Archiv der Kategorie: Empathy Gap

Obdachlosigkeit und der Empathy-Gap

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Sie nennen es „Platte“ machen. Auf dem Asphalt zu schlafen ist hart, nicht nur in physischer Hinsicht. Man geht dabei drauf, der Stein zerreibt einen. „Weiße Folter“ nennt man Folter, die ohne sichtbare Spuren auskommt. Wer meint, weiße Folter sei harmloser, da man keinen großen Schmerzen ausgesetzt wird, irrt. Sie ist geeignet, eine Persönlichkeit komplett auszulöschen. Eine ihrer Methoden ist die gezielte Verwahrlosung. Insofern kann man den nach Urin stinkenden, vollkommenen heruntergekommenen Plastiktütenpenner als Folteropfer sehen. Das Ärzteblatt berichtet:

Viele Obdachlose hätten keinen Zugang zur Regelversorgung und kämen mit oft schwe­ren Krankheiten und Verletzungen in Rettungsstellen, um anschließend gleich wieder auf der Straße zu landen. Betroffene litten unter offenen Beinen, Knochenbrüchen, Läusen, Hautkrankheiten oder Bronchitis, aber auch unter psychischen Erkrankungen und Angststörungen. Hinzu kämen Drogen und Alkohol.

Manche Obdachlose seien hoch verschuldet und auf der Suche nach Hilfe mit der Büro­kratie überlastet. Auch in Obdachlosenheimen sei die Situation oft sehr schwierig. Die Ärztin versicherte nach langjähriger Erfahrung, kein Mensch sei freiwillig auf der Straße.

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Mit Frauen an der Macht wird alles besser.

Demgegenüber ist es ein beliebter Mythos, dass sich Obdachlose freiwillig dieser Tortur aussetzen würden. So erklärte mir mal ein Wohlstandssohn, man müsse nur den Weg zur richtigen Behörde finden und man hätte ein Dach über dem Kopf. Damit redet man sich die Verhältnisse schön in der neoliberalen Gesellschaft, in welcher der Arme „selbst schuld“ ist oder es so will. Aber: Tatsächlich besteht ein Rechtsanspruch auf eine Unterkunft, womit das Problem ja gelöst ist: Kommt eine Gemeinde ihrer Pflicht nicht nach, schickt der Obdachlose sein Team aus Spitzenanwälten vor.

Ich war früher Linksfeminist, was hieß, dass ich als Linker solidarisch mit Obdachlosen war. Es hieß nicht, dass mich ihr Geschlecht aufmerken ließ. Ich konnte voll und ganz dem feministischen Weltbild vom privilegierten Mann und der Propagandalüge, Armut sei weiblich, anhängen, ohne eine Widerspruch darin zu sehen, dass fast alle Obdachlosen – also die Ärmsten der Armen – Männer waren, oder dass ich so gut wie nie eine weibliche sah, denn: Frauen ziehen sich halt aus der Öffentlichkeit zurück, da es dort für sie zu gefährlich ist. Nur: Wenn sie einen Rückzugsort haben, dann haben sie einen Rückzugsort – den Männer nicht haben. Wenn ich auf mein früheres Ich zurückblicke, kann ich mich nur wundern, wie blind ich gegenüber den tatsächlichen Verhältnissen war.

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Wohnungslose sind zu 75% männlich und inzwischen hat (möglicherweise) ihre Zahl die Millionengrenze überschritten; eine Folge des neoliberalen Sozialabbaus. Wenn dieses Geschlechterverhältnis getauscht wäre, wie es eigentlich sein müsste, wenn Frauen strukturell benachteiligt wären, würde man darüber reden, es thematisieren. So wie man regelmäßig die Lohnlüge verbreitet oder über den Mangel an Führungsfrauen berichtet, so regelmäßig würde man über Obdachlose sprechen – und es würde Hilfe mobilisiert werden. Männer überlässt man wie so oft sich selbst, mit Konsequenzen. In Randmeldungen notiert man öfters, dass Wohnungslose verstorben sind: Obdachloser in Kälte verstorben, Tote unter Obdachlosen mehr als verdoppelt, drei Obdachlose verstorben, Obdachlose und Flüchtlinge sterben in Kältewelle, tote Obdachlose in Hamburg.

DRgYBCZW4AAoOwdGegen obdachlose Männer wirkt wie sonst überall auch der Empathy-Gap. So berichtet die Welt:

In Wien lag ein sterbender Obdachloser stundenlang im Aufzug einer U-Bahn-Station, ohne dass ihm geholfen wurde. Videos zeigen mehrere Passanten, die achtlos über den Mann hinwegstiegen.

Es ist aber nicht nur so, dass man sie ignoriert. Als wäre das Leben nicht schon hart genug zu ihnen, werden sie auch noch von Nazis angefeindet und Opfer gewalttätiger Übergriffe. Zu einem Fall, bei dem versucht wurde, einen Obdachlosen anzuzünden, zitiert die FAZ: Ich mache meinen Job seit 24 Jahren und seitdem gehören Übergriffe auf Obdachlose leider zu meinem Alltag. Oder sie werden verhöhnt, so weiß bspw. eine Spezialdemokratin, dass männliche Obdachlose im Gegensatz zu weiblichen ihre Not feiern würden. Woanders erklärt man, dass es Frauen besonders schwer haben, denn:

– Ihre Gesundheit wird zu einem großen Teil durch Vorsorgeuntersuchungen geschützt, und wenn man diese verpasst, könnte das lebensbedrohlich sein.
– Obdachlose Frauen haben oft emotionale und seelische Probleme.
– Obdachlose Frauen sind vom Leben ganz schön fertig gemacht worden.
– Obdachlose Frauen haben keine Adresse.
– Obdachlose Frauen haben kein Telefon.
– Obdachlose Frauen sitzen oft in derselben Notunterkunft, ohne miteinander befreundet oder durch das Gefühl verbunden zu sein „Wir stecken alle zusammen in diesem Schlamassel.“
– Obdachlosen Frauen geht es ganz schön mies.

Sie werden ignoriert und angegriffen, oder man will unbequeme Studienergebnisse über ihre Situation geheimhalten. Die Gewalt gegen Obdachlose geht also auch von den Institutionen aus, zum Beispiel:

Zwei obdachlose Brüder, beide Verkäufer der Straßenzeitung, treffen in Dortmund auf einen weiteren Obdachlosen. Damit war auch nach Ansicht des Ordnungsamts der Stadt Dortmund die Zahl der erlaubten Personen (damals zwei) überschritten. Dass die Brüder gemeinsam in einem Zelt – also einem Haushalt – wohnen, spielte dabei keine Rolle. Der Verstoß laut Coronaschutzverordnung: „Verbotswidrige Teilnahme an einer Zusammenkunft oder Ansammlung im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen“. Die Kosten: Jeweils 200 Euro Geldbuße, 25 Euro Gebühr plus 3,50 Euro Auslagen. Also für jeden 228,50 Euro.

In ihrer Not setzt man ihnen nochmal zu. Hier, wie auch für Suizidgefährdete oder Trennungsväter, wirkt sich die Mitgefühlskälte gegenüber Männern besonders grausam aus – eine Kälte, die den Holocaust und andere Verbrechen erst möglich machte.

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Siehe auch Das Alternativlos-Aquarium: Tag der Geschlechter-Empathielücke: Ganz unten

Asemann: Am 11. Juli ist Gender Empathy Gap Day

Apokolokynthose: Happy Gender Empathy Gap Day (pünktlich)

8 emordete Männer und 2 ermordete Frauen sind was? Ganz genau: Frauenhass!

Man stelle sich folgendes vor: Ein Schwarzer zieht los und erschießt 8 Schwarze und 2 Weiße. Dies nimmt eine Kreatur der AfD zum Anlass, etwas vom strukturell verankerten Hass auf Weiße zu schwadronieren. Nun gut, von der AfD würde man sowas erwarten.

Einer Redakteurin des „Qualitätsmediums“ Süddeutsche ist es jetzt nicht zu peinlich, die noch nicht ganz kalten Leichen von Hanau zu vergewaltigen, um sie für Propaganda über den angeblichen gesellschaftlichen Frauenhass zu missbrauchen. Dabei zeigt sie aber nur eins: Nämlich, dass ihr wie auch dem Mainstream Leiden und Sterben von Männern vollkommen am Arsch vorbeigehen.

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Diese Frau liefert den perfekten Beweis dafür, dass Farrell mit seiner Theorie des „entsorgbaren Mannes“ goldrichtig lag. Tote Männer interessieren in der Gleichung einfach nicht, ihr Wert geht gegen Null, womit allein ermordete Frauen übrigbleiben, deren Tod dann angeblich auf Strukturen zurückgeht – nur diese Mordopfer sind es wert, dass man über sie spricht. Es interessiert die Not und Tod von Männern nicht, sei es, dass sie obdachlos unter der Brücke schlafen oder sich das Leben nehmen. Dass „unter den Opfern“ eines Unglücks „auch Frauen und Kinder“ waren, wird öfters mal gesagt, es fehlt eigentlich nur noch, dass jemand mal davon spricht, dass unter den Opfern „zum Glück“ nur Männer waren. Schon auf der Titanic hatten Frauen dank strukturellen Frauenhasses höhere Überlebenschancen als selbst Kinder und auch der Holocaust war nur aufgrund des Empathy-Gaps überhaupt möglich.

Themenwechsel: Die Süddeutsche ist bekanntlich ein „Qualitätsmedium“, welchem der Austausch mit ihren Lesern wichtig ist, weshalb man auf ihren Seiten ihre Artikel kontrovers diskutieren kann. Auf „jetzt.de“ wurde deshalb ganz zu Recht ein Kommentar von mir zensiert, da er antisemitisch, sexistisch, rassistisch war und zudem den Osterhasen beleidigte (betroffener Artikel):

Zensierter Kommentar:

Ich kenne das Buch über dem Hund, der mit Hühnern verwandt ist. Und da Sie somit offenbar daran interessiert sind, Manipulationen und Täuschungen aufzudecken, empfehle ich ihnen den empfohlenen Artikel gleich noch ein zweites Mal.

Ihr Argument ist „ad-personam“, d.h. es geht nicht auf Inhalte ein, sondern beurteilt eine Information allein nach der Herkunft, also ob sie z.B. von Hitler stammt oder von Jesus.

Ich würde ja noch was zu ihren „Qualitätsmedien“ schreiben, bin aber sich, dass ich dann zensiert werde; Zensur ist übrigens witzigerweise eine notwendige Bedingung, damit Feminismus überhaupt gedeihen kann. Nur soviel: Sowohl die Sueddeutsche als auch die Wikipedia sind feministisch dominiert, genauso wie „jetzt.de“ (schauen Sie sich einfach mal die Startseite an), wenn ich ihr ad-personmam mit einem eigenen kontern darf.

Abrissbirne

Birgit Kelle weiß es auch. Sie weiß etwas, was nicht nur Feministen sondern im Grunde die ganze Gesellschaft weiß: Männer sind schuld. Nun, das ist weder neu noch originell, aber woran sind Männer jetzt wieder schuld, laut der leidenschaftlichen Mutter, die sich gerne mal mit Feministen anlegt? Ganz einfach: Am Feminismus, genauer: Am Genderismus.

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Schwangere Männer: Fiese Aneignung durch das Patriarchat.

Dass also nicht mehr von der „Mutter“ geredet werden soll, sondern von dem „Elter“; nicht mehr von der „schwangeren Frau“, sondern von der „schwangeren Person“, ist nicht auf dem Mist von Feministinnen gewachsen – den Genderisten, die die herkömmlichen Geschlechter auflösen wollen, sondern: auf dem der Männer. Männer, die auch die traditionelle Rollenverteilung abschaffen und die Frau nötigen wollen, ein ganzes Leben lang unbelastet von „Erziehungsarbeit“ malochen zu gehen. Männer, die der führenden Feministin Simone de Beauvoir folgend auf der Weltfrauenkonferenz 1995 festgelegt haben, dass jede Frau in jeder Lebensphase einer Arbeit nachzugehen habe, denn:

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.«

Also schuld sind Männer. Wieder mal. Auch ein altersdiskriminierender, rassistischer Seitenhieb auf die „alten weißen“ darf natürlich nicht fehlen.

Kelle stellt fest, dass Männer Frauen berauben, ihnen ihre urtümliche Weiblichkeit entwenden wollen:

Mutterschaft und Weiblichkeit sind das einzige, was Männer sich nur mit Gewalt, Ausbeutung oder mit juristischer Hilfe aneignen können. Und jetzt tun sie es auch. (erst „jetzt“? Anm. yx)

Ja, ja, in Wirklichkeit haben Frauen keinen Penisneid, sondern Männer einen Gebärneid. Schon die Störenfriedas hielten nicht als erste fest, dass Männer Frauen hassen, weil sie selbst nicht wie die „Göttinnen“ Kinder bekommen könnten – daher die traditionelle Rollenverteilung, in welcher sich Männer ein ganzes Leben lang den Arsch aufreißen, damit es die ihren auch gut im Leben haben. Das ist nicht im mindesten selbstlos, Männer machen das nur, um Macht über Frauen und Kinder auszuüben.

Aber gut: Das Vertrackte an Kelles Diagnose ist, dass sie zum Teil wahr ist. Das stellte schon die männerfreundliche Feministin Esther Vilar fest: Der etablierte Mainstreamfeminismus ist ein männlicher Feminismus, ich dazu in einer Rezension zu Kelle:

Man fühlt sich an Nietzsche erinnert, der anmerkte, Feminismus sei weniger Kampf gegen den Mann als vielmehr der Kampf der missratenen Frau gegen die wohlgeratene. Kranke Frauen, die ein männliches Leben in der außerhäuslichen Arbeit als die Erfüllung, als das Sinnstiftende, als das alleinig Respektable ausmachen: Das war es, was Esther Vilar meinte, als sie sagte, Lesbofeministinnen wie Schwarzer hingen einem „männlichen Feminismus“ an, der von Männern erfunden wurde und Simone de Beauvoir hätte nur ein Männerbuch geschrieben und dieses mit einem Frauennamen unterzeichnet – und um ein männliches Leben führen zu können, dürfen Kinder, die einen zur Mutter machen, nicht stören.

Auch wenn Kelle zumindest teilweise in diesem Punkt – dass Männer mal wieder die Schuld tragen – richtig liegt, drängt sich doch die Frage auf, ob sie denn kein Mitleid mit den Feministinnen hat. Wenn diese noch nicht mal den Genderismus erfunden haben, was bleibt dann noch? Ach ja, der Kaffeefilter *duck und weg*.

„Die“ Männer sind schuld. Auch dann, wenn nur zwei oder drei der genderistischen Ideologie folgen und darauf bestehen, „Frauen“ zu sein und somit weibliche Privilegien mopsen (Wo sind eigentlich die Frau-zu-Mann-Transsexuellen, die sich männliche Privilegien aneignen wollen?). Zum Beispiel Vorzugsbehandlung bei Quoten. Zum Beispiel einen Aufenthalt im Frauenknast, denn dieser ist im Vergleich zum Männerknast ein Wellnesshotel.

