Archiv der Kategorie: Beziehung

Das rätselhafte Weib

Was ähnliches wird sich auch Einstein gedacht haben, als er sagte, manche versuchen das Rätsel um die Frau zu lösen, andere würden sich mit einfacherem beschäftigen – zum Beispiel mit der Relativitätstheorie.

Oder kennst Du den? Einem Mann erscheint eine Fee: „Du hast einen Wunsch frei!“ Daraufhin der Mann: „Dann möchte ich eine Brücke über den Atlantik!“ Die Fee winkt ab: „Ich bin eine Fee, nicht Gott, wünsch dir was realistisches!“ Der Mann: „Dann will ich die Frauen verstehen.“ Die Fee hält inne und meint dann: „Die Brücke… reichen vier Spuren oder müssen es acht sein?“

Ja ja, die Weiber, schwätzen ständig davon, dass sie gefühlsvolle Männer wollen. Nur dass diese dann ohne Partnerin bleiben. Die Frauen werfen sich den Machos, den Bad Boys an den Hals – um sie dann zu dressieren:

Sie angelt sich den gefährlichen Vampir oder Wolf, um ihm dann die Zähne zu ziehen und die Krallen zu schneiden. Das ist wirklich rätselhaft: Warum macht sie aus einen Mann, den sie mag, einen, der sie langweilt?

Der Wolf steht für den erfolgreichen Mann, der da draußen in der harten Welt besteht und mit reicher Beute heimkehrt. Dann aber – Obacht! – soll er seinen Schatz ihr zu Füßen legen. Ein Wolf aber, ein Alpha denkt nicht daran. Deshalb wird er umerzogen, domestiziert. Sie will beides vom Mann, was sich widerspricht. Daher das Rätsel um ihre Vernunft. Aber vermutlich wäre es besser, sich nicht damit zu beschäftigen:

Die Sexsklavin und die Geborgenheit

Heute erreichte mich eine SPAM-Mail, in der mir alle möglichen Sexualpraktiken zwischen normal und anal angeboten wurden. Das führt mich dazu, dass ich vor Jahren eine Mail erhielt, die auch mit Sex zu tun hatte, aber kein liebloser SPAM war. Sie irritierte mich, was dazu führte, dass ich wie ein Mensch ohne Manieren nicht antwortete, sondern sie löschte.

Sie kam von einer Frau, die sich mir mit einer 24/7-BDSM-Beziehung als Sklavin anbot. Jetzt finde ich das ganz witzig, da sich mir die Frage stellt, welchen Eindruck ich eigentlich mit meinem Blog mache. Mache ich den Eindruck, dass ich, der polternde Maskulist, von einer Welt träume, in der Männer über Frauen herrschen? Nun: Ich bin für Gleichberechtigung. Und das macht mich zum Männerrechtler, da die dominierende Strömung Feminismus eben nicht für Gleichberechtigung ist, was u.a. dazu führt, dass Männer in Notlagen allein gelassen werden.

Zurück zu meiner Sexsklavin. Was ihr nicht entgegen gekommen wäre, wenn ich ihr geantwortet hätte: „Okay, ich bin jetzt dein Herr. Geh‘ Arbeiten, in Übervollzeit, nehm‘ dir vom Lohn das Existenzminimum und überweise mir den Rest, hier ist meine Kontoverbindung…“

Was sie mehr antreibt, einen Herren zu suchen, hat was mit dem Abgeben von Verantwortung zu tun und dem Wunsch nach Geborgenheit und Sicherheit in einer unsicheren Welt. Ich habe mal eine Frau kennen gelernt, die von so einem Wunsch besessen war. Sie wollte wieder ein Kind sein. Die haben die eingewiesen. Kinder tragen keine Verantwortung und werden geliebt (sollten sie zumindest). Der Bottom in einer BDSM-Beziehung gibt Verantwortung ab. In einer Session, beim Ausleben der Sexualität, für sein psychisches Befinden. Das kann auch schiefgehen, weshalb Safe-Wörter vereinbart werden, die dem Top signalisieren, dass sich der Bottom in einer seelischen Notlage befindet. Der Top trägt Verantwortung – in einer 24/7-Beziehung nicht nur während einer einzelnen Session, sondern auch für das ganze Leben und bietet zudem Sicherheit (das heißt nicht, dass Bottoms außerhalb so einer Beziehung unterwürfig seien). Eine Muslima erklärte mal auf AE, sie würde ihrem Mann dienen. Ich sehe das mit Skepsis, sie übersieht, dass ihr Mann ihr auch dient, wenn er Arbeiten geht und den Löwenanteil seines Einkommens an die Familie abgibt.

