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Bettgeflüster (1959)

Ich stehe nicht nur auf Fantasy und Science Fiction, auch Liebeskomödien mag ich. Die, die jüngeren Datums sind, sind aber in der Regel ungenießbar, da mit Sexismus und Rassismus oder anderen woken Schwachsinn überladen. In so einem Film z.B. „beweist“ ein Mann zum „Happy End“ seine Liebe damit, dass er Nüsse vom Boden isst. Selbsterniedrigung als Liebesbeweis. Nicht mein Fall.

Deshalb krame ich manchmal nach recht alten Filmen, wie z.B. Bettgeflüster, eine romantische Komödie mit Doris Day († 2019, oben Mitte) und Rock Hudson († 1985, rechts) aus dem Jahre 1959.

Der Auftakt der Handlung ist, dass sich Day und Hudson unfreiwillig einen Telefonanalschluss teilen, was dazu führt, dass sie immer mithören darf, wie der Frauenheld eine nach der anderen mit immer demselben selbstgeschriebenem Stück verführt – das Bettgeflüster. Sie kennen sich nur vom Hören, aber als Hudson sie das erste mal von Angesicht zu Angesicht sieht, beschließt er, sie zu erobern und spielt ihr vor, jemand anderes zu sein. Selbstverständlich verliebt er sich dann in sie. Eine Frage, die sich mir dann auch recht früh gestellt hat, war, wie er die Beziehung retten wird, wenn der ganze Schwindel auffliegt – und zwar so, dass er seine Würde und Souveränität wahren kann. Der Film hat das Problem mit Bravour gelöst.

Solche Filme geben auch einen interessanten Einblick in die Gepflogenheiten anderer Zeiten. Laut feministischer Geschichtsschreibung waren die 50er ein Jahrzehnt übelster Frauenunterdrückung, zu dem Männer bekanntlich zurückwollen. Davon ist im Film nichts zu sehen. Doris Day spielt eine erfolgreiche Innenarchitektin und ein Typ, der eine Lady grob behandelt, muss damit rechnen, dass er sich einen Kinnhaken von einem anderen Kerl einfängt.

Einmal aber blitzt es auf: Der Zweifel der Karrierefrau, ob sie den richtigen Lebensweg gewählt hat – ohne Mann, ohne Kinder. Selbst nur die fünf Sekunden, die diese Szene andauert, wäre in in unserer heutigen Kultur natürlich ein Ding der Unmöglichkeit. Auch wird mehrmals ein Ritual zwischen den Geschlechtern gezeigt, nämlich das in den Mantel helfen. Doris Day besteht initiativ darauf, indem sie ihrem Begleiter einfach ihren Mantel reicht und sich dann umdreht. Das geschieht ganz beiläufig, drückt aber doch Fürsorge und Zärtlichkeit aus, wie sie heute verlorengeht unter dem Gekeife der Feministen, die meinen, diese Geste stände dafür, dass eine Frau sich nicht allein den Mantel anziehen könnte. Dann aber eine Szene, mit der ich nicht gerechnet hatte, weil ich auf die Propaganda reingefallen bin: Sie half ihm in den Mantel. Ganz beiläufig, ganz selbstverständlich.

Ich werde auf dem Film noch mal zurückkommen, wenn ich mal wieder auf das Thema Übergriffigkeit zu sprechen komme.

Hair: Szenen einer Musterung

Hair stand schon lange auf der Liste der Filme, die ich mir unbedingt mal ansehen wollte, diesen Kultfilm der linksalternativen Szene. „Hair“ deshalb, weil die Hippies ihre Haare lang tragen. Ich war gespannt auf diesen Streifen, dessen Musik auch über die Szene hinaus erfolgreich war, und der allerlei politische Botschaften transportierte.

