Archiv der Kategorie: Diskurs

Kriegspropaganda betreiben und es nicht merken

Hier berichtet Doris Lessing, wie eine Lehrerin ihren Schülern verklickerte, Kriege wären auf die Gewalttätigkeit von Männern zurückzuführen.

Was diese merkbefreite Person nicht merkt: Sie betreibt Kriegspropaganda. Es ist der Klassiker schlechthin, dem Feind Kriegslüsternheit zu unterstellen: Er will Krieg, man selbst wehrt sich nur; auch Nazideutschland hat bekanntlich nur zurückgeschossen.

Diese Lehrerin betreibt im Geschlechterkrieg Kriegspropaganda gegen Männer, Jungen, ist also selbst das, was sie dem männlichen Geschlecht vorwirft…

Nur, dass ihre Partei derzeit die Deutungshoheit inne hat. Mal sehen, ob irgendwann Zeiten kommen, in welchen Lehrer Frauen als Parasiten am Mann beschreiben, ohne dafür Sanktionen fürchten zu müssen. Dann aber wechsel ich zum Feminismus.

Einmal Tagesschaudesinformation bitte!

Don’t trust TV. It takes your brain.

Ich gucke eigentlich kein Fernsehen mehr – seit Jahren.

Ich war aber neugierig, wohin sich dieses Medium, insbesondere die ÖR, hinbewegt hat und wollte gestern, den 13.12. dem Abendprogramm meine Aufmerksamkeit schenken.

Um 17:00 Uhr dann die tagesschau, eingeläutet mit majestätischer Musik, ich fühle mich genötigt, meinen Respekt zu bekunden und aufzustehen, wie wenn eine Richter, ein König oder ein anderer Würdenträger den Saal betritt.

Zügig kommt es zum Bericht über das Impfen von Kindern. Das findet man toll, obwohl – was nicht gesagt wird – die Gefahr, dass ein Kind ernsthaft erkrankt, in etwa so groß ist, wie von einem Blitz erschlagen zu werden und Geimpfte genauso ansteckend sind wie Ungeimpfte. – das heißt: die Kinder sind einem völlig unnötigem Risiko ausgesetzt, aber: Die Kleinen wären aber durch die Impfung nicht gefährdet, so heißt es.

Weiterhin interessant fand ich den Beitrag über Telegram, ein freies Medium, welches nicht wie youtube Tausende, wenn nicht Millionen von kritischen Stimmen, Videos löscht und auf’s erbittertste bekämpft wird. Die Tagesschau legt die Betonung auf rechte Gewalttäter, die das Medium für illegale Machenschaften nutzen, weshalb es sich den *hust* demokratischen Regeln der demokratischen Regime zu unterwerfen hätte. Dass Telegram auch ein Konkurrent für das Systemmedium ARD ist, fällt unter den Tisch. Witzig: Man habe schon millionenschwere Bußgeldbescheide nach Dubai geschickt, wo das Unternehmen seinen Sitz hat, aber die Schlingel dort hätten einfach nicht reagiert. Ich hoffe, sie bleiben standhaft.

Dann wird ein Konflikt mit Russland beschworen, wobei ukrainische Soldaten und deutsche Politiker so tun – ganz wie die Tagesschau – Russland wolle Krieg, und es nur noch darum ginge, wie man das Land davon abhalten könne, z.B. mit Wirtschaftssanktionen. Diese Technik ist allgemein bekannt: „Seit 5:45 Uhr wird zuückgeschossen!“ Witzig daran: Gerade erst einen ungemein sehenswerten Beitrag des Historikers Daniele Ganser gesehen, der erklärte, wenn es darum ginge wieder einen kalten Krieg vom Zaun zu brechen, die Medien könnten sowas problemlos heraufschreiben, z.B. indem sie darüber berichten, wie sich Soldaten an den Grenzen gegenüberstehen. Ich weiß nicht, wie weit die das treiben wollen, aber ich glaube, das Imperium will Krieg (bzw. Sanktionen gegen einen Konkurrenten).

Nach der Tagesschau wird mit beschieden, dass ich aus rechtlichen Gründen von der nachfolgenden Sendung ausgeschlossen bin, was mich erlöst.

