Archiv der Kategorie: Feminismus

Liebe Schwarze: Ihr habt die Straßenseite zu wechseln

[Nachträgliche Vorbemerkung] Es gibt Feministen, die Männer auffordern, die Straßenseite zu wechseln, wenn ihnen eine Frau entgegenkommt, da Männer Gewalttäter und Vergewaltiger seien. Dieser Text parodiert diese Forderung, indem er sie auf Schwarze bezieht.

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Lieber Schwarzer,

Du bist eine Bedrohung. In letzter Zeit eskaliert dein Hass gegen Weiße, der dich zu einer Gefahr macht. Du nimmst Teil an Hetzjagden, und damit meine ich nicht so einen Larifari wie in Chemnitz, wo ein Typ einem anderen Typen 10 Meter hinterherrennt. Ich meine Hetze. Hetze, bei der ein Mob von Schlägern gemeinsam auf Weiße losgehen, deren einziges Verbrechen es ist, die falsche Hautfarbe zu haben. Schläger, die auf Weiße einprügeln und eintreten, während sie bereits am Boden liegen; ein Fieber, angeheizt durch einen Hass, wonach man Weiße zusammentreten soll; angefacht durch die Massenmedien und Institutionen, die dir bescheinigen, Opfer zu sein von Weißen, die allesamt Rassisten seien. Ein Erfahrungsbericht:

Eine der seltenen Täter-Memoiren beschreibt ein solches Verbrechen in Virginia. Der Autor, damals ein Teenager, hielt sich eines Nachmittags mit seinen Freunden an einer Ecke in seiner Nachbarschaft auf, als sie »einen weißen Jungen« sahen, »der etwa 18 oder 19 Jahre alt zu sein schien und gemütlich auf seinem Rad durch die Nachbarschaft radelte.« Einer aus der Gruppe machte die anderen auf den Jungen aufmerksam, beschimpfte ihn und merkte an, dass er verrückt sein musste, hierher zu kommen. Die Reaktion der Gruppe »kam automatisch«. Sie rannten los, rissen ihn vom Rad und schlugen ihn bewusstlos, während Autos vorbeifuhren. Sie traten gegen seinen Kopf, bis Blut aus seinem Mund kam, und versuchten, seine Genitalien zu verletzen. Der Autor berichtet, dass er sich zurückgezogen habe, als er merkte, wie schwer das Opfer verletzt war. Andere taten es ihm gleich, doch einer aus ihrer Gruppe ließ nicht ab, »als wäre er durchgedreht«, und setzte der Episode die Krone auf, indem er das Fahrrad nahm und mit aller Kraft auf das Opfer niederkrachen ließ. Der bewusstlose Junge auf dem Boden zuckte nicht einmal.

Du und die anderen Hater seid potentielle Gewalttäter. Da Du eine Bedrohung bist, ist es deine Pflicht, nicht unangenehm auf deine Mitmenschen zu wirken. Es ist deine Pflicht, den Menschen, denen Du im Alltag begegnest, zu signalisieren, dass Du keine Gefahr darstellst. Deshalb hast Du die Straßenseite zu wechseln, wenn dir ein Mensch entgegenkommt.

Ich freue mich auf den Tag und bin schon ganz gespannt darauf, wenn wir uns unter Umständen begegnen, unter denen Du keine Bedrohung mehr bist und ich auch keine Angst mehr vor dir haben muss, aber angesichts sowas, wird das wohl noch dauern:

Screenshot_2020-07-17 USA Black Lives Matter -Fans verspotten ermordete Mutter

(Scheiße, fühle ich mich schäbig, sowas zu schreiben. In was für einer Verfassung müssen eigentlich Feministen sein, die so an Männer herantreten – und es ernst meinen?)

Gefühle vs. Logik

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Streitereien sind mit Emotionen, Gefühlen verbunden. Jeder, der streitet, fühlt, dass er im Recht ist. Nur, wer ist denn nun mit seinen Gefühlen im Recht? Dieses Auseinanderdriften der Gefühle über einen Sachverhalt führt zum Streit. Was in diesem Streit passieren wird, ist dass beide Seiten – ihren Gefühlen folgend – ihren Standpunkt zur rechtfertigen sucht, indem sie Argumente dafür liefert, warum seine Gefühle mit einer rationalen Deutung der Situation übereinstimmt, weshalb man im Recht sei. Sofern man gesund streitet, und ein Argument als zutreffend gewertet wird, wird ein Teilnehmer feststellen müssen, dass er mit seinen Gefühlen im Unrecht ist, dass seine Gefühle ihn betrogen haben. Und das kann ganz schön hart sein – oder man beharrt auf seinen Standpunkt, und lässt den Streit eskalieren bis zum Weltkrieg.

Aber eigentlich haben immer Frauen Recht:

»Für ein Gespräch bin ich immer offen. Aber ich sage von vornherein, daß sich meine Meinung nicht ändern wird. Ich finde, wenn mein Mann seine persönliche und gesellschaftliche Situation überprüft, kann er nur zu dem Schluß kommen, daß ich recht habe.«

Ihre Gefühle sind die richtigen. Ihre „Fakten“ auch. In feministischen Studien wird unterschieden zwischen „subjektiven Fakten“ und „objektiven Fakten“, erstere werden akzeptiert, es sind die Gefühle, die die Frau – und nur diese, niemals der Mann – hat und die ihr Recht geben; letztere  werden zurückgewiesen. Logik, Objektivität, Rationalität, Fakten, Wissen, Intelligenz, Verstand, Qualität, Qualifikation werden als phallozentrische, patriarchale Konstrukte abgelehnt, die nur dem Zweck dienen, Frauen zu unterdrücken und auszugrenzen. Ausgehend von der These, dass Frauen Opfer sind, beweist man, dass Frauen Opfer sind.

