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Vaterschaft und Mutterschaft

Trennungsväter haben anders als Trennungsmütter enorme Schwierigkeiten, ein Leben in einer Familie mit Kindern führen zu können. Während bei ihm hinten und vorne die Kohle nicht reicht, um eine neues Kind und eine dazugehörige Mutter ernähren zu können, behält die Trennungsmutter ihre Kinder und kann zudem noch neue bekommen.

Denn es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Vaterschaft und Muttersein. Der Vater zahlt, die Mutter kassiert. Ein Vater muss die Familie ernähren, er muss arbeiten gehen und das Geld verdienen, von dem die Familie lebt, es ist – neben weiteren – ein gigantischer Geldstrom, der vom Vater, dem Mann, zur Mutter, der Frau, fließt. Vor der Trennung hat dieser Geldstrom keinen Namen, er ist ein unsichtbares Privileg, nach der Trennung heißt er Unterhalt.

Wenn ein Mann Vater wird, wird er zur Verantwortung gezogen, egal ober er das wollte oder nicht, weil z.B. seine Sexpartnerin heimlich die Pille abgesetzt hat. Er wird verpflichtet, er ist es, der Unterhalt zahlen muss. Dabei erwirbt er aber nicht das Recht, seinen Kindern auch ein vollwertiger Vater sein zu können. Er hat nicht das vom Willen der Mutter unabhängige und garantierte Recht, von seinen Kindern geliebt zu werden und sie wiederum zu lieben, ein Unrecht, das noch verschärft werden soll. Und Väter lieben ihre Kinder, sonst würde das ganze System der Unterhaltssklaverei nicht funktionieren. Denn auch dann noch, wenn Väter ihre Kinder nicht mehr sehen, lieben sie ihre Kinder weshalb sie das dreckige Spiel mitspielen und Unterhalt zahlen – Männer, die ihre Kinder abtreiben –Keine Vatergefühle -, und Unterhalt prellen, sind selten – und das ist normalerweise auch der Grund, warum man so eine brutale Knechtschaft über Väter ausüben kann: Sie haben Vatergefühle. Wenn die Vatergefühle auf männlicher Seite verschwinden, schwindet auch der Wohlstand der Gesellschaft. Trennungsväter, die nicht zahlen, sind in der Regel pleite wie selbst die ARD nach einer Diffamierungskampagne zugeben musste.

Anders Mutterschaft. Sie bekommt ihre Kinder, sie sind ihr Eigentum, kann darüber verfügen. Neben diesem Vorrecht erwirbt sie umfassende Ansprüche gegenüber Vater und Gesellschaft. Es wird für sie gesorgt, es wird für sie gezahlt. Fällt der individuelle Vater wegen einer ruinösen Scheidung aus, springt der kollektive Vater, der Staat, ein. Da die Mutter ihren Lebensentwurf nicht selbst zu zahlen hat, nicht selbst erarbeiten muss, sondern sich finanzieren lässt, ist Mutterwerden eine ganz besonders privilegierte Form der Karriere. Ein, Nein: Das Privileg, was aber als Nachteil gedeutet wird; ihr Vorteil wird ihr zum Nachteil, sein Nachteil wird als sein Vorteil ausgelegt, was auch notwendig ist, da sie sonst in Erklärungsnot geraten würde. So wird angenommen, dass zum Beispiel Teenagerschwangerschaften auf Unfälle zurückgingen, während es sich tatsächlich so verhält, dass die junge Frau damit nur einem Leben in echter Arbeit ausweicht. Sie trifft die Entscheidung, sich schwängern zu lassen und lässt sich dann diesen ihren Lebensplan von anderen finanzieren, mit Hilfe der Gesellschaft, zu Lasten konkreter oder kollektiver Männer.

Mütter nehmen, Väter geben.

