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(Keine) Skandalfilme

Antichrist war ein Skandalfilm, Cuties sollte einer werden. Ist es gut, dass es letzterer nicht wurde? Dass die Leute sich nur kurz darüber aufregten und dann weiterzogen, dass der Film mit sexualisierten Minderjährigen einfach… egal war? Das war auch meine Auffassung in der Besprechung von diesem Film. Jetzt allerdings sehe ich das nicht mehr ganz so. Denn wenn so ein Film kein Skandal mehr ist, dann sagt das was aus über die Gesellschaft und wohin sie sich entwickelt. Ich bin sicher, noch in den 90ern wäre die Reaktion ganz anders ausgefallen. Die Gesellschaft hat sich geändert. Nur in was? Welche Geschichte erzählt der Gegenstand eines Skandals und welche heiligen Werte werden mit dieser Geschichte verletzt, bloßgestellt, so das nicht wenige empört sind? Und was ist ein Skandal in einer Gesellschaft, in der sich Schüler einerseits Enthauptungsvideos zusenden und andererseits im Unterricht Analverkehr mit Ausdruckstanz darstellen sollen? Kann überhaupt noch etwas empören?

Ein weitere Skandal, der mir einfällt, ist der um die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling, die Transfrauen nicht als Frauen anerkannte. Auch Antichrist empörter die Gemüter und wird als Skandalfilm verstanden. Warum diese beiden aber nicht Cuties?

Antichrist erzählt eine Geschichte von einer bösartigen und gewalttätigen Frau, die das Böse repräsentiert; der Antichrist, das Böse ist die Frau. Mit dieser Erzählung verstößt der Film gegen das feministische Narrativ, in dem die Frau die verfolgte Unschuld und der Mann das Böse und größte Übel der Welt ist. Der Film sei frauenfeindlich und damit ein Skandal. Auch J.K. Rowling verstieß gegen feministisches Wollen und Wirken, nämlich die Geschlechter zu dekonstruieren und alle Abweichungen von den natürlichen Geschlechtern zur Norm zu erheben.

Und Cuties? Dieser Film verstieß nicht gegen die feministische Ideologie. Er erzählt, dass sich bereits kleine Mädchen semiprostituieren müssten, um Anerkennung und Aufmerksamkeit zu erfahren. Der Vater in dem Film ist ein gesichts- und namenloses Übel, dessen Existenz allein dadurch bewiesen wird, dass er Frauen Dreck und Arbeit aufhalst. Das ist eine Anklage gegen das sogenannte Patriarchat und widerspricht damit nicht dem feministischen Konsens – im Gegenteil verteidigten Feministen den Film gegen die „rechten Trolle“, die sich über den Film aufregten – Feministen, die sich an anderer Stelle über leicht bekleidete Frauen erregen.

Skandal ist, was den herrschenden Anschauungen widerspricht, hinterfragt und entlarvt. Heutzutage Feminismus, rassistischer Antirassismus und Islam die dominierenden Strömungen im veröffentlichten (aber nicht öffentlichen) Medienmainstream. Werke und Vorfälle, die deren Dogmen zuwiderlaufen, haben das Potential, Skandale auszulösen, gleichzeitig zeigt sich an ihnen, wer und was an der Macht ist.

Göttin

Und höre nun demütig die Worte: Keine Mumu soll jemals für schnöden Mammon zu haben sein, denn der Mammon besudelt ihre Heiligkeit, ihre Weiblichkeit, die da geehrt gehört und höher steht als alles, was der Mann da schafft und wirkt. (Aus den Schriften Egalias, offenbart 27 anno dominae)

Soso, Sie sind also ein Freier, Sie elendiger Sünder? Ich hatte dazu mal eine interessante Diskussion mit einer Feministin, die erstaunliches zu Tage brachte: Die Verfolgung der Freier nach dem schwedischen Modell – nur der Käufer nicht die Anbieterin wird bestraft – wird auch dann angestrebt, selbst wenn klar ist, dass das den Sexarbeiterinnen schadet. Und zwar erklärte sie mir, wenn irgendwo eine Frau „käuflich“ sei, dann würde das auch sie betreffen. Daraus wurde ich nicht schlau, aber leider verweigerte sie mir eine Erklärung. Man könnte sich das jetzt so erklären, dass Prostituierte den Marktwert einer Vulva senken. Stichhaltiger aber ist, dass die Frau sakrosankt ist und es damit einer Gotteslästerung, Entweihung gleichkommt, wenn eine Muschi für Geld genutzt werden kann – meine Diskussionspartnerin verfügt dann nicht mehr über was heiliges, sondern nur profanes.