»Es ist sehr schwierig, Studentinnen, die in der feministischen Perspektive
trainiert sind, zu unterrichten«, erklärt ein Professor in den USA. »Sie misstrauen
allem, was Sie sagen. Für sie ist Vernunft an sich patriarchal, linear und unter-
drückerisch. Sie können nicht mit ihnen argumentieren.« (SFBM? – S.453)

Allerdings: Ich als Mann habe auch Gefühle! So fühle ich bspw. mit aller Nachhaltigkeit, dass manche Feministen Monster sind. Feministen fühlen das nicht. Wer hat Recht?

Im Genderismus gibt es keine Wahrheiten, sondern nur Diskurse. Wahr ist, was sich diskursiv durchsetzt. Damit ist aber die These, dass die Frau unterdrückt sei, auch nur eine diskursive Wahrheit, lediglich in Diskursen reproduziert und damit genauso viel wert wie die diskursive Wahrheit, dass die Erde eine Scheibe ist.

Damit kommen wir zur Standpunktheorie: Weil die Frau unterdrückt wird – das wird nicht bewiesen, diskutiert, sondern axiomatisch vorausgesetzt, es handelt sich um ein Dogma – zählt allein der Frauen eigene Standpunkt. Nicht wie etwas objektiv gewertet wird, sondern wie sie es empfindet, ist der Maßstab zur Beurteilung der ganzen Welt als auch konkreter Fälle. Daran lehnt sich das Konzept von „Definitionsmacht“ an. Wer zum Beispiel der „sexuellen Belästigung“ bezichtigt wird, hat nicht das Recht sich zu verteidigen, er hat die Anklage, die „Definition“ zu akzeptieren. In Österreich ist dieses Konzept bereits Gesetzt: Sexuelle Belästigung ist nicht eine von der Legislative klar umrissene Handlung (z.B.: „Hand auf Po“), welche verboten wäre, sondern das, was das vermeintliche Opfer als sexuelle Belästigung empfindet. Heißt, ein- und dieselben Handlung ist mal in Ordnung, dann wieder strafwürdig, abhängig von Faktoren wie gut man aussieht, ob man vermögend ist, oder welche Laune die Angeflirtete hat. Ein Willkürgesetz, dass Männer Launenhaftigkeit ausliefert und den Rechtsstaat aushebelt. In Deutschland sind bereits  Lappalien strafbar und noch schlimmer ist es in Schweden. Man muss sich einfach mal überlegen, welche Macht diese Männerfeinde haben, sowas durchsetzen zu können. Hier setzt sich ganz brutal der Wille des Stärkeren, der Frauen, der Feministen durch, die die Macht haben.

Und damit, dieser Macht ausgesetzt, komme ich zu meinem Standpunkt. Denn da ich machtlos bin, ist meine Perspektive die einzige gültige, und Feministen haben mir zuzuhören: Listen and believe.

Als Mann bin ich größerer Gefahr ausgesetzt, Opfer von Gewalt zu werden; größerer Gefahr, obdachlos zu werden; größerer Gefahr, in einer auswegslosen Situation zu stranden, in welcher ich mir das Leben nehme; größerer Gefahr, als Trennungsvater entsorgt zu werden, weil die Alleinmächtige ihren Willen gegen meinen Willen durchsetzt, mich meinen Kindern zu entfremden – mit Hilfe der Institutionen. Seinen Willen gegen den Willen anderer durchsetzen zu können, ist eine Definition von Macht.

Zurück zu den Feministen an den Unis. Für diese sind Frauen unterdrückt. Gegen diese Überzeugung lassen sich viele Gegenargumente anführen, aber das interessiert ja nicht, denn das ist phallozentrische Logik zur Unterdrückung der Frau. Ja, so ein dogmatischer Schwachsinn grassiert an den Universitäten und hält Einzug in Exekutive, Legislative und Judikative. Feministinnnen – im Besitz der Wahrheit – erobern die Institutionen. Wenn Du also gegen eine verfassungswidrige Frauenquote klagst, kannst Du erleben, dass eine feministische Richterin dem Fall vorsitzt, die in verschwurbelter Sprache zugibt, ihre Position für ihre feministische Mission zu missbrauchen (vergleiche Hadmut Danisch – „Frauenquote“).

Die These von der unterdrückten Frau wird als dogmatische, unhinterfragbare Wahrheit gesetzt. Es ist eine Religion. Und Kritik daran, zum Beispiel Forschungsergebnisse mit unerwünschten Ergebnissen, sind Blasphemie, gegen die man mit Gewalt vorgehen muss. Das ist der Grund warum zum Beispiel Susanne Steinmetz, die das Märchen vom allein prügelnden Mann wissenschaftlich widerlegte, Morddrohungen erhielt, die sogar ihre Kinder mit einschlossen:

Offenbar ohne sich irgendwelcher Widersprüche in ihrem Handeln bewusst zu sein, griffen Anhängerinnen feministischer Ideologien zur Gewalt, um ihre Ansicht durchzusetzen, dass Frauen weitaus weniger gewalttätig waren als Männer.

Zurück zu Gefühl und Logik im Streit. Eine „BLÖD“-Leserin beklagte mal, dass für ein Gericht nur die „kalten Fakten“ zählen. „Ja, was bitte sonst?“, fragt Hoffmann entnervt.  Wenn beide auf ihre Gefühle beharren, muss in einem Willkürakt festgelegt werden, welche Gefühle die richtigen, die zutreffenden sind. Das aber geht nur mit Macht. Die Partei, die das Konzept „Definitionsmacht“ erfolgreich umsetzen kann, ist an der Macht – womit diese Partei das Recht der „Definitionsmacht“ ihrem Widerpart einräumen müsste. Die eine Partei setzt ihren Willen gemäß ihren Gefühlen um, was sie aber nur kann, wenn sie auch an der Macht ist. Es findet kein Austausch von Argumenten statt, die möglichst objektiv sind, auch keine Wahrheitsfindung, es setzt sich ganz einfach nur das Recht des Stärkeren durch. Willkommen im Feminat.