Links, Rechts, Masku

Als linker Maskulist sitzt man zwischen allen Stühlen, konkret als ein solcher, der zu zwei grundlegenden Erkenntnissen gelangt ist:

1. Arbeit bedeutet Leiden

2. Männer müssen mehr arbeiten

Wenn man dies an die Rechten heranträgt, stößt man auf Ablehnung. Denn Rechte wollen ja die traditionellen Geschlechterrollen: Die Frau muss beschützt werden und der Mann muss auf’s Schlachtfeld, das ist seine Bestimmung. Wenn ich zu denen gehe, werfen die mir eher Wehr- und Arbeitsmoralzersetzung vor; dass ich Männern Flausen ins Ohre setze, die sie vom Dienst für das Vaterland abhält (welches demnach aber ein Mutterland ist). Ich gehe in ein paar Punkten konform mit Rechten, aber hier hört es auf. Der Slogan, der bei Linken und bei Feministen entlarvend wirkt: „Mann ins Werk, Frau an den Herd“, findet bei Rechten Zustimmung, sie sehen darin kein Problem, denn sie sehen die Frau, und erst recht nicht den Mann, als geschlechtlich unterdrückt an, Geschlechterrollen werden begrüßt, traditionelle.

Und bei den Linken stößt man auf Ablehnung, da sie die feministische Ideologie gefressen haben, wonach die Frau unterdrückt wäre, weshalb sie seltener in außerhäuslicher Arbeit zu sehen ist. Die glauben das wirklich, sie sind nicht in der Lage zu erkennen, unfähig zu merken, dass die Frau im Gegensatz zum Mann die Wahl hat. Sie kann sich für oder gegen ein Leben in außerhäuslicher Arbeit entscheiden. Die meisten entscheiden sich zu einer bequemen Tätigkeit in Teilzeit, und wenn die Quote noch zu einem richtig guten Job führt, dann nimmt sie das auch noch gerne mit.

Die Linke ist dabei absolut hirngefickter als die Rechten. Das Weltbild letzterer ist kongruent. Aber der Linken? Der ganze linke Kampf dreht sich darum: Wer mach die Arbeit? Macht man sie freiwillig, oder wird man gezwungen? Was hat er davon? Wer profitiert eigentlich von der Arbeit der Arbeiter und kann man das akzeptieren? Bei Betrachtung des Geschlechterverhältnis zu diesen Fragen setzt der Hirnfraß ein.

Dass die Frau von der Arbeit des Mannes profitiert, bis dahin, dass sie vielleicht ihr ganzes Leben lang nicht arbeiten muss, wird nicht gesehen. Das ist das Privileg des Millionärs: Nicht arbeiten müssen, aber dennoch auf hohem sozialen Niveau leben. Im Gegensatz zu einem Hartzer. Der Mann hingegen hat nicht die Wahl zwischen Nur-Haushalt, Teil- oder Vollzeitarbeit. Der ist entweder Vollzeit beschäftigt, Millionär oder bitter arm, und letzteres ist für um ein vielfaches übler als für eine Frau, da sich dann keine mit ihm abgeben will, was heißt, dass er einsamer ist, und auch stärker von Obdachlosigkeit bedroht, da ihm jener zusätzliche Faden im sozialen Netz fehlt, über den Frauen verfügen, nämlich die Bereitschaft der Männer, für Frauen zu sorgen.

Und Frauen sehen das genauso (auch wenn sie’s nicht offen zugeben): Sie sind das Herrinnengeschlecht, der Mann hat ihr zu dienen. Zum Beispiel:

Einen Sündenfall der besonderen Art finden wir in dem Buch „Das Verdienst der Frauen. Warum Frauen würdiger und vollkommener sind als Männer“ von Modesta Fonte. Der Ton kommt uns inzwischen bekannt vor. …. Das Buch stammt aus dem Jahre 1600…. Das Buch wurde jüngst in einem angesehenen Verlag neu aufgelegt. In einer Besprechung wird es als »feinsinnig« gelobt. Es gewähre uns, so heißt es da, den Blick auf eine »lange Tradition weiblicher Gelehrsamkeit«. ……Männer werden einfach ausgegrenzt. … Modesta Fonte fragte sich: »Könnten wir uns die Männer denn nicht vom Hals schaffen (…) und dieser Last ein für alle Mal ein Ende bereiten? Könnten wir nicht ohne sie leben?«

Möglicherweise.Die Frauen hatten Sklaven, von denen sie sich bedienen ließen. Auch Männer hatten sie bisher als Sklaven angesehen. … »Denn sieht man nicht deutlich, dass es ihre Aufgabe ist, für die Arbeit das Haus zu verlassen und sich abzumühen, um das Geld heranzuschaffen, als wären sie Verwalter, nur damit wir in dem Haus bleiben, unser Leben genießen und wie Hausherrinnen befehlen können. Nur deshalb sind sie von Natur aus robuster und stärker als wir, damit sie die Mühen in unseren Diensten ertragen können.«

