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Frauenprivileg durch Frauenverachtung

Wenn Du schon länger hier mitliest, weißt Du, dass ich recht redundant darauf herumreite, dass das Hausfrauendasein kein Nachteil sondern ein Privileg ist. Ein Privileg? Nein! Das Privileg, das primäre, welches – da Frauen wegen dessen weniger arbeiten – dazu führt, dass sie weniger verdienen (wirklich?) und seltener Chefs sind. Aus dem primären Privileg leiten sich diese sekundären Nachteile ab.

Das Hausfrauendasein hängt aber davon ab, dass sich ein Mann findet, der sie von der außerhäuslichen Arbeit freistellt. Esther Vilar spricht davon, dass so ein Mann die Frau korrumpiert. Jedenfalls braucht dieser Mann einen verdammt guten Grund, warum er sein Leben lang malochen geht, damit sie nicht malochen gehen muss.

Ich habe gerade einen uralten und bemerkenswert schlechten Film gesehen. Selbst dort schon treten Pauerfrauen auf, aber teils demonstrieren die Bösen eine interessante Frauenverachtung. Einer sagt frei heraus, dass Frauen keine Ahnung von technischen Dingen haben, ein Anderer demonstriert seine Geringschätzung für die Frau dadurch, dass er kund tut, er würde gegen seine Gegenspielerin mit Sicherheit gewinnen. Warum? Na, weil sie nur eine Frau ist!

Eine ähnliche Frauenverachtung, aber eine wohlwollende – Feministen sprechen von benevolenten Sexismus – muss der Haupternährer pflegen, der eine Frau gänzlich von der Arbeit freistellt. Denn wenn er seine Frau für voll nehmen würde, gäbe es keinen Grund, warum sie nicht auch Vollzeit arbeiten gehen könnte. Sie muss schwach sein, denn sonst wäre es absurd, so für sie zu sorgen. Sie muss schwach sein, damit es Sinn macht, sie zu beschützen, und die meisten Männer verstehen sich als Frauenschützer.

Frauen verstehen es hervorragend, diese Illusion zu pflegen und dabei dem Mann auch noch Schuldgefühle zu bereiten ob ihrer Mühsal. Heute spricht man von Mental Load, früher war es die Doppelbelastung, zu der die Verräterin Joan Bitterman schon vor Jahrzehnten feststellte, dass diese außer in den Köpfen manipulierter Männer nirgendswo sonst existiere.

Man muss eine gewisse Frauenverachtung pflegen, um die Frau zu schonen. Das hat auch ein weiteres Privileg zur Folge: Im häuslichen Bereich werden Frauen wie Männer gewalttätig. Da man aber die Frau in solchen Angelegenheiten nicht für voll nimmt, glaubt man nicht, dass eine gewalttätige Frau ein echtes Problem für irgendjemanden darstellt, weshalb sie beinahe nach Belieben Gewalt gegen Kinder und Männer üben darf, ohne dass irgendjemand eingreift.

Esther Vilar und die Frauendiffamierung

Die große Männerfreundin, die bekanntlich die Frau als hartgesottene Ausbeuterin des Mannes entlarvte, und dafür von Frauen, die wohl um ihre Privilegien fürchteten, zusammengeschlagen wurde, berichtet über eine interessante Erfahrung, und zwar meinten ihre Geschlechtsgenossinnen zu ihr, dass man „sowas“ doch den Männern überlassen sollte.

Hm. Sie sagten nicht:

„Meine liebe Esther, das siehst Du ganz falsch. Wir Frauen lieben unserer Männer; ich liebe meinen Mann!“

[Nachtrag] Mit „sowas“ ist das Entlarven gemeint, nicht das Zusammenschlagen.

Crazy, Stupid, Love (2011)

… eine Komödie, die einen liebevollen Blick auch auf Jungen, Männer wirft und die ich wärmstens empfehlen kann. Ich spoiler so gut wie nix.