Youtube schafft Dislikes ab oder wenn Konzerne Politik betreiben

Youtube schafft die Disklikes unter den dort eingestellten Videos ab und soweit ich das überblicke, ist das woke Lager dafür. Offiziell heißt es, dass die Dislikes die Leute fertigmachen würden, und damit sind bestimmt nicht die Nazis gemeint. Nun Sorry, aber negatives Feedback muss man aushalten. An anderer Stelle heißt es, die Motivation für Dislikes wäre Hass, und Hass ist bekanntlich nicht erlaubt. Dazu: Erstmal hassen alle irgendwas (außer vielleicht irgendwelche Buddhisten, die 24/7 meditieren) und zweitens kommt es auf die Handlung an und nicht auf die Motivation. Ein Dislike ist eine legitime Handlung, egal durch welche Motivation sie getragen ist, sei es rationale Verneinung oder emotionaler Hass.

Auch das Argument, dass man ja einen Kommentar schreiben könnte, sticht nicht. Denn erstens kann auch ein solcher durch Hass getragen sein (auch wenn das nicht sichtbar ist), zweitens ist das ein überaus elitäres Argument: Ein Dislike schert sich nicht darum, ob jemand intelligent ist oder ihm das intellektuelle Rüstzeug fehlt, seine Ablehnung mit guten Argumenten zu untermauern. Und drittens werden Kommentare auf youtube massiv zensiert, es ist wirklich hässlich. Dislikes lassen sich sehr viel schwerer zensieren bzw. manipulieren, obwohl auch das schon passierte:

Ich bin mir sicher, dass man bei Google diese Entscheidung deshalb getroffen hat, da man dort zur Erkenntnis gelangte, dass die Dislikes besonders jene traf, hinter denen der Konzern steht, deren Meinungshoheit es durchzusetzen gilt – also das woke Lager. Denn Google betreibt Politik, und da stellt sich die Frage, wie die Kapitalisten dazu stehen.

Ich habe hierzu die Klage eines Libertären in Erinnerung. Ein richtig krasser Libertärer, der z.B. keine Sozialabgaben zahlen will und jenen, die darauf zum Überleben angewiesen sind, sagt, dass unter den Brücken noch genug Platz wäre und: „… dann geh weg und stirb so, wie es dir am besten deucht!“ Ein Kapitalist und sein Eigentum also. Nur: Ist eine Plattform wie Youtube nicht auch Eigentum? Sollte also so eine Konzern diese so nutzen dürfen, wie es ihm in den Kram passt? Zum Beispiel so, dass genannter Libertärer empfindlich weniger Aufrufe erhält, da die Algorithmen angepasst wurden, worüber er sich dann beklagt? Google betreibt Politik, und das bedeutet, dass mir zum Beispiel feministische Videos vorgeschlagen werden, wo ich feminismuskritische sehen will. Vielleicht gibt es auf Youtube noch brillante, linke Männerrechtler, von denen ich aber nie was erfahre, da Google mich erziehen und mir Dreck andrehen will? Erst kürzlich entfernte Google „Genderama“ aus dem Suchindex, um es nach Protesten wiederaufzunehmen. Warum? Feministen beklagten sich unlängst, dass die KI, die hinter solchen Suchergebnissen und Vorschlägen steht, sexistisch wäre. Echter Sexismus wurde den Algorithmen daraufhin anerzogen, so dass dem Publikum auf der Suche nach Beiträgen z.B. zur Geschlechterdebatte femosexistische Videos empfohlen werden. Auf diese Weise beteiligt sich ein kapitalistischer Konzern an der öffentlichen Meinungsbildung und lenkt damit die Richtung, in die sich die Gesellschaft entwickelt. Sollten das kapitalistische Unternehmen, die über Monopole verfügen, dürfen? Oder sollte man hier doch Regulierungen vornehmen – wobei Regulierungen für Libertäre fast so schlimm sind wie Sozialhilfen. Knifflige Frage für unwoke Libertäre, die erleben müssen, dass sie es sind, deren Meinung unterdrückt wird.

