Archiv der Kategorie: Allgemein

Ein obszönes Gedicht

Ich könnte diesen Femi-Spacken
beständig auf die Fotze kacken.
Und von lecker Kochkultur
hamse Ahnung? Keine Spur!
Hinter unrasierten Pussis
verbergen sich die Ober-Tussis.
Karriere ist da viel zu schwer
drum muss schnell die Quote her
der Penisneid treibt Femis an,
denn sie haben keinen dran.
Sie leben von den Männern nur
Arbeiten könnse? Keine Spur!
Femis weg! So lautet die Parole,
denn sie wollen nur die Kohle.

Quelle.

Jugendwort des Jahres 2021

Derzeit läuft die Abstimmung zum Jugendworts 2021 und ich finde es bemerkenswert, dass ein männlich konnotierter Begriff zur Wahl steht, nämlich „papatastisch“, was für fantastisch, schön steht. Das widersetzt sich deutlich der Dämonisierung, wie sie Alltag bei uns ist.

Andere Ausdrücke sind:

  • sheesh (oha, Ausdruck des Erstaunens)
  • wild /wyld (heftig oder krass)
  • Digga / Diggah (Kumpel, Freund)
  • sus (Kurzform des englischen Worts „suspicious“, zu Deutsch verdächtig, die Formulierung hat ihren Ursprung im Videospiel „Among us“)
  • Cringe (Fremdscham, auch als Adjektiv: cringe, unangenehm, peinlich)
  • akkurat (zutreffend)
  • same (ebenso, Zustimmung)
  • Geringverdiener (eine scherzhaft gemeinte Umschreibung für Verlierer)
  • Mittwoch (Hat seinen Ursprung im Frosch-Meme „Es ist Mittwoch, meine Kerle“)

Warum Männer das humorvolle Geschlecht sind

Es gibt einen ganz einfachen Grund, warum Männer, z.B. als Comedians einfach witziger sind als Frauen: Penis.

Dieses Organ ist viel witziger als eine Vulva und auch viel besser zu zeichnen. Wie Sigmund Freud herausfand, geht alles Handeln des Mannes auf das Verlangen zurück, Witze über Penisse zu reißen. Deshalb bauen sie Hochhäuser (darum liegen so viele sich kringelnde Männer in der Lobby des Empire State Building), phallusförmige Raketen und versenden DickPics. Daher rührt der Penisneid, der dazu führt, dass Frauen mindestens 50% der Comedians-Positionen für sich einfordern, ohne aber die Leute zum Lachen zu bringen und nur lahme Witze über ihre Vulva reißen im verzweifelten Bemühen, den Männern alles nach zu machen. Frauen…

Erinnerungskultur

Billy Coen:

… Zum einen sehe ich ihn Israel kaum noch ernsthaft ein Land der Opfer. So wenig, wie in Deutschland noch echte seinerzeit sehr aktive Nazis leben, so gibt es in Israel nur noch sehr wenige Menschen, die tatsächlich direkt von Naziverbrechen betroffen waren. Einzig könnte man noch anführen, dass es zahlreiche Menschen gibt, die etwa Großeltern „verloren“ haben; verloren in Anführungszeichen, weil sie in der Regel noch nicht mal in der Planung waren, als ihre Großeltern ermordet wurden.

Mit dem Ende lebender Opferschaft endet jedes Opfertum; dasselbe gilt für Täterschaft. Dasselbe sehe ich etwa auch bei den Schwarzen in den USA, die gar nicht aufhören können, die Sklaverei als „ihnen angetanes“ Verbrechen zu beklagen, obwohl kein einziger von ihnen je auch nur annähernd derartige Lebensverhältnisse hat erdulden müssen.

Mit einer dauerhaften Zuschreibung von Opfervölkern und Tätervölkern steckt man selbst schon mitten drin in dem kollektivistischen Denken identitärer Ideologien. Es kann nur von jedem Menschen Reue abverlangt werden für Taten, die dieser auch selbst begangen hat. Ebenso kann man nur Mitgefühl für Leid erwarten, welches man auch tatsächlich selbst hat erdulden müssen.