Cheerleader und Feministen

Ein Basketballverein hat den Cheerleadern, die in den Pausen ihre Kunst darboten, gekündigt. Denn: „Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass das Auftreten junger Frauen als attraktive Pausenfüller bei Sportevents nicht mehr ins unsere Zeit passt“

Das Konzept von Cheerleading ist es, mit professionellen Arschwackeln nicht nur den Zuschauern sondern auch den Spielern einzuheizen, ihnen Feuer unterm Hintern zu machen, damit sie sich auch anstrengen. Das funktioniert, sei’s nun anerzogen oder -geboren. Eine universitär-psychologische Studie untersuchte das mal. Und zwar wurden die Testpersonen aufgefordert, einen Arm in Eiswasser zu tauchen. Das führt zu starken Schmerzen, die Propanden nehmen den Arm relativ schnell wieder heraus. Der eigentliche Test aber war, wie es sich auf das Durchhaltevermögen auswirkte, wenn ein männlicher Student oder eine attraktive Studentin den Test durchführte. Du ahnst es: War es die Studentin, die daneben stand und die Zeit maß, fiel sie erheblich höher aus, die Kerle strengten sich an und holten das letzte Bisschen an Selbstbeherrschung aus sich raus – Männer reißen sich für Frauen den Arsch auf, ein äußerst vorteilhaftes Arrangement für das schöne Geschlecht und Ausdruck ihrer unsichtbaren Macht und Privileg – Cheerleading: Frauen treiben Männer an.

Die Geschlechter sind unterschiedlich. Was hier attraktiv wirkt, wirkt dort lächerlich. Wären die Geschlechter gleich, wie es gleichschaltende Gendersozialingenieure anstreben, würden Männer Push-Up-Penishalter tragen und in Pin-Up-Posen posieren, und kleine Jungs würden rosa Kleidchen tragen, was Feministen gefällt.

Das gefällt ebenfalls: Die, die sich extra hässlich macht, übergewichtig mit kurzgeschnittenen, rotgefärbten Haaren als Andrea-Dworkin-Look, deren Bild man beim Sex zum Hinauszögern des Orgasmus verwenden kann – solche Frauen sind den sexnegativen, männerverächtenden Feministen am liebsten. Denn sie interessieren sich einen Dreck dafür, wie sie auf Männer wirken; das männliche Urteil über sie könnte sie nicht weniger angehen als der Tod eines alten weißen Mannes.

Ganz anders Cheerleader: Hier ist das Erregen (hihi…) des männlichen Interesses eine sportliche Disziplin.

Allerdings nicht nur in dieser Situation, Frauen machen das ständig. Sie präsentieren sich hot&sexy in der Werbung oder als Grid-Girls und werden dann von feministisch bewegten Männern gefeuert. Ein ähnliches Schicksal erlitten die Nummerngirls beim Boxen – jeweils unter Applaus von Feministen. Mal sehen, was aus den Funken-Mariechen wird.

Frauen machen es ständig, sie machen sich so zurecht mit Kleidung, die strategisch geschickt bestimmte Stellen nicht nur nicht verdeckt sondern hervorhebt oder ein Makeup, dass erotische Hitze ausstrahlt. Oder sie heizen als Cheerleader Männern ein. Das ist: Weiblichkeit. Und das ist desweiteren: Ein Problem, denn Frauen sollen so nicht sein, es ist aus feministischer Perspektive demütigend, wenn Frauen Männern gefallen wollen, wenn sie nicht die tiefsitzende Verachtung der Feministen teilen. Es geht um einen tiefgreifenden Eingriff in das bestehende Geschlechterverhältnis, in welchem er noch begehrt und sie begehrenswert ist und die Beiden damit Kraft Biologie und Evolution eine Beziehung pflegen, deren Abschaffung der Feministen erstes Anliegen ist.

Zurück zu den Cheerleadern: Sie heizen Männern ein, das wissen sie und so soll es sein. Nein, sagt die Feministen: Das ist falsch. Da würden sich Frauen unterordnen, wie Hatice Akyün weiß:

Es geht um die Macht von Männern, die sich aus ihrer Position heraus das Recht nehmen, den Frauen ihre Spielregeln zu diktieren. Eigentlich dachte ich, dass wir im feministischen Diskurs schon viel weiter sind. Langsam gewinne ich aber die Erkenntnis, dass die drei Urtriebe des Mannes, Jagen, Sammeln und Fortpflanzen, sich als Relikte der Steinzeit noch nicht wirklich weiterentwickelt haben.

Und wieder mal die Macht. Die Macht der Männer. Dass Frauen etwas machen, aus sich selbst heraus, und dass sie Männern gefallen wollen, das ist für Feministen undenkbar.

Aber: Ja, es ist die Evolution, die hier was diktiert, das hat sie richtig erkannt. Sie würde sich aber schön umgucken, wenn die Männer nicht mehr Jagen, Sammeln und sich Fortpflanzen sondern Streiken würden. Hatice Akyün würde diese Relikte aus der Steinzeit sehr vermissen. Aber nicht nur die Männer verhalten sich hier steinzeitlich. Frauen wenden diese Regeln genauso an. Aber Unterordnung? Jedes Mädchen kann jederzeit gehen oder Vorschläge einbringen, wie man die Show umgestalten könne. Letztlich bleibt es dabei: Sie wollen sich sexy präsentieren, einheizen und da gehören die glotzenden Männer dazu. Und es hat nicht das geringste mit Unterordnung zu tun. Diese Frauen behalten jede Souveränität darüber, was sie tun und lassen, mit wem sie sich einlassen. Aber nun wurden sie gefeuert, was eine Betroffene so kommentiert:

„Wer denkt, diese Entscheidung sei ‚zeitgemäß‘, hat die letzten 100 Jahre Emanzipation verpasst. Enttäuschung ist gar kein ausreichender Ausdruck für diese mehr als erbärmliche Rechtfertigung.“

