Archiv der Kategorie: Empathy Gap

Let Me In (2010)

Let Me In ist ein Film, der ohne den Empathygap gegen Männer nicht funktionieren würde.

Es geht um einen Vampir, wobei dies-er Vampir aber die Erscheinung einer Teenagerin hat, und für diese müssen dann andere sterben, damit sie weiterleben kann. Der Film spielt intelligent mit dem Dilemma, das sich für den Zuschauer auftut: Ist es in Ordnung, dass Blutlieferanten ihr Leben lassen müssen, damit die Kleine weiterleben kann? So wird gezeigt, wie brutal und hart es für den Helfer der Vampirin ist, auf Menschenjagd zu gehen, um ihr den Lebensnektar zu beschaffen. Dabei geht der Film aber nicht weit genug, was schade ist: So wird keine Frau zum Abzapfen getötet, womit man den Zwiespalt in dem Spiel „Wer darf leben, wer muss sterben, und was kümmert es mich?“ auf die Spitze getrieben und den Zuschauer noch drastischer in die moralische Zwickmühle genommen hätte. Eine Chance, die der Film versäumt hat.

So sterben eben „nur“ Männer, damit die Teenagerin überleben kann. Wie sagte schon John Hartigan? „Ein alter Mann stirbt, ein junges Mädchen lebt. Fairer Tausch.“ Der ganze Film würde nicht funktionieren, gäbe es keinen Empathygap gegen Männer. Er würde nicht funktionieren, wenn andere junge Mädchen sterben müssten, um den Blutdurst zu befriedigen, und er würde auch nicht funktionieren, wenn die Vampirin ein ausgewachsener Mann wäre. So einem würde man es nicht verzeihen, wenn er töten würde: Das Urteil, dass vielmehr er selbst sterben müsste wäre sonnenklar, wie es eigentlich auch bei der kindlichen Vampirin sein müsste, aber hier regt sich Mitleid, Mitgefühl – Empathie eben, da es keinen Empathiegap gegen kleine Mädchen gibt.

Aufgrund äußerlicher Merkmale – jung, weiblich – kann man darüber hinwegsehen, dass die Protagonistin im Grunde einfach nur ein Mörderin ist. Hier junge Frau, dort weißer Mann, letzterer ist leicht zu opfern.

Guter Film, kann man sich ansehen – ich habe nur wenig gespoilert.

Warum ist dieser Femizid nicht im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert?

Eine Frau fragt:

„Am 3. August 2014 fallen IS-Kämpfer im Siedlungsgebiet der Ezîden im Irak ein. Sie töten die Männer, vergewaltigen die Frauen systematisch. Warum ist dieser Genozid, der ein Femizid war, nicht fest im öffentlichen Bewusstsein verankert?“

Der Kommentator Matze antwortet (ohne dafür bezahlt zu werden):

Wahrscheinlich weil diese Genozid, wenn, dann ein Androzid war und der kümmert das öffentliche Bewusstsein nicht.

yx: Und die Autorin auch nicht.

Wenn das Empathiedefizit den Pinsel schwingt in der schönen neuen Welt

Heute ist Tag des Empathiedefizits, das heißt es jährt sich der Tag des Massakers von Srebrenica, bei dem 8000 Jungen und Männer ermordet wurden – das größte Massaker auf europäischen Boden seit Ende des zweiten Weltkriegs, was den Leitmedien aber kaum eine Erörterung wert ist. Ich fragte mal eine Alltagsfeministin, ob ihr „Srebrenica“ etwas sagte. Ja, das tat es. Da wurde gemordet. Und vergewaltigt, also Frauen jetzt, womit die Morde an den Männern wieder relativiert waren. Es ist faszinierend zu sehen, wie gut geölt die feministische Propagandamaschine läuft – das Opferabo lassen sie sich nicht nehmen, unter keinen Umständen.

Heute möchte ich dieses schöne Bild der Schizophrenie betrachten:

Ist das nicht schön? So liebreizend und verheißungsvoll die Regenbogenfarben, die die Zukunft symbolisieren, die die Progressiven – also Weiterentwickelten (nicht so wie der gemeine Pöbel) – für uns schaffen. Jeder ist willkommen, egal woher er kommt, welche Hautfarbe er hat oder welcher sexuellen Orientierung er angehört. Sie alle begegnen sich mit Liebe und Respekt und Akzeptanz. Es herrscht Harmonie und Eintracht, niemand wird ausgegrenzt…

… es sei denn natürlich, Du bist ein alter weißer Mann und zudem obdachlos. Dann sagt dir diese Harmonielehre, dass Du nicht willkommen bist. Du bist auf der Suche nach einem Schlafplatz, der etwas bequemer ist als der Asphalt? Wohin gehst Du? Hier jedenfalls kannst Du nicht bleiben; lass uns mit deinen niederen Sorgen in Ruhe während wir in höheren Sphären weilen.

Ehrlich: Wie muss man eigentlich drauf sein, um sowas zu fabrizieren? Es ist die eiskalte Demonstration, dass Not und Leid nicht vom geringsten Interesse sind, solange sie sich nur auf Männer beschränken. Wäre es andersrum, wäre Obdachlosigkeit weiblich, wäre es regelmäßiges Thema bei Freitag und Zeit wie z.B. auch die Lohnlüge und Gewalt (also gegen Frauen jetzt) und niemanden würde so ein Fauxpas unterlaufen; dann wäre man sensibilisiert gegenüber einer marginalisierten Minderheit, für die man Schutzräume fordern und auch erhalten würde, anstatt ihr ins Gesicht zu spucken. So aber wirkt das Empathidefizit. Die schöne neue Welt meint nicht alle, sie meint nicht diejenigen, gegen die man Hasskampagnen fährt, sei es, dass man ihre Täterschaft betont, sei es, dass man als renommierter Verlag Hassschriften veröffentlicht. Wer gehasst wird, dem wird nicht geholfen. Aber hey, psst: Männer können gar nicht Opfer von Sexismus sein, weil sie an der Macht sind! Muss man wissen.