Anders sieht das für mich aus, was das in Erinnerung halten solcher Verbrechen zum Zwecke der Mahnung anbelangt. Und da kann jeder Mensch und jedes Volk das betreiben, wie man es als angemessen erachtet, auch wenn ich es begrüßen würde, es eben nicht so zu zelebrieren, dass sich immer wieder in Deutschland in seiner ewigen Schuld und in Israel in ewigem Leid gesuhlt wird. Meiner Auffassung nach wäre ein eher informativer, lehrreicher und möglichst von übermäßiger Emotionalität entkoppelter Umgang mit der Sache wesentlich zielführender, um solche Lehren der Geschichte auch endlich wirklich mal als Lehren zu verwenden. Ebenso wichtig wäre dabei, sich grundsätzlich von der ewigen Zuschreibung auf einzelne Gruppen, in diesem Fall den Deutschen, als Tätern zu lösen, denn dies ermöglicht allzu leicht das bequeme Gefühl „bei uns wäre so etwas nicht passiert; wir hätten so etwas nicht gemacht“. Das ist kreuzgefährlich und steht bis heute einer universellen Selbstreflexion im Weg. Man sieht doch gerade an dem immer radikaleren Antidemokratismus unserer Politiker, dass denen die historischen Parallelen ihres eigenen Denkens und Handelns nicht auffallen, einfach weil sie ja nicht zu 100 % aus denselben Gründen mit denselben Zielen und denselben Feindbildern arbeiten wie z. B. die Nazis. Es muss immer erst etwas komplett gegen die Wand gefahren werden, damit man merkt, dass es Scheiße war, obwohl man bei objektiver Betrachtung hätte erkennen können, dass es artverwandt alles schon einmal betrieben worden ist und in der Regel böse geendet hat. Man merkt es nur nicht, weil es nicht exakt identisch ist und nicht von genau denselben betrieben wird.

Wir als Menschen müssen lernen, die Auferstehung des Dritten Reiches, den Holocaust, aber auch alle anderen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie wir sie heute deklarieren, nicht auf einzelne Gruppen zu kollektivieren sondern als Exzesse dunkler Seiten unserer eigenen Natur zu begreifen, um ihnen universell entgegen zu wirken, wann immer sie sich wieder gesellschaftlich oder politisch Bahnen zu schlagen beginnen.

Das meiste, was wir jedoch unter der Überschrift „Erinnerungskultur“ begehen, ist meines Erachtens nichts als flüchtige Gefühle ansprechender Symbolismus ohne wirklichen Nutzen für die weitere Entwicklung von uns Menschen und unserer Zivilisation.

Ist jetzt halt meine Meinung als Angehöriger eines „Tätervolkes“. Ich hoffe, ich konnte sie halbwegs nachvollziehbar darlegen, ohne dich zu „triggern“… 😉

Beteiligen Sie sich am „Zukunftsdialog“ der ARD

Die ARD betreibt derzeit befristet eine Dialogplattform, auf der man seine Themen einbringen und mit Gleich- oder Nichtgleichgesinnten darüber diskutieren kann.

Die ARD beschreibt das Projekt so:

Der ganze Zukunftsdialog ist als ergebnisoffenes Projekt konzipiert. Es geht in erster Linie darum, die Menschen in Deutschland mit ihrer persönlichen Perspektive an der Diskussion zur Zukunft der ARD zu beteiligen. Die Vorschläge und Ideen, die beim ARD-Zukunftsdialog entstehen, sind ein wichtiger Input für die ARD – sei es in Bezug auf Programminhalte oder in Bezug auf Auftrag und Struktur. Konkrete Entscheidungen müssen dann in den einzelnen Sendern bzw. in der Medienpolitik fallen. Das bedeutet, die Vorschläge und Ideen werden von der ARD ernst genommen und intern auch breit diskutiert, was für den Herbst vorgesehen ist. Die Vorstellungen und Wünsche der Bürger:innen werden außerdem in Richtung Medienpolitik transportiert.

Man kann dort einigermaßen frei schreiben und die Moderation ist nicht so verstrahlt, wie man vielleicht annehmen mochte, manche fallen durch ganz vernünftige Kommentare auf. Es besteht keine Klarnamenpflicht, man braucht lediglich eine Emailadresse zur Freischaltung eines Accounts. Ich würde mich freuen, wenn Sie unsere Anliegen dort vertreten würden, hier entlang:

ARD Zukunftsdialog.