Als da wären zum Beispiel: Kapitalismus ist falsch, Rassismus ist falsch, Spießbürgertum ist falsch und natürlich: Krieg ist falsch, ganz besonders natürlich der Vietnamkrieg. Dabei bin ich aber ins stolpern geraten, denn im Film findet auch eine Musterung statt und hier geht dem Film nicht auf, was für ein menschenverachtendes Prozedere so eine Musterung eigentlich ist. Klar, Krieg ist schlimm, und es sterben geliebte Menschen in ihm, wie auch eine der Hauptfiguren des Films, aber über die jungen Männer, die untersucht werden darauf, ob sie geeignet sind, sich totschießen zu lassen, kann man sich ruhig mal lustig machen. So werden sie genötigt sich vollständig zu entblößen, stehen dann verletzlich vor der Musterungskommission, ihre Scham mit den Händen bedeckend, währen der Film ein lustiges Liedchen anstimmt. Der junge Mann hat keine Rechte, erst recht nicht das Recht auf Würde. Wirklich kritisch sieht man hier diesen monströsen Verschleiß von Männern nicht, auf die der Staat – ach was: die Gesellschaft, also die Frauen – den totalen Zugriff ausübt. Ob es die Macher unterhaltsam gefunden hätten, wenn man junge Frauen auf diese Weise gemustert hätte, ob sie auch gebärtauglich wären, um sie anschließend mit Zwang zu befruchten? Denn ich vergaß: Patriarchat ist ebenfalls falsch – ein Patriarchat, in dem sich junge Männer gar nicht oder nur sehr schwer dagegen wehren konnten, das wertvollste zu gefährden, das jeder Mensch besitzt: Seine Gesundheit, sein Leben.

Der Film zeigt eine Subkultur, die gute Ansätze hat, für Aufklärung steht, dann aber blind ist für menschenverachtende Praktiken, und warum? Weil’s nur Männer betrifft. Ja, Krieg ist falsch, aber nicht, weil er zwangsgemusterte Männer tötet, sondern nur, weil er andere Menschen tötet, zuvorderst Kinder und Frauen. Dem jungen Mann wird nicht gesagt, dass es falsch ist, dass er gezwungen wird, sein Leben zu riskieren, es ist nur deswegen falsch, weil das Leben anderer riskiert wird. Damit war die ganze Bewegung im Kern falsch, vergiftet, was man heute ja schön beobachten kann anhand einer dominierenden toxischen Linken, die die ersten Opfer im Krieg als Herrscherklasse – alt(?) weiß männlich – anklagt. Die, die man verteidigen müsste, werden angegriffen. Im Ergebnis darf man nicht mehr von Negerküssen sprechen, aber Männer werden nach wie vor verheizt.

„Die Frauen von Stepford“ (2004)

Den Film müssen Sie sich nicht ansehen, und noch weniger müssen Sie Geld für ihn ausgeben, es handelt sich um Propaganda, aber: Spoilerwarnung.

Der Film erzählt die schon endlos erzählte Geschichte, dass die Hausfrau und Mutter auf das übelste unterdrückt ist – ist natürlich Humbug, in Wirklichkeit beuten die Frauen die Männer aus, nicht umgekehrt. Die Frauen im Film, die alle wirken, als seien sie einem Küchenmaschinenkatalog aus den 50ern entsprungen, wurden durch Roboter ersetzt*, die nichts weiter sind als dumme Heimchen am Herd, die willigen Diener ihrer Herren – so würde sich der Mann seine Ehefrau wünschen. Das ist die Botschaft.

Nun, in den heutigen Zeiten ist es natürlich ein Unding, von einem Mann zu verlangen, seiner Frau ein guter Ehemann zu sein von einer Frau zu verlangen, ihrem Mann eine gute Ehefrau zu sein. Stellt sich nur die Frage, wie die Alternative aussieht. Das wäre dann eine völlig vermüllte Wohnung, wie sie auch im Film vorkommt, aber dafür ist die Frau emanzipiert – was natürlich nicht bedeutet, dass er seinerseits vom Arbeiten und Geldverdienen befreit wäre. Es fällt auf, dass diese Botschaft – die gute Ehefrau als versklavte Ehefrau, und zur Befreiung gehört Verwahrlosung – nur in Funktion als Hausfrau und Ehegattin, aber nicht als Mutter vermittelt wird. Es kommen so gut wie keine Kinder in dem Film vor, sie geraten aus dem Blick. Schade eigentlich. Warum nicht noch die Botschaft oben drauf packen, dass eine gute Mutter eine versklavte Mutter ist, dass sie völlig befreit werden sollte von der Pflicht zu Kindssorge – zu Lasten der Kinder? Schon andere Feministinnen äußerten sich in dies Richtung. Aber den Zuschauerinnen wären freie Mütter als schlechte Mütter, die ihre Kinder in einem Sau**stall verwahrlosen lassen, wohl nicht zuzumuten, es würde die Perfidie entlarven.