Weiterlesen: Obdachlosigkeit.

Privilegiert.

Einen sehr, sehr lesenswerten Beitrag hat Gunnar Kunz verfasst: Justitia ist einäugig

Obdachlosigkeit und der Empathy-Gap

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Sie nennen es „Platte“ machen. Auf dem Asphalt zu schlafen ist hart, nicht nur in physischer Hinsicht. Man geht dabei drauf, der Stein zerreibt einen. „Weiße Folter“ nennt man Folter, die ohne sichtbare Spuren auskommt. Wer meint, weiße Folter sei harmloser, da man keinen großen Schmerzen ausgesetzt wird, irrt. Sie ist geeignet, eine Persönlichkeit komplett auszulöschen. Eine ihrer Methoden ist die gezielte Verwahrlosung. Insofern kann man den nach Urin stinkenden, vollkommenen heruntergekommenen Plastiktütenpenner als Folteropfer sehen. Das Ärzteblatt berichtet:

Viele Obdachlose hätten keinen Zugang zur Regelversorgung und kämen mit oft schwe­ren Krankheiten und Verletzungen in Rettungsstellen, um anschließend gleich wieder auf der Straße zu landen. Betroffene litten unter offenen Beinen, Knochenbrüchen, Läusen, Hautkrankheiten oder Bronchitis, aber auch unter psychischen Erkrankungen und Angststörungen. Hinzu kämen Drogen und Alkohol.

Manche Obdachlose seien hoch verschuldet und auf der Suche nach Hilfe mit der Büro­kratie überlastet. Auch in Obdachlosenheimen sei die Situation oft sehr schwierig. Die Ärztin versicherte nach langjähriger Erfahrung, kein Mensch sei freiwillig auf der Straße.

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Mit Frauen an der Macht wird alles besser.

Demgegenüber ist es ein beliebter Mythos, dass sich Obdachlose freiwillig dieser Tortur aussetzen würden. So erklärte mir mal ein Wohlstandssohn, man müsse nur den Weg zur richtigen Behörde finden und man hätte ein Dach über dem Kopf. Damit redet man sich die Verhältnisse schön in der neoliberalen Gesellschaft, in welcher der Arme „selbst schuld“ ist oder es so will. Aber: Tatsächlich besteht ein Rechtsanspruch auf eine Unterkunft, womit das Problem ja gelöst ist: Kommt eine Gemeinde ihrer Pflicht nicht nach, schickt der Obdachlose sein Team aus Spitzenanwälten vor.

Ich war früher Linksfeminist, was hieß, dass ich als Linker solidarisch mit Obdachlosen war. Es hieß nicht, dass mich ihr Geschlecht aufmerken ließ. Ich konnte voll und ganz dem feministischen Weltbild vom privilegierten Mann und der Propagandalüge, Armut sei weiblich, anhängen, ohne eine Widerspruch darin zu sehen, dass fast alle Obdachlosen – also die Ärmsten der Armen – Männer waren, oder dass ich so gut wie nie eine weibliche sah, denn: Frauen ziehen sich halt aus der Öffentlichkeit zurück, da es dort für sie zu gefährlich ist. Nur: Wenn sie einen Rückzugsort haben, dann haben sie einen Rückzugsort – den Männer nicht haben. Wenn ich auf mein früheres Ich zurückblicke, kann ich mich nur wundern, wie blind ich gegenüber den tatsächlichen Verhältnissen war.

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Wohnungslose sind zu 75% männlich und inzwischen hat (möglicherweise) ihre Zahl die Millionengrenze überschritten; eine Folge des neoliberalen Sozialabbaus. Wenn dieses Geschlechterverhältnis getauscht wäre, wie es eigentlich sein müsste, wenn Frauen strukturell benachteiligt wären, würde man darüber reden, es thematisieren. So wie man regelmäßig die Lohnlüge verbreitet oder über den Mangel an Führungsfrauen berichtet, so regelmäßig würde man über Obdachlose sprechen – und es würde Hilfe mobilisiert werden. Männer überlässt man wie so oft sich selbst, mit Konsequenzen. In Randmeldungen notiert man öfters, dass Wohnungslose verstorben sind: Obdachloser in Kälte verstorben, Tote unter Obdachlosen mehr als verdoppelt, drei Obdachlose verstorben, Obdachlose und Flüchtlinge sterben in Kältewelle, tote Obdachlose in Hamburg.

DRgYBCZW4AAoOwdGegen obdachlose Männer wirkt wie sonst überall auch der Empathy-Gap. So berichtet die Welt:

In Wien lag ein sterbender Obdachloser stundenlang im Aufzug einer U-Bahn-Station, ohne dass ihm geholfen wurde. Videos zeigen mehrere Passanten, die achtlos über den Mann hinwegstiegen.

