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Wenn sich Männer emanzipieren…

Arne Hoffmann – «Männerbeben», Seite 274:

MattoMatteo: Was halten Sie von einer Emanzipation des Mannes? Könnte darin nicht eine große Chance bestehen?

Meyer: Wenn die Männer ihre zugewiesene Rolle genau so verweigern würden, wie das in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Frauen gemacht haben, dann herrschte Heulen und Zähneknirschen beim anderen Geschlecht. Es würden fast über Nacht alle Partnerschaften auseinander brechen. Zwölf Mitglieder einer Münchener Männergruppe machten den Versuch, bei ihrer Freundin oder Ehefrau sämtliche Rollen, die man wie selbstverständlich dem Manne aufbürdet, zu verweigern, um in Erfahrung zu bringen, was dann passieren würde. Sie weigerten sich, all die Dinge zu tun, die ansonsten ein Mann eben so zu tun hat. Sie steckten keine Geldbörse ein, wenn sie mit der Frau zum Essen ausgingen, sie weigerten sich, Chauffeur zu spielen, sie erklärten, dass sie mehr Zeit für sich selbst brauchten, dass sie keine Lust mehr hätten, als Lokal-, Konzert-, Opern-, Operetten- oder Theater-Begleiter zu füngieren, dass sie nicht mehr zum Shopping mitgehen wollten, dass es sie langweilte, ihre Schwiegermutter zu besuchen, dass sie auf Grund der Überlegung, dass das Leben so kurz sei, nur noch halbtags arbeiten werden, dass sie keinen Euro mehr für Geschenke, Klamotten und für ihre Einrichtungswünsche investieren wollten, sie rührten keinen Finger mehr bei tropfenden Wasserhähnen und ausgebrannten Glühbirnen, sie weigerten sich, der Frau ständig zuzuhören, sondern sprachen selbst von sich und ihren Problemen. Keines der Mitglieder in der Männergruppe hielt den vereinbarten Versuchszeitraum von vier Wochen durch, denn die Reaktionen des weiblichen Geschlechts waren fürchterlich: Tag und Nacht wilde Streits, Aggressionen en masse. Wut und vor allem sexuelle Verweigerung. Doch auch der Mann möchte gerne um seiner selbst willen geliebt werden und nicht nur deshalb, weil er artig sein Rollenspielchen absolviert. Die wirkliche Emanzipation des Mannes sieht ganz anders aus, als die Frauen es ihm vorgeschrieben haben. Nicht stricken, häkeln, waschen, putzen, einkaufen, Kartoffeln schälen, Salat putzen, kochen, backen, braten, abspülen, abtrocknen und Kinder hüten ist hier angesagt, sondern die Infragestellung der zugewiesenen Männerrolle, der tausend Selbstverleugnungsrituale, die er bisher ohne Murren exerziert hat.

Männer halten keine Schmerzen aus

Eine kleine Anekdote über eine Begegnung der feministischen Art. Und zwar eine Frau, die mir mit schnippisch selbstgefälligen Tonfall erklärt, dass Männer die Schmerzen, die Frauen während des Gebären aushalten müssten, nicht überleben würden. Als ich widersprach, beendete sie beleidigt das Gespräch.

Nun, die Berichte über diese Schmerzen unterscheiden sich von Frau zu Frau. Manche sprechen davon, dass es die schlimmstmöglichen Schmerzen wären. Das wäre dann eine 10 auf der 10er-Skala, ein Schmerz, der Vernichtungsschmerz genannt wird, z.B. wenn man bei lebendigen Leib verbrannt wird – schlimmer geht es nicht. Andere Frauen berichten, die Schmerzen seien aushaltbar.

Und würden Männer wirklich sterben? Mir ist noch nie zu Ohren gekommen, dass man Männer unter der Folter nicht so hart anpacken darf, da sie ja sonst versterben, was nicht Sinn der Folter ist. Zweifel bleiben also berechtigt.

Es handelt sich um emotionale Manipulation von Männern. Sieh her: Ich leide furchtbar unter der Geburt der Kinder, die Du – DU!!!! – mir angehängt hast. Du bist mir was schuldig, Du musst das wieder gutmachen, zum Beispiel, indem Du dein Leben lang für mich arbeitest.

„Zahl die Rechnung!“ oder: Kapieren es Feministen wirklich nicht?!

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Da hat eine Feministin – Njoki Chege – ein bemerkenswertes Traktat verfasst (Punkt 5), in welchem sie mit einem bodenlos selbstgerechten und menschenverachtenden Tonfall mittellosen Männern erklärt, sie sollten auf’s Ausgehen mit Frauen verzichten, wenn sie es sich nicht leisten können, sie auch einzuladen, für sie zu zahlen: „Ich möchte, dass ihr mir ganz genau zuhört, denn ich werde das nur einmal sagen; Wenn ihr es euch nicht leisten könnt, eine Frau zum richtigen Zeitpunkt auszuführen, bleibt bitte zu Hause. Wenn ihr nicht für die Getränke, das Essen und was sie sonst noch will bezahlen könnt, hängt euer Telefon aus und spielt die ganze Nacht Videospiele oder was auch immer es ist, was junge Männer tun.“

Sie erklärt also Männern, sie sollen sich von Frauen fernhalten, wenn sie sie nicht aushalten können. Damit sind Männer Geldobjekte für Frauen. Die Autorin verdeutlicht, dass an allem, was einen Mann, einen Menschen ausmacht, nur ein einziger Punkt interessiert: Sein Geld, welches er auf sie zu übertragen hat. Vermutlich geht die Autorin davon aus, dass in „patriarchalen“ Verhältnissen Männer unberechtigterweise mehr verdienen, weshalb sie dann eben auch für Frauen zu blechen haben.