Unter dem Hasthag „#deeplychauvinistic („zutiefst chauvinistisch“) fügte sie ironisch hinzu: „Hilfe, wir wurden gezwungen, unserem Sport und somit unserer Leidenschaft nachzugehen. Unseren Vorbildern aus der NBA nachzufeiern.“

Zurück zu Hatice Akyün. Diese strotzt dann auch nur so vor Intelligenz, wenn sie ihrer Tochter erklärt:

„Stell dir mal vor, du würdest Basketball spielen und Jungs würden in kurzen Hosen mit Pompons für euch Mädchen tanzen.“ Sie lachte bei der Vorstellung über dieses absurde Bild. „Siehst du“, entgegnete ich, „so komisch sieht es auch umgekehrt aus.“

Hierzu zwei Punkte: Wenn es für Frauen tatsächlich so lächerlich wäre, dann wäre es nicht notwendig, Männer in derartigen Posen als Kontrast herzunehmen, um diese Lächerlichkeit auch bei Frauen zu verdeutlichen. Diese Lächerlichkeit wäre dann auch so schon bei den Frauen ohne weiteres als solche zu erkennen. Das ist aber nicht der Fall. Denn – Punkt zwei und der feministische GAU – Männer und Frauen sind unterschiedlich und empfinden Dasselbe bei den unterschiedlichen Geschlechtern unterschiedlich: Nämlich entweder heiß und sexy oder aber lächerlich.

Es geht darum, die Geschlechter aufzulösen – Gender-Trouble – „Geschlechterärger“ – nennt es die einflussreiche Judith Butler. Und nirgends sonst manifestieren sich die Geschlechter so sehr, wie dort, wo es um Sex geht. Sei es, dass Frauen ein Dekolleté oder sich anderweitig sexy präsentieren oder Kerle anzügliche Sprüche fallen lassen. Sexy kommt von Sex und hier existieren die Geschlechter als gewaltige Archetypen, die aufeinander bezogen sind und die vereinigt über die gewaltigste Macht verfügen, nämlich Leben zu schenken. Das soll nieder gerissen werden, der Mann wird aussortiert, allein die zur Göttin erhobene Frau schenkt Leben und das ganz und gar ohne Mann.

Die Zeiten ändern sich und es werden Zeiten sein, in welcher ein Werbetreibender, der auf „sex sells“ setzt, Druck bekommt, es ihm verboten wird. Eine Zeit ohne Cheerleaderinnen, Boxenludern und Nummerngirls. Alles, was sexy ist, wird als Sexismus gebrandmarkt werden und damit aus dem öffentlichen Leben verbannt: Willkommen in der neuen Prüderie!

Billy Coen: Gefangen in der Bubble der patriarchalen Verschwörungstheorie

Ein Kommentar, zu schön, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen.

[Kontext] Es geht um diese Grafik, die ein allumfassendes Patriarchat halluziniert.

Hähä! Ja, diese ganzen Verrenkungen sind schon amüsant, wenn auch eigentlich recht einfallslos; schließlich läuft am Ende alles doch nur auf das ominöse Patriarchat hinaus. Kein Bemühen, die eigene Sicht mal ausführlicher darzulegen, kein Bestreben zu etwas komplexeren Denkmustern. Einfach nur „das Patriarchat halt“ und Fall erledigt *zufrieden die Hände abwisch*.

So funktionieren Verschwörungstheorien halt. Sie sind vollkommen hermetisch. Steckt man inmitten dieser kognitiven Filterblase fest, bietet sie einem immer eine Möglichkeit, auf alles eine Antwort zu haben, die einen zumindest in seiner eigenen Weltsicht immer bestätigt, selbst wenn es, wie im Feminismus, am Ende immer dieselbe Antwort ist.

Lucas Schoppe (wer auch sonst) hat auf man tau (wo auch sonst) in einem älteren Beitrag mal die Parallelen zwischen Patriarchatstheorie und der nationalsozialistischen Verschwörungstheorie vom internationalen Finanzjudentum dargestellt. Und wie das mit allen Verschwörungstheorien totalitärer Ideologien ist: die Parallelen sind vielfältig.

Aussage: Eine Gruppe kontrolliert auf verborgene und sinistere Weise alles, was in der Gesellschaft / auf der ganzen Welt passiert und beeinflusst es stets zum eigenen Vorteil und zum Nachteil der Gruppe, die unter dieser Theorie vereint werden soll.

Notwendigkeit: Wie auch die Nazis hängen viele Feministen einem Suprematismus an. Belege dafür liefern die Literatur sowie print- und funkmediale Erzeugnisse massenhaft. Wie soll man es sich aber erklären, dass die eigene doch angeblich so überlegene Gruppe von einer doch so deutlich unterlegenen Gruppe ständig ausgestochen werden soll? Ganz klar: die spielen einfach falsch!

Verwertung: In der eigenen Gruppe werden Opfernarrative aufgebaut. Egal was einem im Leben jemals ungutes passiert ist, es steckt immer die jeweils beschworene „höhere Gewalt“ dahinter. Dies ist natürlich für etliche Menschen eine willkommene Einladung zur Beerdigung all der unangenehmen Empfindungen, die sich aus dem Verdacht einer Selbstverantwortlichkeit bilden können. Es waren halt immer die anderen. Dadurch erreicht man eine soziale Spaltung. Selbst wenn man immer wieder beschwört, doch nicht jeden einzelnen Mann / Juden zu verdammen, so erreicht man durch Dauerbeschallung über angebliche Privilegien der dämonisierten Gruppe und gleichzeitiger ständiger Aufbauschung von wahren oder behaupteten Verfehlungen einzelner Angehöriger der bösen Finanzjuden / Patriarchen, dass sich – am Ende nicht nur bei überzeugten Anhängern der eigenen Ideologie – grundlegende Vorbehalte gegen die zur Opposition aufgebauten Gruppe verfestigen. Dadurch verschafft man sich auch außerhalb der radikalen Kernzirkel Anhänger und somit soziale und politische Macht.