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Weitergehen, hier gibt es nichts von Interesse.

Oder Obdachlose, die als „Transfrauen“ vielleicht einen warmen Schlafplatz ergattern können. In Alaska. Kelle hat Mitgefühl mit Obdachlosen. Aber nur mit den besseren. Dass es schlimm ist, im Freien zu übernachten, sieht sie nur bei Frauen. Männer sind ihr egal, auch wenn sie elendig krepieren, erfrieren, was öfter mal passiert im „Patriarchat“, aber im Gegensatz zu unerwünschten Komplimenten kein Thema ist, denn: Männer sind Täter. Nicht Täter sind Täter, Nein: Männer.

Es ist verdammt kalt in Alaska, und Laurie sagt, einige dieser Frauen würden trotzdem lieber nachts im Freien schlafen, als noch einmal in ihrem Leben in einem Raum mit einem Mann. Nahezu 100 Prozent ihrer Frauen dort seien Opfer von männlicher Gewalt, Vergewaltigung, sexueller Übergriffe. Durch Männer.

Deshalb ist in dem Obdachlosenasyl – ein Safe Space für Frauen – kein Platz für Männer. Anton und Bob, die sich nie etwas zu schulden kommen ließen, außer vielleicht arm zu sein, müssen also im Freien übernachten, in Alaska, weil sie ein unverschuldetes Merkmal mit anderen teilen, die tätlich wurden, so die Sohnmutter in bester Übereinstimmung mit dem herrschenden Feminismus. Mal ’ne Frage an die Linksfeministinnen hier: Was ist eigentlich von einem „Safe Space“ für Weiße zu halten, die schlechte Erfahrungen mit messerstechenden Farbigen gemacht haben?

Ich schrieb mal, wenn man Feminismus nicht wählen wolle, könne man nur den rechten Rand wählen. Kelle stellt unter Beweis, dass Schuldzuweisungen gegen Männer sowie eine erbarmungslose und tödliche Mitgefühlskälte auch dort erfolgreich sein kann. Ich habe in meiner Rezension zu ihr dazu aufgefordert, sich mit Männern, genauer: Trennungsvätern zu solidarisieren, denn wer die entväterte Gesellschaft toleriert, erhält im feministisch-neoliberalen Zuge auch die entmütterte. Kelle fährt mit voller Kraft in die entgegengesetzte Richtung und prügelt wie jede Vulgärfeministin auf Männer ein.

Novum beim neuen Star Wars

Etwas, das sich in vielen Filmen beobachten lässt, ist, dass in ihnen reihenweise gesichts- und namenlose Männer sterben, ohne dass das dem Vergnügen am Actionspektakel einen Abbruch tut. Das gilt auch dann, wenn in einem Film „starke Frauen“ vorkommen. Auch wenn die Hauptdarstellerin eine „große Kriegerin“, eine Kämpferin ist, ist der anonymes Statist, der typische „Wachmann“, der niedergemetzelt wird, eben immer noch ein Mann.

Als Paradebeispiel hierfür ließe sich „Kill Bill“ anführen. In dem Film sind die wichtigsten Figuren alles Frauen, die zur absoluten Kampfsportelite zählen, nahezu unbesiegbar. So zum Beispiel die Anführerin der japanischen Mafia, gespielt von Lucy Liu. Als die Heldin des Streifens, gespielt von Uma Thurman, bei ihr aufschlägt um Rache zu nehmen, schickt Liu erstmal ihre Yakuzauntergebenen vor, und das sind allesamt Männer – anonym, namenlos – die dann allesamt von Thurman abgeschlachtet werden.

Der neue Star Wars führt hier ein Novum ein, etwas, das es so noch nicht gab. Und zwar lässt sich anhand der Stimmen der Soldaten der fiesen „Ersten Ordnung“ – den Stormtroopern – entnehmen, dass sich unter den Masken der Einheitsuniformen hier und da auch eine Frau versteckt, die dann ihr Leben lassen muss. Allerdings wird diese Novum dadurch abgeschwächt, dass die Darsteller unter undurchsichtigen Helmen stecken. Es drängt also nicht allzu offensichtlich ins Bewusstsein, dass hier ganz nebenbei auch Frauen sterben – anonym, namenlos.

Das führt zu der Frage, ob man sowas überhaupt wollen sollte. Man stelle sich vor, die Gesellschaft verroht so sehr, dass im Popcornkino Kinder sterben, ohne, dass der Filmspaß dadurch getrübt wäre. Wenn sich die Gesellschaft dahingehend entwickelt, dass in Hollywoodschinken der Tod auch von Frauen noch nicht mal mit einem Achselzucken sondern stattdessen mit dem Griff ins Popcorn quittiert wird, ist dies eine Entwicklung zu einer kälteren, barbarischeren Gesellschaft.

Jungen und der Empathy-Gap

25.11

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Während Politiker davon phantasieren, dass jeder Tag in der Schule ein „Boys-Day“ sei, bleiben in der Realität die Jungen zurück – wofür ihnen ganz in der Tradition der schwarzen Pädagogik die Verantwortung zugeschoben wird: Nicht die Schule, nein das Kind, hier der Junge ist falsch. Dass inzwischen bewiesen ist, dass Jungen in den Schulen massiv benachteiligt werden, ist dann auch nur eine Randmeldung wert, sie ist kein Punkt auf der politischen Agenda, viel wichtiger sind unerwünschte Komplimente, diese beschäftigen die ganze Nation. In einer Studie, die der Aktionsrat Bildung im März 2009 vorlegte, erklärten die Bildungsforscher, die Ungleichheit in unserem Erziehungswesen überschreite die „Grenzen des rechtlich und moralisch Hinnehmbaren“. Eine Folge: Die Jungen werden immer dümmer, ihr IQ sinkt. – worüber die Giftseelchen gewiss erfreut sind.

Es ist keine Bagatelle, jemand zu Dummheit zu verurteilen und in der Schule zu benachteiligen: Sowas ruiniert das ganze Leben. Und ein abgehängter Junge hat auch nicht die Möglichkeit, eine wohlhabende Frau zu heiraten und sich damit Lebensqualität unabhängig von seinem Bildungsniveau zu sichern, denn Frauen heiraten nur nach oben.

Dieser Tatbestand reiht sich ein in andere, welche auf einen strukturellen Empathy-Gap fußen. So ist die Beschneidung von männlichen Säuglingen auch ohne Narkose erlaubt, die der Mädchen verboten. Da Säuglinge Schmerzen stärker empfinden, kann man hier von Folter sprechen. Organisationen wie „Dissenz,“ die offen zugeben, ihr Ziel sein nicht der „andere Junge“ sondern „gar kein Junge“, und die somit aus ihrer Jungenfeindlichkeit kaum einen Hehl machen, erhalten Zugang zu Schulen und werden mit Steuermitteln gefördert. Andere Vereine wie „Wildwasser“, die vergewaltigten und missbrauchten Jungen Hilfe verweigern, werden aus Steuermitteln finanziert. Weiter berichtet Hoffmann, dass Hilfsorganisationen oft erleben, Spenden seien an die Bedingung geknüpft, dass diese Gelder ausschließlich zur Hilfe für Mädchen und nicht für Jungen verwendet werden. Wenn eine Terrororganisation Jungen bei lebendigen Leibe verbrennt, ist das der Welt keine Reaktion wert, erst wenn dieselbe Terrororganisation Mädchen entführt, kommt es zu einem Aufschrei rund um den Globus bis ins weiße Haus und es tagt der Bundestag dazu in einer aktuellen Stunde. Und um noch mal auf die Schulen zurückzukommen, so war bereits Doris Lessing von den Vorgängen dort entsetzt, denn:

Die im heutigen Simbabwe aufgewachsene Autorin, beklagte eine „denkfaule und heimtückische Kultur“, die sich des Feminismus bemächtigt habe und darauf hinauslaufe, „auf Männer einzudreschen“. Bei einem Besuch in einer Schule, in der die Lehrerin Beifall heischend erklärt habe, Kriege seien auf die angeborene Gewalttätigkeit von Männern zurückzuführen, berichtet die Schreiberin: „Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort.“

Alles in Allem lässt sich von einem Krieg gegen Jungen sprechen, wie es Christina Hoff Sommers tut – was Feministen nutzen, um unter Beweis zu stellen, dass Begriffe wie „Femofaschischmus“ oder „Feminazis“ jede Berechtigung haben:

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Dabei wird diese Jungenfeindlichkeit nicht nur von Institutionen und Personen in ihrer Funktion als Kindergärtner, Lehrer und Politiker betrieben sondern tatsächlich auch vom feministisch inspirierten Müttern, die ihre eigenen Söhne als ihre Feinde begreifen – und so ist der Umstand, dass man mit einem Jungen schwanger ist, schon mal ein Grund, in Tränen auszubrechen. Dabei haben doch Feministen alle Möglichkeit, ihr Kinder – auch die Jungen – zu strammen Männerfeinden zu erziehen. Diese Verzweiflung über männlichen Nachwuchs zeigt eins auf: Das Männliche wird als das inhärent Böse betrachtet, wo auch Erziehung nicht mehr helfen kann. Auch entblößt es die Bösartigkeit und Perversion einer Ideologie, die den eigenen Nachwuchs zum Feind erklärt. Ähnliches findet man in anderen totalitären Ideologien wie dem Faschismus und Stalinismus, in welchen bspw. dazu aufgefordert wurde, Familienmitglieder zu denunzieren, wenn sie nicht auf Linie waren. Wenn schon Mütter zu Monstern mutieren und ihre Söhne im Interesse einer politischen Ideologie verraten und sabotieren, wie steht es dann erst um Lehrerinnen oder Ministerinnen, die in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu jenen Jungen stehen, die von ihrer Politik betroffen sind?

Das alles führt zur Frage, was in diesen Köpfen vorgeht. Denn um Gottes Willen, es geht hier doch um Kinder. Hier wirkt der Empathy-Gap, der bereits den Holocaust und andere Verbrechen möglich machte, bereits gegen Kinder. Hierzu erinnere ich mich an einem Artikel in einem Leitmedium, welcher das Zurückbleiben der Jungen in der Schule thematisierte. Geschmückt war der Artikel der Süddeutschen mit einem Bild eines entsetzlich hässlichen und plärrenden Jungen, der nicht die geringsten Sympathien sondern Antipathien auslöste, der spontane Gedanke, den man hatte, war: „Zum Glück bin ich von dem verschont.“ So arbeitet Propaganda, so arbeitet Hasspropaganda. Sie arbeitet mit Bildern, die das Feindobjekt als möglichst hässlich zeichnet. Man begegnet Jungen nicht mit Empathie und Wohlwollen; man schafft ihnen keinen geschützten Raum – wie die Schule einer sein sollte – in welchem sie willkommen sind und sich öffnen können, stattdessen feindet man sie an, um ihnen dann in der Folge den Vorwurf zu machen, sie hätten keinen Spaß und kein Interesse an der Schule, keine Motivation, Leistungen zu erbringen, womit sie am Zurückbleiben selbst schuld seien – ein Paradebeispiel einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Diese Mitgefühlskälte ist ein großes Übel, sie betrifft die ganze Gesellschaft – auch die Frauen, denn es ist ein Realitätsverlust zu glauben, ein solcher Mangel an Einfühlung bliebe allein auf Männer beschränkt, wenn diese die halbe  Gesellschaft ausmachen – es fällt auch auf Frauen zurück. Es sollte anderes sein: Jungen sollten als Kinder lernen, dass sie angenommen und geliebt werden, so wie sie sind, damit sie später keine Gewalt in die Gesellschaft tragen sondern herzliche Wärme, damit sie geliebt werden und Liebe zurückgeben. Aktuell aber lernen sie, dass sie schlecht sind, falsch, böse. Und so verhalten sie sich dann auch, dass gesellschaftliche Klima kühlt ab, Gewalt ist an der Tagesordnung, womit die feministischen Vorurteile über die „Schläger“ bestätigt werden. Würde man Männern, Jungen dieselbe Empathie zukommen lassen wie Frauen und Mädchen – imagine a world without violence against boys and girls – so mancher Krieg wäre nicht geführt worden, so manches Massaker wie in Srebrenica hätte es nicht gegeben. Aber der Mann hat zu funktionieren, denn er hält die ganze Gesellschaft am Laufen. Wie es ihm dabei ergeht, muss ausgeblendet werden, Empathie muss entzogen werden, damit das Funktionieren nicht beeinträchtigt wird. Ein Mann der sich um seinen Seelenzustand kümmert, funktioniert nicht richtig und das gilt es zu verhindern – er muss hart gegen sich sein, damit er seinen Nutzen hat. Das war schon immer so, weshalb der Entzug und das Gewähren von Empathie nach Geschlecht – Mädchen und Frauen werden einfühlsam behandelt und als fühlende, leidensfähige Wesen wahrgenommen – evolutionsspychologisch verankert ist.

Bevor ich das Folgende zitiere (nicht mehr online), möchte ich betonen, dass Jungen ein Recht auf faire Behandlung an sich haben und nicht nur, weil uns Jungen- und Männerfeindlichkeit gesamtgesellschaftlich schaden könnten, denn:

Der Volkswirtschaft entstehen immense Schäden. Deutschland gehen zunehmend Fachkräfte wie z. B. die Ingenieure aus: Trotz der Rezession bekamen Unternehmen im Jahr 2009 vermehrt Probleme, frei werdende Stellen zu füllen – schon jetzt sind 50.000 Jobs unbesetzt. Das schrumpfende Reservoir an schlauen Jungen kommt der Volkswirtschaft allmählich teuer zu stehen, belastet Sozial- und Steuerkassen und gefährdet damit unseren Wohlstand. „Wir können uns die massenhafte Vergeudung menschlicher Talente nicht länger leisten“, warnt der Bildungsökonom Professor Ludger Wößmann vom renommierten ifo-Institut für Wirtschaftsforschung. Das volkswirtschaftliche Wachstum in unserem Land ließe sich um 40 Prozent erhöhen, wenn Deutschlands Schulen internationales Spitzenniveau erreichen würden. Wößmann: „Dann hätten wir deutlich weniger Arbeitslose.“

Unsere Demokratie ist gefährdet. In einigen Gebieten im Osten Deutschlands ist eine überwiegend männliche Unterschicht entstanden, deren Mitglieder von wesentlichen Lebensbereichen ausgeschlossen sind: Viele von ihnen haben weder einen Job, noch eine Ausbildung noch eine Partnerin. Von der deutschen Demokratie enttäuscht, wenden sich nicht wenige Männer den verhängnisvollen Verlockungen rechtsradikalen Gedankenguts zu. „Wenn wir davon ausgehen, dass Demokratie an Menschen geknüpft ist, die lesen, schreiben, denken und reflektieren können“, erklärt James Shapiro, Professor für Englische Literatur an der New Yorker Columbia University, „dann sollten wir dafür sorgen, dass diese Fähigkeiten auch ausgebildet werden. Andernfalls müssen wir um den gesellschaftlichen Konsens fürchten.“ Bundesweit 4,9 Prozent der Jugendlichen sagen von sich selbst, dass sie einer rechtsextremen Gruppe oder Kameradschaft angehören. Der weitaus größte Teil von ihnen sind Jungen.

