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Feministische Archäologie

Crumar:

[Kontext: Es geht um Geschlechterrollen in der Steinzeit]

Das sind überwiegend Thesen von Brigitte Roeder u.a., die quasi wegbereitend für eine feministische Archäologie waren. Die sich über den bias und die Reproduktion von rückwärtsgewandten Geschlechterstereotypen (berechtigt) aufregten, um dann sehr lustige neue Geschlechterstereotypen und biases erzeug(t)en.

Hier schreibt sie in: Jungsteinzeit: Frauenzeit? – Frauen in frühen bäuerlichen Gesellschaften Mitteleuropas über die Verbindung von Lebenserwartung, Schwangerschaft und Arbeit für Frauen:
„Doch Schwangerschaften und Stillen waren nicht die einzigen Faktoren, die die Lebenserwartung der Frauen senkten.“

Nämlich (kursiv von mir): „Während im Mesolithikum Männer und Frauen eine ähnlich hohe Lebenserwartung hatten, sank diese mit der Neolithisierung speziell für die Frauen drastisch ab. Frauen starben in der Bandkeramik im Schnitt ein Jahrzehnt früher als Männer. Angesichts der ohnehin relativ niedrigen Lebenserwartung ist das enorm: Die meisten Frauen starben im dritten Lebensjahrzehnt, die meisten Männer dagegen erst rund 10 Jahre später.
In dieser Gesellschaft war es gang und gäbe, daß viele Kinder ihre Mutter früh verloren. Großmütter waren eine Seltenheit; die meisten älteren Menschen waren Männer.“

Was dann allerdings erstens bedeutet, die Weitergabe der Kinderaufzucht an „die ältere Generation“ war mangels Anwesenheit von 50% dieser nicht möglich. Zweitens hätte die Formel „bis dass der Tod euch scheidet“ trotzdem für kurze Ehen gesorgt und „the wall“ war eher endgültig. Drittens war das „Patriarchat“ in Sachen Lebenserwartung für Männer tätig zu sein damals vorbildlich, hat seitdem in seinen Bestrebungen aber auffällig nachgelassen. Da sollten wir uns in der nächsten Sitzung beschweren! 😉

Roeder weiter: „Ein weiterer Aspekt war ihre hohe Arbeitsbelastung. Die bei einigen anthropologischen Untersuchungen festgestellten ungewöhnlich stark ausgeprägten Muskelmarken an den Knochen zeigen, daß bandkeramische Frauen ausgesprochen hart und schwer arbeiteten. Welche Arbeiten sie im einzelnen verrichteten, wissen wir nicht. Wir dürfen jedoch davon ausgehen, daß Frauen in großem Umfang auch an den schweren – und deshalb häufig den Männern zugeschriebenen Tätigkeiten wie z. B. Roden und Hausbau – beteiligt waren. Man fragt sich, ob nicht sogar ein Großteil der angefallenen Arbeiten auf den Schultern der Frauen verteilt wurde.“

„Man fragt“ sich, weil man „nicht weiß“, aber deshalb „darf man jedoch (!) davon ausgehen“ ist ein ziemlich putzige Logik. Denn „ungewöhnlich stark ausgeprägten Muskelmarken an den Knochen“ bedeuten bei den Geschlechtern nicht die identischen Belastungen.

Was sie hier unterstellt ist, die identischen Abnutzungserscheinungen deuten auf die gleiche Arbeit hin und dies beinhaltet eine weitere These, nämlich, die physischen Abnutzungseffekte des Muskel- und Skelettapparat wären identisch. Nope.

Die Grenzwerte für „Heben und Tragen“ von Lasten im heutigen Arbeitsschutz differenzieren nicht umsonst in erster Linie nach Geschlecht und Alter und dem Umstand „Schwangerschaft“.
Der Grenzwert für häufiges „Heben und Tragen“ von Lasten liegt für Männer zwischen 20-45 bei 20 Kilogramm, für gleich alte Frauen bei 9 Kilogramm. Das ist weniger als die Hälfte.
„Selten“ können Männer dieser Altersgruppe auch 50 Kilogramm heben – bei Frauen sind es 15 Kilogramm, also weniger als ein Drittel. Für werdende Mütter kommt „häufig“ (10-35% der Schicht) gar nicht in Frage und der Grenzwert liegt bei 5 Kilogramm, also 25%.

Diese Grenzwerte basieren auf der historischen Erfahrung mit den nach Geschlecht unterschiedlichen Abnutzungseffekten des Muskel- und Skelettapparat durch (schwere) körperliche Arbeit.
Damit lässt sich ihre Beobachtung erklären, ohne zu ihrer Diskriminierungsthese zu greifen, Mann hätte einen „Großteil der angefallenen Arbeiten auf den Schultern der Frauen verteilt“.
Aber seit wann können Feministinnen darauf verzichten, Diskriminierungen von Frauen in der Geschichte zu sehen? Das wäre quasi gegen ihre Natur. 😉

Putzig auch so etwas von ihr: „Es gibt in der Altsteinzeit, das kennen die meisten Leute, diese wunderschönen Tierbilder aus den Höhlen in Südfrankreich und Nordspanien, Lascaux, Altamira und so weiter. Was weniger bekannt ist, dass häufig neben diesen Tierbildern auch Handnegative erscheinen. Die Menschen haben eine Hand auf die Felswand gelegt und dann mit einem Röhrchen Farbpigment draufgeblasen, und dann blieb der Umriss der Hand erhalten. Und die Biologie hat schon vor einiger Zeit eine Methode entwickelt, die es erlaubt, an den Händen, an den Größenverhältnissen der Finger, Männer- und Frauenhände zu unterscheiden.“

Und jetzt mit Tusch: „Tatsächlich kamen vor wenigen Jahren zwei unterschiedliche Forscherteams zu dem Ergebnis, dass gut drei Viertel dieser Hände von Frauen stammt.

„Es heißt ja immer, diese Tiere sind so wunderbar dargestellt, so naturalistisch, weil die Menschen damals auf der Jagd die Tiere beobachtet haben, und das konnten sie dann wiedergeben bei den Felsbildern. Wenn jetzt die Frauen die Bilder gemacht haben, dann ist natürlich die Wahrscheinlichkeit da, dass sie zumindest mit dabei waren auf der Jagd. Und darum geht es uns. Also, es ist keine Ausstellung, die fertige Antworten liefert, können wir nicht. Aber wir versuchen, den Fächer zu öffnen, damit man nicht Sachen übersieht, nur weil man nicht bereit ist, das zu sehen.“
https://www.deutschlandfunkkultur.de/geschlechterrollen-forscher-entzaubern-die-steinzeit.976.de.html?dram:article_id=342902

Womit sie nun wiederum die These aufstellt, diejenigen, die die „Handnegative“ mit wenig Aufwand hergestellt haben, sind identisch mit denjenigen, die die Tierbilder mit viel Aufwand hergestellt haben.
Kann sie diese These beweisen? Nope.
Aber man darf ja mal behaupten.
Kann ich auch: Die moderne Entsprechung des Umriss der Hand mit einem Röhrchen Farbpigment an die Höhlenwand zu „malen“ ist das Selfie.
Der Beweis für meine These ergibt sich daraus, dass heute ebenfalls drei Viertel dieser Selfies von Frauen gemacht werden. Case closed!

