Archiv der Kategorie: Ein Linker auf Abwegen

Die Feministin, der alte weiße Mann und der Moslem

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Die besten Geschichten, die grandioseste Ironie schreibt das Leben. Derzeit importieren wir uns eine Kultur, deren Vertreter exakt so sind, wie Feministinnen diesen Pudel, diesen weichgespülten westlichen weißen Mann beschreiben – einen Despoten eben. Männer und Frauen, die der Ansicht sind, dass z.B. die Frau dem Mann zu gehorchen hat, dass man Homosexuelle töten sollte, dass Gottesgesetz über dem Grundgesetz steht. Die einen fundamentalistischen, antidemokratischen, rechten Chauvinismus pflegen. Eine Klage über entsprechende Zustände an unseren Schulen findet sich in der EMMA (via):

In der Sekundarstufe I, also der 5. bis 10. Klasse, gibt es Klassen mit 25 bis 31 SchülerInnen. Die haben von Hause aus weder Erziehung noch Benehmen mitbe­kommen und kommen zum großen Teil völlig gehirngewaschen aus den umliegen­den Moscheen in den Unterricht. Als Lehrer merkt man sofort, welche Kinder „die Ungläubigen“ und das „westliche“ Denken ablehnen. […]

Dazu kommt die Gehirnwäsche in den Moscheen, die sie in diesem Alter bereits regelmäßig besuchen. Sobald es darum geht, was Mädchen zuhause dürfen und was Jungs dürfen, sind wir wieder voll im Mittelalter. Muslimische Jungs aus einer meiner 10. Klassen sagten ganz freimütig, dass sie regelmäßig zu Prostituierten gin­gen und einer zeigte mir sogar auf seinem Handy ein Foto von seiner „Lieblingsnut­te“ aus einem Billigpuff. Klar ist gleich­zeitig, dass jedes muslimische Mädchen, das einen Jungen nur ansieht, „die letzte Schlampe“ ist. […]

Auf extrem großen Widerstand stieß ich in dieser 10. Klasse, als ich Weltent­stehungstheorien durchnahm. Wir hat­ten einen Film über Darwin und die Evolutionstheorie gesehen und der wurde geradezu ausgebuht. Die Schüler bestan­den darauf, dass Allah die Welt erschaf­fen hat und basta. Als ich vorsichtig dar­auf hinwies, dass auch der Koran ein Menschenwerk ist und damit kritisierbar, tobte der ganze Kurs: Nein, Allah hat Mohammed den Koran in die Feder dik­tiert! Und damit gilt er unveränderlich für alle Zeiten, ein für allemal in Stein gemeißelt, bis heute.

Der Islam sei die beste Religion und stehe über dem Grundgesetz, heißt es. An dieser Mauer pralle ich ab – und zwar to­tal. Nicht der Hauch einer Einsicht, dass man den Koran vielleicht nicht mehr auf heute beziehen kann, weil er historisch zu lesen ist. Nicht der Hauch. Nur geballter Widerstand.

Unbenommen dessen, dass sich die Mädchen dieser Religion genauso verschreiben und unterwerfen – Islam heißt „Unterwerfung“ – wird diese Klage mit dem für den Feminismus typischen Männerbashing eingeleitet:

In ihrer Brennpunktschule im Ruhrgebiet unterrichtet sie Jungen [aber nicht Mädchen – Anm. uepsi], für die Allah der Größte und Darwin des Teufels ist.

…und der Junge von heute ist bekanntlich der alte Mann von Morgen – und der ist, wer wüsste es nicht, ein korrupter, privilegierter, vergewaltigender Macho. Die Feministin kultiviert den Geschlechterkrieg und ihr droht nun, diesen zwar nicht gegen den weißen Mann dafür aber umso vernichtender gegen einen anderen zu verlieren. Da steht sie also, die gewaltverherrlichende Hasspredigerin, und das, was sie sonst über den weißen Mann vom Stapel lässt, will ihr nun niemand mehr so recht abkaufen, wenn es um muslimische Männer geht.