Ich denke man könnte das ganze noch wesentlich differenzierter ausführen, aber ich denke, die drei recht grob gefassten Bereiche zeigen recht deutlich, warum ich a) die Patriarchatstherie für eine Verschwörungstheorie halte und wie sie b) in einer Linie mit anderen Verschwörungstheorien anderer totalitärer Ideologien gesehen werden kann.

Gibt es eine männliche Geheimwaffe?

Männer haben es angeblich sehr leicht, unliebsame Gören zu beseitigen: Sie können sie einfach vergewaltigen, dann sind sie gebrochen. Denn für Vergewaltigung wird man in der Rape Culture nicht bestraft. Wenn es nur so einfach wäre.

Gerade erst hieß es in einem „taz“-Interview, jemanden zu vergewaltigen, sei „das perfekte Verbrechen, um eine Frau aus dem Weg zu räumen, ohne selbst ein Risiko einzugehen“. Wenn man eine Weile drüber nachdenkt: ein großes Versprechen.

Wenn es so wäre: Was hindert uns? Gibt es nicht genug ätzende Frauen, die man auf diese Art loswerden könnte? Ist es nicht geradezu fahrlässig, Familienterroristinnen, Despotinnen, Rechtspopulistinnen und Ausbeuterinnen an der Macht zu lassen, wenn man sie so einfach unschädlich machen könnte? Wäre es nicht unsere heilige männliche Pflicht, dafür zu sorgen, dass sie nicht noch mehr Schaden anrichten, bevor wir dann in Ruhe die Trümmer der letzten Jahre aufräumen?

Leider nein. Auch danach kann man weiterhin noch eine gefeierter Regisseurin sein, die unter Genieverdacht weiterhin Filme macht, die für lustig und nahezu weise befunden werden. Oder unverändert als geniale Schauspielerin gelten, mit gelegentlichen Wutausbrüchen, die als YouTube-Klickhits taugen: Geil, wie sie ausrastet.

Aber was ist mit denen, die weniger Macht haben? Es könnte ja sein, dass die uns schutzlos ausgeliefert sind. Wer das glaubt, muss aber irgendwie auch erklären können, warum auf diese Art nicht reihenweise unliebsame Frauen aus dem Weg geschafft werden.

Wenn es so einfach wäre, eine mit einer Vergewaltigung zu traumatisieren und zu brechen, machtlos zu machen, dann müssten Männer mit einem Mindestmaß an krimineller Energie das doch tun. Dann hätten linksextreme Männer längst die feministische Partei – „Die Frauen“ und die Grünen zerstört. Ich schwöre: längst.

Es wäre kein so großes Opfer, wenn man die dadurch loswerden könnte. Hätte, wäre, könnte, wenn: Es geht nicht – Gibt es eine weibliche Geheimwaffe?

Falschbeschuldigung.

Ein paar feministische Memes der No-Hate-Speech-Sexisten

Auf einer schönen Seite wird gegen „Sexismus“ vorgegangen. Was ist Sexismus? Ist es Sexismus, wenn faschistoide Vernichtungsphantasien gegen Menschen einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit mit Steuermitteln verbreitet werden? Vermutlich ja. Allerdings gilt:

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Das ist höchst interessant. Sexismus ist nämlich auch, wenn man Menschen aufgrund ihrer unverschuldeten Geschlechtszugehörigkeit Rederechte verweigert oder gewährt. Hier wird das Rederecht den Männern verweigert, womit meine Eingangsfrage, ob Männervernichtungsphantasien sexistisch seien, negiert ist. Denn nach dieser Definition habe ich zu schweigen und wenn ich es nicht tue, ist alles, was ich sage, diesen noblen Antisexisten allein aufgrund meines Geschlechts keine Erwägung wert.

Aber gut, ich bin ja ein Mann und damit privilegiert, wobei gilt:

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Ok, und welche Privilegien wären das – lassen sie sich sichtbar machen, indem man sie anspricht und erläutert? Sich im Krieg totschießen lassen, wie es Frauen von Männern einfordern? Ein Leben lang malochen – aber nicht in Amüsierberufen – und den größten Teil des erarbeiteten Geldes an Frau und Kinder abgeben?

Ja, ich bin schon uneinsichtig und das nervt ungemein:

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Nun, ich war früher mal Feminist, und das hieß, dass ich mir meiner unbewusssten Privilegien tatsächlich bewusst war. Ich glaubte, weil ich ein Mann war, gehörte ich dem privilegierten, amoralischen Geschlechts an, welches das andere Geschlecht benachteiligt und misshandelt. Warum glaubte ich das? Weil mir buchstäblich jeder und alle genau dieses Märchen verkauften. Fernsehen, Radio, Schule, Uni, meine Eltern, die Zeitung: In unserer Gesellschaft ist es unmöglich aufzuwachsen, ohne diese Geschichte eingetrichtert zu bekommen.

Eine Geschichte, die sagt, dass Männer Frauen für sich arbeiten lassen, also dass das Geschlecht, welches mehr Zeit vor dem Fernseher verbringt, die ganze „unbezahlte Arbeit“ leisten würde. Aber  manche wehren sich und treten in den Frauenstreik:

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Soll heißen, nur Frauen leisten was für Männer, während diese nix für Frauen tun, sich bedienen lassen. Nun, eine Frau kriegt das Gehalt ihres Mannes. Dieser Geldstrom – Billionen – der nach der Trennung „Unterhalt“ heißt, hat vor der Trennung günstigerweise keinen Name, womit er unsichtbar ist und damit den Akteuren in der Debatte um nicht-bewusste Privilegien auch nicht bewusst.

