Archiv der Kategorie: Arbeit

Crumar über männlichen Wohlstand und männliche Macht

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

[als Antwort auf einen Feministen]

„Es ist doch fast alles männlich auf der Welt, zumindest bei den harten Fakten: Geht es um Reichtum, Wohlstand, Besitz, Anerkennung, die reichsten Konzerne uvm: Da sind doch jeweils zu mehr als 50% (wenn nicht 70, 80 oder mehr %) Männer an der Spitze.“

Das setzt eine Denkweise voraus, in der es die Gruppe „Mann“ gibt, die solche Vorteile an „Mann“ weitergeben.
Diese Denkweise ist jedoch falsch, denn es profitieren die Frauen und Familien dieser Männer von Reichtum und Besitz.
Präzise das ist mit der Institution der bürgerlichen Ehe auch beabsichtigt gewesen, nämlich die Umverteilung von Ressourcen, die Männer erarbeitet haben. An ihre Ehefrauen und Kinder.
Eine „patriarchale Dividende“ existiert nicht.

Wenn Herr Bezos Milliardär ist, dann habe ich von seinem Reichtum nichts, sondern seine Frau, die nach der Scheidung von ihm blitzartig zur reichsten Frau der Welt geworden ist.
Sie hat einen Bachelor in Englisch und mit ihrer Qualifikation hätte sie in ihrem ganzen Leben ungefähr 0,01% von dem verdient, was sie durch die Partizipation via Ehe erhalten hat.
Das Gejammer von Feministinnen, die jungen Frauen bräuchten „role models“ ist verlogen – das sind die bereits existierenden „role models“.

„Männer haben Macht und Einfluss und können über maßgebliche Dinge ihres (und sogar über jenes von anderen) Leben bestimmen.“

Gut, da du ein Mann bist, sage mir bitte über welche maßgeblichen Dinge du dein eigenes Leben betreffend überhaupt bestimmen kannst.
Wenn du darauf angewiesen bist deine Arbeitskraft zu verkaufen, wer bestimmt über Anfang, Ende und Dauer deiner Arbeitszeit? Kannst du jederzeit einfach in den Urlaub fahren? Kannst du die Höhe deines Gehalts selbst bestimmen? Über welche anderen Leben hast du Kontrolle oder kannst zumindest bestimmend auf ihres Einfluss nehmen? Wie und welche?
Du dichtest dir und uns eine Kontrolle selbst über unser eigenes Leben an, die in der Realität nicht existiert.

Wie hegemonial der Feminismus in der Realität ist, sieht man daran, dass wir hier in unserer Freizeit unbezahlt und unter Pseudonymen schreiben, während ganze Heerscharen an „Gleichstellungsbeauftragten“ und „Gender-Professorinnen“ an Unis, in Parteistiftungen, in Parteien und sonstigen Institutionen, in den Mainstreammedien und den ÖR tätig sind.
Bezahlt, bestens vernetzt mit den Herrschenden und tatsächlich sowohl Macht, als auch Einfluss ausübend und Propaganda verbreitend, die an armen Seelen wie der deinen kleben bleibt.

„Soziale Hängematte“ oder doch lieber Hausfrau?

Sozialhilfeempfänger sind Sozialschmarotzer. Über sie heißt es oft, dass sie es sich in der „sozialen Hängematte“ bequem machen. Aus diesem Urteil spricht die Erkenntnis, dass Arbeit ein Übel ist und sogar ein Leben am Existenzminimum besser. Das Privileg des Millionärs: Nicht arbeiten müssen.

Und jetzt die Hausfrau. Sie arbeitet auch nicht, aber muss deshalb nicht am Existenzminimum dahinvegetieren. Von ihr aber sollen wir annehmen, dass sie übel unterdrückt ist und ihr arbeitender Mann privilegiert. Muss man wohl nicht verstehen.