Ähnliches gilt für Pornografie: Da die Frau heilig ist, ist es Frevel, wenn sie als ganz normaler Mensch bei einer menschlichen Tätigkeit gezeigt wird, noch dazu, wenn dieses Herzeigen allein der männlichen Befriedigung dient (dass Pornos auch Frauen anturnen, lassen wir mal beiseite).

Oder sexuelle Belästigung: Pillepalle wie ein schlechtes Kompliment können eine ganze nationale Debatte auslösen, während es kein Thema ist, wenn Obdachlose erfrieren. Vielmehr erregt man sich darüber, dass so einer Mimose nicht der zustehende Respekt gezeigt wurde, der ihr als eine Gottheit nunmal zusteht. Dabei soll der Frau die Allmacht zugestanden werden, dass allein sie entscheidet, was Lästerung ist und was nicht: Sexuelle Belästigung ist, was die Frau als sexuelle Belästigung empfindet. Womit der Willkür Tür und Tor geöffnet wird, was aber ebenfalls kein Problem darstellt, da der göttliche Wille unfehlbar ist.

Ähnlich bei Vergewaltigung: Auch hier soll der Frau Definitionsmacht zugestanden werden. Sie definiert, was ein Übergriff mithin Vergewaltigung ist und dieses Urteil darf auch nicht kritisiert werden; der Beschuldigte hat nicht das Recht, sich zu verteidigen, da jede Verteidigung die göttliche Definition antastet. Damit hängt eng zusammen, dass Feministen kein Problem mit Falschbeschuldigung haben, sondern sogar dazu anleiten. Sie wissen also genau, dass es hier unschuldige Männer trifft, wobei aber ein Mann gar nicht unschuldig sein kann: Sollte die Göttin ihn bezichtigen, dann hat er es auf jeden Fall verdient, was schon allein dadurch bewiesen wird, dass sie ihn falschbeschuldigt, denn das heißt, dass er irgendwie den heiligen Zorn der Göttin auf sich gezogen hat, also wird er zu Recht vernichtet. Deshalb haben Feministen auch ein Problem mit dem Rechtsstaat, zumindest dann, wenn er auch Männer davor schützt, unschuldig in den Knast zu gehen. Und wo wir schon beim Rechtsstaat sind: Es gab bereits ernsthafte Forderungen, Frauengefängnisse abzuschaffen; heißt, eine Kinderfickerin soll nicht in Haft, denn sowas wie eine Sexualstraftäterin gibt es nicht, denn sie ist die Göttin, nicht der Teufel.

Ernst gemeint sind auch die Bestrebungen, den Göttinnen ein Tötungsrecht zuzubilligen, die Rede ist von der sog. Tyrannentötung. Wenn ein Frau angibt, einen häuslichen Gewalttäter, also den Tyrannen getötet zu haben, soll sie freigesprochen werden – und welche Mörderin würde das dann nicht machen? Daraus ergibt sich die göttliche, diktatorische Macht, ein Menschenleben zu beenden.

Oder Sorgerecht: Die Kinder sind Eigentum der Mutter, und wenn sie die Entscheidung trifft, dass sie die einzige Bezugsperson für ihr Kind sein soll – Du sollst keine anderen Götter neben mir haben – dann wird das in unserer Gesellschaft so umgesetzt und der Vater muss erleben, dass er vom Kind verteufelt wird, denn wo eine Göttin, da ist auch der Teufel nicht weit – ihre Heiligkeit bedingt seine Bösartigkeit im Kontrast dazu.

