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Wilhelm Busch – „Der Einsame“

Grüße gehen raus an alle Incels.

Wilhelm Busch – „Der Einsame“

Wer einsam ist, der hat es gut,
Weil keiner da, der ihm was tut.
Ihn stört in seinem Lustrevier
Kein Tier, kein Mensch und kein Klavier,
Und niemand gibt ihm weise Lehren,
Die gut gemeint und bös zu hören.
Der Welt entronnen, geht er still
In Filzpantoffeln, wann er will.
Sogar im Schlafrock wandelt er
Bequem den ganzen Tag umher.
Er kennt kein weibliches Verbot,
Drum raucht und dampft er wie ein Schlot.
Geschützt vor fremden Späherblicken,
Kann er sich selbst die Hose flicken.
Liebt er Musik, so darf er flöten,
Um angenehm die Zeit zu töten,
Und laut und kräftig darf er prusten,
Und ohne Rücksicht darf er husten,
Und allgemach vergißt man seiner.
Nur allerhöchstens fragt mal einer:
Was, lebt er noch? Ei, Schwerenot,
Ich dachte längst, er wäre tot.
Kurz, abgesehn vom Steuerzahlen,
Läßt sich das Glück nicht schöner malen.
Worauf denn auch der Satz beruht:
Wer einsam ist, der hat es gut.

Alarm Rot: Weib pinkelt im Stehen

Geehrte Patriarchen, liebe Genossen,

soeben erreichte uns die Hiobsbotschaft, dass die Weiber anfangen im stehen zu pinkeln. Nachdem sie unsere Genossen nötigen wollen, sich hinzusetzen, nun also das noch. Mit Pinkelhilfen lehnen sie sich gegen das Patriarchat auf.

Und sie kommen uns auf die Schliche:

Schon Simone de Beauvoir hob dies als einen der ersten geschlechterunterscheidenen Akt von Dominanz hervor, nämlich, dass Knaben mit der Idee bestückt und darin gefördert würden, immer und überall und gezielt urinieren zu können.

Was, wenn sie unsere sanitären Anlagen okkupieren, wo wir uns die Chefposten zuschieben? Wo wir den Pay Gap festlegen? Wo wir unsere phallischen Türme entwerfen zum Ruhme des Patriarchats?, Ist dies da Ende? Wir müssen alles daran setzen, die Produktionsstätten der Pinkelhilfen auszuheben und die Nachschublinien zu kappen. Ob es gelingen wird, weiß nur der Gehörnte. Bis dahin mahne ich dazu, sich auf Dschingis Khan zu besinnen und Ruhe zu bewahren. Denn auch wenn das Patriarchat unter dem Ansturm der Weiberhorden schwankt, so dass der Strahl auch mal neben die Schüssel geht, so lassen wir nicht nach, werden hoch erhobenen Hauptes und stehend untergehen!

Ist dies das Ende?

Die Rache der Verlierer

Ich rette dich nicht!

Im Tatort sind sie zu finden: Reaktionäre Männer, die tagtäglich mit Scheiße beworfen werden mit starken Frauen nicht klarkommen und die drohen: „Euch Frauen helfen wir nicht mehr“ – also gegen die muslimischen Horden dem Täter von nebenan.

Der Sklave Trennungsvater, der von seinen Kindern getrennt wird, was kein Verbrechen ist; der Obdachlose; der Junge, der vom jungenfeindlichen Biotop Schule ins Prekariat entlassen wird, sie alle sind Verlierer. Und sie haben nicht die geringste Möglichkeit, sich zu wehren. Und so bleibt ihnen nur die Rache der Verlierer, nämlich sich mit den Frauen – für die feministische Funktionäre sprechen – zu entsolidarisieren, und ihnen z.B. damit zu drohen, nicht zu helfen, wenn sie sich in Gefahr befinden. Was soll er auch sonst tun? Ihr Gehalt kürzen? Gläserne Decken ziehen? Sich in den sozialen Medien über die Weiber auslassen? Wobei das vermutlich Hassrede ist, und hier muss man streng unterscheiden: Frauenhass ist Frauenhass und soll gesondert erfasst werden. „Ich hasse Männer“ hingegen ist ein Bestseller und Zeichen von Stärke und Emanzipation.