Neoliberalismus: „Wer macht die Drecksarbeit?“

In der Thematik zum bedingungslosen Grundeinkommen kenne ich mich nur schlecht aus. Ich finde die Idee faszinierend, befürchte aber, das ließe sich nicht umsetzen. Ich habe aber eine Umfrage in Erinnerung, die zu einem recht witzigen Ergebnis kam: Die Mehrheit der Befragten gab an, dass sie weiterarbeiten würden (vielleicht etwas weniger), zugleich vertrat aber auch die Mehrheit die Auffassung, dass „die Anderen“ dann nicht mehr arbeiten würden, weshalb das Modell nicht realistisch sei. Nun ja, wie auch immer: Gäbe es ein Bedingungsloses Grundeinkommen und wäre Obdachlosigkeit abgeschafft, dann hätte ich auch kein Problem mit Frauenquoten für die Jobs mit Macht, Geld und Status.

Mich interessiert jetzt aber was anderes: Im Zusammenhang mit der Diskussion über das BGE bin ich bei einem Neoliberalen über eine Frage gestolpert, die ich für vielsagend halte:

„Wer macht dann die Drecksarbeit?“

Denn es zeigt auf, dass Libertäre die Behauptung, wir lebten in einer gerechten Gesellschaft – „Wer sich ehrlich bemüht, bringt es zu Wohlstand“ und „Hier wird man fair entlohnt“– selbst auch als Lüge durchschauen. Lebten wir in eine freien, gerechten Gesellschaft, hätten diejenigen, die die Drecksarbeit erledigen auch die Freiheit, diese Arbeiten abzulehnen, und würden trotzdem überleben, in Würde, was z.B. mit einem BGE gegeben wäre. In der Realität haben sie diese Freiheit nicht, sind also unfrei.

Neoliberale Vordenker wie etwa Hayek wissen ganz genau, dass die Entlohnungen in der Arbeiterklasse ungerecht sind, sie sehen aber ungerechte Löhne – nicht für sich selbst, nur für andere – als notwendig an, damit die Gesellschaft weiterläuft, also dass sie – nicht die anderen – es auch weiterhin gut haben – das nennen sie dann Freiheit, für die andere Opfer zu erbringen haben.

Wie ließe sich aber regeln, dass unter den Bedingungen eines BGE die Drecksarbeit dennoch erledigt wird? Dazu der erste Vorschlag: Diese Jobs müssten eben so gut bezahlt werden, dass sich Leute finden, die das übernehmen. Das wäre dann auch eine tatsächlich gerechte Entlohnung. Zweiten müsste die Arbeitszeit begrenzt werden, zum Beispiel maximal 5 Stunden.

Wie gesagt, ich bin skeptisch, ob ein BGE funktionieren könnte, aber ich sehe diesen ersten neoliberalen Einwand als so herrlich entlarvend an.

Berufswahl als weibliches Privileg

So stellt sich ein feministisches Magazin „Arbeit“ vor. Im Ernst.

Eine der feministischen Dauerklagen ist, dass typische Frauenjobs schlechter bezahlt werden, angeblich, weil in einem willkürlichen Akt das „Patriarchat“ solche Berufe schlechter entlohnt. (Das stimmt so schon mal nicht, einige Männerjobs sind schlechter bezahlt als manche Frauenjobs.)

Um aber diesen Vorwurf aufzugreifen: Das liegt daran, dass Frauenjobs mit weniger Härten verbunden sind, dass sie angenehmer und erfüllender sind als Männerjobs. Und Frauen wählen diese Berufe nicht, weil sie in diese „abgedrängt“ werden (hier ist schön zu sehen, wie schwachsinnig Feminismus ist, denn wie sollte das konkret ablaufen?), sondern weil sie die Entscheidung treffen, dass jene Tätigkeit, in der man viel Lebenszeit verbringen wird, keine harte Maloche sein soll, und damit eine schlechtere Bezahlung in Kauf genommen wird, denn das bedeutet kein Nachteil dank der Fürsorgebereitschaft des Mannes. So ist die Universität für viele Frauen auch nichts weiter als ein besonders exklusiver, elitärer Partnermarkt: Sie belegt irgendein Laberfach, das nicht die geringste Herausforderung mit sich bringt, zugleich aber die Möglichkeit bietet, sich unter den männlichen Maschinenbaustudenten so einen zu angeln, der mal gut verdienen wird.