Dass er aber die Rechnung für ein Date übernimmt, ist dann aber nur ein Symptom der bei Feministen verhassten Geschlechterverhältnisse, in welchem er mehr verdient, höher aufsteigt, Chef ist, und sie wiederum als Mutter zu Hause bleibt – wenn sie kann. Auf diese Weise etablieren sich Verhältnisse, in denen er ihr das Leben unterhält, die Plattform trägt, auf welcher sie sich dann ihren Kinderwunsch erfüllt, also Selbstverwirklichung betreibt. Das beschränkt sich nicht nur darauf, dass er ihr ein Getränk ausgibt, sondern hat viel weitreichendere Folgen, wie etwa die Berufswahl. Denn – wie es Njoki Chege ja klarstellt – er weiß, dass er nur mit der nötigen Kohle an attraktive Prinzessinnen rankommt. Hat er das Geld nicht, ist er ein Loser, der sich fernhalten soll. Was ergibt sich daraus? Es ergibt sich, dass er – konkurrierend um Zugang zu Frauen – sich beruflich stärker engagiert, hartnäckiger und motivierter als jede Frau ist, und zudem solche Jobs wählt, die mehr einbringen. Die Frau hingegen, die nicht dem Druck ausgesetzt ist, mal die finanzielle Versorgung einer Familie zu stemmen, diese Frau kann es sich leisten, die Tätigkeit, in welcher man viel Lebenszeit zubringen wird, nach anderen Kriterien als das Einkommen zu wählen, solche Berufe, die mehr ihren Neigungen und Interessen entsprechen, aber oft eben nicht so gut bezahlt werden und auch weniger Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Das kratzt aber nicht, sie muss nur darauf achten, sozial nach oben zu heiraten.

Er zahlt für sie. Er dient ihr. In allen Lebenslagen ist das Matriarchat so ausgerichtet, 2idi5Rydass seine Arbeit ihr zu gute kommt. Er unterhält ihr das Leben nicht nur als individueller Mann, als Ehemann oder Unterhaltszahler, sondern auch kollektiv. Er erarbeitet die Steuern und die Mittel für die Renten-, Gesundheitskassen und Versicherungen. Der Mann füllt die Kassen, die Frau leert sie. Würde der Mann genauso wenig wie die Frau erwirtschaften und das System zudem genauso belasten, es würde zusammenbrechen.

Er dient ihr, und hier ist das Zahlen ihres Getränks nur eine einzelne Facette dieses Dienens. Wenn eine Feministin wie Njoki Chege jetzt dieses Arrangement aufrechterhalten will, dann kämpft sie nicht gegen das etablierte, vermeintlich frauenfeindliche System, sondern stützt es. Ein Matriarchat, welches als ein „Patriarchat“ angesehen wird, und das sich durch all das Verhasste auszeichnet, nämlich dass Männer mehr verdienen und höher aufsteigen, aber auch etwa die größten Leistungen etwa auf dem Gebiet der Wissenschaft vollbringen. Die Agenda dieser Feministin konstituiert jene Verhältnisse, die der Feminismus angeblich überwinden will und steht zudem für toxische Weiblichkeit, die Männer allein nach ihrer finanziellen Potenz bewertet.

 

Stockholm-Syndrom und der totale Bankrott des Feminismus‘

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Diese arme Irre liebt ihren Mann gar nicht, sie leidet unter dem Stockholmsyndrom, wie Jutta Allmendinger weiß.

Amüsiert erinnere ich mich an einen männlichen Feministen, der darüber berichtete, wie er eine feministische Tagung besuchte. Er versuchte seine Männlichkeit so gut wie möglich abzulegen, tat alles, was die Arierinnen ihm diktierten, dennoch machte er alles falsch, der erhoffte Freispruch blieb aus. Das liegt daran, dass Feministinnen Sexisten sind. Und das bedeutet, dass der Mann es gar nicht richtig machen kann, das ist unmöglich, da nicht sein Verhalten, sondern sein Geschlecht falsch ist. Mannsein ist inhärent böse, das kann noch soviel feministische Erziehung nicht richten, weshalb die Nachricht, mit einem Jungen und keinem Mädchen schwanger zu sein, der Grund ist, in Tränen auszubrechen.

Denn der Mann unterdrückt die Frau – mit allem was er tut. Spricht er, betreibt er Mansplaining; sitzt er, Menspreading; macht er ein Kompliment, stülpt er ihr seine Schönheitsideale über und schon Andrea Dworkin wusste, dass es sich bei Romantik um »Vergewaltigung verschönert mit bedeutsamen Blicken« handele.

Und damit sind wir beim Thema: Nämlich, dass laut der feministischen Inquisition Ehefrauen ihre Gatten nicht liebten, sondern unter dem Stockholmsyndrom litten, das heißt: In Wirklichkeit sei ihr Liebe Ausdruck des psychologischen Mechanismus der Identifikation mit dem Aggressor, sie litten unter ihren scheinbar Geliebten. Solche Küchenpsychologie wandte bspw. Jutta Allmendinger auf Birgit Kelle an oder Alice Schwarzer gegen Esther Vilar:

Noch am Ende des Gesprächs kann sie [Alice Schwarzer] beispielweise nicht akzeptieren, dass Frauen sich ihre Position als Hausfrau selbst wählen und nach Umfragen glücklich damit sind – während Vilar schlicht feststellt, dass sie doch nicht anderen Frauen vorschreiben könne, was sie unter Glück zu verstehen hätten

Ein weiteres Beispiel für solche Küchenpsychologie ist der Mythos der „friedfertigen Frau“, nach der Frauen niemals aus sich selbst heraus moralisch verwerflich handeln können – zum Beispiel als KZ-Wärterinnen – , sondern dazu nur verführt wurden, sie sind Täter zweiter Klasse, die eigentlichen Täter sind die Männer (auch wenn einigen Überlebenden zufolge gerade die Wärterinnen besonders sadistisch waren).

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Diese KZ-Wächterinnen sind in Wirklichkeit Opfer. Des „Patriarchats“.

Der Begriff „Inquisition“ ist hierbei goldrichtig gewählt, denn genauso wenig, wie man beweisen kann, dass man keinen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist, lässt sich Küchenpsychologie widerlegen: Es handelt sich um nicht falsifizierbare Thesen, und somit macht Frau Kelle auch gar nicht erst den Versuch, mit inhaltlichen Argumenten Frau Allemendiger – Kennerin der weiblichen Psychologie – zu widerlegen.

Auch der Versuch auf all die Beziehungen hinzuweisen, in denen es keine Gewalt gibt, ist zum Scheitern verurteilt, da der Mann, auch wenn er nicht schlägt, immer noch „subtile Gewalt“ ausübt. Es ist eine geschlossene Logik, aus der man weder rein noch raus kann, ein Glaubensdogma wie die Existenz Gottes.