Es ist aber nicht nur so, dass man sie ignoriert. Als wäre das Leben nicht schon hart genug zu ihnen, werden sie auch noch von Nazis angefeindet und Opfer gewalttätiger Übergriffe. Zu einem Fall, bei dem versucht wurde, einen Obdachlosen anzuzünden, zitiert die FAZ: Ich mache meinen Job seit 24 Jahren und seitdem gehören Übergriffe auf Obdachlose leider zu meinem Alltag. Oder sie werden verhöhnt, so weiß bspw. eine Spezialdemokratin, dass männliche Obdachlose im Gegensatz zu weiblichen ihre Not feiern würden. Woanders erklärt man, dass es Frauen besonders schwer haben, denn:

– Ihre Gesundheit wird zu einem großen Teil durch Vorsorgeuntersuchungen geschützt, und wenn man diese verpasst, könnte das lebensbedrohlich sein.
– Obdachlose Frauen haben oft emotionale und seelische Probleme.
– Obdachlose Frauen sind vom Leben ganz schön fertig gemacht worden.
– Obdachlose Frauen haben keine Adresse.
– Obdachlose Frauen haben kein Telefon.
– Obdachlose Frauen sitzen oft in derselben Notunterkunft, ohne miteinander befreundet oder durch das Gefühl verbunden zu sein „Wir stecken alle zusammen in diesem Schlamassel.“
– Obdachlosen Frauen geht es ganz schön mies.

Sie werden ignoriert und angegriffen, oder man will unbequeme Studienergebnisse über ihre Situation geheimhalten. Die Gewalt gegen Obdachlose geht also auch von den Institutionen aus, zum Beispiel:

Zwei obdachlose Brüder, beide Verkäufer der Straßenzeitung, treffen in Dortmund auf einen weiteren Obdachlosen. Damit war auch nach Ansicht des Ordnungsamts der Stadt Dortmund die Zahl der erlaubten Personen (damals zwei) überschritten. Dass die Brüder gemeinsam in einem Zelt – also einem Haushalt – wohnen, spielte dabei keine Rolle. Der Verstoß laut Coronaschutzverordnung: „Verbotswidrige Teilnahme an einer Zusammenkunft oder Ansammlung im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen“. Die Kosten: Jeweils 200 Euro Geldbuße, 25 Euro Gebühr plus 3,50 Euro Auslagen. Also für jeden 228,50 Euro.

In ihrer Not setzt man ihnen nochmal zu. Hier, wie auch für Suizidgefährdete oder Trennungsväter, wirkt sich die Mitgefühlskälte gegenüber Männern besonders grausam aus – eine Kälte, die den Holocaust und andere Verbrechen erst möglich machte.

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Siehe auch Das Alternativlos-Aquarium: Tag der Geschlechter-Empathielücke: Ganz unten

Asemann: Am 11. Juli ist Gender Empathy Gap Day

Apokolokynthose: Happy Gender Empathy Gap Day (pünktlich)

8 emordete Männer und 2 ermordete Frauen sind was? Ganz genau: Frauenhass!

Man stelle sich folgendes vor: Ein Schwarzer zieht los und erschießt 8 Schwarze und 2 Weiße. Dies nimmt eine Kreatur der AfD zum Anlass, etwas vom strukturell verankerten Hass auf Weiße zu schwadronieren. Nun gut, von der AfD würde man sowas erwarten.

Einer Redakteurin des „Qualitätsmediums“ Süddeutsche ist es jetzt nicht zu peinlich, die noch nicht ganz kalten Leichen von Hanau zu vergewaltigen, um sie für Propaganda über den angeblichen gesellschaftlichen Frauenhass zu missbrauchen. Dabei zeigt sie aber nur eins: Nämlich, dass ihr wie auch dem Mainstream Leiden und Sterben von Männern vollkommen am Arsch vorbeigehen.

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Diese Frau liefert den perfekten Beweis dafür, dass Farrell mit seiner Theorie des „entsorgbaren Mannes“ goldrichtig lag. Tote Männer interessieren in der Gleichung einfach nicht, ihr Wert geht gegen Null, womit allein ermordete Frauen übrigbleiben, deren Tod dann angeblich auf Strukturen zurückgeht – nur diese Mordopfer sind es wert, dass man über sie spricht. Es interessiert die Not und Tod von Männern nicht, sei es, dass sie obdachlos unter der Brücke schlafen oder sich das Leben nehmen. Dass „unter den Opfern“ eines Unglücks „auch Frauen und Kinder“ waren, wird öfters mal gesagt, es fehlt eigentlich nur noch, dass jemand mal davon spricht, dass unter den Opfern „zum Glück“ nur Männer waren. Schon auf der Titanic hatten Frauen dank strukturellen Frauenhasses höhere Überlebenschancen als selbst Kinder und auch der Holocaust war nur aufgrund des Empathy-Gaps überhaupt möglich.

Themenwechsel: Die Süddeutsche ist bekanntlich ein „Qualitätsmedium“, welchem der Austausch mit ihren Lesern wichtig ist, weshalb man auf ihren Seiten ihre Artikel kontrovers diskutieren kann. Auf „jetzt.de“ wurde deshalb ganz zu Recht ein Kommentar von mir zensiert, da er antisemitisch, sexistisch, rassistisch war und zudem den Osterhasen beleidigte (betroffener Artikel):

Zensierter Kommentar:

Ich kenne das Buch über dem Hund, der mit Hühnern verwandt ist. Und da Sie somit offenbar daran interessiert sind, Manipulationen und Täuschungen aufzudecken, empfehle ich ihnen den empfohlenen Artikel gleich noch ein zweites Mal.

