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Angestellte arbeiten ein Jahr umsonst, Mütter: Lol

Screenshot_2019-07-13 Selbermach Mittwoch 223 (10 07 2019)

Billy Coen:

Es geht nicht um die Skandalisierung des Umstandes, dass Angestellte im Schnitt ein Jahr für Umme arbeiten, sondern darum, diesen Umstand, einfach nur, weil er in erdrückender Mehrheit Männer betrifft, mit einem an Blödsinnigkeit nicht mehr zu überbietenden Ablenkungsmanöver ins Lächerliche zu ziehen.

Blödsinnig schon alleine, weil der Vergleich von der Basis her nicht stimmt: Die Überstunden, die diesen Wert ergeben, sind natürlich faktisch unentgeltlich geleistet worden. Die Mütter (man merke: natürlich nur die und auf keinen Fall Väter, die beruflich aussetzen), die angeblich unentgeltlich arbeiten, tun dies ja eben nicht. Würden sie, wie insinuiert, immer nur unentgeltlich arbeiten, würden sie verhungern. Warum tun sie das nicht? Weil es in der familiär geregelten Arbeitsteilung, sofern man sich auf ein Alleinernährersystem geeinigt hat, nun mal so ist, dass der, der arbeiten geht, sein Einkommen der Familie zur Verfügung stellt. Damit wird dieses Einkommen automatisch auch das Einkommen desjenigen, der zu Hause bleibt.

Es könnte lustig sein, wäre es nicht so traurig, dass eben die Knallköppe , die derart simple, basale Formen zwischenmenschlicher Solidarität nicht mehr zu erkennen und wertzuschätzen im Stande sind, sich selbst irgendwie als links verstanden sehen wollen. Aber nein, ihr Leute, die ihr meint, mit solchem Schmarren voll geile Satire zu betreiben oder ihr, die ihr diesen Schwachsinn für so geile Satire haltet, dass ihr sie sogar noch weiterposten müsst: ihr seid nicht links, ihr seid nicht rechts, ihr seid nichts außer einfach nur blöd.

Minimale staatliche Unterstützung, oder schlecht bezahlte Jobs, oder sie gehen ganz normal arbeiten. Bei den Arbeiten von Müttern geht’s ja eher um die unbezahlte Hausarbeit, Sorgearbeit, emotionale Arbeit. Klar bekommen manche Geld von ihrem Freund oder Mann. Allerdings nur in Form eines krassen Abhängigkeitsverhältnisses, in welches sich kaum ein Mann begibt oder begeben möchte (also umgekehrt: Frau Arbeit, Mann macht Hausarbeit, ist ab).er abhängig von seiner Frau).

Und der Familienvater, der 50-Stundenwochen schiebt, weil er Schiss hat, sonst seinen Job zu verlieren, an dem eben nicht nur seine, sondern auch die Existenzen seiner Frau und Kinder dranhängen, weiß natürlich gar nicht wohin mit seiner Unabhängigkeit und Freiheit?!

Ich gehe einfach mal davon aus, dass du einfach nur einer dieser noch seeeeeeehr jungen und unerfahrenen Heißsporne bist, die noch sehr anfällig sind für jede Art von Propaganda, die sich in ihrem an Lebenserfahrung armen Bäuchlein irgendwie gut anfühlen. Ansonsten müsste ich leider konstatieren, dass du ein widerlicher Sexist bist, der die solidarischen Lebensleistungen von Männern permanent geringschätzt bzw. gar zu verteufeln versuchst, einfach nur aufgrund dessen, dass diese solidarischen Lebensleistungen von Männern erbracht werden. Damit folgst du großer, aufgeklärter Reflektierer nachweislich Narrativen, die ungefähr 200 Jahre alt sind.

Witziger Fun Fact: In dem Tweet, den du offenbar so toll fandst, dass du ihn hier posten musstest, wird eine Studie, die sich auf ein Problem einer bestimmten Schicht (abhängig Beschäftigte) bezieht, ins Lächerliche gezogen, indem man in absurdester und fachkenntnisfreiester Weise auf das Thema Geschlecht ablenkt. Und das findest du toll, nachdem du hier immer wieder uns vorwirfst, wir würden uns hier nur auf Geschlecht als Kriterium fixieren und soziale Schichten nicht berücksichtigen.

Du beweist mit jedem Kommentar mehr, dass du viel zu reden versuchst, aber von nichts, was du anzusprechen vorgibst, auch nur den leichtesten Anflug einer Ahnung hast, sonst wäre dir aufgefallen, dass in dem Tweet genau das gemacht wird, was du uns kontrafaktisch unterstellst.