Zugleich ist es aber auch die totale Bankrotterklärung des Feminismus‘. Denn er ist auf diese Theorie, dass es in der traditionellen Rollenverteilung sowas wie Liebe zwischen Mann und Frau gar nicht geben könne, angewiesen, um zum einen die gesellschaftlichen Verhältnisse zu erklären – warum diese Rollenverteilung nicht tot zu kriegen ist, obwohl keine Frau dazu gezwungen als vielmehr davor gewarnt wird -, und um zum anderem sich damit zu legitimieren. Denn eine Alternativerklärung entzieht dem Feminismus die Existenzberechtigung: Die Erklärung, dass die Frau aus freien Willen zu Hause bleibt, ja, diese Rolle vorzieht, weil außerhäusliche Arbeit eben nicht „Karriere und Selbstverwirklichung“ bedeutet, wovon Feministen ständig faseln, sondern Mühsal, Entbehrung, Leid. Frauen wie Jutta Allmendinger müssen nicht wirklich hart arbeiten, anders als die Arbeiterin – Feminismus war schon immer eine elitäre Angelegenheit. Die häusliche Rolle ist die bessere, weshalb dieses Rollenmodell mit dem Frauenwahlrecht, mit welchem Frauen auf einmal bis heute die Mehrheit der Wahlberechtigten stellten, nicht abgeschafft wurde. Dieses Privileg ist dann auch die Ursache für andere Begebenheiten, die von Feministen als Benachteiligungen interpretiert werden, die geringe Präsenz in Chefetagen (weil Frauen mehr Zeit zu Hause als auf der Arbeit verbringen) oder dass Frauen weniger verdienen. Wenn man dann dazu nimmt, dass auch sexuelle und häusliche Gewalt keine Legitimation für eine femosexistische Politik ist, da Männer genauso zu Opfern werden wie Frauen zu Tätern, es sich also um ein Problem von Menschen und nicht von Männern und Frauen handelt, verliert der Feminismus vollkommen seine Existenzberechtigung.

Crumar: Geschlechterrollenwünsche der Jugend

Ein Kommentar, zu kostbar, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Die 18. Shell-Jugenstudie 2019 stützt sich auf eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2.572 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren, die zu ihrer Lebenssituation und ihren Einstellungen und Orientierungen befragt wurden.

Die hier dargestellten Ergebnisse entnehme ich der Zusammenfassung (Quelle unten), sie befinden sich auf den Seiten 25-26. Interessant ist, es handelt sich hier um die m.W. erste Zusammenfassung, die diese Themenkomplexe darstellt. Daher kann ich sie leider nicht im zeitlichen Verlauf präsentieren.
Alle Hervorhebungen und Kommentare sind von mir.

Einstieg: „Fragt man Jugendliche, wie sie sich die partnerschaftliche Aufteilung der Erwerbstätigkeit wünschen würden, wenn sie 30 Jahre alt wären und ein zweijähriges Kind hätten, sind sich junge Männer und Frauen recht einig bezüglich der idealen Rollenverteilung: In einer Partnerschaft mit kleinem Kind sollte die Frau und nicht der Mann beruflich kürzer treten.
65 % der Frauen würden gerne maximal halbtags arbeiten – und 68 % der jungen Männer wünschen sich genau das von ihrer Partnerin.“

Womit dem immer wieder geäußerten Mantra, wonach „die verhaltensstarren Männer verhindern, dass Frauen mehr Erwerbsarbeit verrichten, um Karriere machen zu können“ eine Realität entgegensteht, in der knapp zwei Drittel der befragten Mädchen und jungen Frauen eine solche Option gar nicht wahrnehmen wollen.

Hier wird es merkwürdig: „Viele Männer wünschen sich eine Rolle als »aktiver Vater«, der sich an der Kinderbetreuung beteiligt, und nur 41 % von ihnen möchten in der beschriebenen Familiensituation in Vollzeit arbeiten. Von den jungen Frauen wünschen sich etwas mehr (51 %), dass der Vater in Vollzeit arbeitet.
Insgesamt haben beide Geschlechter also recht ähnliche Vorstellungen, was die Erwerbstätigkeit eines Vaters und einer Mutter angeht.“

Zunächst einmal wollen deutlich mehr junge Frauen von (!) Männern, sie mögen Vollzeit arbeiten, als diese es für sich selbst wollen, nämlich die Mehrheit dieser jungen Frauen (auffällig ausgelassen wird, wieviel Prozent der jungen Frauen sich einen „aktiven Vater“ wünschen).

59% der jungen Männer wollen in dieser familiären Situation demnach nicht (!) Vollzeit arbeiten, aber es bleibt unklar, wie die 68% der jungen Männer, die ihrerseits Frauen zugestehen, „maximal halbtags“ zu arbeiten es für möglich halten, ohne Vollzeit-Erwerbsarbeit familiär über die Runden zu kommen.

Ich strukturiere den Text folgend in Spiegelstrichen: „Insgesamt ist es mehr als die Hälfte (54 %) aller 12- bis 25-Jährigen, die ein »männliches Versorgermodell« favorisieren:
– 10 % bevorzugen das Modell eines »männlichen Alleinversorgers« (der Mann versorgt die Familie allein und arbeitet 30 oder 40 Stunden in der Woche), weitere
– 44 % präferieren das Modell eines »männlichen Hauptversorgers« (der Mann arbeitet mindestens 30 Stunden, die Frau maximal halbtags).“

Das traditionelle Familienmodell hat längst nicht ausgedient und es wird mehrheitlich auch gewünscht. Welche anderen Familienmodelle die – immerhin – 46% der Befragten sich vorstellen wird leider nicht dargestellt. Es wird leider auch nicht regional (siehe folgend) nach West und Ost aufgeschlüsselt.

Wenig erstaunlich „sind Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern zu sehen. Junge Menschen im Westen denken hier traditioneller:
– 58 % der Männer und 56 % der Frauen würden sich eine Familie mit männlichem Allein- oder Hauptversorger wünschen, während sich im Osten dem nur
– 38 % der Männer und 31 % der Frauen anschließen.“

Das sind erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West! Meine These, es gibt zwei Patriarchate in Deutschland, bzw. zwei Evolutionen wurde wieder glänzend bestätigt. 😉

Es folgt der feministisch inspirierte Euphemismus des Tages: „Der Vater als Ernährer der Familie ist – zumindest im Westen – offensichtlich keine rein männliche Vorstellung, dieses Modell wird auch von vielen jungen Frauen favorisiert.“

Wenn 56% der jungen Frauen sich dieser Vorstellung anschließen, dann handelt es sich nicht um „viele“, sondern um die Mehrheit der jungen Frauen. Damit hat sich die Ideologie, es handle sich um eine „rein männliche Vorstellung“ gründlich blamiert.
Nicht, dass die Forscher das daran hindern würde, den gleichen Quatsch immer wieder von sich zu geben. Natürlich nicht!