So denken viele Frauen: Die Biologie hat sie als Lebensspenderinnen, als Herrinnen vorgesehen und die Männer als ihre Diener. Es sind Nazis. Nur schweigen sie wohlweislich darüber, dazu merkte schon Vilar an:

Die langlebigere, entweder gar nicht oder nur zeitweise erwerbstätige und insgesamt trotzdem vermögendere Mehrheit wird einem als Opfer der kurzlebigeren, immer erwerbstätigen und insgesamt trotzdem ärmeren Minderheit präsentiert. Es gibt jedoch wenig Frauen, die über diese Auslegung laut lachen. Die meisten lächeln aus naheliegenden Gründen still in sich hinein.

Die Frauen, die damals Esther Vilar überfallen und zusammengeschlagen haben, das waren keine Feministinnen, denke ich. Das waren stinknormale Frauen, die ihr parasitäres Geschäfts- und Lebensmodell dadurch gefährdet sahen, dass eine Geschlechtsgenossin dieses schmutzige Spiel nicht mitmachte und den Männern sagte: „Hier, ich und meine Schwestern sind absolut nicht unterdrückt, uns geht es viel besser als euch und eure Mütter haben euch Lügen eingeflößt!“

Vilar hat eine Alternative zur Ausbeutung vorgelegt, die eigentlich von Linken ganz selbstverständlich angestrebt und unterstützt werden müsste. Stattdessen wird eine ganz andere Strategie gefahren, eine, wie sie von der Frauenfeindin Simone de Beauvoir vorgelegt wurde:

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.«

Sie will den Frauen eine Option nehmen, sie will sie in die Maloche nötigen wegen eines Minderwertigkeitskomplexes. Das macht aus ihr eine Frauenfeindin. Und die Linken? Sie wollen die Frau unter das Joch der Maloche zwingen und nennen das Frauenbefreiung. So eine Linke sieht die Obrigkeit gerne.

Frauen kaufen pink

Es wird vielfach beklagt, dass pinke, auf Frauen zugeschnittene Produkte teurer sind, obwohl sie sich zu Männerprodukten lediglich in der Farbe unterscheiden.

Das große Rätsel: Warum lassen Frauen das mit sich machen?

Denn wenn die Lohnlüge zutreffen sollte, wie die Lüge, Armut wäre weiblich, dann müssten Frauen sehr viel mehr auf’s Geld schauen, jeden Pfennig zwei- und dreimal umdrehen. Das tun sie nicht.

Weil sie nicht das Geld ausgeben, das sie selbst erarbeitet haben. Frauen, Hausfrauen, erarbeiten weniger Geld, treffen aber 80% der Kaufentscheidungen. Wenn ich als Kind einen kleinen Job annehme, um mir ein Spielzeug leisten zu können, dann ist es mir mehr wert, als wenn mir meine Eltern einfach auf die Frage hin das Geld geben. Derselbe Mechanismus: Frauen geben das Geld anderer aus, also sitzt es bei ihnen lockerer.

Und weiter: Entgegen der feministischen Propaganda identifizieren sich Frauen gerne als Frauen und damit bevorzugen sie jene Produkte, die durch Farben und sonstiges Design weiblich codiert sind.

Rosa: Die Farbe von Herrschaft und Ausbeutung.

Traumjob Prinzessin

Äh, nein. Einfach nur nein. Prinzessin ist der absolute Traumjob. Man ist wunderschön. Man wird geliebt und verehrt. Man ist reich. Man hat keine ernsten Sorgen. Man gehört zum Adel. Man wird mal einen Prinzen heiraten. Man muss nicht arbeiten.

Warum also feinden nicht nur die Stinker von „pink stinks“ Mädchen an, die gerne Prinzessin spielen?: „Du stinkst!“ Warum wollen sie Frauen ihr Glück streitig machen? Denn oh ja: Die Frauen werden unglücklicher mit der um sich greifenden Wucherung des Feminismus‘, denn mehr und mehr Frauen ereilt das alte Schicksal der Männer: Sie müssen arbeiten. Also richtig jetzt und nicht nur in der Familie sein, was als „Arbeit“ gewertet wird.