Es kommt zu einem rapiden Anstieg der Kriminalität. Im Jahr 2007 zeigte eine britische Studie, dass in der Schule diskriminierte Jungen später häufiger als andere gegen das Gesetz verstießen. Es gebe eine klare Verbindung zwischen schulischem Versagen und Kriminalität, erklärten die Autoren dieser Studie. Dass das in Deutschland nicht anders aussieht, erklärt der Männerforscher Professor Walter Hollstein: „In Berlin, Duisburg, Hamburg, Wien oder Zürich gibt es Viertel, die sich sozial, politisch und in ihrer kulturellen Ausformung von der jeweiligen Gesamtstadt abkoppeln und ihre Randexistenz zementieren. Jungen und junge Männer werden hier in Elend und Arbeitslosigkeit groß und verharren entweder widerstandslos in der Aussichtslosigkeit, indem sie auf Dauer von den Sozialmaßnahmen des Staates leben, oder sie entwickeln aggressive Überlebenstechniken, die in die Kriminalität, in den Knast oder in tödliche Auseinandersetzungen führen.“

Statt immer neuer Dämonisierungen brauchen unsere Jungen und jungen Männer rechtzeitig die nötige Hilfe, damit all die hier skizzierten Entwicklungen gestoppt werden.

Die maskulistische Revolution

Nach 100.000 Jahren Matriarchat ist nun die Zeit gekommen, diese Tyrannei zu stürzen und ein Patriarchat zu errichten, in welchem die Frauen ihre alten Schulden abzuarbeiten haben. Das heißt, Frauen gehen ihr Leben lang malochen und geben die Kinder und das Geld, welches sie verdienen, dem Vater.

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Nach der Revolution Frauensache

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In der neuen, besseren, gerechteren Gesellschaft werden die Frauen die harten, schmutzigen, schlauchenden Arbeiten übernehmen, etwa als Müllfrauen, Kanalarbeiterinnen oder Gerüstebauer. Auch viele Chefposten  – mit Plackerei verbunden – werden von Frauen besetzt sein, das macht aber nichts, denn diese Frauen werden einer Gehirnwäsche unterzogen, schon als Kinder durch den Vater, so dass sie ihre Macht als Männerdiener nutzen, sich als Verbündete der Männer begreifen, denen geholfen werden muss, da sie es ja so schwer haben in einer von fiesen, toxischen Frauen beherrschten Welt. So wird sie bspw. als Frau an der Macht Gesetze verabschieden, die Beschneidung von Jungen verbieten aber von Mädchen erlauben. Oder Gesetze, die unwillkommenes Verhalten von Frauen gegenüber Männern verfolgen und deren Karriereende bedeutet sowie Verlust jeglicher Reputation. Wenn eine Frau bei der Arbeit stirbt, wird das kein Thema sein. Fühlt sich aber ein Mann durch eine Frau belästigt wird das breit diskutiert und Anti-Belästigungs-Gesetze werden verabschiedet.

Die Kinder werden von den Vätern großgezogen. Den Mädchen bleut man ein, das sie ihr Leben der Gesellschaft, also den Männern und ihren Kindern zu opfern haben. Das heißt, sie arbeitet ihr Leben lang und stellt damit den Vater von der Arbeit frei. Sollte es zur Trennung kommen, muss die Mutter dennoch weiterzahlen und malochen, selbst wenn sie erleben muss, dass ihre Kinder zum Hass gegen sie erzogen werden.

Allgemein werden Männer als bessere Menschen gelten. Frauen hingegen werden als toxisch angegriffen. Da Frauen im Patriarchat – welches aber nur „Matriarchat“ genannt wird, in welchem alles zu Gunsten der Frau ausgerichtet sei – größeren Belastungen ausgesetzt sind und weniger Hilfe erhalten, weil sie grundsätzlich weniger Empathie genießen, stellen sie auch die Mehrheit und den Drogenkranken, Selbstmördern und Obdachlosen. Dies wird aber so ausgelegt werden, dass Frauen aufgrund ihrer Toxizität selbst schuld daran seien, sie müssten nur diese schädlichen Charaktereigenschaften ablegen.

Männer dürfen nahezu beliebig ihre Frauen misshandeln, die allgemeine Propaganda aber verbreitet das Bild von der brutalen Frau, unter der Männer und Kinder zu leiden haben und gegen die vorgegangen werden muss. Auch werden Frauen gezwungen, im Kriegsfall ihr Leben und Unversehrtheit zu opfern, was man aber in der Propaganda so auslegen wird, dass sie kriegsgeil wären, und deshalb Kriege führen würden, obwohl sie geführt werden.

Diese Patriarchat, Pardon: „Matriarchat“ wird das Paradies. Zwar nicht für Frauen, aber die haben ja auch eine jahrtausendealte Schuld abzutragen.

Tag des Empathie-Defizits

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MANNdat schreibt zum heutigen Tag der Empathielücke:

Warum bringen wir von Boko Haram entführten Mädchen Mitgefühl entgegen, nicht aber den Jungen, die von derselben Terrorgruppe bei lebendigem Leib verbrannt werden? Warum hat die Bundesregierung lediglich die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen auf ihrer Agenda und nicht auch die Bekämpfung von Gewalt gegen Männer?

Der 11. Juli symbolisiert als Gedenktag diese Empathielücke, steht er doch für das Massaker von Srebrenica im Jahr 1995. Die muslimische Enklave stand während des Balkankrieges unter dem Schutz von UN-Streitkräften, die jedoch die Eingekesselten den bosnisch-serbischen Einheiten überließen, die 8000 Männer und Jungen ab 13 Jahren ermordeten, während Frauen und Kinder vorab in Sicherheit gebracht worden waren.

Weitere Beiträge:

Der Lotosritter –

Das missachtete Geschlecht – Gedanken zum Tag der Geschlechter-Empathielücke

Lucas Schoppe –

Wozu eigentlich brauchen Männer Empathie?

Und ich selbst – Der Empathy-Gap als Ursache struktureller Benachteiligung von Männern

Veröffentlicht am 11. Juli:

Stadtmensch: Tag der Empathie-Lücke für Männer?

Stapel Chips: Der Tag der Geschlechter-Empathielücke

Cuncti: Der Gender Empathy Gap und die Wehrpflicht

Genderama: Heute ist der erste Gender Empathy Gap Day!

MannFrauKram: Kein Mitgefühl für Männer

…und empfohlen:

Männer in Röcken

ebenfalls empfohlen, wenn man nicht soviel Zeit hat:

Alternativlos-Aquarium: Mitgefühlskälte

Der Empathy-Gap als Ursache struktureller Benachteiligung von Männern

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Dass man das ganze Land mit Plakaten pflastern kann, deren primäre Botschaft ist, dass Kinder vom Schutz vor Gewalt ausgenommen sind, wenn sie dem falschen Geschlecht angehören, zeigt, dass der Empathy-Gap gegenüber Männer sich bereits bei den Jüngsten manifestiert. Denn eine solche Kampagne hätte nicht mal dann eine Berechtigung, wenn Mädchen in größerem Ausmaß als Jungen Gewalt ausgesetzt wären, was aber nicht der Fall ist. Allerdings ist das wohl nur folgerichtig in einer Gesellschaft,beschneidung-schrei dass Genitalverstümmlung männlichen Kindern legalisiert: Hier wird Religionsfreiheit über das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Schutz vor Misshandlung gestellt, dort handhabt man es genau anders rum. Einem Mädchen aus religiösen Gründen an den Genitalien herumzuschnippeln steht unter Strafe. Da Säuglinge Schmerzen stärker empfinden, kann man hier durchaus von Folter sprechen.

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Ein „Loser“ kann kaum erwarten, mal von einer Frau einen angenehmen Lebensstandart unterhalten zu bekommen.

Dass hier schwerste Misshandlung von Kindern vom Gesetzgeber abgesegnet wird, woanders man allein um das Wohl von Mädchen besorgt ist, trifft dann auf die nächste Hürde im Leben eines Menschen, dessen Wohlergehen so gut wie keinem außer vielleicht die eigenen Eltern kümmert: Die systematische Benachteiligung in der Schule. Aber die Qualitätsmedien, wenn sie überhaupt mal über diesen Skandal, der u.a. von mächtigen Frauen an der Macht ermöglicht wird, berichten, wissen sofort einzuwenden, dass das schon in Ordnung ginge: Später im Berufsleben hängen die „Jungs die Mädchen“ wieder ab. Aber sicher doch! Und Missbrauch von Kindern geht in Ordnung, da viele Erwachsene nicht unter den Folgen von Missbrauch zu leiden haben! Nein: Ein Junge, der bildungstechnisch schon zum Verlierer gemacht wurde, hat anders als ein Mädchen kaum Chancen, nochmal mit den Füßen auf den Boden zu kommen. Denn anders als sie kann er kaum erwarten, dass ihn mal eine gut verdienende Frau ehelicht, die ihm ein Leben auf angenehmen Niveau ermöglicht, welches er nicht selbst erarbeiten muss.

Aber um noch mal zu dem Scheinproblem zu kommen, dass Mädchen später seltener als Jungs Chef sind: Das liegt nicht daran, dass sie von fiesen Männern diskriminiert werden, die sich gegenseitig auf dem Männerklo die Beförderungen zuschieben oder daran, dass es zu wenig Vorbilder für Mädchen gibt, nein, es liegt daran, dass Chefsein erfordert, sich über Jahrzehnte hinweg in Übervollzeit reinhängen zu müssen, und dafür haben Frauen nun mal seltener als Männer die Motivation. Arbeit bedeutet nicht Selbstverwirklichung und Karriere sondern Mühsal und Maloche, und wenn jemand die Möglichkeit hat, sich dem zu entziehen, dann nutzt er sie auch, bzw.: dann nutzt sie sie auch. Um nur ein Schlaglicht auf dieses Verhältnis zu werfen: Während Männer die Gelegenheit, befördert zu werden, sofort und ohne Bedenken ergreifen, bitten sich Frauen Bedenkzeit aus, denn eine höhere Position geht nicht nur mit mehr Macht und Einkommen einher, sondern auch mit mehr zeitlichen Aufwand und damit ergo auch mit weniger Freizeit für die Pflege von Beziehungen etwa. Es sind Feministen selbst die einräumen, dass Frauen mehr Wert legen auf die sogenannte „Work-Life-Balance“, also nicht so viel arbeiten wollen; Antje Schrupp bspw. betont, dass Frauen seltener Macht und Status anstreben (das stimmt so nicht: Frauen stehen schon auf Macht und Status… bei Männern).

Dass also Männer mehr verdienen und höher aufsteigen als Frauen, liegt daran, dass sie von Kindesbeinen an auf die Rolle der Arbeitsdrohne getrimmt werden. Kein junger Mann der in die Zukunft blickt, denkt sich ernsthaft: „… und dann, wenn die Kinder kommen, bleibe ich zu Hause und lass mich von meiner Frau ernähren…“, weil er ganz genau weiß, dass das ein fiktives Szenario ist, weit ab von dem in der Realität Möglichen. Und als Arbeitsdrohnen leben sie nicht nur ihr Leben, als solche werden sie auf behandelt. Ein kaputter, toter Mann interessiert genauso wie ein kaputter Computer: Er wird ersetzt durch etwas, das funktioniert, er ist ein Ärgernis aber kein Anlass für Mitgefühl.

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Das wahre Problem.

Männer haben zu funktionieren, denn sie sind es, die die ganze Gesellschaft am Laufen halten. Männer füllen die Kassen, Frauen leeren sie. Würden Männer das Arbeitsdrohnenschicksal kollektiv ablehnen und das System genauso wie Frauen belasten, es würde zusammenbrechen. Von Dankbarkeit aber weit und breit keine Spur. Stattdessen werden sie unentwegt beschimpft. Männer haben zu funktionieren, und wenn sie es nicht tun, dann werden sie aussortiert. Sie bringen sich um oder landen obdachlos in der Gosse. Die Flüchtlingskrise hat gezeigt, dass man sie von den Straßen holen könnte, wenn man wollte, am Geld liegt’s nicht, denn stattdessen:

Klar, dass man sich bei so vielen wichtigen Themen nicht um Nebensächlichkeiten kümmern kann. Bei Obdachlosen handelt es sich in erster Linie bloß um weiße Männer, warum sich also über die den Kopf zerbrechen. Die Altparteien bleiben auch bei Beginn des Wintereinbruchs untätig, obwohl die hohe Zuwanderung die Situation für die Betroffenen verschärft. Die Betreiber von Berliner Unterkünften erhalten pro Kopf und Nacht 15.- Euro, wenn sie einen Schlafplatz für Obdachlose zur Verfügung stellen, hingegen 50.- Euro, wenn sie dies für einen Flüchtling tun. Mehrere Städte in NRW lehnen das Angebot einer Firma ab, die bereit ist, kostenlos beheizbare Schlafcontainer zur Verfügung zu stellen, aufzubauen und einzurichten. Zu viel Aufwand. Das Retten von Männerleben erfordert zu viel Aufwand.

Eine solch erbarmungslose Kaltschnäuzigkeit wäre gegenüber Frauen undenkbar. Erfrorene Männer sind kein Thema, wohl aber unerwünschte Komplimente und „Mikroaggressionen“, das sind die Themen, die die Agenda beherrschen. Und so kommt es, dass für das weibliche Geschlecht Millionen von Geldern fließen, bewilligt von Behörden in denen mächtige und grausame Frauen- Gleichstellungsbeauftragte sitzen, und die, wenn mal Männer gefördert werden sollen, sofort Einspruch einlegen.

Ich habe mal einen Mann kennengelernt, dessen vierjährige Tochter gestorben ist. Die haben den eingewiesen da er Selbstmordabsichten hatte. Jeder kann nachvollziehen, dass es für Eltern grausam ist, seine Kinder zu verlieren: Niemand sollte seine Kinder überleben. Bei Trennungsvätern, die durch die Willkür von Gerichten – also dem System – und der Kindseigentümerin – die Profiteurin des Systems – von ihren Kindern getrennt werden, kennt man solche Bedenken nicht.