Die letzte Schlussfolgerung hat eine ähnliche Qualität: „In den neuen Bundesländern erfreuen sich dafür gleichwertiger aufgeteilte Modelle deutlich größerer Beliebtheit als im Westen.“

Man könnte nämlich auch sagen, 62% der jungen Männer und 69% der jungen Frauen lehnen den „Vater als Ernährer der Familie“ ab und nur die sogenannte Minderheit der jungen Männer und Frauen vertreten im Osten eine solche Ansicht.
Traditionelle Vorstellungen vom Vater als Ernährer der Familie: Westen = Mehrheit, Osten = Minderheit – das Konzept ist eigentlich ganz einfach zu verstehen.

Hier lassen sich die Erfolge des (West-) Feminismus besichtigen: Die Mehrheit der jungen Frauen (zumindest im Westen) strebt 2019 weder eine Beschäftigung über Teilzeit hinaus an, möchte, dass der Mann Vollzeit arbeitet und sieht den Mann als Haupt- oder Alleinversorger.
Das ist die ernüchternde Bilanz nach 50 Jahren Feminismus und es steht zu befürchten, die Einführung des Gendersternchen wird daran nichts ändern, weil auch das Binnen I seltsam wirkungslos blieb…

Zumindest wissen wir nun – und auch die jungen Männer sollten es wissen – was von all den schönen Umfragen über die „modernen Beziehungsvorstellungen“ junger Frauen zu halten ist.
Mehrheitlich gar nichts – ein Fall für das Altpapier.
Ermutigend nur der prozentuale Anteile von jungen Männern, die sich eine Rolle als aktiver Vater vorstellen können. Es bleibt viel Aufklärungsarbeit für uns zu leisten. Das steht fest!

Download hier: https://www.shell.de/ueber-uns/shell-jugendstudie.html

Die maskulistische Revolution

Nach 100.000 Jahren Matriarchat ist nun die Zeit gekommen, diese Tyrannei zu stürzen und ein Patriarchat zu errichten, in welchem die Frauen ihre alten Schulden abzuarbeiten haben. Das heißt, Frauen gehen ihr Leben lang malochen und geben die Kinder und das Geld, welches sie verdienen, dem Vater.

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Nach der Revolution Frauensache

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In der neuen, besseren, gerechteren Gesellschaft werden die Frauen die harten, schmutzigen, schlauchenden Arbeiten übernehmen, etwa als Müllfrauen, Kanalarbeiterinnen oder Gerüstebauer. Auch viele Chefposten  – mit Plackerei verbunden – werden von Frauen besetzt sein, das macht aber nichts, denn diese Frauen werden einer Gehirnwäsche unterzogen, schon als Kinder durch den Vater, so dass sie ihre Macht als Männerdiener nutzen, sich als Verbündete der Männer begreifen, denen geholfen werden muss, da sie es ja so schwer haben in einer von fiesen, toxischen Frauen beherrschten Welt. So wird sie bspw. als Frau an der Macht Gesetze verabschieden, die Beschneidung von Jungen verbieten aber von Mädchen erlauben. Oder Gesetze, die unwillkommenes Verhalten von Frauen gegenüber Männern verfolgen und deren Karriereende bedeutet sowie Verlust jeglicher Reputation. Wenn eine Frau bei der Arbeit stirbt, wird das kein Thema sein. Fühlt sich aber ein Mann durch eine Frau belästigt wird das breit diskutiert und Anti-Belästigungs-Gesetze werden verabschiedet.

Die Kinder werden von den Vätern großgezogen. Den Mädchen bleut man ein, das sie ihr Leben der Gesellschaft, also den Männern und ihren Kindern zu opfern haben. Das heißt, sie arbeitet ihr Leben lang und stellt damit den Vater von der Arbeit frei. Sollte es zur Trennung kommen, muss die Mutter dennoch weiterzahlen und malochen, selbst wenn sie erleben muss, dass ihre Kinder zum Hass gegen sie erzogen werden.

Allgemein werden Männer als bessere Menschen gelten. Frauen hingegen werden als toxisch angegriffen. Da Frauen im Patriarchat – welches aber nur „Matriarchat“ genannt wird, in welchem alles zu Gunsten der Frau ausgerichtet sei – größeren Belastungen ausgesetzt sind und weniger Hilfe erhalten, weil sie grundsätzlich weniger Empathie genießen, stellen sie auch die Mehrheit und den Drogenkranken, Selbstmördern und Obdachlosen. Dies wird aber so ausgelegt werden, dass Frauen aufgrund ihrer Toxizität selbst schuld daran seien, sie müssten nur diese schädlichen Charaktereigenschaften ablegen.

Männer dürfen nahezu beliebig ihre Frauen misshandeln, die allgemeine Propaganda aber verbreitet das Bild von der brutalen Frau, unter der Männer und Kinder zu leiden haben und gegen die vorgegangen werden muss. Auch werden Frauen gezwungen, im Kriegsfall ihr Leben und Unversehrtheit zu opfern, was man aber in der Propaganda so auslegen wird, dass sie kriegsgeil wären, und deshalb Kriege führen würden, obwohl sie geführt werden.

Diese Patriarchat, Pardon: „Matriarchat“ wird das Paradies. Zwar nicht für Frauen, aber die haben ja auch eine jahrtausendealte Schuld abzutragen.

Mädchenmannschaft in den 50ern hängengeblieben

Auf Mädchenmannschaft gibt es die jämmerliche Klage, dass er nicht ausreichend im Haushalt mithilft, dass eine 50:50 Verteilung der Hausarbeit nicht oder nur selten gelingt. Darauf, dass es sich um einen längst widerlegten Mythos handelt, dass Männer faule Haushaltsmuffel seien, möchte ich auch gar nicht näher eingehen. Denn ein anderer Punkt finde ich mehr als verräterisch: Am Ende der Heularie wird mal wieder die Klage geführt, dass er – ER! Der Mann – nur selten Unterhalt zahlt.

Es kommt also im Universum dieser Mädchenmannschaft gar nicht vor, dass sie die Hauptverdienerin in der Ehe ist, sodass sie und nicht er zu Unterhalt verpflichtet wird. Sie beschweren sich darüber, dass er, der damit mehr arbeitet, sich nicht genügend im Haushalt beteiligt, nehmen aber zugleich nicht Abstand von der traditionellen Rollenverteilung.

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So halten Frauen die traditionelle Rollenverteilung am Leben.