Weil sie privilegiert sind, können sie diese Entscheidung – einen wenig lukrativen Job zu wählen – treffen. Keine Frau denkt sich der bei der Berufswahl, dass es dann an ihr sein wird, das finanzielle Haupteinkommen einer Familie zu stemmen. Sie geht ganz selbstverständlich davon aus, dass das schon der Mann erledigen wird. Sie wäre auch gar nicht bereit dazu: Keine ist so selbstlos, ein Leben lang in Übervollzeit malochen zu gehen – vielleicht noch in einer freudlosen, entbehrungsreichen Tätigkeit – und den Löwenanteil des Lebenseinkommen an Mann und Kinder abzugeben. Der Umstand, dass Männer für Frauen sorgen, führt dazu, dass Frauen bei weitem nicht so hart und so viel wie Männer arbeiten müssen, es erleichtert ihnen das Leben im erheblichen Maße. Umgekehrt denkt sich kein Mann: „Und dann, wenn die Kinder kommen, bleibe ich bei ihnen zu Hause und lasse mich von meiner Frau ernähren.“ weil er ganz genau weiß, dass keine bereit wäre, ihm dieses Lebensmodell zu unterhalten. So muss er also auf’s Geld schauen, kann es sich gar nicht leisten, angenehmere aber schlechter bezahlte Berufe zu wählen, oder wie es der Standart formulierte (nicht mehr online): „Frauen suchen Sinn, Männer die Kohle.“

Dass also Frauen in (vermeintlich) schlechter bezahlte Jobs arbeiten, ist Folge nicht eines Nachteils sondern eines Privilegs.

Billy Coen: Das harte Schicksal der Hausfrauen

Ein Kommentar, zu wertvoll um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

„Die Frage des Mental Load ist also eine nach dem subjektiven Belastungsempfinden.“

Volltreffer! Denn die eigene Arbeit ist bekanntlich immer die schwerste; und zum Glück haben in unserem frauenunterdrückenden Patriarchat feministische Frauen die Deutungshoheit darüber, wessen Wahrnehmung die einzig relevante zu sein hat.

Man schaue sich doch nur mal das Comic an. Was da aufgeführt ist, kommt nicht über den Sachverhalt von Alltagspetitessen hinaus. Und das alles findet statt in häuslichem und familiärem Umfeld bei fei einteilbarer Zeit.

Oh mein Gott! Die arme Frau muss sich doch tatsächlich Termine merken, darf das Zahlen von Rechnungen nicht vergessen und ihre Freundinnen, die sich selbst ausgesucht hat, fänden es schön, wenn sie sich ihre Namen und ihre ganzen internen Beziehungsgeflechte merkt. Na wenn das nicht der direkte Weg in den Burnout ist…

Man merkt einfach immer wieder, dass Feministinnen nahezu ausschließlich – bekanntlich mit langer Tradition zurückreichend bis zu den Suffragetten – in gut behüteten Verhältnissen aufgewachsene, unglaublich verwöhnte Prinzesschen sind, die in ihrem ganzen Leben noch nie mit so etwa wie wirklicher Arbeit, schon gar nicht im Sinne von Erwerbsarbeit, konfrontiert worden sind. Wer auch nur einmal in seinem Leben einen Tag im Job hatte, bei dem er zum Beispiel von morgens bis abends von einem Termin zum nächsten marschiert ist, wobei erwartet wird, dass er auf jeden einzelnen davon vorbereitet ist und – Feministinnen werden es kaum glauben können – er auch jede einzelne Person beim Namen und ihrer jeweiligen Funktion kennen sollte, wird sich nur verwundert die Augen reiben können, über das, was diese feministische „Künstlerin“ so alles als be- wenn nicht gar gänzlich überlastend darstellt. Meines Erachtens ist das nur noch nuanciert davon entfernt, morgens nicht mehr aus dem Bett kommen zu können, weil einen bereits die Muskelanstrengung beim Öffnen der Augenlider weit über die eigenen physischen und psychischen Belastungsgrenzen bringt.