Ihr Argument ist „ad-personam“, d.h. es geht nicht auf Inhalte ein, sondern beurteilt eine Information allein nach der Herkunft, also ob sie z.B. von Hitler stammt oder von Jesus.

Ich würde ja noch was zu ihren „Qualitätsmedien“ schreiben, bin aber sich, dass ich dann zensiert werde; Zensur ist übrigens witzigerweise eine notwendige Bedingung, damit Feminismus überhaupt gedeihen kann. Nur soviel: Sowohl die Sueddeutsche als auch die Wikipedia sind feministisch dominiert, genauso wie „jetzt.de“ (schauen Sie sich einfach mal die Startseite an), wenn ich ihr ad-personmam mit einem eigenen kontern darf.

Abrissbirne

Birgit Kelle weiß es auch. Sie weiß etwas, was nicht nur Feministen sondern im Grunde die ganze Gesellschaft weiß: Männer sind schuld. Nun, das ist weder neu noch originell, aber woran sind Männer jetzt wieder schuld, laut der leidenschaftlichen Mutter, die sich gerne mal mit Feministen anlegt? Ganz einfach: Am Feminismus, genauer: Am Genderismus.

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Schwangere Männer: Fiese Aneignung durch das Patriarchat.

Dass also nicht mehr von der „Mutter“ geredet werden soll, sondern von dem „Elter“; nicht mehr von der „schwangeren Frau“, sondern von der „schwangeren Person“, ist nicht auf dem Mist von Feministinnen gewachsen – den Genderisten, die die herkömmlichen Geschlechter auflösen wollen, sondern: auf dem der Männer. Männer, die auch die traditionelle Rollenverteilung abschaffen und die Frau nötigen wollen, ein ganzes Leben lang unbelastet von „Erziehungsarbeit“ malochen zu gehen. Männer, die der führenden Feministin Simone de Beauvoir folgend auf der Weltfrauenkonferenz 1995 festgelegt haben, dass jede Frau in jeder Lebensphase einer Arbeit nachzugehen habe, denn:

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.«

Also schuld sind Männer. Wieder mal. Auch ein altersdiskriminierender, rassistischer Seitenhieb auf die „alten weißen“ darf natürlich nicht fehlen.

Kelle stellt fest, dass Männer Frauen berauben, ihnen ihre urtümliche Weiblichkeit entwenden wollen:

Mutterschaft und Weiblichkeit sind das einzige, was Männer sich nur mit Gewalt, Ausbeutung oder mit juristischer Hilfe aneignen können. Und jetzt tun sie es auch. (erst „jetzt“? Anm. yx)

Ja, ja, in Wirklichkeit haben Frauen keinen Penisneid, sondern Männer einen Gebärneid. Schon die Störenfriedas hielten nicht als erste fest, dass Männer Frauen hassen, weil sie selbst nicht wie die „Göttinnen“ Kinder bekommen könnten – daher die traditionelle Rollenverteilung, in welcher sich Männer ein ganzes Leben lang den Arsch aufreißen, damit es die ihren auch gut im Leben haben. Das ist nicht im mindesten selbstlos, Männer machen das nur, um Macht über Frauen und Kinder auszuüben.

Aber gut: Das Vertrackte an Kelles Diagnose ist, dass sie zum Teil wahr ist. Das stellte schon die männerfreundliche Feministin Esther Vilar fest: Der etablierte Mainstreamfeminismus ist ein männlicher Feminismus, ich dazu in einer Rezension zu Kelle:

Man fühlt sich an Nietzsche erinnert, der anmerkte, Feminismus sei weniger Kampf gegen den Mann als vielmehr der Kampf der missratenen Frau gegen die wohlgeratene. Kranke Frauen, die ein männliches Leben in der außerhäuslichen Arbeit als die Erfüllung, als das Sinnstiftende, als das alleinig Respektable ausmachen: Das war es, was Esther Vilar meinte, als sie sagte, Lesbofeministinnen wie Schwarzer hingen einem „männlichen Feminismus“ an, der von Männern erfunden wurde und Simone de Beauvoir hätte nur ein Männerbuch geschrieben und dieses mit einem Frauennamen unterzeichnet – und um ein männliches Leben führen zu können, dürfen Kinder, die einen zur Mutter machen, nicht stören.

Auch wenn Kelle zumindest teilweise in diesem Punkt – dass Männer mal wieder die Schuld tragen – richtig liegt, drängt sich doch die Frage auf, ob sie denn kein Mitleid mit den Feministinnen hat. Wenn diese noch nicht mal den Genderismus erfunden haben, was bleibt dann noch? Ach ja, der Kaffeefilter *duck und weg*.

„Die“ Männer sind schuld. Auch dann, wenn nur zwei oder drei der genderistischen Ideologie folgen und darauf bestehen, „Frauen“ zu sein und somit weibliche Privilegien mopsen (Wo sind eigentlich die Frau-zu-Mann-Transsexuellen, die sich männliche Privilegien aneignen wollen?). Zum Beispiel Vorzugsbehandlung bei Quoten. Zum Beispiel einen Aufenthalt im Frauenknast, denn dieser ist im Vergleich zum Männerknast ein Wellnesshotel.

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Weitergehen, hier gibt es nichts von Interesse.