Für die Lesbe Alice Schwarzer ist Heterosex nicht ohne Unterwerfung der Frau möglich, ist also mit Machtausübung verbunden, und jede Feministin weiß, dass es bei Vergewaltigung nicht um Sex sondern um Macht geht. Damit ist der alltägliche Sex nur noch graduell von Vergewaltigung zu unterscheiden. Und jetzt bekommen wir es mit einer Kultur zu tun, in welcher – einmal voll etabliert – es einer Frau, die eine Vergewaltigung zur Anzeige bringt, passieren kann, dass man sie tötet anstatt dass der Täter zur Rechenschaft gezogen wird. Aber wer will der Feministin noch zuhören, die zuvor die Hasspropaganda gegen den weißen Mann verbreitet hat, dieser würde als Vater seine Tochter vergewaltigen, um sie so auf ihr Rolle im „Patriarchat“ vorzubereiten; dass der weiße Mann eine „Rape-Culture“, einen Krieg gegen Frauen und gegen den Willen der Frauen führen würde? Wer hört noch zu? Die Feministin bekommt mit den Muslimen nun genau das serviert, was sie in den westlichen Mann hineinprojizierte. Und wenn sich die Frau, konfrontiert mit einer Chauvi-Kultur, an höhere Stelle wendet, erhält sie eine Abfuhr. Anders als bei jeder noch so haltlosen #metoo-Anklage wird Kritisches über Moslems nicht geduldet:

Für die Äußerungen, dass der Islam über dem Grundgesetz stehe, musste sich keiner der Schüler je bei der Schulleitung rechtfertigen. Allerdings wurde ich, die Lehrerin, zum Gespräch zitiert, weil ich gewagt hatte zu sagen, dass der Islam wie jede andere Religion auch kritisierbar sei. […]

Der Islam steht auch für die meisten muslimischen Schüler der Oberstufe bis hin zu den Abiturienten über dem Grundgesetz – was sie im Unterricht auch ganz offen sagen. […]

Die Lehrer wagen kaum noch etwas im Unterricht gegen islamistische Schüler zu sagen, weil sie dann selbst – nicht etwa die Schüler – am Pranger stehen und zur Schulleitung zitiert werden. Sie halten fortan die Klappe und sehen zu, dass sie keinen Ärger verursachen bzw. sprechen nur noch über Unverfängliches. Weil sie einfach nicht mehr können. Nur wenige Kollegen wispern sich zwischen Tür und Angel ins Ohr, dass sie das alles nicht mehr ertragen und nur noch laut schreien könnten – über unwidersprochene isla­mistische Äußerungen von Schülern und über die allgegenwärtige Feigheit der Schulleitung, die sich wegduckt.

Es ist so, dass man als Lehrer sehr ge­nau aufpassen muss, was man vor der Klasse sagt, denn alles, was man sagt, kann weitergetragen werden und den Job kosten. […]

Das System Schule ist so beto­niert, dass inner­halb dieses Systems kaum Besserung zu erhoffen ist.

Der eiskalte, dogmatische Wind, den die Feministin bislang im Rücken hatte, und der ihr das Niedermachen von Männern ermöglichte, weht ihr nun ins Gesicht. Es ist ein- und dieselbe PC-Kultur, die Hetze gegen alte weiße Männer nicht nur toleriert sondern fördert, aber auch genauso konsequent Kritik an Muslimen unterbindet. Eine schlimme Entwicklung, auch für Frauen, denen kein weißer Ritter mehr zu Hilfe kommen mag.

Ein Linker auf Abwegen.

Rassismusdetektor: „Du bist ein Rassist!“ – Über Kultur und Rassismus

Es gibt einen neuen Fragebogen, der kein Fragebogen ist, sondern eine als Frage verkleidete Anklage, man sei ein Rassist. Die Option „Du bist kein Rassist“ kennt der „Fragebogen“ nicht. Das Ergebnis dieser „Fragen“ kennt nur zwei Optionen, nämlich dass man entweder ein Rassist sei, der das leugnet, oder einer, der das einräumt und Besserung gelobt (Ich halte diese bornierte Selbstgefälligkeit für einen der Gründe, warum wir eine Linksflucht vorliegen haben). Derjenige, der bereit ist, die Anklage anzunehmen – sich also selbst zu erniedrigen – darf sich für was besseres halten. Das hat was von George Orwell: Die herrschende Ideologie ist totalitär, man hat noch im eigenem Denken die Anklagen zu akzeptieren und das richtige Denken zu pflegen. Und wer es hier ernst meint, muss ganz nach Orwell das „Doppeldenk“ bzw. „Zwiedenk“ beherrschen, denn es wird von einem verlangt, dass man keine naheliegenden, logischen Schlussfolgerungen daraus ziehen darf, wenn man einen Unterschied etwa in der Hautfarbe wahrnimmt. Frage 3  lautet: „Fragst du Weiße beim Smalltalk nach ihren Großeltern?“ – denn wenn man das mit Schwarzen macht, sei man ein Rassist. Man soll also jedes Denken aufgeben, wie etwa, dass die Großeltern von Schwarzen hierzulande kaum für Hitler gekämpft haben dürften – was doch schon mal eine gute Sache ist, oder? Nun, im Kongo würde ich auch einen Weißen nach seinen Großeltern fragen, weil eine solche Frage Sinn macht – wenn mir jetzt dieser Weiße „Rassismus“ unterstellen würde, würde er sich nur lächerlich machen.