Die Kommunisten sind schuld…

Wie vernageltes Denken zur falschen Diagnose und damit zur falschen Therapie führt. In dem höchst lesenswerten „Vom Verlust der Freiheit“ führt der Autor Raymond Unger aus, wie der Great Reset ein Projekt des Großkapitals zur Profitmaximierung und totalen Kontrolle ist, um dann am Ende das alles so zu interpretieren, das sei irgendwie kommunistisch, als ob Black Rock vorhätte, seine Profite an die Arbeiterklasse auszuschütten.

Oder Danisch bezieht sich auf die neu beschlossene Gesetzgebung zur Zensur, über die es heißt:

„das Ergebnis massiver Lobbyarbeit der Content-Industrie und Rechteinhaber“

also ebenfalls ein kapitalistisches Projekt, nur um dann zu schließen, das wäre irgendwie: „marxistisch-illusionistischer Phantasiegesellschaften”.

Ich persönlich schätze das neue Gesetz so ein, dass es auch für diesen Blog hier der Todesstoß sein könnte – freie Meinungsäußerung ist einfach nicht erwünscht -, und wenn man mit der falschen Diagnose an das Problem herantritt, wird man auch auf die falsche Problemlösungsstrategie verfallen und so zu keiner Lösung gelangen. Und nur weil sich ein Unternehmen mit Diversity schmückt, heißt das nicht, dass sich irgendwas an seinen kapitalistisch-neoliberalen Ausbeutungsverhältnissen ändert – sie geben sich einen modernen, progressiven Anstrich – „kommunistisch“ – aber die Knechtschaft wird umso erdrückender. Nach dieser Logik waren auch die Sklavenhalter der Südstaaten Kommunisten.

(Keine) Skandalfilme

Antichrist war ein Skandalfilm, Cuties sollte einer werden. Ist es gut, dass es letzterer nicht wurde? Dass die Leute sich nur kurz darüber aufregten und dann weiterzogen, dass der Film mit sexualisierten Minderjährigen einfach… egal war? Das war auch meine Auffassung in der Besprechung von diesem Film. Jetzt allerdings sehe ich das nicht mehr ganz so. Denn wenn so ein Film kein Skandal mehr ist, dann sagt das was aus über die Gesellschaft und wohin sie sich entwickelt. Ich bin sicher, noch in den 90ern wäre die Reaktion ganz anders ausgefallen. Die Gesellschaft hat sich geändert. Nur in was? Welche Geschichte erzählt der Gegenstand eines Skandals und welche heiligen Werte werden mit dieser Geschichte verletzt, bloßgestellt, so das nicht wenige empört sind? Und was ist ein Skandal in einer Gesellschaft, in der sich Schüler einerseits Enthauptungsvideos zusenden und andererseits im Unterricht Analverkehr mit Ausdruckstanz darstellen sollen? Kann überhaupt noch etwas empören?

Ein weitere Skandal, der mir einfällt, ist der um die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling, die Transfrauen nicht als Frauen anerkannte. Auch Antichrist empörter die Gemüter und wird als Skandalfilm verstanden. Warum diese beiden aber nicht Cuties?

Antichrist erzählt eine Geschichte von einer bösartigen und gewalttätigen Frau, die das Böse repräsentiert; der Antichrist, das Böse ist die Frau. Mit dieser Erzählung verstößt der Film gegen das feministische Narrativ, in dem die Frau die verfolgte Unschuld und der Mann das Böse und größte Übel der Welt ist. Der Film sei frauenfeindlich und damit ein Skandal. Auch J.K. Rowling verstieß gegen feministisches Wollen und Wirken, nämlich die Geschlechter zu dekonstruieren und alle Abweichungen von den natürlichen Geschlechtern zur Norm zu erheben.

Und Cuties? Dieser Film verstieß nicht gegen die feministische Ideologie. Er erzählt, dass sich bereits kleine Mädchen semiprostituieren müssten, um Anerkennung und Aufmerksamkeit zu erfahren. Der Vater in dem Film ist ein gesichts- und namenloses Übel, dessen Existenz allein dadurch bewiesen wird, dass er Frauen Dreck und Arbeit aufhalst. Das ist eine Anklage gegen das sogenannte Patriarchat und widerspricht damit nicht dem feministischen Konsens – im Gegenteil verteidigten Feministen den Film gegen die „rechten Trolle“, die sich über den Film aufregten – Feministen, die sich an anderer Stelle über leicht bekleidete Frauen erregen.

