Archiv der Kategorie: Geschlechterrollen

Werbung: Eine Zeitreise um zu zeigen, wie fies das „Patriarchat“ ist

2018-02-05-in-a-parallel-universe-by-eli-rezkallah244-940x1250

Die traditionelle Rollenverteilung war von Frauen genauso gewollt, denn lieber am Herd als im Bergwerk. Dass die Konstellation, wie sie rechts zu sehen ist, auch heute niemals anzutreffen ist, liegt daran, dass keine Frau bereit ist, malochen zu gehen um dann den Löwenanteil ihres hart erarbeiteten Geldes abzugeben.

Da wird ein gestandenes Mannsbild in einer Autowerbung aus dem fahrbaren Untersatz geworfen, als würde er mit den Krümeln herausgekehrt. Die durchschlagende Wirkkraft von Reinigungsmitteln wird demonstriert, wenn Männer im Wisch-und-Weg-Verfahren verschwinden. Andere werden vom Stier niedergetrampelt, vor der Tür vergessen, und Väter ziehen gegenüber ihren Söhnen stets den Kürzeren. Der Nachwuchs macht den Altvorderen beim Spielen, Basteln, Heimwerken, im Sport oder bei der Autowahl regelmäßig etwas vor.

Die Methode hat System. „Männer in den Medien“, so eine Studie des Österreichischen Sozialministeriums, werden fast durchweg diskriminiert. Auf 350 Seiten wird anhand Dutzender Beispiele aus dem deutschen Werbesprachraum dargestellt, dass sie zu Trotteln gemacht werden – und zu Volltrotteln in der Vaterrolle. Die Autoren merken an, dass es als sexistisch empfunden würde, würden Frauen und Mütter so dargestellt. Vor diesem Resümee lag die Befragung von 2560 Frauen und Männer im Alter von 15 bis 93 Jahren. Untersucht wurden 94 Werbespots, die 58 erfolgreichsten Kinofilme sowie die 83 beliebtesten Fernsehserien der letzten sechs Jahre.

So das Hamburger Abendblatt über eine Studie mit Wert. Das interessiert aber nicht. Viel wichtiger ist das Bild der Werbung aus den 50ern, der Steinzeit der Geschlechterverhältnisse also, in welcher Frauen auf’s übelste unterdrückt wurden.

immonet0021

So berichtet ze.tt über einen Fotografen, der Werbebilder aus den 50ern nachstellt, wobei er die Geschlechter tauscht, um zu zeigen, wie bitter das „Patriarchat“ für Frauen war und heute bestimmt noch ist.

Dabei bedient er sich zum einen einer plumpen Manipulation, nämlich einer selektiven Auswahl der Motive, welche er als Beweis für die scheinbare Frauenfeindlichkeit heranzieht. Nehmen wir an, von 1.000 Werbebilder sind 10 frauenverachtend. Indem ich nun allein diese 10 präsentiere, kann ich ein völlig falsches Bild der Verhältnisse zeichnen. Denn, was auffällt: Die vorgeführten Werbetreibenden sind so gut wie unbekannt, sind keine großen Nummern. Anders etwa Levi’s. Du kennst Levi’s, jeder kennt Levi’s. Einer ihrer Werbung ging so: Eine junge Frau klingelt an einer Haustür. Ein Mann öffnet, die Frau tritt ihm anlasslos voll zwischen die Beine, er geht zu Boden, es wird das Werbemotto eingeblendet: „Dressed for the moment!“ – solcherlei Gewaltdarstellung ist keiner Feministin ein Aufschrei wert.

Denn es ist anzunehmen, dass man die brutalsten Werbebilder verwendet hat, die zu haben waren, sowie die mit mit dem größten Namen des Werbetreibenden. Und so wird bei ze.tt gleich zu Beginn der Serie eine Szene gezeigt, in welcher ein Mann eine Frau über’s Knie legt. Soll wohl heißen: Gewalt gegen Frauen wurde toleriert. Und das ist eine Lüge: Eine solche Gewaltverherrlichung, wie sie mit Männer möglich ist – siehe bspw. die Werbung unten – oder die gewaltverherrlichende Hate-Speech, die sich Bundesverdienstkreuzträger leisten dürfen, ist umgekehrt nicht möglich. Die tatsächlichen Verhältnisse sind nach wie vor so, dass Frauengewalt tabuisiert wird, mit der Folge, dass Frauen nahezu nach Belieben Kinder und Männer misshandeln dürfen. Man denke auch an die „Nudelholzwitze“, in welchen Frauengewalt an Männern verharmlost werden. Ein Pendant mit getauschten Geschlechtern gibt es schlicht nicht.