Wenn man also den Mutteraspekt weglässt, läuft die Propaganda rund. Dann erhält die Frau das Rüstzeug und die Rechtfertigung, sich auf einen selbstsüchtigen Egotrip zu begeben, die Familie zu zerstören mit der monströsen Macht, mit der Frauen im Westen ausgestattet sind, und sich dabei voll im Recht zu fühlen. Die Macher des Films dürfen stolz auf sich sein. Sie haben dazu beigetragen, dass noch mal ein paar Kinder mehr die Trennungshölle durchleben durften. Schön, wenn man die Welt besser macht. Von den Männer will ich gar nicht erst anfangen, denn die sind sowieso nur: „Schweine, eklige, verängstigte, widerwärtige Ratten“, wie mit Inbrunst vorgetragen wird, aber das haben die Kerle ja auch verdient, denn die wünschen sich ja einen guten, angenehmen Ehepartner, die Ratten! Das ist etwas, was mir oft in neuen Film- und Fernsehproduktionen auffällt: Die Frauen behandeln die Männer so richtig mies, sind aber zugleich welche von den Guten. Der Mann soll sich alles gefallen lassen, sonst kommt gleich die Anklage, dass man mit „starken Frauen“ überfordert wäre, die aber einfach nur schlechte Gesellschaft sind.

*Der Film kann sich nicht entscheiden, ob die Frauen nun Roboter sind oder doch aus Fleisch und Blut mit implantierten Gehirnkontrollchips.

**nix gegen diese sympathischen Tiere.

Was Frauen wollen

Angeblich soll sich Sigmund Freud sein ganzes Leben damit geplagt haben, dass er nicht dahinterkam, was Frauen eigentlich wollen. Seine eigene Tochter warnte ihn, dass seine Patientinnen lediglich verwöhnte Wohlstandsweibchen seien, denen es schlicht zu gut ging. Und wenn man sich die Heilung einer, nein: der typischen Frauenkrankheit – Hysterie nämlich – anguckt, ist da vermutlich auch einiges dran.

„Was Frauen wollen“ ist auch der Titel eines unglaublich schlechten Films, der Feministen ganz tief in den Arsch kriecht – oder Frauen, denn Feministen sprechen ja in ihren Namen. Jedenfalls gibt der Film so ziemlich jedes Klischee wieder, das so im Umlauf ist. Er handelt von einem Chauvi, der Frauen nur wie Fleisch behandelt, sowohl privat als auch beruflich, sie für Sex ausnutzt wo sie doch Liebe wollen und er weiter blind ist für tüchtige Frauen, die an die gläsernen Decke stoßen und in der Männerwelt so in Verzweiflung geraten, dass sie sich das Leben nehmen wollen. Dieser Chauvi jedenfalls lernt aufgrund einer göttlichen Intervention die Frauen kennen, indem er ihre Gedanken lesen kann, und somit lernt, „Was Frauen wollen“, und damit zum Feministen mutiert. Interessanterweise wird er dazu durch eine Psychologin angeleitet, die als Frau und Psychologin wohl selbst nicht weiß, was Frauen wollen, weshalb es der Telepath herausfinden soll. Wenn man also das große Rätsel darum lösen will, wie Frauen ticken, muss ein Mann her! Naja, wo muss kein Mann her?

Aber was wollen Frauen? Um das herauszufinden, muss man nur ein Familiengericht aufsuchen, und sich ansehen, was Frauen in der Scheidung so alles wollen.

Sie wollen:

  1. Die Kinder, ganz für sich allein.
  2. Geld, in Form von Unterhalt, ganz viel.
  3. Nicht arbeiten müssen, so lange wie möglich.

Das wollen sie auch schon vor der Trennung, wenn sie eine Ehe eingehen. Es ist nicht so, dass Frauen am Herd enden, weil sie sich nicht wehren, sondern weil sie mit dem Modell „Mann im Werk, Frau am Herd“ höchst einverstanden sind, da Arbeit nur selten „Karriere und Selbstverwirklichung“ bedeutet, wovon Feministen ständig faseln, sondern Mühsal, Maloche und Leid; und es ist ein Privileg, sich dem zu entziehen.