Was soll eine Gesellschaft mit solchen Gestalten eigentlich noch anfangen können, die sich – so der sich immer mehr verfestigende Eindruck – schon vom Betreiben ihrer eigenen vegetativen Körperfunktionen vollends ausgelastet fühlen.

Feminstische Argumentationsformen: „Du nimmst nicht am gesellschaftlichen Leben teil!“ oder über die „Hälfte des Himmels“

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Ein häufig genanntes Statement über Hausfrauen ist, sie nähmen nicht Teil. Das ist so dumm, dass ich mich frage, ob Feministinnen nicht einfach nur Agentinnen des Matriarchats sind, die die privilegierte Situation der Frauen aufrecht erhalten wollen. Das deutete bereit Esther Vilar an:

Die langlebigere, entweder gar nicht oder nur zeitweise erwerbstätige und insgesamt trotzdem vermögendere Mehrheit wird einem als Opfer der kurzlebigeren, immer erwerbstätigen und insgesamt trotzdem ärmeren Minderheit präsentiert. Es gibt jedoch wenig Frauen, die über diese Auslegung laut lachen. Die meisten lächeln aus naheliegenden Gründen still in sich hinein.

Das fügt sich nahtlos ein in das Gerede über die „Hälfte des Himmels“, auf welchen Frauen einen Anspruch hätten. Paul Herman-Gruner fragt zurück: „Wie wäre es mit der Hälfte von Kanalarbeit und Müllabfuhr?“

Feminismus war schon immer eine sehr elitäre Angelegenheit; eine Simone de Beauvoir musste eben nicht als Kassiererin arbeiten, sondern ließ sich das Beschäftigen mit ihrem Lieblingsthema vom männlichen Steuerzahler fürstlich entlohnen. Wer davon spricht, sie wolle die Hälfte des Himmels, arbeitet nicht wirklich, sie ist unterwegs in einem „Amüsierberuf“ (Esther Vilar). Hier, zum Beispiel als Professorin oder Redakteurin im vollklimatisierten Büro in Kaffeemaschinenreichweite, verbreitet sie das Märchen vom  Glück der Arbeit – und für sie mag das sogar stimmen.

Eine gut verdienende Hausfrau hat aber alle Möglichkeiten am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, wenn sie denn möchte. Sie kann sich im Elternbeirat einbringen, an der Tafel Lebensmittel verteilen oder sich anders ehrenamtlich betätigen, sich politische engagieren, einem Verein beitreten, Theater, Museen oder Kinos besuchen etc., alles kein Problem. Dass umgekehrt gewöhnliche Arbeit „Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ sei, ist einfach so unglaublich dumm, dass ich mir wirklich wundere, dass sowas verbreitet werden kann. Ich habe mal bei meinem Freitagseinkauf die Kassiererin gefragt, ob sie „Morgen“ – also am Samstag – arbeiten müsse, ihre Antwort: „Ja,  leider“ Eben: Leider! Man freut sich nicht auf die Arbeit sondern auf Wochenende und Urlaub; der Montag ist der unbeliebteste Tag der Woche, da man an ihm eine ganze Woche Arbeit vor sich hat; in Arbeitslagern lässt man Menschen arbeiten, um sie zu bestrafen und derjenige, der nicht arbeitet steht unter Verdacht, er mache es sich in der „sozialen Hängematte“ bequem – Arbeit ist eben kein Vergnügen sondern mit Leid und Mühsal verbunden. Das Märchen vom Glück der Arbeit ist im Feminismus die zugleich dümmste Lüge wie auch die am weitesten verbreitete. All die arbeitenden Menschen würden auf eine solche „Teilhabe am Leben“ sofort verzichten, wenn sie den Lottojackpock knackten. Und was genau ist eigentlich die „Teilhabe“ eines Vollzeit arbeitenden Brummifahrers?