SparkasseDer zweite Punkt ist, dass die traditionelle Rollenverteilung – sie am Herd, er im Bergwerk – als Nachteil der Frau ausgelegt wird. Aber wer war da an der Macht? Richtig: Adenauer, CDU mit dem traditionellen Rollenbild. Und warum war er an der Macht? Weil die Frauen ihn gewählt hatten und nicht die SPD mit einem wesentlich „moderneren“ Rollenbild, welche die Frau als eine außerhäuslich arbeitende sah – nur dass die Weiber darauf keinen Bock hatten. Zu recht, denn Arbeit bedeutet in der Regel nicht „Selbstverwirklichung“, von der Akademikerinnen in ihren vollklimatisierten Büros mit Kaffeemaschinenreichweite dauernd faseln, sondern Mühsal und Entbehrung, kurz: Leid.

Und ja, ach Gottchen: Man hat von Frauen erwartet, dass sie den Haushalt machen, damals hatte sie noch Pflichten. Das ist wahr, aber nur die halbe Wahrheit. Die andere Seite der Medaille ist, dass man vom Mann erwartet hat, arbeiten zu gehen und den Lohn für die Familie aufzuwenden. Er konnte sein Gehalt nicht einfach versaufen, wenn ihm danach war, dafür haben Staat, Recht und Gesetz sowie Kirche gesorgt.

Mal sehen: Vielleicht druckt in 50 Jahren irgendein Blatt die Düsseldorfer Tabelle ab und die Leser empören sich reihum über die parasitären Weibchen.

Advertisements

Über Prinzessinnen und warum Nymphen aus dem Museum verbannt werden

david-michelangelo

Eine Beschwerde, dass man hier einen Mann zu einem Dekorationsobjekt reduziere, ist kaum zu erwarten.

Hollywood hatte seine Lektion schon vor #metoo gelernt. In der Neuverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ erfüllt die weibliche Hauptrolle – die „Schöne“ gespielt von Emma Watson – die Funktion der Prinzessin, ohne aber dabei eine traditionelle Prinzessin zu sein, die vom Helden, dem Prinzen, gerettet werden muss. Gleich zu Beginn stellt sie ihre Qualifikation als Maschinenbauingenieurin unter Beweis indem sie eine Waschmaschine konstruiert, die die Arbeit für sie macht und auch in der späteren Handlung ist eher sie es, die ihn rettet und nicht umgekehrt.

Denn eine Prinzessin, die gerettet werden muss, gefällt Feministen nicht. Es transportiert das Bild von einer  Weiblichkeit, der männliche Qualitäten fehlen wie Kampfgeist – nützlich, wenn man es mit Drachen aufnehmen muss – oder eben ein Sinn für Technik. Es soll ein neues Bild der Weiblichkeit durchgesetzt werden, dass sich mehr an Sarah Connor aus Terminator 2 oder der Heldin aus Salt orientiert, wo sie kämpfen und rennen und schießen wie Arnold Schwarzenegger oder Silvester Stallone in ihren besten Zeiten – diese Weiblichkeit ist gewollt, denn diese Weiblichkeit kann bewundert werden und ist respekteinflößend. Eine passive Weiblichkeit hingegen ist es nicht, was vielleicht der Grund dafür ist, dass die schwedische Vergewaltigung Männer bestraft, die sich auf passive Frauen einlassen.

waterhouse_hylas_and_the_nymphs

Aus politischen Gründen weggesperrt. Wir gehen interessanten Zeiten entgegen.

Schönheit ist keine aktive sondern eine passive Eigenschaft, zudem eine angeborene also nichts, worauf man eigentlich stolz sein könnte. Männer haben dennoch zu allen Zeiten die Schönheit der Frau gezeichnet und festgehalten. Männer wissen weiblichen Liebreiz zu bewundern und wertzuschätzen. Auf diese Art der Wertschätzung kann die Feministin aber verzichten. Und jetzt, da sie an der Macht ist, übermalt sie nicht nur Gedichte, verbietet schönen Frauen als Hingucker bei der Formel 1 zu arbeiten, sondern verbannt auch wunderschöne Nymphen aus dem Museum, weil sie meint, diese männliche Wertschätzung sei Geringschätzung, Frauen würden „reduziert“ mal zu Dekorations- mal zu Sexobjekten. Hier wirkt mal wieder die Projektion: Die Geringschätzung, die die Feministin für die schöne Frau empfindet, meint sie beim Mann verorten zu können. Dass aber eine solche Geringschätzung vorliegt ist schwerlich anzunehmen, denn dann würde sich ein Mann kaum die Mühe machen, dieser Schönheit in anspruchsvollen Meisterwerken zu huldigen.