Der Grund, warum es mit der „Gleichstellung“ nicht klappt, ist ein fatales Missverständnis im Geschlechterkrieg. Die traditionelle Rollenverteilung, in welcher sie weniger oder gar gar nicht arbeitet, ist kein Nachteil der Frauen sondern ein Privileg. Weshalb die ganzen Warnungen vor der Ehe, sei es, dass der weibliche Tätigkeitsbereich, die Küche, als „Frauenknast“ missinterpretiert wird, sei es, dass Parolen wie „Wer sich nicht wehrt, endet am Herd!“ skandiert werden, nicht fruchten. Kein Mensch, der in unserer Gesellschaft aufwächst, kann der Propaganda entgehen, wonach das Hausfrauenmodell eine Knechtung  ebendieser Frau darstellt. Dennoch streben die meisten Frauen dieses Modell an, kommen gar nicht auf die Idee, das Geld selber zu erarbeiten um es dann an Mann und Kind abzugeben. Denn es handelt sich hierbei um Propaganda, die von blöden Hühnern in privilegierten Amüsierberufen verbreitet wird, die nichts mit echter Arbeit zu tun haben. Arbeiten zu müssen, wie es für die meisten Männer gilt, ist kein Privileg, sondern ein Nachteil, und Frauen, die sich diesem Zwang entziehen können, machen das natürlich.

Wären die Rotzlöffel der Mädchenmannschaft tatsächlich emanzipiert, und würden sie eine tatsächliche Überwindung der traditionellen, privilegierten Rollenverteilung anstreben, dann wäre es selbstverständlich, dass sie sich selbst in der Unterhaltspflicht sehen würden oder aber gleich das Wechselmodell anstreben. So emanzipiert sind sie aber nicht, – Rechte ja bitte, Pflichten Nein Danke. Und so sehen sie Weibchen und Männchen ganz in den traditionellen Rollen, in welchen sie die Kinder bekommt und er auf eine Zahlfunktion reduziert wird – nix mehr mit modernen Rollenmodellen. Denn was sich zur Dauerklage über die „Unterhaltspreller“ sagen lässt: Frauen – wenn verpflichtet – kommen ihrer Unterhaltspflicht so gut wie nie nach – für eine Restfamilie zahlen, von der man nichts mehr hat, so dumm sind nur Männer, von denen sich Frauen in Sachen selbstloser Sorge eine ganz dicke Scheibe abschneiden können.

Die Pseudoemanzipierten halten also selbst genau das am Leben, was sie vorgeben überwinden zu wollen: Das primäre Privileg der Frau, von der Arbeit freigestellt zu werden, welches der zentrale Punkt ist für die gesellschaftlichen Verhältnisse – die sekundären Nachteile – die dann von Feministen beklagt werden, z.B. dass sie in Führungspositionen in Politik und Wirtschaft weniger vertreten sind oder weniger verdienen. Scheinbare Nachteile nur, denn die Männer in Chefpositionen sind Frauendiener, die bereitwillig ihr Einkommen an die Frauen abgeben.

Frauen machen kaputt – Wie Feminismus Familien zerstört

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In ihrem Buch „Rettet die Männer – Frauen machen kaputt“ beschreibt Joan Bitterman die Auswirkungen einer falsch verstandenen Emanzipation, in welcher sich Frauen auf einen rücksichtslosen Egotrip begeben zu Lasten von Kindern, Männern und ihren Familien. Dabei geht es diesen Frauen nicht um Gleichberechtigung sondern auf Vorrechte, um Macht, um das Recht auf Unrecht. Dies analysiert die Autorin anhand von rund tausend Interviews mit Frauen, die sich als emanzipiert betrachten. Das Fazit von Joan Bitterman: „Die Frauen haben die Basis für das gemeinsame Altwerden zerstört und die Männer ließen es zu. In der irrigen Annahme, progressiv, aufgeschlossen, einfühlsam, entgegenkommend, nachsichtig gewesen zu sein. Sie haben mit bestem Wollen das schlechteste Ergebnis erzielt.“

Zu Beginn noch eine Anmerkung zu der Autorin: Diese hängt offenkundig feministischen Vorstellungen an, also dass Männer an der Macht wären und der ganze Schmu. So spricht sie davon, dass es den Kaputtmacherfrauen nicht um Gleichberechtigung geht sondern um einen „Machtwechsel“, ohne zu erkennen, dass die Frauen bereits an der Macht sind – denn wenn es die Männer wären, sie würden sich gewiss nicht so auf der Nase herumtanzen lassen, besonders wenn es um die Kinder geht, die von Frauen aus einer Machtposition heraus für ihren Krieg gegen den Mann missbraucht werden. Weiter benennt Bitterman den Feminismus kein einziges Mal als Ursache des asozialen Verhalten der Frauen – auch wenn sie deren Verhalten scharf verurteilt.

In der Einleitung kommt die Autorin darauf zu sprechen, wie sie dazu gekommen ist, „Rettet die Männer – Frauen machen kaputt“ zu schreiben. Sie erzählt, wie es auf einer Party in den Gesprächen auf eine Feministin – Angelika – zu sprechen kam, die zwar großartig in ihrer Arbeit als Schwangerschaftsbegleiterin ist, aber auch viel Frust bereitet: »Weil Angelika, bei all ihrem Einsatz für die Gleichberechtigung der Frau, ein außerordentlich destruktiver Typ ist, wenn es um das Miteinander der Geschlechter geht. Wie sie Frust verbreitet, wenn sie von einer normalen Partnerschaft spricht. Und weil sie ihre Geschlechtsgenossinnen aufwiegelt, verwirrt, und sie dann hilflos zurückläßt. Denn natürlich hat ja auch sie kein Rezept für eine neue Form des Zusammenlebens. Sie hat nur Sprüche!«

Später am Abend lernt Bitterman Angelika kennen. Sie ist eine intelligente, charismatische und attraktive Frau, die allerdings auch manipulativ vorgeht, um ihre Botschaft zu verbreiten: „So verwandelt sie einen Diskurs über Salate in Minutenschnelle zu einem Statement über die Unterdrückung der Frauen durch die egoistischen, chauvinistischen Männer.“ Dann kommt es zum Schlüsselerlebnis:

„Ich rief meinen Mann an, sagte ihm, wie wohl ich mich auf der Party fühle und daß
ich vermutlich sehr viel später als angekündigt nach Hause kommen würde. »Und ich habe immer gedacht, ihr Amerikanerinnen seid viel emanzipierter als wir«, kommentierte Angelika.“

In diesem vergleichsweise harmlosen Beispiel zeigt sich die ganze Selbstsucht und Doppelmoral der Feministinnen, die auf ihre „Freiheit“ pochen. Auf den Partner Rücksicht zu nehmen, ihn zu informieren, dass es später wird, so dass er sich keine Sorgen machen muss und seine Zeit besser nutzen kann, wird als „Unterdrückung“ verstanden. Rücksichtlosigkeit dagegen als Befreiung. Zugleich aber sind diese Frauen nicht bereit, dem Partner dieselben Rechte einzuräumen. Würde man Angelika warten lassen, sie würde einem gehörig die Leviten lesen.