Dass sich schon Jungen als auch besonders Trennungsväter öfter das Leben nehmen, liegt daran, dass man ihnen unbewusst mehr Härte zumutet; dass man sich Vertretern männlichen Geschlechts gegenüber genereller reservierter und kälter verhält. Dieser generell härtere Umgang mit Männern kann man als solchen kaum erkennen, da einem die Vergleichsmöglichkeit fehlt. Erst wenn man zwischen den Geschlechtern reist, lässt sich das erfahren, so berichtet ein Transsexueller, dass es kein Spaß ist, Mann zu sein und im Feminat schon gleich dreimal nicht; ein anderer über seine Erfahrungen: „Was mir weiterhin auffällt, ist die deutliche Reduzierung der Freundlichkeit, die mir im öffentlichen Raum entgegengebracht wird. Es fühlt sich jetzt an, als wäre ich auf mich allein gestellt.“ (Punkt 3) Jungen wie alten Männern wird weitaus öfter die Botschaft vermittelt: „Du hast keine Berechtigung!“ Der Empathy-Gap, der mehr oder weniger von jedem getragen wird, setzt sich im allemeingesellschaftichen System fort, er transzendiert vom Einzelnen in die Struktur, die sich dann geradezu tödlich kalt zeigt, ein überaus potenter Sexismus gegen Männer. Die Struktur zeigt sich dort kalt, wo es den Jungen bereits im „jungenfeindlichen Biotop Schule“ das ganze Leben versaut; die Struktur zeigt sich dort, wo kleinste Unannehmlichkeiten bei Frauen zu nationalen Skandalen aufgebauscht werden, Not und Elend bei Männern kein Thema sind; die Struktur zeigt sich dort, wo das Geschlecht tausender ermordeter Männer verschleiert wird aber Mord an den höherwertigen Menschen schwerer bestraft wird; die Struktur zeigt sich dort, wo bereits Blicke als Übergriffe gegen Frauen gelten aber eine Vergewaltigungskultur gegen Männer toleriert wird; die Struktur zeigt sich dort, wo man in heiteres Gelächter über einen brutalst verstümmelten Mann ausbricht; die Struktur zeigt sich dort, wo in einem fröhlichen Action-Spektakel ein namenloser Mann nach dem anderen sein Leben lässt, aber der Filmspaß gründlich verdorben wäre, wenn dies Frauen oder Kindern passieren würde; die Struktur zeigt sich dort, wo man Männer in Not als selbst schuld abfertigt; die Struktur zeigt sich dort, wo man mit ihrer Hilfe den Holocaust und andere Massaker einleitet; Diese Struktur basiert auf dem Empathy-Gap gegenüber Jungen, Vätern und Männern. Selbst bei größter Not agiert man gegenüber kalt und herzlos, und wo man diese Not anspricht, wird dieses Ansprechen als Opferideologie abgetan.

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Professor Baumeister: Gibt es irgendwas Gutes an Männern?

Originaltext (englisch)

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

tl;dr

So kann der Grund für die Entstehung von Ungleichheit zwischen den Geschlechtern wenig damit zu tun haben, dass Männer Frauen in einer fragwürdigen patriarchalischen Verschwörung unter Druck setzen. Vielmehr rührt es daher, dass in der Sphäre der Männer Reichtum, Wissen und Macht geschaffen wurden. Das ist es, was die Männersphäre vorwärts getrieben hat. Nicht Unterdrückung.

/tl;dr

Diese Einladungsrede wurde bei einem Treffen der American Psychological Association in San Francisco am 24. August 2007 gehalten. Das Denken, das es repräsentiert, ist Teil eines langfristigen Projekts, um menschliches Handeln und das Verhältnis von Kultur und Verhalten zu verstehen. Weitere Informationen zu Prof. Baumeister und seinen Forschungen finden Sie am Ende dieser Seite. — D.D.

Sie denken wahrscheinlich, dass ein Vortrag mit dem Titel „Gibt es irgendwas Gutes an Männern?“ ein kurzes Gespräch sein wird! Jüngste Schriften haben nicht viel Gutes über Männer zu sagen gehabt. Titel wie Men Are Not Cost Effective sprechen für sich selbst. Maureen Dowds Buch hieß Are Men Necessary? Louann Brizendine’s Buch, The Female Brain, stellt sich vor, indem sie sagt: „Men, get ready to experience brain envy“. Stellen Sie sich ein Buch vor, das für sich selbst wirbt, indem es sagt, dass Frauen bald das überlegene männliche Gehirn beneiden werden!

Diese Einzelbeispiele sind es auch nicht. Alice Eaglys Forschung hat Berge von Daten über die Stereotypen von Männern und Frauen zusammengetragen, die die Forscher als „Der WAW-Effekt“ zusammenfassen. WAW steht für „Women Are Wonderful“. Sowohl Männer als auch Frauen haben viel wohlwollendere Ansichten von Frauen als von Männern. Fast jeder mag Frauen lieber als Männer. Das tue ich auf jeden Fall.

Mein Ziel in diesem Vortrag ist es nicht, dies auszugleichen, indem ich Männer preise, obwohl ich auf dem Weg dorthin verschiedene positive Dinge über beide Geschlechter zu sagen habe. Die Frage, ob es etwas Gutes an Männern gibt, ist nur mein Ausgangspunkt. Der vorläufige Titel des Buches, das ich schreibe, lautet „Wie Kultur den Mann ausbeutet“, aber auch das ist für mich der Einstieg in die großen Fragen, wie Kultur das Handeln prägt. In diesem Zusammenhang bedeutet das, was gut an Männern ist, das, wofür Männer gut sind, aus der Sicht des Systems.

Daher geht es hier nicht um den „Kampf der Geschlechter“, und ich glaube, ein unglückliches Vermächtnis des Feminismus ist die Vorstellung, dass Männer und Frauen im Grunde genommen Feinde sind. Ich schlage stattdessen vor, dass Männer und Frauen in den meisten Fällen Partner waren, die sich gegenseitig unterstützen, anstatt sich gegenseitig auszubeuten oder zu manipulieren.

Es geht auch nicht darum, zu argumentieren, dass Männer als Opfer betrachtet werden sollten. Ich verabscheue die Idee, um Opfer zu konkurrieren. Und ich leugne nicht, dass die Kultur die Frauen ausgebeutet hat. Aber anstatt Kultur als Patriarchat zu sehen, das heißt als Verschwörung von Männern zur Ausbeutung von Frauen, halte ich es für zutreffender, Kultur (z.B. ein Land, eine Religion) als ein abstraktes System zu verstehen, das mit anderen Systemen konkurriert – und das sowohl Männer als auch Frauen, oft auf unterschiedliche Art und Weise, benutzt werden, um seine Sache voranzubringen.

Auch denke ich, dass es am besten ist, Werturteile so weit wie möglich zu vermeiden. Sie haben die Diskussion über die Geschlechterpolitik sehr schwierig und sensibel gemacht und damit das Spiel der Ideen verzerrt. Ich kann keine Schlüsse ziehen, was gut oder schlecht ist oder wie sich die Welt verändern sollte. In der Tat ist meine eigene Theorie um Kompromisse herum aufgebaut, so dass, wann immer es etwas Gutes gibt, es an etwas anderes gebunden ist, das schlecht ist, und sie gleichen sich aus.

Ich will auf niemandes Seite stehen. Geschlechtskrieger gehen bitte nach Hause.

Männer an der Spitze

Wenn ich sage, dass ich erforsche, wie die Kultur die Männer ausbeutet, dann ist die erste Reaktion gewöhnlich „Wie kann man sagen, dass die Kultur die Männer ausbeutet, wenn die Menschen für alles verantwortlich sind? Das ist ein berechtigter Einwand und muss ernst genommen werden. Sie beruft sich auf die feministische Gesellschaftskritik. Diese Kritik begann, als einige Frauen systematisch an die Spitze der Gesellschaft blickten und Männer überall sahen: die meisten Weltherrscher, Präsidenten, Premierminister, die meisten Mitglieder des Kongresses und der Parlamente, die meisten CEOs großer Unternehmen und so weiter – das sind meist Männer.

Als die Feministinnen das alles sahen, dachten sie, wow, Männer dominieren alles, so dass die Gesellschaft eingerichtet ist, um die Männer zu begünstigen. Es muss toll sein, ein Mann zu sein.

Der Fehler in dieser Denkweise ist, nur nach oben zu schauen. Wenn man stattdessen nach unten auf den Grund der Gesellschaft blickt, findet man dort meist auch Männer. Wer sitzt im Gefängnis, überall auf der Welt, als Kriminelle oder politische Gefangene? Die Bevölkerung im Todestrakt hat sich nie 51% Frauen genähert. Wer ist obdachlos? Nochmal, hauptsächlich Männer. Wen nutzt die Gesellschaft für schlechte oder gefährliche Jobs? US-Arbeitsministerium Statistiken berichten, dass 93% der Menschen, die bei der Arbeit getötet wurden, Männer sind. Ebenso, wer wird im Kampf getötet? Sogar in der heutigen amerikanischen Armee, die viel aus der Integration der Geschlechter und dem Kampf gegen Frauen gemacht hat, sind die Risiken nicht gleich groß. Dieses Jahr haben wir den Meilenstein von 3.000 Todesfällen im Irak überschritten, und von denen waren 2.938 Männer, 62 Frauen.

Man kann sich eine uralte Schlacht vorstellen, in der der Feind vertrieben und die Stadt gerettet wurde und die zurückkehrenden Soldaten mit Goldmünzen überschüttet werden. Eine frühe Feministin könnte protestieren, dass hey, all diese Männer bekommen Goldmünzen, die Hälfte dieser Münzen sollte an Frauen gehen. Im Prinzip stimme ich zu. Aber denken Sie daran, während die Männer, die Sie sehen, Goldmünzen erhalten, gibt es andere Männer, die Sie nicht sehen, die immer noch auf dem Schlachtfeld an Speerwunden verbluten.

Das ist ein wichtiger erster Anhaltspunkt dafür, wie Kultur Männer benutzt. Die Kultur hat viele Kompromisse, bei denen es darauf ankommt, dass die Menschen gefährliche oder riskante Dinge tun, und so bietet sie große Belohnungen, um die Menschen zu motivieren, diese Risiken einzugehen. Die meisten Kulturen haben dazu tendiert, Männer für diese risikoreichen, hochbezahlten Slots viel häufiger zu verwenden als Frauen. Ich werde vorschlagen, dass es dafür wichtige pragmatische Gründe gibt. Das Ergebnis ist, dass einige Männer große Belohnungen ernten, während andere ihr Leben ruiniert oder sogar verloren haben. Die meisten Kulturen schirmen ihre Frauen vor dem Risiko ab und geben ihnen deshalb auch nicht die großen Belohnungen. Ich sage nicht, dass es das ist, was Kulturen tun sollten, moralisch, aber Kulturen sind keine moralischen Wesen. Sie tun das, was sie tun, aus pragmatischen Gründen, die durch den Wettbewerb mit anderen Systemen und anderen Gruppen angetrieben werden.

Stereotypen in Harvard

Ich sagte, dass die meisten Menschen heute günstigere Stereotypen von Frauen als Männer haben. Es war nicht immer so. Bis etwa in die 1960er Jahre tendierte die Psychologie (wie die Gesellschaft) dazu, Männer als Norm und Frauen als leicht minderwertige Version zu betrachten. In den 1970er Jahren wurde kurz gesagt, dass es keine wirklichen Unterschiede, sondern nur Stereotypen gibt. Erst seit etwa 1980 herrscht die vorherrschende Meinung vor, dass Frauen besser sind und Männer die schlechtere Version.

Das Überraschende für mich ist, dass es kaum mehr als ein Jahrzehnt gedauert hat, um von einer Ansicht zur anderen zu gelangen, d. h. vom Denken, dass Männer besser sind als Frauen, bis zum Denken, dass Frauen besser sind als Männer. Wie ist das möglich?

Ich bin sicher, Sie erwarten, dass ich irgendwann über Larry Summers spreche, also bringen wir es hinter uns! Er war der Präsident von Harvard. Wie in The Economist zusammengefasst: Mr. Summers erzürnte das feministische Establishment, indem er sich lautstark fragte, ob allein das Vorurteil den Mangel an Frauen an der Spitze der Wissenschaft erklären könnte. Ist es möglich, dass es vielleicht nicht so viele Physikprofessoren in Harvard gibt, weil es nicht so viele Frauen wie Männer mit dieser hohen angeborenen Fähigkeit gibt? Nur eine mögliche Erklärung unter anderen, aber er musste sich entschuldigen, zurückziehen, riesige Geldsummen versprechen, und nicht lange danach trat er zurück.

Was war sein Verbrechen? Niemand beschuldigte ihn, Frauen tatsächlich diskriminiert zu haben. Seine Verfehlung war es, Gedanken zu denken, die nicht gedacht werden dürfen, nämlich, dass es mehr Männer mit hoher Fähigkeit geben könnte. Die einzig zulässige Erklärung für den Mangel an Spitzenwissenschaftlerinnen ist das Patriarchat – dass Männer sich verschwören, um Frauen unten zu halten. Es kann keine Fähigkeit sein. Wirklich gibt es etwas Beweis, dass Männer in Durchschnitt ein wenig besser an Mathe sind, aber lassen Sie uns annehmen, dass Sommer mit allgemeiner Intelligenz sich befasste. Die Menschen können auf viele Daten verweisen, dass der durchschnittliche IQ erwachsener Männer ungefähr gleich hoch ist wie der Durchschnitt der Frauen. Es ist also falsch zu behaupten, dass Männer klüger sind als Frauen. Kein Wunder, dass einige Frauen beleidigt waren.

Aber das hat er nicht gesagt. Er sagte, es gäbe mehr Männer auf den höchsten Leistungsebenen. Das könnte trotz des gleichen Durchschnitts immer noch zutreffen – wenn es auch mehr Männer am unteren Ende der Verteilung gibt, mehr wirklich dumme Männer als Frauen. Während der Kontroverse über seine Bemerkungen habe ich niemanden gesehen, der diese Frage gestellt hat, aber die Daten sind da, in der Tat reichlich vorhanden, und sie sind unbestreitbar. Es gibt mehr Männer als Frauen mit einem wirklich niedrigen IQ. Tatsächlich ist das Muster mit mentaler Retardierung das gleiche wie mit dem Genie, nämlich dass, wenn man von mild über mittel bis extrem geht, das Übergewicht der Männer größer wird.

All diese behinderten Jungen sind nicht das Handwerk des Patriarchats. Männer verschwören sich nicht, um die Söhne des anderen geistig behindert zu machen.

Fast sicher ist es etwas Biologisches und Genetisches. Und meine Vermutung ist, dass der größere Anteil der Männer an beiden Extremen der IQ-Verteilung Teil desselben Musters ist. Die Natur würfelt mit Männern mehr als mit Frauen. Männer gehen mehr ins Extreme als Frauen. Das gilt nicht nur für IQ, sondern auch für andere Dinge, sogar für die Körpergröße: Die männliche Verteilung der Körpergröße ist flacher, mit mehr wirklich großen und wirklich kleinen Männern.

Auch dafür gibt es einen Grund, auf den ich noch einmal zurückkommen werde.

Im Moment geht es darum, dass es erklärt, wie wir gegensätzliche Stereotypen haben können. Männer gehen mehr ins Extreme als Frauen. Stereotypen werden durch Bestätigungsverzerrungen gestützt. Wollen Sie glauben, dass Männer besser sind als Frauen? Dann schauen Sie sich die Spitze an, die Helden, die Erfinder, die Philanthropen und so weiter. Willst du glauben, dass Frauen besser sind als Männer? Dann sehen Sie sich den Boden an, die Kriminellen, die Junkies, die Verlierer.

In einem gewissen Sinn sind Männer wirklich besser UND schlechter als Frauen.