Denn: – ich bin mal selbstbewusst –  ich bin kein Rassist. Und ich halte das Konzept der „Definitionsmacht“, wonach allein Farbige beurteilen dürfen, ob ich ein Rassist bin, und ich nicht widersprechen darf, für rassistisch und totalitär.

Ich bin kein Rassist, das heißt: Ich glaube nicht, dass Menschen aufgrund ihre „Rasse“ unterlegen oder überlegen sind, dass sie mehr oder weniger wert sind als die Mitglieder anderer Ethnien.

Wenn ich aber der Meinung bin, dass es eher ein Farbiger ist, der eine Frau nahezu tödlich mit einem Messer verletzt und sich dann vor Gericht so positioniert:

„Der Beschuldigte kennt es aus seiner Kultur so, dass Konflikte mit dem Messer ausgetragen werden. Er beschreibt die regionalen Bräuche wie folgt: Wird man beleidigt, darf man zustechen. In schweren Fällen darf man die Person töten.“ Und: „Er führt aus, dass sein Verhalten nach den religiösen Anforderungen nicht zu beanstanden war und begreift nicht, weshalb er in Haft sitzen muss.“

…dann mache ich das nicht an der Hautfarbe fest, sondern an der Kultur – was ja auch in der Erklärung gesagt wird. Nehmen wir als Kontrast dazu den Farbigen Tarik Tesfu: Der ist hier geboren und aufgewachsen. Er wurde in unserer Kultur sozialisiert, weshalb ich es für extrem unwahrscheinlich halte, dass er erstens mit einen Messer rumrennt und es zweitens auch verwendet, wenn sich eine „Gelegenheit“ bietet. Denn in unserer Kultur ist es nicht Brauch, mit einem Messer bewaffnet unterwegs zu sein (damit meine ich nicht, dass zum Beispiel Araber ständig mit einem Messer unterwegs wären, ich rede von einer Tendenz – Hashtag #notAll).

Tarik ist schwul, und das bringt mich zu einem weiteren Beispiel: Ich glaube, dass in unseren Kreisen Araber eher homophob sind als Weiße, dass sie Homosexualität nicht für akzeptabel halten. Das mache ich ebenfalls an der Kultur fest und nicht an der „Rasse“.

Ich habe kein Problem mit Zuwanderung von „Ausländern“, von PoC z.B. aus ostasiatischen oder buddhistischen Ländern, denn Buddhisten neigen nicht dazu, bei Ärger oder Beleidigung mit dem Messer zuzustechen. Es sind zutiefst rechte Kulturen, aus denen eine Einwanderung erfolgt, mit einem zutiefst rechtsgeneigten Bild etwa über Geschlechterrollen, Homosexualität, Antisemitismus, Demokratieverständnis oder Religionsfreiheit. Deshalb bin ich gegen eine Einwanderung aus diesen Kulturen, nicht obwohl sondern weil ich links bin. Denn liebe Linke: Die sind nicht links.

Zur Flüchtlingspolitik dieser Vorschlag, wieder mal:

Zwar fordern Betts und Collier, dass im Fall einer Notlage alle Staaten als Zeichen der Solidarität einige Flüchtlinge aufnehmen. Darüber hinaus sei es in der Regel jedoch sinnvoll, Menschen in Nachbarstaaten, mit denen sie eine Sprache und Kultur teilen, unterzubringen. Die Integration sei einfacher, die Versorgung günstiger, und zudem kehrten Flüchtlinge vor dort aus nach einem Ende der Krise eher in ihre Heimat zurück. Das entlasse andere Staaten aber keineswegs aus ihrer Verantwortung, die Zufluchtsländer massiv mit Ideen und Geld zu unterstützen

Wenn man aber eine selbstmörderische Migrationspolitik ablehnt, muss man leider den brauen Rand wählen.