Und natürlich darf man auch keine Witze über Frauen machen – eine bittere Lektion für den Nobelpreisträger Tim Hunt, der wegen einer harmlosen Fotzelei seine Anstellung verlor; er, der mit seiner Forschung Menschen geholfen hat im Gegensatz zu repressiven neumodernen Gotteskriegern – denn nichts ist für heilige Dinge so gefährlich wie das Auslachen:

Der Witz wird von fragilen Naturen naturgemäß besonders kritisch gesehen. Erstens wohnt ihm immer ein anarchistisches Element inne, deshalb bringt er einen ja auch zum Lachen. Jeder Witz ist zudem latent subversiv. Nichts fürchten Menschen, die für eine große Sache streiten, mehr als das Gelächter. Moral lebt vom Pathos. Der Witz erinnert daran, dass es vom Erhabenen zum Lächerlichen nur ein kleiner Schritt ist.

Der Sozialwissenschaftler Djadmoros bringt es auf den Punkt:

»Weiblichkeit« als Inbegriff des Nicht-Entfremdeten der modernen Gesellschaft. Weiblichkeit ist sakral: sie kann durch den geringsten lüsternen Blick entweiht und durch die geringste »Mikroaggression« profaniert werden, den subjektiven Standpunkt einer Frau in Frage zu stellen, ist Lästerung, die geringste Dissonanz, die ihrem Selbstbild zugemutet wird, macht sie zum Opfer, listen and believe ist darum die einzig legitime Form, sich einer Frau zu nähern, aber es wird Dir verlohnt, denn allein, dass sie Dir ihre Aufmerksamkeit zugnadet, heilt Dich von den Skrofeln und dem inneren Aussatz Deiner elenden Existenz!

Frauen ergehen sich kraft ihrer höheren Intuitionen stellvertretend für uns alle in unnachahmlich tiefspürendem Sinnen über den Zustand der Welt und die Wege zu ihrer Besserung, und in ihrer Gnade schließen sie sogar den ursündigen Mann in den Kreis der heilsfähigen Wesen ein, wenn er denn sein verstocktes, toxisches Herz von der Frohbotschaft der weiblichen Friedfertigkeit anrühren lässt und in tiefempfundener Zerknirschung seine patriarchale Hülle von sich stößt.

Ich hab‘ nix freudliches zu sagen…

Eine Talkshow. Zwei Feministinnen gegen zwei Männerfreunde, genauer vier Feministen gegen zwei Männerfreunde, denn die Moderation kommt nicht ihrer Pflicht nach, unparteiisch zu sein sondern ist deutlich feministisch orientiert.

Es ging um das #Aufgekreische von Personen wie die Wizorek, die sich darüber empörte, dass ihr mal ein Student eine Hand auf’s Knie gelegt hatte, und der für solche Pillepalle eine Bühne geboten wurde – da habe selbst ich schlimmeres erlebt. Und wenn ein Professor eine Studentin anflirtet, dann kann das schon mal in einer Ehe münden, aber von sowas wollen Feministen nichts wissen, für sie sind sich annähernde Profs „gruselig“; nun, ich find’s gruselig, wenn sich mir Schwarze annähern, so hat halt jeder seine Vorlieben.*

Am Ende will der Moderator die Debatte versöhnlich enden lassen, das einzige, was ihm in der Sendung positiv anzurechnen ist, und fordert die Beteiligten auf, eine schöne Erfahrung mit Vertretern des anderen Geschlechts zu erzählen. Die Männerfreunde können dies, und machen das auch gerne. Anders die Feministinnen. Nach der ganzes Giftspritzerei weigern sie sich, was gutes über Männer zu sagen, so als ob durchgehend alle ihre Erfahrungen mit Männern Erfahrungen mit Unholden waren. Keine Versöhnung, stattdessen Hass, Hass, Hass.

Es ist halt doch Geschlechterkrieg, nur dass die Männer noch nicht gemerkt haben, dass Krieg gegen sie geführt wird oder aber: Wenn sie es merken, und z.B. als Väter ihre Kinder nicht mehr sehen können, dann ist es zu spät.