Was Frauen wollen

Angeblich soll sich Sigmund Freud sein ganzes Leben damit geplagt haben, dass er nicht dahinterkam, was Frauen eigentlich wollen. Seine eigene Tochter warnte ihn, dass seine Patientinnen lediglich verwöhnte Wohlstandsweibchen seien, denen es schlicht zu gut ging. Und wenn man sich die Heilung einer, nein: der typischen Frauenkrankheit – Hysterie nämlich – anguckt, ist da vermutlich auch einiges dran.

„Was Frauen wollen“ ist auch der Titel eines unglaublich schlechten Films, der Feministen ganz tief in den Arsch kriecht – oder Frauen, denn Feministen sprechen ja in ihren Namen. Jedenfalls gibt der Film so ziemlich jedes Klischee wieder, das so im Umlauf ist. Er handelt von einem Chauvi, der Frauen nur wie Fleisch behandelt, sowohl privat als auch beruflich, sie für Sex ausnutzt wo sie doch Liebe wollen und er weiter blind ist für tüchtige Frauen, die an die gläserne Decke stoßen und in der Männerwelt so in Verzweiflung geraten, dass sie sich das Leben nehmen wollen. Dieser Chauvi jedenfalls lernt aufgrund einer göttlichen Intervention die Frauen kennen, indem er ihre Gedanken lesen kann, und somit lernt, „Was Frauen wollen“, und damit zum Feministen mutiert. Interessanterweise wird er dazu durch eine Psychologin angeleitet, die als Frau und Psychologin wohl selbst nicht weiß, was Frauen wollen, weshalb es der Telepath herausfinden soll. Wenn man also das große Rätsel darum lösen will, wie Frauen ticken, muss ein Mann her! Naja, wo muss kein Mann her?

Aber was wollen Frauen? Um das herauszufinden, muss man nur ein Familiengericht aufsuchen, und sich ansehen, was Frauen in der Scheidung so alles wollen.

Sie wollen:

  1. Die Kinder, ganz für sich allein.
  2. Geld, in Form von Unterhalt, ganz viel.
  3. Nicht arbeiten müssen, so lange wie möglich.

Das wollen sie auch schon vor der Trennung, wenn sie eine Ehe eingehen. Es ist nicht so, dass Frauen am Herd enden, weil sie sich nicht wehren, sondern weil sie mit dem Modell „Mann im Werk, Frau am Herd“ höchst einverstanden sind, da Arbeit nur selten „Karriere und Selbstverwirklichung“ bedeutet, wovon Feministen ständig faseln, sondern Mühsal, Maloche und Leid; und es ist ein Privileg, sich dem zu entziehen.

Vom Matriarchat zum Patriarchat

Obwohl das alte weltumspannende Matriarchat so primitiv war, dass es nicht mal eine Schrift entwickelte, welche heute von ihm erzählen könnte, wissen Feministen und Matriarchats- …äh… „forscher“ ganz genau darüber Bescheid, wie es beschaffen war. Die alten Matriarchate waren nach ihrer Auffassung das Paradies schlechthin. Es gab keine Herrschaft denn die Frauen hatten das Sagen, keine Gewalt, keine Kriege und Alle teilten Alles miteinander.

Marielouise Janssen-Jurreit gibt die Phantasie wieder: „Am Anfang der Weltgeschichte stand demnach eine wunderbar harmonische Frauenkultur – French nennt sie matrizentrisch -, in der weiblich-mütterliche Dominanz so unmerklich gerecht, so ohne Druck, Macht und Konflikte praktiziert wurde, daß sich alle geborgen fühlten. In einem wundervoll ausgewogenen ökologischen Kosmos bauten Frauen Korn und Pflanzen an, feierten Frauenfeste und huldigten der großen Muttergöttin“

Und Felix Stern notiert:

„Für die Frauenforscherinnen war die Domestizierung des Mannes eine paradiesisch friedliche Sache :»Freiwillig« warfen sich die Männer der Großen Mutter zu Füßen: »Ihre Symbolik und Kulte ermöglichten es den Menschen, unerbittliches Schicksal, Tod, Zerstörung und Furcht sinnvoll in ihren Lebenszusammenhang zu integrieren, damit umzugehen und sich eine Anschauung über Transformation, Wiedergeburt, Erneuerung, Kreativität und eine Ethik zu bilden, deren Werte Gerechtigkeit, Wahrheit und Weisheit waren.«

Diese Matriarchate waren Gesellschaften ohne Väter. Das heißt, in ihnen gab es weniger Liebe. Die Liebe eines Vaters zu seinem Kind – welche bereits in der Biologie angelegt ist -, die Liebe eines Kindes zu seinem Vater, die Liebe zwischen den Eltern eines gemeinsamen Kindes. Wo es weniger Liebe gibt, dort gibt es mehr Hass. So fällt auf, dass heutige Matriarchen, die Matriarchate als paradiesische Orte der Harmonie und Liebe beschreiben, nur so vor Hass und Gift gegen Männer, besonders Väter, strotzen. Für die Uhlmann gehen alle(!) Übel heutiger Zeit davon aus, dass es Liebe zwischen Vater und Kind gibt, und sie wendet enorme Energien auf, den Vater zur vernichten. Von der Matriarchin French stammt das Zitat, wonach alle Männer Vergewaltiger wären – und sonst gar nichts. Ein besonders interessanter Fall ist „Lucia“, die einige Zeit in einem Matriarchat lebte und für die Väter und Kindervergewaltiger praktisch nicht zu unterscheiden sind. Sie hat im Matriarchat – dem liebevollen Paradies – zu hassen gelernt, so reißt sie unter Artikeln zu Vergewaltigung Kastration und ihre Folgen schon mal VergewaltigungsKastrationswitze. Die Verkünder der Heilslehre vom liebevollen und harmonischen Paradies der vaterlosen Gesellschaft zeichnen sich in erster Linie durch blanken Hass auf alles männliche aus.

Aber war die vaterlose Gesellschaft ein Hort des Friedens und der Harmonie? Das hat mehr mit Phantasieren als mit Forschen zu tun. Matriarchatsforscher benennen die heutige Gesellschaft als „Patriarchat“ und alle Übel in ihr – zum Beispiel Machtausübung (nein, nicht durch alleinmächtige Mütter) – als patriarchal, und definieren Matriarchate als die Abwesenheit all dieser Übel – das ist der ganze Zauber hinter der Matriarchats- äh… „forschung.“

Wenn aber das Matriarchat ein Paradies war, auch für Männer, hätte für diese nicht der geringste Grund bestanden, diese Gesellschaftsform durch ein „Patriarchat“ abzulösen, welches angeblich eine Schreckensherrschaft wäre, es sei denn, Männer wären inhärent böse. Und das ist auch die Erklärung, die Matriarchen anzubieten haben: Männer hätten aus Allmachtswünschen und Minderwertigkeitskomplexen die Muttergöttin durch einen Vatergott ersetzt. Ingbert Jüdt notiert im „Mythos vom Patriarchat

…ebenfalls konsequent psychologistisch ist die Erklärung, die Carola Meier-Seethaler vorschlägt. Auch sie geht von einer »matrizentrischen Frühzeit« im Sinne einer umfassenden, allgemeinen Kulturstufe aus und leitet den Übergang zum »Patriarchat« aus der kollektiven männlichen Reaktion auf ein männliches Minderwertigkeitsempfinden ab (Seite 99)

…wobei sich natürlich die Frage stellt, warum Matriarchate dann über Jahrtausende Bestand hatten, also von den Männern mitgetragen wurden.