Prinz und Prinzessin sind Rollen aus Mythen und Märchen. Aber sie finden ihre Entsprechung in der Realität: Der Prinz ist der ganz durchschnittliche Ernährer der Familie, die Prinzessin ist die Hausfrau und Mutter oder diejenige, die einen kleinen Teil hinzuverdient. Und diesen Status als Hausfrau verdankt sie ihrer Schönheit; eine schöne Frau hat es einfacher einen Ernährer und Mann zu finden als eine hässliche. Damit stellt Schönheit einen entscheidenden Faktor dar, was Leben und Schicksal der Frau angeht aber kaum des Mannes. Das Problem ist nicht, dass die Frau schön ist, das Problem ist, was sich daraus ergibt, nämlich die Prinzessin, die kaum CEO wird oder Nobelpreisträgerin. Deshalb wird die Darstellung eines Mannes als schön kaum die Anklage herausfordern, hier werde ein Mann „reduziert zu einem Dekorationsobjekt“. Bei der Frau ist es ebenfalls nicht der Fall, sie wird nicht „reduziert“, es wird vielmehr die Feministin schmerzlich daran erinnert, was verantwortlich ist für das leichtere, freiere aber weniger bewundernswerte Leben, das Frauen führen. Die Frau hat es besser als der Mann, da Arbeit nur selten „Selbstverwirklichung“ bedeutet sondern meist Mühsal, Maloche und Leid. Frauen gehen den Weg des geringsten Widerstand und lassen sich das Leben durch seine Arbeit unterhalten. Daraus resultiert eine höhere Wertschätzung des männlichen Parts; der Prinz, der echten Belastungen und Gefahren ausgesetzt ist, ringt einem eher Respekt ab als die Prinzessin und da beginnt das Problem der Feministin.

Die Lösung des Problems der Feministin ist, wenn man die Frau nötigen würde, dieselbe Mühsal auf sich zu nehmen wie der Mann, was ja auch feministische Programmatik ist, schon Simone de Beauovoir sagte sinngemäß, dass man Frauen dazu zwingen müsse. Dass Mythen und Märchen manipuliert werden, ist da nur ein Mosaiksteinchen, mit welchen das Bild der Pauerfrau etabliert werden soll. Nur dass das eben nur ein Bild ist, ein Phantasma, nur Schein ohne Substanz. In dem Bemühen, etwas vom Ansehen der Männer abzubekommen, werden Karikaturen installiert wie etwa Quotenfrauen, die dann aber aus lauter Inkompetenz mehr eine Schande als Zier des weiblichen Geschlechts darstellen. Oder es werden die Anforderungen an Frauen gesenkt, um ihnen etwa Zugang zu Militär, Feuerwehr oder anspruchsvollen Berufen zu verschaffen. Oder es werden Jungen systematisch in der Schule benachteiligt, damit sie später nicht die Ernährerrolle übernehmen können. Oder es wird die Sprache verschandelt, um Frauen „sichtbar“ zu machen. Nur, dass sich eine Ministerin zum Affen macht, wenn sie von „Soldatinnen und Soldaten“ redet, denn es ist eine Lüge, es findet keine Entsprechung in tatsächlichen Verhältnissen, es wird nicht durch Wahrheit gestützt, es ist erbärmlich. Das weiß die Feministin vermutlich auch alles, was nicht zu guter Laune beiträgt. Dumm nur, dass sie mit ihrem Hass gegen das Wahre, Schöne, Gute an der Macht ist.

Nun, Hollywood steht nur stellvertretend für einen neuen Trend, wonach Männer Frauen nicht mehr beschützen und retten dürfen. Ob es Frauen damit besser ergeht, ist im höchsten Maße fraglich.

[Update] Das Gemälde wird wieder aufgehängt.

Wo Männer aus feministischer Sicht benachteiligt sind und die Verweiblichung des Mannes

4bcad-1-crop-original-original

Ein Junge, der Feministinnen gefällt. Nur: Meinen sie es gut mit ihm?

Wenn man Feministinnen mit männlichen Nachteilen wie Obdachlosigkeit konfrontiert, ist die Reaktion auf Zustände, die auf weiblicher Seite ein Anlass für einen weiteren #aufschrei und eine nationale Debatte wäre, Ausflüchte, wie z.B. dass Männer selbst schuld daran seien oder dass das „Patriarchat“ eben auch Männern schaden würde, weshalb man nicht männlichen Obdachlosen helfen sollte sondern noch mehr Frauenförderung angesagt sei.

Aber halt: Bleiben wir fair. Feministinnen sind ehrlich empört über männerfeindlichen Sexismus. Dass zum Beispiel Männer nicht rosa Kleidchen tragen können, ohne dass man ihre Männlichkeit in Frage stellt, ist ein Anlass für Femininistinnen, sich über diese fiese strukturelle Benachteiligung zu empören!

Woran liegt das? Warum interessieren sie sich einen Scheiß für Männer, die unter der Brücke krepieren, sind aber echt leidenschaftlich dabei, wenn Jungen, die von feministisch inspirierten Müttern in Mädchenkleidern zur Schule geschickt werden, dort gehänselt werden? Die Antwort liegt auf der Hand: Feministinnen lieben schwache Männer, sie lieben verweiblichte Männer.