Weil sie einen schweren Minderwertigkeitskomplex pflegen. Der Mann steht nämlich entgegen der Propaganda ganz gut da. Ach was: Neben diesem Weltenbauer und Sternenfahrer verblasst das weibliche Geschlecht, das höchstens mal Huckepack mitdarf. Und da für Feministen die weibliche Würde erst dann hergestellt ist, wenn die Frau dasselbe leisten wie der Mann, muss man Männer schon als Jungen sabotieren und Frauen zur Maloche zwingen:

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.«

Die Prinzessin leistet zu wenig, erfindet zu wenig, bedeckt sich mit zu wenig Ruhm indem sie gegen den Drachen kämpft, um im Märchenbild zu bleiben. Der Prinz kämpft gegen den Drachen – und das soll in Zukunft die Frau selber machen. Also jetzt nicht in echt. Bestrebungen Frauen dorthin zu bringen, wo es wirklich gefährlich ist, gibt es nicht. Männer bleiben unter sich, wo es schmutzig und hart zugeht, wo man aufgerieben wird. Frauen putzen die Klos, Männer die Kanäle, aber dafür ist neuerdings deren Chef eine Frau.

Also in echt jetzt kämpfen Frauen nicht gegen den Drachen. Aber es gibt ja auch noch die Sagenwelt, die Mythen und die phantasievollen Erzählungen. Es gibt Hollywood. Da rettet dann die Prinzessin den Prinzen und kämpft selbst gegen den Drachen. Sie posen also nur in woken Gutenachtgeschichten und vor der Kamera. In echt setzen sie sich nicht der Gefahr aus, schwere Verbrennungen zu erleiden. In der Wirklichkeit sieht das dann so aus, dass sie als Quotenoffizierin auf der Landkarte den Ort markiert, wo dann Männer, und nur Männer, ihre Unversehrtheit riskieren. Das ist Gerechtigkeit im Matriarchat, in dem die Frau aber kaum mehr ist als ein elender Kretin.

Ihr Zuverdienst als sein Problem

In irgendeiner Folge der Sitcom „Dharma und Greg“ bin ich auf ein interessantes Narrativ gestoßen.

Und zwar nahm sie einen Job an und verdiente so etwas dazu. Ihr Mann – Greg – aber bestand dann auf folgendes:

„Was ich verdiene, gehört uns beiden, was Du verdienst gehört dir“

Das war für die emanzipierte Dharma untragbar, sie wollte, dass ihr Einkommen genauso zum Familieneinkommen gehörte, was zu einem Ehezwist führte. Damit wird ihr Privileg, nicht arbeiten zu müssen und die Leistungen des Ehemannes ins Anspruch zu nehmen, so chiffriert, dass es von ihm so eingefordert wird – fehlt nur noch, dass er ihr verbietet, zu malochen sich selbst zu verwirklichen. Er nimmt eine Bürde auf sich, aber er will es ja genauso! Wer sprach noch mal vom „dressierten Mann”?

Und weiter: Das ist ein überaus schlauer Trick feministischer Propaganda: Arbeit als Privileg zu werten. Dadurch wird der Mann, der im Leben gar keine andere Wahl hat als zu Malochen; keine andere Wahl, als das „Privileg“ wahrnehmen zu müssen, vom ausgebeuteten Sklaven zum Privilegienhengst erhoben, der sich in diesem zu seinem vermeintlichen Gunsten getürkten Spiel das beste rausgeholt hat, wie alle Männer schon vor ihm seit 10.000 Jahren „Patriarchat“.

Indem der Benachteiligte als privilegiert dargestellt wird, kommt er gar nicht erst auf die Idee, dass er der Verlierer ist in diesem miesen kleinen Spiel. Und somit kommt der dressierte Mann auch nicht auf den Gedanken, mal etwas grundlegendes zu ändern an einem Geschlechterverhältnis, in dem in Wirklichkeit sie mit gezinkten Karten spielt. Denn wenn das traditionelle Modell auch nur annähernd so schlimm wäre wie es beklagt und bejammert wird, spätesten mit dem allgemeinen Wahlrecht, als erstmals alle Männer und Frauen wählen durften, wäre das Hausfrauenmodell Geschichte gewesen, weil Frauen damit auf einem Schlag die Mehrheit der Wahlberechtigten stellten.

