Archiv der Kategorie: Film

„I spit on your grave 2“ (2013)

Der Film I spit on your grave” ist übelste Antimännerpropaganda, ist purer Hass. Jeder Mann, der in ihm auftritt, ist ein mieser Vergewaltiger. Um die rassistische Analogie zu bilden: Man stelle sich ein Film vor, in dem ein Deutscher von einer Türkengang gefoltert wird, woraufhin er flieht, um dann einen nach dem anderen seiner Peiniger splattermäßig hinzurichten; so ein Film, in dem jeder Türke lebensunwerter Abschaum wäre, wäre wohl ein Fall für den Staatsanwalt wegen Volksverhetzung. Dasselbe mit Männern geht problemlos durch und – wie ich aus Erfahrung weiß – selbst nicht gerade feministisch eingestellte Zeitgenossen können einen solchen Hass gegen Männer nicht erkennen, wo er ihnen direkt in die Nase beißt – man ist nicht sensibilisiert für Misandrie wohingegen umgekehrt schon „Blicke“ als übergriffig gelten.

Insofern erwartete ich schlimmes von „I spit on your grave 2“ wurde aber positiv überrascht: Es tritt ein moralisch vorbildhafter Mann auf, der der Hauptfigur hilft, sowie eine moralisch fragwürdige Frau, die mit dem Abschaum zusammenarbeitet.

Beide Filme sind aber eher mittelmäßig bis schlecht. Nur was für jene, die auf Splatter stehen.

God Bless America (2011)

Der Film God Bless America stellt gleich in den ersten Szenen klar, dass er keine Gefangenen machen wird. Die ersten Worte der Hauptfigur Frank lauten:

„Ich hasse meine Nachbarn. Die ständige Kakophonie von Dummheit, die aus ihrer Wohnung zu mir rüberschwabbt, ist absolut seelenzerstörend.“

um dann in einer Gewaltphantasie zu schwelgen. Franks Leben ist trostlos: Ungeliebt von seiner getrennt lebenden Exfrau und seiner Tochter, verliert er seinen Job, weil sich eine Kollegin sexuell belästigt fühlt und leidet zudem noch unter Kopfschmerzen, verursacht von einem bösartigen Tumor. Also will er seinem Leben ein Ende setzen, besinnt sich dann aber eines besseren, nämlich darauf, noch ein paar Arschlöcher mitzunehmen.

Der Film ist eine schonungslose Kritik an der modernen westlichen Dekadenz, die sich in Shows wie „Americans Superstars“ und anderen Scriptedrealitymist manifestiert und die verabscheuenswertesten Seiten der Mitbürger hervorbringt, zuvörderst ihre Dummheit und Lust an menschenfeindlichen Schwachsinn, dass man sich schämt, zur Spezies des Homo Sapiens zu gehören. Die Szene, in der Frank versucht, einem Kollegen genau das zu verklickern, ist einfach episch und seziert den herrschenden Zeitgeist gnadenlos. Absolut sehenswert.

Dann doch lieber Amok laufen.

Star Trek Picard

Ich bin ein alter Fan des Star-Trek-Reihe und habe mir als solcher die neue Staffel von Star Trek: Picard, hm… angetan? Zugemutet? Zu Gemüte geführt?

Als ersichtlich wurde, dass es zu einer Zeitreise in unsere heutige Zeit kommt, war ich neugierig, was für eine Amerika man zeigen würden. Heile Welt oder ein Land erschüttert von Rassenunruhen, Armut, zusammenbrechender Strukturen? Die Antwort war deprimierend. Einmal kurz wurde ein Obdachlosencamp gezeigt, das aber nicht im mindesten das Elend vermittelt hat, das in solchen herrscht, und ein liebloses, vereinzeltes, sozialkritisches Statement dazu. Während man also Armut mit einem Achselzucken abtat, sah es bei Migration ganz anders aus, hier waren Polizei und  Gesellschaft scharf in der Kritik. Ansonsten sah die ganze Stadt wie auf Hochglanz poliert aus.