Und selbst wenn die Maloche nicht allzu schlauchend ist: Warum sollte ein Leben unter Chef, Kollegen und Mitarbeiten besser sein als eins in der Familie? Birgit Kelle:

„Warum sollte man sich von den Menschen „befreien“, die einem die liebsten sind, die man umsich haben will, die man lieben und behüten will […] „Befreiung“ mündet in Verlust von Liebe und Beziehung, die bindet sind, einnehmend, fesselnd, verbindend […] „Teilhabe“ beginnt erst, wenn ich mich von meiner Familie verabschiede, mein Kind aus den Händen gebe, in die Erwerbswelt eintauche und den häuslichen Kosmos verlasse. ‚Du bist zuhause? Dann nimmst Du nicht teil!’“

Diese Sicht auf die Arbeit als angebliche „Befreiung“ der Frau, ist – und genau hier sollten Linke aufmerken – zu 100% kompatibel mit der neoliberalen Ideologie und Strategie zur Ausbeutung des „Humankapitals“. Es sollte darum gehen, Männer daraus zu befreien als Frauen unter dasselbe Joch zu pressen.

Ockhams Rasiermesser in der Geschlechterdebatte

Ockhams Rasiermesser benennt ein Prinzip, wonach gilt, dass von mehreren hinreichenden möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen ist.

Der Umstand, dass Frauen in Führungspositionen seltener vertreten sind und weniger verdienen, lässt sich mit Ockhams Rasiermesser auf einen Nenner bringen:

Frauen sind benachteiligt.

Es lässt sich aber eine andere, konkurrierende Formel finden, nämlich:

Frauen wollen nicht.

Beide Formeln bestehen aus drei Wörtern und beschreiben einen einfachen Sachverhalt, womit dem Ockhamschen Prinzip genüge getan ist. Welche liegt nun richtig?

Um das zu klären, lohnt sich der Blick auf andere Sachverhalte, nämlich:

  • dass Männer die meisten Selbstmörder stellen
  • sowie die meisten Obdachlosen
  • die meisten (tödlich) Verunglückten im Berufsleben
  • als Jungen in der Schule zurückbleiben
  • als Väter von den Müttern entsorgt werden können
  • als Opfer häuslicher oder sexueller Gewalt mehr auf sich allein gestellt sind, weniger Hilfe erhalten
  • generell die geringere Lebenserwartung haben

Gäbe es eine gesamtgesellschaftlich wirkende strukturelle Gewalt gegen Frauen – wie von Feministen behauptet – dann wären Frauen von all diesen niederschmetternden, von totaler Machtlosigkeit geprägten Verhältnissen öfter betroffen, genau wie sie in Chefpositionen weniger vertreten sind. Das würde Sinn ergeben.

Der Feminist wird hier natürlich sofort einwenden, dass Jungen, Männer und Väter daran „selbst schuld“ seien. Frauen seien einfach zäher, stärker und fähiger im Überlebenskampf. Wenn es aber so wäre, dann wären Frauen auch in Führungspositionen öfter vertreten. Nehmen wir die großen Internetkonzerne: Amazon, Google, Twitter, Facebook etc. – alle von Männern gegründet. Wenn bei Frauen sowohl der Willen als auch das Potential dazu vorhanden wären, sie hätten selbst Unternehmen gegründet und zur Weltspitze geführt, so dass Männer neidisch vor den Toren ständen und Einlass per Männerquoten verlangten. Tatsächlich ist es kein Widerspruch, dass Frauen gesamtgesellschaftlich bevorzugt sind, und dennoch in Chefpositionen seltener vertreten.

Denn Arbeit bedeutet nur selten „Karriere und Selbstverwirklichung“, wovon Feministen in Amüsierberufen ständig faseln sondern Entbehrung, Mühsal und Leid, übrigens auch im vermeintlichen „Himmel“, von dem Feministinnen die „Hälfte“ wollen, den Chefpositionen. Da sich Frauen tendenziell häufiger über das Ernährermodell der Maloche entziehen können, tun sie es auch. Frauen – was Feministen selbst einräumen – legen mehr Wert auf die sogenannte „Work-Life-Balance“, das heißt, sie sind weit weniger als Männer bereit, ihr ganzes Leben einem Konzern zu opfern, was aber eine Führungsposition mit sich bringt, ergo: Sie wollen nicht – ganz einfach.