Es ist ein genialer Trick zu beklagen, dass Frauen nicht ohne Erlaubnis ihrer Männer arbeiten gehen durften (was übrigens nicht stimmt. Wenn das ein Mann wollte, musste er vor Gericht beweisen, dass seine Frau über ihre Arbeit ihre ehelichen Pflichten vernachlässigte (siehe auch). Ja, es gab Zeiten, da hatten Frauen Pflichten). Eine Klage, die den Vorteil des Millionärs – nicht arbeiten zu müssen – in einen Nachteil umdeutet. Brillant! Aber die Frage ist nicht, ob die Frau ohne Erlaubnis des Mannes nicht arbeiten gehen darf, die eigentliche Frage ist eine ganz ganz andere.

Weiterlesen: Wenn sich Männer emanzipieren.

Nils Pickert ist ein Genie!

Über Nils Pickert, der sich für was besseres hält – Männer sind so schlecht, er ist so gut -, schrieb ich bereits:

Der Hausmann Pickert verwirklicht sich selbst – indem er die Frauenrolle übernimmt (via). Er kocht gerne, kümmert sich um die Kinder und interessiert sich leidenschaftlich für Farben. Kurz: Wenn er eine Frau wäre, wäre er unterdrückt, bzw. wenn sich ein weibliches Geschöpf ganz für typische Frauendinge interessieren würde, für Kücher, Kinder und weiblich codierte Farben, dann würde der Herr Pickert diese Frau oder dieses Mädchen, das sich gerne als Prinzessin verkleidet, massiv angreifen und beschämen: Pink stinks! Du stinkst!

Da stellt sich natürlich die Frage, warum das, was bei Frauen als Unterdrückung und Verdummung gilt, für Männer gut sein soll. Wenn Herr Pickert sich so selbst verwirklichen kann, warum sollte das eine Frau nicht können?

Jetzt bin ich auf PinkStinks, zu denen auch Pickert gehört, auf einen Beitrag gestoßen, in dem es heißt:

Das [rechte Unheil] sieht man auch bei rechtspopulistischen Autorinnen wie Birgit Kelle, die in Interviews Dinge sagt wie: „Wenn ich mich dafür entscheide, als Hausfrau und Mutter glücklich zu werden, dann darf ich das.“

…und ich glaube, erst jetzt verstehe ich ihn. Er ist ein Genie. Frauen sind bekanntlich bevorzugt, da sie ihr Leben nicht mit Kollegen und Chefs zubringen müssen, sondern in der Familie sein dürfen. Die Frage ist, wie macht man Frauen dieses Privileg streitig? Indem man Familenfrauen als rechts niedermacht. Zugleich erfolgt eine schrittweise Aneignung des häuslichen Bereichs. Als nächstes dann werden Mütter zu Unterhaltszahlungen und erhöhter Erwerbsobliegenheit verdonnert. Und wer was dagegen sagt, ist…? Genau: Rechts!

Ich habe mich in Nils Pickert getäuscht, er ist ein Held, der der Weiberherrschaft ein Ende setzt.

Zum Sherry bei Lotti – Wo sind die Männer?