Skandal ist, was den herrschenden Anschauungen widerspricht, hinterfragt und entlarvt. Heutzutage Feminismus, rassistischer Antirassismus und Islam die dominierenden Strömungen im veröffentlichten (aber nicht öffentlichen) Medienmainstream. Werke und Vorfälle, die deren Dogmen zuwiderlaufen, haben das Potential, Skandale auszulösen, gleichzeitig zeigt sich an ihnen, wer und was an der Macht ist.

Göttin

Und höre nun demütig die Worte: Keine Mumu soll jemals für schnöden Mammon zu haben sein, denn der Mammon besudelt ihre Heiligkeit, ihre Weiblichkeit, die da geehrt gehört und höher steht als alles, was der Mann da schafft und wirkt. (Aus den Schriften Egalias, offenbart 27 anno dominae)

Soso, Sie sind also ein Freier, Sie elendiger Sünder? Ich hatte dazu mal eine interessante Diskussion mit einer Feministin, die erstaunliches zu Tage brachte: Die Verfolgung der Freier nach dem schwedischen Modell – nur der Käufer nicht die Anbieterin wird bestraft – wird auch dann angestrebt, selbst wenn klar ist, dass das den Sexarbeiterinnen schadet. Und zwar erklärte sie mir, wenn irgendwo eine Frau „käuflich“ sei, dann würde das auch sie betreffen. Daraus wurde ich nicht schlau, aber leider verweigerte sie mir eine Erklärung. Man könnte sich das jetzt so erklären, dass Prostituierte den Marktwert einer Vulva senken. Stichhaltiger aber ist, dass die Frau sakrosankt ist und es damit einer Gotteslästerung, Entweihung gleichkommt, wenn eine Muschi für Geld genutzt werden kann – meine Diskussionspartnerin verfügt dann nicht mehr über was heiliges, sondern nur profanes.

Ähnliches gilt für Pornografie: Da die Frau heilig ist, ist es Frevel, wenn sie als ganz normaler Mensch bei einer menschlichen Tätigkeit gezeigt wird, noch dazu, wenn dieses Herzeigen allein der männlichen Befriedigung dient (dass Pornos auch Frauen anturnen, lassen wir mal beiseite).

Oder sexuelle Belästigung: Pillepalle wie ein schlechtes Kompliment können eine ganze nationale Debatte auslösen, während es kein Thema ist, wenn Obdachlose erfrieren. Vielmehr erregt man sich darüber, dass so einer Mimose nicht der zustehende Respekt gezeigt wurde, der ihr als eine Gottheit nunmal zusteht. Dabei soll der Frau die Allmacht zugestanden werden, dass allein sie entscheidet, was Lästerung ist und was nicht: Sexuelle Belästigung ist, was die Frau als sexuelle Belästigung empfindet. Womit der Willkür Tür und Tor geöffnet wird, was aber ebenfalls kein Problem darstellt, da der göttliche Wille unfehlbar ist.

Ähnlich bei Vergewaltigung: Auch hier soll der Frau Definitionsmacht zugestanden werden. Sie definiert, was ein Übergriff mithin Vergewaltigung ist und dieses Urteil darf auch nicht kritisiert werden; der Beschuldigte hat nicht das Recht, sich zu verteidigen, da jede Verteidigung die göttliche Definition antastet. Damit hängt eng zusammen, dass Feministen kein Problem mit Falschbeschuldigung haben, sondern sogar dazu anleiten. Sie wissen also genau, dass es hier unschuldige Männer trifft, wobei aber ein Mann gar nicht unschuldig sein kann: Sollte die Göttin ihn bezichtigen, dann hat er es auf jeden Fall verdient, was schon allein dadurch bewiesen wird, dass sie ihn falschbeschuldigt, denn das heißt, dass er irgendwie den heiligen Zorn der Göttin auf sich gezogen hat, also wird er zu Recht vernichtet. Deshalb haben Feministen auch ein Problem mit dem Rechtsstaat, zumindest dann, wenn er auch Männer davor schützt, unschuldig in den Knast zu gehen. Und wo wir schon beim Rechtsstaat sind: Es gab bereits ernsthafte Forderungen, Frauengefängnisse abzuschaffen; heißt, eine Kinderfickerin soll nicht in Haft, denn sowas wie eine Sexualstraftäterin gibt es nicht, denn sie ist die Göttin, nicht der Teufel.