Gleich zu Beginn zeigt der Film, was das Problem in lang andauernden Beziehungen sein kann, an denen man immer arbeiten muss, denn sonst geht der Zauber, die Romantik verloren: Und so will die Ehegattin die Scheidung. Der Familienvater fällt daraufhin in eine tiefe Krise, bis sich ein professioneller Verführungskünstler seiner erbarmt, denn: „Ich möchte dir helfen. Ich möchte dir helfen, deine Männlichkeit wiederzufinden.“ und: „Deine Frau hat dich betrogen, weil Du aus den Augen verloren hast, wer Du bist, als Mann, als Ehemann und wahrscheinlich auch als Liebhaber.“

In der Nebenhandlung erwischt der Babysitter den Sohn beim onanieren, woraufhin dieser ihr seine große Liebe gesteht. Ich bin dankbar dafür, dass hier Onanieren nicht als irgendwas unanständiges gezeigt wird, sondern als Ausdruck ehrlicher Liebe und Zärtlichkeit. So will der Heranwachsende dann auch seine große Liebe für sich gewinnen, um sie kämpfen, aber ach: Der Sohn liebt den Babysitter, aber der Babysitter liebt den Familienvater.

Und zum Schluss?

„Ich bin sexy! Ich bin FSK16!“

Musikrezension: Miss Platnum – Come Marry Me

 

Hausfrauendasein als Sklaverei, das ist deren voller Ernst.

 

In dem Video „Come Marry Me“ von Miss Platnum wird der Mythos der Unterdrückung und Ausbeutung der Hausfrau reproduziert mit einer Dreistigkeit, die einem die Sprache verschlägt. Allen ernstes wird mit Szenen, die Frauen zeigen, die dem Klischee der Südstaatensklavin entsprechen, Hausfrauendasein analog zu Sklaverei gesetzt. Jeder, der sich auch nur ein bisschen mit dieser Historie auskennt, kann da nur noch in die Tischkante beißen.

Dass das Hausfrauendasein keine Unterdrückung sondern vielmehr ein Privileg darstellt, habe ich ausführlich hier erörtert. Das ist auch der Grund, warum diese Modell nie ausgestorben ist, denn: Er im Werk, sie am Herd ist den Frauen am liebsten.

Unbenannt

Im Refrain beschwert sich Miss Platnum, dass sie eigentlich nur auf sozialen Druck heiraten würde, da man sie warnt, sie sollte noch ein Baby kriegen, bevor es zu spät ist. Auch das beißt sich mit der Realität: In unserer Gesellschaft kriegt keine Frau ein Kind, weil sie irgendwie dazu genötigt wird (Migranten ausgenommen). Vielmehr verspürt sie einen Kinder-wunsch und mit dem Verwirklichen dieses Wunsches betreibt sie Selbstverwirklichung. Und dass es zu spät seine könnte, das sagen nicht nur Verwandte und Bekannte sondern vor allem auch die Natur und Biologie.

Der Bräutigam im Song ist Peter Fox. Der hält fest, dass sie einen Ehemann braucht, er hingegen eine Frau, die gut kochen und nähen kann. Das ist: Ein Witz. Von welcher Frau wird das heute noch verlangt? Mehr noch: Kein Mann, glücklicher Single, vielleicht MGTOW, braucht eine Frau mit solchen Kompetenzen, das regelt er selbst. Später im Song wird verdeutlicht, was der Anteil des Ehemanns in diesem Deal ist: Er holt sie raus aus dem Bauernhof, ihr altes Leben, schickt sie jeden Tag shoppen und zeigt ihr, wo der goldene Westen ist. Peter Fox ist also der Jackpot, den jede nehmen würde, wenn Miss Platnum ihn nicht wollte. Sie hingegen – die noch nicht mal gut aussieht – bietet, so lässt sich das Fazit ziehen: Nichts. Er alles.

Sie ist es also, die alle Vorteile, den großen Gewinn rausholt ohne selbst was einzubringen, sich dabei aber allen ernstes als versklavt versteht…

 

Staubsauger

Es klingelt, ich gehe zur Tür und öffne sie. Dort steht ein gemütlich wirkender Mann in einem nicht allzu teuren Anzug mit Vollbart und einem kleinen Bauch. Er strahlt mich an und wünscht mir einen schönen Tag und ob ich einen Miele-Staubsauger hätte.

Vertreter. Was ein Scheißjob. Menschen behelligen, weil man ihnen irgendwas verkaufen will, muss, wobei die meisten abweisend reagieren, was einem auf’s Gemüt schlägt.

Ja, ich habe einen. Er bietet mir eine kostenlose Inspektion an. Da sage ich doch nicht Nein. Während er den Sauger fachmännisch zerlegt, merkt er an, dass dieses Modell nicht über einen Allergiefilter verfügen würde wie die neuen Entwicklungen aus dem Hause Miele und die zu wirklich günstigen Konditionen zu haben sind. Ich habe kein Interesse aber lade ihn zu einem Kaffee ein. Er sagt nicht Nein.