Paul-Hermann Gruner: „Frauen und Kinder zuerst“, Seite 63

Männer sind nicht da. Sie sind irgendwo weg. Aber wo sind sie? Dieses Themas nahmen sich auch viele fortschrittliche Buchverlage an, die in den achtziger Jahren alle miteinander Frauenbücher, Frauenbuchreihen, Frauenpublikationen und Frauin-der-Gesellschaft-Serien auflegten. Eine tolle Zeit. In den Magazinen zu diesen Buchreihen, in Werbebeilagen und Zuführartikeln wurden «Frauenwelten» geschildert. Mitunter sogar, was typischerweise darin fehlt: Männer. Das Werbemagazin des Rowohlt-Verlages stellte 1997 neue Frauenbücher so vor: «Starke Frauen, freche Bücher: Pia Frankenberg, Francine Prose und Milena Moser erzählen mit viel Witz und Scharfsinn Geschichten aus einer exotischen Welt: dem Frauenalltag.» Es geht also exotisch zu. Immerhin. Beispielsweise so: «Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Vormittag, kurz nach 11 Uhr bei Rosa im Supermarkt oder in irgendeinem unterbezahlten Job, nachmittags mit Marion Meierhans strickend am Kinderspielplatz und, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit, auf einen kleinen Sherry bei Lotti. Nur die Männer sind immer gerade ganz woanders.» Die irgendwo senkrecht in der Luft stehen bleibende Frage, wo sie denn nun sind, die Männer, wird im Folgenden leider nicht aufgeklärt. Die geneigte Leserin hat allerdings ausreichend Anlass, blitzschnell zu assoziieren: Männer? Nicht da? Wo sind die wohl: Kneipe, Fitnesscenter, Fußballplatz, Bordell. Wo sonst. Stimmt aber nicht. Die Männer sind, ganz banal, bei der Arbeit. Das kann an jedem Wochentag schlüssig nachgeprüft werden. Nicht etwa nur in den Werkhallen und Büros, nicht etwa nur bei Rosa im Supermarkt, sondern am «Vormittag, kurz nach 11» in jeder beliebigen Fußgängerzone jeder beliebigen Stadt. Machen Sie die Probe aufs Exempel: Laufen Sie achtsam, mit ganz weit geöffneten Augen durch Ihre Stadt, kurz nach elf. Frauen jeden Alters sind unterwegs, Vorschulkinder und die Senioren. Männer im besten Verwendungsalter sind nicht anzutreffen – höchstens als nicht Verwendungsfähige (obdachlos, arbeitslos, invalide) oder als Angestellte, die an und in der Fußgängerzone arbeiten. Die eigentliche Insinuation von «Männer sind immer ganz woanders» ist aber die, dass sich Männer immer irgendwie um was herumdrücken: Nicht da sein, woanders sein, das «würgt» den «Kerlen» so richtig eins rein, aber schließlich ist das konkrete Opferperspektive und außerdem klingt es schließlich auch viel giftiger, als zuzugeben, dass die Männer «bei der Arbeit» sind und gerade die Kohlen hereinholen für Marion Meierhans samt Söhnchen, Töchterchen und Hündchen. Und letztlich auch für den Sherry bei Lotti. Aber es wäre zu ehrlich, zu banal, das so kundzutun. Andersherum wirkt es doch viel knackiger, «frecher», richtiggehend «stark». Und das freut die «starken» Frauen und die wenigen verbliebenen schwachen. Weil sie ja doch die ganze Arbeit machen, wie wir von der Frauenbewegung wissen. Allerdings reicht es noch zu einem Sherry bei Lotti – «egal, wann».

Siehe auch: «Was treiben Männer eigentlich so?»

Staubsauger

Es klingelt, ich gehe zur Tür und öffne sie. Dort steht ein gemütlich wirkender Mann in einem nicht allzu teuren Anzug mit Vollbart und einem kleinen Bauch. Er strahlt mich an und wünscht mir einen schönen Tag und ob ich einen Miele-Staubsauger hätte.

Vertreter. Was ein Scheißjob. Menschen behelligen, weil man ihnen irgendwas verkaufen will, muss, wobei die meisten abweisend reagieren, was einem auf’s Gemüt schlägt.

Ja, ich habe einen. Er bietet mir eine kostenlose Inspektion an. Da sage ich doch nicht Nein. Während er den Sauger fachmännisch zerlegt, merkt er an, dass dieses Modell nicht über einen Allergiefilter verfügen würde wie die neuen Entwicklungen aus dem Hause Miele und die zu wirklich günstigen Konditionen zu haben sind. Ich habe kein Interesse aber lade ihn zu einem Kaffee ein. Er sagt nicht Nein.

Während er am Kaffee nippt wird er zutraulich. Er erzählt mir, wie das bei ihm Zuhause läuft. Sein Lohn ginge auf ein Konto, zu das er aber keine EC-Karte habe. Die habe nur seine Frau, die ihm ein Taschengeld gebe.

Ok. Soll ich dem gemütlich wirkenden Mann, der so freundlich-naiv guckt, einen Vortrag halten? Was für ein gottverdammter Dreck das ist, dass der Mann zu einem Leben in Arbeit gezwungen ist – was kein Privileg ist -, dass er den größten Anteil seines Einkommens an die Familie abgibt, während ihm gleichzeitig überall erzählt wird, er sei es, der in diesem miesen Geschlechtervertrag der große Gewinner wäre, der privilegierte Mann, vielleicht noch Frauenunterdrücker?

Er guckt mich gutmütig an.