Nun: Dass man mich mit so einem Ansinnen angeschrieben hat, zeigt, dass es gar nicht so einfach ist, so einen Mann zu finden, der dazu willens und fähig ist, den „Sklavenhalter“ zu geben. Traurig für sie, ich wünsche ihr, dass sie eine erfüllende, Geborgenheit stiftende Beziehung findet.

 

„Just pooping“ – Ekelfeminismus

…bin grad am Scheißen.

Nehmen wir die Lady oben: Sehr gepflegt, Make-Up (Unkenntlichmachung von mir), rasierte Beine. Offenkundig eine Frau, die Wert auf ihr Äußeres legt und schön sein will. Sie will Männer nicht abschrecken wie es manche Kampfemanze tut, die sich weder Achseln noch Beine rasiert. Und nun rebelliert sie, verweist darauf, dass sie wie jeder andere auch nur ein kleiner Scheißer ist.

Manche Genderlehrstühle verlangen ihren Studentinnen die Herkulesaufgabe ab, sich nicht zu rasieren – also die Beine und Achseln. Und natürlich – sofern vorhanden – den Damenbart, das gibt dann Extrapunkte. Dann sollen sie diese Erfahrung auswerten. Die meisten werden erleben, dass… nichts. Es wird kein großes Tamtam darum geben, das aus der Motivation heraus, Männern nicht gefallen zu wollen, auf Körperpflege verzichtet wird.

Das ist mein Punkt, auf den es mir ankommt: Die Motivation. Ist man einfach natürlich oder will man Männern den Stinkefinger zeigen? Das wäre dann Ekelfeminismus, eine seiner Vertreterinnen ist Charlotte Roche mit „Feuchtgebiete“. Feministen hassen es, wenn Frauen Männern gefallen wollen, und eine ihrer Strategien ist es, Frauen so zu konditionieren, dass sie Männer abschrecken – das wird dann als emanzipatorische Stärke verstanden.

Wenn es nur um Natürlichkeit geht, habe ich kein Problem damit. Auch Männer haben Probleme mit ihren Körperfunktionen. Wer ist schon bereit, in Gesellschaft zu kacken? In einem PickUp-Forum bin ich mal auf die Frage gestoßen, wie man am Besten damit umgeht, wenn man bei einem Date plötzlich groß muss. Das sei nicht nur peinlich auch befürchtete man, dass dann der Frau die Lust vergehen würde. Mir selbst ist es uangenehm, wenn ich in unter anderen ein Furzen nicht unterdrücken kann.

Dennoch: Ich sehe Frauen davon stärker betroffen – vom Anspruch, ein Engel zu sein, und Engel kacken nicht. Sowas kann ziemlich einengend sein, und manch eine pocht dann so wie die da oben auf ihr Recht, zu schwitzen, zu scheißen und zu stinken. Hey, jetzt habe ich schon zwei Punkte, wo Feministen mal Recht haben (erster Punkt)! Mal sehen, ob wir irgendwann die gute Drei vollkriegen.

Ein Mann sagte mal, manche Paare gehen voreinander auf die Toilette. Die anderen platzen lieber. Ist eine Beziehung, in der man so entspannt mit eigentlich schambesetzten Alltäglichkeiten umgeht, eine tiefere, glücklichere?

Lose Gedanken zu einer schönen Frau, die sich sexy gibt

Nehmen wir diese schöne Frau – Kimberly Williams, Schauspielerin und Regisseurin – auf dem roten Teppich, die Begehren auslöst, da sie sich sexy gibt. Sexy kommt von Sex und führt dazu.

Und hierzu klingeln mir die Ohren von dem feministischem Gezeter, wonach Frauen sexualisiert werden. Dass sie sexuell aufgeladen gelesen werden; dass bereits Blicke sexuelle Belästigung wäre oder was auch immer.