Ok, aber der Streik der Dame oben bedeutet, dass  man sich knallhart einschränken muss, etwa beim Medienkonsum:

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Das führt zur Frage, ob die Damen bei der „Zeit“, die offensichtlich nichts substantiell-notwendiges beizutragen haben, um den Betrieb am Laufen zu halten, eigentlich soviel verdienen wie die Männer, die den ganzen Laden auch mal alleine schmeißen. Wenn nicht, wäre dies zutiefst ungerecht, wie diese Spitzensportlerin weiß:

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Ach ja, die Lohnlüge. Und das im Sport. Aber gut: Schaffen wir die Geschlechtertrennung ab, und lassen Frauen und Männer gegeneinander antreten. Meine vorsichtige Prognose ist, dass dann Frauen noch weniger verdienen, da Männer die Top-Positionen und damit die Top-Einkommen allein in Beschlag nehmen würden.

Sind Spitzensportler eigentlich „Karrieremänner“? Und warum ist dieses Wort so selten im Vergleich zu „Karrierefrau“? Weist das auf eine tiefgehende, strukturelle Benachteiligung hin, wie man von Kindesbeinen an in allen Medien und Kanälen lernt?

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Aha. Und warum gibt es das Wort „Hausmann“ nicht, der einen Mann beschreibt, der das Gehalt seiner Frau bezieht? Vielleicht, weil keine Frau bereit ist, ihr ganzes Leben lang für ihn zu arbeiten, ihm ihr Geld zu geben, sondern dieses Geld lieber selber nimmt, weshalb sie weniger und weniger hart arbeitet und somit in Chefetagen seltener anzutreffen ist?

Und meditiert auch nur eine einzige Feministin darüber, warum es eigentlich den Begriff „Müllfrau“ nicht gibt, aber es „Müllmann“ heißt über Männer, die eine fundamental wichtige wie schwere Arbeit leisten, deren Streik anders als ein Frauenstreik tatsächlich zu Problemen führt?

Denn an Berufsbezeichnungen haben sich feministische Sprachingenieure bereits abgearbeitet: So heißt es nicht mehr „Bergmänner“ sondern „Bergleute“. Nicht mehr „Feuerwehrmänner“ sondern „Feuerwehrleute“. Denn Feuerwehrmänner genießen hohes Ansehen, und davon wollen die feministischen Neiderinnen etwas abhaben, während der Müllmann Müllmann bleiben darf, denn den Giftseeelchen gefällt es, Männer in die Nähe von Müll zu rücken.

Aber Frauen können alles, was auch Männer können (nur: wollen sie?). So können auch die feinen Damen der Elite Müllcontainer wuchten. Sie können alles, ALLES. Zum Beispiel:

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Ok: Im Ernst? Das sitzt also irgendwo eine aus Steuern finanzierte Prinzessin auf der Erbse, die ein Problem mit solchem äh… Pippikram hat, die so unter Komplexen leidet, dass sie sich die Mühe macht, ein Meme zu erstellen, welches Jungs in der Pubertät „kontern“ soll?

Nun, was soll’s: Da damit jetzt also bewiesen ist, dass Frauen alles können, steht der Eroberung der Welt nichts mehr im Weg:

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Ich gehe jede Wette ein, dass auf der Baustelle links im Bild nur Männer arbeiten. Aber gut: Das mag ja sein, dass in Zukunft die Frauen herrschen, nur was bedeutet das? Bedeutet es vielleicht das:

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Männer, die Problemlagen von Männern anführen, werden also mit Gewalt aus dem Weg geräumt. Und das ist eine ungeheuer vergnügliche Angelegenheit, die mit schallenden Lachen begleitet wird – wenn ich sowas mit Ausländern machen würde, wäre das dann eigentlich rassistisch?

Egal, zum Schluss:

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Ok: Ich weiß nicht, wie ich das kommentieren könnte. Und das ist keine Phrase, ich weiß echt nicht, was ich sagen könnte zu dieser Groteske, die für ein Weltbild steht, welches so weit weg ist von jeder Realität, die das Verhältnis der Geschlechter betrifft… mir fällt dazu nichts ein.

Männer sind schuld

Ein Kommentar, zu wertvoll, ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Wie einfach die Welt doch ist. Führen Männer die Firmen, sind die Männer an allem Schuld (insbesondere ist hierbei zu beachten, dass ALLE Männer gleichartig agieren. Zwischen Männern gibt’s keine Unterschiede, und das vereinfacht die Sache der Betrachtung ungemein). Führen Frauen die Firmen, sind immer noch die Männer Schuld, weil die Männer in der Überzahl sind. Führen immer mehr Frauen die Firmen, bleiben die Männer Schuld, weil die Männer die Frauen prägen. Führen nur noch Frauen die Firmen, sind auch die Männer Schuld, denn nur Frauen sind jetzt dort, die eigentlich wie Männer agieren. Und selbst wenn das nicht so ist, wird, sobald eine Katastrophe geschieht, verkündet werden, dass die Frauen noch nicht genügend Zeit hatten, eine bessere Welt zu gestalten, und somit sind Männer für die Katastrophe verantwortlich.

Warum Maskulismus nicht frauenfeindlich und Feminismus nicht frauenbefreiend ist

Feministen sind allzu drollig. Da schwafeln sie von „Maskulinisten,“ die zurück in die 50er Jahre wollten, wo der Mann angeblich an der Macht war. Wenn man aber konkreter nachfragt können sie keine Namen, nur Pseudonyme nennen. Dennoch: Der Bekämpfung des Maskulinismus werden zigtausende von Euronen gewidmet, damit u.a. auch mit Steuern finanzierte Stiftungen diese Gefahr eindämmen können – hier passt allzu gut das Sprichwort, wonach man mit Kanonen mit Spatzen schießt. Dass soviele Euronen für antimaskulistische Propaganda ausgegeben werden, ist bezeichnend dafür, dass Maskulismus in kaum mehr als ein paar kleinen Blogs stattfindet. Mann, Mann, Mann, was müssen wir für verdammt gute Argumente haben, dass die so das Schlottern kriegen…