[…]

@ Lightyear

Ich weiß, was diese Sendung zu sein glaubt. Aber sorry, wer das wirklich für Satire hält… Das ist dermaßen plumper, platter Blödsinn, dass es einem die Zehennägel aufrollt, wenn man so etwas mit dem Wort Satire adeln will.

Der Grund, dass ich das nicht witzig finde, ist übrigens der, dass der Tweet sexistisch ist. Das kann man aber nicht erkennen, wenn der eigene Sexismusscanner feministisch geeicht ist. So nimmt man natürlich auch seine eigenen männerverachtenden Stereotypen nicht mehr wahr. Schon alleine deine Auslassungen über „Abhängigkeiten“ in die sich Männer nicht begeben würden… Männer begeben sich weit häufiger in abhängige Lohnarbeit, nicht nur zusätzlich zur Familiensorge, sondern DAS IST IHR ANTEIL daran. Das sind Grundsätze solidarischen Miteinanders. Dass du das nicht erkennen und verstehen kannst oder willst, liegt daran, dass dein Hirn vollsteckt mit sexistischen Stereotypen.

Und nein, Männer werden für ihre Arbeit nirgends mehr wertgeschätzt. Zeig mir bitte mal die Aktion der letzten… sagen wir mal 20 Jahre… in der Männer medial oder politisch in irgendeiner Art für ihren Anteil am Familienleben oder allgemein am Gesellschaftsleben explizit und alleinstehend gewertschätzt wurden. Männer werden doch nur noch mit Scheiße beworfen (toxische Männlichkeit, #MenAreTrash) während man Frauen in teils schon grotesker Weise idealisiert. Das ist schon extreme Propaganda; mit Erfolg, wie man an dir sehen kann.

Und zum Rest von deiner (mal wieder) Gülle: Allein in dem Kommentar hast du wieder ne belegfreie Unterstellung über „uns“ in den Raum geworfen, um dich dann im SELBEN KOMMENTAR darüber zu beschweren, „wir“ würden das mit dir machen. Und das dann mit einem weiteren Beweis dafür, dass du dich hier einfach nur in schon geradezu pathologischer Weise an deinen eigenen hassverzerrten Vorurteilen über „Maskus“ oder was auch immer abarbeitest und wir hier eigentlich nur Projektionsflächen sind.

Jämmerlicher geht’s nimmer!

Martin H.: Starre Quote Verfassungswidrig

Ein Kommentar, zu wertvoll, ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Ich zitiere aus dem Rechtsgutachten zur Frage der Zulässigkeit von Zielquoten für Frauen im öffentlichen Dienst von Dr. HJ Papier und Dr. M Heidenbach, welches für die Frauenquote in NRW herangezogen wurde ( S. 32):

Starre Quoten
….. In ihrer extremsten Form könnte eine starre Quote so ausgestaltet sein, dass nur noch Frauen befördert werden dürfen, bis der vorgegebene Anteil erreicht ist.

Eine vertiefte Behandlung dieses Modells ist nicht notwendig, da aus den bisherigen Ausführungen bereits hinreichend klar ist, dass es weder mit Verfassungs- noch mit Europarecht vereinbar ist.
….
Eindeutig ist die Beurteilung nach europäischen Recht. Mit dem Urteil Abrahamsson und Anderson [Seite 28, EuGH Rs.C-407/98] hat der EUGH geklärt, dass nicht leistungsbezogene, starre Quotenregelungen – auch unter Geltung des Art. 157 Abs. 4 AEUV – gegen die europarechtlichen Vorgaben verstoßen.“

Wer demnach starre Quoten befürwortet, befindet sich mit seiner Position außerhalb der Verfassung.

Männer sind schuld

Ein Kommentar, zu wertvoll, ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Wie einfach die Welt doch ist. Führen Männer die Firmen, sind die Männer an allem Schuld (insbesondere ist hierbei zu beachten, dass ALLE Männer gleichartig agieren. Zwischen Männern gibt’s keine Unterschiede, und das vereinfacht die Sache der Betrachtung ungemein). Führen Frauen die Firmen, sind immer noch die Männer Schuld, weil die Männer in der Überzahl sind. Führen immer mehr Frauen die Firmen, bleiben die Männer Schuld, weil die Männer die Frauen prägen. Führen nur noch Frauen die Firmen, sind auch die Männer Schuld, denn nur Frauen sind jetzt dort, die eigentlich wie Männer agieren. Und selbst wenn das nicht so ist, wird, sobald eine Katastrophe geschieht, verkündet werden, dass die Frauen noch nicht genügend Zeit hatten, eine bessere Welt zu gestalten, und somit sind Männer für die Katastrophe verantwortlich.