Von Feministen werden zwei Sachen behauptet. Erstens: Die Beziehung zwischen Mann und Frau wäre aufgeladen von sexualisierter Gewalt, beginnend mit Belästigung und vernichtet endend mit Vergewaltigung. Zweitens: Alles Sexuelle – wobei Sex, heteronormativer Heterosex kaum zu unterscheiden wäre von Vergewaltigung – geht allein vom Mann aus, er sexualisiert die arme Frau, die nicht weiß, wie ihr geschieht, sich umringt sieht von lüsternen, haarigen Viechern. Feministen hassen es, wenn Mann und Frau sich lieben, auch großartigen Sex haben, weshalb sie die Liebe zwischen ihnen vergiften müssen.

Die armselige Erbärmlichkeit der Feministen, die davon labern, Männer würden Frauen mit sexualisierten Blicken betrachten, wird deutlich anhand der alltäglichen Realität, nach der Frauen genau dazu einladen – wie Williams oben. Niemand zwingt sie, sie tut es mit Lust, womit auch der feministische Mythos widerlegt ist, dass Frauen ständig belästigt werden, denn wenn es so wäre, sie würden eher zur Burka als bauchfreiem Top tendieren. Frauen werden nicht sexualisiert, sie sexualisieren selber, aus sich heraus, und zwar den Mann und das bereitet ihnen Freude: „Hättest Du nicht gerne so eine scharfe Braut wie mich?“. Es gefällt ihnen, wenn sich ein Mann nach ihnen umdreht, daher die Redewendung: Jemanden den Kopf verdrehen, was heißt, dass man dabei ist jemanden zu verführen. Erbärmlich deshalb, weil jene, die sich Feministen nennen, und damit behaupten, besonders gut über Frauen Bescheid zu wissen, nicht in der Lage sind, sexuell aufgeladene Beziehungen zwischen Frauen und Männern richtig zu deuten. Nochmal: Frauen sexualisieren selbst, sei es einfach so in der Öffentlichkeit, auf dem roten Teppich oder auch bezahlt als Modell

Weniger humorvolle Männer könnten dann auch von sexueller Belästigung sprechen: „Wie kommt die dazu, mich ungefragt sexuell zu erregen?“ Ein Leidensgenosse kommt vor solcher geballter Belästigung kaum zum Arbeiten:

Kennt Ihr auch diese Haltung im Büro, wenn junge Frauen sich recken? Kopf hoch, Arme hoch, Titten raus, Hohlkreuz, Arsch raus, Oberteil gibt Blick auf Bauch und Taille frei, und der Hosenbund entfernt sich soweit vom Körper daß man die Marke der Unterwäsche erkennen kann.

Ich sitze grade als senior scientist in einem Viererbüro mit drei Doktorandinnen/Studentinnen. Alle 10 Minuten streckt sich eine. Ich werd hier noch wahnsinnig.

Tja, was soll man tun? Wenn man reagiert: „Heißes Fahrgestell, Süße!“ ist man seinen Job los. Eine Machtdemonstration von weiblicher Seite also?

Es stellt sich die Frage nach ihren Motiven. Mag sie Männer und willen ihnen deshalb gefallen? Oder ist es das Kalkül, sich einen finanziell potenten Ernährer zu angeln? Dann tritt für Männer das leidvolle Phänomen auf, dass es nach der Eheschließung keinen Sex mehr gibt. Sie hat nur geheuchelt. Dass sie Spaß an Sex hätte. Dass sie ihn liebt. Das tritt so oft auf, dass es einen eigenen Namen dafür gibt: Sex stops after marriage. Damit ist der Mann in eine wirklich böse Falle getappt, er hat keinen Gewinn, keine Liebe sondern nur Kosten, da er ihr nun jetzt und über die Scheidung das Leben zu unterhalten hat, ihr dienen muss, ihr Sklave ist.

Ich will’s aber nicht so negativ enden lassen. Es gibt solche und solche Frauen. Alleinerzogene Töchter sollte man meiden, die werden selbst auch zu Alleinmächtigen, d.h. ein Vater bleibt auf der Strecke. Lebe vor der Eheschließung mehrere Jahre mit ihr zusammen. Führt sie eine liebevolle Beziehung zu ihrem Vater? Und wie spricht sie über ihre Exfreunde? Wenn sie an diesen kein gutes Haar lässt, nur schlecht über sie redet… renn, und such dir eine, die es wert ist. Es gibt sie: Anständige Frauen.