Gute Filme und Serien leben davon, dass ihre Charaktere Charakter (ja, der musste) haben, mit denen sie sich unterscheiden, sich voneinander abheben. Und hier haben sie es geschafft, zwei Figuren nebeneinander auftreten zu lassen, die komplett gleich sind und damit beliebig austauschbar; was die eine tut und sagt, hätte genauso von der anderen kommen können, nämlich von den beiden super taffen, zupackenden, kämpfenden Pauerfrauen Seven und Raffi. Aus dem Star-Wars-Fiasko nichts gelernt, sondern noch eins draufgesetzt…

Früher hat mich Star Trek mitgerissen, jetzt ist es eher eine Pflichtübung.

Zeiten ohne Happy End

Bei einigen alten Schinken ist mir aufgefallen, dass die Liebeskomödien stets mit einem glücklichen Ende schlossen, und das hieß: Heiraten und Kinder.

Die Serie „Sex Education“ ist Propaganda. In ihr haben die Menschen Sex, was in der Wirklichkeit beim Produzenten verboten ist. Aber noch etwas anderes ist mir bei ihr aufgefallen: Am Ende gehen die, die sich lieben, auseinander, um ihre Karrieren voranzutreiben. Dem wird die Liebe geopfert. Das entspricht natürlich genau dem feministischen Ansinnen: Die Frauen sollen nicht lieben sondern malochen. Das ist zufälligerweise auch das neoliberale Ansinnen.

Was diese Frau so alles treibt (1963)

Mama ist im Fernsehen!

Diese Komödie stammt aus dem Jahre 1963 – also finsteres Patriarchat. Jedenfalls geht es um eine Hausfrau und Mutter namens Beverly Boyer, gespielt von Doris Day, die zum Werbegesicht eines Seifenherstellers wird. Ihr Mann kommt damit gar nicht klar, nämlich dass sie nun enorm viel Geld nach Hause bringt und zudem nie da ist – er schlägt tatsächlich bei einem Psychiater auf.

Der Film hat einige schöne Szenen, mit denen das „Patriarchat“ eine feine Selbstironie unter Beweis stellt: Zum Beispiel beschwert sie sich, dass er sie wohl im Haus anleinen wolle, was besonders die vierjährige Tochter empört (ich musste dabei an den Witz denken mit der Leine, die bis in die Küche reicht). Im 5-Sterne-Restaurant wird der Ehegatte dadurch brüskiert, dass es „Frau Boyer und Begleitung“ heißt und im Ehekrach brüllt er, dass alles, was er verdiene, der Familie gehöre, während alles, was sie verdiene, ihr gehöre – aber nicht als Vorwurf, wie ihn Männerrechtler wohl heutzutage vortragen, sondern als Forderung – man muss hierzu wissen, dass in früheren Zeiten ein Mann, dessen Frau arbeiten ging, als Verlierer galt, da er nicht genug verdiente, um seine Frau gänzlich von der außerhäuslichen Arbeit freizustellen.

Wer alte Komödien mag, kommt hier auf seine Kosten.

007 ist jetzt einer Frau – „James Bond – Keine Zeit zu sterben“

Und weiter geht es mit der geschlechtlichen Aneignung. Große Erzählungen werden von Frauen gekapert. So ist der Superagent jetzt eine Superagentin. Dazu bin ich jetzt neugierig, wie das umgesetzt wird – klar, sie wird gut kämpfen können. Aber wie sieht es mit Verführungskunst aus? Wird die neue 007 Zielpersonen mit schmachtenden Blick um den Finger wickeln, wenn es der Mission dienlich ist, ganz so wie der alte Bond? James Bond der Neue durfte das nicht mehr. Er verführte nicht mehr, sondern verliebte sich, was ihm ein bisschen die Überlegenheit kostete. Wenn die neue 007 auf diese Weise überlegen ist, den Männern den Kopf verdreht, so dass sie alles für sie tun, dann kollidiert das nicht mit der feministischen Ideologie, da es eben Überlegenheit ausdrückt.

Die Neue trägt kurze Haare, was sie hässlich macht, und muss dem alten Hasen erstmal mit Gewalt drohen. Das ist ein wiederkehrendes Muster im toxischen Feminismus: Eine Frau muss als starke Frau präsentiert werden, indem sie mit Gewalt droht (oder auch anwendet). Auch ein von Stephen King geklauter Spruch, wonach „sich die Welt weitergedreht hat“ darf nicht fehlen, weshalb der alte Hase nicht nur alt sondern geradezu fossil ist. Aber irgendwie funktioniert es nicht so recht. So reißt sie coole Sprüche, die einfach nicht… cool wirken: „Wieviel Uhr ist es?“ … „Zeit zu sterben!“ Man stolpert eher drüber, als das es flutscht. Nachdem sie aber klargestellt hat, dass sie eine taffe überlegene Pauerfrau ist, ist sie eine wertvolle Verbündete.