Voss: Ich habe Indien entdeckt. Die Einwohner sind Indianer. Ich bleibe dabei!

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Axel Voss ist von seiner Internetkenntnis her nicht in der Lage die Gegenargumente nachzuvollziehen und er ist auch nicht gewillt. Außerdem ahnt er, dass, wenn er es täte, es im Widerspruch zu den von seinen Verwerterlobbyisten gewünschten Artikeln stehen würde.

Er begreift auch nicht, dass es einen Konflikt mehrer Rechtsgüter gibt, bzw. er setzt das Urheberrecht, eher das Verwertungsrecht höher als Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit, Freiheit von Satire, Freiheit von Wissenschaft und Forschung etc.

Im übrigen liegt ihm nichts an einem Schutz des Internets, weil es für ihn keinen Wert hat. Er persönlich kann auch gut ohne Leben. Er schließt von sich auf andere. Diejenigen, für die das Internet einen Wert hat gehören nicht zu seinem Bekanntenkreis, sind ihm fremd, und gehören damit eher bekämpft.

Der Fall Axel Voss ist hoffnungslos. Man hat den Bock zum Gärtner gemacht.

Tux

Carnofis: Pochen auf Unabhängigkeit

Ein Kommentar, zu treffend, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Carnofis:

„Es geht darum, dass wir auf Kooperation angewiesen sind und dass wir selbst dabei auch kooperationsbereit sein müssen.“

Das Fatale am Feminismus ist, dass er suggeriert, Männer seien auf die Kooperation von Frauen angewiesen, diese aber nicht auf die der Männer.
Tatsächlich dürfte es exakt anders herum sein. Abgesehen von Kinderkriegen und Milchgeben wüsste ich nichts, was Männer nicht könnten.
Dieses permanente Pochen auf Unabhängigkeit wird am Ende dazu führen, dass Frauen in einer entsolidarisierten Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich damit rechnen können, von Männern ohne Gegenleistung durchgefüttert zu werden.
Die Zukunft ist dank Feminismus für Frauen weit schwärzer, als für Männer.

Matze und Billy Coen: Kleine Männer und feministische Doppelmoral

Matze dokumentierte eine Reihe liebreizender Äußerungen von Frauen über kleine Männer, wie z.B. diese hier:

weiterhin ein Video, wonach man sich kein Urteil über übergewichtige Frauen erlauben und sie selbstverständlich auch nicht danach fragen dürfte.

Billy Coen kommentiert:

Aufgrund der von dir als Beispielen gebrachten, wirklich schon ekligen Art, wie sich über kleine Männer lustig gemacht bzw. gar deren Existenzrecht in Frage gestellt wird (mal ehrlich, geht’s eigentlich noch widerlicher?), ist der Vergleich damit, mit welcher Selbstverständlichkeit man(n) sich aber natürlich NICHT in ähnlicher Weise über dicke Frauen äußern darf, naheliegend. Aber man muss es ja noch nicht mal so vergleichen. Bei dem Thema des Umganges mit dicken Menschen ist ja dieser Doppelstandard bereits inhärent. Denn was man bei diesen ganzen Fat-Acceptance-Spinnern klar beobachten kann: es geht immer nur darum, dass es gefälligst MÄNNERN nicht zuzustehen hat FETTE FRAUEN (und wir reden da nicht von „normal“ übergewichtigen, sondern in der Regel hochgradig adipösen Frauen) unattraktiv zu finden.

Kämen Männer, die so fett sind, dass sie sich ohne Probleme komplett nackt ablichten lassen können, weil eh alle „kritischen“ Stellen in jeder erdenklichen Pose jederzeit von ihrem Bauchfett verdeckt werden, auf die Idee, Frauen in Onlinekampagnen aufzufordern, sie gefälligst sexy zu finden, käme die Sache wohl jedem maximal lächerlich und weltfremd vor. Kommt aber solch ein Schwachsinn von Frauen, wird ihm gar in einschlägigen, überregionalen Journaillen eine wohlwollende Bühne bereitet.

Es geht eben nicht darum, dass fette Menschen nicht als unattraktiv wahrgenommen werden dürfen. Es geht immer nur um ausschließlich fette Frauen. Wahrscheinlich aus demselben Grunde wie sowieso fast überall: die fetten Männer sind gewiss für ihre Statur immer selbst verantwortlich, die fetten Frauen sind hingegen gewiss arme Opfer und völlig unschuldig an ihrem Aussehen.