Ein Linker auf Abwegen

Artikel, in denen ich nicht mit der pseudolinken Position übereinstimme:

  1. Liebe Linke: Die sind nicht links (Islam)
  2. Homoehe (Für Homoehe, gegen Adoptionsrecht)
  3. Liebe Minderheiten: Ihr seid Minderheiten, kommt klar damit
  4. Abtreibung
  5. Über zensurwütige Pseudolinke
  6. Rassismusdetektor: „Du bist ein Rassist!“ – Über Kultur und Rassismus
  7. Weder rinks noch lechts sondern gerecht? Die Männerbewegung im Spiegel der Pseudolinken und deren Entfremdung von sich selbst
  8. Warum Maskulismus nicht rechts ist
  9. Die Feministin, der alte weiße Mann und der Moslem

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Liebe Linke: Die sind nicht links. (Meinungsänderung zum Islam)

Wer mich schon länger kennt, weiß, dass ich bislang zu 100% pro Islam war. Zu meinem Bekanntenkreis gehörten Muslime, die ich als umgängliche und sympathische Menschen erlebte und die ich weder in Kollektivhaft nehmen will noch denen ich Vorhaltungen mache für Verbrechen, die andere im Namen des Islam begehen. Ich kam gut mit ihnen aus, nur einer nervte, da er mich missionieren wollte, was ich aber ganz entspannt sah, da er es ja nur gut meinte und meine „Seele“ retten wollte.

Dann aber gab es eine Erfahrung, aus der heraus ich in einem längeren Prozess umgedacht habe. Zufällig kam das Gespräch mit einem Muslim auf das Thema Homosexualität. Da ich ihn für einen liberalen, aufgeklärten Menschen hielt, war ich ehrlich überrascht von seiner leidenschaftlichen, ja hasserfüllten Ablehnung schwuler Menschen. Ich war… irritiert.

Pew-Muslims-homophobia-2013Mit dieser Homophobie steht er als Muslim aber anscheinend nicht allein da, sondern scheint ein typischer Vertreter der islamischen Religion zu sein. In nicht wenigen Ländern, in denen der Islam herrscht, wird Homosexualität mit dem Tode bestraft:

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Dabei ist Homosexualität nur ein Feld, in welchen die Mehrheit der Muslime Ansichten pflegt, die nicht mit der westlichen, liberalen Kultur zu vereinbaren sind. Ähnlich intolerant verhält man sich gegenüber Frauen, Juden oder „Ungläubigen“.

Beispiele für diese Intoleranz lassen sich viele finden. Zum Beispiel muslimische Studenten, die Studentinnen dazu drängen, das Kopftuch zu tragen. Oder der Fall der „Sharia-Police„, mit welcher Muslime ihren Glauben anderen aufnötigen wollten. Oder der Wahnwitz, bei welchem die moderatesten Muslime überhaupt zur Schweigeminute der Terroropfer von Paris in donnernde Jubelrufe ausbrachen.

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Also: Die sind nicht links, deswegen sind sie nicht für Toleranz gegenüber Homosexuellen. Die sind nicht links, deswegen sind sie dafür, dass die Frau dem Mann zu gehorchen hat. Die sind nicht links, deswegen sind sie nicht für Religionsfreiheit, sondern für einen Gottesstaat mit der Scharia als Rechtsprechung.

Es ist bei den Linken bzw. im Feminismus ein seltsames Phänomen, dass eine derart intolerante Kultur akzeptiert und toleriert wird, wohingegen der weiße, heterosexuelle Mann als das Böse schlechthin gilt. Dass man zwar gerne weiße Männer aber nicht Muslime, die vergewaltigen, in Kollektivhaft nimmt, damit habe ich mich hier schon auseinandergesetzt. Als weiteres Beispiel ließe sich Köln-Silvester anführen, in welchem Muslime ihre ganze Verachtung für Frauen, die sich nicht dieser Religion unterwerfen, unter Beweis stellten. Und die feministische Reaktion darauf? Solidarität mit den betroffenen Frauen? Nö, warum auch: „Die einheimischen, weißen, deutschen Männer sind genauso schlimm! Auf jeden Oktoberfest geht es genauso zu!!!“.

Dass also Linke bzw. Feministen sich Pro-Islam positionieren, ist ein faszinierender Umstand, da ein intoleranter Islam gegen alles steht, was man als links oder feministisch betrachten kann. Das liegt daran, dass sie die Welt in zwei Gegensätze aufteilen. Hier das abgrundtief Böse, dort das Gute. Hier die weißen, alten Männer, dort die Anderen, also Frauen und (farbige) Ausländer, die unter dem Sexismus und Rassismus der weißen Männer zu leiden haben. Der Islam wird dabei als Teil der Anderen, der Ausländer betrachtet und steht somit auf der Seite des Guten.