Trotz der feministischen Programmatik: Sehenswert.

Gran Torino (2008) – Eine liebevolle Geschichte über einen alten weißen Mann

Clint Eastwood spielt in Gran Torino einen alten weißen Mann, der so ziemlich alle Klischees über „toxische Männlichkeit“ in sich vereint, aber dennoch ein Sympathieträger ist. So sieht zwar nicht die Familie, aber der Zuschauer es ihm nach, dass der Veteran seine koreanischen Nachbarn konsequent als „Schlitzaugen“ tituliert und auch sonst ein unfreundliches, griesgrämiges Gebaren an den Tag legt. Er ist hager, erzkonservativ, ein Patriot, weiß sich zu wehren und sich zu helfen (dieser Typ Mann wird wegen seiner Autonomie von Feministen gehasst), so dass es nicht schlimm ist, dass er nach dem Tod seiner Frau allein ist; spuckt auf den Boden, womit er seine Verachtung kundtut und denkt nicht im Traum daran, zur Beichte zu gehen, erst Recht nicht zu einem Bengel, der gerade vom Priesterseminar kommt und noch nicht trocken hinter den Ohren ist.

Wenn man sich den Film mit anderen ansieht, kann man ruhig darauf hinweisen, dass alte weiße Männer ganz in Ordnung sind. Hilfreich, an Clint Eastwood zu denken, wenn die nächste Hasskampagne gegen Männlichkeit gefahren wird.

Und zum Schluss?

„Ja, stimmt! Ich bin der weiße Teufel!“

Monsieur Claude und seine Töchter (2014)

Ein Jude, ein Chinese und ein Araber schmettern die französische Hymne.

Der Anfang des Films hat mich dazu gereizt, ihn abzubrechen, da ein Säugling beschnitten wurde… nun, dennoch ein Filmvergnügen.

Monsieur Claude hat vier Töchter, von den drei bereits verheiratet sind, und zwar mit einem Araber, einem Juden und einem Chinesen, und das fordert die ganze Toleranz des Familienvaters heraus – was nicht unbemerkt bleibt. Die Schwiegersöhne wollen sich nämlich keinen Rassismus und Antisemitismus gefallen lassen, welche sie überall wittern. Monsieur Claude ist also zerrissen zwischen dem Wunsch nach einem „normalen“ Schwiegersohn und der Furcht vor der Ächtung, wie sie Rassisten widerfährt.

Dann will seine vierte Tochter heiraten. Einen Katholiken, was Grund zur Freude ist.

Dass dieser Katholik dann aber schwarz ist… das ist dann der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt – eine charmante Komödie zur Völkerverständigung.

Und zum Schluss?

„Vermischung funktioniert nicht. Das ist wissenschaftlich bewiesen!“

Let Me In (2010)

Let Me In ist ein Film, der ohne den Empathygap gegen Männer nicht funktionieren würde.

Es geht um einen Vampir, wobei dies-er Vampir aber die Erscheinung einer Teenagerin hat, und für diese müssen dann andere sterben, damit sie weiterleben kann. Der Film spielt intelligent mit dem Dilemma, das sich für den Zuschauer auftut: Ist es in Ordnung, dass Blutlieferanten ihr Leben lassen müssen, damit die Kleine weiterleben kann? So wird gezeigt, wie brutal und hart es für den Helfer der Vampirin ist, auf Menschenjagd zu gehen, um ihr den Lebensnektar zu beschaffen. Dabei geht der Film aber nicht weit genug, was schade ist: So wird keine Frau zum Abzapfen getötet, womit man den Zwiespalt in dem Spiel „Wer darf leben, wer muss sterben, und was kümmert es mich?“ auf die Spitze getrieben und den Zuschauer noch drastischer in die moralische Zwickmühle genommen hätte. Eine Chance, die der Film versäumt hat.