Ernst gemeint sind auch die Bestrebungen, den Göttinnen ein Tötungsrecht zuzubilligen, die Rede ist von der sog. Tyrannentötung. Wenn ein Frau angibt, einen häuslichen Gewalttäter, also den Tyrannen getötet zu haben, soll sie freigesprochen werden – und welche Mörderin würde das dann nicht machen? Daraus ergibt sich die göttliche, diktatorische Macht, ein Menschenleben zu beenden.

Oder Sorgerecht: Die Kinder sind Eigentum der Mutter, und wenn sie die Entscheidung trifft, dass sie die einzige Bezugsperson für ihr Kind sein soll – Du sollst keine anderen Götter neben mir haben – dann wird das in unserer Gesellschaft so umgesetzt und der Vater muss erleben, dass er vom Kind verteufelt wird, denn wo eine Göttin, da ist auch der Teufel nicht weit – ihre Heiligkeit bedingt seine Bösartigkeit im Kontrast dazu.

Und natürlich darf man auch keine Witze über Frauen machen – eine bittere Lektion für den Nobelpreisträger Tim Hunt, der wegen einer harmlosen Fotzelei seine Anstellung verlor; er, der mit seiner Forschung Menschen geholfen hat im Gegensatz zu repressiven neumodernen Gotteskriegern – denn nichts ist für heilige Dinge so gefährlich wie das Auslachen:

Der Witz wird von fragilen Naturen naturgemäß besonders kritisch gesehen. Erstens wohnt ihm immer ein anarchistisches Element inne, deshalb bringt er einen ja auch zum Lachen. Jeder Witz ist zudem latent subversiv. Nichts fürchten Menschen, die für eine große Sache streiten, mehr als das Gelächter. Moral lebt vom Pathos. Der Witz erinnert daran, dass es vom Erhabenen zum Lächerlichen nur ein kleiner Schritt ist.

Der Sozialwissenschaftler Djadmoros bringt es auf den Punkt:

»Weiblichkeit« als Inbegriff des Nicht-Entfremdeten der modernen Gesellschaft. Weiblichkeit ist sakral: sie kann durch den geringsten lüsternen Blick entweiht und durch die geringste »Mikroaggression« profaniert werden, den subjektiven Standpunkt einer Frau in Frage zu stellen, ist Lästerung, die geringste Dissonanz, die ihrem Selbstbild zugemutet wird, macht sie zum Opfer, listen and believe ist darum die einzig legitime Form, sich einer Frau zu nähern, aber es wird Dir verlohnt, denn allein, dass sie Dir ihre Aufmerksamkeit zugnadet, heilt Dich von den Skrofeln und dem inneren Aussatz Deiner elenden Existenz!

Frauen ergehen sich kraft ihrer höheren Intuitionen stellvertretend für uns alle in unnachahmlich tiefspürendem Sinnen über den Zustand der Welt und die Wege zu ihrer Besserung, und in ihrer Gnade schließen sie sogar den ursündigen Mann in den Kreis der heilsfähigen Wesen ein, wenn er denn sein verstocktes, toxisches Herz von der Frohbotschaft der weiblichen Friedfertigkeit anrühren lässt und in tiefempfundener Zerknirschung seine patriarchale Hülle von sich stößt.

Ich hab‘ nix freudliches zu sagen…

Eine Talkshow. Zwei Feministinnen gegen zwei Männerfreunde, genauer vier Feministen gegen zwei Männerfreunde, denn die Moderation kommt nicht ihrer Pflicht nach, unparteiisch zu sein sondern ist deutlich feministisch orientiert.