Als Fallbeispiel, wohin eine unkontrollierte, islamische Einwanderung führt, kann Schweden betrachtet werden (bislang berichten überwiegend rechte Medien). Vor dem Hintergrund ist eine vernünftigen Flüchtlingspolitik zu forcieren. Die Aufnahme von Flüchtlingen sollte in den Nachbarstaaten der Herkunftsländer zu erfolgen. Diese Länder sind mit großzügigen Zahlungen zu unterstützen:

Zwar fordern Betts und Collier, dass im Fall einer Notlage alle Staaten als Zeichen der Solidarität einige Flüchtlinge aufnehmen. Darüber hinaus sei es in der Regel jedoch sinnvoll, Menschen in Nachbarstaaten, mit denen sie eine Sprache und Kultur teilen, unterzubringen. Die Integration sei einfacher, die Versorgung günstiger, und zudem kehrten Flüchtlinge vor dort aus nach einem Ende der Krise eher in ihre Heimat zurück. Das entlasse andere Staaten aber keineswegs aus ihrer Verantwortung, die Zufluchtsländer massiv mit Ideen und Geld zu unterstützen

Trotz allem sollte man nicht den Fehler machen, den Islam grundsätzlich abzulehnen, denn damit spielt man den Islamisten zu, die eine Radikalisierung der Muslime im Westen wünschen. Ein liberaler Islam mit Frauen als Imame und Toleranz gegenüber Homosexuellen, „Ungläubigen“ und anderen ist zu fördern. Jeder darf seinen Glauben leben, solange er ihn als seine Privatsache betrachtet. Leider sieht es nicht so aus, als werde das begrüßt.

[Nachtrag] Schweden: Radikale Muslime verjagen Links-Feministinnen

Liebe Minderheiten: Ihr seid Minderheiten, kommt klar damit.

Lange her: Ich in der Jugendherberge. Ich fange ein lockeres Small-Talk-Gespräch mit meinem Zimmergenossen an. Wir reden über dies und über das, dann frage ich ihn:

„Hast Du eine Freundin?“

Darauf er:

„Nein, aber ich bin in einer festen Beziehung.“

Es dauert ein paar Sekunden, dann endlich fällt der Groschen: Mein Zimmergenosse ist schwul.

Dass es ein paar Sekunden gedauert hat, ist darauf zurückzuführen, dass Homosexualität nicht die Norm in der Gesellschaft darstellt. 95% der Bevölkerung sind heterosexuell. Ich – wie die Meisten auch – habe nicht das Bewusstsein dafür, dass beliebige Menschen, die ich treffe, homosexuell sein könnten. Jetzt gibt es ein paar Zeitgenossen, für die das ein Problem ist. Allein deswegen, dass ich bei jeder Begegnung zum Beispiel mit einem Mann, nicht sofort denke: „Der könnte auch schwul sein“ wird mir von Minderheiten-Hysterikern unterstellt, ich sei homophob, also schwulen- und lesbenfeindlich.

Dazu gibt es den Fachausdruck „Heteronormativität“. Den Minderheiten-Hysterikern (womit nicht Angehörige einer Minderheit gemeint sind!) zufolge machen wir uns alle des Verbrechens schuldig, „Heteronormativität zu reproduzieren“. Indem wir das, was nicht der Norm entspricht, nicht ständig mitdenken und sprachlich mitnennen, reproduzieren wir diese Norm.

Unterstellt wird, dass die beiden Geschlechter (oder welche Phänomene auch immer) erst dadurch entstehen, weil wir über sie sprechen. Wenn eines schönen Tages das Projekt „Gender-Trouble“ (Geschlechter-Ärger, wie z.B. die „Zerstörung von Identität„) abgeschlossen ist, dann werden die ganzen Pseudogeschlechter von allen als genauso selbstverständlich wahrgenommen, ständig mitgedacht werden, und auch genauso „normal“ auftreten, wie es bei den beiden Heterogeschlechtern, wie wir sie kennen, heute schon der Fall ist. Homosexualität wird dann genauso normal sein wie Heterosexualität.

Das ist natürlich Humbug. Die beiden Geschlechter entstehen nicht, weil wir über sie reden, sondern wir reden über die beiden Geschlechter, weil sie tatsächlich existieren. Und auch eine trans- und intersexuelle Lesbe oder ein schwules Mädchen geht auf genau zwei Keimzellen zurück: Einem Spermium und einer Eizelle. Zwei. Und ein Vertreter irgendeines beliebigen Phantasiegeschlechts kann keine dritte Variante einer Keimzelle beisteuern.