So sterben eben „nur“ Männer, damit die Teenagerin überleben kann. Wie sagte schon John Hartigan? „Ein alter Mann stirbt, ein junges Mädchen lebt. Fairer Tausch.“ Der ganze Film würde nicht funktionieren, gäbe es keinen Empathygap gegen Männer. Er würde nicht funktionieren, wenn andere junge Mädchen sterben müssten, um den Blutdurst zu befriedigen, und er würde auch nicht funktionieren, wenn die Vampirin ein ausgewachsener Mann wäre. So einem würde man es nicht verzeihen, wenn er töten würde: Das Urteil, dass vielmehr er selbst sterben müsste wäre sonnenklar, wie es eigentlich auch bei der kindlichen Vampirin sein müsste, aber hier regt sich Mitleid, Mitgefühl – Empathie eben, da es keinen Empathiegap gegen kleine Mädchen gibt.

Aufgrund äußerlicher Merkmale – jung, weiblich – kann man darüber hinwegsehen, dass die Protagonistin im Grunde einfach nur ein Mörderin ist. Hier junge Frau, dort weißer Mann, letzterer ist leicht zu opfern.

Guter Film, kann man sich ansehen – ich habe nur wenig gespoilert.

(Keine) Skandalfilme

Antichrist war ein Skandalfilm, Cuties sollte einer werden. Ist es gut, dass es letzterer nicht wurde? Dass die Leute sich nur kurz darüber aufregten und dann weiterzogen, dass der Film mit sexualisierten Minderjährigen einfach… egal war? Das war auch meine Auffassung in der Besprechung von diesem Film. Jetzt allerdings sehe ich das nicht mehr ganz so. Denn wenn so ein Film kein Skandal mehr ist, dann sagt das was aus über die Gesellschaft und wohin sie sich entwickelt. Ich bin sicher, noch in den 90ern wäre die Reaktion ganz anders ausgefallen. Die Gesellschaft hat sich geändert. Nur in was? Welche Geschichte erzählt der Gegenstand eines Skandals und welche heiligen Werte werden mit dieser Geschichte verletzt, bloßgestellt, so das nicht wenige empört sind? Und was ist ein Skandal in einer Gesellschaft, in der sich Schüler einerseits Enthauptungsvideos zusenden und andererseits im Unterricht Analverkehr mit Ausdruckstanz darstellen sollen? Kann überhaupt noch etwas empören?

Ein weitere Skandal, der mir einfällt, ist der um die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling, die Transfrauen nicht als Frauen anerkannte. Auch Antichrist empörter die Gemüter und wird als Skandalfilm verstanden. Warum diese beiden aber nicht Cuties?

Antichrist erzählt eine Geschichte von einer bösartigen und gewalttätigen Frau, die das Böse repräsentiert; der Antichrist, das Böse ist die Frau. Mit dieser Erzählung verstößt der Film gegen das feministische Narrativ, in dem die Frau die verfolgte Unschuld und der Mann das Böse und größte Übel der Welt ist. Der Film sei frauenfeindlich und damit ein Skandal. Auch J.K. Rowling verstieß gegen feministisches Wollen und Wirken, nämlich die Geschlechter zu dekonstruieren und alle Abweichungen von den natürlichen Geschlechtern zur Norm zu erheben.

Und Cuties? Dieser Film verstieß nicht gegen die feministische Ideologie. Er erzählt, dass sich bereits kleine Mädchen semiprostituieren müssten, um Anerkennung und Aufmerksamkeit zu erfahren. Der Vater in dem Film ist ein gesichts- und namenloses Übel, dessen Existenz allein dadurch bewiesen wird, dass er Frauen Dreck und Arbeit aufhalst. Das ist eine Anklage gegen das sogenannte Patriarchat und widerspricht damit nicht dem feministischen Konsens – im Gegenteil verteidigten Feministen den Film gegen die „rechten Trolle“, die sich über den Film aufregten – Feministen, die sich an anderer Stelle über leicht bekleidete Frauen erregen.

Skandal ist, was den herrschenden Anschauungen widerspricht, hinterfragt und entlarvt. Heutzutage Feminismus, rassistischer Antirassismus und Islam die dominierenden Strömungen im veröffentlichten (aber nicht öffentlichen) Medienmainstream. Werke und Vorfälle, die deren Dogmen zuwiderlaufen, haben das Potential, Skandale auszulösen, gleichzeitig zeigt sich an ihnen, wer und was an der Macht ist.