Alltäglicher Sex wird strafbar

In Schweden und seit neuestem auch in Dänemark und in abgeschwächter Form auch in Deutschland ist Sex so, wie ihn die Mehrheit der Bevölkerung alltäglich praktiziert – mit nonverbaler Zustimmung – strafbar.

Dass nun der Sex und die Zustimmung mit einer App dokumentiert werden soll, ist so ein Fall, bei dem die Realität die Satire überholt. Besonders in Männerrechtskreisen machte man sich schon vor Jahren darüber lustig, dass zum Sex wohl bald ein notariell beglaubigter Vertrag nötig sei und dass die Anwälte mit im Bett liegen. Jetzt ist es real.

Es zeigt, dass Slogans wie „Das Private ist politisch“ ernst genommen werden sollten – denn dann ist das Private zerstört. Dann gibt es keine Privatsphäre mehr. Der Staat regiert im Auftrag der Feministen bis ins Schlafzimmer hinein und schreibt totalitär vor, wie eine der intimsten Betätigungen zwischen den Menschen abzulaufen hat. Besonders auf die Spitze getrieben wird das sogenannte Konsensprinzip an den Universitäten der USA. Dort reicht noch nicht mal ein einfaches „Ja“ als Antwort, jede sexuelle Handlung muss abgefragt und einzeln genehmigt werden, wobei auch hier ein „Ja“ nicht ausreicht, sie muss in der Antwort benannt werden: „Darf ich deine Brüste streicheln?“ – „Ja, Du darfst meine Brüste streicheln.“

Für einen Mann wird Sex mit einer Frau zu einem unkalkulierbaren Risiko, diese Gesetze entfremden die Geschlechter. Selbst wenn eine Frau Lust auf z.B. Küssen hat, so hat sie es wahrscheinlich nicht mehr, wenn sie gefragt wird, ob er sie küssen darf, das ist nicht nur meine Erfahrung. Sex, sowieso schon eine Herausforderung, wird damit noch mal komplizierter. Allerdings ist Feministen ein Auseinanderdriften der Geschlechter nur Recht. Ihnen ist es lieber, wenn eine Frau allein bleibt, als dass sie sich einem Vertreter des Klassenfeindes verbunden fühlt: „Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad.“

Über die weibliche verborgene Sehnsucht

Was in unseren Zeiten gnadenlos untergeht, ist, dass auch Frauen sexuelle Wesen sind, sich nach einem sexuellen Mann sehnen – dieser aber wird in unserer vergifteten Kultur als Unhold gezeichnet.

Nennen wir sie Tim und Tina. Tina liebt Tim, was Tim aber nicht weiß. Und Tina weiß nicht, wie sie Tim verführen kann. Jedenfalls sitzen wir zu dritt vor dem Fernseher, als dort das Wort „ejakulieren“ fällt. Tim fragt, was das bedeutet. Ich setze zu einer ausschweifenden Erklärung an, aber Tina unterbricht mich schon vor meiner ersten Silbe: „Abspritzen“ sagt sie.

Damit schaffte sie mit nur einem Wort Klarheit, zugleich signalisierte sie auch was. Und zwar, dass sie einen unverkrampften Blick auf die männliche Sexualität pflegte, eine Einladung zwischen den Zeilen: „Ich verurteile Männer nicht für ihre Sexualität, ich begrüße sie sogar.“ Und für mich, der ich um ihr kleines Geheimnis, ihrer Liebe zu Tim wusste, legte sie noch etwas offen: Sehnsucht. Nach ihm als Mann, nach Sex mit ihm, bei ihr soll er abspritzen. So wie Männer von Frauen träumen, sich nach intimen Zusammensein mit ihnen sehnen, so träumen Frauen auch von Männern. Ihre Sexualität ist aber etwas anders strukturiert: Sie wollen begehrt werden, das ist es, was sie erfüllt.