Der angegebene Grund, warum man gegen Maskulismus ist – neben Rechtsradikalismus auch Frauenfeindlichkeit – ist aber nur vorgeschoben. Maskulismus ist nicht frauenfeindlich, vielmehr stellt er das ganze System in Frage, in welchem der Mann als Arbeitsdrohne ausgebeutet wird. Ein Maskulismus, der die Interessen des Mannes wahrt, lehnt es ab, diesen Mann sein ganzes Leben malochen zu lassen, damit er dann früh ins Gras zu beißt. Er geht von einer Prämisse aus, wie sie auch die „Anarchistische Pogopartei Deutschlands“ vertritt: Arbeit ist Scheiße, oder um die Radikalfeministin Laurie Penny zu zitieren: „… wenn du einen [Job] hast, bist du frei, Baby. Wer schon einmal einen Tag lang richtig malocht hat, weiß, dass das eine gigantische Lüge ist. Dennoch wurde die Frauenemanzipation umdefiniert…[dass sie Berufstätigkeit bedeutet]“ 

Das erklärt, warum Frauen trotz „Befreiung“ nicht glücklicher geworden sind. Denn auch wenn der Feminist klagt, dass die Frau auch heute noch in einer schlimmen „Rape-Culture“ lebt, so muss er doch einräumen, dass es die letzten Jahrzehnten zumindest graduell besser geworden ist. Und das paradoxe Ergebnis? Die Frau wird unglücklicher. Das liegt daran, dass feministisch-neoliberale Politik, die Frau auf den Arbeitsmarkt zu treiben, erfolgreich war. Frauen müssen mehr arbeiten, deshalb sind sie unglücklicher unter einem  Joch, unter dem Männer immer schon standen.

Das Modell, wohin laut merkbefreiter Feministen „Maskulinisten“ also angeblich zurückwollen, ist für diese keine Option. Er im Werk – sie am Herd, privilegiert die Frau, nicht den Mann – immer schon. Dass sich die gegenteilige Sichtweise, dieser Irrtum solange halten konnte und kann, liegt daran, dass der Diskurs nicht nur von Reichen sondern auch von solchen Frauen dominiert wird, die eben nicht als Altenpflegerinnen oder Kassiererinnen arbeiten, sondern in Amüsierberufen unterwegs sind.

Dementsprechend ist der Maskulismus nicht frauenfeindlich sondern frauenfreundlich, denn er verfolgt keine Politik, in welcher die Kinder in Krippen und Kitas abgeschoben werden, damit sich die Mutter auf dem Arbeitsmarkt „verwirklichen“ kann, wie es privilegierte Frauen ausdrücken, deren Tätigkeit aber nunmal keine echte Arbeit ist. Es gilt nicht: Frauen auf den Arbeitsmarkt, es gilt: Männer hinein in die Familien. Um das zu erreichen, zahlt man die Mittel, die ein Krippe- oder Kita-Platz kosten, an die Familien aus.

Damit aber, mit einer Politik, die der Ausbeutung des Menschen entgegensteht, kollidiert die maskulistische Philosophie mit dem neoliberalen System, welches auf billige und verfügbare Arbeitskräfte aus ist. Deshalb hat und wird das System eine Politik verfolgen, die nicht den Mann von der Arbeit befreit, sondern die Frau unter dasselbe Übel zwingt. Damit ist Feminismus hochgradig kompatibel mit dem herrschenden System, was auch erklärt, warum er so erfolgreich ist. Die führende Feministin Simone de Beauvoir sagte:

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.«

Jemand aber, der einen zwingt zu malochen, und der einem essentielle Wahlmöglichkeiten im Leben nehmen will, ist kein Freund. Diese führende Feministin, die auch von Alice Schwarzer geradezu angebetet wird, ist damit keine Frauenfreundin sondern eine Frauenfeindin. Feminismus wurde vom System gefördert, parallel zu einer Politik des Lohndumpings, welche dazu führte, dass immer weniger Männer das nötige Kleingeld aufbringen können, um die eigene Ehefrau vollständig von der Arbeit freizustellen. Die Folgen irritieren die Glücksforscher, denn trotz der ungemein erfolgreichen „Frauen“-bewegung sind die Frauen unglücklicher geworden: „What’s Happening To Women’s Happiness?“ fragt man sich ratlos, da man die alltägliche feministische Propaganda internalisiert hat. Wer sich aber von dieser emanzipiert hat, erkennt: Feminismus ist kein Freund und Maskulismus kein Feind der Frau. Maskulismus ist das beste, das der Frau passieren kann.

Crumar: Feministische Selbstbestätigung und Zensur

Kommentare, zu wertvoll, um sie in der Versenkung verschwinden zu lassen.

[Kontext: Es geht um die Mädchenfragen und Jungsantworten im feministischen Medium „jetzt.de“, konkret diese Frage und Antwort zur Frauenquote]

Crumar: Auffällig bei der „Jungs“-Antwort ist aus meiner Sicht, es muss auf jeden Fall mindestens ein feministisches Stereotyp über Männer bedient und bestätigt werden.
Oder das komplette frame ist eine einzige Bestätigung des feministischen Narrativs – „Mädchen“ wiederum nutzen jede Gelegenheit, ihre (moralische) Überlegenheit zur Schau zu stellen.
Der Anlass ist völlig unerheblich.
Die „Jungs“ sind m.E. von ihrer Funktion her Sockenpuppen und Stichwortgeber der Selbstbestätigung der „Mädchen“.

Was mich jedoch stutzig macht an diesem Schema: Wie unsicher muss man eigentlich in seiner Weltsicht und in seinem Ego sein, ständig dieser massiven Bestätigung zu bedürfen?
Wenn mir permanent jemand auf die Schulter hauen würde und mir versicherte, wie toll ich in allem bin, was ich sage oder tue, wäre ich nach einiger Zeit genervt, danach würde ich mutmaßen verkaspert zu werden und letztlich würde ich es mir verbitten.