Kurze Anmerkung zur Wehrpflicht: „Was passiert, wenn in Deutschland Krieg herrscht? Sollen nur Männer kämpfen?“

Hierzu, der Autor stellt fest, dass hierzulande der – wie man sich allgemein einig ist – Abschaum noch zum Kriegsdienst verpflichtet werden kann und will dann dem Mann ein Strick daraus drehen, dass er männlich ist – also kampftauglich. Nun, Frauen sind gebärtauglich, als lasst uns zur Zwangsschwängerung schreiten, um Deutschland zu retten. Nicht ein, sondern das weibliche Privileg wird dann mal wieder in der gewohnten Manier zum Nachteil umgedeutet, und der lebenslange Zwang zur Maloche zum Privileg, weshalb man dann den Mann noch mal verpflichten kann, so:

Entsprechend bedeutet die Erziehung vom Jungen zum Mann traditionellerweise eine zumindest annähernde Entkopplung von der Empathie mit sich und anderen. Diese wird quasi an die „fürsorgliche“ Frau outgesourced beziehungsweise weitergereicht.

Schon Esther Vilar merkte an, dass Frauen nicht das empathische Geschlecht wären, denn wenn es so wäre, Frauen könnten die Männer nicht so skrupellos ausbeuten. Und die großen Werke der Weltliteratur, die überwiegend von Männern stammen, bevor die Frauenquote zugeschlagen hat, zeigen, dass Männer zu enormer Einfühlsamkeit fähig sind.

Und dass Männer härter zu sich sind – was nicht bedeutet, dass man empathielos ist -, hat ganz viel mit ihrer Ausbeutung zu tun. Ein Mann, der seinen Gefühlen nachgibt funktioniert nicht richtig, sei es für die Arbeit oder auch den Kampf.

Dabei war die sogenannte Care-Arbeit (also das Sich-sorgen um die Familie) schon vorher keinesfalls gleich auf Vater und Mutter verteilt. . Das heißt, Frauen waren mit 4 Stunden und 13 Minuten pro Tag deutlich länger mit Erziehungs- und Haushaltsaufgaben beschäftigt als Männer (2 Stunden und 46 Minuten).

Alle Arbeiten zusammengenommen, arbeiten Männer mehr. Und Frauen wollen es so – weshalb es auch fraglich ist, das Zusammensein mit den eigenen Kindern als „Arbeit“ zu bezeichnen, denn keine kämpft vor Gericht darum, diese lästige „Arbeit“ an den Vater abzugeben. Sie betreiben Selbstverwirklichung, wenn sie sich den Kinder-wunsch, der sehr stark ausgeprägt sein kann, erfüllen. Und ein Vater, der sein Leben lang malochen geht, und den Löwenanteil seines hart erarbeiteten Verdienstes an Frau und Kinder abgibt, leistet einen Dienst nicht für sich, sondern für seine Familie, denn Arbeit ist kein Privileg. Frauen sind nicht bereit, diese undankbare Rolle zu übernehmen – wird er arbeitslos und ist auf einmal sie die Haupternährerin der Familie, was passiert dann? Antwort: Sie lässt sich scheiden, weil sie ganz schnell das Gefühl hat, dass sie die Dumme ist, die von ihrem Mann ausgenutzt wird.

Sei es in Kriegs- oder Friedenszeiten: Der Mann wird von der Frau bis in den Tod ausgebeutet – und dafür wird er noch mit Dreck beworfen. Was ich vor dem Hintergrund von einer Wehrpflicht nur für Männer halte, muss ich wohl nicht mehr ausführen.

Gefangen in der Matrix: „Frauen haben es schwerer im Leben“

Amüsant an diesem Comic finde ich, dass die Wahrnehmung der Mainstreamsicht der Dinge als außergewöhnliche Fähigkeit präsentiert wird, aber zum Thema:

Ein Richter rechtfertigt seinen männerfeindlichen Sexismus folgendermaßen:

“Ich bin in Strafverfahren gegen Frauen immer wieder in Schwierigkeiten geraten und habe mich deshalb jeweils gefragt, welche Strafe würde ich gegen einen Mann bei derselben Anklage verhängen und auf diese Strafe alsdann abzüglich eines ‘Frauenrabatts’ erkannt. Ähnlich scheinen es auch meine Kollegen zu handhaben, wie die eben wiedergegebene rechtssoziologische Untersuchung ergibt. Ein Frauenrabatt ist gerechtfertigt, weil es Frauen im Leben schwerer haben und Strafen deshalb bei ihnen härter wirken.”