*DAS WAR ZYNISMUS UND SOLLTE DEN SEXISMUS BLOßSTELLEN, HERRGOTT NOCHMAL!

Nur weil sie eine Frau ist? Ja.

Sobald Frauen was nicht passt, sie Gegenwind erhalten, ziehen sie die unwürdige Nummer durch, das läge nur an ihrem Geschlecht – als ob noch nie ein Mann wegen irgendwas zurücktreten musste.

Unzählig das Maulen, Baerbock würde deshalb angegriffen, weil sie eine Frau ist. Tatsächlich verhält es sich genau anders rum: Während ein Mann wie von und zu Guttenberg gehen musste – zurecht übrigens – konnten sich Giffey und Baerbock relativ gut halten. Und bei dem inkompetenten und gefährlichen Schwachsinn, den Baerbock so von sich gibt, wäre sie als Mann längst gegangen worden.

Dieses Verweisen auf das Geschlecht befreit eine davon, sich inhaltlich auf Kritik einzulassen, sich verteidigen zu müssen, wo ein Verteidigung gegen Kritik vielleicht gar nicht möglich ist, da sie zutrifft. Weiter wird damit der Kritiker moralisch diskreditiert: Sie baut Scheiße, er weist daraufhin, sie sagt „Mäh, weil ich eine Frau bin“ und dann ist er es, der schlecht dasteht. Dabei aber beweist das das genaue Gegenteil einer frauenfeindlichen Gesellschaft. Wäre sie frauenfeindlich, könnte man mit dem Verweis auf das weibliche Geschlecht keinen Blumentopf gewinnen. Welcher Mann könnte sich denn schon damit rausreden, er werde attackiert „nur weil er ein Mann ist“? Es würde nicht interessieren, es wäre so egal wie ein toter Trennungsvater.

Aber in gewisser Weise haben sie recht:

Hofiert und umschmeichelt. Warum? Nur weil sie eine Frau ist.

Warum ist dieser Femizid nicht im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert?

Eine Frau fragt:

„Am 3. August 2014 fallen IS-Kämpfer im Siedlungsgebiet der Ezîden im Irak ein. Sie töten die Männer, vergewaltigen die Frauen systematisch. Warum ist dieser Genozid, der ein Femizid war, nicht fest im öffentlichen Bewusstsein verankert?“

Der Kommentator Matze antwortet (ohne dafür bezahlt zu werden):

Wahrscheinlich weil diese Genozid, wenn, dann ein Androzid war und der kümmert das öffentliche Bewusstsein nicht.

yx: Und die Autorin auch nicht.

Kindsmord als Symptom des Frauenhasses

Die Frauenfeindlichkeit unserer Gesellschaft zeigt sich zum Beispiel daran, dass breit darüber berichtet wird, dass jeden dritten Tag ein Mann seine Frau umbringt, es aber so gut wie unmöglich ist, herauszufinden, wie oft das umgekehrt der Fall ist – es interessiert schlicht nicht. Es ist egal.

Die Frauenfeindlichkeit unserer Gesellschaft zeigt sich daran, dass es keine Meldung wert ist, wenn mehr Männer als Frauen gewaltsam sterben, aber sofort darüber berichtet wird, wenn sich dieses Blatt wendet.

Und die Frauenfeindlichkeit zeigt sich aktuell in auch in Spanien. Dort wird vorgerechnet, wieviele Kinder durch ihren Vater ermordet wurden, nämlich 39 in 8 Jahren. Das ist für die Frauen- Gleichstellungsministerin eine „Staatsangelegenheit“, denn diese Gewalt diene dazu, Mütter dort zu treffen, wo es am meisten weh tut. – nennt man sowas eigentlich Instrumentalisierung?