Vielleicht aber hatten Männer andere Gründe, das matriarchale Spiel nicht mehr mitzuspielen? Denn die harmonischen Gesellschaften waren schlicht: Barbarisch. In ihnen galten Männer nichts, ihr Leben gehörte der Muttergöttin, der sie auch mal geopfert wurden. Felix Stern schreibt über matriarchale Rituale in „Und wer befreit die Männer?“

„Die rituelle Tötung des Königs (Liebhabers) symbolisiert die gewaltige Sexualmacht der Frauen über die Männer. Es ist kaum vorstellbar, daß Jünglinge, die Opfer der Sex-Folterinnen wurden, diesen Akt als Tat des Friedens aufnahmen. Beispielsweise forderte die Göttin Anaitis von Ninive jährlich den schönsten Knaben als Sexopfer. Der nackte Knabe wurde kunstvoll bemalt, mit Schmuck behangen, in rote Gewänder gehüllt und mit einer Doppelaxt der Göttin bewaffnet. In einer wahren Orgie mußte er dann unter einem offenen Purpurbaldachin etwa 24 Stunden, für alle sichtbar, mit den Priesterinnen der Anaitis verbringen. Nach dem Martyrium wurde der mehrfach vergewaltigte Entkräftete auf ein Lager mit Gewürzen, Edelhölzern und Weihrauch gelegt, mit einem Goldtuch bedeckt und bei lebendigem Leibe angezündet. Von friedlicher Frauenkultur war hier, wie auch anderenorts, nichts zu spüren.

In anderen Kulturkreisen, etwa in Irland, enthauptete die Oberpriesterin der Großen Mondgöttin ihr männliches Opfer eigenhändig, um es der »Großen Mutter zurückzugeben« und sein »Blut der Wiedergeburt« in einer Schüssel aufzufangen. Im Kopenhagener Museum zeugt der »Jutland-Kessel« vom Höhepunkt eines solchen Opferrituals. Grausam ging es auch bis ins 19. Jahrhundert hinein den Männern in den matriarchalen afrikanischen Bantu-Reichen an den Kragen. Die unvermählten Herrscherinnen nahmen sich Sklaven und Männer aus dem Volk als Liebhaber, die sie dann nach koitivem Gebrauch nach Belieben und Herzenslust zu Tode folterten. Die letzte Bantu- Königin Ashanti ließ, britischen Berichten der Kolonialverwaltung zufolge, regelmäßig Dutzende von Begattern qualvoll liquidieren, um wieder einen neuen Harem aufbauen zu können. Sogar wenn ein männlicher König den Thron innehatte, konnte die afrikanische Königin ihn zum Tode verurteilen und seine Todesstunde bestimmen.“

(…)

„Die Herrschaft der »Großen Mutter« war aber alles andere als immer friedlich, wie die auf Vasen, Wandmalereien und in Skulpturen festgehaltene minoische Männerknechtschaft im antiken Minos auf Kreta zeigt. Im minoischen Reich, einer kulturellen Wiege Europas, wo so bekannte Legenden wie die Europa-Sage, die phantastische Geschichte vom Stiermenschen Minotaurus und dem Labyrinth von Knossos, vom Ariadne- Faden usw. angesiedelt sind, herrschte für Männer Streß. Diese mußten nicht nur, um ihre Manneskraft zu beweisen, über den berüchtigten wilden kretischen Stier springen. Sie waren auch überall dort willkommen, wo es galt, Frauen Arbeit abzunehmen. Sie hatten nur Pflichten, kaum Rechte, und wenn, dann nur durch »ihre Gnaden«. Zahlreiche Fresken und Vasen zeigen eine emsig schuftende Mannheit. Schweißtreibende Arbeit und Muskelkraft waren Symbole maskuliner Leistungsfähigkeit. Der Höhepunkt weiblicher »Friedfertigkeit« in frühen Frauenkulturen war aber, daß Männer wie Tiere geopfert werden durften. Menschenopfer waren also Erfindungen von Frauen und nicht von Männern, wie immer wieder behauptet wird. Was im »friedlichen« Minoa nie für möglich gehalten wurde, entdeckte Ende der 80er Jahre das weltbekannte Archäologenehepaar Sakallarakis: In dem Tempel Anemospilia auf dem heiligen Berg Kretas fanden sie im Tempelwestraum Überreste einer rituellen Hinrichtung zur Huldigung der Großen Göttin. Sakellarakis, der in Heidelberg zum Thema >Minoische Tieropfer< promoviert hat: >Ein Stiergefäß hatte ich schon gefunden, entdeckte dann ein Bronzemesser mit einer vierzig Zentimeter langen Klinge, kurz darauf Knochen – und ich wartete auf den Stier, das bedeutendste unter den damaligen Tieropfern. Auf dem Altar aber lag ein Mensch. Ein junger Mann, zum Zeitpunkt seines Todes etwa 18 Jahre alt. Es ist ausgeschlossen, daß sich de Junge freiwillig geopfert hat.“

Auch zeichneten sich die Matriarchate nicht durch die Abwesenheit von Krieg aus entgegen dem Mythos, wonach zuerst das Patriarchat entstand und erst danach Waffen und Krieg erfunden wurden, wie man willkürlich in archäologische Funde reininterpretiert. Schon im Matriarchat mussten die Männer im Krieg bluten, Janssen-Jurreit hält fest:

„Dieser nordamerikanische Indianerstamm [der Irokesen] gilt als das klassische ethnologische Beispiel für einen hohen Status der Frau. Das Eigentum am Boden und an den Häusern lag, in den Händen der Frauen, die auch politische Entscheidungen trafen. Aber die Irokesenmänner waren angriffslustige Krieger, die ihre Feinde mit ausgesucht grausamen Torturen am Marterpfahl zu Tode quälten. Da es bei der geringen Zahl matrilinearer und noch geringeren Zahl matrilokaler Gesellschaften, die den Ethnologen und Historikern (z. B. Sparta) bekannt sind, sich häufig um extrem kriegerische Völker handelt, wurde von dem amerikanischen Anthropologen Divale die These aufgestellt, daß möglicherweise in der Antike im Mittelmeerraum Gesellschaften existierten, die an der Schwelle zur staatlichen Organisation mit ausgedehnter Kriegsführung beschäftigt waren und deshalb ihren Besitz von ihren Schwestern verwalten ließen. Eine solche Deutung ließe sich vereinbaren mit den Vorstellungen Bachofens, für den die von ihm behauptete Periode des Mutterrechts gleichzeitig ein Heldenzeitalter voller stolzer Krieger war. Der hohe Status der Frauen und die Verantwortung für die Produktion, d. h. die Loyalität der Frauen aus der eigenen Familie, war Vorbedingung für ausgedehnte Kriegszüge, die lange Abwesenheit der Männer erforderte. Ähnlich erhöhten sich der Status der Frau und ihr Aktionsradius während der Weltkriege dieses Jahrhunderts.“

und weiter:

„Die Erfindung der Schrift, des Rades und des Pfluges, die Anlage von Bewässerungssystemen und die Kodifizierung des Rechts, die French als Vermännlichung beklagt, hingen zusammen mit dem ständigen Druck, die Nahrungsmittelproduktion zu intensivieren und kollektive Arbeit zu organisieren.