Und zwar genauso, wie sie umgekehrt die empauerte Frau, die Pauerfrau, lieben. Das liegt daran, dass entgegen der täglichen Propaganda der Mann kein Täter ist, sondern ein Held. Der feministische Hass gegen Männer resultiert nicht daraus,  dass der Mann so ein Widerling ist, sondern im Vergleich zur Frau ganz gut dasteht. Feministinnen sind verhinderte Geschlechterpatriotinnen: Sie wären so gerne so stolz auf ihr Geschlecht, das Problem ist nur, dass es neben dem Weltenerbauer Mann verblasst. Dadurch lässt sich das scheinbare Paradoxon erklären, wonach Feministinnen alles typisch männlicher verteufeln, aber gerade diese typisch männlichen Eigenschaften bei Frauen heranzüchten wollen. Männer sind Naturwissenschaftler, also sollen die Mädchen MINT-Fächer studieren. Männer werden als Soldaten missbraucht, also klagen Feministinnen das Recht auf Dienst an der Waffe ein. Und das, was bei Männern als Gewaltausübung verurteilt wird, gilt bei Frauen als emanzipierte Stärke und Durchsetzungskraft. Was Feministen bei Männern hassen, lieben sie bei Frauen und was sie bei Frauen hassen, lieben sie bei Männern.

Aus der Unfähigkeit, es dem Mann gleich zu tun, resultiert Hass. Deswegen soll der Mann dekonstruiert werden, soll zerlegt und vernichtet werden, soll weibliche Eigenschaften übernehmen – die insgeheim von Feministinnen verachtet werden: Pink stinks. Feministinnen wollen auf Männer herabblicken können.

Und damit zurück zur Ausgangsfrage: Nein, Feministinnen meinen es nicht gut mit dem Jungen, der Rosa trägt. Sie handeln nicht in seinem Interesse, sie verfolgen ihre eigene, selbstsüchtige Politik der Zerstörung von Männlichkeit. Und hier fangen sie bei Kindern an, bei denjenigen also, die sich am schlechtesten wehren können.

Nachtrag zu Schlampen vs. Playboys

„Sex ist etwas, das Männer Frauen antun“ – Elfriede Jelinek (Literaturnobelpreis)

Siggi hat meinen Beitrag zum Thema „Schlampen“ aufgegriffen.

Als erstes muss ich den Strohmann zurückweisen, wonach „zu viel“ Sex ähnlich wie „zu viel“ Nahrung oder Alkohol zu werten ist. Das ist banal und steckt schon in dem Wörtchen „zu“ in „zu viel“ drin. Natürlich halte ich ein Plädoyer für gesunden Sex. Siggis Antwort ist in etwa so zu werten, als ob ich die Vorzüge hervorhebe, Essen zu genießen, etwa wie ein Gourmet, und dann eingewendet wird, dass „zu viel“ Essen gesundheitsschädlich ist. Das bestreite ich nicht, aber ich spreche nicht von Sexsucht (analog zu Esssucht oder Alkoholabhängigkeit) sondern von einer gesunden Beziehung zur Sexualität, sowohl der eigenen als auch zu der des Partners.

Siggi schreibt:

Warum sollte es bei Sex so wichtig sein, dass man ihn „ohne schlechtes Gewissen genießen“ kann?

und da frag ich mich, ob er es ernst meint, und wen er meint – allein Frauen oder auch Männer?

Will er allen Ernstes ein schlechtes Gewissen bei Sex als etwas gutes beurteilen? Und meint er damit allein Frauen, die sich zu schämen haben, wenn sie eine befreite Sexualität leben, oder auch Männer? Er verwendet allein den verurteilenden und stark herabwürdigenden Begriff „Schlampe“ ohne männliche Entsprechung, woraus man folgern kann, dass allein Frauen sich zu schämen hätten – das wäre frauenfeindlich und getragen von einer Doppelmoral: Ein und dasselbe Verhalten hier als etwas Kritikwürdiges, dort in Ordnung. Später im Text redet er von „Impulskontrolle“, ganz so als ob eine sexuell befreite Frau (und Mann?) sich nicht unter Kontrolle hätten. Das erinnert stark an Mädchenbeschneidung in primitiven Kulturen, denn diese werden dort auch mit dem Argument vorgenommen, dass man diesen Frauen den Spaß am Sex nehmen will, da sie sich ansonsten nicht unter Kontrolle hätten und fremdgehen würden.

Siggi schreibt:

Viele Dinge sind geschützt und rationiert, unterliegen also einer Zugangsbeschränkung. Das gilt für jeden Laden. „Schuldig machen“ sich nur diejenigen, die den Preis nicht bezahlen wollen. Zahlende Kunden sind herzlich willkommen.

Damit beschreibt er nichts anderes als Prostitution. Er zieht also Beziehungen vor, in welchen Männer Sex von Frauen kaufen. Sie müssen eine Gegenleistung erbringen, im Puff Geld, außerhalb des Bordells hingen Wohlverhalten. Wenn man so eine Frau heiratet, hat man eine Eheprostituierte geehelicht, die einen hin und wieder dran lässt dafür, dass man ihr das Leben unterhält. Ob allerdings eine solche Beziehung tragfähiger ist als eine mit befreiter Sexualität, ist angesichts der exorbitanten Scheidungszahlen fragwürdig.