Es ging um das #Aufgekreische von Personen wie die Wizorek, die sich darüber empörte, dass ihr mal ein Student eine Hand auf’s Knie gelegt hatte, und der für solche Pillepalle eine Bühne geboten wurde – da habe selbst ich schlimmeres erlebt. Und wenn ein Professor eine Studentin anflirtet, dann kann das schon mal in einer Ehe münden, aber von sowas wollen Feministen nichts wissen, für sie sind sich annähernde Profs „gruselig“; nun, ich find’s gruselig, wenn sich mir Schwarze annähern, so hat halt jeder seine Vorlieben.*

Am Ende will der Moderator die Debatte versöhnlich enden lassen, das einzige, was ihm in der Sendung positiv anzurechnen ist, und fordert die Beteiligten auf, eine schöne Erfahrung mit Vertretern des anderen Geschlechts zu erzählen. Die Männerfreunde können dies, und machen das auch gerne. Anders die Feministinnen. Nach der ganzes Giftspritzerei weigern sie sich, was gutes über Männer zu sagen, so als ob durchgehend alle ihre Erfahrungen mit Männern Erfahrungen mit Unholden waren. Keine Versöhnung, stattdessen Hass, Hass, Hass.

Es ist halt doch Geschlechterkrieg, nur dass die Männer noch nicht gemerkt haben, dass Krieg gegen sie geführt wird oder aber: Wenn sie es merken, und z.B. als Väter ihre Kinder nicht mehr sehen können, dann ist es zu spät.

*DAS WAR ZYNISMUS UND SOLLTE DEN SEXISMUS BLOßSTELLEN, HERRGOTT NOCHMAL!

Nur weil sie eine Frau ist? Ja.

Sobald Frauen was nicht passt, sie Gegenwind erhalten, ziehen sie die unwürdige Nummer durch, das läge nur an ihrem Geschlecht – als ob noch nie ein Mann wegen irgendwas zurücktreten musste.

Unzählig das Maulen, Baerbock würde deshalb angegriffen, weil sie eine Frau ist. Tatsächlich verhält es sich genau anders rum: Während ein Mann wie von und zu Guttenberg gehen musste – zurecht übrigens – konnten sich Giffey und Baerbock relativ gut halten. Und bei dem inkompetenten und gefährlichen Schwachsinn, den Baerbock so von sich gibt, wäre sie als Mann längst gegangen worden.

Dieses Verweisen auf das Geschlecht befreit eine davon, sich inhaltlich auf Kritik einzulassen, sich verteidigen zu müssen, wo ein Verteidigung gegen Kritik vielleicht gar nicht möglich ist, da sie zutrifft. Weiter wird damit der Kritiker moralisch diskreditiert: Sie baut Scheiße, er weist daraufhin, sie sagt „Mäh, weil ich eine Frau bin“ und dann ist er es, der schlecht dasteht. Dabei aber beweist das das genaue Gegenteil einer frauenfeindlichen Gesellschaft. Wäre sie frauenfeindlich, könnte man mit dem Verweis auf das weibliche Geschlecht keinen Blumentopf gewinnen. Welcher Mann könnte sich denn schon damit rausreden, er werde attackiert „nur weil er ein Mann ist“? Es würde nicht interessieren, es wäre so egal wie ein toter Trennungsvater.

Aber in gewisser Weise haben sie recht:

Hofiert und umschmeichelt. Warum? Nur weil sie eine Frau ist.

Warum ist dieser Femizid nicht im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert?

Eine Frau fragt:

„Am 3. August 2014 fallen IS-Kämpfer im Siedlungsgebiet der Ezîden im Irak ein. Sie töten die Männer, vergewaltigen die Frauen systematisch. Warum ist dieser Genozid, der ein Femizid war, nicht fest im öffentlichen Bewusstsein verankert?“

Der Kommentator Matze antwortet (ohne dafür bezahlt zu werden):

Wahrscheinlich weil diese Genozid, wenn, dann ein Androzid war und der kümmert das öffentliche Bewusstsein nicht.

yx: Und die Autorin auch nicht.