Ein Muster von mehr Männern in beiden Extremen kann alle möglichen irreführenden Schlussfolgerungen und andere statistische Unheil verursachen. Nehmen wir zur Veranschaulichung an, dass Männer und Frauen im Durchschnitt in jeder relevanten Hinsicht exakt gleich sind, aber mehr Männer in beiden Extremen. Wenn man dann Dinge misst, die an einem Ende begrenzt sind, verschraubt es die Daten, so dass Männer und Frauen deutlich anders aussehen.

Betrachten Sie den Notendurchschnitt im College. Dank der Inflationsrate bekommen die meisten Studenten jetzt A’s und B’s, aber ein paar wenige reichen bis hinunter zu F. Mit dieser Art von niedriger Decke können die leistungsstarken Männer den männlichen Durchschnitt nicht hochziehen, aber die Verlierermänner werden ihn herunterziehen. Das Ergebnis wird sein, dass Frauen bessere Durchschnittsnoten erhalten als Männer – auch hier trotz gleichbleibender durchschnittlicher Arbeitsqualität.

Das Gegenteil ist der Fall bei den Gehältern. Es gibt einen Mindestlohn, aber kein Maximum. Folglich können die leistungsstarken Männer den männlichen Durchschnitt nach oben ziehen, während die leistungsschwachen Männer ihn nicht nach unten ziehen können. Das Ergebnis? Männer erhalten höhere Durchschnittsgehälter als Frauen, auch wenn es bei keinem relevanten Input einen durchschnittlichen Unterschied gibt.

Heute, sicher genug, erhalten Frauen höhere College-Noten, aber niedrigere Gehälter als Männer. Es wird viel darüber diskutiert, was das alles bedeutet und was dagegen unternommen werden sollte. Aber wie Sie sehen, könnten beide Tatsachen nur eine statistische Eigenart sein, die von der männlichen Extremität herrührt.

Trading Off

Wenn man darüber nachdenkt, ist die Vorstellung, dass ein Geschlecht rundum besser ist als das andere, nicht sehr plausibel. Warum sollte die Natur ein Geschlecht besser machen als das andere? Die Evolution wählt gute, günstige Eigenschaften aus, und wenn es einen guten Weg gibt, wird es nach ein paar Generationen so sein.

Aber die Evolution wird Unterschiede bewahren, wenn es einen Kompromiss gibt: wenn ein Merkmal für eine Sache gut ist, während das Gegenteil für etwas anderes gut ist.

Kehren wir zu den drei wichtigsten Theorien zurück, die wir über Geschlecht hatten: Männer sind besser, kein Unterschied, oder Frauen sind besser. Was fehlt auf der Liste? Anders, aber gleich. Lassen Sie mich das als eine rivalisierende Theorie vorschlagen, die es verdient, in Betracht gezogen zu werden. Ich denke, es ist eigentlich die plausibelste. Die natürliche Auslese wird die angeborenen Unterschiede zwischen Männern und Frauen erhalten, solange die verschiedenen Eigenschaften unter verschiedenen Umständen oder für verschiedene Aufgaben nützlich sind.

Tradeoff-Beispiel: Afroamerikaner leiden mehr an Sichelzellanämie als Weiße. Dies scheint auf eine genetische Vulnerabilität zurückzuführen zu sein. Dieses Gen fördert jedoch die Resistenz gegen Malaria. Schwarze Menschen entwickelten sich in Regionen, in denen Malaria ein Hauptmörder war, so dass es sich lohnte, dieses Gen trotz des erhöhten Risikos einer Sichelzellenanämie zu haben. Weiße Menschen entwickelten sich in kälteren Regionen, in denen es weniger Malaria gab, und so wurde der Kompromiss anders gelöst, indem sie das Gen vermeideten, das Malaria verhinderte, während sie die Sichelzellenanämie riskierten.

Der Tradeoff-Ansatz führt zu einer radikalen Theorie der Geschlechtergleichstellung. Männer und Frauen können unterschiedlich sein, aber jeder Vorteil kann mit einem Nachteil verbunden sein.

Wenn Sie also einen Bericht hören, dass ein Geschlecht bei etwas besser ist, hören Sie auf und überlegen Sie, warum dies wahrscheinlich wahr ist – und wofür das Gegenteil gut sein könnte.

Can’t Vs. Won’t

Bevor wir diesen Weg jedoch zu weit gehen, lassen Sie mich noch eine weitere radikale Idee ansprechen. Vielleicht geht es bei den Unterschieden zwischen den Geschlechtern mehr um Motivation als um Fähigkeit. Das ist der Unterschied zwischen kann und will nicht.

Kehren Sie für einen Moment zur Larry Summers-Ausgabe zurück, in der es darum geht, warum es nicht mehr Physikprofessoren in Harvard gibt. Möglicherweise können Frauen Mathe und Wissenschaft tadellos gut tun, aber sie mögen es nicht. Schließlich mögen die meisten Männer Mathe auch nicht! Von der kleinen Minderheit der Menschen, die Mathe mögen, gibt es wahrscheinlich mehr Männer als Frauen. Untersuchungen von Jacquelynne Eccles haben wiederholt ergeben, dass der Mangel an Frauen in Mathematik und Naturwissenschaften die Motivation mehr als die Fähigkeit widerspiegelt. Und durch die gleiche Logik, vermute ich, dass die meisten Männer erlernen konnten, Windeln und Vakuum unter dem Sofa tadellos auch zu ändern, und wenn Männer nicht jene Sachen tun, ist es, weil sie nicht zu wünschen oder mögen nicht zu, nicht weil sie konstitutionell nicht imstande sind (viel, wie sie gelegentlich anders vortäuschen können!).

Mehrere neuere Arbeiten haben die ganze Idee der geschlechtsspezifischen Unterschiede in den Fähigkeiten in Frage gestellt: Selbst wenn durchschnittliche Unterschiede gefunden werden, sind sie in der Regel extrem klein. Wenn man sich dagegen anschaut, was Männer und Frauen wollen, was sie mögen, dann gibt es echte Unterschiede. Schauen Sie sich die Forschung über den Sexualtrieb an: Männer und Frauen mögen etwa die gleiche „Fähigkeit“ im Sex haben, was auch immer das bedeutet, aber es gibt große Unterschiede in der Motivation: Welches Geschlecht denkt ständig über Sex nach, will es öfter, will mehr verschiedene Partner, riskiert mehr für Sex, masturbiert mehr, springt bei jeder Gelegenheit, und so weiter. Unsere Umfrage über veröffentlichte Forschungsergebnisse ergab, dass so ziemlich jede Maßnahme und jede Studie einen höheren Sexualtrieb bei Männern aufwies. Es ist offiziell: Männer sind geiler als Frauen. Das ist ein Unterschied in der Motivation.

Ebenso erwähnte ich den Gehaltsunterschied, aber er kann weniger mit Fähigkeit als mit Motivation zu tun haben. Hohe Gehälter werden durch überlange Arbeitszeiten erzielt. Workaholics sind meistens Männer. (Es gibt einige Frauen, nur nicht so viele wie Männer.) Eine Studie ergab, dass über 80% der Menschen, die 50-Stunden-Wochen arbeiten, Männer sind.

Das bedeutet, dass wir, wenn wir unser Ideal des gleichen Entgelts für Männer und Frauen verwirklichen wollen, den Grundsatz des gleichen Entgelts für weniger Arbeit gesetzlich verankern müssen. Ich persönlich unterstütze dieses Prinzip. Aber ich erkenne, dass es schwer zu verkaufen ist.

Kreativität kann ein weiteres Beispiel für geschlechtsspezifische Unterschiede in der Motivation und nicht in der Fähigkeit sein. Der Beweis stellt ein scheinbares Paradoxon dar, weil die Tests der Kreativität im Allgemeinen Männer und Frauen zeigen, die ungefähr das selbe zählen, dennoch durch Geschichte einige Männer viel kreativer als Frauen gewesen sind. Eine Erklärung, die zu diesem Muster passt, ist, dass Männer und Frauen die gleichen kreativen Fähigkeiten, aber unterschiedliche Motivationen haben.

Ich bin Musiker, und ich habe mich lange über diesen Unterschied gewundert. Aus der klassischen Musikszene wissen wir, dass Frauen Instrumente schön, hervorragend und kompetent spielen können – im Wesentlichen genauso gut wie Männer. Sie können und viele tun es. Doch im Jazz, wo der Interpret beim Spielen kreativ sein muss, gibt es ein atemberaubendes Ungleichgewicht: Kaum eine Frau improvisiert. Warum? Die Fähigkeit ist vorhanden, aber vielleicht ist die Motivation geringer. Sie fühlen sich nicht dazu getrieben, es zu tun.

Ich vermute, dass die Erklärung für einen solchen Unterschied darin besteht, dass Frauen nicht ermutigt wurden oder nicht gewürdigt wurden oder davon abgehalten wurden, kreativ zu sein. Aber ich glaube nicht, dass diese Börsenerklärung sehr gut zu den Fakten passt. Im 19. Jahrhundert spielten in Amerika Mädchen und Frauen aus der Mittelschicht weitaus mehr Klavier als Männer. Doch all das Klavierspiel hat zu keinem kreativen Ergebnis geführt. Es gab keine großen Komponistinnen, keine neuen Richtungen in Sachen Musikstil, Spielweise oder ähnliches. Alle diese Pianistinnen unterhielten ihre Familien und ihre Dinnergäste, schienen aber nicht motiviert, etwas Neues zu schaffen.

Inzwischen, ungefähr zur gleichen Zeit, kreierten schwarze Männer in Amerika Blues und dann Jazz, was die Art und Weise, wie die Welt Musik erlebt, veränderte. In jedem Fall waren diese schwarzen Männer, die meist gerade erst aus der Sklaverei hervorgegangen sind, weitaus benachteiligter als die weißen Frauen aus der Mittelschicht. Schon das Anfassen eines Musikinstruments muss wesentlich schwieriger gewesen sein. Und denken Sie daran, ich sage, dass die kreativen Fähigkeiten wahrscheinlich ungefähr gleichwertig sind. Aber irgendwie wurden die Männer dazu getrieben, etwas Neues zu erschaffen, mehr als die Frauen.

Ein Test für das, was sinnvollerweise real ist, ist der Marktplatz. Es ist schwer, jemanden zu finden, der Geld mit geschlechtsspezifischen Unterschieden in den Fähigkeiten verdient. Aber in der Motivation gibt es viele. Schauen Sie sich die Zeitschriftenbranche an: Männermagazine decken unterschiedliche Themenbereiche ab, denn Männer und Frauen mögen und genießen und interessieren sich für verschiedene Dinge. Schauen Sie sich den Unterschied in den Filmen zwischen den Kabelkanälen der Männer und Frauen an. Schauen Sie sich den Unterschied in der Werbung für Männer oder Frauen an.

Damit kommen wir zu einem wichtigen Teil des Arguments. Ich schlage vor, dass die wichtigen Unterschiede zwischen Männern und Frauen eher in der Motivation als in der Fähigkeit zu finden sind. Worin bestehen diese Unterschiede? Ich möchte zwei hervorheben.

Die am meisten unterschätzte Tatsache

Der erste große, grundlegende Unterschied hat mit dem zu tun, was ich als die am meisten unterschätzte Tatsache über das Geschlecht betrachte. Betrachten Sie diese Frage: Welcher Prozentsatz unserer Vorfahren waren Frauen?

Es ist keine Fangfrage und es sind keine 50%. Zwar waren etwa die Hälfte der Menschen, die jemals gelebt haben, Frauen, aber das ist nicht die Frage. Wir fragen nach all den Menschen, die jemals gelebt haben, die heute einen Nachkommen haben. Oder anders ausgedrückt: Ja, jedes Baby hat sowohl eine Mutter als auch einen Vater, aber einige dieser Eltern hatten mehrere Kinder.

Neuere Forschungen mit Hilfe der DNA-Analyse haben diese Frage vor etwa zwei Jahren beantwortet. Die heutige Bevölkerung stammt aus doppelt so vielen Frauen wie Männer ab.

Ich denke, dass dieser Unterschied die am meisten unterschätzte Tatsache über das Geschlecht ist. Um einen solchen Unterschied zu erzielen, musste man in der gesamten Geschichte der Menschheit so etwas wie 80% der Frauen, aber nur 40% der Männer sich reproduziert haben.

Gerade jetzt führt unser Fachgebiet eine lebhafte Debatte darüber, wie viel Verhalten durch die Evolutionstheorie erklärt werden kann. Aber wenn die Evolution irgendetwas erklärt, dann erklärt sie Dinge, die mit der Fortpflanzung zusammenhängen, denn die Fortpflanzung ist das Herzstück der natürlichen Auslese. Grundsätzlich würden die Eigenschaften, die für die Fortpflanzung am effektivsten waren, im Zentrum der evolutionären Psychologie stehen. Es wäre schockierend, wenn diese sehr unterschiedlichen Reproduktionsquoten für Männer und Frauen nicht zu einigen Persönlichkeitsunterschieden führen würden.

Für Frauen im Laufe der Geschichte (und der Vorgeschichte) waren die Chancen der Fortpflanzung ziemlich gut. Später in diesem Vortrag werden wir über Dinge nachdenken wie: Warum war es so selten, dass sich hundert Frauen versammelten, um ein Schiff zu bauen und zu segeln, um unbekannte Regionen zu erforschen, während Männer ziemlich regelmäßig solche Dinge getan haben? Aber solche Risiken einzugehen, wäre dumm, aus der Perspektive eines biologischen Organismus, der sich fortpflanzen will. Sie könnten ertrinken, von Wilden getötet werden oder sich eine Krankheit holen. Für Frauen ist es das Optimum, mit der Menge mitzugehen, nett zu sein, auf Nummer sicher zu gehen. Die Chancen stehen gut, dass Männer mitkommen und Sex anbieten, und Sie können Babys bekommen. Es kommt nur darauf an, das beste Angebot zu wählen. Wir stammen von Frauen ab, die auf Nummer sicher gegangen sind.

Für Männer war die Sichtweise radikal anders. Wenn Sie mit der Menge mitgehen und auf Nummer sicher gehen, stehen die Chancen gut, dass Sie keine Kinder haben. Die meisten Menschen, die jemals gelebt haben, hatten keine Nachkommen, die heute noch am Leben sind. Ihre Linien waren Sackgassen. Daher war es notwendig, Chancen zu ergreifen, Neues auszuprobieren, kreativ zu sein, andere Möglichkeiten zu erforschen. Das Segeln ins Unbekannte kann riskant sein, und Sie könnten ertrinken oder getötet werden oder was auch immer, aber wenn Sie zu Hause bleiben, werden Sie sich ohnehin nicht fortpflanzen. Wir sind am meisten von der Art von Männern abstammend, die die riskante Reise gemacht haben und es geschafft haben, reich zurückzukommen. Dann hätte er endlich eine gute Chance, seine Gene weiterzugeben. Wir stammen von Männern ab, die Chancen ergriffen haben (und Glück hatten).