Der Grund dafür war das ständige Bevölkerungswachstum, das die neue Produktionsweise sowohl ermöglichte wie auch erforderte, denn die landwirtschaftliche Produktion brauchte einen größeren Einsatz menschlicher Arbeitskraft und längere Arbeitszeiten, als es beim Jagen und Sammeln der Fall war. So hatte sich die Bevölkerung im Mittleren Osten nach Schätzungen im Zeitraum zwischen 8000 und 4000 v. Chr. vervierzigfacht. Auch damals gab es Bodenerosion und Abholzung von Wäldern.

Die Hierarchiebildung in komplexen Gesellschaften, die French nur als Ausdruck männlicher Machtwünsche betrachtet, war eine Folge des Zwanges zu kollektiver Arbeitsorganisation. Der Bevölkerungszuwachs führte zu einer Militarisierung der menschlichen Gesellschaft, zu systematischer Kriegführung und Verteidigung. Diese Grundzüge der Gesellschaftsentwicklung, die die extremen Formen des Patriarchats erst ermöglichten, werden von French nicht einmal erwähnt.“

und noch mal Felix Stern:

Unterschiedlicher Erntesegen und Bodenschätze, das Know-how von Produktion (Handwerk, z.B. Waffen von der Bronze- zur Eisenzeit), Lagerhaltung und aufkommender Warenfluß (Tauschhandel) schufen erste jungsteinzeitliche Wohlstandsgefälle und unterschiedliche Lebensbedingungen. Jetzt galt es immer häufiger, den Besitz der Sippe zu sichern oder zu mehren. Wer aber waren die ersten Besitzenden in matriarchalen Kulturen? Natürlich Frauen, wie heute noch bei den afrikanischen Rif- Berbern, den Tuareg, den australischen Aboriginals oder den indonesischen Minangkabau (bei Sumatra). Bei letzteren heißt es heute noch »Häuser und Land gehören den Frauen (…) Für die Frauen und ihre Kinder bedeutet das eine sichere ökonomische Grundlage – und Einfluß auf alle wichtigen Entscheidungen des Clans… Der Mann hat die Ehre, die Frau den Besitz.« Nicht Männer, sondern wachsendes weibliches Besitz- und Verlust- Denken aufgrund zunehmender ökonomischer Ungleichgewichte stifteten Unfrieden und ließen Menschen verstärkt zur Verteidigungs- oder Eroberungswaffe greifen. »Die durch die Anhäufung von Nahrungsressourcen begünstigte Überbevölkerung erzeugt einen Bedarf nach weiteren Ländereien, und zwischen den Gemeinschaften kommt es zu Kämpfen um den Besitz von Territorien. Plünderungen und Eroberungen werden zu einer verbreiteten Praxis.«

was zur Ablösung der Muttergöttin führte:

„Der mächtige Muttergöttin-Kult, der nach heutiger Datierung seit mindestens 100 000 Jahren v. Chr. den Menschen Geborgenheit schenkte, reichte nicht mehr aus und wurde zwischen 2500 und 1900 v. Chr. in weniger als einem Jahrtausend ersetzt durch einen Vatergott (Brahma, Jahwe, Zeus, Jupiter), aber nicht weil die Männer die Frauen unterjochen wollten, sondern weil der Zeitgeist mit Aufkommen der organisierten Kriege das »Kämpfenkönnen der Männer« höher bewertete als das »Fruchtbarsein der Frauen« Frauen und Männer wandten sich gemeinsam ab von weiblichen Gottheiten, da sie sich von männlichen Göttern besser beschützt fühlten. So ging beispielsweise die ägyptische Göttin Isis, die auch in der ganzen griechischen Welt verehrt wurde, in dem Gott Osiris auf. Die assyrische oder babylonische Göttin Ischtar wird zum männlichen Gott Aschtar. Die ursprünglich weibliche Sonne der Kelten (evtl. Sonnengöttin) mutiert zum Sonnenheld, später zum Sonnengott. Die keltische Hirschkuh- Göttin, das Symbol der Fruchtbarkeit, wandelt sich in einen Hirschgott.“

Bis hierhin lässt sich festhalten: Männer im Matriarchat mussten also bis in den Tod dienen, kämpfen, bluten und schuften, genossen aber keinerlei Rechte. Warum bloß haben sie die Revolution angezettelt? Weil sie inhärent böse sind, Allmacht ausüben wollen und einen Minderwertigkeitskomplex pflegen!

Wenn aber Matriarchatsforscher und Feministen ein psychologisches Defizit beim Mann ausmachen, weshalb er sich gegen das Matriarchat aufgelehnt hätte, handelt es sich um Projektion. Der Götter- besser: Göttinnenwahn findet sich bei Feministinnen. Für sie ist es eine massives narzisstische Kränkung, dass sie zur Fortpflanzung auf den Mann angewiesen sind und dass die Mutter im Universum des Kindes nicht alleine existiert, sondern dass sich dort auch noch der Vater findet, der eine existenzielle Rolle im Leben des Kindes spielt. So wie die Mutter das Kind wie so oft als Alleinmächtige ganz für sich allein will, so will sie, das Kind nur sie allein und sonst niemanden kennt – erst recht nicht den Vater, oder, im Falle von PAS: Er ist der Teufel und sie die Muttergöttin, ganz wie ein Gott, der keine anderen Götter neben sich duldet. Beim Missymagazin phantasiert man von Fortpflanzung ohne Sperma. Uhlmann wendet alle Energien auf, den Vater zu vernichten. Auch Lucia träumt davon, dass sich Frauen selbst befruchten und der Mann damit überflüssig wird, und bei den Störenfriedas heißt es: „Reminder: Frauen, ihr seid Göttinnen! Euer Körper erschafft neues Leben!“ Eine Feministin erkennt den Vater nicht als gleich, als gleichberechtigt an. Eher schafft sie sich allein eine Puppe an, über die sie dann Allmacht ausüben kann, als sich mit einem Partner auf Augenhöhe auseinandersetzen zu müssen. Das Defizit findet sich bei ihr, nicht beim Mann, der als Vater nur das will, was einer Mutter auch zugestanden wird: Für sein Kind da sein.