Kindsmord als Symptom des Frauenhasses

Die Frauenfeindlichkeit unserer Gesellschaft zeigt sich zum Beispiel daran, dass breit darüber berichtet wird, dass jeden dritten Tag ein Mann seine Frau umbringt, es aber so gut wie unmöglich ist, herauszufinden, wie oft das umgekehrt der Fall ist – es interessiert schlicht nicht. Es ist egal.

Die Frauenfeindlichkeit unserer Gesellschaft zeigt sich daran, dass es keine Meldung wert ist, wenn mehr Männer als Frauen gewaltsam sterben, aber sofort darüber berichtet wird, wenn sich dieses Blatt wendet.

Und die Frauenfeindlichkeit zeigt sich aktuell in auch in Spanien. Dort wird vorgerechnet, wieviele Kinder durch ihren Vater ermordet wurden, nämlich 39 in 8 Jahren. Das ist für die Frauen- Gleichstellungsministerin eine „Staatsangelegenheit“, denn diese Gewalt diene dazu, Mütter dort zu treffen, wo es am meisten weh tut. – nennt man sowas eigentlich Instrumentalisierung?

Ich kannte mal einen Vater, dessen vierjährige Tochter verstarb. Die haben ihn eingewiesen, weil er selbstmordgefährdet war. Aber sicher, sicher, wenn eine Mutter ihr Kind tötet, dann kümmert das den Vater nicht weiter, denn von den Männern wissen wir ja, dass sie zu Liebe unfähig sind, deswegen trifft es sie auch nicht dort, wo es ihnen am meisten wehtut. Deshalb klären uns Drecksblätter wie die FAZ darüber auf, dass Väter Kinder töten… Halt. Ist das wirklich so?

Man weiß bereits (nicht), dass Gewalt gegen Kinder überwiegend von Müttern ausgeht. Die meisten Kinder machen ihre erste Gewalterfahrung durch die Hände ihrer Mütter. Und wenn ein Kind einen gewaltsamen Tod stirbt, dann ist sein Mörder ebenfalls in der Regel die eigene Mutter – nur ohne die Propaganda, dass jeden dritten Tag eine Mutter ihr Kind umbringt. Aber vielleicht ist es ja in Spanien anders? Ist es nicht, der Kommentator Matze hat gebohrt, und weiß folgendes zu berichten:

„Aus all diesen Daten können wir anhand der Prozentsätze erkennen, dass 7 von 10 ermordeten Kindern von Frauen ermordet werden und 3 von 10 Kindern von Männern ermordet werden.“

Also auch in Spanien. Auch in Spanien töten mehr Mütter mehr Kinder. Dagegen gibt es aber keine „Frauendemonstrationen.“ Frauen demonstrieren nicht gegen Kindsmord, wenn ihrer Schwestern die Mörderinnen sind. Dann ist es egal, dann wird es unter den Teppich gekehrt mit Hilfe einer „Gleichstellungsministerin“ und willfährigen Medien, die mit grob manipulativer Berichterstattung mal wieder das Bild vom Mann als Täter zeichnen – aber Hey! Wenn Mütter töten, waren sie überfordert; wenn Väter töten, dann aus Bosheit und Machtwillen! Muss man wissen als aufgeklärter Bürger unserer modernen, progressiven Gesellschaft. Man muss darüber mal meditieren: Mehr Frauen als Männer töten Kinder, aber Anklage erhoben wird gegen wen..?

Es zeigt mal wieder auf: Es geht nicht um Schutz von Kindern sondern um Hetze gegen Männer.

Das zeigt auch, dass im Feminismus wie im Mainstream die Frauen noch vor den Kindern kommen. Zum Beispiel Antje Schrupp: Für sie haben nur die Interessen der Frau Berechtigung, denen sich das Kind bis in den Tod oder dem Weggeben in fremde Hände anzupassen hat:

Stattdessen müssen wir sagen: Du kannst abtreiben, das ist nicht sozial stigmatisiert. Du kannst auch das Kind bekommen und allein oder mit anderen Leuten großziehen. Es gibt dafür gesellschaftliche Unterstützung, du stürzt dadurch nicht in Armut. Oder du kannst das Kind zur Adoption freigeben, und auch dann erfolgt keine Stigmatisierung. Eine Frau soll keinen Mann brauchen müssen, um ein Kind zu gebären.