Der große Unterschied im reproduktiven Erfolg hat sehr wahrscheinlich zu einigen Persönlichkeitsunterschieden beigetragen, da verschiedene Eigenschaften den Weg zum Erfolg weisen. Frauen haben sich am besten durch Risikominimierung geschlagen, während die erfolgreichen Männer die Chancen ergriffen haben. Ehrgeiz und Wettkampfstreben dürften für den männlichen Erfolg (gemessen an den Nachkommen) wichtiger gewesen sein als für die weiblichen. Kreativität war wohl eher notwendig, um dem einzelnen Menschen zu helfen, sich in irgendeiner Weise hervorzuheben. Auch der Unterschied im Sexualtrieb war relevant: Für viele Männer gäbe es kaum Chancen zur Fortpflanzung und so mussten sie für jede sexuelle Gelegenheit bereit sein. Wenn ein Mann sagt: „Nicht heute, ich habe Kopfschmerzen“, dann verpasst er vielleicht seine einzige Chance.

Ein weiterer entscheidender Punkt. Die Gefahr, keine Kinder zu haben, ist nur die eine Seite der männlichen Medaille. Jedes Kind hat eine leibliche Mutter und einen leiblichen Vater, und wenn es also nur halb so viele Väter wie Mütter unter unseren Vorfahren gab, dann hatten einige dieser Väter viele Kinder.

Sieh es mal so. Die meisten Frauen haben nur wenige Kinder, und kaum mehr als ein Dutzend – aber viele Väter haben mehr als ein paar, und einige Männer haben tatsächlich mehrere Dutzend, ja sogar Hunderte von Kindern gehabt.

Was den biologischen Wettbewerb um die Nachkommenschaft angeht, so waren die Männer sowohl unter den Verlierern als auch unter den größten Gewinnern zahlenmäßig stärker vertreten als die Frauen.

Um es subjektiver auszudrücken: Wenn ich herumlaufe und versuche, Männer und Frauen so zu betrachten, als ob ich sie zum ersten Mal sehe, ist es schwer, dem Eindruck zu entgehen (sorry, Jungs!), dass Frauen einfach sympathischer und liebenswerter sind als Männer. (Das erklärt den bereits erwähnten „WAW-Effekt“.) Männer möchten vielleicht liebenswert sein, und Männer können es schaffen, Frauen dazu zu bringen, sie zu lieben (so dass die Fähigkeit vorhanden ist), aber Männer haben andere Prioritäten, andere Motivationen. Für Frauen war Liebenswürdigkeit der Schlüssel, um den besten Partner zu gewinnen. Bei Männern ging es jedoch mehr darum, viele andere Männer auszuschalten, um überhaupt eine Chance auf einen Partner zu haben.

Wiederum Kompromisse: Vielleicht hat die Natur die Frauen so gestaltet, dass sie danach streben, liebenswert zu sein, während die Männer dazu bestimmt waren, meist erfolglos nach Größe zu streben.

Und es hat sich gelohnt, auch trotz des „meist erfolglosen“ Teils. Experten schätzen, dass Dschingis Khan mehrere hundert und vielleicht mehr als tausend Kinder hatte. Er ging große Risiken ein und eroberte schließlich den größten Teil der bekannten Welt. Für ihn führten die großen Risiken zu enormen Auszahlungen bei den Nachkommen. Mein Punkt ist, dass keine Frau, selbst wenn sie doppelt so viel Territorium erobert hätte wie Dschingis Khan, tausend Kinder gehabt hätte. Das Streben nach Größe in diesem Sinne bot dem menschlichen Weibchen keinen solchen biologischen Nutzen. Für den Mann war die Möglichkeit gegeben, und so fließt das Blut von Dschingis Khan durch einen großen Teil der heutigen menschlichen Bevölkerung. Definitionsgemäß können nur wenige Menschen Größe erreichen, aber für die wenigen Männer, die das tun, waren die Gewinne real. Und wir stammen von diesen großen Männern viel mehr ab als von anderen Menschen. Denken Sie daran, dass die meisten der mittelmäßigen Männer überhaupt keine Nachkommen hinterlassen haben.

Sind Frauen sozialer?

Lassen Sie mich nun zum zweiten großen Motivationsunterschied kommen. Das hat seine Wurzeln in einem Austausch im Psychologischen Bulletin vor etwa zehn Jahren, aber das Thema ist immer noch aktuell. Es geht um die Frage, ob Frauen sozialer sind als Männer.

Die Idee, dass Frauen sozialer sind, wurde von S.E. aufgeworfen. Cross und L. Madsen in einem Manuskript, das dieser Zeitschrift vorgelegt wurde. Mir wurde es zur Überprüfung geschickt, und obwohl ich mit ihrer Schlussfolgerung nicht einverstanden war, hatte ich das Gefühl, dass sie ihre Argumente gut dargelegt hatten, und so sprach ich mich dafür aus, ihr Papier zu veröffentlichen. Sie lieferten reichlich Beweise. Sie sagten Dinge wie, schau, Männer sind aggressiver als Frauen. Aggression könnte eine Beziehung beschädigen, denn wenn Sie jemanden verletzen, dann könnte diese Person nicht mit Ihnen zusammen sein wollen. Frauen verzichten auf Aggression, weil sie Beziehungen wollen, aber Männer kümmern sich nicht um Beziehungen und sind deshalb bereit, aggressiv zu sein. So zeigt der Unterschied in der Aggression, dass Frauen sozialer sind als Männer.

Aber ich hatte gerade meine frühe Arbeit über „the need to belong“ veröffentlicht, die zu dem Schluss kam, dass sowohl Männer als auch Frauen dieses Bedürfnis haben, und so war ich besorgt zu hören, dass Männer sich nicht um soziale Beziehungen kümmern. Ich schrieb eine Antwort, die besagt, dass es einen anderen Weg gäbe, all die Beweise zu betrachten, die Cross und Madsen abdeckten.

Der Kern unserer Auffassung war, dass es zwei verschiedene Arten gibt, sozial zu sein. In der Sozialpsychologie neigen wir dazu, enge, intime Beziehungen zu betonen, und ja, vielleicht spezialisieren sich Frauen auf diese und sind besser darin als Männer. Aber man kann sich auch vorstellen, sozial zu sein, indem man größere Netzwerke flacherer Beziehungen hat, und bei diesen sind Männer vielleicht sozialer als Frauen.

Es ist wie die allgemeine Frage, was ist dir wichtiger, ein paar enge Freundschaften zu haben oder viele Leute zu haben, die dich kennen? Die meisten Leute sagen, dass erstere wichtiger ist. Aber auch das große Netzwerk flacher Beziehungen könnte wichtig sein. Wir sollten Männer nicht automatisch als Menschen zweiter Klasse betrachten, nur weil sie sich auf die weniger wichtige, weniger befriedigende Art der Beziehung spezialisiert haben. Männer sind auch sozial – nur auf eine andere Art und Weise.

Also überprüften wir die Beweise, die Cross und Madsen vorgelegt hatten. Betrachten Sie Aggression. Stimmt, Frauen sind weniger aggressiv als Männer, kein Argument. Aber liegt es wirklich daran, dass Frauen eine enge Beziehung nicht gefährden wollen? Es stellt sich heraus, dass Frauen in engen Beziehungen sehr aggressiv sind. Frauen sind eher als Männer dazu geneigt, häusliche Gewalt gegen romantische Partner zu verüben, alles von einem Schlag ins Gesicht bis hin zum Angriff mit einer tödlichen Waffe. Frauen üben mehr Gewalt gegen Kinder aus als Männer, obwohl das schwer zu trennen ist von der höheren Anteil an Zeit, die sie mit Kindern verbringen. Dennoch kann man nicht sagen, dass Frauen Gewalt gegen Intimpartner vermeiden.

Vielmehr liegt der Unterschied in der breiteren sozialen Sphäre. Frauen schlagen keine Fremden. Die Chancen, dass eine Frau z.B. ins Einkaufszentrum geht und in einem Messerkampf mit einer anderen Frau endet, sind verschwindend gering, aber für Männer besteht ein größeres Risiko. Der geschlechtsspezifische Unterschied in der Aggression findet sich vor allem dort, im breiteren Beziehungsgeflecht. Weil Männer sich mehr um dieses Netzwerk kümmern.

Überlegen Sie, ob Sie helfen wollen. Die meisten Untersuchungen haben ergeben, dass Männer mehr helfen als Frauen. Cross und Madsen kämpften damit und fielen schließlich einfach auf das müde Klischee zurück, dass Frauen vielleicht nicht helfen, weil sie nicht erzogen werden, um zu helfen, oder weil sie nicht sozialisiert sind, um zu helfen. Aber ich denke, das Muster ist das gleiche wie bei der Aggression. Die meisten Forschungen befassen sich mit der Hilfe zwischen Fremden, im größeren sozialen Bereich, und so findet sie Männer, die mehr helfen. Innerhalb der Familie sind Frauen jedoch sehr hilfreich, wenn überhaupt mehr als Männer.

Aggression und Helfen sind in gewisser Weise Gegensätze, so dass das konvergierende Muster durchaus sinnvoll ist. Frauen helfen und aggressiv in der intimen Sphäre enger Beziehungen, denn darum geht es ihnen. Im Gegensatz dazu kümmern sich Männer (auch) um das breitere Netz flacherer Beziehungen, und so sind sie dort sehr hilfsbereit und aggressiv.

Die gleiche Zwei-Kugeln Schlussfolgerung wird in vielen anderen Orten unterstützt. Beobachtungsstudien auf dem Spielplatz haben ergeben, dass Mädchen sich verkuppeln und mit demselben Spielkameraden die ganze Stunde lang im Zweikampf spielen. Die Jungen spielen entweder eins zu eins mit einer Reihe von verschiedenen Spielkameraden oder mit einer größeren Gruppe. Mädchen wollen die Eins-zu-Eins-Beziehung, während Jungen zu größeren Gruppen oder Netzwerken hingezogen werden.

Wenn zwei Mädchen zusammen spielen und die Forscher ein drittes einbringen, wehren sich die beiden Mädchen dagegen, dass sie mitmachen. Aber zwei Jungen lassen einen dritten Jungen an ihrem Spiel teilnehmen. Mein Punkt ist, dass Mädchen die Eins-zu-Eins-Verbindung wollen, also verdirbt das Hinzufügen einer dritten Person die Zeit für sie, aber es verdirbt sie nicht für die Jungen.

Die Schlussfolgerung ist, dass Männer und Frauen sowohl sozial als auch unterschiedlich sind. Frauen spezialisieren sich auf die enge Sphäre der intimen Beziehungen. Männer spezialisieren sich auf die größere Gruppe. Wenn Sie eine Liste von Aktivitäten erstellen, die in großen Gruppen durchgeführt werden, haben Sie wahrscheinlich eine Liste von Dingen, die Männer mehr als Frauen tun und genießen: Mannschaftssportarten, Politik, Großunternehmen, Wirtschaftsnetzwerke und so weiter.

Traded-Off-Traits

Auch hier ergeben sich wichtige Persönlichkeitsunterschiede wahrscheinlich aus dem grundlegenden Motivationsunterschied in der Art der sozialen Beziehung, die Männer und Frauen interessiert.

Betrachten Sie die allgemeine Feststellung, dass Frauen emotional ausdrucksvoller sind als Männer. Für eine intime Beziehung ist eine gute Kommunikation hilfreich. Es ermöglicht den beiden Menschen, sich gegenseitig zu verstehen, die Gefühle des anderen zu schätzen und so weiter. Je mehr die beiden Intimpartner voneinander wissen, desto besser können sie sich gegenseitig pflegen und unterstützen. Aber in einer großen Gruppe, in der man Rivalen und vielleicht Feinde hat, ist es riskant, all seine Gefühle zeigen zu lassen. Dasselbe gilt für wirtschaftliche Transaktionen. Wenn Sie über den Preis von etwas verhandeln, ist es am besten, Ihre Gefühle ein wenig für sich zu behalten. Und so halten sich die Männer mehr zurück.

Fairness ist ein weiteres Beispiel. Forschungen von Brenda Major und anderen in den 1970er Jahren benutzten solche Verfahren. Eine Gruppe von Testpersonen würde eine Aufgabe erfüllen, und der Experimentator würde dann sagen, dass die Gruppe eine bestimmte Menge Geld verdient hat, und es lag an einem Mitglied, sie aufzuteilen, wie immer er oder sie wollte. Die Person konnte das ganze Geld behalten, aber das war normalerweise nicht das, was passiert ist. Frauen würden das Geld gleichmäßig aufteilen, mit einem gleichen Anteil für alle. Männer hingegen würden es ungleich verteilen, indem sie den größten Teil der Belohnung demjenigen zukommen ließen, der die meiste Arbeit geleistet hat.

Was ist besser? Weder noch. Sowohl Gleichheit als auch Gerechtigkeit sind gültige Versionen von Fairness. Aber sie zeigen die unterschiedliche Ausrichtung der sozialen Sphäre. Gleichberechtigung ist besser für enge Beziehungen, wenn Menschen sich umeinander kümmern und sich gegenseitig erwidern und Ressourcen und Chancen gleichmäßig aufteilen. Im Gegensatz dazu ist die Gerechtigkeit – die größere Belohnung für größere Beiträge – in großen Gruppen effektiver. Ich habe nicht wirklich überprüft, aber ich bin bereit zu wetten, dass, wenn Sie die Fortune 500 großen und erfolgreichen Unternehmen in Amerika befragten, Sie nicht ein einzelnes aus 500 heraus finden würden, das jedem Angestellten das gleiche Gehalt zahlt. Die wertvolleren Arbeitskräfte, die einen Beitrag leisten, werden im Allgemeinen mehr bezahlt. Es ist einfach ein effektiveres System in großen Gruppen. Das männliche Muster ist für die großen Gruppen geeignet, das weibliche Muster ist am besten für Intimpaare geeignet.

Dito für die kommunale Austauschdifferenz Frauen haben mehr kommunale Orientierung, Männer mehr Austausch. In der Psychologie neigen wir dazu, die Gemeinschaft als eine fortgeschrittenere Form der Beziehung zu betrachten als den Austausch. Zum Beispiel wären wir misstrauisch gegenüber einem Paar, das nach zehn Jahren Ehe immer noch sagt: „Ich habe letzten Monat die Stromrechnung bezahlt, jetzt bist du an der Reihe.“ Die vermeintliche Überlegenheit gemeinschaftlicher Beziehungen gilt aber vor allem für intime Beziehungen. Auf der Ebene der großen Sozialsysteme ist es umgekehrt. Kommunale (auch kommunistische) Länder bleiben primitiv und arm, wohingegen die reichen, fortgeschrittenen Nationen durch wirtschaftlichen Austausch dorthin gelangt sind, wo sie sind.

Es geht auch darum, dass Männer wettbewerbsfähiger und Frauen kooperativer sind. Aber auch hier ist die Zusammenarbeit viel nützlicher als der Wettbewerb um enge Beziehungen. Welchen Nutzen hat es, gegen Ihren Ehepartner anzutreten? Aber in großen Gruppen kann es entscheidend sein, an die Spitze zu kommen. Die männliche Vorliebe für Dominanzhierarchien und das ehrgeizige Streben nach der Spitze spiegeln ebenfalls eine Orientierung an der großen Gruppe wider, keine Abneigung gegen Intimität. Und denken Sie daran, die meisten Männer haben sich nicht vermehrt, und wir stammen hauptsächlich von den Männern ab, die sich ihren Weg an die Spitze gekämpft haben. Nicht so bei Frauen.