Siggi ist offenkundig ein Anhänger des „Hure und Madonna“-Modells. Auf der einen Seite die Hure, die „Schlampe“ mit einer verlotterten Sexualität, die sich eigentlich zu schämen hätte, auf der anderen Seite die Heilige, die Madonna, die enthaltsam ist und die man guten Gewissens ehelichen kann um für sie zu sorgen.

Mein Konzept hingegen ist eines, in welchem Frauen wie Männer eine gesunde Beziehung zur ihrer Sexualität unterhalten, sich nicht schämen müssen, und auch nicht wie Jelinek oben Sex für etwas halten, wofür man die Partnerin entschädigen muss.

Ich las vor einiger Zeit mal eine interessante Anekdote einer Feministin. Sie berichtete, wie sie einen Mann erst aus ihrem Bett und dann aus dem Haus geworfen hatte. Der Grund: Er weigerte sich, sie oral zu befriedigen, weil er das ekelhaft fand. Die Feministin argumentierte, dass sie ein Recht auf ein gesundes Körpergefühl hätte, und ihr Partner ihr das auch schuldig wäre. Ein Partner, der sich vor ihren Genitalien ekelte, würde ihr harmonisches Körpergefühl stören. Typisch Feministin: Das Recht auf eine gesunde Körperharmonie forderte sie allein für Frauen.

Dieses Recht steht aber auch Männern zu. Auch ein Mann hat ein Recht darauf, dass die Partnerin seinen Körper und seine Sexualität als etwas Schönes auffasst. Männer wie Frauen dürfen ihre Sexualität als etwas Wunderbares und Positives begreifen, nicht als etwas, wofür man sich zu schämen hat oder für das man bezahlen muss. Siggis Modell von Sex ist deformiert. Frauen haben sich zu schämen, wenn sie Sex außerhalb einer eheähnlichen Beziehung haben und werden mit dem massiv herabwürdigendem Begriff „Schlampe“ belegt, welcher laut Siggi vollkommen in Ordnung ist – Männer hingegen haben Sex zu kaufen, als ob sie den Frauen was wegnehmen würden, oder ihnen etwas „antun“, wofür sie eine Entschädigung zu zahlen hätten.

Gesunde, nicht deformierte Menschen haben ein gesunde, genießerische Ader sowohl zur eigenen Sexualität als auch zu der des Partners. Möge sich jeder selbst entscheiden, was er vorzieht, Freude am Sex oder Scham und Prostitution.

[Nachtrag] In einem ausführlichen Kommentar hat mich Siggi korrigiert. Er verteidigt nicht das Hure-Madonna-Weltbild. Da habe ich zu flüchtig und blindwütig gelesen und mich von Reizwörtern triggern lassen.

Sexuell freizügig: Frauen sind Schlampen und Männer sind Playboys?

Zur Abwechslung mal ein Punkt, bei dem ich der feministischen Sicht auf die Dinge zustimmen kann, nämlich dem Umstand, dass Frauen, die viel Sex mit vielen Männern haben, als „Schlampen“ gelten, Männer, die umgekehrt dasselbe machen als „Playboys“ bewundert werden. Eine Metapher, die dabei häufig angeführt wird, ist die mit dem Schloss und dem Master-Key. Eine Frau, die viele Liebhaber hat, ist dabei ein „billiges“ Schloss, das durch jeden Schlüssel geöffnet werden kann. Ein Mann hat umgekehrt hingegen den „Master-Key“, welcher jedes Schloss öffnet.

Diese Sicht ist frauenfeindlich, ohne Frage, hat aber auch Ursachen. Eine auch nur durchschnittlich gutaussehende Frau hat es einfach an Sex zu kommen. Sie muss sich nur verführen lassen, was relativ einfach ist. Ein Mann hingegen muss etwas leisten, was nicht jeder kann und wofür es besondere Charaktereigenschaften und Fähigkeiten braucht, um die er von anderen Männern beneidet wird. Kurz: Erobert zu werden ist einfacher als zu erobern.

Auf einer Party kam das Gespräch mal auf das Thema. Es ging um die Frage, ab dem wievielten Date Sex in Ordnung. Als eine Frau in der Runde gefragt wurde, ob sie sich Sex beim ersten Date vorstellen könne, entgegnete sie entrüstet: „Ich bin doch keine Schlampe!“.