Oder Obdachlose, die als „Transfrauen“ vielleicht einen warmen Schlafplatz ergattern können. In Alaska. Kelle hat Mitgefühl mit Obdachlosen. Aber nur mit den besseren. Dass es schlimm ist, im Freien zu übernachten, sieht sie nur bei Frauen. Männer sind ihr egal, auch wenn sie elendig krepieren, erfrieren, was öfter mal passiert im „Patriarchat“, aber im Gegensatz zu unerwünschten Komplimenten kein Thema ist, denn: Männer sind Täter. Nicht Täter sind Täter, Nein: Männer.

Es ist verdammt kalt in Alaska, und Laurie sagt, einige dieser Frauen würden trotzdem lieber nachts im Freien schlafen, als noch einmal in ihrem Leben in einem Raum mit einem Mann. Nahezu 100 Prozent ihrer Frauen dort seien Opfer von männlicher Gewalt, Vergewaltigung, sexueller Übergriffe. Durch Männer.

Deshalb ist in dem Obdachlosenasyl – ein Safe Space für Frauen – kein Platz für Männer. Anton und Bob, die sich nie etwas zu schulden kommen ließen, außer vielleicht arm zu sein, müssen also im Freien übernachten, in Alaska, weil sie ein unverschuldetes Merkmal mit anderen teilen, die tätlich wurden, so die Sohnmutter in bester Übereinstimmung mit dem herrschenden Feminismus. Mal ’ne Frage an die Linksfeministinnen hier: Was ist eigentlich von einem „Safe Space“ für Weiße zu halten, die schlechte Erfahrungen mit messerstechenden Farbigen gemacht haben?

Ich schrieb mal, wenn man Feminismus nicht wählen wolle, könne man nur den rechten Rand wählen. Kelle stellt unter Beweis, dass Schuldzuweisungen gegen Männer sowie eine erbarmungslose und tödliche Mitgefühlskälte auch dort erfolgreich sein kann. Ich habe in meiner Rezension zu ihr dazu aufgefordert, sich mit Männern, genauer: Trennungsvätern zu solidarisieren, denn wer die entväterte Gesellschaft toleriert, erhält im feministisch-neoliberalen Zuge auch die entmütterte. Kelle fährt mit voller Kraft in die entgegengesetzte Richtung und prügelt wie jede Vulgärfeministin auf Männer ein.

Novum beim neuen Star Wars

Etwas, das sich in vielen Filmen beobachten lässt, ist, dass in ihnen reihenweise gesichts- und namenlose Männer sterben, ohne dass das dem Vergnügen am Actionspektakel einen Abbruch tut. Das gilt auch dann, wenn in einem Film „starke Frauen“ vorkommen. Auch wenn die Hauptdarstellerin eine „große Kriegerin“, eine Kämpferin ist, ist der anonymes Statist, der typische „Wachmann“, der niedergemetzelt wird, eben immer noch ein Mann.

Als Paradebeispiel hierfür ließe sich „Kill Bill“ anführen. In dem Film sind die wichtigsten Figuren alles Frauen, die zur absoluten Kampfsportelite zählen, nahezu unbesiegbar. So zum Beispiel die Anführerin der japanischen Mafia, gespielt von Lucy Liu. Als die Heldin des Streifens, gespielt von Uma Thurman, bei ihr aufschlägt um Rache zu nehmen, schickt Liu erstmal ihre Yakuzauntergebenen vor, und das sind allesamt Männer – anonym, namenlos – die dann allesamt von Thurman abgeschlachtet werden.

Der neue Star Wars führt hier ein Novum ein, etwas, das es so noch nicht gab. Und zwar lässt sich anhand der Stimmen der Soldaten der fiesen „Ersten Ordnung“ – den Stormtroopern – entnehmen, dass sich unter den Masken der Einheitsuniformen hier und da auch eine Frau versteckt, die dann ihr Leben lassen muss. Allerdings wird diese Novum dadurch abgeschwächt, dass die Darsteller unter undurchsichtigen Helmen stecken. Es drängt also nicht allzu offensichtlich ins Bewusstsein, dass hier ganz nebenbei auch Frauen sterben – anonym, namenlos.

Das führt zu der Frage, ob man sowas überhaupt wollen sollte. Man stelle sich vor, die Gesellschaft verroht so sehr, dass im Popcornkino Kinder sterben, ohne, dass der Filmspaß dadurch getrübt wäre. Wenn sich die Gesellschaft dahingehend entwickelt, dass in Hollywoodschinken der Tod auch von Frauen noch nicht mal mit einem Achselzucken sondern stattdessen mit dem Griff ins Popcorn quittiert wird, ist dies eine Entwicklung zu einer kälteren, barbarischeren Gesellschaft.

Jungen und der Empathy-Gap

25.11

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Während Politiker davon phantasieren, dass jeder Tag in der Schule ein „Boys-Day“ sei, bleiben in der Realität die Jungen zurück – wofür ihnen ganz in der Tradition der schwarzen Pädagogik die Verantwortung zugeschoben wird: Nicht die Schule, nein das Kind, hier der Junge ist falsch. Dass inzwischen bewiesen ist, dass Jungen in den Schulen massiv benachteiligt werden, ist dann auch nur eine Randmeldung wert, sie ist kein Punkt auf der politischen Agenda, viel wichtiger sind unerwünschte Komplimente, diese beschäftigen die ganze Nation. In einer Studie, die der Aktionsrat Bildung im März 2009 vorlegte, erklärten die Bildungsforscher, die Ungleichheit in unserem Erziehungswesen überschreite die „Grenzen des rechtlich und moralisch Hinnehmbaren“. Eine Folge: Die Jungen werden immer dümmer, ihr IQ sinkt. – worüber die Giftseelchen gewiss erfreut sind.