Noch eine Sache. Cross und Madsen deckten eine Menge Forschungsergebnisse ab, die zeigen, dass Männer sich auf Grund ihrer ungewöhnlichen Eigenschaften, die sie von anderen unterscheiden, für sich selbst halten, während die Selbstkonzepte der Frauen Dinge beinhalten, die sie mit anderen in Verbindung bringen. Cross und Madsen dachten, dass es sich dabei um Männer handelte, die sich von anderen unterscheiden wollten. Aber in der Tat ist es wichtig, anders zu sein, um einer großen Gruppe anzugehören. Wenn du das einzige Gruppenmitglied bist, das eine Antilope töten, Wasser finden, mit den Göttern reden oder ein Feldtor kicken kann, kann es sich die Gruppe nicht leisten, dich loszuwerden.

In einer Eins-zu-Eins-Beziehung ist das anders. Der Ehemann einer Frau und ihr Baby werden sie lieben, auch wenn sie nicht Posaune spielt. Deshalb ist die Kultivierung einer einzigartigen Fertigkeit für sie nicht unbedingt notwendig. Aber Posaune spielen ist ein Weg, um in einige Gruppen zu kommen, vor allem in Blaskapellen. Dies ist ein weiterer Grund dafür, dass Männer mehr ins Extreme gehen als Frauen. Große Gruppen fördern die Notwendigkeit, etwas anderes und Besonderes über sich selbst zu etablieren.

Vorteile kultureller Systeme

Kommen wir nun zur Kultur. Kultur ist relativ neu in der Evolution. Es setzt die Evolutionslinie fort, die die Tiere sozialisiert hat. Ich verstehe Kultur als eine Art System, das es der menschlichen Gruppe ermöglicht, effektiv zusammenzuarbeiten und Informationen zu nutzen. Kultur ist eine neue, verbesserte Art, sozial zu sein.

Der Feminismus hat uns gelehrt, Kultur als Mann gegen Frau zu sehen. Stattdessen glaube ich, dass die Beweise darauf hindeuten, dass die Kultur vor allem dadurch entstanden ist, dass Männer und Frauen zusammenarbeiteten, aber gegen andere Gruppen von Männern und Frauen arbeiteten. Häufig waren die intensivsten und produktivsten Wettbewerbe Gruppen von Männern gegen andere Gruppen von Männern, obwohl beide Gruppen auf die Unterstützung von Frauen angewiesen waren.

Kultur ermöglicht es der Gruppe, mehr zu sein als die Summe ihrer Teile (ihrer Mitglieder). Kultur kann als biologische Strategie verstanden werden. Zwanzig Menschen, die in einem kulturellen System zusammenarbeiten, Informationen austauschen, Aufgaben aufteilen usw., werden alle besser leben – besser überleben und sich besser vermehren – als wenn dieselben zwanzig Menschen im selben Wald leben würden, aber alles einzeln machen würden.

Kultur bietet also einen gewissen Nutzen, wenn man ein System hat. Nennen wir das „Systemgewinn“, was bedeutet, wie viel besser die Gruppe aufgrund des Systems ist. Denken Sie an zwei Fußballmannschaften. Beide Spielergruppen kennen die Regeln und haben die gleichen individuellen Fähigkeiten. Eine Gruppe hat nur das, und sie gehen hinaus, um als Individuen zu spielen, die versuchen, ihr Bestes zu geben. Die andere arbeitet als Team, ergänzt sich gegenseitig, spielt mit einem System. Das System wird es ihnen wahrscheinlich ermöglichen, besser zu sein als die Gruppe, die als Einzelpersonen spielt. Das ist Systemverstärkung.

Und eine wichtige Tatsache ist, dass der Umfang des Systemgewinnes mit der Größe des Systems zunimmt. Das ist im Wesentlichen das, was in der Welt gerade jetzt geschieht, die Globalisierung in der Weltwirtschaft. Größere Systeme bieten mehr Vorteile, so dass wir mehr Einheiten erweitern und zu größeren Systemen zusammenführen, insgesamt ergibt sich mehr Gewinn.

Aus all dem ergibt sich eine entscheidende Schlussfolgerung. Kultur hängt vom Gewinn des Systems ab, und größere Systeme bieten mehr davon. Daher werden Sie mehr von den Vorteilen der Kultur von großen Gruppen profitieren als von kleinen Gruppen. Eine persönliche, enge Beziehung kann ein wenig zur Arbeitsteilung und zum Informationsaustausch beitragen, aber eine 20-köpfige Gruppe kann noch viel mehr.

So entstand Kultur vor allem in den von Männern favorisierten Typen sozialer Beziehungen. Frauen bevorzugen enge, intime Beziehungen. Diese sind für das Überleben der Art eher von Bedeutung. Deshalb haben sich die menschlichen Frauen zuerst entwickelt. Wir brauchen diese engen Beziehungen, um zu überleben. Die großen Netzwerke flacherer Beziehungen sind nicht so überlebenswichtig – aber sie sind gut für etwas anderes, nämlich die Entwicklung größerer Sozialsysteme und letztlich für die Kultur.

Menschen und Kultur

Damit wird eine neue Grundlage für das Verständnis von Geschlechterpolitik und Ungleichheit geschaffen.

Die allgemein akzeptierte Ansicht ist, dass Männer und Frauen in der frühen menschlichen Gesellschaft fast gleichberechtigt waren. Männer und Frauen hatten getrennte Sphären und taten unterschiedliche Dinge, aber beide wurden respektiert. Oft waren Frauen Sammlerinnen und Männer Jäger. Der Gesamtbeitrag zur Ernährung der Gruppe war ungefähr gleich hoch, auch wenn es einige komplementäre Unterschiede gab. So war zum Beispiel das Essen der Sammler an den meisten Tagen zuverlässig da, während die Jäger ab und zu gutes Essen mit nach Hause brachten, an anderen Tagen aber nichts.

Die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern scheint mit der frühen Zivilisation, einschließlich der Landwirtschaft, zugenommen zu haben. Warum? Die feministische Erklärung war, dass die Männer sich zusammenschlossen, um das Patriarchat zu schaffen. Dies ist im Wesentlichen eine Verschwörungstheorie, und es gibt kaum oder gar keine Beweise dafür, dass sie wahr ist. Einige argumentieren, dass die Männer es aus den Geschichtsbüchern gelöscht haben, um ihre neu gewonnene Macht zu sichern. Dennoch sollte der Mangel an Beweisen stutzig machen, zumal diese Art von Verschwörung immer und immer wieder, in einer Gruppe nach der anderen, überall auf der Welt geschehen müsste.

Lassen Sie mich eine andere Erklärung anbieten. Es ist nicht so, dass die Männer die Frauen unterdrückt hätten. Vielmehr blieb die Frauensphäre dort, wo sie war, während die Männersphäre mit ihren großen und flachen sozialen Netzwerken langsam vom Fortschritt der Kultur profitierte. Durch die Anhäufung von Wissen und die Verbesserung der Gewinne aus der Arbeitsteilung machte die Männersphäre allmählich Fortschritte.

Religion, Literatur, Kunst, Wissenschaft, Technologie, Militäraktion, Handels- und Wirtschaftsmarktplätze, politische Organisation, Medizin – all das ist vor allem aus der Männersphäre hervorgegangen. Die Frauensphäre produzierte solche Dinge nicht, obwohl sie andere wertvolle Dinge tat, wie z.B. sich um die nächste Generation zu kümmern, so dass die Spezies weiterhin existieren würde.

Warum? Es hat nichts damit zu tun, dass Männer bessere Fähigkeiten oder Talente haben oder so etwas. Es kommt hauptsächlich aus den verschiedenen Arten von sozialen Beziehungen. Die Frauensphäre bestand aus Frauen und wurde deshalb auf der Grundlage der engen, intimen und unterstützenden Eins-zu-Eins-Beziehungen organisiert, die Frauen bevorzugen. Dies sind lebenswichtige, befriedigende Beziehungen, die entscheidend zur Gesundheit und zum Überleben beitragen. Unterdessen favorisierten die Männer die größeren Netzwerke flacherer Beziehungen. Diese sind weniger befriedigend und nährend und so weiter, aber sie bilden eine fruchtbarere Grundlage für die Entstehung der Kultur.

Beachten Sie, dass all die Dinge, die ich aufgelistet habe – Literatur, Kunst, Wissenschaft usw. – optional sind. Frauen taten das, was für das Überleben der Art lebenswichtig war. Ohne Intimpflege und Pflege werden Kinder nicht überleben, und die Gruppe wird aussterben. Frauen trugen dazu bei, das Lebensnotwendige zu erhalten. Männerbeiträge waren eher freiwillig, Luxus vielleicht. Aber Kultur ist ein mächtiger Motor, um das Leben besser zu machen. Über viele Generationen hinweg kann Kultur große Mengen an Reichtum, Wissen und Macht schaffen. Die Kultur tat dies – aber vor allem im Männerbereich.

So kann der Grund für die Entstehung von Ungleichheit zwischen den Geschlechtern wenig damit zu tun haben, dass Männer Frauen in einer fragwürdigen patriarchalischen Verschwörung unter Druck setzen. Vielmehr rührt es daher, dass in der Sphäre der Männer Reichtum, Wissen und Macht geschaffen wurden. Das ist es, was die Männersphäre vorwärts getrieben hat. Nicht Unterdrückung.

Die Geburt ist ein aufschlussreiches Beispiel. Was könnte femininer sein, als eine Geburt? Während der gesamten Geschichte und Vorgeschichte stand die Geburt im Mittelpunkt der Frauensphäre, und Männer wurden völlig ausgeschlossen. Männer waren bei der Geburt selten oder nie anwesend, und das Wissen über die Geburt wurde auch nicht mit ihnen geteilt. Aber vor nicht allzu langer Zeit durften sich die Männer endlich einmischen, und die Männer konnten Wege finden, die Geburt für Mutter und Kind sicherer zu machen. Denken Sie daran: die grundlegendsten weiblichen Aktivitäten, und doch waren die Männer in der Lage, sie auf eine Art und Weise zu verbessern, die die Frauen seit Jahrtausenden nicht entdeckt hatten.

Übertreiben wir nicht. Die Frauen hatten die Geburt schließlich über all die Jahrhunderte hinweg gut gemeistert. Die Art hatte überlebt, das ist das Entscheidende. Die Frauen hatten es geschafft, die wesentliche Arbeit zu erledigen. Was die Männer hinzufügten, war, zumindest aus der Sicht der Gruppe oder Spezies, optional, ein Bonus: Einige Mütter und Babys überlebten, die sonst gestorben wären. Dennoch zeigen die Verbesserungen einen gewissen Wert, der von der männlichen Art und Weise des sozialen Seins herrührt. Große Netzwerke können Informationen besser sammeln und akkumulieren als kleine, und so konnten die Männer in relativ kurzer Zeit Verbesserungen entdecken, die die Frauen nicht finden konnten. Auch hier ist es nicht so, dass die Männer klüger oder fähiger wären. Es ist nur so, dass die Frauen ihr Wissen einzeln, von Mutter zu Tochter oder von einer Hebamme zu einer anderen, teilten, und auf lange Sicht konnte dies nicht so effektiv akkumulieren und vorankommen wie in den größeren Gruppen flacherer Beziehungen, die von Männern bevorzugt werden.

Wofür Männer gut sind

Damit können wir nun auf die Frage zurückkommen, wofür Männer gut sind, aus der Perspektive eines kulturellen Systems. Der Kontext ist, dass diese Systeme im Wettbewerb mit anderen Systemen stehen, Gruppe gegen Gruppe. Die Gruppensysteme, die ihre Männer und Frauen am effektivsten einsetzten, würden es ihren Gruppen ermöglichen, ihre Rivalen und Feinde zu übertreffen.

Ich möchte drei Hauptantworten dafür hervorheben, wie Kultur Männer benutzt.

Erstens ist die Kultur auf Männer angewiesen, um die großen sozialen Strukturen zu schaffen, aus denen sie besteht. Unsere Gesellschaft besteht aus Institutionen wie Universitäten, Regierungen und Unternehmen. Die meisten von ihnen wurden von Menschen gegründet und aufgebaut. Auch dies hatte wahrscheinlich weniger damit zu tun, dass Frauen unterdrückt wurden oder was auch immer und mehr damit zu tun, dass Männer motiviert wurden, große Netzwerke flacher Beziehungen zu bilden. Männer sind viel mehr daran interessiert als Frauen, große Gruppen zu bilden und in ihnen zu arbeiten und sich in ihnen an die Spitze zu setzen.

Das scheint auch heute noch so zu sein. Mehrere neue Nachrichtenartikel haben die Aufmerksamkeit auf die Tatsache gelenkt, dass Frauen jetzt mehr kleine Unternehmen als Männer gründen. Dies wird in der Regel in den Medien als positives Zeichen für Frauen dargestellt, was es auch ist. Aber Frauen dominieren nur, wenn man alle Unternehmen mitzählt. Wenn Sie die Kriterien auf Unternehmen beschränken, die mehr als eine Person beschäftigen, oder solche, die genug Geld verdienen, um davon zu leben, dann schaffen Männer mehr. Ich vermute, dass, je größer die Gruppe, die man sich ansieht, desto mehr werden sie von Männern erschaffen.

Sicherlich kann heute jeder, egal welchen Geschlechts, ein Unternehmen gründen, und wenn überhaupt, dann gibt es einige Stillegungen und Vorteile, um Frauen dabei zu helfen. Es gibt keine versteckten Hindernisse oder Blockaden, und das zeigt die Tatsache, dass Frauen mehr Unternehmen gründen als Männer. Aber die Frauen geben sich damit zufrieden, klein zu bleiben, wie z.B. ein Teilzeitgeschäft aus dem Ersatzschlafzimmer heraus zu betreiben und ein wenig zusätzliches Geld für die Familie zu verdienen. Sie scheinen nicht dazu getrieben zu sein, daraus riesige Konzerne zu machen. Es gibt natürlich einige Ausnahmen, aber im Durchschnitt gibt es einen großen Unterschied.

Daher verlassen sich sowohl Männer als auch Frauen auf Männer, um die riesigen sozialen Strukturen zu schaffen, die beiden Seiten Chancen bieten. Und es ist klar, dass Männer und Frauen in diesen Organisationen durchaus gute Leistungen erbringen können. Aber die Kultur ist nach wie vor hauptsächlich auf Männer angewiesen, um sie überhaupt erst herzustellen.

Der Wegwerfmann

Eine zweite Sache, die Männer für die Kultur nützlich macht, ist das, was ich männliche Entbehrlichkeit nenne. Dies geht auf das zurück, was ich eingangs gesagt habe, nämlich dass die Kulturen dazu neigen, Männer für die risikoreichen, hochbezahlten Unternehmen zu benutzen, bei denen ein erheblicher Teil dieser Unternehmen schlechte Ergebnisse erleidet, die von der Verschwendung ihrer Zeit bis hin zum Tod reichen.