Während er am Kaffee nippt wird er zutraulich. Er erzählt mir, wie das bei ihm Zuhause läuft. Sein Lohn ginge auf ein Konto, zu das er aber keine EC-Karte habe. Die habe nur seine Frau, die ihm ein Taschengeld gebe.

Ok. Soll ich dem gemütlich wirkenden Mann, der so freundlich-naiv guckt, einen Vortrag halten? Was für ein gottverdammter Dreck das ist, dass der Mann zu einem Leben in Arbeit gezwungen ist – was kein Privileg ist -, dass er den größten Anteil seines Einkommens an die Familie abgibt, während ihm gleichzeitig überall erzählt wird, er sei es, der in diesem miesen Geschlechtervertrag der große Gewinner wäre, der privilegierte Mann, vielleicht noch Frauenunterdrücker?

Er guckt mich gutmütig an.

Zeiten ohne Happy End

Bei einigen alten Schinken ist mir aufgefallen, dass die Liebeskomödien stets mit einem glücklichen Ende schlossen, und das hieß: Heiraten und Kinder.

Die Serie „Sex Education“ ist Propaganda. In ihr haben die Menschen Sex, was in der Wirklichkeit beim Produzenten verboten ist. Aber noch etwas anderes ist mir bei ihr aufgefallen: Am Ende gehen die, die sich lieben, auseinander, um ihre Karrieren voranzutreiben. Dem wird die Liebe geopfert. Das entspricht natürlich genau dem feministischen Ansinnen: Die Frauen sollen nicht lieben sondern malochen. Das ist zufälligerweise auch das neoliberale Ansinnen.

Was diese Frau so alles treibt (1963)

Mama ist im Fernsehen!

Diese Komödie stammt aus dem Jahre 1963 – also finsteres Patriarchat. Jedenfalls geht es um eine Hausfrau und Mutter namens Beverly Boyer, gespielt von Doris Day, die zum Werbegesicht eines Seifenherstellers wird. Ihr Mann kommt damit gar nicht klar, nämlich dass sie nun enorm viel Geld nach Hause bringt und zudem nie da ist – er schlägt tatsächlich bei einem Psychiater auf.

Der Film hat einige schöne Szenen, mit denen das „Patriarchat“ eine feine Selbstironie unter Beweis stellt: Zum Beispiel beschwert sie sich, dass er sie wohl im Haus anleinen wolle, was besonders die vierjährige Tochter empört (ich musste dabei an den Witz denken mit der Leine, die bis in die Küche reicht). Im 5-Sterne-Restaurant wird der Ehegatte dadurch brüskiert, dass es „Frau Boyer und Begleitung“ heißt und im Ehekrach brüllt er, dass alles, was er verdiene, der Familie gehöre, während alles, was sie verdiene, ihr gehöre – aber nicht als Vorwurf, wie ihn Männerrechtler wohl heutzutage vortragen, sondern als Forderung – man muss hierzu wissen, dass in früheren Zeiten ein Mann, dessen Frau arbeiten ging, als Verlierer galt, da er nicht genug verdiente, um seine Frau gänzlich von der außerhäuslichen Arbeit freizustellen.

Wer alte Komödien mag, kommt hier auf seine Kosten.

Gefangen in der Matrix: „Frauen haben es schwerer im Leben“

Amüsant an diesem Comic finde ich, dass die Wahrnehmung der Mainstreamsicht der Dinge als außergewöhnliche Fähigkeit präsentiert wird, aber zum Thema:

Ein Richter rechtfertigt seinen männerfeindlichen Sexismus folgendermaßen:

“Ich bin in Strafverfahren gegen Frauen immer wieder in Schwierigkeiten geraten und habe mich deshalb jeweils gefragt, welche Strafe würde ich gegen einen Mann bei derselben Anklage verhängen und auf diese Strafe alsdann abzüglich eines ‘Frauenrabatts’ erkannt. Ähnlich scheinen es auch meine Kollegen zu handhaben, wie die eben wiedergegebene rechtssoziologische Untersuchung ergibt. Ein Frauenrabatt ist gerechtfertigt, weil es Frauen im Leben schwerer haben und Strafen deshalb bei ihnen härter wirken.”

Der Eindruck, dass es Frauen schwerer haben in einer Gesellschaft, in der Obdachlosigkeit und Selbstmord männlich sind, ist natürlich auf feministische Propaganda zurückzuführen, wie sie uns jeden Tag um die Ohren gehauen wird. Ein Kakophonie des Jammerns und der Übertreibung weiblicher Wehwechen, die den Mann zuverlässig in eine Matrix einschließen, in welcher er nicht in der Lage ist, sich vorzustellen, wie es sein könnte, ein weibliches Leben zu führen.