Hin zu einer maskulistischen Filmkritik: Antichrist

Man beachte das t in Antichrist.

Abschließendes Fazit: Wer Horrorfilme mag, die langsam Spannung aufbauen, wird auch diesen Film mögen – zusätzlich ist er für Maskulisten interessant, also erst anschauen, dann hier lesen.

Ich bin ja den Hollywoodtrash gewöhnt, also schnelle Filme. Antichrist ist ein langsamer Film, man muss sich auf ihn einlassen. Dann aber wird er sehr intensiv. Bei manchen Szenen konnte ich gar nicht hinschauen, ich guckte weg und hob abwehrend die Hände.

Spoilerwarnung.

Der Film wurde mit den vernichtenden Urteil „frauenfeindlich“ etikettiert. Nun, angesichts dessen, dass unzählige Filme Geschichten von bösen Männern erzählen, finde ich es bezeichnend, wie empfindlich man reagiert, wenn es sich mal andersrum verhält, was selten genug vorkommt. Aber andererseits: Die Reinkarnation des Bösen schlechthin ist eine Frau, aber nicht nur das: Nicht steht einfach nur eine Frau, sondern die Frau für das Böse, manifestiert sich in ihr, ist es – wenn auch mit schizophrenem schlechten Gewissen. Die Frau ist der Antichrist.

Die Protagonisten des Films haben keinen Namen, sie stehen also nicht für Individuen sondern repräsentieren als Mann und Frau die Geschlechter vom Wesen her. Die Geschichte beginnt damit, dass Mann und Frau Sex haben, während ihr Sohn beim kindlichen Erkunden seiner Umwelt ums Leben kommt. Das wirft die Frau und Mutter in eine tiefe Krise, die von ihrem Mann als eine Art Psychotherapeut behandelt wird.

Im Zuge der Therapie will der Mann, dass sich seine Frau ihren schlimmsten Ängsten stellt, und das ist die Natur, wobei im späteren Verlauf deutlich wird, dass diese Angst vor der Natur auch die Angst vor sich selbst, vor der eigenen Natur ist. Also brechen sie zu ihrer abgeschiedenen Waldhütte auf, wo die Situation dann eskaliert. Der Mann findet dort die Doktorarbeit seiner Frau, welche die Hexenverfolgung zum Thema hat, also, wie der Mann selber feststellt, die Ermordung unschuldiger Frauen, die als Hexen bzw. Kräuterfrauen der Natur besonders nahe standen (dass auch Männer als Hexer verfolgt wurden, wird unterschlagen). Die Natur aber ist in dem Film nichts schönes, nichts naturromantisches sondern geradezu bestialisch brutal. Ihre Grausamkeit zeigt sich z.B. daran, wie ein Raubvogel sein eigenes Junges frisst. Wenn aber Frauen der Natur unter diesem Vorzeichen besonders nahe stehen, was sagt das dann aus über Frauen, über die Frau?

Der Mann, ganz modern und aufgeklärt, spricht dann über Frauen als verfolgte Unschuld. Seine Frau sieht das anders. Bereits in eine Psychose abgleitend gibt sie zu erkennen, dass für sie Frauen von Natur aus bösartig wären, und die Natur, so sagt sie, sei die Kirche des Satans. Wie um das unter Beweis zu stellen, lebt sie einen Gewaltexzess gegen ihren Mann aus. Ich habe immer mal wieder mit Leuten zu tun, die damit überfordert sind, sich vorzustellen, dass häusliche Gewalt von Frauen gegen Männer ein großes Problem ist, denn der Mann könnte sich doch locker wehren. Die im Film gezeigte Gewalt verdeutlicht, dass es mitnichten so einfach ist.

Die Frau gleitet in eine Schizophrenie ab, in welcher sie befürchtet, dass ihr Mann sie verlassen könnte, ihn aber zugleich auf das brutalste misshandelt und ihn mit Folter an sich binden will. In einer Rückblende wird auch deutlich, dass sie schuld am Tod ihres Sohnes ist, den sie während des Geschlechtsaktes beobachtet hatte, beobachtete, wie er sich in den Tod stürzte, ohne einzugreifen. Schließlich schneidet sie sich mit einer Schere die Klitoris ab, lehnt also ihr Frausein radikal ab – auch eine Szene, bei der ich nicht hingucken konnte. Am Ende tötet der Mann seine Frau und macht sich schwer verletzt auf den Weg hinaus aus der Natur, wobei unklar bleibt, ob seine Flucht gelingen wird.

