzieht und zeigt, dass der Kurzschluss „Starke Frau = Feministin“ nicht zutrifft.

Fazit: Leichte Unterhaltung, großes Popcornkino.