Er betrachtet das Leben aus einer allein männlichen Perspektive, und das bedeutet: Arbeit. Innerhalb dieser Strukturen kann er nur hoffen und dahin arbeiten, eine möglichst gute Arbeit ausüben zu dürfen, das ist dann seine „Karriere“; er hat keine Vorstellung davon, dass Hausfrau und Mutterschaft ebenfalls eine Karriere ist, die mit enormen Vorteilen behaftet ist.

Der Karrieremann sieht, dass es in seinem Umfeld wenig Frauen gibt – Karrierefrauen – und führt das gemäß der täglichen Propaganda darauf zurück, dass Frauen diskriminiert wären – dass sie es „schwerer im Leben“ hätten. Der Mann geht davon aus, dass sich  Frauen genauso wie er selbst bemühten, und dann kann es auch der Propaganda nach nur daran liegen, dass sie diskriminiert würden. Diese Propaganda leugnet, dass es Frauen sowohl in der Politik als auch in der Privatwirtschaft leichter haben. Es kommt oft vor, dass man eine Führungsposition mit einer Frau besetzen will, sich aber keine geeignete finden lässt. Die Ursache hierfür liegt an der typischen Frauenkarriere, nämlich sich das Leben von einem Mann unterhalten zu lassen. Diese Karriere dünnt den Pool an Frauen aus, die für eine männliche Karriere zu haben sind. Frauen lassen einen Mann für sich arbeiten, was dazu führt, dass sie weniger arbeiten, was dazu führt, dass sie weniger verdienen und seltener Führungspositionen bekleiden – was dann als Diskriminierung und Unterdrückung verstanden wird.

Die Phantasie der Männer ist überfordert damit, sich zu denken, zu Hause zu bleiben und eine Frau für sich arbeiten zu lassen – und wo sie diesen Gedanken haben verwerfen sie ihn sofort wieder. Das ist die Matrix, in der der Mann eingeschlossen ist. Der Richter sieht seine Frau, die vielleicht ganz Hausfrau ist oder einer entspannten Teilzeittätigkeit nachgeht und denkt sich: „Sie hätte Richterin werden können, aber sie musste ihre Karriere opfern.“ Er ist unfähig zu erkennen, dass sie lediglich eine andere Art von Karriere hingelegt hat – ein Karriere, die mit dem Privileg des Millionärs verbunden ist: Nicht arbeiten zu müssen. Sie hatte schlicht keine Lust, ihr Leben lang Gerichtsakten zu studieren – und dabei ist Richter noch ein wirklich privilegierter Beruf. Vilar wies darauf hin, dass Universitäten für Frauen weniger die Vorbereitung auf’s Berufsleben sind, als vielmehr besonders lukrative Partnermärkte. Sie belegt ein Laberfach, um sich dann den Studenten zu angeln, der in einer harten Disziplin mit Aussicht auf Spitzenverdiensten unterwegs ist.

Solche Männer bewerten ihr ganzes Leben und das Leben anderer nach allein männlichen Kriterien: In einem Beruf so hoch wie möglich aufzusteigen. Und da sie dort oben zu wenig Frauen sehen, folgern sie, die Frau wäre benachteiligt. Dass eine Frau auch sozial abgesichert und angenehm leben kann, ohne zu arbeiten, ist ihr blinder Fleck; sie sehen nicht, dass das ebenfalls eine Form der Karriere ist. Eine Karriere, von der Frauen selbst sagen, dass es sich bei ihr um Parasitentum handelt – zumindest dann, wenn ein Mann, ein Hausmann, genau das macht, was bei einer Frau als Ausweis ihrer Unterdrückung gesehen wird (dazu ein andern mal mehr).

Heirate mich!

Auf einer Party (vor Corona) wurde ich Zeuge, wie ein Pärchen seine Beziehungsprobleme in die Halböffentlichkeit dieses geselligen Beisammenseins trug. Genauer: Sie tat es, und zwang ihn damit. Sie machte ihm eine Szene. Jedenfalls wollte sie heiraten, ihn, und nörgelte deshalb vor allen Leuten an ihm herum. Hach, wie romantisch da der Liebe Funken schlug.

