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Wenn ein Regierungsvertreter das Vorwort zu Orwells „1984“ schreibt…

George Orwell legte in seiner Dystopie „1984“ die Risszeichnung eines totalitären Staates vor, der die absolute Herrschaft ausübt, die Menschen nicht nur bis in die Privatsphäre sondern sogar bis in die intimsten Meinungen und Überzeugungen hinein kontrolliert – wer abweichende Gedanken pflegt, macht sich eines „Gedankenverbrechens“ schuldig und wird mit Folter einer Gehirnwäsche unterzogen, um wieder den richtigen Überzeugungen anzuhängen. Das richtige Denken wird auch durch umfassende Kontrolle über die Sprache – Neusprech – betrieben, denn wo man Kritik nicht mehr in Worte fassen kann, kann man sie auch nicht denken. In diesem System gibt es keine Liebe zwischen Mann und Frau wie auch keine tiefen Freundschaften zwischen den Menschen, denn die ganze Liebe hat dem System, dem Staat zu gelten. Man ist ständiger Propaganda ausgesetzt über einen äußeren Feind, gegen den man Krieg führt und der ein Monster ist, der eine angebliche tödliche Bedrohung darstellt, denn durch diesen wird man von den Problemen im Inland abgelenkt, bzw. alle Probleme wie Nahrungsmittelknappheit werden durch diesen Feind verursacht.

Und jetzt hat Robert Habeck (Grüne) das Vorwort zur neuen Ausgabe von „1984“ geschrieben (via), welches passenderweise in „zeitgemäßer Sprache“, also in Neusprech herausgegeben wird. Habeck sieht die Gefahr eines totalitären Staates nicht von oben – also wo er selbst hockt – kommen, sondern von unten, wo bockige Untertanen staatliche Wahrheiten von sich weisen und gegen zerstörerische Politik auf die Straße gehen.

Dabei sind die Grünen eine Partei, deren Mitglieder sich selbst als klug, gebildet, also woke, wahrnehmen. Grüne, die sich als Elite verstehen, die den dummen Menschen erklären müssen, was das richtige ist, und was das falsche; die meinen, man müsste den Bürger erziehen:

Zweitens: diesem Milieu, und insbesondere seiner nachfolgenden Generation, ist es todernst damit, dass der womöglich größere Teil des Volks ein Pöbel ist, den man aus demokratischen Entscheidungen besser draußen hält. Die Grünen und ihre Anhänger verkörpern damit ein elitistisches und expertokratisches Demokratieverständnis, das direkt aus einem konservativen und ordoliberalen Intellektuellenzirkel der Adenauerzeit stammen könnte – zum Kreis der verständigen Bürger wird nur gezählt, wer jenem bildungsbürgerlichen Milieu angehört, aus dem sie selbst stammen. Alle anderen sind »Populisten«. Wer sich gefragt haben sollte, auf welcher Grundlage Schwarz-Grün als politische Konstellation funktionieren könnte, findet hier den gemeinsamen Nenner: auf der Grundlage einer autoritären, elitären Verachtung des demokratischen Souveräns als Hindernis für eine beanspruchte höhere Vernunft, die in Wahrheit eine Glaubenslehre darstellt: was den einen der Glaube an die Unfehlbarkeit unregulierter Märkte, ist den anderen der Glaube an die Unfehlbarkeit des Klima-Aktivismus.

Zum Beispiel mit Neusprech. Denn überall kommt einem das Gendersprech entgegen, welches ausdrücklich dem Zweck dienen soll, die Gedanken zu kontrollieren, das richtige Denken zu erzwingen, um so „Marginalisierte sichtbar“ zu machen, die „mitgedacht“ werden sollen, womit in jedem Kontext – wo Geschlecht einfach irrelevant ist – die korrekte Politik beständig in den Vordergrund gerückt wird, und es so keinen unpolitischen Raum mehr gibt, was eines der Merkmale totalitärer Herrschaft ist.

Oder der mit Zwangsgebühren Demokratieabgaben finanzierte ÖRR, der seinen Verpflichtungen als neutral und unabhängig nicht im geringsten nachkommt und schon mal ganze Neusprech-Framing-Anleitungen in Auftrag gibt, um den Bürger mit den richtig geframten Begriffen einzubläuen, dass er der Gute ist und die Wahrheit verkündet; wo z.B. aus einem Migranten ein „Einwohnender ohne deutsche Staatsbürgerschaft“ wird.