Brummi-Fahrer

Man nehme systemrelevante Berufe, die von Frauen dominiert werden, blende die männlich dominierten aus und folgere: Die Frauen rocken den Laden. Mir jedenfalls ist es unverständlich, wie hirnverbrannt, wie korrumpiert, wie ideologisch verblendet man sein muss, um so essentielle Berufe wie Technik (Strom!) oder Güterverkehr auszublenden.

Die Situation für LKW-Fahrer, deren Beruf sowieso schon einer der härtesten ist, ist katastrophal, sie haben Probleme, sanitäre Einrichtungen wie Duschen und Toiletten zu nutzen. Diese werden auf den Rasthöfen nicht mehr gereinigt, was als nichts anderes als ein Missmanagement im Katastrophenfall zu werten ist, denn – von der psychischen Belastung mal abgesehen – damit wird das Ansteckungsrisiko erhöht – wenn aber die LKW-Fahrer untergehen, dann geht das ganze Land unter – dann ist die Lebensmittelversorgung entgegen den Verlautbarungen der Ministerin nicht mehr sichergestellt. Dieses Missmanagement – das sich selbst überlassen in der Krise – geht auch auf jene Medien zurück, die allein Frauenberufe für wichtig halten. Eine konstante Berichterstattung über die skandalöse Situation, in der sich die Fernfahrer befinden, würde vielleicht die Exekutive dazu motivieren, angemessene Bedingungen für die Brummie-Fahrer aufrecht zu erhalten, sie würde vielleicht unter Handlungszwang geraten.

Das Erste lässt sich hier ansprechen, das Zweite hier. Bitte bleib höflich. Dies hier ist nur ein kleiner Blog mit geringen Zugriffszahlen, weshalb es darauf ankommt, dass Du – JA! DU! – eine kleine Mail schreibst, um vielleicht bis zu den Verantwortlichen durchzudringen. Ich mach‘ das auch, es kostet nur ein paar Minuten.

[Nachtrag] Eine Kopie deiner Mail kannst Du auch noch an

zuschauerservice@prosieben.de

senden.

RTL ist kompliziert, Schrott genau genommen, aber vielleicht sendest Du deine Anregungen an diese Adresse:

webmaster@rtlinteractive.de

Männer richten die Welt zugrunde. Frauen sitzen zu Hause vor dem Fernseher.

Derzeit kommt es im guten alten, deutschen Patriarchat zu Störungen. Es läuft nicht mehr richtig rund. So kommt es zum Beispiel zu Medikamentenengpässen und das ist so richtig übel. Auf Medikamente angewiesen zu sein, und dann keine mehr zu erhalten ist eine fiese Sache. Schuld sind natürlich Männer, denn Männer halten die ganze Welt am Laufen, und wenn es stottert, dann stehen selbstverständlich sie in der Verantwortung.

Halt! „Halten die Welt am Laufen“?!

Was für eine zynische Verkehrung der tatsächlichen Verhältnisse. Männer richten die Welt zu Grunde! Medikamente beispielsweise werden mit grausamen Männer- und Tierversuchen erforscht. Und nicht nur das: Wo immer die Männer am schaffen sind, steuern sie zielsicher auf die Katastrophe zu: Klima, Umweltverschmutzung, Atom-GAUs, Kriege, Orangenhaut etc. pp..

Hin und wieder versuchen Feministen nachzuweisen, dass Frauen nicht ganz so unschuldig sind, wie man meinen könnte. Dann werden unter großen Mühen irgendwelche Frauen gesucht, die sich genauso wie Männer schuldig gemacht haben. Aber davon sollte man sich nicht ablenken lassen: Der Erfinder der Atombombe war ein Mann.

Genau so einer, der zum Beispiel unter Tage Kohle schürft und damit direkt verantwortlich ist für den Klimawandel. Er muss das ja nicht tun, er könnte stattdessen bei Green Peace anheuern. So könnte er seiner Familie, ganz besonders den Kindern, auch den Lebensunterhalt sichern.