Es ist keine Bagatelle, jemand zu Dummheit zu verurteilen und in der Schule zu benachteiligen: Sowas ruiniert das ganze Leben. Und ein abgehängter Junge hat auch nicht die Möglichkeit, eine wohlhabende Frau zu heiraten und sich damit Lebensqualität unabhängig von seinem Bildungsniveau zu sichern, denn Frauen heiraten nur nach oben.

Dieser Tatbestand reiht sich ein in andere, welche auf einen strukturellen Empathy-Gap fußen. So ist die Beschneidung von männlichen Säuglingen auch ohne Narkose erlaubt, die der Mädchen verboten. Da Säuglinge Schmerzen stärker empfinden, kann man hier von Folter sprechen. Organisationen wie „Dissenz,“ die offen zugeben, ihr Ziel sein nicht der „andere Junge“ sondern „gar kein Junge“, und die somit aus ihrer Jungenfeindlichkeit kaum einen Hehl machen, erhalten Zugang zu Schulen und werden mit Steuermitteln gefördert. Andere Vereine wie „Wildwasser“, die vergewaltigten und missbrauchten Jungen Hilfe verweigern, werden aus Steuermitteln finanziert. Weiter berichtet Hoffmann, dass Hilfsorganisationen oft erleben, Spenden seien an die Bedingung geknüpft, dass diese Gelder ausschließlich zur Hilfe für Mädchen und nicht für Jungen verwendet werden. Wenn eine Terrororganisation Jungen bei lebendigen Leibe verbrennt, ist das der Welt keine Reaktion wert, erst wenn dieselbe Terrororganisation Mädchen entführt, kommt es zu einem Aufschrei rund um den Globus bis ins weiße Haus und es tagt der Bundestag dazu in einer aktuellen Stunde. Und um noch mal auf die Schulen zurückzukommen, so war bereits Doris Lessing von den Vorgängen dort entsetzt, denn:

Die im heutigen Simbabwe aufgewachsene Autorin, beklagte eine „denkfaule und heimtückische Kultur“, die sich des Feminismus bemächtigt habe und darauf hinauslaufe, „auf Männer einzudreschen“. Bei einem Besuch in einer Schule, in der die Lehrerin Beifall heischend erklärt habe, Kriege seien auf die angeborene Gewalttätigkeit von Männern zurückzuführen, berichtet die Schreiberin: „Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort.“

Alles in Allem lässt sich von einem Krieg gegen Jungen sprechen, wie es Christina Hoff Sommers tut – was Feministen nutzen, um unter Beweis zu stellen, dass Begriffe wie „Femofaschischmus“ oder „Feminazis“ jede Berechtigung haben:

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Dabei wird diese Jungenfeindlichkeit nicht nur von Institutionen und Personen in ihrer Funktion als Kindergärtner, Lehrer und Politiker betrieben sondern tatsächlich auch vom feministisch inspirierten Müttern, die ihre eigenen Söhne als ihre Feinde begreifen – und so ist der Umstand, dass man mit einem Jungen schwanger ist, schon mal ein Grund, in Tränen auszubrechen. Dabei haben doch Feministen alle Möglichkeit, ihr Kinder – auch die Jungen – zu strammen Männerfeinden zu erziehen. Diese Verzweiflung über männlichen Nachwuchs zeigt eins auf: Das Männliche wird als das inhärent Böse betrachtet, wo auch Erziehung nicht mehr helfen kann. Auch entblößt es die Bösartigkeit und Perversion einer Ideologie, die den eigenen Nachwuchs zum Feind erklärt. Ähnliches findet man in anderen totalitären Ideologien wie dem Faschismus und Stalinismus, in welchen bspw. dazu aufgefordert wurde, Familienmitglieder zu denunzieren, wenn sie nicht auf Linie waren. Wenn schon Mütter zu Monstern mutieren und ihre Söhne im Interesse einer politischen Ideologie verraten und sabotieren, wie steht es dann erst um Lehrerinnen oder Ministerinnen, die in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu jenen Jungen stehen, die von ihrer Politik betroffen sind?