Im Matriarchat schuftet der Mann genauso wie im Patriarchat für Mutter und Kinder, aber genießt keinerlei Rechte, weder als Vater noch als Mensch. Laurie Penny schreibt über desolate Zustände von den Frauen da unten:

„…füllt sich der Keller mit Wasser und Millionen von Frauen und Mädchen sind samt ihren Kindern da unten eingesperrt und starren nach oben, während ihnen das Wasser in die Schuhe läuft, um die Knie schwappt und langsam zum Hals steigt.

Die Männer zeichnen sich durch Abwesenheit aus, sie gehören nicht mehr zu der Familie. Allerdings wird auch der Vorwurf an sie gerichtet, dass sie diese Familien, aus denen sie rausgeworfen wurden, nicht mehr mit ihrer Arbeit zu unterhalten. Auch Antje Schrupp will Väterrechte abschaffen und Kindererziehung über Steuern finanzieren. Natürlich nicht über eine Frauensteuer, so dass Frauen ihr Vorrecht selbst finanzieren müssten. Beide Feministinnen denken matriarchal, sie wollen den Vater vernichten, aber auch parasitär auf seine Kosten leben, wie es im „Patriarchat“ oft der Fall ist.

Im Patriarchat pflegen Kind und Vater eine Beziehung, es gibt einen Vater. Das geschieht nicht über Machtausübung oder Unterdrückung der Mutter, der Frau, denn sie ist einverstanden da privilegiert. Sie ist einverstanden damit, dass der Vater im Patriarchat sein ganzes Leben lang für die Mutter arbeitet, die Früchte seiner Arbeit ihr und dem Kind opfert. Die Mutter stellt sich zwischen Vater und Kind und greift die Ressourcen ab, die vom Vater für sein Kind erarbeitet werden. Dieses unsichtbare Privileg, welches man mit Milliarden beziffern müsste und sein Extrem in der Nurhausfrauenehe findet, ist für die Frau ein höchst komfortabler Deal, weshalb sie das „Patriarchat“ immer mitgetragen und gestützt hat – zum Beispiel in der Kindererziehung, mit der sie die kleinen Jungs zu Frauendienern erzieht.

Ein ernstzunehmender Feminismus entstand nicht, weil die Frauen sich gegen eine vermeintliche Unterdrückung aufgelehnt hatten, sondern weil es mit der Moderne immer mehr gute Jobs gab, für die Elite, die nicht mit knallharter Maloche verbunden waren. Das ist auch der Grund, weshalb der ganze Feminismus schon immer eine sehr elitäre und damit abgehobene Veranstaltung war, die sich nicht an die Arbeiterin richtete, womit sich für diese auch kaum was geändert hat. Das ganze Märchen vom frauenunterdrückendem Patriarchat ist – da von Frauen genauso gewollt ergo keine Unterdrückung – ein Mythos.

…von Lesben bedroht

Drüben bei den Störenfriedas reproduzieren sie das Gedöhns, dass Lesbentum eine Bedrohung für das „Patriarchat“ respektive für die Männer sei, u.a. weil Lesben für Männer nicht verfügbar seien. Ob dieselben Männer, die Lesben attackieren und mit ihrer Homophobie als Beweis für dieses Theorem herhalten müssen, Schwulen auf die Schulter klopfen und es begrüßen, dass diese Homosexuellen für Männer „verfügbar“ seien und sich nicht von einer Frau versklaven lassen, sei dahingestellt. Ich habe da meine Zweifel.

Lesben sind schon deshalb keine Bedrohung für das „Patriarchat“, da es kein „Patriarchat“ gibt. Es gibt z.B. muslimische Diktaturen, wo man nix gegen den Islam sagen darf; gäbe es ein „Patriarchat“ bekämen die Störenfriedas echte Probleme damit, dass sie ständig Dreck über Männer auskübeln.

Um aber ein Schlaglicht auf die Bedrohung zu werfen, die Lesben für das „Patriarchat“ darstellen, lohnt sich ein Blick auf Hitlerdeutschland. Adolf Hitler höchstpersönlich schob der Verfolgung von Lesben einen Riegel vor mit der Begründung, dass man den Frauen die Liebe nicht verbieten dürfe, wo die Männer alle im Krieg waren und ihre patriarchale Dividende einfuhren und sich totschießen ließen. Ergebnis: Mitten im tiefsten Nazideutschland fanden ungestört Lesbenbälle statt, während Schwule in die KZs deportiert wurden. Ja, so regiert sicherlich jemand, der sich bedroht sieht. Und dass die Nazis in Lesben keine Bedrohung sahen, damit lagen sie auch richtig: Das tausendjährige Reich ging nicht an Lesben zugrunde sondern an heterosexuellen Männern.

Nichtsdestotrotz hat man ein halbes Jahrhundert später mit einem Denkmal zur Verfolgung Homosexueller Geschichtsfälschung betrieben, da es suggeriert, Lesben wären genau wie Schwule verfolgt worden. Besonders verdient darum hat sich Alice Schwarzer gemacht. Feministen wissen aber ganz genau Bescheid weiß, dass es sich hierbei um eine Lüge handelt, was sich aus einem ihrer Kommentare ersehen lässt, dass die Nichtverfolgung von Lesben eine Kränkung sei, da man sie nicht ernst genommen hätte – faszinierend wie konsequent die Opferrolle funktioniert, nicht wahr? Schwule wurden in KZs zu Tode geschunden, aber die eigentlichen Opfer waren Lesben, weil man sie nicht für voll nahm.

Also: Politisches Lesbentum wäre Befreiung. Der Frau. Aus dem Sklavenstatus und nichts weniger. Da muss es frustrierend sein, dass sich nicht mehr Frauen für ein Leben als Lesbe entscheiden. Aber warum nur? Frauen haben sexuell weit weniger Berührungsängste gegenüber dem eigenen Geschlecht als Männer und man wird auf allen Kanälen zugeballert mit der Botschaft, die traditionelle Rollenverteilung sei zum Nachteil der Frau, ja ihre Versklavung. Wenn da auch nur ein Körnchen Wahrheit drinstecken würde, müssten viel mehr Frauen die Seiten wechseln. Warum tun sie es nicht? Weil es eine Lüge ist. Die Hausfrau ist nicht benachteiligt oder gar versklavt, sie genießt ein Privileg, wie sonst nur Millionäre teilen: Nicht arbeiten müssen. Und diese Rundumversorgung, die der Mann bietet; dass er mit seiner lebenslangen Maloche die Plattform trägt, auf der sie sich dann selbstverwirklichen kann, indem sie sich den Kinderwunsch erfüllt, ist etwas, das keine Lesbe bietet. Keine Lesbe wäre bereit, ein Leben lang malochen zu gehen, und ihr Lebenseinkommen an eine Partnerin abzugeben, die nicht arbeitet. Sowas bieten nur Männer, und deshalb laufen Frauen nicht in Scharen zum Lesbentum über, denn sie wollen ihr Privileg nicht aufgeben.