Wer hingegen Zwängen ausgesetzt ist, ist seine Frau. Sie ist schlicht genötigt, all die planetenzerstörenden Übel von Milchprodukten über Strom bis Heizung und SUVs zu nutzen. Würde sie alles boykottieren, was üble Männer in ihren Teufelsküchen zusammenbrauen, sie müsste in einer Höhle leben. Ohne Tür. Man kann einfach nicht von einer Frau verlangen, dass sie auf Kosmetika verzichtet, die mit Vorhäuten genitalverstümmelter Säuglinge produziert wurden.

Das heißt: Frauen müssen an die Macht. Man nehme die BILD. Seitdem bei ihr eine Frau die oberste Chefin ist, hat sie sich von einem menschenverachtenden Hetzblatt zu einem leuchtenden Vorbild für alle Humanisten gewandelt.

Die maskulistische Revolution

Nach 100.000 Jahren Matriarchat ist nun die Zeit gekommen, diese Tyrannei zu stürzen und ein Patriarchat zu errichten, in welchem die Frauen ihre alten Schulden abzuarbeiten haben. Das heißt, Frauen gehen ihr Leben lang malochen und geben die Kinder und das Geld, welches sie verdienen, dem Vater.

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Nach der Revolution Frauensache

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In der neuen, besseren, gerechteren Gesellschaft werden die Frauen die harten, schmutzigen, schlauchenden Arbeiten übernehmen, etwa als Müllfrauen, Kanalarbeiterinnen oder Gerüstebauer. Auch viele Chefposten  – mit Plackerei verbunden – werden von Frauen besetzt sein, das macht aber nichts, denn diese Frauen werden einer Gehirnwäsche unterzogen, schon als Kinder durch den Vater, so dass sie ihre Macht als Männerdiener nutzen, sich als Verbündete der Männer begreifen, denen geholfen werden muss, da sie es ja so schwer haben in einer von fiesen, toxischen Frauen beherrschten Welt. So wird sie bspw. als Frau an der Macht Gesetze verabschieden, die Beschneidung von Jungen verbieten aber von Mädchen erlauben. Oder Gesetze, die unwillkommenes Verhalten von Frauen gegenüber Männern verfolgen und deren Karriereende bedeutet sowie Verlust jeglicher Reputation. Wenn eine Frau bei der Arbeit stirbt, wird das kein Thema sein. Fühlt sich aber ein Mann durch eine Frau belästigt wird das breit diskutiert und Anti-Belästigungs-Gesetze werden verabschiedet.

Die Kinder werden von den Vätern großgezogen. Den Mädchen bleut man ein, das sie ihr Leben der Gesellschaft, also den Männern und ihren Kindern zu opfern haben. Das heißt, sie arbeitet ihr Leben lang und stellt damit den Vater von der Arbeit frei. Sollte es zur Trennung kommen, muss die Mutter dennoch weiterzahlen und malochen, selbst wenn sie erleben muss, dass ihre Kinder zum Hass gegen sie erzogen werden.

Allgemein werden Männer als bessere Menschen gelten. Frauen hingegen werden als toxisch angegriffen. Da Frauen im Patriarchat – welches aber nur „Matriarchat“ genannt wird, in welchem alles zu Gunsten der Frau ausgerichtet sei – größeren Belastungen ausgesetzt sind und weniger Hilfe erhalten, weil sie grundsätzlich weniger Empathie genießen, stellen sie auch die Mehrheit und den Drogenkranken, Selbstmördern und Obdachlosen. Dies wird aber so ausgelegt werden, dass Frauen aufgrund ihrer Toxizität selbst schuld daran seien, sie müssten nur diese schädlichen Charaktereigenschaften ablegen.

Männer dürfen nahezu beliebig ihre Frauen misshandeln, die allgemeine Propaganda aber verbreitet das Bild von der brutalen Frau, unter der Männer und Kinder zu leiden haben und gegen die vorgegangen werden muss. Auch werden Frauen gezwungen, im Kriegsfall ihr Leben und Unversehrtheit zu opfern, was man aber in der Propaganda so auslegen wird, dass sie kriegsgeil wären, und deshalb Kriege führen würden, obwohl sie geführt werden.

Diese Patriarchat, Pardon: „Matriarchat“ wird das Paradies. Zwar nicht für Frauen, aber die haben ja auch eine jahrtausendealte Schuld abzutragen.