Das alles führt zur Frage, was in diesen Köpfen vorgeht. Denn um Gottes Willen, es geht hier doch um Kinder. Hier wirkt der Empathy-Gap, der bereits den Holocaust und andere Verbrechen möglich machte, bereits gegen Kinder. Hierzu erinnere ich mich an einem Artikel in einem Leitmedium, welcher das Zurückbleiben der Jungen in der Schule thematisierte. Geschmückt war der Artikel der Süddeutschen mit einem Bild eines entsetzlich hässlichen und plärrenden Jungen, der nicht die geringsten Sympathien sondern Antipathien auslöste, der spontane Gedanke, den man hatte, war: „Zum Glück bin ich von dem verschont.“ So arbeitet Propaganda, so arbeitet Hasspropaganda. Sie arbeitet mit Bildern, die das Feindobjekt als möglichst hässlich zeichnet. Man begegnet Jungen nicht mit Empathie und Wohlwollen; man schafft ihnen keinen geschützten Raum – wie die Schule einer sein sollte – in welchem sie willkommen sind und sich öffnen können, stattdessen feindet man sie an, um ihnen dann in der Folge den Vorwurf zu machen, sie hätten keinen Spaß und kein Interesse an der Schule, keine Motivation, Leistungen zu erbringen, womit sie am Zurückbleiben selbst schuld seien – ein Paradebeispiel einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Diese Mitgefühlskälte ist ein großes Übel, sie betrifft die ganze Gesellschaft – auch die Frauen, denn es ist ein Realitätsverlust zu glauben, ein solcher Mangel an Einfühlung bliebe allein auf Männer beschränkt, wenn diese die halbe  Gesellschaft ausmachen – es fällt auch auf Frauen zurück. Es sollte anderes sein: Jungen sollten als Kinder lernen, dass sie angenommen und geliebt werden, so wie sie sind, damit sie später keine Gewalt in die Gesellschaft tragen sondern herzliche Wärme, damit sie geliebt werden und Liebe zurückgeben. Aktuell aber lernen sie, dass sie schlecht sind, falsch, böse. Und so verhalten sie sich dann auch, dass gesellschaftliche Klima kühlt ab, Gewalt ist an der Tagesordnung, womit die feministischen Vorurteile über die „Schläger“ bestätigt werden. Würde man Männern, Jungen dieselbe Empathie zukommen lassen wie Frauen und Mädchen – imagine a world without violence against boys and girls – so mancher Krieg wäre nicht geführt worden, so manches Massaker wie in Srebrenica hätte es nicht gegeben. Aber der Mann hat zu funktionieren, denn er hält die ganze Gesellschaft am Laufen. Wie es ihm dabei ergeht, muss ausgeblendet werden, Empathie muss entzogen werden, damit das Funktionieren nicht beeinträchtigt wird. Ein Mann der sich um seinen Seelenzustand kümmert, funktioniert nicht richtig und das gilt es zu verhindern – er muss hart gegen sich sein, damit er seinen Nutzen hat. Das war schon immer so, weshalb der Entzug und das Gewähren von Empathie nach Geschlecht – Mädchen und Frauen werden einfühlsam behandelt und als fühlende, leidensfähige Wesen wahrgenommen – evolutionsspychologisch verankert ist.

Bevor ich das Folgende zitiere (nicht mehr online), möchte ich betonen, dass Jungen ein Recht auf faire Behandlung an sich haben und nicht nur, weil uns Jungen- und Männerfeindlichkeit gesamtgesellschaftlich schaden könnten, denn:

Der Volkswirtschaft entstehen immense Schäden. Deutschland gehen zunehmend Fachkräfte wie z. B. die Ingenieure aus: Trotz der Rezession bekamen Unternehmen im Jahr 2009 vermehrt Probleme, frei werdende Stellen zu füllen – schon jetzt sind 50.000 Jobs unbesetzt. Das schrumpfende Reservoir an schlauen Jungen kommt der Volkswirtschaft allmählich teuer zu stehen, belastet Sozial- und Steuerkassen und gefährdet damit unseren Wohlstand. „Wir können uns die massenhafte Vergeudung menschlicher Talente nicht länger leisten“, warnt der Bildungsökonom Professor Ludger Wößmann vom renommierten ifo-Institut für Wirtschaftsforschung. Das volkswirtschaftliche Wachstum in unserem Land ließe sich um 40 Prozent erhöhen, wenn Deutschlands Schulen internationales Spitzenniveau erreichen würden. Wößmann: „Dann hätten wir deutlich weniger Arbeitslose.“

Unsere Demokratie ist gefährdet. In einigen Gebieten im Osten Deutschlands ist eine überwiegend männliche Unterschicht entstanden, deren Mitglieder von wesentlichen Lebensbereichen ausgeschlossen sind: Viele von ihnen haben weder einen Job, noch eine Ausbildung noch eine Partnerin. Von der deutschen Demokratie enttäuscht, wenden sich nicht wenige Männer den verhängnisvollen Verlockungen rechtsradikalen Gedankenguts zu. „Wenn wir davon ausgehen, dass Demokratie an Menschen geknüpft ist, die lesen, schreiben, denken und reflektieren können“, erklärt James Shapiro, Professor für Englische Literatur an der New Yorker Columbia University, „dann sollten wir dafür sorgen, dass diese Fähigkeiten auch ausgebildet werden. Andernfalls müssen wir um den gesellschaftlichen Konsens fürchten.“ Bundesweit 4,9 Prozent der Jugendlichen sagen von sich selbst, dass sie einer rechtsextremen Gruppe oder Kameradschaft angehören. Der weitaus größte Teil von ihnen sind Jungen.

Es kommt zu einem rapiden Anstieg der Kriminalität. Im Jahr 2007 zeigte eine britische Studie, dass in der Schule diskriminierte Jungen später häufiger als andere gegen das Gesetz verstießen. Es gebe eine klare Verbindung zwischen schulischem Versagen und Kriminalität, erklärten die Autoren dieser Studie. Dass das in Deutschland nicht anders aussieht, erklärt der Männerforscher Professor Walter Hollstein: „In Berlin, Duisburg, Hamburg, Wien oder Zürich gibt es Viertel, die sich sozial, politisch und in ihrer kulturellen Ausformung von der jeweiligen Gesamtstadt abkoppeln und ihre Randexistenz zementieren. Jungen und junge Männer werden hier in Elend und Arbeitslosigkeit groß und verharren entweder widerstandslos in der Aussichtslosigkeit, indem sie auf Dauer von den Sozialmaßnahmen des Staates leben, oder sie entwickeln aggressive Überlebenstechniken, die in die Kriminalität, in den Knast oder in tödliche Auseinandersetzungen führen.“

Statt immer neuer Dämonisierungen brauchen unsere Jungen und jungen Männer rechtzeitig die nötige Hilfe, damit all die hier skizzierten Entwicklungen gestoppt werden.