Hachja, alles geht den Bach runter. Ob die paar Privilegien, die die Funktionäre für Frauen rausholen, es Wert sind, dass die Liebe zwischen Mann und Frau zum Teufel geht, ist natürlich die Frage.

In einer Sackgasse ist zurück der einzige Weg nach vorn!

Jaja, die fiesen Maskulisten wollen zurück in die 50er, heißt es immer. Als ob das was schlechtes wäre.

Denn wenn man’s recht bedenkt, war die Welt da noch in Ordnung. Ein einfacher Facharbeiter konnte genug Geld verdienen, sodass sich die Frau um Haushalt und Kinder kümmern konnte. Die Rollen waren festgelegt und es herrschte Klarheit.

Wenn man sich hingegen die heutigen Zustände anschaut! Eine Frau als Kanzlerin, die nichts gebacken kriegt, die in erster Linie durch Abwesenheit glänzt.

Und die jungen Dinger. Haben ganz vergessen, was wirklich wichtig ist im Leben. Haben sich von den Femanzen in Radio und Fernsehen einreden lassen, dass Karriere das höchste wäre. Und dann merken sie irgendwann, dass sich das Fenster zum Kinderkriegen geschlossen hat. Aber wen können sie jetzt auf Schmerzensgeld verklagen? Alice Schwarzer, die sagte, man bräuchte keine Kinder?

Früher herrschten klare Regeln, da wurde noch durchgegriffen – das wird man ja wohl noch sagen dürfen. Die Jungen Männern lernten bei beim Wehrdienst, nicht so verlottert und verschwult zu sein. Und auch die Frauen waren damit zufrieden: Sie wählten nicht die SPD sondern die CDU mit Werten und Traditionen an die Regierung. Und heute? Chaos und Degeneration wo man hinblickt. Es ist Zeit umzukehren, Corona sei dank, es bleiben immer mehr Frauen zu Hause.

Doku: Wie im Interesse des Kapitals Wissenschaft mit Wissenschaft manipuliert wird und das in die Katastrophe führt

tl;dr

Da jeder Eingriff in die Wirtschaft, jede Regulierung der Industrie als Sozialismus, also das pure Böse verstanden wird, wird geleugnet, dass diese Industrie unsere Lebensgrundlagen zerstört, zum Beispiel mit Bienensterben, Klimawandel etc…

Die Dokumentation „Forschung, Fake und faule Tricks“ erzählt wie die Wissenschaften manipuliert werden, um die Interessen der Kapitalisten zu schützen, das heißt zu verhindern, dass Produkte, die z.B. Bienensterben verursachen, verboten werden.

Dabei werden ausgeklügelte Strategien angewendet. Wissenschaft bedeutet z.B., dass man grundsätzlich Zweifel hegt, die Dinge hinterfragt, und genau diese Eigenart der Wissenschaft wird missbraucht, um Zweifel an bestimmten Ergebnissen seriöser Forschung zu säen, die nahelegen, das man die Industrie regulieren muss. So werden Pseudostudien finanziert, die zu anderen Ergebnissen kommen und andere, „alternative“ Erklärungen anbieten. Auf diese Weise wird Verwirrung und Konfusion gestiftet, alles wird in Zweifel gezogen, was zur Folge hat, dass der Gesetzgeber nicht aktiv wird. Am Bienensterben wäre somit nicht ein profitables Pestizid verantwortlich, sondern Parasiten, eingeschleppte Hornissenarten etc. Oder es wird behauptet, es gäbe keinen Klimawandel, oder wenn doch, dann wäre er nicht menschengemacht, alles unterlegt mit „soilder“ Wissenschaft.