Das ist nicht gut. Das ist schlecht [Nachtrag: Damit meine ich nicht, dass man beim ersten Date unbedingt Sex haben sollte, ich verurteile lediglich die Implikation, wonach eine Frau, die beim ersten Date Sex hat, eine Schlampe sei]. Eine solche Frau ist nicht sexpositiv. Eine solche Frau hat keinen guten Kontakt zur ihrer Sexualität. Sie unterhält keine Beziehung zu ihrer Sexualität als etwas, dass man ohne schlechtes Gewissen genießen kann. Sie ist deformiert und verbogen, und wenn man sich als Mann mit ihr einlässt, muss man sich selbst auch verbiegen. Der ungesunde Umgang mit der eigenen Sexualität betrifft auch die Sexualität des Mannes. Denn wenn die weibliche Sexualität als etwas gesehen wird, was man schützen und rationieren muss, geht das mit dem Blick auf die männliche Sexualität einher, die nimmt, befleckt und sich schuldig macht – das eine bedingt das andere. Das geht in Richtung viktorianischer Prüderie, das hat was vom Verbot vorehelichen Sex‘ – es nötig Männer in die Ernährerrolle, welche von Frauen auch gewollt ist: „Ich bin monogam und gebe mich nur dir hin, bin keine Schlampe, und Du sorgst für mich“ (die traditionelle Rollenverteilung ist von Frauen gewollt, weshalb sie mit Einführung des Frauenwahlrechts auch nicht abgeschafft wurde).

Deshalb sollte man den Begriff „Schlampe“ tunlichst aus seinen Wortschatz streichen und Frauen meiden, die ihre Geschlechtsgenossinnen damit abwerten.

Sind wir darauf angewiesen, richtig "gelesen" zu werden?

Feministen sprechen häufig davon, dass Menschen „gelesen“ werden. Damit ist gemeint, dass die Umwelt einen auf eine bestimmte Art und Weise wahrnimmt (also: „liest“) und dann in eine bestimmte Schublade steckt, um das „Opfer“ dieses Vorganges dann dementsprechend zu behandeln. Hierbei entfalten sich Vorurteile, was von Feministen angeprangert wird.

Ein Beispiel: Ich sehe einen Menschen, lese ihn als Frau und gehe automatisch davon aus, dass ihr der Rechner von einem Mann eingerichtet wurde, da sie selbst nicht in der Lage ist, eine Betriebssystem zu installieren. Anhand dieses Beispiels zeigt sich schon, dass Feministen negative Vorurteile über Frauen haben, unabhängig davon, ob sie nun zutreffen oder nicht; ich schrieb bereits einmal, dass Problem der Feministen ist nicht, dass Männer so böse, gewalttätig und schlecht sind, das Problem ist, dass Männer zu gut sind, und der ganze Feminismus ist im Grunde eine Revolte gegen die eigene Selbstverachtung, wie es einmal ein Maskulist ausdrückte.

Jeder Mensch arbeitet mit auswendig gelernten Widerholungen, Schubladen und Vorurteilen. Was anderes wäre auch gar nicht möglich. Wenn ich jeden Morgen das Schuhzuknüpfen neu lernen müsste, die ganze Gesellschaft wäre schlicht nicht überlebensfähig. Und so ergeht es auch allen Menschen, die ich sehe, die irgendjemand sieht: Für mich wie für jeden heterosexuellen Mann ist eine junge, attraktive Frau nunmal etwas grundlegend anderes, als ein junger, attraktiver Mann. Von der einen will ich etwas, was ich vom anderen nicht will. Ich stecke sie also in unterschiedliche Schubladen, behandele sie unterschiedlich, was im Grunde ein Sexismus darstellt. Nur das dieser Sexismus moralisch einwandfrei ist (Feministen sehen das freilich anders): Es ist legitim, dass ich einen Mann anders behandel als eine Frau, also zum Beispiel keine Annäherungsversuche unternehme.

Meine These ist jetzt, dass dies von der großen Mehrheit der Menschen auch so angenommen, akzeptiert wird, ja: gewollt ist. Die allermeisten Menschen sind mit ihrem Geschlecht zufrieden, und wollen auch geschlechtsspezifisch behandelt werden, ja ich gehe sogar noch weiter und behaupte, als Frau oder Mann ist man geradezu darauf angewiesen auch als Frau oder Mann geschlechtsspezifisch gelesen und behandelt zu werden.

Zur Beweisführung berufe ich mich auf das Phänomen der Transsexualität. Ich habe mehrer Transsexuelle kennengelernt und will hier zwei Menschen als exemplarisches Beispiel anführen. In beiden Fällen handelt es sich um Mann-zu-Frau-Transsexuellen, also Frauen, die in einem Männerkörper eingesperrt sind oder waren. Beide hatten bereits ihre operative Geschlechtsumwandlung hinter sich.

Bei der Einen war die Geschlechtsumwandlung geglückt. Ich habe selten eine derart entspannte Seele kennengelernt. Die Geschlechtsumwandlung war in dem Sinne geglückt, als dass man ihr abkaufte, eine Frau zu sein, immer schon gewesen ist. Und das war der Grund für Glückseligkeit. Sie wurde als Frau gelesen und auch so behandelt, womit ihr höchstes Ziel erfüllt war. Sie trug lange blonde Haare, Lippenstift und Eyeliner, und man nahm es ihr ab. Ihr seelischer Glückszustand rührte daher, dass sie so behandelt wurde, wie sie es sich wünschte, dass die Reaktionen ihrer Umwelt in Kongruenz standen zu ihrer psychischen Verfassung – sie fühlte sich als Frau, trat so auf, wurde so behandelt, also war sie glücklich.

