Archiv der Kategorie: Diversity

Treffen sich zwei Linke…

Sagt der Soziallinke zum Kulturlinken: „Die reichsten 85 Menschen der Welt besitzen so viel wie die 3,5 Milliarden Ärmsten.“
Der Kulturlinke antwortet: „Kein Problem, aber sind unter den 85 auch Frauen, Schwarze, Homo- und Transsexuelle?“

(geklaut)

Die Zerstörung der Linken.

Die Kommunisten sind schuld…

Wie vernageltes Denken zur falschen Diagnose und damit zur falschen Therapie führt. In dem höchst lesenswerten „Vom Verlust der Freiheit“ führt der Autor Raymond Unger aus, wie der Great Reset ein Projekt des Großkapitals zur Profitmaximierung und totalen Kontrolle ist, um dann am Ende das alles so zu interpretieren, das sei irgendwie kommunistisch, als ob Black Rock vorhätte, seine Profite an die Arbeiterklasse auszuschütten.

Oder Danisch bezieht sich auf die neu beschlossene Gesetzgebung zur Zensur, über die es heißt:

„das Ergebnis massiver Lobbyarbeit der Content-Industrie und Rechteinhaber“

also ebenfalls ein kapitalistisches Projekt, nur um dann zu schließen, das wäre irgendwie: „marxistisch-illusionistischer Phantasiegesellschaften”.

Ich persönlich schätze das neue Gesetz so ein, dass es auch für diesen Blog hier der Todesstoß sein könnte – freie Meinungsäußerung ist einfach nicht erwünscht -, und wenn man mit der falschen Diagnose an das Problem herantritt, wird man auch auf die falsche Problemlösungsstrategie verfallen und so zu keiner Lösung gelangen. Und nur weil sich ein Unternehmen mit Diversity schmückt, heißt das nicht, dass sich irgendwas an seinen kapitalistisch-neoliberalen Ausbeutungsverhältnissen ändert – sie geben sich einen modernen, progressiven Anstrich – „kommunistisch“ – aber die Knechtschaft wird umso erdrückender. Nach dieser Logik waren auch die Sklavenhalter der Südstaaten Kommunisten.

Crumar zu Diversity und dem ihn zugrundeliegenden Essentialismus

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen.

@Christian

„Gut, die Frage wäre, welche Art von Feministinnen das hier gefordert haben. Bei Differenzfeministinnen wäre es wenig überraschend, dass sie zB eine essentialistisches Weltbild vertreten.“

Differenzfeministinnen vertreten ein offen essentialistisches = biologisch/biologistisches Weltbild.
Betrachtet man den Begriff der „Diversität“ (diversity) in diesem Kontext, dann wird klar, die Integration von unterschiedlichen Sichtweisen nach Geschlecht beruht auf der Voraussetzung, dass diese Sichtweisen sich aus dem Geschlecht ableiten lassen.

Waren in einem Arbeitsumfeld vorher nur Männer tätig, so handelt es sich um ein homogenes Umfeld mit demzufolge homogenen Sichtweisen.
Das ist die eigentliche, stillschweigende Grundannahme.

Angenommen es wäre wirklich so, so existierten blinde Flecke in unserer (Männer) Wahrnehmung, die zu systematischen Fehlentscheidungen führen würden.
Die Ergänzung der homogenen Sichtweisen durch die Integration anderer Gruppen, mit je eigenen Sichtweisen schafft ein vielfältiges, heterogenes Arbeitsumfeld, das solche blinden Flecken verhindert. Das ist die Hoffnung.

Das Problem ist, diesen anderen Gruppen wird damit eine andere Sichtweise unterstellt, die sie nur haben, weil sie Mitglied dieser Gruppe sind.
Qua Ergänzung der Gruppe der Männer durch eine weitere Gruppe der Frauen wird ein diverses = heterogenes Arbeitsumfeld geschaffen, weil der homogenen Gruppe der Männer die homogene Gruppe der Frauen hinzugesellt worden ist.