Wie ein Thriller erzählt sich dann die Geschichte über die Machenschaffen der Tabakindustrie. Vorgestellt werden Eigentümer der großen Tabakkonzerne, die unter Eid aussagten, dass Nikotin nicht abhängig machen würde, und die sich dazu auf vermeintlich „solide“ Wissenschaften beriefen. „Solide“ ist alles, was den Interessen der Kapitalisten nutzt. Dumm nur, dass ein Mitarbeiter eines Tabakkonzerns Dokumente leakte, welche bewiesen, dass sich Wissenschaftler, Manager und Anwälte der Tabakkonzerne im Klaren darüber waren, dass a) Rauchen abhängig macht und b) zu Tod und Elend führt. Dokumente, denen sich entnehmen ließ, wie man gezielt mit Wissenschaft manipulierte, um diese Erkenntnisse zu verwässern. Diese Methodik diente dann als Blaupause für andere Interessen, zum Beispiel dem Leugnen des Klimawandels.

Dabei stellt sich die Frage, warum manche Akteure mit aller Leidenschaft diesen Konsens der seriösen Wissenschaften in Zweifel ziehen. Natürlich zum einen, weil Kapitalisten nicht ihre Profite gefährdet sehen wollen. Aber eine andere Erklärung ist noch verblüffender: Eine Wissenschaftlerin untersuchte die Biografien der führenden Klimaleugner und kam zum Ergebnis, dass es sich um Libertäre handelt. Diese lehnen jeden Eingriff in die Industrie als Kommunismus ab. Das ist für sie das pure Böse. Wenn aber z.B. die Ölindustrie zu katastrophalen Konsequenzen, dem Klimawandel, führt, dann muss in die Wirtschaft eingegriffen werden. Das wird als Bedrohung der „Freiheit“ und sozialistischem Umbau der Gesellschaft verstanden. Deshalb wird die Existenz dieser Probleme geleugnet. Ein gutes Beispiel, wie ein „freier Markt“ zum schlechtmöglichsten Ergebnis führt.

Die Doku (90 Minuten) ist zur Gänze sehenswert, entweder auf Youtube, oder wer die Datenkrake meiden will, noch einige Zeit auf ARTE (eventuell muss der Ton manuell eingeschaltet werden).

Renton: Alternativen zum Duden

Ein Kommentar, zu schön, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Danke für den Hinweis auf den offenen Brief!

Bei dieser Gelegenheit auch nochmals mein Hinweis auf Alternativen zum Online-Duden:

http://www.owid.de
Das Onlinewörterbuch des Instituts für Deutsche Sprache. Kommt dem Online-Duden am nächsten und wird ab jetzt mein Standardnachschlagewerk.

http://www.dwds.de
Das digitale Wörterbuch der Deutschen Sprache der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Laut Selbsteinschätzung „der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute“.

Und nochmal die Merkhilfe für die erste Webadresse:

„Schlag im Duden nach!“
Oh weh, im Duden?
Die haben doch keine Ahnung!
Deshalb die Ermahnung:
Ich geh
zu o we i de Punkt de“

Und ich erwähne das nur erneut, wenn jemand anderes das Thema nochmal aufwirft, versprochen.

Tipp: Positives Feedback geben

Wir Menschen tendieren dazu, uns zu beschweren, also dann, wenn was nicht funktioniert oder uns missfällt. Das bedeutet, dass bei Unternehmen, Politikern, Zeitungen etc. fast immer nur negatives Feedback anfällt. Kaum mal eine Stimme darunter, die sagt: „Gut gemacht!“

Genau das aber solltest Du machen. Wenn Du eine jungenfreundliche Werbung siehst, einen väterfreundlichen Zeitungsartikel, einen männerfreundlichen Politiker, dann gibt positives Feedback, teile ihnen mit, dass das dir gefällt und Du gerne mehr davon hättest. Die Marketingabteilungen wissen, dass die große Mehrheit der Rezipienten kaum ihren Arsch hochkriegen um sich zu beklagen, wenn etwas missfällt, und noch seltener, wenn etwas gefällt. Sie wissen, dass eine einzelne Stimme stellvertretend für viele andere steht, und mit ein bisschen Glück wird das in der Unternehmenspolitikg berücksichtigt. Also: Schreibe ihnen bei einem jungen-, väter-, männerfreundlichen Beitrag, sei es in der Werbung, sei es in der Zeitung oder wo auch immer.