Der Eindruck, dass es Frauen schwerer haben in einer Gesellschaft, in der Obdachlosigkeit und Selbstmord männlich sind, ist natürlich auf feministische Propaganda zurückzuführen, wie sie uns jeden Tag um die Ohren gehauen wird. Ein Kakophonie des Jammerns und der Übertreibung weiblicher Wehwechen, die den Mann zuverlässig in eine Matrix einschließen, in welcher er nicht in der Lage ist, sich vorzustellen, wie es sein könnte, ein weibliches Leben zu führen.

Er betrachtet das Leben aus einer allein männlichen Perspektive, und das bedeutet: Arbeit. Innerhalb dieser Strukturen kann er nur hoffen und dahin arbeiten, eine möglichst gute Arbeit ausüben zu dürfen, das ist dann seine „Karriere“; er hat keine Vorstellung davon, dass Hausfrau und Mutterschaft ebenfalls eine Karriere ist, die mit enormen Vorteilen behaftet ist.

Der Karrieremann sieht, dass es in seinem Umfeld wenig Frauen gibt – Karrierefrauen – und führt das gemäß der täglichen Propaganda darauf zurück, dass Frauen diskriminiert wären – dass sie es „schwerer im Leben“ hätten. Der Mann geht davon aus, dass sich  Frauen genauso wie er selbst bemühten, und dann kann es auch der Propaganda nach nur daran liegen, dass sie diskriminiert würden. Diese Propaganda leugnet, dass es Frauen sowohl in der Politik als auch in der Privatwirtschaft leichter haben. Es kommt oft vor, dass man eine Führungsposition mit einer Frau besetzen will, sich aber keine geeignete finden lässt. Die Ursache hierfür liegt an der typischen Frauenkarriere, nämlich sich das Leben von einem Mann unterhalten zu lassen. Diese Karriere dünnt den Pool an Frauen aus, die für eine männliche Karriere zu haben sind. Frauen lassen einen Mann für sich arbeiten, was dazu führt, dass sie weniger arbeiten, was dazu führt, dass sie weniger verdienen und seltener Führungspositionen bekleiden – was dann als Diskriminierung und Unterdrückung verstanden wird.

Die Phantasie der Männer ist überfordert damit, sich zu denken, zu Hause zu bleiben und eine Frau für sich arbeiten zu lassen – und wo sie diesen Gedanken haben verwerfen sie ihn sofort wieder. Das ist die Matrix, in der der Mann eingeschlossen ist. Der Richter sieht seine Frau, die vielleicht ganz Hausfrau ist oder einer entspannten Teilzeittätigkeit nachgeht und denkt sich: „Sie hätte Richterin werden können, aber sie musste ihre Karriere opfern.“ Er ist unfähig zu erkennen, dass sie lediglich eine andere Art von Karriere hingelegt hat – ein Karriere, die mit dem Privileg des Millionärs verbunden ist: Nicht arbeiten zu müssen. Sie hatte schlicht keine Lust, ihr Leben lang Gerichtsakten zu studieren – und dabei ist Richter noch ein wirklich privilegierter Beruf. Vilar wies darauf hin, dass Universitäten für Frauen weniger die Vorbereitung auf’s Berufsleben sind, als vielmehr besonders lukrative Partnermärkte. Sie belegt ein Laberfach, um sich dann den Studenten zu angeln, der in einer harten Disziplin mit Aussicht auf Spitzenverdiensten unterwegs ist.

Solche Männer bewerten ihr ganzes Leben und das Leben anderer nach allein männlichen Kriterien: In einem Beruf so hoch wie möglich aufzusteigen. Und da sie dort oben zu wenig Frauen sehen, folgern sie, die Frau wäre benachteiligt. Dass eine Frau auch sozial abgesichert und angenehm leben kann, ohne zu arbeiten, ist ihr blinder Fleck; sie sehen nicht, dass das ebenfalls eine Form der Karriere ist. Eine Karriere, von der Frauen selbst sagen, dass es sich bei ihr um Parasitentum handelt – zumindest dann, wenn ein Mann, ein Hausmann, genau das macht, was bei einer Frau als Ausweis ihrer Unterdrückung gesehen wird (dazu ein andern mal mehr).