Der Film ist ein Fest für solche, die gerne interpretieren. Ich habe hier nur einen Bruchteil davon angesprochen. Weil er als frauenfeindlich verstanden wurde und wohl auch wegen der Brutalität einiger Einstellungen avancierte er zum Skandalfilm. Mich lässt er etwas ratlos zurück, wollte Lars von Trier wirklich sagen, dass das Böse weiblich ist?

Tatort: Borowski und die Angst der weißen Männer

So, dann werde ich mir mal den Tatort ansehen, der Antifeministen, PickUp-Artists und Incels ins Visier nimmt. Schon der Titel: „Die Angst der weißen Männer“ ist richtig leckerschmecker. Meinen Kommentar zur Angst der Männer vor empauerten Frauen habe ich hier aufgeschrieben.

Ich werde nur ein paar lose Anmerkungen raushauen parallel zum Filmgeschehen.

Vorher:

Was sind Incels? Nach dem Mainstream sind das gefährliche Frauenhasser, die Frauen deswegen hassen, da sie die Incels nicht – überspitzt ausgedrückt – heiraten wollen. Incels würden sich einbilden, sie hätten ein Recht auf Frauen, das ihnen vorenthalten würde. Daher der Hass.

Mann kann aber auch anders mit diesen tief unglücklichen Jungs umgehen.

Zum Beispiel so:

If you want to know why young men are broken, ask them.

oder so:

„Was sollten wir mit den gefährlichen Incels tun? Vielleicht ihnen helfen“

Was sind PickUp-Artists? Dass sind Männer, die gerne Frauen kennenlernen wollen, gute Frauen, und die sich dafür soziale Kompetenzen aneignen. PuAs werden gehasst, da sie sich eine Souveränität darüber bewahren, mit wem sie sich einlassen. Ein PuA lässt sich von einer Frau nicht schlecht behandeln, er sucht sich einfach eine Neue, während sich der durchschnittliche Mann alles gefallen lässt.

Ich wage eine Vorhersage zum Film, lehne mich aus dem Fenster. Der Film wird zeigen dass: PickUp-Artists, Incels sind mindestens rechts(1), wenn nicht Nazis(2); fürchten um ihre Privilegien(3), (die darauf zurückzuführen sind, dass sie ihr ganzes Leben lang hart arbeiten, was aber unterschlagen wird(4)), also diese Privilegien durch Männerbündelei erhalten(5), wobei aber immer mehr Pauerfrauen ihnen diese Privilegien rauben – zu Recht natürlich. Berechtigte Anliegen der Männer – Väter, die ihre Kinder nicht sehen dürfen; Jungen, die ins Prekariat abgeschoben werden; Beschneidung und damit Folter von Jungen und Säuglingen; Obdachlosigkeit und Selbstmord, wo man also einfach helfen sollte, genauso selbstverständlich, wie man auch Frauen hilft -, werden nicht präsentiert(6). Incels, Antifeministen und Männerrechtler sind einfach Frauenhasser(7) und wollen zurück in die 50er(8), wo sie sich auf dem Schlachtfeld abschlachten lassen wollen, so wie Nazis eben sind: Kinder zur Mutter, Männer zum Kriegszwangsdienst. Ja! So sind wir! Das Narrativ von diesem Tatort wird sein: Das Patriarchat wird durch Pauerfrauen zu Fall gebracht und frauenhassenden Männer, Antifeministen haben deshalb Angst und gehen in reaktionären Abwehr(9). Ist ja auch gut nachzuvollziehen, meinen Chefposten bin ich wegen der blöden Weiber auch schon los. PickUp-Artists manipulieren und wollen nur Frauen ficken, die sie verachten, aber keine erfüllenden Beziehungen finden.(10)

Zehn Punkte also sage ich voraus. Mal sehen, mit welchen ich steche, und was ich vergessen haben.

Und schon die Namen: Mario Lohse, klingt nach Loser. Der frauenverachtende Antifeminist Hank Massmann, klingt wie Hassmann. Das kann ja spaßig werden.