Der zweite Fall hingegen war ein tragischer. Während die Transfrau aus dem ersten Beispiel schon vor der Geschlechtsumwandlung ein sehr femininer Mann gewesen sein musste, so traf auf das zweite Beispiel das genaue Gegenteil zu. So war sie erstmal einen Kopf größer als ich, und ich bin nicht klein. Weiterhin verfügte sie über ein männlich-markantes Gesicht genauso wie über ein männlich-robusten Körperbau. Mit anderen Worten: Sie konnte sich bemühen wie sie wollte, sie wurde nicht als weiblich gelesen. Egal, ob sie Lidschatten oder Lippenstift auftrug, ob sie sich in Sommerkleider hüllte, man kaufte ihr einfach nicht ab, eine Frau zu sein, sie wirkte nur wie ein Freak. Und das war ihr höchstes Unglück – sie wurde nicht als Frau behandelt, keiner machter ihr den Kavalier und Gentleman, und darunter litt sie – so sehr, dass sie psychologische Hilfe in Anspruch nehmen musste.

Was sich hier am Beispiel der Transsexualität zeigt, ist, dass genau das, was von Feministen verteufelt wird, nämlich, dass man geschlechtsspezifisch gelesen, und in der Folge auch geschlechtsspezifisch behandelt wird, eine Notwendigkeit für psychische Gesundheit ist. Frau und Mann bleiben gesund, wenn wir sie als Frau und Mann lesen und so behandeln. Und so sind die Fronten: Hier Feministinnen, die sich dagegen verwahren, als „weiblich“ gelesen zu werden, weil dies „Diskriminierung und Sexismus“ sei, dort Transsexuelle, die von nichts anderem träumen, als genauso behandelt zu werden, wie es ihrer geschlechtsspezifischen, psychischen Situation entspricht. Ein Feminismus, der alle Geschlechtermerkmale oder -stereotype aufheben will, ist nicht nur krank, er ist auch krankmachend.

Gender und Rolle – Was ist anerzogen, was angeboren?

Eine Frage, die sich in Genderdebatten regelmäßig stellt, ist, wieviel der „Geschlechterrolle“ ist anerzogen, wieviel angeboren. Wenn Jungen gerne mit Autos spielen oder toben, wenn Mädchen Glitzer und Rosa bevorzugen, ist das nun durch gesellschaftliche Erwartungen aufgedrückt oder äußert sich hier die Biologie?

Was die biologistische Position angeht, so kenne ich keine, in welcher behauptet wird, dass jedwedes Verhalten angeboren ist – und zwar zu 100%. Erzieherische und gesellschaftliche Einflüsse auf die Charakterentwicklung wird in der Regel – bis zu einem bestimmten Maß – eingeräumt.

Auf der Gender-Seite sieht das anders aus. Eine dominierende Theorie lautet darauf, dass der Mensch von der Geburt an ein unbeschriebenes, weißes Blatt in seiner Persönlichkeit sei, und alle Charaktereigenschaften, wozu ausdrücklich auch die sexuelle Identität und Orientierung zählen, lediglich anerzogen seien (und zwar zum Nachteil der Frau). Mit anderen Worten: Wenn ich einen Jungen kastriere und wie ein Mädchen aufziehe, dann wird daraus eine vollwertige Frau (von der Gebärfähigkeit abgesehen). Ein solches Experiment wurde tatsächlich schon unternommen, unter Applaus der Gender-Szene und der Feministen, beispielsweise Alice Schwarzer, die bekundete, dass hier ein Mann dem Auftrag der Wissenschaft gerecht würde. Nachdem dieses Experiment tödlich scheiterte – das Versuchskaninchen erschoss sich – wurde der Fall stillschweigend aus der Gender-Literatur gestrichen. Aufgeklärt wurde nicht, unter anderem darüber, dass das Opfer sein ganzes Leben lang die aufgezwungene Geschlechterrolle ablehnte, und augenblicklich beschloss, als Junge weiterzuleben, als er erfuhr, dass er auch als ein solcher geboren worden war. Man hatte hier künstlich einen Transsexuellen geschaffen, einen Menschen, der sich dem anderen Geschlecht zugehörig fühlte, als es seinem körperlichen entsprach.

Die Frage, was denn nun anerzogen ist, und was angeboren, ist eine ungeheuer spannende. In nächster Zeit dürfte sie aber nicht zu klären sein, da Gender-Feministen, die den Diskurs dominieren, gar nicht an einer offenen Fragestellung interessiert sind, sondern das Dogma von der ausschließlich anerzogen Geschlechterrolle vor sich hertragen und keine Kritik daran zulassen.