Oder zum Beispiel Corona. Hierbei richtet man sich auch gegen an Kinder und versetzt sie absichtlich in Todesangst und Panik, um eine Herrschaft der Distanzierung, Isolation und Vereinzelung auszuüben, denn so lässt sich leichter regieren, ist Widerstand kastriert:

Politische Vorgabe war, den Menschen Angst einzujagen, insbesondere den Kindern:

»Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.«

Und die Verantwortlichen, die so eine Strategie des Terrors gegen Kinder fahren, sind immer noch in Amt und Würden – perverse Zeiten.

So was findet sich in einer Berichterstattung eingebettet über Corona, die an Einseitigkeit nicht zu überbieten ist, in welcher Corona als Armagedon und die Impfung als die Rettung verheißen wird. Eine Berichterstattung, in der die Risiken letzterer unterschlagen werden und diejenigen, die darauf hinweisen, massiven Repressionen ausgesetzt sind. Eine Meinungsdiktatur, die eine brutale, die Menschen von einander trennende Machtausübung durchsetzt, die zudem nur ein Testlauf darstellt.

Oder was ist damit, dass man sich als Weißer des beständigen Gedankenverbrechens des Rassismus‘ schuldig macht, wofür er Buße tun muss und sein Knie zu beugen hat? Denn der Weiße hat hier auch nicht Freiheit zu sagen, dass ihn das Thema nicht interessiere, denn er ist privilegierter Rassist, Täter, dem seine Privilegien zu nehmen sind. Es gilt die Formel, wonach man entweder Freund oder Feind ist, bzw. Ally (aber trotzdem schuldig) oder Feind.

Oder wie steht es damit, dass es so einfach wie nie war, Familien zu zerstören, und so schwierig wie nie, im Gegensatz dazu tragfähige Familienbande aufzubauen in Zeiten, in denen Familienfeinde mit Steuermitteln und Bundesverdienstkreuzen geehrt werden? Eine Politik, die zu zerstörten Menschen führt, welche sich leicht beherrschen lassen?

Oder was ist mit dem äußeren Krieg, angeblich angezettelt von einem Despoten aus Kriegslüsternheit, einem Wiedergängers Adolf Hitlers? Wo man konsequent alternative Berichterstattung zensiert in einem Staat, in dem angeblich keine Zensur stattfindet, und in dem man die tatsächlichen Beweggründe des Bösen™ für die Offensive unterschlägt? In einem Staat, der massiv auf die Berichterstattung bis in die Schulen Einfluss nimmt, um dieses Narrativ über einen Tyrannen durchzusetzen, also Gleichschaltung betreibt?

Wir haben also alles zusammen, was Orwell so beschrieben hat:

  • Sprachmanipulation
  • Äußerer Krieg
  • Zerstörung der Familien
  • Angst- und Panikmache in der Bevölkerung
  • Misswirtschaft
  • Überwachung

Aber nein: Die totalitäre Gefahr geht von denen da unten aus.

Ingbert Jüdt – „Elitendegeneration“

Wenn Sie nun ausschließlich den kleinen Stapel mit der »Querdenker-Literatur« lesen, dann können Sie eventuell auf die Idee kommen: »Die haben sie doch nicht alle! Was zeichnen die für ein bösartiges und verzerrtes Bild unserer Gesellschaft! Alles Spinner und Aluhut-Träger!«.

Wenn Sie diese Querdenker-Literatur aber im Kontext des großen Stapels an soziologischer und politikwissenschaftlicher Literatur aus den Mainstream-Verlagen lesen, dann werden Sie sehen, dass all die scheinbar kruden und überreizten Thesen der sogenannten Querdenker schlicht und ergreifend konsequent und folgerichtig sind! In diesem Sinne möchte ich etwas dazu sagen, inwieweit die Krise, die wir seit den letzten zweieinhalb Jahren sich entfalten sehen, sich in vielfältiger Weise in den Entwicklungen mindestens des letzten Jahrzehnts bereits angekündigt hat und tatsächlich nur die Zuspitzung dieser Entwicklungen und das Überschreiten einer kritischen Schwelle darstellt.
Die Werte einer Gesellschaft sind nur so viel wert, wie die tatsächliche Entwicklung dieser Gesellschaft sich in der Realität an diesen Werten ausrichtet!

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