„Heteronormativität“ oder umgekehrt „Marginalisierung“ sind keine – wie es die Begriffe unterstellen – aktive und vor allem auch keine böswillige Prozesse, sondern schlicht die Folge dessen, dass bestimmte Dinge häufiger auftreten als andere, also normal sind; und wir deswegen diese alltäglichen Erfahrungen als Muster lernen und auf neue Phänomene anwenden, wie z.B. Menschen, die wir neu kennenlernen, wie ich den Schwulen oben. Nur weil wir damit manchmal falsch liegen ist das kein Grund, diesen Mechanismus anzuklagen, denn wenn wir ständig alles neu lernen müssten, keine Erfahrungen pauschalisieren dürften, wir wären gänzlich unfähig durchs Leben zu kommen.

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Nur, weil wir nicht bei jedem Menschen mitdenken, dass unser Gegenüber vielleicht kein Mensch ist, sondern nur das Menschenkostüm eines Aliens, macht uns das nicht alienphob.

Ähnlich steht es mit Rassismus, obwohl hier der Unterschied in der Hautfarbe einem sofort ins Auge springt, anders als Homosexualität nicht „unsichtbar“ ist. Hierzu durfte ich jüngst eine „schwarze“ (ist das das richtige Wort?) Aktivistin vernehmen, die „Rassismus sichtbar“ machen will.

Ihr Problem ist also nicht:

  1. Dass sie regelmäßig als „Affe“ beschimpft wird.
  2. Dass man ihr nahelegt, Deutschland zu verlassen.
  3. Dass es gar nicht bei verbalen Übergriffen bleibt, sondern sie regelmäßig zusammengeschlagen wird.

Ihr Problem war also kein Rassismus, der einen buchstäblich in die Fresse springt und schlägt (ich selbst habe mal meine körperliche Unversehrtheit riskiert, als ich einen schwarzen Mitbürger vor den zum Glück allein verbalen Übergriffen eines Skinheads verteidigt habe – Hach, was bin ich ein guter, edler Mensch!),  sondern ihr Problem war „unsichtbarer Rassismus“ – man ist rassistisch, ohne das man es weiß.

Sie stellte klar, dass man im Gespräch sich selbst in Frage stellen sollte. Dass man, darauf hingewiesen, in Betracht ziehen sollte, dass man ein Rassist sei, und dies auch eingestehen solle.

Hierzu ein anderes Beispiel: Eine „Schwarze“ (ich trau mich kaum, das Wort zu gebrauchen), die ihr Schlagfertigkeit unter Beweis stellte, indem sie erklärte, wie sie darauf reagiere, wenn man sie nach ihren „Wurzeln“ frage, nämlich so:

„Ich bin kein Baum.“

Gut, jetzt kann ich nachvollziehen, dass man sich vielleicht genervt fühlt, wenn man regelmäßig mit solchen Fragen konfrontiert wird. Es ist aber nicht in Ordnung, diejenigen Fragesteller als Rassisten zu verunglimpfen. Die junge Frau war hier geboren und hier sozialisiert, also waren ihre Wurzeln in Deutschland. Darauf hätte sie hinweisen können, und – wenn sie einen guten Tag hat – vielleicht noch, dass ihre Großeltern aus dem Kongo stammen.

Denn hier sind wir an dem Punkt, indem Anti-Rassismus in Leugnen umschlägt. Man soll leugnen, dass man eine andere Hautfarbe wahrgenommen hat, und dass man daraus bestimmte Schlussfolgerungen zog, die einen zu bestimmten Fragen „verleiten“. Denn es ist nunmal Fakt, dass wenn man eine dunkle Hautfarbe hat, die eigenen Ahnen nicht aus diesen Breitengraden stammen – zumindest in jüngerer Zeit. Man würde mir wohl auch keinen Rassismus unterstellen, wenn ich einen Weißen in Nigeria fragen würde, wo seine Wurzeln sind. Man soll die „Definitionsmacht“ der Schwarzen akzeptieren, also das Urteil man sei Rassist. Diese Schwarzen brauchen einen nach diesem Prinzip auch gar nicht erklären, warum man ein Rassist sein soll, man hat das Urteil genauso wie bei der feministischen Definitionsmacht zu akzeptieren. Man hat nicht das Recht, sich zu verteidigen, was sehr bequem ist für die Ankläger. Denn wenn mir die beispielhaft genannte Person mir erklären müsste, warum ich ein Rassist sei bei der Frage nach ihrer Herkunft, könnte sich herausstellen, dass nicht ich der Rassist sei, sondern sie vielmehr einen an der Waffel hat, mich dazu aufzuforden, solche Unterschiede nicht mehr wahrzunehmen.