Ich kannte mal einen Vater, dessen vierjährige Tochter verstarb. Die haben ihn eingewiesen, weil er selbstmordgefährdet war. Aber sicher, sicher, wenn eine Mutter ihr Kind tötet, dann kümmert das den Vater nicht weiter, denn von den Männern wissen wir ja, dass sie zu Liebe unfähig sind, deswegen trifft es sie auch nicht dort, wo es ihnen am meisten wehtut. Deshalb klären uns Drecksblätter wie die FAZ darüber auf, dass Väter Kinder töten… Halt. Ist das wirklich so?

Man weiß bereits (nicht), dass Gewalt gegen Kinder überwiegend von Müttern ausgeht. Die meisten Kinder machen ihre erste Gewalterfahrung durch die Hände ihrer Mütter. Und wenn ein Kind einen gewaltsamen Tod stirbt, dann ist sein Mörder ebenfalls in der Regel die eigene Mutter – nur ohne die Propaganda, dass jeden dritten Tag eine Mutter ihr Kind umbringt. Aber vielleicht ist es ja in Spanien anders? Ist es nicht, der Kommentator Matze hat gebohrt, und weiß folgendes zu berichten:

„Aus all diesen Daten können wir anhand der Prozentsätze erkennen, dass 7 von 10 ermordeten Kindern von Frauen ermordet werden und 3 von 10 Kindern von Männern ermordet werden.“

Also auch in Spanien. Auch in Spanien töten mehr Mütter mehr Kinder. Dagegen gibt es aber keine „Frauendemonstrationen.“ Frauen demonstrieren nicht gegen Kindsmord, wenn ihrer Schwestern die Mörderinnen sind. Dann ist es egal, dann wird es unter den Teppich gekehrt mit Hilfe einer „Gleichstellungsministerin“ und willfährigen Medien, die mit grob manipulativer Berichterstattung mal wieder das Bild vom Mann als Täter zeichnen – aber Hey! Wenn Mütter töten, waren sie überfordert; wenn Väter töten, dann aus Bosheit und Machtwillen! Muss man wissen als aufgeklärter Bürger unserer modernen, progressiven Gesellschaft. Man muss darüber mal meditieren: Mehr Frauen als Männer töten Kinder, aber Anklage erhoben wird gegen wen..?

Es zeigt mal wieder auf: Es geht nicht um Schutz von Kindern sondern um Hetze gegen Männer.

Das zeigt auch, dass im Feminismus wie im Mainstream die Frauen noch vor den Kindern kommen. Zum Beispiel Antje Schrupp: Für sie haben nur die Interessen der Frau Berechtigung, denen sich das Kind bis in den Tod oder dem Weggeben in fremde Hände anzupassen hat:

Stattdessen müssen wir sagen: Du kannst abtreiben, das ist nicht sozial stigmatisiert. Du kannst auch das Kind bekommen und allein oder mit anderen Leuten großziehen. Es gibt dafür gesellschaftliche Unterstützung, du stürzt dadurch nicht in Armut. Oder du kannst das Kind zur Adoption freigeben, und auch dann erfolgt keine Stigmatisierung. Eine Frau soll keinen Mann brauchen müssen, um ein Kind zu gebären.

Man kann es niemals wissen…

[Kontext: Es geht um Rassismuserfahrungen, die ein Weißer niemals nachvollziehen könnte.]

GOI:

Weiter schreibt sie:
“ Ich werde niemals wissen, wie es sich anfühlt, in Deutschland schwarz zu sein. Ich weiß auch nicht, wie es sich anfühlt, offen lesbisch zu sein. Ich wurde nie aufgrund meiner Herkunft diskriminiert. “

Sie wird auch nie wissen, wie es ist einberufen und gemustert zu werden. Sie wird nie wissen, wie es ist als Mann für alles schuldig zu sein.
Sie wird wissen, wie es ist, männlichen „Privilegien“ zu haben …

Kommentar yx:

Da sie es niemals wissen kann, wie jede Frau, stellt sich die Frage, ob Frauen mitreden dürfen…

Liebe Pseudolinke: Wenn ihr über Nazis sprecht

Liebe Pseudolinke,

wenn ihr über Nazis – also z.B. auch über solche wie mir sprecht – dann fügt bitte immer hinzu, ob ihr jetzt Nazis meint, oder echte Nazis. Schreibt unbedingt immer dazu, ob das echte Nazis sind, von denen ihr redet, sonst ist es einem als Leser einfach nur egal.