Was meine persönliche Theorie angeht: Ich halte bestimmte Charaktereigenschaften bis zu einem gewissen Graf für angeboren, aber nicht für geschlechtsspezifisch – von sexueller Orientierung und Identität abgesehen.

Okay, das ist erklärungsbedürftig, ein Beispiel: Aggression. Der Mann gilt in der Regel als das gewalttätige und aggressive Geschlecht, was zu Folge hat, dass die ersten Opfer im Krieg als Täter gesehen werden und männliche Opfer häuslicher Gewalt keine Hilfe erfahren, da es sie ja angeblich gar nicht gibt. Jetzt weiß man aber aus der Forschung über häusliche Gewalt, dass Frauen ganz genauso gewalttätig werden wie Männer. Hier trifft einer der Gendergrundsätze zu, nämlich dass die Unterschiede innerhalb einer Geschlechtergruppe größer sind, als zwischen den Geschlechtern – sprich: Die Formel „Männer aggressiv – Frauen friedfertig“ ist nicht zu halten. Ich halte die Charaktereigenschaft „aggressiv“ oder „gewaltbereit“ also nicht für geschlechtsspezifisch.

Ich halte sie aber für einen guten Teil für angeboren. Hierzu erinnere ich mich an einem Fall, bei welchem ein Mann eine Kopfverletzung erlitt. Bis zu diesem Tag litt seine Familie darunter, dass er jähzornig und gewalttätig war. Eine Eigenschaft, die er nicht mehr aufwies, als er aus dem Krankenhaus heimkehrte. In Situationen, in welchen er vorher einen Wutanfall gezeigt hätte, blieb er nun ruhig, sein Jähzorn war mit der Beschädigung bestimmter Hirnareale wie weggeblasen. Ein starker Indikator dafür, dass seine Wut im Hirn angelegt war. Diese Eigenschaft war also angeboren – aber nicht geschlechtsspezifisch.

Solche Charaktereigenschaften halte nicht für geschlechtsspezifisch angeboren. Andere, wie die sexuelle Orientierung, schon. 95% der Jungen stehen nun mal auf Mädchen, das ist nicht anerzogen, sondern angeboren (genauso wie homosexuelle Neigungen).

Die Frage ist jetzt, wie es zu geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen kommt. Warum zum Beispiel obliegt es dem Mann, und nicht der Frau, den jeweils anderen anzusprechen und damit das Risiko der Zurückweisung einzugehen? Warum ist Rosa die weiblich kodierte Farbe? Dies halte ich für kulturell anerzogene Unterschiede; sicher gibt es kein Gen, welches das Weibchen auf „rosa“ trimmt*. Was aber angeboren ist, ist das Bedürfnis sich vom anderen Geschlecht abzugrenzen, Unterschiede zu kultivieren. Das hat was mit der geschlechtlichen Identität zu tun, denn wenn man gleich ist (nicht im Sinne der Gleichheit vor dem Gesetz) ist man gar nichts, da man sich vom anderen nicht unterscheiden kann. Die meisten Menschen fühlen sich mit ihrem Geschlecht wohl und auch damit, sich im alltäglichen Umgang voneinander zu unterscheiden. Das betrifft natürlich nicht die Gleichberechtigung, die Gleichheit vor dem Gesetz. Aber nur weil man als Rechtsperson gleichgestellt ist, bedeutet das nicht, dass man dies auch im kulturellen Umgang miteinander ist. Und in einer toleranten Gesellschaft können sowohl Mädchen als auch Jungen vom typisch-geschlechtsspezifischen Verhalten abweichen: Ein Mädchen kann ein Tomboy sein und eine Olivia Jones kann wie ein weiblicher Paradiesvogel auftreten, ohne, dass es damit ein Problem gibt – oder geben sollte. Jeder wie er will, lautet die Devise. Allerdings – und das wird Feministen gar nicht passen – bedeutet das auch, dass sich Mädchen und Jungen unter einer solchen Direktive überwiegend geschlechtsspezifisch verhalten werden.

*(Feministen stört es, dass Rosa die weiblich kodierte Farbe ist. Genauer: Feministen stört, dass überhaupt eine Farbe weiblich kodiert ist, wäre es Grün, diese würde genauso angefeindet werden, und es gäbe eine Initiative: „Die Grün-Hellblau-Falle“ und Parolen wie „Green stinkt“. Das Kernproblem des Feminismus ist nicht der Unterschied zwischen den Geschlechtern, das Kernproblem ist, dass es überhaupt zwei Geschlechter gibt, die man im alltäglichen Erleben klar und deutlich voneinander unterscheiden kann. Gender bedeutet, die Geschlechter aufzulösen, zu „dekonstruieren“, weil die bloße Existenz zweier Geschlechter für den Genderisten eine Zumutung darstellt.)