Billy Coen zur Tampon-Debatte

Eine Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

[…]

Als ich diesen Spin mitbekommen habe, dachte ich aber auch, jetzt zünden wir also die nächste Stufe feministischer Dämlichkeit. Da haben die ewig rumgenölt und rumgestänkert, dass es voll die Frauenunterdrückung sei, Tampons mit 19 % Mehrwertsteuer zu belegen, während man Hygieneartikel für Männer immer mit 7 % besteuert (was, wie so vieles, was von Feministinnen gequatscht wird, nur stimmt, wenn man die erdrückende Mehrheit der Hygieneartikel für Männer, die mit 19 % besteuert werden, mal eben zu Nichthygieneartikeln umdeutet).

Jetzt haben sie ihren Kopp durchbekommen, sind aber nicht zufrieden, weil erst jetzt diesen strunzendusseligen Tanten aufgefallen ist, dass eine Mehrwertsteuerermäßigung von 19 auf 7 % bei einem ohnehin eher billigen Artikel keinen relevanten Unterschied macht – ist ja nicht so, dass genau das diesen Hohlbirnen die ganze Zeit über schon zu erklären versucht worden ist, aber das war dann natürlich nur böses Mansplaining. Die sind wohl bis zuletzt davon ausgegangen, dass, wenn man den Mehrwertsteueranteil um mehr als die Hälfte senkt, auch der Produktpreis um mehr als die Hälfte sinkt. Feministische Mathematik eben…

Überhaupt: Was wird da aus feministischen Kreisen mal wieder für ein Frauenbild transportiert. Ein kostenloser, allgegenwärtiger und jederzeit abrufbarer Zugang zu Tampons. Weil Frau ja auch immer und überall vollkommen unerwartet von ihrer Periode überrascht werden kann (Moment, warum nennt man das noch einmal Periode???) und es eine patriarchale Zumutung ist, wenn sie nicht an jeder Ecke Automaten vorfindet, wo sie sich umgehend für Umme Tampons ziehen kann. Die Frauen, die ich kenne, schaffen es, sich Tampons auf Vorrat zu kaufen und immer, selbst wenn der rote Indianer nicht vor der Tür steht, ein paar davon in der Handtasche mit sich zu tragen. Aber die Frauen, die ich kenne, sind auch selbständige, geerdete Menschen und in der Regel – was für mich KEIN Zufall sondern logische Konsequenz ist – keine Feministinnen.

Überhaupt… Diese ganze Aufplusterei, bloß weil es sich bei Tampons um eine Sache handelt, die nun wirklich exklusiv für Frauen ist. Wir haben keinen kostenlosen Zugang zu Strom, Heizwärme, ja selbst für Lebensmittel inklusive Trinkwasser, selbst wenn wir es aus unserem Wasserhahn beziehen, müssen wir Geld bezahlen. Aber dass Frauen keinen kostenlosen Zugang zu Tampons haben, DAS ist DAS ganz große Problem sozialer Schieflage in unserer Gesellschaft, welches sicher Jahr für Jahr hunderttausende… auch, was sag ich… Millionen von Frauen das Leben kostet.

Wie oft müssen diese hirnamputierten Anhänger dieser hirnverbrannten Ideologie ihre mit schallernder Dämlichkeit vermischte Maßlosigkeit in ihrem Anspruchsdenken eigentlich noch exponieren, bis sie statt Zustimmung und euphorischer Begeisterung medial und politisch endlich mal die einzig objektiv für geistig normale Menschen nachvollziehbare Reaktion erhalten, die sie von Anfang an als einzige jemals hätten erhalten dürfen: schieres, schallendes Gelächter.

Lucas Schoppe: Was ist dieser Antifeminismus eigentlich?