Man ist ein Rassist, und wer sich gegen solche Anschuldigungen wehrt, ist erst recht einer. Da werden ganze Initiativen gegründet, um „unsichtbaren“ Rassismus „sichtbar“ zu machen. Sich selbst zu bezichtigen und seinen Rassismus aufzuarbeiten, ist dabei ein „lebenslanger Prozess“, wie uns ein orwellscher Queraktivist aufdrückt:

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Diejenigen, die das mit sich machen lassen, sind nun wirklich nicht das Problem.

Das kann nur nach hinten losgehen, denn um sowas breit durchzusetzen, ist nicht weniger als eine totalitäres System notwendig. Das fällt dann auf die Minderheiten zurück, wenn man anfängt, sich gegen solche hypersensiblen Hysteriker zu wehren, es werden Rassismus und andere -ismen erst recht gezüchtet. Wenn man die Menschen mit Strafandrohungen zwingt, ihre gender-selbst-gerechten Pronomen für ihre Phantasiegeschlechter zu verwenden, dann schürt das Aggressionen – genauso wie jemanden zu unterstellen, er sei ein Rassist. Daher mein Appell an Minderheiten: Meidet die, die euch feindlich gesinnt sind und seid wohlwollend, wo man euch freundlich gesinnt ist, auch wenn man vielleicht mal vor den Kopf gestoßen wird (das heißt nicht, dass man nicht um Gleichberechtigung kämpfen kann, wo es angebracht ist, wie z.B. die Homoehe). Ihr seid was Besonderes und nicht die Norm, weshalb man auf euch nicht normal reagieren wird. Kommt klar damit, dass ihr Minderheiten seid, und macht das beste draus.

Der Schwule von oben übrigens: Wir haben uns angefreundet und eine schöne Zeit zusammen erlebt, was wohl auch daran lag, dass er mir keinen Strick daraus gedreht hat, dass ich ihn nicht gender-neutral gefragt habe: „Hast Du eine Freundin* oder einen Freund*?“

Nachtrag: Zu so gut wie jeder Regel gibt es Ausnahmen. Nicht normal zu sein ist also voll normal.

Ungeborenentötung – Abtreibung

Eine meiner Ex-Freundinnen stellte vor dem ersten Sex klar:

„Wenn was schiefgeht, und ich schwanger werde, werde ich auf keinen Fall abtreiben.“

Ich war damals jung und dumm, und willigte ein, ohne mir über die Konsequenzen im klaren zu sein. Heute ist mein Motiv ein anderes: Wenn eine Frau zu erkennen gibt, dass sie abtreiben könnte, kommt sie für mich als Partnerin nicht mehr in Betracht, und das, obwohl ich kein Kind will, denn mit solch einer brutalen Frau wollte ich keine Intimität teilen.. Mit anderen Worten: Meine Haltung zu Abtreibung ist im Grunde zu meinem eigenem Nachteil – denn eine ungewollte Schwangerschaft ist auch für den Mann mit massiven Nachteilen verbunden.

Denn wenn ein Mann gegen seinen Willen Vater wird, bedeutet das, dass er zur Verantwortung gezogen wird. Wo sich die Frau von ihrer Verantwortung lossagen kann, wird er in die Pflicht genommen, über Jahrzehnte für Frau und Kind zu arbeiten. Oder andersrum: Dass ein Mann die Abtreibung seines Kindes als Mord empfinden könnte, was ihn traumatisiert, ist ebenfalls ein Tabuthema, über das keiner redet. Egal, wie seine Position ist, er hat die Entscheidung der Schwangeren hinzunehmen und zu akzeptieren. Dies kann unter anderem ein schwerwiegenden Eingriff in sein Selbstbestimmungsrecht bedeuten, besonders, wenn er gezwungen wird, für das Kind zu zahlen.

Wo der Mann in die Pflicht genommen wird, stehen der Frau alle Möglichkeiten offen. Sie kann sich entscheiden, das Kind auszutragen oder zu töten. Wenn sie es zwar austrägt, aber keine Mutter sein will, stehen ihr zusätzlich die Optionen offen, das Kind anonym zu gebären oder eine Babyklappe zu nutzen. Dies ist ein Vorrecht der Frau als Herrin über Leben und Tod, wie es sich auch in der übrigen Justiz zeigt, in welcher Frauen grundsätzlich weniger hart als Männer bestraft werden.

Oft wird hierbei vom „Selbstbestimmungsrecht“ der Frau gesprochen, aber das Lebensrecht des Ungeborenen steht über dem „Selbstbestimmungsrecht“. Das eine betrifft neun Monate, das andere ein ganzes Leben – mal vom massiven Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des (potentiellen) Vaters abgesehen.