Billy Coen antwortet auf den Angriff der „Zeit“ gegen Väter

[Kontext] Jochen König fordert in der „Zeit“, Vätern, die nicht genug Elternzeit nehmen, das Sorgerecht zu entziehen.

Billy Coen:

Ja, es ist einfach nur noch ekelerregend, mit welcher Selbstverständlichkeit und Vehemenz der Anteil männlicher Sorgearbeit für die Familien permanent schlechtgeredet wird, einfach nur, weil es von Männern gemacht wird. Hätten wir eine Situation, in der der Teilzeitanteil von Männern und Frauen umgekehrt wäre, Frauen – je nach Statistik – zwei Drittel bis drei Viertel des familiären Einkommens erwirtschaften, während Männer überwiegend zu Hause wären und gleichzeitig 80 % des Einkommens ausgeben, ich denke uns allen ist klar, wie Idioten wie dieser „Journalist“ dann ebenso nur über die Männer herziehen und die armen Frauen ob ihrer unglaublichen Opfer betrauern würde.

Wer allen Ernstes denkt, Erwerbsarbeit sei im Vergleich zu Haushalt und Kinderpflege ein Zuckerschlecken oder eine geradezu erstrebenswerte Option, der ist in seinem ganzen Leben sicher noch keine Woche in Vollzeit einer echten Erwerbstätigkeit nachgegangen. Es ist schließlich kein Zufall, dass in früheren Zeiten, als die Bedingungen für Arbeiter noch weit schlechter waren in Ermangelung gesetzlicher Regelungen und sozialer Absicherungen, diese Arbeit zu fast 100 % von den Männern verrichtet wurde. Ebenso ist es kein Zufall, dass diese Männer mit Nachdruck über Organisation und Parteienbildung dafür stritten, dass ihnen über staatliche Eingriffe in die Rechte der Arbeitgeber Möglichkeiten gegeben wurden, von ihren Frauen und vor allem Kindern mal mehr zu haben, als sie lediglich am Sonntag mal nicht nur schlafend am frühen Morgen oder späten Abend anzutreffen. Und dieser Kampf ging noch weit bis in das 20. Jahrhundert hinein, als Gewerkschaften dafür stritten, den Samstag als üblichen arbeitsfreien Tag zu installieren (Slogan sehr vielsagend: Am Samstag gehört mein Papa mir!). All das geschah, weil Männer darunter litten, von ihren Familien entfremdet zu sein. Weil sie nicht mehr das Heranwachsen ihrer Kinder in wöchentlichen Eintagesetappen miterleben wollten.

Dennoch sind es nach wie vor überwiegend Männer, die einen großen Teil der Woche getrennt von ihren Frauen und Kindern verbringen, um z. B. dafür zu sorgen, dass das Kind im Hintergrund des Bildes auch weiterhin Spielsachen gekauft bekommt, mit denen es sich vergnügen kann.

Diese Denkfaulheit ist einfach unfassbar. Diese Unfähigkeit zu erkennen, dass das ach so vorbildliche „immer für die Kinder da Sein“ der „Super“-Muttis nur funktionieren kann, wenn da jemand ist, der durch viele Stunden gezwungener Abwesenheit dafür sorgt, dass auch stets das Geld in die Kassen fließt, mit dem „Super“-Mutti das „immer für die Kinder da Sein“ finanziert.

Aber was soll man auch von jemandem halten, der nicht dazu in der Lage ist, zu begreifen, dass der deutlich stärkere Erwerbseinsatz der Väter auch dazu führt, dass sich die meisten Familien gar nicht leisten könnten, dass der mal eben für sieben Monate oder länger in Elternzeit geht. Auf ein Drittel des mütterlichen Nettoeinkommens können viele Familien noch gerade so verzichten, aber bei einem Drittel des väterlichen Anteils weniger, würde es da schon weit heftiger im Getriebe knirschen.

Aber über so etwas muss man sich als aufrechter lila Pudel natürlich keine Gedanken machen. Egal, was ist, in jedem Fall sind Männer Schweine und an allem irgendwie Schuld, weil sie ja solche Schweine sind und Schweine immer an allem Schuld sein müssen. Und deshalb muss man sie eben über solche Dinge zu Maßnahmen zwingen. Ist ja für die Mamis. Dass die von diesen Maßnahmen auch nur Nachteile hätten, da muss nicht drüber nachgedacht werden. Hauptsache der Pudel fühlt sich gut, wenn er Maßnahmen verlangt, die in bester Manier totalitärer, faschistischer Regime in die Privatangelegenheiten von Millionen von Familien reinregeln sollen. Und natürlich immer mit der einseitigen Androhung und somit auch dem einseitigen Vorwurf gegen ausschließlich die Väter.

Widerliche Subjekte, solche Typen…

Frauenwahlrecht der gut situierten Frauen

Billy Coen:

Das ist ja auch alles kein Zufall. Der Feminismus hat seine Wurzeln in einer Bewegung, die auch ausschließlich von Frauen aus gut situierten Haushalten betrieben wurde. Nur die Frau aus gutbürgerlichem Hause konnte in ihrem Alltag eine „Ungerechtigkeit“ im Vergleich zu ihrem Mann darin entdecken, dass der Wählen gehen durfte. Die Unmengen an Frauen aus der Arbeiterklasse fanden diese Ungerechtigkeiten nicht, weil ihre Männer in weiten Teile der „demokratischen“ Welt ebenso wenig Rechte hatten, sich an dieser „demokratischen“ Welt zu beteiligen. Ich meine Gunnar hatte in einem seiner Artikel mal aufgetan, dass, als Mrs. Pankhurst begann, auf ein Wahlrecht nicht für Frauen sondern sehr wohl explizit für Frauen ihres eigenen Standes zu drängen (was, oh Wunder, in der heutigen, feministisch geklitterten Geschichtsschreibung merkwürdigerweise völlig untergegangen ist), noch ca. 60 % der Männer im Vereinigten Königreich durch allerlei Ausschlussregelungen vom Wahlrecht ferngehalten waren, ohne dass das die Suffragetten auch nur im Geringsten gejuckt hätte. Denn diese Männer waren ihnen, wegen ihrer Ständezugehörigkeit ebenso egal, wie deren Frauen.

Feminismus war und ist ein Spleen gutsituierter, privilegierter Frauen. Das merkt man an der konsequent selektiv betriebenen „Aufdeckung“ weiblicher Nachteile, ohne auch nur im Geringsten zu berücksichtigen, aufgrund welcher Faktoren diese zustande kommen, weniger obwohl sondern eher gerade weil diese nicht selten wiederum weibliche Vorteile darstellen, an denen dann selbstredend niemals gerüttelt werden darf. Und auch die Themen im Allgemeinen legen das nahe. So wenig, wie es die Arbeiterfrauen gejuckt hat, dass sie nicht wählen konnten, so weit sind auch heutzutage feministische Themen von den tatsächlichen Lebenswirklichkeiten der Frauen aus den gesellschaftlichen Schichten unterhalb derer, denen Feministinnen zugehörig sind, entfernt.