Über einen weiteren Fall unerfüllter Sehnsucht berichtete mir ein Freund. Und zwar über eine Beziehung, in der er der Kältere war. Jedenfalls kaufte sie teure Reizwäsche, machte sich zu recht um sich dann so zu präsentieren. Er aber blickte nur kurz von seinem Videospiel auf und meinte nur lahm: „Ja, nett“. Frauen leiden darunter, wenn sie nicht begehrt, geliebt werden. Sie wollen Sex, was aber in unserer Gesellschaft kaum kommuniziert wird.

Was nicht funktioniert: „I wanna lay you down on a bed of roses“

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Für die Lesbe Alice Schwarzer ist die Sexualität zwischen Mann und Frau der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Beziehung zwischen diesen. Hier entscheidet sich das ganze Geschlechterverhältnis, hier beginnt die „Unterdrückung“ des weiblichen Geschlechts. Ihr zufolge ist die verhasste „Penetration“ nichts anderes als gewaltsame Unterwerfung der Frau, weshalb man darauf zu verzichten habe. Dem haben einige Frauen widersprochen, zum Beispiel Bettina Röhl:

Wegen diesem, mit Verlaub doch ziemlich gefühllosen Unsinn, der die Anziehung zwischen Mann und Frau von der Pubertät an komplett negierte und die Sehnsucht der Männer danach in die Frau einzudringen und die Sehnsucht der Frau danach, den Mann in sich zu spüren, als nichtexistent erklärte und eben damit das doch wohl erhebliche Vergnügen mehr, das eben das Zusammenschlafen ausmacht, ausblendete, wurde Schwarzer ganz gewiss nicht zu einer Erfolgsautorin.

Im Sex manifestieren sich die Geschlechterrollen wie sonst nirgendswo. Ja, Alice Schwarzer hat Recht: Nirgendwo sonst ist der Mann so männlich und die Frau so weiblich wie beim Sex. Man mache mal den Test und stelle sich den Lebensschwur „I wann lay you down on a bed on roses“ mit getauschten Geschlechtern vor. Würde sich der Mann dabei wohl fühlen, wenn er von seiner Geliebten auf den Armen getragen würde und auf ein Rosenbett niedergelegt? Wäre es für die Frau erfüllend, wenn sie diesen urmännlichen Part übernehmen würde?

Und wenn die überwältigende Mehrheit aller Menschen darin übereinstimmt, dass das weniger prickelnd als vielmehr abtörnend wäre, wäre das tatsächlich allein auf soziale Prägung zurückzuführen, hätte Judith Butler Recht? Und wäre eine Gesellschaft nach den Wunschvorstellungen der Genderisten, in der solch ein Rollentausch der Alltag wäre, eine Utopie oder doch Dystopie? Wären die Menschen glücklich damit?

Die Geschlechterrollen sind aber auch außerhalb der Sexualität unterschiedlich. Der Mann hält die Frau nicht nur dann auf den Armen, wenn er sie über die Türschwelle trägt oder auf Rosen bettet, er trägt die ganze Beziehung. Emotionalität ist dem Klischee nach typisch weiblich und wie viele andere hat es einen wahren Kern – Die Frau kann ihren Gefühlen mehr nachgeben als der Mann, was ich für anerzogen halte: Der Mann hat zu funktionieren, und das kann er nicht, wenn er sich die ganze Zeit mit seinen Emotionen beschäftigen würde. Diese Selbstbeherrschung ist auch für die Beziehung relevant. Die Frau kann (hin und wieder) mal ihre Gefühle ausleben, zickig sein, ihre Tage haben, die Dramaqueen markieren, und der Mann hat das zu managen. Er ist wie der Fels in der Brandung, der trotz des Sturms der Gefühle felsenfest steht, der die Beziehung beschützt und nicht zulässt, dass sie beschädigt wird, auch nicht durch ihre Emotionalität.

Dass der Mann die Frau begehrt und diese sich danach sehnt, ihren Liebhaber in sich zu spüren, konstituiert die Geschlechter. Es ist tief verwurzelt weshalb das Ansinnen der Genderisten, die Geschlechter zu dekonstruieren zum Scheitern verurteilt ist – was nicht heißt, dass sie durch eine kranke Politik nicht viel Schaden anrichten können.