Danke.

Wokesprech: „gelesen als“

Wird als schwarz gelesen. Aber was bedeutet das? Ganz einfach: Sie ist tatsächlich schwarz. Das ist die Hautfarbe. Nicht ihre Persönlichkeit.

Sprache ist ein Instrument um Ideen zu transportieren. Es ist z.B. ein Unterschied, ob ich von Migranten oder Invasoren spreche oder auf der anderen Seite von Asylberechtigten. Es macht keinen Sinn, einem Asylberechtigten, der von Afrika nach Italien und von Italien nach Deutschland „geflüchtet“ ist, zu unterstellen, er wolle lediglich in das deutsche Sozialsystem migrieren – denn das widerspricht der Definition eines Menschen, der ein legitimes Anrecht auf Asyl hat. Mit der Wahl der Begriffe wird Politik gemacht.

Eine der Lieblingswendungen in der woken Sprache ist, dass Menschen „gelesen“ oder „markiert“ werden. Das liest sich z.B. so:

Mittlerweile wird in rassismuskritischen Diskursen vermehrt davon gesprochen, dass Menschen „als xy gelesen“ und „als xy markiert“ werden: zum Beispiel redet man von „als Schwarz gelesenen“ oder „als Asiatisch markierten“ Personen. Dadurch wird – ähnlich wie bei der Rassifizierung – deutlich, dass man sich nicht aneignet, wie Menschen tatsächlich sind oder sich identifizieren, sondern es auch eine gesellschaftliche „Lesart“ anderer Menschen gibt. So etwas wie eine Art Interpretation aufgrund äußerlicher Merkmale.

Das ist trivial. Wir alle interpretieren. Wir alle haben bestimmte Bilder und Überzeugungen, wonach wir das, was wir vorfinden, beurteilen. Es gibt Eigenschaften, und es gibt die Bewertungen von Eigenschaften, die man wahrnimmt. Und darin sind wir übrigens auch sehr unterschiedlich, es gibt keine allgemeingültige „gesellschaftliche Lesart“: Der eine will einen Schwarzen rausschmeißen, der andere küsst ihm die Stiefel und der nächste wiederum will ihn erstmal näher kennenlernen, bevor er sich ein Urteil bildet.

Aber Ok, der Schwarze ist also gar nicht schwarz, sondern wurde nur so „markiert„. Soll heißen, ein anderer Weißer kam vorbei und hat ihn schwarz angemalt – und das obwohl Blackfacing eine ganz doll böse Sache ist. Weiße sind halt das letzte.

Oder gelesen als… Zum Beispiel gelesen als schwarz, gelesen als Frau. Wenn es von Seiten der Woken heißt, jemand würde als „schwarz gelesen,“ was zugleich falsch sei, weil dieser Vorgang der gelesenen Person nicht gerecht werde, wird jemand aufgrund des bloßen Sehens verurteilt. Das ist bösartig und totalitär, ein Gedankenverbrechen, für das man den Prozess gemacht bekommt, wobei man sich schon durch den bloßen Akt des Wahrnehmens schuldig gemacht hat, etwas also, was sich der eigenen Kontrolle schlicht entzieht. Denn die Eigenschaft „schwarz“ wird eben nicht durch den Vorgang des Lesen festgelegt, sondern ist eine real existierende Eigenart der wahrgenommenen Person. Wie der Wahrnehmende dann dazu steht, welche Urteile er über Männer, Frauen, Schwarze fällt, ist eine ganz andere Geschichte.

Es wäre angebracht zu sagen, dass man die tatsächlich vorliegende Eigenschaft „schwarz“ interpretiert. Und hier könnte man dann auch Klischees und Vorurteilen sprechen, z.B. das Vorurteil, dass sämtliche Schwarze selbstgefällige Rassisten wären, die sich in einem Opferkomplex suhlen, unverschämt aufführen und Weiße anklagen für Verbrechen, die sie nicht begangen haben – ein Vorurteil, das nicht zutrifft.