Und los geht’s: Der Film beginnt mit einem Incel – Lohse -, der PickUp betreibt und dabei eine Niete ist: „Du hast das Glück, mich heute kennenlernen zu dürfen!“ Der Spruch zieht nicht. Die, die er so angesprochen hat, lässt sich dann doch noch auf ihn ein, stirbt dann aber an drogeninduzierten Herzstillstand.

Lohse hört auf den PickUp-Guru und Coach Massmann, der sehr fragwürdiges zu lehren hat, eigentlich Anleitungen zum vergewaltigen. Auch ist er rechts, wenn nicht ein Nazis, der die Frauen verhöhnt, die beschützt werden wollen – von weißen Männern vor nichtweißen Männern. Die weißen Männer aber wollen nicht. Sie wurden von den Frauen gedemütigt und herabgesetzt. Aber sie haben vor zurückzukommen – im Stechschritt ahnt man. Dieser Haufen, vor dem das gepredigt wird, wirkt dann auch ganz besonders ekelhaft und reaktionär.

Massmann ist auch in einer Talkshow zu sehen. Es ging um Jungen. Das ist besonders infam. Denn den Jungen muss wirklich geholfen werden. Wer aber dafür eintritt ist ein Frauenfeind, dubioser Männercoach, der zu Übergriffen anleitet und ein Rechtsgesinnter. Damit ist klar: Wer Interesse an Jungen hat, will die wohl am liebsten in die Hitlerjugend stecken. Merke: Nur rechtsradikale, frauenverachtende Arschlöcher behaupten, dass Jungen gefördert werden müssen.

Oder auch: Der gute Kommissar betreibt kritisches Nachfragen: „Woher haben sie die Statistik, wonach geschiedene Männer oft mit finanziellen Problemen zu kämpfen hätten?“ – Ja, das kann natürlich nur fiese maskulinistische Propaganda sein, Trennungsvätern geht es bestens.

Und die Incels? Ja, die erfreuen sich an krassen Bildern von toten Mädchen.

Lohse will zum Ende amoklaufen, tötet eine Frau und wird selbst niedergestreckt.

Ok, einige Punkte habe ich getroffen:
Teils getroffen habe ich 3,5,10
Genau getroffen habe ich 1,4,6,7,9

Der Film ist infam. Besonders ekelerregend war die Verhandlung des Schicksals der Jungen – sie hätten nur die Arschlöcher auf ihrer Seite. Aber auch der Seitenhieb auf getrennte Väter war nicht ohne. Fazit des Films: Wer sich auf die Seite von Jungen und Männern stellt, ist: Der letzte Dreck.

Empfehlung: Prinzessin Mononoke

Prinzessin Mononoke ist ein wunderbarer Fantasyfilm, der mich berührt hat. Er verhandelt, ob Mensch und Natur in Frieden zusammenleben können. Die Darstellung von Geistern, Tieren und Waldgottheiten ist einfach märchenhaft gelungen, ein opulentes Filmerlebnis mit einem ernsten Anliegen.

Zu Beginn wird die Hauptfigur Prinz Ashitaka von einem tödlichen Fluch getroffen, woraufhin er sich aufmacht, Heilung zu suchen bei einem Waldgott, der Leben schenken kann. Dabei trifft er auf Menschen, die eine Eisenhütte (Symbol für die Industrialisierung) betreiben und Krieg führen gegen die Geister und Waldgottheiten, deren Heimat sie abholzen. Als Zuschauer ist man dabei ganz auf der Seite der Natur. Es stimmt einen traurig, wie Tiere und Geister hingeschlachtet werden. Man kann aber die Menschen unter ihrer Anführerin Eboshi nicht einfach als „böse“ abtun, ihrer Interessen sind nachvollziehbar, der Film macht es einem also nicht zu leicht. Ashitaka ist nicht daran gelegen, einfach einer Partei zum Sieg zu verhelfen, sondern sucht einen friedlichen Ausweg aus dem Konflikt.

Während man in der Klimadebatte Männer anfeindet, steht hier eine rundum gelungene Männerfigur mitten im Krieg zwischen Natur und Mensch. Der Film ist also geeignet, Kindern auf männerfreundliche Weise das Anliegen des Naturschutzes nahezubringen, ohne in simple Gut-Böse-Muster abzugleiten.