So stirbt die Liebe

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„Ich seh‘ dir in die Augen, Kleines“ sagte Rick zu seiner Ilsa in dem Film Casablanca.“ Das aber, womit jede Liebe beginnt, ist bei Netflix nicht mehr erlaubt. Der Filmproduzent produziert vielleicht noch Romanzen, in denen sich Liebende tief in die Augen sehen, in der dogmatisch-eiskalten Realität ist das unter den Mitarbeitern des Streamingsdienstes aber verboten. Und nicht nur das, weiterhin untersagt ist das Fragen nach Telefonnummern, Umarmen und – natürlich – Flirten.

Das heißt, bei vielen – nicht nur bei Netflix – Unternehmen ist das Anbändeln, das Anbahnen von Beziehungen verboten. Mann und Frau dürfen sich nicht nahe sein, im Zuge einer Entwicklung namens „metoo“, die zur weiblichen Klage führt, dass sich gläserne Wände zu männlichen Kollegen aufbauen, während ein paar Kriegsgewinnlerinnen satte Beute durch vernichtete Männer machen. Nicht nur gehen die Männer auf Distanz, auch durch strenge Reglementierungen durch die Arbeitgeber, die sich gegen Millionenklagen absichern wollen, werden Männer und Frauen weiter getrennt – um letztere vor „sexueller Belästigung“ zu schützen. Das ist dem bösartigen Blick des Feministen geschuldet, der in jeder Zärtlichkeit Übergriffe, und in jedem sexuellen Kontakt „Vergewaltigung“ sieht – so stirbt die Liebe, nachdem sie systematisch vergiftet wurde.

Das passiert nicht nur im Berufsleben sondern auch an den Universitäten. Feministen sind schon empört darüber, wenn Angeklagten auch nur ein fairer Prozess zugestanden wird. Damit gleicht es einer Runde russischem Roulette sich auf eine Frau einzulassen – es stellt einen unkalkulierbares Risiko für Männer dar. Vor wenigen Jahrzehnten noch ging ein großer Teil der Eheschließungen auf Kennenlernen am Arbeitsplatz oder Uni zurück – das also, was heutzutage verboten ist. Dass das immer schwieriger wird, stört Feministen nicht, im Gegenteil: Es gefällt ihnen, wenn Du allein bist, meine Liebe. Denn damit wird das Risiko minimiert, dass Du die falschen Lebensentscheidungen triffst und etwa als Mutter zu Hause bleibst. Denn der Feminist weiß genau und das ist seine Agenda: „Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad“.

„Zahl die Rechnung!“ oder: Kapieren es Feministen wirklich nicht?!

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Da hat eine Feministin – Njoki Chege – ein bemerkenswertes Traktat verfasst (Punkt 5), in welchem sie mit einem bodenlos selbstgerechten und menschenverachtenden Tonfall mittellosen Männern erklärt, sie sollten auf’s Ausgehen mit Frauen verzichten, wenn sie es sich nicht leisten können, sie auch einzuladen, für sie zu zahlen: „Ich möchte, dass ihr mir ganz genau zuhört, denn ich werde das nur einmal sagen; Wenn ihr es euch nicht leisten könnt, eine Frau zum richtigen Zeitpunkt auszuführen, bleibt bitte zu Hause. Wenn ihr nicht für die Getränke, das Essen und was sie sonst noch will bezahlen könnt, hängt euer Telefon aus und spielt die ganze Nacht Videospiele oder was auch immer es ist, was junge Männer tun.“

Sie erklärt also Männern, sie sollen sich von Frauen fernhalten, wenn sie sie nicht aushalten können. Damit sind Männer Geldobjekte für Frauen. Die Autorin verdeutlicht, dass an allem, was einen Mann, einen Menschen ausmacht, nur ein einziger Punkt interessiert: Sein Geld, welches er auf sie zu übertragen hat. Vermutlich geht die Autorin davon aus, dass in „patriarchalen“ Verhältnissen Männer unberechtigterweise mehr verdienen, weshalb sie dann eben auch für Frauen zu blechen haben.