Diese Kolumne läuft jedoch schon seit Jahren nach dem gleichen Schema, sie werden der (Selbst-) Beweihräucherung einfach nicht müde; anders herum gesagt hängen sie an der externen Bestätigung wie ein Junkie an der Nadel.

uepsi:

Was mich jedoch stutzig macht an diesem Schema: Wie unsicher muss man eigentlich in seiner Weltsicht und in seinem Ego sein, ständig dieser massiven Bestätigung zu bedürfen?

Dazu passt auch das rigide Zensurregime. Auch wenn es ihnen nicht bewusst ist, so ahnen sie wohl, dass das eigene Bild mit dem simplen Schwarz-Weiß-Muster „böse mächtige Männer, gute unterdrückte Frauen“ einer intensiven Kritik nicht standhalten würde. Sowohl die Zensur als auch die beständige Selbstbestätigung soll das marode Gebäude dieser Weltanschauung vor dem Zusammenbrechen bewahren.

Crumar:

@uepsi

Was du hier geschrieben hast (Herv. von mir):

Ein Medium wie der Jugendableger der Zeit ze.tt versagt nicht nur darin, sich antidemokratischen Bestrebungen entgegenzustellen, sie wirkt bei deren Durchsetzung mit. Dabei weiß man ganz genau, gegen wen Hassrede erlaubt ist und gegen wen nicht. So darf man z.B. Männer als korrupt, dumm und unfähig hinstellen, aber die Richtigstellung dazu wird zensiert. Das geht solange gut, bist der Wind sich dreht. Zensurstrukturen, heute gegen den politischen Gegner installiert, können morgen auf einen selbst angewendet werden.

Kann man nicht oft genug wiederholen!
Und auch der Zusammenhang beider Sätze ist wichtig, denn sie sind genau die Büttel des autoritären Staates, gegen den sie vermeintlich anschreiben.
„Es gilt nur die von oben veröffentlichte Meinung!“ ist der eigentliche Zweck der Zensurmaßnahme und dazu in der Lage sind sie, weil sie Teil des Establishments sind.
Die Verkennung ihrer privilegierten Sprechposition macht sie m.E. besonders anfällig für elitäre Einstellungen. Man sollte sie daran erinnern: Sie sind nicht bei der u.a. Zeit, weil sie klüger sind als ihre Leser, sondern weil sie Journalisten sind.
Die schreckliche Idee, man müsse zusammen mit dem Staat progressive Ideen gegen den Pöbel durchsetzen, macht sie zu Erfüllungsgehilfen des Staates, dem sie eigentlich auf die Finger schauen sollten.
Wer kauft einem Journalisten noch ab seinen Job zu machen, wenn der primär daraus besteht eine „Haltung“ zu zeigen, die in erster Linie systemkonform ist und auf „Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.“ in der Praxis scheißt?

„Sowohl die Zensur als auch die beständige Selbstbestätigung soll das marode Gebäude dieser Weltanschauung vor dem Zusammenbrechen bewahren.“

Ja, das glaube ich auch.
Sehr, sehr traurig.

Feminismus spaltet: Beispiel Klimawandel

meteorhitsearth

Auf „Klimafakten“ findet sich gleich in einer Überschrift alles, was man als Feminist wissen muss, wenn es um den Klimawandel oder was auch immer geht:

„Klimawandel ist männergemachtes Problem – und braucht eine feministische Lösung“

(ich verlinke nicht)

Und wenn man sich den Artikel dann tatsächlich antut, dann haben wir Tick, Trick und Track der ganzen Genderdebatte zusammen, als da wären:

Tick: Männer sind schuld.

Trick: Frauen besonders betroffen.

Track: Die Lösung ist weiblich.

Männer sind deswegen schuldig, weil sie dicke Autos fahren und mehr Fleisch essen. Jetzt essen aber auch Frauen Fleisch, also könnte man sagen: „Fleischesser sind das Problem“, aber dem fehlt der richtige männerfeindliche Biss. Besonders störend in solcher faktenfernen Propaganda wären dann auch Hinweise darauf, dass Frauen mehr Milchprodukte konsumieren, und diese kommen ebenfalls von furzenden Kühen. Auch neigen Frauen dazu, intensiver zu heizen, was sich ebenfalls auf die CO2-Bilanz auswirkt und damit nicht für ein besonders entwickeltes Klimabewusstsein spricht von wegen die Lösung ist weiblich. Aber solche Punkte irritieren nur in Rechnungen, mit denen bereits Schulkinder behelligt werden, und in welchen der Mann als die Ursache allen Übels in der Welt ausgemacht wird.

Und auch dass Frauen mal wieder besonders betroffen wären, lässt sich in Zweifel ziehen. Umso mehr man bspw. bei Arbeiten den Witterungen ausgesetzt ist, umso männlicher ist ein Beruf. Wenn also etwa Bauarbeiten und andere körperlich anstrengenden Tätigkeiten im Freien ausgeführt werden, sind es Männer, die besonders unter der Hitze zu leiden haben: Vor Fußball-WM: Hunderte von Arbeitern sterben in der Hitze von Katar.

Besonders interessant da entlarvend wird es, wenn wir uns anschauen, warum die Lösung „feministisch“ sei. Was können Frauen bzw. Feministen, was Männer nicht können? Da wird bspw. angeführt, dass Frauen Prozesse gegen klimafaule Regierungen führen. Wahrlich! Dass Männer keine Gerichtsprozesse führen können ist allgemein bekannt, das können allein Frauen stemmen.

Dieses Beispiel vom männergemachten Klimawandel zeigt wunderschön, wie Feminismus die Gesellschaft vergiftet und spaltet: Anstatt dass man ein Problem vernünftig angehen kann, muss auf Biegen und Brechen der Genderaspekt eingeführt werden mit Schuldzuweisungen gegen und Ausgrenzungen von Männern und Betroffenheitsgejammere über besonders betroffene und irgendwie bessere Frauen. Wenn auf einer Seite solch ideologietrunkener Bullshit verbreitet wird, stellt sich die Frage, wie es sonst um die Fakten auf „Klimafakten“ bestellt ist.