Die maskulistische Revolution

Nach 100.000 Jahren Matriarchat ist nun die Zeit gekommen, diese Tyrannei zu stürzen und ein Patriarchat zu errichten, in welchem die Frauen ihre alten Schulden abzuarbeiten haben. Das heißt, Frauen gehen ihr Leben lang malochen und geben die Kinder und das Geld, welches sie verdienen, dem Vater.

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Nach der Revolution Frauensache

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In der neuen, besseren, gerechteren Gesellschaft werden die Frauen die harten, schmutzigen, schlauchenden Arbeiten übernehmen, etwa als Müllfrauen, Kanalarbeiterinnen oder Gerüstebauer. Auch viele Chefposten  – mit Plackerei verbunden – werden von Frauen besetzt sein, das macht aber nichts, denn diese Frauen werden einer Gehirnwäsche unterzogen, schon als Kinder durch den Vater, so dass sie ihre Macht als Männerdiener nutzen, sich als Verbündete der Männer begreifen, denen geholfen werden muss, da sie es ja so schwer haben in einer von fiesen, toxischen Frauen beherrschten Welt. So wird sie bspw. als Frau an der Macht Gesetze verabschieden, die Beschneidung von Jungen verbieten aber von Mädchen erlauben. Oder Gesetze, die unwillkommenes Verhalten von Frauen gegenüber Männern verfolgen und deren Karriereende bedeutet sowie Verlust jeglicher Reputation. Wenn eine Frau bei der Arbeit stirbt, wird das kein Thema sein. Fühlt sich aber ein Mann durch eine Frau belästigt wird das breit diskutiert und Anti-Belästigungs-Gesetze werden verabschiedet.

Die Kinder werden von den Vätern großgezogen. Den Mädchen bleut man ein, das sie ihr Leben der Gesellschaft, also den Männern und ihren Kindern zu opfern haben. Das heißt, sie arbeitet ihr Leben lang und stellt damit den Vater von der Arbeit frei. Sollte es zur Trennung kommen, muss die Mutter dennoch weiterzahlen und malochen, selbst wenn sie erleben muss, dass ihre Kinder zum Hass gegen sie erzogen werden.

Allgemein werden Männer als bessere Menschen gelten. Frauen hingegen werden als toxisch angegriffen. Da Frauen im Patriarchat – welches aber nur „Matriarchat“ genannt wird, in welchem alles zu Gunsten der Frau ausgerichtet sei – größeren Belastungen ausgesetzt sind und weniger Hilfe erhalten, weil sie grundsätzlich weniger Empathie genießen, stellen sie auch die Mehrheit und den Drogenkranken, Selbstmördern und Obdachlosen. Dies wird aber so ausgelegt werden, dass Frauen aufgrund ihrer Toxizität selbst schuld daran seien, sie müssten nur diese schädlichen Charaktereigenschaften ablegen.

Männer dürfen nahezu beliebig ihre Frauen misshandeln, die allgemeine Propaganda aber verbreitet das Bild von der brutalen Frau, unter der Männer und Kinder zu leiden haben und gegen die vorgegangen werden muss. Auch werden Frauen gezwungen, im Kriegsfall ihr Leben und Unversehrtheit zu opfern, was man aber in der Propaganda so auslegen wird, dass sie kriegsgeil wären, und deshalb Kriege führen würden, obwohl sie geführt werden.

Diese Patriarchat, Pardon: „Matriarchat“ wird das Paradies. Zwar nicht für Frauen, aber die haben ja auch eine jahrtausendealte Schuld abzutragen.

Tag des Empathie-Defizits

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MANNdat schreibt zum heutigen Tag der Empathielücke:

Warum bringen wir von Boko Haram entführten Mädchen Mitgefühl entgegen, nicht aber den Jungen, die von derselben Terrorgruppe bei lebendigem Leib verbrannt werden? Warum hat die Bundesregierung lediglich die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen auf ihrer Agenda und nicht auch die Bekämpfung von Gewalt gegen Männer?

Der 11. Juli symbolisiert als Gedenktag diese Empathielücke, steht er doch für das Massaker von Srebrenica im Jahr 1995. Die muslimische Enklave stand während des Balkankrieges unter dem Schutz von UN-Streitkräften, die jedoch die Eingekesselten den bosnisch-serbischen Einheiten überließen, die 8000 Männer und Jungen ab 13 Jahren ermordeten, während Frauen und Kinder vorab in Sicherheit gebracht worden waren.

Weitere Beiträge:

Der Lotosritter –

Das missachtete Geschlecht – Gedanken zum Tag der Geschlechter-Empathielücke

Lucas Schoppe –

Wozu eigentlich brauchen Männer Empathie?

Und ich selbst – Der Empathy-Gap als Ursache struktureller Benachteiligung von Männern

Veröffentlicht am 11. Juli:

Stadtmensch: Tag der Empathie-Lücke für Männer?

Stapel Chips: Der Tag der Geschlechter-Empathielücke

Cuncti: Der Gender Empathy Gap und die Wehrpflicht

Genderama: Heute ist der erste Gender Empathy Gap Day!

MannFrauKram: Kein Mitgefühl für Männer

…und empfohlen:

Männer in Röcken

ebenfalls empfohlen, wenn man nicht soviel Zeit hat:

Alternativlos-Aquarium: Mitgefühlskälte