Umso skurriler und vor allem tragischer, dass sich im linken Lager die Überzeugung breit machen konnte, in dieser Ideologie eine Schwester im Geiste gefunden zu haben, so dass feministische Thesen geradezu dogmatische Glaubensinhalte aller sich links verstehenden Parteien sowie auch Medien geworden sind.

Dass die permanente Entfernung linker Parteien, allen voran die SPD, von ihrem eigentlich originären Klientel, die bisweilen regelrechte Abscheu, welche man diesem stattdessen nunmehr entgegenbringt, weil es sich doch so sehr der progressiven Erleuchtung verweigert, zeitlich mit der Intensität feministischer Infektion korreliert, ist für mich definitiv KEIN Zufall.

„Seit der Steinzeit essen die Männer den Frauen alles weg“

Kürzlich bin ich über die feministische Klage gestolpert, der Umstand, dass Frauen körperlich schwächer sei, sei Folge ihrer historischen Benachteiligung: Die Männer hätten ihnen alles weggegessen.

Dazu als erstes die Frage: Wenn Frauen genauso kompetent und willens sind, warum sind sie dann nicht selbst auf die Jagd gegangen? Laut Feministen arbeiteten und kämpften Frauen in der Geschichte genauso hart wie Männer, und die Übernahme dieser Sichtweise durch die Spieleindustrie führt dazu, dass in WWII-Shootern schwarze Frauen als Wehrmachtssoldatinnen zu sehen sind, genauso wie es ein Trend in der Medienindustrie wird, dass Frauen wie ein Schwarzenegger zu seinen besten Zeiten rennen, schießen, kämpfen. Ähnliche Argumentation findet sich auch bei Schrupp: Es sei „wissenschaftlich“ bewiesen (naja, Feminismus und Wissenschaft), dass in der Steinzeit das Geschlechterverhältnis egalitär gewesen sei und die Frauen genauso hoch gewachsen und körperlich stark waren wie die Männer. Und in einem Wikingergrab mit Waffen lag eine Frau! (woher will man das wissen, wenn Skelette von Männern und Frauen sich nicht unterscheideten?) Erst vor 4.000 Jahren etwa begannen die Männer den Frauen alles wegzuessen, woraufhin sie schrumpften und schwächlich wurden. Und nochmal der Logikfehler: Warum, wenn die Frauen genauso stark waren wie die Männer, genauso geschickt in er Jagd, genauso kämpferisch, warum besorgten sich diese antiken Powerfrauen ihr Futter nicht einfach selbst, wenn sie erleben mussten, dass die fiesen Männer sie nur unzureichend ernährten?

Es ist einfach Humbug. Dass Frauen von Natur aus körperlich (!) schwächer sind, zeigt, dass seit der Steinzeit und darüber hinaus Geschlechterrollen wirkten, in welchen er die härtesten Arbeiten auf sich nahm und die Erträge seiner Arbeit mit ihr teilte. Der Mensch als Spezies konnte überleben, obwohl etwa die Hälfte der Population es sich leistete, keine Muskeln, keine Körperkraft aufzubauen, welche bei der Arbeit oder in Gefahrensituation vorteilhaft wäre, also dem Überleben dient. Es war kein Selektionsnachteil, der Mensch überlebte trotzdem, als soziales Gefüge, als eine Gruppe mit Sorge für Andere. Das heißt den evolutionären Kriterien unterlag der Mensch nicht als atominisiertes Individuum, sondern als Mitglied einer Gemeinschaft – der Mensch ist auch von der Evolution her ein soziales Wesen. Man sorgt füreinander und ganz besonders sorgt und sorgte der Mann für die Frau, weshalb es für sie nicht nachteilhaft war, ihre Chancen zu überleben und ihre Gene weiterzugeben, nicht beeinträchtigte, wenn sie nicht ähnlich wie der Mann Körperkraft aufbaute. Dieses weibliche Merkmal deutet nicht darauf hin, dass egoistische Männer Frauen keinen Zugang zu Nahrung gewährten („Die Männer essen den Frauen alles weg!“), sondern dass der Mann schon immer der beste Freund der Frau war, ihr das Leben erleichterte. Ich wiederhole in einem Satz: Körperschwäche der Frau war kein evolutionärer Nachteil, da der Mann für sie sorgte und die härtesten Aufgaben und Arbeiten für sie übernahm.

Und genau deshalb wird sich auch der Traum etwa der Emmas nicht erfüllen: Nämlich dass die Frau der Zukunft genauso hochgewachsen und muskulös sein wird wie der Mann – und das obwohl Frauen denselben Zugang zu Nahrung haben wie Männer. Es müsste ein anderer Faktor wirken, nämlich evolutionäre Selektion, das heißt: Schwache Frauen müssten sterben, bevor sie sich fortpflanzen könnten, nur starke Frauen dürften überleben. Dann, und nur dann, wäre die Frau der Zukunft genauso gebaut wie ein Mann. Das wird aber nicht eintreten, weil unsere Gesellschaft bei weiten nicht so brutal zu Frauen ist, dieses Selektionskriterium schlicht nicht existent ist und auch nie sein wird, solange es Männer gibt, die den Frauen bereitwillig die schwersten Lasten abnehmen.

[Nachtrag]

ich habe der Schrupp einen Kommentar dagelassen, den sie aber ihren Lesern, denen sie empfiehlt, sich in eine Filterbubble einzuschließen, nicht zugänglich machte:

Hallo Frau Schrupp, wenn die Frauen so stark kämpferisch waren, so geschickt auch in der Jagd, warum besorgten sie sich ihr Futter nicht selbst, wenn sie erleben mussten, dass die egoistischen Männer sie nur unzureichend ernährten? Ich habe ein paar Zeilen zum Thema Evolution geschrieben:
„Seit der Steinzeit essen die Männer den Frauen alles weg“

[Nachtrag 2] Mein Kommentar wurde jetzt doch freigeschaltet.

„Der Tod des Märchenprinzen“

„Der Tod des Märchenprinzen“ ist ein feministischer Klassiker – dass ich ihn gelesen habe, ist jetzt schon ein Weilchen her, es könnten sich also Fehler in meine losen Anmerkungen eingeschlichen haben.

Das ganze Drama beginnt mit einer Kontaktanzeige und endet mit mit einer Schmiererei: „Auch hier wohnt ein Frauenfeind.“

Was schon entlarvend unlogisch ist, denn das „Patriarchat“ ist eine allumfassende Gewalt:

2011-10-09

Wenn aber dem so wäre, dann wäre dieser anklagende Ausruf in etwa so sinnvoll wie der Slogan: „Auch hier wohnt ein Nazi“ mitten im tiefsten Hitlerdeutschland; eine Anklage, die nicht nur keinen interessieren, sondern umgekehrt vielleicht sogar noch zu Anerkennung führen würde, und die zudem jenen, der sich so gegen Patriarchat / Hitlerdeutschland positioniert, in Gefahr bringen würde.