Sehr gut lässt sich dass am Thema Sex ausführen. Folgt man der Autorin, so bleibt nicht viel übrig von dem sonst üblichen Bild, wonach immer nur er Sex will. Die Frauen haben große Freude am außerehelichen Sex, sind geradezu ausgehungert nach einem Mann, der nicht unbedingt der eigene sein muss. Angelika: »Das war wie ein Vulkanausbruch. Ich hatte so lange mit keinem Mann mehr geschlafen, daß ich mit dem zuerst kaum aus dem Bett gekommen bin. Natürlich war es nichts Ernstes. Ich habe das damals einfach gebraucht. Ein bißchen stolz war ich außerdem nach zwei Kindern. Ich bin wieder richtig körperbewußt geworden.« Eine andere kommentiert: »Ich war ausgehungert nach einem Mann. Wir kamen während der ersten Tage nicht aus dem Bett, weil ich es so dringend gebraucht habe. Es tat mir einfach gut.«

„Es tat mir gut“ und „Ich brauchte das“, und „Es ist nichts ernstes“ sind oft verwendete Formeln, mit denen diese Frauen ihr Fremdgehen rechtfertigen. Gleichzeitig räumen sie ihren Männern dieses Recht nicht ein, sind sogar in höchstem Maße eifersüchtig, wieder zu Angelika:

„Zumal sich bei dieser gerade wieder einmal eine neue Beziehung [angebahnt hatte] »nichts Ernstes, aber körperlich wichtig, ich bin schließlich noch keine alte, sondern eine junge, virile Frau«. Ihr Mann nahm diese sehr fatalistisch zur Kenntnis. Von einem Besitzanspruch auf die immer noch mit ihm verheiratete Frau konnte nur mehr marginal die Rede sein. Ganz anders hingegen das Verhalten Angelikas, als sie
glaubte, daß Daniel eine »außereheliche« Beziehung unterhielt. Angelika steigerte sich dabei in einen Eifersuchtsrausch mit fast pathologischen Zügen. An einem Sonntagvormittag besuchte Angelika, zusammen mit Jonas, überraschend ihren Mann. Der vorausgeeilte Knabe läutete an der Haustür seines Vaters. Und dieser öffnete und begrüßte seinen Sohn herzlich. Als er Jonas aus seinen Armen entließ, war Angelika hinzugekommen. Wortlos nahm sie den Sohn bei der Hand, machte auf dem
Absatz kehrt und wollte, mit hochrotem Kopf, enteilen. Auf Daniels erschrockene Frage, was denn sei, fauchte Angelika, »… das ist doch wohl eine Unverschämtheit, du hast Besuch. Von einer Frau!« Noch am selben Nachmittag versuchte Daniel, die
Angelegenheit aufzuklären. Von Jonas wurde er dabei mit den Worten begrüßt: »Papi, welche Frau hast du heute gehabt?«

Die Frauen fordern offensiv ihr Recht auf außerehelichen Sex ein (wobei sie ihre Liebhaber in der Regel wie den letzten Dreck behandeln, besonders bei der Trennung), gestehen es ihren Männern aber nicht zu. Karin erklärt es so: »Der ist von seiner ganzen
Persönlichkeitsstruktur her gar nicht in der Lage, eine rein körperliche Beziehung zu unterhalten. Eine, bei der außer Entspannung nichts ist. Der will immer gleich geliebt
werden. Und liebt selbst auch. Das wäre schon im Hinblick auf unsere Tochter ein unhaltbarer Zustand, den ich nicht hinnehmen könnte.«

Woher kommt diese Doppelmoral, sich selbst jedes Recht rauszunehmen, es dem Partner aber aggressiv zu verweigern?

Alle diese Frauen haben Gruppenerfahrungen. Diese Frauengruppen sind in Wirklichkeit feministische Kriegsschulen. Die Frauen suchen die Gruppe im Zuge ihrer Emanzipation auf, oder weil sie sich Rat und Hilfe erhoffen für ihre Beziehung. Oder sie werden von Feministinnen eingeladen, die aktiv auf Frauen zugehen. Zu Beginn haben diese Frauen noch ein sehr realistisches Bild von ihrer Beziehung und von sich selbst. Sie sehen Defizite auch bei sich selber. In den Frauengruppen dann werden sie indoktriniert: Schuld hat der Mann. Und allein er: „Fast alle Frauen sind zu Beginn ihrer ehelichen/partnerschaftlichen Schwierigkeiten durchaus selbstkritisch. Sie stellen sich die Frage, ob und wie sehr sie ihre Schwierigkeiten selbst mitverursacht haben. Bei der Beantwortung sind sie zunächst unsicher, schwanken. Die Festlegung auf die eindeutige Schuldzuweisung an den Mann geschieht in der Regel erst in der Gruppe“

Bitterman schreibt weiter: „Fast keine der Frauen dachte zu Beginn ihrer Emanzipationskarriere daran, sich von ihrem Mann/Partner zu trennen. Vielmehr gingen sie davon aus, mit ihm gemeinsam eine Entwicklung zu durchlaufen, an deren Ende eine gemeinsame Emanzipation stehen sollte. Die Umfrage bestätigt, daß mit Emanzipation im Grunde etwas ganz anderes gemeint war. Doch dann erfuhren die Bemühungen eine Eigendynamik, wurden durch Gruppenarbeit und Analysen in andere Bahnen gelenkt. Schuldzuweisungen fanden statt, wo das Wecken von Verständnisbereitschaft gefordert gewesen wäre.“

In diesen Gruppen wird viel gelesen und diskutiert. Schnell wird dabei das feministische Bild der Welt geschärft: An allen Übeln der Welt ist der Mann schuld, man selbst ist der unschuldige, bessere Mensch. Das bedeutet der Mann muss sich ändern, er muss umerzogen werden. Da sind Streitereien vorprogrammiert, aber Rosemarie kommentiert: »Für ein Gespräch bin ich immer offen. Aber ich sage von vornherein, daß sich meine Meinung nicht ändern wird. Ich finde, wenn mein Mann seine persönliche und gesellschaftliche Situation überprüft, kann er nur zu dem Schluß kommen, daß ich recht habe.« Die Frauengruppen fungieren hierbei als regelrechte Kriegsschulen, in welchen mit Rollenspielen die Ehestreitereien eingeübt werden, mit denen dann der Mann überrollt wird. Denn es soll nicht allein darum gehen, den Sieg zu erringen, es geht auch darum – sehr wichtig – die moralische Überlegenheit innezuhaben.