Nun zur Crux dieses – gut gemeinten – Ansatzes:
1. Sichtweisen eines Individuums lassen sich aus seiner Zugehörigkeit zu einer Gruppe ableiten,
2. ist die Gruppe das Geschlecht, so eben die Sichtweise aus dem Geschlecht, seiner Biologie.
3. „Diversität“ ist die Addition bestimmter, intern als homogen vorausgesetzter Gruppensichtweisen, die sich
4. unveränderlich aus eben diesen Gruppen und ihren (biologischen) Merkmalen ergeben.

Die Vielfalt der intern homogenen Gruppen von Geschlechtern beruht auf ihrer Ungleichheit, die wiederum auf ihrer Biologie basiert – das ist essentialistisch.
Wozu müsste man der als homogen vorgestellten Gruppe „der Männer“ eine als homogen vorgestellte Gruppe „der Frauen“ hinzugesellen, wenn sich diese nicht unterschieden und die andere Sichtweise „der Frauen“ sich nicht aus ihrem Geschlecht ergeben würde?

Wer die Gleichheit der Geschlechter betont wird bemerken, dass sich Vielfalt der Geschlechter in diesem Ansatz nur herstellen lässt, wenn sie ungleich sind und bleiben.
Und es gibt keinen Grund dafür, Differenzen zwischen den homogene Gruppen nach dem (biologischen) Merkmal X zu überwinden, denn diese Differenzen sind Grundlage der Theorie.

„Diversity“ ist nur vorgeblich ein sozialkonstruktivistisches Vorhaben, es ist ein verkappt biologistisches Konzept, das die Probleme eher verschärft, als ein Ansatz zur Lösung darzustellen.

Magarete Stokowski: „Diversität im Schlafzimmer“

Magarete-„Frauen-wollen-ihre-Vulva-zurück“-Stokowski, die sehr gut darin ist, feministische Totalitarismen zu verschleiern und damit ihre Leser in die Irre zu führen:

Petersons claim to fame ist es, dass er [Jordan Peterson] sich 2016 von den Plänen der kanadischen Regierung unterdrückt fühlte, ein Gesetz einzuführen, das Transgender vor Diskriminierung durch falsche Bezeichnungen schützen soll. Peterson befand sich davon in seiner Redefreiheit eingeschränkt. […] Stattdessen viel Platz für Beobachtungen wie diese: „Aber gerade die radikale Linke hat einen Knoten in der Unterhose wegen der sexuellen Übergriffe. Die #MeToo-Bewegung ist überall. In 20 amerikanischen Staaten haben wir Gesetze, die die ausdrückliche Zustimmung zu Sex regeln.“ Ja, grausame Zeiten, in denen man Leute nicht ungefragt vögeln darf.

…hat einen neuen Coup gelandet:

Während Transsexuelle vor falscher Anrede geschützt werden und verschiedene Städte das bloße Mitmeinen der halben Bevölkerung in der Amtssprache unterbinden, sieht es in vielen Schlafzimmern immer noch so aus, als ob wir uns im dritten Reicht befänden, unter der Herrschaft von Nazis, die die vielfältigen, diversen Geschlechter auf zwei reduzierten und damit eine binäre Ordnung durchzusetzten. […] Es ist falsch, Transsexuelle oder Frauen sprachlich zu diskriminieren und genauso ist es falsch, die heteronormative Zwangssexualität im Bett zu reproduzieren. […] Hier im Schlafzimmer, beim Liebesspiel, das für viele Frauen weniger Vergnügen als ein Joch ist, wird die letzte Schlacht geschlagen, gewinnen die diversen Geschlechter abseits der Binarität an Leben. Wenn hier, im Intimen, die Alternativen zur Zweigeschlechtigkeit nicht durchgesetzt werden, sind sie auch im Alltäglichen chancenlos. Insofern ist es nur konsequent, für den Sex die Anwesenheit mindestens eines Trans- oder Intersexuellen vorzuschreiben. Die Klage der Mimosenmänner, die sich jetzt schon von selbstbewusst-sexuellen Frauen bedroht sehen, und ihre Angst, nicht mehr den einzigen Ständer im Raum zu haben, wird natürlich nicht lange auf sich warten lassen, kann aber getrost ignoriert werden.