Jeder Mann, der die Zeitungen liest, wird ein paar Mal im Monat auf den Satz „auch Frauen und Kinder“ stoßen, meist über das Töten. Die wörtliche Bedeutung dieses Satzes ist, dass das Leben von Männern weniger wertvoll ist als das Leben anderer Menschen. Die Idee ist meist „Es ist schlecht, wenn Menschen getötet werden, aber besonders schlecht, wenn Frauen und Kinder getötet werden“. Und ich denke, die meisten Männer wissen, dass in einem Notfall, wenn Frauen und Kinder anwesend sind, von ihm erwartet wird, dass er sein Leben ohne Argumente oder Beschwerden hinlegt, damit die anderen überleben können. Auf der Titanic hatten die reichsten Männer eine niedrigere Überlebensrate (34%) als die ärmsten Frauen (46%) (obwohl es im Film anders aussah). Das allein ist schon bemerkenswert. Die reichen, mächtigen und erfolgreichen Männer, die Macher und Schüttler, angeblich diejenigen, die die Kultur zu bevorzugen bereit ist – im Notfall wurde ihr Leben weniger geschätzt als das von Frauen, die kaum Geld, Macht oder Status haben. Die zu wenigen Sitze in den Rettungsbooten gingen an die Frauen, die nicht einmal Damen waren, und nicht an die Patriarchen.

Die meisten Kulturen haben die gleiche Einstellung. Warum? Es gibt pragmatische Gründe. Wenn eine Kulturgruppe mit anderen Gruppen im Allgemeinen konkurriert, neigt die größere Gruppe dazu, sich langfristig durchzusetzen. Daher haben die meisten Kulturen das Bevölkerungswachstum gefördert. Und das hängt von den Frauen ab. Um die Fortpflanzung zu maximieren, braucht eine Kultur jede Gebärmutter, die sie bekommen kann, aber ein paar Penisse können die Arbeit machen. Es gibt in der Regel einen Penisüberschuss. Wenn eine Gruppe die Hälfte ihrer Männer verliert, kann die nächste Generation immer noch vollwertig sein. Aber wenn sie die Hälfte ihrer Frauen verliert, wird die Größe der nächsten Generation stark eingeschränkt. Folglich halten die meisten Kulturen ihre Frauen von der Gefahr fern, während sie Männer für riskante Jobs einsetzen.

Diese riskanten Jobs erstrecken sich über das Schlachtfeld hinaus. Viele Linien der Bemühung erfordern einige Leben, um verschwendet zu werden. Exploration, zum Beispiel: Eine Kultur kann Dutzende von Gruppen aussenden, und einige werden verloren gehen oder getötet werden, während andere Reichtum und Möglichkeiten zurückbringen. Die Forschung ist ähnlich: Es gibt vielleicht ein Dutzend möglicher Theorien über ein Problem, von denen nur eine richtig ist, so dass die Leute, die die elf falschen Theorien testen, am Ende ihre Zeit verschwenden und ihre Karriere ruinieren werden, im Gegensatz zu dem Glücklichen, der den Nobelpreis erhält. Und natürlich die gefährlichen Jobs. Als die Skandale über die Gefahren der britischen Bergbauindustrie ausbrachen, verabschiedete das Parlament die Bergbaugesetze, die es Kindern unter 10 Jahren und Frauen jeden Alters untersagten, in die Minen geschickt zu werden. Frauen und Kinder waren zu kostbar, um in den Minen dem Tod ausgesetzt zu sein: also nur Männer. Wie ich bereits sagte, besteht das geschlechtsspezifische Gefälle bei gefährlicher Arbeit bis heute fort, wobei Männer die überwiegende Mehrheit der Todesfälle am Arbeitsplatz ausmachen.

Eine weitere Grundlage männlicher Entbehrlichkeit ist in die verschiedenen Formen des sozialen Seins eingebaut. Die Verbrauchbarkeit kommt mit den großen Gruppen, die die männliche Sozialität schafft. In einer intimen, eins-zu-eins-Beziehung kann keine der beiden Personen wirklich ersetzt werden. Sie können wieder heiraten, wenn Ihr Ehepartner stirbt, aber es ist nicht wirklich die gleiche Ehe oder Beziehung. Und natürlich kann niemand die Mutter oder den Vater eines Kindes wirklich ersetzen.

Im Gegensatz dazu können und wollen große Gruppen fast jeden ersetzen. Nehmen Sie jede große Organisation – die Ford Motor Company, die U.S. Army, die Green Bay Packers – und Sie werden feststellen, dass die Organisation weiterexistiert, obwohl sie jede einzelne Person ersetzt hat. Außerdem weiß jedes Mitglied aus diesen Gruppen, dass er oder sie ersetzt werden kann und wahrscheinlich eines Tages ersetzt werden wird.

So schaffen Männer die Art von sozialen Netzwerken, in denen Individuen ersetzbar und entbehrlich sind. Frauen bevorzugen die Art von Beziehungen, in denen jede Person kostbar ist und nicht wirklich ersetzt werden kann.

Männlichkeit verdienen

Die Phrase „Be a man“ ist nicht mehr so verbreitet wie früher, aber es gibt immer noch einen gewissen Sinn, dass die Männlichkeit verdient werden muss. Jede erwachsene Frau ist eine Frau und hat das Recht, als solche zu respektiert zu werden, aber viele Kulturen verwehren den Männern diesen Respekt, bis und solange die Jungen sich beweisen. Das ist natürlich für die Kultur ungeheuer nützlich, denn es kann die Bedingungen festlegen, unter denen Männer als Männer Respekt verdienen, und auf diese Weise kann es die Männer motivieren, Dinge zu tun, die die Kultur produktiv findet.

Einige soziologische Schriften über die männliche Rolle haben betont, dass man, um ein Mann zu sein, mehr produzieren muss, als man konsumiert. Das heißt, von den Menschen wird zunächst erwartet, dass sie für sich selbst sorgen: Wenn jemand anderes für dich sorgt, bist du weniger als ein Mann. Zweitens sollte der Mann einen zusätzlichen Reichtum oder Mehrwert schaffen, damit er neben sich selbst auch für andere sorgen kann. Das können seine Frau und seine Kinder sein, oder andere, die von ihm abhängig sind, oder seine Untergebenen, oder vielleicht auch nur Steuern zahlen, die die Regierung verwenden kann. Egal, du bist kein Mann, es sei denn, du produzierst auf diesem Niveau.

Nochmal, ich sage nicht, dass Männer es schlimmer haben als Frauen. Es gibt viele Probleme und Nachteile, die die Kulturen den Frauen auferlegen. Ich will damit nur sagen, dass die Kulturen die Menschen auf diese sehr spezifische Art und Weise nützlich finden. Die Forderung, dass der Mensch Respekt verdient, indem er Reichtum und Wert produziert, der sich selbst und andere ernähren kann, ist eine davon. Frauen stehen nicht vor dieser besonderen Herausforderung oder Anforderung.

Diese Forderungen tragen auch zu verschiedenen männlichen Verhaltensmustern bei. Der Ehrgeiz, der Wettbewerb und das Streben nach Größe können durchaus mit dieser Forderung nach Respekt verbunden sein. Alle männlichen Gruppen neigen dazu, durch Putdowns und andere Praktiken gekennzeichnet zu sein, die jeden daran erinnern, dass es nicht genug Respekt gibt, um herumzugehen, denn dieses Bewusstsein motiviert jeden Mann, sich mehr Mühe zu geben, sich Respekt zu verdienen. Dies war im Übrigen wahrscheinlich eine der Hauptursachen für Reibungsverluste, da Frauen in die Arbeitswelt eingestiegen sind und Organisationen sich in Richtung einer Politik bewegen mussten, die jeder zu respektieren berechtigt ist. Die Männer hatten sie ursprünglich nicht gebaut, um alle zu respektieren.

Einer der grundlegenden, am weitesten verbreiteten Geschlechterunterschiede ist Agentur versus Gemeinschaft. Männliche Agentur kann zum Teil eine Anpassung an diese Art von sozialem Leben sein, das auf größeren Gruppen basiert, in denen Menschen nicht unbedingt geschätzt werden und man nach Respekt streben muss. Um in der männlichen sozialen Sphäre großer Gruppen erfolgreich zu sein, braucht man ein aktives, aggressives Selbst, um für seinen Platz zu kämpfen, denn er wird einem nicht gegeben und nur wenige werden erfolgreich sein. Sogar das männliche Ego, mit seinem Drang, sich selbst zu beweisen und mit anderen zu konkurrieren, scheint wahrscheinlich darauf ausgelegt zu sein, mit Systemen zurechtzukommen, in denen es an Respekt mangelt und man hart arbeiten muss, um welche zu bekommen – sonst ist man der Demütigung ausgesetzt.

Is That All?

Ich habe noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, wie die Kultur die Männer ausbeutet. Sicherlich gibt es noch andere. Der männliche Sexualtrieb kann genutzt werden, um alle möglichen Verhaltensweisen zu motivieren und in einer Art ökonomischem Marktplatz zu arbeiten, in dem Männer Frauen andere Ressourcen (Liebe, Geld, Engagement) im Austausch gegen Sex zur Verfügung stellen.

Auch in den Kulturen werden einzelne Männer eher zu symbolischen Zwecken benutzt als Frauen. Das kann positiv sein, wie die Tatsache, dass die Kulturen den Männern, die ihre Lieblingswerte zu verkörpern scheinen, aufwändige Beerdigungen und andere Gedenkstätten schenken. Es kann auch negativ sein, z.B. wenn Kulturen die Karriere eines Mannes ruinieren, ihn öffentlich beschämen oder ihn sogar für einen einzigen Akt hinrichten, der gegen einen seiner Werte verstößt. Von Martin Luther King bis Don Imus, unsere Kultur benutzt Männer als Symbole, um ihre Werte auszudrücken. (Beachten Sie, dass keiner der beiden herausgekommen ist, um so besser für ihn.

Schlussfolgerung

Zusammenfassend kann ich sagen: Ein paar glückliche Männer stehen an der Spitze der Gesellschaft und genießen die besten Belohnungen der Kultur. Andere, die weniger Glück haben, haben ihr Leben davon zerfressen. Die Kultur benutzt Männer und Frauen, aber die meisten Kulturen benutzen sie auf etwas andere Weise. Die meisten Kulturen sehen einzelne Männer als entbehrlicher an als einzelne Frauen, und dieser Unterschied beruht wahrscheinlich auf der Natur, in deren reproduktivem Wettbewerb sodass einige Männer die großen Verlierer und andere Männer die größten Gewinner sind. Folglich benutzt sie Männer für die vielen riskanten Jobs, die sie hat.

Männer gehen mehr ins Extreme als Frauen, und das passt gut zur Kultur, die sie dazu benutzt, viele verschiedene Dinge auszuprobieren, die Gewinner zu belohnen und die Verlierer zu vernichten.

In der Kultur geht es nicht um Männer gegen Frauen. Im Großen und Ganzen entstand der kulturelle Fortschritt aus Gruppen von Männern, die mit und gegen andere Männer arbeiteten. Während sich die Frauen auf die engen Beziehungen konzentrierten, die es der Art ermöglichten, zu überleben, schufen die Männer die größeren Netzwerke flacher Beziehungen, die weniger überlebensnotwendig waren, aber letztendlich die Kultur zum Blühen brachten. Die allmähliche Schaffung von Reichtum, Wissen und Macht in der Männersphäre war die Ursache für die Ungleichheit der Geschlechter. Die Männer haben die großen sozialen Strukturen geschaffen, die die Gesellschaft ausmachen, und die Männer sind nach wie vor die Hauptverantwortlichen dafür, auch wenn wir heute sehen, dass Frauen in diesen großen Systemen durchaus gute Leistungen erbringen können.

Was für die Kulturen am besten funktioniert zu haben scheint, ist, die Männer gegeneinander auszuspielen und um Respekt und andere Belohnungen zu konkurrieren, die am Ende sehr ungleich verteilt werden. Männer müssen sich beweisen, indem sie Dinge produzieren, die die Werte der Gesellschaft ausmachen. Sie müssen sich in kulturellen Wettbewerben gegen Rivalen und Feinde durchsetzen, weshalb sie wahrscheinlich nicht so liebenswert sind wie Frauen.

Die Essenz, wie die Kultur den Menschen nutzt, hängt von einer grundlegenden sozialen Unsicherheit ab. Diese Unsicherheit ist in der Tat sozial, existentiell und biologisch. Eingebaut in die männliche Rolle ist die Gefahr, nicht gut genug zu sein, um akzeptiert und respektiert zu werden, und sogar die Gefahr, nicht in der Lage zu sein, gut genug zu sein, um Nachkommen zu erzeugen.

Die grundlegende soziale Unsicherheit der Männlichkeit ist für die Männer anstrengend, und es ist kaum verwunderlich, dass so viele Männer zusammenbrechen, böse oder heroische Dinge tun oder jünger als Frauen sterben. Aber diese Unsicherheit ist nützlich und produktiv für die Kultur, das System.

Nochmal, ich sage nicht, dass es richtig oder fair oder anständig ist. Aber es hat funktioniert. Die Kulturen, die es geschafft haben, haben diese Formel verwendet, und das ist ein Grund dafür, dass es ihnen gelungen ist, statt ihrer Rivalen.

Roy F. Baumeister ist Francis Eppes Professor für Sozialpsychologie an der Florida State University in Tallahassee. Seine E-Mail-Adresse lautet baumeister [at] psy.fsu.edu. Weitere Informationen zu seinen Forschungsinteressen finden Sie hier. Die Rede, die Larry Summers das Amt des Präsidenten von Harvard kostete, kann hier nachgelesen werden. Steven Pinker hat eine Kritik an der Summers-Affäre geschrieben. Es kann hier nachgelesen werden.

Ein Vergewaltigungswitz

Vor ein paar Tagen bin ich beim Zappen über einen Vergewaltigungswitz in der Serie „Two and half men“ gestoßen. Der ging so:

Erwachsener: „Dann studierst Du Knastrologie.“

Jüngling: „Kenn ich, da geht’s um Vögel.“

Erwachsener (breit grinsend): „Ja, da ist man gut zu vögeln.“

Jetzt behaupten Feministen bekanntlich, wir lebten in einer „Rape-Culture“, die sich u.a. dadurch auszeichnet, dass man sich ständig Vergewaltigungswitze anhören müsste. Ich hab‘ jetzt ein bisschen drüber gegrübelt, aber mir fällt keine einzige Film- oder Serienszene ein, in der man so widerlich mit erwachsenen Frauen oder Teenagerinnen umgegangen wäre, dass man ihnen Knastvergewaltigung in Aussicht stellte und das mit einem breiten Grinsen.

Denn es ist allgemein bekannt, dass es in Gefängnisssen oft zu Vergewaltigungen kommt. Dagegen unternommen wird nichts, nein, man macht sich über die Opfer lustig, wie es mit Frauen und Mädchen als Betroffene unmöglich wäre. Ein weiteres Beispiel für den Gender-Empathy-Gap.