Wenn so eine Frau ihr Kind missbraucht, um den Mann zu bestrafen und leiden zu lassen, dann natürlich nur im Interesse des „Kindeswohls“. So zum Beispiel, wenn die Mutter in einer Nacht-Und-Nebel-Aktion auszieht und das Kind verschleppt, Bitterman: „Angelika hatte, bevor sie ihren Mann verließ, alles genau bedacht. Mit Freundinnen hatte sie ihr Verhalten durchgespielt, ihre Aktionen gewissenhaft vorbereitet, in Rollenspielen geprobt, wann und auf welche Weise sie mit ihrem Mann nach dem Tag X wieder Verbindung aufnehmen würde. Denn ihr Tun sollte moralisch sein. Sollte Gut und Böse klar voneinander trennen: Sie, rein und gut, von dem Verantwortungsgefühl für sich und das Kind getrieben, mußte den Schnitt vollziehen. Er, böse und machtbesessen, mußte öffentlich als der Verursacher feststehen.“

Das Beste also für das Kind? Wohl kaum, Bitterman schreibt: „Die Kinder sind in über 90% der Fälle der »Knackpunkt«. Mit grauenvollen Folgen für »die Brut«, wie Angelika das formuliert. Eine Schwangerschaft, ein Kind, wird häufig dazu mißbraucht, die angeknackste Beziehung/ Ehe zu kitten. Manchmal ist der Versuch erfolgreich, mißlingt er jedoch, ist das Kind dennoch auf der Welt. Plötzlich ergibt sich dann ein Besitzanspruch auf das Kind, die Kinder. Dieser Besitzanspruch ist gleichzeitig eine Waffe gegen den Partner, die gerade während einer Auseinandersetzung gezielt eingesetzt wird Der Part des Kindes in diesem Teufelskreis ist der beklagenswerteste. Es ist von zwei Seiten »egoistischer Liebe« ausgesetzt. Es sind fast ausnahmslos Frauen, die
sich »der Kinder bedienen«. Der Kampf ums Sorgerecht wird in der Regel gewonnen.“ Und weiter: „Weitaus schlimmer ist die Aufrechterhaltung der Fassade bei der  Kindererziehung. Denn hier wird nicht wiedergutzumachend gesündigt. Über 39% der Frauen beklagen, daß ihre Kinder Bettnässer sind, Sprachstörungen haben oder andere Defekte, die ganz eindeutig auf schwerste psychische Belastungen deuten. Diese Frauen setzen ihre Kinder dem gleichen Wechselbad der Gefühle aus, mit welchem sie ihre Partner/ Ehemänner »umerziehen« wollen. Psycho-Zuckerbrot und Psycho-Peitsche finden rücksichtslose Anwendung. Weil die Väter mit ihren Kindern meist völlig anders umgehen, wird der Terror komplett.“; an anderer Stelle: „Nicht anders ist es mit der Erziehung des Sohnes. Die läßt sie schleifen, wenn sie »keinen Bock« hat. Halbwegs pünktliche Essenzeiten gibt es nicht. Wenn ihr Mann dies zufällig mitbekommt, stellt sie ihr »Laisser faire« als »moderne, kindgerechte, aufgeschlossene Erziehung« dar und wirft Daniel vor, dem Jungen gegenüber repressiv zu sein.“

Dieser „andere Umgang“ der Väter mit den Kindern zeichnet auch hier ein Bild, welches mit dem geläufigen Geschlechterbild nicht übereinstimmt. Die Väter als die besseren Eltern nämlich. Wo zum Beispiel die Mütter die Kinder als Waffe in ihrem Kampf missbrauchen oder sich die Liebe ihrer Kinder mit teuren Geschenken kaufen wollen, kümmern sich die Väter mit ausschließender Aufmerksamkeit, sind ganz für ihre Töchter und Söhne da – mit durchschlagendem Erfolg.

Nebenbei wird auch der Mythos von der Doppelbelastung entlarvt, Bitterman schreibt: „Die nach außen oft und erfolgreich demonstrierte Hilflosigkeit aufgrund der Belastung durch die Kinder ist fast immer ein Trugbild. Denn mit den Kindern kommen Frauen sehr gut zurecht. Sich hier zu organisieren, gelingt bestens. Keine der Befragten hat
behauptet, sich wegen der Kinder wirklich etwas versagen zu müssen. Doch läßt sich dies vor den Männern/ Partnern großartig verbergen. Anders wäre es auch schlecht möglich, Männern diesbezügliche Schuldgefühle zu vermitteln. Es ist ein uraltes Ritual. Bei dem Bestreben sich zu emanzipieren, greifen die Frauen auf Handlungsweisen ihrer Mütter zurück. Und geben diese Verhaltensmuster an ihre eigenen Kinder weiter. Den Töchtern wird erklärt, wie negativ es für eine Frau ist, dem Tun und Lassen der Männer ausgeliefert zu sein; die Söhne erfahren, was »ein Mann nicht tut« bzw. welche Handlungsweisen »typisch männlich« sind.“

Obwohl der Mann verteufelt wird, so will man sich in vielen Fällen doch nicht von ihm gänzlich trennen. Denn der Mann bietet Sicherheit, Bitterman: Diese Frauen führen eine Beziehung »an der langen Leine« und, wie Brigitte es formulierte, »… es ist
schön, das Gefühl zu haben, zurückzukönnen«. Und zu einer anderen: »… seiner Treue
sicher, weil er auf die Kinder nicht verzichten will« Ihre finanzielle Unabhängigkeit auf eine echte Probe zu stellen, scheut sich Ingrid, ohne es einzugestehen. Sie will keine wirkliche Abnabelung von ihrem Mann, aus den bekannten »praktischen Gründen«. »Man soll dem Finanzamt nicht mehr als unbedingt nötig geben. Und für die Kinder ist es in der Schule auch angenehmer, wenn ihre Eltern nicht geschieden sind.« Und an anderer Stelle: „Sie entwickelten regelmäßig eine Aussteigermentalität, die Stuttgarts Oberbürgermeister Rommel einmal so definierte: »Niemand steigt so weit aus, als daß er sich nicht doch in den Maschen des sozialen Netzes (hier: der Alimentation
durch den Mann) finge.« Das Geld der Schuldigen, die umerzogen werden müssen, nimmt frau also dennoch gerne.