I may destroy you

„I may destroy you“ ist eine feministische Serie die originell ist (Vergewaltigung als Thema) und witzig (Vergewaltigung als Thema), und somit von Feministen gefeiert wird. Ich habe mir vier Folgen – die ersten und die letzten beiden – angetan und war dann vom Ende überrascht.

In der Serie wird die bekannte feministische Propaganda abgespult, gleich in den ersten Sekunden der ersten Folge fallen die Worte „Alle Kerle wollen immer nur ficken“, was glatt gelogen ist. Ich will nicht immer ficken – nur neun von zehn Minuten lang. Oder es heißt unwidersprochen, dass Sexualstraftäter nie zur Rechenschaft gezogen würden (liebe Feministen, das liegt daran, dass Falschbeschuldigung ein weiblicher Volkssport ist). Zum Fremdschämen war dann ein so gekünsteltes wie aggressives Empowerment oder eine „feministische Beautykampagne,“ für die sich eine der Figuren bewarb, und deren Botschaft mit religiösem Pathos vorgetragen wurde: „Wir alle sind Frauen, unsere Schönheit schließt keine Frau und kein Mädchen aus; … unsere Schönheit ist vielfältig“

Die letzte Folge dreht sich wie erwartet um die Konfrontation des Vergewaltigers (David) und seines Opfers (Arabella). Sie hat künstlerischen Wert, denn es werden drei Szenarien durchgespielt, wie diese Begegnung aussehen und enden könnte, die aber ineinander übergreifen. In der ersten Variante wird der Durst nach Rache gestillt: David wird von Arabella blutig geschlagen. Dann nimmt sie ihn mit nach Hause und legt ihn unter ihr Bett, soll heißen: Die Vergewaltigung wäre auch im intimen Bereich eine beständige Bedrohung, immerzu wäre die Gewalt, die sexuelle, präsent – wie gesagt: feministische Propaganda. Im zweiten Szenario schüttet David Arabella nach der Konfrontation sein Herz aus, woraus ersichtlich wird, dass er nicht den durchschnittlichen Mann repräsentiert, sondern ein geschädigter Serientäter ist. Im dritten Szenario dann verführt Arabella David, nimmt ihn mit zu sich nach Hause und schläft mit ihm. Am nächsten Morgen schickt sie ihn weg. Er steht vom Bett auf und geht hinaus. Gleichzeitig kommt der blutig geschlagene David unter dem Bett hervor und geht ebenfalls hinaus. Indem Arabella den Täter mit (sexueller) Liebe umarmt, wendet sie die permanente Bedrohung ab und löst den Zustand der immerwährenden Angst auf – für eine feministische Serie ein bemerkenswerte Entwicklung, denn der Feminismus ist eine Hassideologie.

Cuties

Der Film Cuties, welcher mit sexualisierten Mädchen Aufmerksamkeit ziehen will, sollte ein Skandal werden. Sollte. Ich denke, das war die Intention. Sexualisierte kleine Mädchen. Eine breite erregte Debatte von Bild über ARD-Brennpunkt bis Heute-Journal. Eine Tagung im Bundestag. Trendende Hashtags auf Twitter, Facebook und anderen sozialen Medien, denn: Skandal!

Amie unterliegt einer strengen islamischen Erziehung. So besucht sie Koranschulungen, wo sie lernt, dass es ihre Pflicht sei, als Frau dem Mann zu gehorchen. Sie trägt dort Kopftuch, hier ist man keusch und fromm. Im Kontrast dazu stößt sie auf eine Mädchengang, die sie zuerst mobbt, dann aber doch aufnimmt. Diese will mit sexualisierten Tänzen an einem Wettbewerb teilnehmen. Sie dienen sich als also einem Patriarchat an, welches von Frauen verlangt, sich schön und sexy zu geben (das kann jede Frau auch unterlassen, nur das es ihr dann schwerer fallen dürfte, einen Mann zu finden, der ihr ein angenehmes Leben unterhält). Dabei kommt es zu Streitigkeiten in der Klicke, deren Auswüchse eines der Mädchen beinahe das Leben kostet. Anstatt also zusammen zu halten gegen die Männerwelt, unterwerfen sie sich ihrem Diktat und lassen sich entzweien. Am Ende nimmt Amie am Tanzwettbewerb teil, erkennt dann aber mittendrin, dass das grundfalsch ist und flüchtet tränenaufgelöst von der Bühne.