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Vielen Dank, Christian, dass Du aus dem Artikel zitierst. Mir ging es grundsätzlich darum zu zeigen, dass der Begriff „Antifeminismus“ völlig inhaltsleer ist. Gerade deshalb lässt er sich ja auch gut völlig beliebig verwenden. Er ist wiederum deshalb inhaltsleer, weil auch der Begriff „Feminismus“ keine klare Bedeutung hat.

Steht er dafür, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sein sollen? Dann sind die letzten verbliebenen Antifeministen, neben ein paar marginalen Winzgruppen, die Mütterlobbys und die unterstützenden Parteien, Grüne, Linke, SPD. Das wollte Ulle Schauws jedoch offenbar nicht sagen. Was aber dann?

Steht er für die Meinung, dass sich gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse grundsätzlich als Herrschaft von Männern über Frauen beschreiben lassen? Dann ist sein Kern eine sachliche Einschätzung, die man richtig oder eben auch mit guten Gründen falsch finden kann, ohne dadurch „anti“ zu werden. Wer es für widerlegt hält, dass die Erde eine Scheibe ist, wird deswegen ja auch nicht als „Antischeibler“ bezeichnet.

Tatsächlich geht es, wie breakpoint ja auch schon andeutet, einfach darum, Kritik beliebig abwehren zu können. Feminismus ersetzt so in einem bestimmten Milieu tatsächlich die Religion, und „Wie hältst Du’s mit dem Feminismus?“ wird dort zu einer neuen Gretchenfrage, auf die niemand einer Gegenfrage („Mit welchem denn?“) rechnet.

Deshalb hatte ich nachgesehen, wie der Begriff „Antifeminismus“ denn historisch verwendet wird, um vielleicht dort etwas mehr Klarheit zu finden. Hedwig Dohm war eine zentrale Figur der bürgerlichen Frauenbewegung, und Fabrikantentochter. Sie hat mit ihrer „Antifeministen“-Beschreibung Männer eines ganz bestimmten, winzigen, großbürgerlichen Milieus im Kopf. Der Begriff „Arbeiter“ kommt in ihrer Schrift überhaupt nicht vor. („Arbeiterin“ nur ein paar Mal.)

Bezeichnend ist, dass dieser radikal verengte Blick heute – in einer Gesellschaft, die nicht mehr durch die starren Strukturen des Kaiserreichs geprägt ist – sich nicht etwas erweitert hat, sondern dass er zum EINZIGEN als legitim präsentierten Blick der Geschlechterpolitik geworden ist. Zu Dohms Zeiten hingegen gab es wenigstens noch eine proletarische Frauenbewegung, von der heute nichts mehr übrig ist.

Das heißt: Eine Gruppe wie das Forum Soziale Inklusion kann mit dieser Bezeichnung gar nicht gefasst werden – die Männer (und auch Frauen), die dort aktiv sind und vertreten werden, kommen faktisch im etablierten Diskurs der Geschlechterpolitik überhaupt nicht vor. Die Diskreditierung durch die Bezeichnung „Antifeministen“ funktioniert nur, weil sich alle längst daran gewöhnt haben, dass diese Bezeichnung eigentlich völlig inhaltsleer ist. Sie bedeutet faktisch nichts anderes als: Die gehören nicht zu uns.

Zugleich ist es ein Signal an Dritte: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!

Der Blick des heutigen Feminismus auf Männer reproduziert so mit erstaunlicher Genauigkeit den Blick von Töchtern aus gutem Hause, die auf der Suche nach geeigneten Heiratskandidaten sind. Wahrgenommen werden Männer mit einem besonders hohen sozialen Status, so dass völlig selbstverständlich Quoten in Vorständen, aber nicht etwa in den Schulen oder gar in gesundheitsgefährdenden berufen gefordert werden. Der weitaus größte Teil der Männer kommt dort überhaupt nicht vor – was auch erklärt, dass an den meisten Männern rituelle feministische Aufregungen spurlos vorbeisausen, wenn sie nicht gerade als Trennungsväter oder Gewaltopfer direkt mit ihren Konsequenzen konfrontiert sind.