In den Kriegsschulen, also Frauengruppen, werden immer wieder dieselben Werke gelesen: »Die Norwood zum Beispiel, und Alice Miller, den Wieck, Cornelia Edding, Margarete Mitscherlich, Alice Schwarzer und Verena Stefan. Vor allem natürlich den
Wieck.« Wieck also mit „Männer lassen lieben“. Sind ihm die Frauen dankbar? Eher nicht: »Es ist schön, zu sehen, wie ein typischer Chauvi Argumente liefert, um andere Männer niederzumachen. Der Wieck betreibt masochistische Selbstzerfleischung. Und es ist herrlich einfach, Rolf mit seinen Argumenten einzuseifen.« Angelika geht in ihrer Beurteilung des Wieck-Buches noch weiter: »Kerle wie den kenne ich zur Genüge. Die
findet man in jedem Sozialdienst. Das sind Typen, die sich selbst niedermachen, um sich anzubiedern. Nach dem Motto: Ich bin mies und schlecht, und weiß das, und deshalb will ich auf den Arm. Im Grunde ist der ein ganz armes Schwein, dem niemand helfen kann, es sei denn, er findet eine Dumme.«, und Bitterman kommentiert zu Wieck: »…der Mann ist kraftlos und schwach und die Frau hält ihn funktionstüchtig. Auf dieser
Geborgenheit baut der Mann Konkurrenzsysteme auf, Prestigekämpfe und Macht«, schreibt Wieck. Die simple Tatsache, daß Frauen, ebenso wie Männer, Konkurrenzsysteme aufbauen, Prestigekämpfe ausfechten und Macht ausüben, wird verdrängt. Es würde das Bild vom »besseren Menschen Frau« zerstören.“

Während Bittermans Buch nur noch im Antiquariat erhältlich ist, steht das Gift von Schwarzer, Wieck und Co in jeder Bücherei. Joan Bitterman hingegen berichtet, dass sie, wo es zugelassen wurde, auch therapeutische Gespräche mit ihren Interviewpartnerinnen führte. In vielen Fällen erfolgreich. Das machte sie glücklich.

EBook: Joan Bitterman: „Rettet die Männer – Frauen machen kaputt“ als Download.

Tatsächlich "Unbezahlte Arbeit"? – über das heimliche Matriarchat

[ebook] Farrell, Warren - Mythos Männermacht1

Einer der größten Mythen in der Geschlechterdebatte ist der über die „unbezahlte Arbeit“ der Frauen. Wenn man Vulgärfeministen folgt, dann leisten Frauen 90% der (unbezahlten) Arbeit aber Männer besitzen 90% des weltweiten Privatvermögens. Mit unbezahlter Arbeit ist unter anderem gemeint, dass sich die Frauen um ihre Kinder kümmern oder Zeit mit ihnen verbringen.

Der Punkt ist jetzt, dass eine Frau diese Arbeit nur dann leisten kann, wenn ein Mann ihr die Aufgabe abnimmt, sich selbst um ihren (und der Kinder) Lebensunterhalt zu kümmern. Mit anderen Worten, hier fließt eine Leistung vom Mann zur Frau, für die es aber erstaunlicherweise keinen Begriff gibt.

Ein Begriff für diese Leistung gibt es erst, wenn sich Männlein und Weiblein getrennt haben. Dann heißt der Geldstrom von Mann zu Frau „Unterhalt“ – aber wie heißt dieser Geldstrom vor der Trennung?

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Dafür gibt es keine Bezeichnung, und dass das so ist, kann Frauen nur Recht sein. Während angeblich Frauen eine „unbezahlte Arbeit“ leisten, ist jene Leistung von Männern für Frauen namenlos, sie ist kein Punkt in der Diskussion, sie ist unsichtbar, sie existiert nicht, hat aber dennoch Konsequenzen: Obwohl Männer mehr Geld verdienen, geben Frauen mehr aus. Es handelt sich um ein unsichtbares Privileg.

Keine Frau bekommt ein Kind, weil sie dazu gezwungen wäre. Sie bekommt Kinder, weil sie einen Kinder-wunsch verspürt und dann Selbstverwirklichung betreibt. Das „Heimliche Matriarchat“ zeigt sich dort, wo es sich nicht zeigt, wo eine Leistung von Männer für Frauen erbracht wird, diese aber nicht benannt wird, also unsichtbar, also heimlich ist.

Dieser Geldstrom von Mann zu Frau geht in die Milliarden. Ein Mann, der die Ernährerrolle übernimmt, malocht den Löwenanteil seiner Lebensarbeitszeit nicht für sich selbst, sondern für Frau und Kind – und muss sich dafür als „Unterdrücker“ beschimpfen lassen.

Angeblich wurden Frauen früher unterdrückt, ja sind es sogar heute noch. Nur dass sich das spätestens mit der Einführung des Frauenwahlrechts geändert hätte, da Frauen damit auf einen Schlag die Mehrheit der Wahlberechtigten stellten. Wäre die „traditionelle“ Rollenverteilung gegen den Willen der Frau, sie würde heute nicht mehr existieren. Heute gibt es kein einziges Gesetz, welches vorschreibt, dass er und nicht sie der Hauptversorger einer Familie zu sein hat. Dennoch ist dies meistens der Fall. Warum? Weil es von Frauen genauso gewollt ist – und dann auch genauso durchgesetzt wird.

Dieser heimliche Vorteil ist es, warum sogenannte „Patriarchate“ auch heute noch bestehen. Sowohl in der Geschichte als auch im Ausland sind Frauen höchst einverstanden damit, dass ihnen ihr Leben von Männern unterhalten wird, dafür nehmen sie andere Nachteile, wie sie von Feministinnen beklagt werden, billigend in Kauf.

[Nachtrag] Gender-Budgeting, oder: Wie das Geld von den Männern zu den Frauen fließt, Fazit: Männer füllen die Kassen, Frauen leeren sie.