Worum geht’s? Eine junge Feministin – Svende -, privilegierte Studentin der Literaturwissenschaften, kann einfach keinen Freund finden, der ihren Ansprüchen genügt. Also gibt sie eine Kontaktanzeige auf. Sie wolle keinen Macker, sondern einen neuen, feministischen Mann, der auch seine Gefühle zeigen kann:

linke frau, 24, möchte gerne unmännliche männer, gerne jünger, kennlernen. chiffre 9003.

Der Märchenprinz, Arne – nein, nicht der hier – versteht, was sie damit meint: Sie will einen Mann, der sie nicht unterdrückt; sie und andere Frauen auch nicht.

Er antwortet und das führt zu einer intensiven, kurzen, tragischen Beziehung, in welcher sie sich unrettbar verliebt, er aber souverän bleibt. Ihre Liebe führt zu Liebeskummer, der in Hass umschlägt: Sie verabschiedet sich final von ihm, indem sie ihn anspuckt, denn letztlich ist er doch, so ihre Überzeugung, nur ein Chauvinist.

Sie schreibt all ihre Erfahrungen und Gedanken zu der tragischen Love Story nieder, merkt am Ende noch an, dass es ein schlechtes Buch sei, bricht aber dennoch damit durch die Decke: Ihre Anklage gegen Arne im Besonderen und dem „Patriarchat“ im Allgemeinen wird zu einem Klassiker der Frauenbewegung. Das Schriftstück offenbart also die ganze um den eigenen Bauchnabel kreisende, aggressiv Ansprüche stellende Selbstverliebtheit kleiner Mädchen, die mit dem Fuß aufstampfen und „ICH WILL“ tönen – Feminismus halt.

Kurz erwähnt sie hier ihre Erörterungen zum Thema Sex. Arne ist ein guter Liebhaber. Svende beschäftigt sich hierzu auch mit der Lesbofeministin Alice Schwarzer, die aggressiv postuliert, dass Frauen nicht zu einem vaginalen Orgasmus fähig seien, weshalb man auf die verhasste „Penetration“, welche nur ein Akt männlicher Macht und weiblicher Unterwerfung sei, zu verzichten habe. Der Begriff „Penetration“ stammt übrigens aus dem Militärjargon und bezeichnet jenen Vorgang, bei dem ein Geschoss die Panzerung eines zu vernichtenden Feindobjekts durchschlägt – Feministen führten ihn als Bezeichnung für den Liebesakt ein. „Penetration“ also nur noch, wenn man Kinder zeugen wolle. Katharina Rutschky merkt dazu spitzzüngig an, dass man in Zeiten von künstlicher Befruchtung gänzlich auf „Penetration“ verzichten könne – eine Welt ohne Eindringen, das feministische Paradies. Jedenfalls widerspricht Svende der Schwarzer nachdrücklich: Und ob sie vaginale Orgasmen haben könne, und was für welche.

Vor dem letzten Absatz möchte ich noch kurz auf feministischen Humor eingehen: Den gibt es nicht. Dazu gibt es einen Witz, der geht so:

„Wieviele Frauen braucht man, um eine Glühbirne einzudrehen?“

Antwort: „Eine“ – (aggressives Brüllen) „UND DAS IST NICHT WITZIG!“

Der leidenschaftlich zuerst Geliebte und dann Gehasste antwortete mit „Ich war der Märchenprinz“, worin er etwas unter Beweis stellt, was Feministen völlig unbekannt ist: Nämlich einen feinen Sinn für Humor und Selbstironie.

Billy Coen über männliche Emanzipation

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

[…] Wo ist, verdammt noch einmal, die beschissene Vergleichsgruppe? Ich werde gewiss keine Frauen für ihr „früheres Leid“ betrauern und auch nicht für ihr „großartiges Ausbrechen aus ihren Rollen“ abfeiern, wenn sich nirgends auch nur einmal aufrichtig mit dem Leben von Männern zu gleichen Zeiten befasst wird und stattdessen recht unverhohlen impliziert wird, Männern wäre es die ganzen Zeiten über einfach super gegangen.

Gerade die Industrialisierung hatte einen Impact auf das Leben von Männern, welchen sich die geneigte bürgerliche Feministin in ihren wildesten Alpträumen nicht ausmalen könnte. Die Zentralisierung von Arbeit führte zu meist sehr langen Arbeitswegen, was in Kombination mit Schichten jenseits von Gut und Böse eine flächendeckende Entfremdung der Männer von ihren Familien und vor allem Kindern mit sich brachte. Das führte auch dazu, dass Männer begannen, aus ihren Rollen ein ordentliches Stück weit ausbrechen zu wollen. Sie gründeten Arbeiterverbände, später Gewerkschaften, worin dann auch die SPD ihre Geburt fand. Sie waren immer weniger dazu bereit, sich ohne jede soziale Absicherung verheizen zu lassen. Und, im Gegensatz zu den ach so tapferen Frauen, geschah dieser Widerstand tatsächlich noch als Kampf im Sinne von erhöhtem persönlichen Risiko für Leib und Leben.

Das setzte sich fort, als Männer in der BRD immer vehementer mehr Freizeit mit ihren Kindern einforderten, zum Bespiel durch die tarifvertragliche Festlegung des Samstags als freien Tag (Samstag gehört mein Papa mir). Aber auch die immer deutlicher werdende Entsagung von der „männlichen Pflicht“ sich mal eben zum Wohle der Gemeinschaft militärisch verheizen zu lassen, ist ein deutliches Zeichen männlicher Emanzipation über die vergangenen Jahrzehnte. Und auch all dies ging gegen erhebliche soziale wie politische Widerstände. Der männlichen Emanzipation wurden und werden keine roten Teppiche ausgerollt.

Aber gerade all das macht ja auch den bürgerlichen Feminismus so wuschig. Männer sind längst nicht mehr nur bereit, in dem Rahmen über sich selbst zu reden, wie es ihnen vom Feminismus erlaubt wird. Männer beklagen nicht einfach nur brav, dass sie nicht weinen und keine Röcke tragen dürfen. Nein, Männer fordern mehr Freiheit ein, was der vom bürgerlichen Feminismus zum Aufrechterhalten des Status Quos zwingend eingeforderten Rolle des Packviehs, das die Steuern erwirtschaftet und brav noch zu Hause für Frau und Kind sorgt, entgegensteht. Sie wollen sich nicht mehr mit stoischer Klaglosigkeit von einer Phalanx von rachsüchtigen Expartnerinnen, Jugendämtern und angeblich unabhängigen Beratungsstellen aus dem Leben ihrer Kinder drängen lassen, was feministischen Müllerlobbygruppen mal so gar nicht schmeckt. Und sie entwickeln auch derzeit ein immer feineres Gespür für die flächendeckende und gerade in den letzten Jahren immer radikaler geäußerte Misandrie, speziell in Medien und Politik. Und auch das schmeckt den Feministinnen gar nicht, denn Kritik an gesellschaftlicher Misandrie ist komischerweise und ganz sicher nur rein zufällig auch immer Kritik an ihnen.