Wo wir jemanden für eine bloße Wahrnehmung anklagen, haben wir es mit Leugnen von Wahrheit zu tun, denn nicht der rassifizierte Blick legt die wahrgenommene Eigenschaft fest, sie existiert tatsächlich beim Farbigen. Dass sich diese Eigenschaft allein im Blick des Beobachters fände, ist eine Komponente einer Doppelbindung. Doppelbindung bedeutet, dass man vor zwei Alternativen gestellt wird, aber beide falsch sind, dass man bestraft wird, egal welche Entscheidung man trifft. Doppelbindungen werden in der Folter angewendet, um Gehirnwäschen vorzunehmen, finden sich aber auch in toxischen Beziehungen z.B. zwischen Mutter und Kind. Im Rassismusdiskurs bedeutet es, dass man Hautfarbe einerseits nicht sehen, lesen soll – andererseits aber machen woke Farbige die ganze Zeit nichts anderes, als auf ihrer Hautfarbe herumzureiten und zu fordern, sie auf dieser Basis als Opfer anzuerkennen. Es ist ein totalitäres Ansinnen, dass richtige Denken – welches unter der Doppelbindung eben niemals richtig sein kann – durchsetzen zu wollen mit dem Anspruch, dass Hautfarben gar nicht erst wahrgenommen werden sollen, da das „Lesen“ oder „Markieren“ – also die bloße unmittelbare Wahrnehmung – bereits falsch sei und Rassismus verkörpere. Jemanden aber – ich wiederhole mich – aufgrund von bloßer, unmittelbarer Wahrnehmung anzukleiden und zu verurteilen trieft nur so vor Bösartigkeit und schließt von vornherein einen Freispruch aus – in der kritischen Rassentheorie ist der Weiße immer ein Rassist, sein Leben lang; er kann höchstens eingestehen, einer zu sein und daran arbeiten, dann ist er ein etwas besserer Rassist, der es immerhin einsieht, aber er bleibt dennoch ein Rassist.

PfefferundSalz über Cancelculture

PfefferundSalz:

Es geht bei der Chancel Cultur nicht um das Niederbügeln, das ist ein Shitstorm und der ist schnell wieder vorbei. Bei der Chancel Cultur wird Druck auf deinen Arbeitgeber, deine Kunden, deine Bank, die Geschäfte welche dir etwas verkaufen und auf deine Freunde ausgeübt, die Geschäftsbeziehungen und den Kontakt mit dir abzubrechen. Es ist der Versuch der Vernichtung deiner wirtschaftlichen und sozialen Existenz. Und das alles unter Umgehung des Staates der die Hände hebt und sagt „meine Hände sind sauber“. Da die meisten Boykotte allerdings gegen eher unbequeme Personen passieren, sieht der Staat, der in erster Linie von den Leitmedien kontrolliert und dirigiert wird, kein Interesse daran etwas zu verändern. Im Gegenteil, werden doch „NGOs“ immer wieder dazu verwendet genau dies zu machen. So wie der Söldner heute im Ausland für den Auftraggeber mordet und der Staat damit saubere Finger behält, so agieren diese „NGOs“ immer mehr als ein verlängerter Arm der Geheimpolizei um vermeintliche Störenfriede auszuschalten. Klappt dies dann ausnahmsweise mal nicht, kann der Staat immer noch direkt wirksam werden und auch wenn der Geheimdienst irgendwann von den Gerichten zurückgepfiffen wird, gehen da schon gerne einmal Jahre ins Land, in welchen Schaden, der nicht mehr gut zu machen ist, angerichtet wurde.
Deswegen ist es lächerlich auf China und seinem restriktiven System rumzuhacken, wenn unser System hier genauso restriktiv ist. Nun unsere Akteure sind etwas anders gestaltet, damit sie „Demokratie“konform sind. Ansonsten ist es dasselbe. Immerhin ist in China der Staat daran interessiert die Massen wohlhabend zu machen, während hier nur eine Elite wohlhabend sein soll.