Bei der Frage danach, ob eine Abtreibung erlaubt sein soll oder nicht, lenkt sich der Blick unweigerlich auf den ungeborenen Menschen. Diesem wird im feministischen Diskurs kein Lebensrecht zuerkannt, er wird als „Zellhaufen“ benannt oder gar krasser noch als „Parasit“ (Simone de Beauvoir- „Das andere Geschlecht“). Der Punkt ist nur, dass ein „echter“ Parasit keine Anstalten unternimmt, mal ein vollwertiger Mensch zu werden und Steuern zu zahlen, geliebt wird und selber liebt.

Beliebt bei Abtreibungsbefürwortern ist dabei die Argumentation, dass das Ungeborene noch keinen Überlebenswillen ausgedrückt hätte und ohne Ich-Bewusstsein sei. Nun, auch geistig Behinderte, Demente oder Komatöse sind vielleicht ohne Ich-Bewusstsein und äußern ihren Lebenswillen nicht, ohne dass man sie einfach ermorden dürfte. Sollte man einen Komatösen, von dem sicher ist, dass er in neun Monaten aufwacht, töten dürfen? Selbst einen Suizidalen, einen Menschen also, der nicht mehr leben will, darf man nicht einfach töten. Es ist verlogen, dem Ungeborenen das Lebensrecht abzusprechen, obwohl es mit nahezuer Garantie in der Zukunft ein Überlebenswillen ausspricht. Viele Feministen sind Tierschützer, gar Tierrechtler; hier wird das Leben eines Tieres über das eines Menschen gestellt.

Es erscheint wohl nicht nur mir unbegreiflich, daß bei Forschungen an in vitro erzeugten Embryonen schärfste Verbote zur Geltung kommen, während das Kind im Mutterleib so gut wie keinen Schutz genießt (Georg Friedenberger)

Der Punkt ist: Der Embryo, der Fötus ist bereits ein vollwertiger Mensch, nur halt in einem frühen Entwicklungsstadium. Der Embryo, der ich mal war, das war ich. Das war kein Zellhaufen oder Parasit, das war ein Ich in einer frühen Zeit. Und so wie mir mein Körper heute gehört, gehörte mir – und nicht meiner Mutter – mein damaliger Körper, auch wenn er nur ein verachteter „Zellhaufen“ war, von dem Femofaschisten gerne reden. Wir entwickeln uns nicht zum Menschen, wir entwickeln uns als Mensch.

Die Zeit schreibt:

Die Mädchentötung – auch als „Genderzid“ oder „Femizid“ bezeichnet – sei kein grausames, patriarchalisches Kulturerbe, sondern eine Folge des Sittenverfalls in einer Konsumgesellschaft.

Hierbei geht es um Abtreibung von Mädchen in Indien und China. Ein „Genderzid“ oder „Femizid“ bezeichnet aber einen geschlechtsspezifischen Massen-mord. Wir dürfen also festhalten:

Abtreibung ist Mord

(freilich wird sich die „Zeit“ sofort davon distanzieren)

Mit dem Abtreibungsrecht werden Frauen zu Herrinnen über Leben und Tod befördert. Ein solches Recht findet sich sonst nirgendwo. Und das hat Folgen: Erst darf die Frau töten, wenn sie möchte, dann darf sie „ihr“ Kind dem Vater vorenthalten – das Kind bzw. Ungeborene ist Eigentum der Mutter, und im kapitalistischen System gehört es dazu, dass man sein Eigentum willkürlich verwenden darf, einschließlich, es zu vernichten. Der Slogan „Mein Bauch gehört mir“ lautet in Wirklichkeit: „Mein Ungeborenes gehört mir“ – allerdings wäre dies wohl zu verräterisch…

Und wie geht es weiter?

Friedenberger schreibt:

Wer das Lebensrecht nicht allen menschlichen Wesen zuerkennt,
gibt die Idee von der Menschenwürde auf und läßt an ihre Stelle
seinen Schätzwert bestimmter Funktionen treten.

Tatsächlich haben sich einige „Philosophen“ bereits dahingehend geäußert, dass ein Neugeborenes kein Lebensrecht genießt:

Neugeborene seien moralisch mit Föten gleichzusetzen. Sie seien zwar Menschen und potentielle Personen, aber noch keine Personen, die einen moralischen Anspruch auf Leben hätten.

Dorthin geht es weiter

(Zum zweiten Teil: Säuglinge sind wertlos!)