Dass er aber die Rechnung für ein Date übernimmt, ist dann aber nur ein Symptom der bei Feministen verhassten Geschlechterverhältnisse, in welchem er mehr verdient, höher aufsteigt, Chef ist, und sie wiederum als Mutter zu Hause bleibt – wenn sie kann. Auf diese Weise etablieren sich Verhältnisse, in denen er ihr das Leben unterhält, die Plattform trägt, auf welcher sie sich dann ihren Kinderwunsch erfüllt, also Selbstverwirklichung betreibt. Das beschränkt sich nicht nur darauf, dass er ihr ein Getränk ausgibt, sondern hat viel weitreichendere Folgen, wie etwa die Berufswahl. Denn – wie es Njoki Chege ja klarstellt – er weiß, dass er nur mit der nötigen Kohle an attraktive Prinzessinnen rankommt. Hat er das Geld nicht, ist er ein Loser, der sich fernhalten soll. Was ergibt sich daraus? Es ergibt sich, dass er – konkurrierend um Zugang zu Frauen – sich beruflich stärker engagiert, hartnäckiger und motivierter als jede Frau ist, und zudem solche Jobs wählt, die mehr einbringen. Die Frau hingegen, die nicht dem Druck ausgesetzt ist, mal die finanzielle Versorgung einer Familie zu stemmen, diese Frau kann es sich leisten, die Tätigkeit, in welcher man viel Lebenszeit zubringen wird, nach anderen Kriterien als das Einkommen zu wählen, solche Berufe, die mehr ihren Neigungen und Interessen entsprechen, aber oft eben nicht so gut bezahlt werden und auch weniger Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Das kratzt aber nicht, sie muss nur darauf achten, sozial nach oben zu heiraten.

Er zahlt für sie. Er dient ihr. In allen Lebenslagen ist das Matriarchat so ausgerichtet, 2idi5Rydass seine Arbeit ihr zu gute kommt. Er unterhält ihr das Leben nicht nur als individueller Mann, als Ehemann oder Unterhaltszahler, sondern auch kollektiv. Er erarbeitet die Steuern und die Mittel für die Renten-, Gesundheitskassen und Versicherungen. Der Mann füllt die Kassen, die Frau leert sie. Würde der Mann genauso wenig wie die Frau erwirtschaften und das System zudem genauso belasten, es würde zusammenbrechen.

Er dient ihr, und hier ist das Zahlen ihres Getränks nur eine einzelne Facette dieses Dienens. Wenn eine Feministin wie Njoki Chege jetzt dieses Arrangement aufrechterhalten will, dann kämpft sie nicht gegen das etablierte, vermeintlich frauenfeindliche System, sondern stützt es. Ein Matriarchat, welches als ein „Patriarchat“ angesehen wird, und das sich durch all das Verhasste auszeichnet, nämlich dass Männer mehr verdienen und höher aufsteigen, aber auch etwa die größten Leistungen etwa auf dem Gebiet der Wissenschaft vollbringen. Die Agenda dieser Feministin konstituiert jene Verhältnisse, die der Feminismus angeblich überwinden will und steht zudem für toxische Weiblichkeit, die Männer allein nach ihrer finanziellen Potenz bewertet.

 

Stockholm-Syndrom und der totale Bankrott des Feminismus‘

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Diese arme Irre liebt ihren Mann gar nicht, sie leidet unter dem Stockholmsyndrom, wie Jutta Allmendinger weiß.

Amüsiert erinnere ich mich an einen männlichen Feministen, der darüber berichtete, wie er eine feministische Tagung besuchte. Er versuchte seine Männlichkeit so gut wie möglich abzulegen, tat alles, was die Arierinnen ihm diktierten, dennoch machte er alles falsch, der erhoffte Freispruch blieb aus. Das liegt daran, dass Feministinnen Sexisten sind. Und das bedeutet, dass der Mann es gar nicht richtig machen kann, das ist unmöglich, da nicht sein Verhalten, sondern sein Geschlecht falsch ist. Mannsein ist inhärent böse, das kann noch soviel feministische Erziehung nicht richten, weshalb die Nachricht, mit einem Jungen und keinem Mädchen schwanger zu sein, der Grund ist, in Tränen auszubrechen.

Denn der Mann unterdrückt die Frau – mit allem was er tut. Spricht er, betreibt er Mansplaining; sitzt er, Menspreading; macht er ein Kompliment, stülpt er ihr seine Schönheitsideale über und schon Andrea Dworkin wusste, dass es sich bei Romantik um »Vergewaltigung verschönert mit bedeutsamen Blicken« handele.