Feministen nahmen den Film in Schutz. Die, die sonst sexualisierte Darstellungen selbst von erwachsenen Frauen verurteilen, sagen über Kritiker, sie seien „rechte Trolle“. Vermutlich deshalb, weil der Film eine Kritik am Patriarchat darstellen soll, am muslimischen wie am westlichen – nur dass die Menschen im Patriarchat eine Sexualisierung von Kindern scharf ablehnen, wie sich an den vernichtenden Reaktionen ablesen lässt. Dabei ist der Film väterfeindlich. Amies Vater taucht im gesamten Film nicht auf. Dass er existiert, merkt man nur indirekt, nämlich anhand des Drecks und der Arbeit, die er den Frauen seiner Familie aufhalst. Er nimmt sich eine zweite Frau, was seine erste – Amies Mutter – nur noch weinen lässt. Dass ein Zimmer in der Wohnung für ihn und die neue Frau reserviert ist, bedeutet für Amie, dass sie sich ein Zimmer mit ihrem Bruder teilen muss. Er verursacht für Amie und den anderen Frauen einen Riesenberg an Arbeit für die Hochzeitsvorbereitungen. Bei einem seiner Geschenke an Amie – ein Kleid für das Fest – hat Amie die Vision, dass Blut aus ihm herausströmt. Amie will folgerichtig nichts von ihrem Vater wissen, weigert sich am Telefon, mit ihm zu sprechen, schmeißt es aus dem Fenster und wünscht sich, dass er nie zurückkommt.

Der Film löste keinen Skandal aus. Ein paar Kommentatoren – die rechten Trolle – kotzten sich hier und da über den Mist aus; das breite Publikum verpasste dem Streifen einfach nur eine vernichtende Wertung und zog weiter. Gut so.

Der Film in einem Wort: Langweilig.

Nachtrag: Es zeigt, welch hohen moralischen Ansprüchen Feministen gerecht werden, wenn sie, um gegen das Patriarchat anzustänkern, Minderjährige auf diese Weise missbrauchen.

Filmtipp: „The Professor“ aka „Richard says Good Bye“

„The Professor“ kommt gut beim Publikum an, fällt aber in der Presse und den Filmbesprechungen durch. Warum? Ich werde mich allein auf diesen Punkt konzentrieren und sonst so gut wie nichts zur Handlung erzählen.

Der Film fiel deswegen in den Kritiken durch, da er – ganz nebenbei – eine Botschaft transportiert: Feminismus. Ist. Überflüssig.

Und damit meine ich nicht, dass es zu einem Pro&Contra kommt, dass Argumente ausgetauscht werden und Diskussionen geführt. Nein: Die Lebenszeit ist dafür zu kostbar; eine feministische Studentin wird von der Hauptfigur, Collegeprofessor Richard (Johnny Depp), abgewürgt und darf nicht über die glorreiche Geschichte der Frauenbefreiung referieren, einfach so, ohne Begründung – es gibt wichtigeres im Leben.

Dennoch – und dafür liebe ich den Film – kann man ihn aus vielen, vielen Gründen nicht als „rechts“ abstempeln, wie es viele Feministen wohl gerne tun würden. Denn u.a. ist er nicht homophob. Die lesbische Tochter erfährt die ganze väterliche Liebe und Unterstützung durch Richard, der sich zudem – obwohl hetero – auf das Abenteuer, die Erfahrung einlässt, sich von einem Schwulen einen blasen zu lassen. All das – und noch mehr – nimmt den Braunekeuleschwingern den Wind aus den Segeln. Die Uncorrectness ist der Grund, warum dieses Meisterwerk in den Kritiken durchfiel.

Ich würde gerne mehr zu ihm schreiben, zu diesem Film, der einem dabei hilft, „Sterblichkeit nicht nur zu begreifen sondern auch zu würdigen;“ der beste Film, den ich dieses Jahr gesehen habe, aber ich will nicht spoilern. Kauf ihn (schon als Rückmeldung an Hollywood, dass solche Filme erwünscht sind) und sieh ihn dir einfach an.