Ich kann’s ja verstehen, dass eine Frau mit sehnlichen Kinderwunsch nicht euphorisch reagiert, wenn der potentielle Vater und Lebensabschnittsgefährte, wie man heute so schön sagt, nicht danach ist, sich über Jahrzehnte hinaus zu versklaven, denn das bedeutet Vaterschaft, sofern man auch nur über ein Mindestmaß an Pflichtgefühl verfügt – wie z.B. Homer Simpson – und das Risiko, als Trennungsvater und Unterhaltssklave zu enden ist da noch gar nicht mal mitberücksichtigt.

Das Zeitfenster schließt sich zügig, und eine Frau ist gut beraten Schluss zu machen und sich einen anderen zu suchen, wenn der aktuelle Partner in dieser Sache trödelt. Alt werden und ungewollt kinderlos – kein schönes Schicksal.

So aber, wie sie das anging, konnte man es falscher nicht machen. Denn rumquengeln führt eher nicht dazu, dass der so Traktierte mir Freude und Lust auf so eine Zukunft blickt. Eher fühlt er sich genervt und abgestoßen. Und vielleicht auch gewarnt. Denn wenn eine Frau eine solch unreife Persönlichkeit auf diese Weise unter Beweis stellt, dann ist auch damit zu rechnen, dass sie ihre Machtfülle als Mutter ausnutzt und ihn bei der erst besten Gelegenheit abserviert, damit sie sich nicht mehr mit einem Partner auf Augenhöhe auseinandersetzen muss und stattdessen allein über die Kinder herrschen kann, die alles zu ertragen haben.

Er also wiederum wäre gut beraten, sich ausführlich mit Pickup zu beschäftigen und sich ebenfalls seinerseits eine andere zu suchen. Ein Pickupartist lässt sich nicht schlecht behandeln, er macht Schluss und sucht sich eine bessere. Deshalb ist Pickup bei Feministen so verhasst: Der Normalfall ist, dass sie wählt; mit Verführungskunst läuft es andersrum, was ihre Macht beschneidet.

Jedenfalls: Ab einem gewissen Alter ist die Persönlichkeitsbildung abgeschlossen. Eine Frau, die einem so einer Peinlichkeit aussetzt, taugt nichts für den Bund für’s Leben.

Selbstlose Liebe

Brecht_Liebe_Wunsch

Paul Watzlawick erzählt eine Geschichte über die Liebe: Und zwar die eines Mannes, dessen frisch verehelichte Frau ihm eine Packung Kellogs auf den Frühstückstisch stellt. Jetzt kann er das Zeug nicht ausstehen, würgt es aber herunter, da er sie nicht enttäuschen will, schließlich möchte sie ihm eine Freude machen. Er isst also widerwillig die Kellogs und will ihr sagen, dass sie keine mehr kaufen soll, wenn die Packung leer ist. Aber ach, kaum ist sie das, steht schon eine neue auf dem Tisch. So geht das dann 20 Jahre und ein Ende ist nicht abzusehen. Und niemals würde er ihr sagen, dass die „Freude“ für ihn in Wirklichkeit eine Qual ist. Und wenn sie nicht gestorben sind, stellt sie ihm auch heute noch Kellogs hin.

Eine andere Geschichte mit falschen Vorannahmen erzählt eine Feministin. Und zwar die eines sehr wohlhabenden Ehepaares mit Haushaltshilfe. Die Frau fährt auf Kur und der Mann frühstückt also allein. Als die Haushaltshilfe ihm wie üblich die untere Brötchenhälfte reicht, fragt der Gatte, ob er die obere haben könnte, die sonst immer seine Frau bekam, die sei ihm lieber. Das verblüfft die Haushaltshilfe, denn sie wusste zu berichten, als der Ehemann auf Reisen war, verlangte seine Frei die untere Hälfte, denn diese sei ihr lieber. Für die Feministin, die die Geschichte erzählt, ist dies ein Beleg für die „kaputte“ Kommunikation im „Patriarchat“.

Ich sehe das anders. Beide verzichteten auf etwas Genuss, um dem Anderen etwas Gutes zu tun. Und sie taten es: Selbstlos. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Es ist ein Unterschied, ob man etwas Gutes tut, und darüber stillschweigt oder es wie ein Gutmensch an die große Glocke hängt. Die Eheleute sagten ihrem Partner nicht, dass sie auf etwas verzichteten, ein kleines Opfer brachten, damit der Andere es so ganz ohne Schuldgefühle genießen konnte, sondern behielten es für sich – das ist selbstlose Liebe.

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