Und damit sind wir beim Thema: Nämlich, dass laut der feministischen Inquisition Ehefrauen ihre Gatten nicht liebten, sondern unter dem Stockholmsyndrom litten, das heißt: In Wirklichkeit sei ihr Liebe Ausdruck des psychologischen Mechanismus der Identifikation mit dem Aggressor, sie litten unter ihren scheinbar Geliebten. Solche Küchenpsychologie wandte bspw. Jutta Allmendinger auf Birgit Kelle an oder Alice Schwarzer gegen Esther Vilar:

Noch am Ende des Gesprächs kann sie [Alice Schwarzer] beispielweise nicht akzeptieren, dass Frauen sich ihre Position als Hausfrau selbst wählen und nach Umfragen glücklich damit sind – während Vilar schlicht feststellt, dass sie doch nicht anderen Frauen vorschreiben könne, was sie unter Glück zu verstehen hätten

Ein weiteres Beispiel für solche Küchenpsychologie ist der Mythos der „friedfertigen Frau“, nach der Frauen niemals aus sich selbst heraus moralisch verwerflich handeln können – zum Beispiel als KZ-Wärterinnen – , sondern dazu nur verführt wurden, sie sind Täter zweiter Klasse, die eigentlichen Täter sind die Männer (auch wenn einigen Überlebenden zufolge gerade die Wärterinnen besonders sadistisch waren).

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Diese KZ-Wächterinnen sind in Wirklichkeit Opfer. Des „Patriarchats“.

Der Begriff „Inquisition“ ist hierbei goldrichtig gewählt, denn genauso wenig, wie man beweisen kann, dass man keinen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist, lässt sich Küchenpsychologie widerlegen: Es handelt sich um nicht falsifizierbare Thesen, und somit macht Frau Kelle auch gar nicht erst den Versuch, mit inhaltlichen Argumenten Frau Allemendiger – Kennerin der weiblichen Psychologie – zu widerlegen.

Auch der Versuch auf all die Beziehungen hinzuweisen, in denen es keine Gewalt gibt, ist zum Scheitern verurteilt, da der Mann, auch wenn er nicht schlägt, immer noch „subtile Gewalt“ ausübt. Es ist eine geschlossene Logik, aus der man weder rein noch raus kann, ein Glaubensdogma wie die Existenz Gottes.

Zugleich ist es aber auch die totale Bankrotterklärung des Feminismus‘. Denn er ist auf diese Theorie, dass es in der traditionellen Rollenverteilung sowas wie Liebe zwischen Mann und Frau gar nicht geben könne, angewiesen, um zum einen die gesellschaftlichen Verhältnisse zu erklären – warum diese Rollenverteilung nicht tot zu kriegen ist, obwohl keine Frau dazu gezwungen als vielmehr davor gewarnt wird -, und um zum anderem sich damit zu legitimieren. Denn eine Alternativerklärung entzieht dem Feminismus die Existenzberechtigung: Die Erklärung, dass die Frau aus freien Willen zu Hause bleibt, ja, diese Rolle vorzieht, weil außerhäusliche Arbeit eben nicht „Karriere und Selbstverwirklichung“ bedeutet, wovon Feministen ständig faseln, sondern Mühsal, Entbehrung, Leid. Frauen wie Jutta Allmendinger müssen nicht wirklich hart arbeiten, anders als die Arbeiterin – Feminismus war schon immer eine elitäre Angelegenheit. Die häusliche Rolle ist die bessere, weshalb dieses Rollenmodell mit dem Frauenwahlrecht, mit welchem Frauen auf einmal bis heute die Mehrheit der Wahlberechtigten stellten, nicht abgeschafft wurde. Dieses Privileg ist dann auch die Ursache für andere Begebenheiten, die von Feministen als Benachteiligungen interpretiert werden, die geringe Präsenz in Chefetagen (weil Frauen mehr Zeit zu Hause als auf der Arbeit verbringen) oder dass Frauen weniger verdienen. Wenn man dann dazu nimmt, dass auch sexuelle und häusliche Gewalt keine Legitimation für eine femosexistische Politik ist, da Männer genauso zu Opfern werden wie Frauen zu Tätern, es sich also um ein Problem von Menschen und nicht von Männern und Frauen handelt, verliert der Feminismus vollkommen seine Existenzberechtigung.