Archiv der Kategorie: Geschlechterrollen

Zensiert: Frauen, träumt ihr heimlich davon, euch vom Job ins Muttersein zu flüchten?

Hier.

Zensierter Kommentar:

Die traditionelle Rollenverteilung stirbt nicht aus, weil sie von Frauen so gewollt ist, denn Arbeit ist sch***e – keine heiratet nach unten, da keine bereit ist, den Löwenanteil ihres Lebenseinkommen an Mann und Kind abzugeben. Frauen, die sich ihren Kinderwunsch erfüllen – was erstes und ärgstes Anliegen eines Menschen sein kann -, betreiben Selbstverwirklichung.

Sie darf nicht ohne Erlaubnis des Mannes arbeiten… die eigentliche Frage.

zehnter_ochse:

„ohne die Erlaubnis des Mannes arbeiten“

Ob es irgendwann erlaubt sein wird, dass der Mann ohne die Erlaubnis der Frau aufhören kann zu arbeiten?

Siehe auch:

Konnte der Mann der Frau verbieten, arbeiten zu gehen?

Bei Pinkstinks weiß man nicht, wer das Haus baut – oder doch?

Der Hausmann Pickert verwirklicht sich selbst – indem er die Frauenrolle übernimmt (via). Er kocht gerne, kümmert sich um die Kinder und interessiert sich leidenschaftlich für Farben. Kurz: Wenn er eine Frau wäre, wäre er unterdrückt, bzw. wenn sich eine sie ganz für typische Frauendinge interessieren würde, für Kücher, Kinder und weiblich codierte Farben, dann würde der Herr Pickert diese Frau oder dieses Mädchen, das sich gerne als Prinzessin verkleidet, massiv angreifen und beschämen: Pink stinks! Du stinkst!

Da stellt sich natürlich die Frage, warum das, was bei Frauen als Unterdrückung und Verdummung gilt, für Männer gut sein soll. Wenn Herr Pickert sich so selbst verwirklichen kann, warum sollte das eine Frau nicht können? Ist Herr Pickert der lebende Beweis dafür, dass Frauen, die nicht arbeiten müssen, privilegiert sind und nicht benachteiligt, da er zu Protokoll gibt, mit dem typischen Hausfrauendasein glücklich zu sein? Ist die Hausfrau – so gedacht – gar nicht im Nachteil, verwirklicht sie sich gar selbst, wenn sie gerne kocht, sich um die Kinder kümmert und sich leidenschaftlich für Farben interessiert? Ist das Patriarchat am Ende gar keins, weil es von Frauen immer so gewollt war und sie dieses per Erziehungshoheit den kleinen Jungen so eintrichterten: Dass die Hauptaufgabe im Leben eines Mannes ist, einer Frau diese Art von Selbstverwirklichung zu ermöglichen?

Pickert weiter: Er interessiert sich nicht für Männerdinge, das überlässt er seiner Frau. Sie ist verantwortlich dafür sich mit dem Techniker über die Autoreparatur auseinanderzusetzen. Und das ist für ihn Gelegenheit, gemeinsam mit anderen ganz doll emanzipierten Frauen über die Handwerker zu lästern, die offenbar von gestern sind, da sie meinen, der Mann wäre zuständig. Diese sind aber ebenfalls immer – immer – irgendwie Männer, jedenfalls erwähnt Pickert nicht, dass er mal eine Technikerin darin belehren musste, doch bitte schön die Frau, die der Mann im Haus ist, in der Sache anzusprechen. Und das legt die ganze Erbärmlichkeit der feministischen Bewegung bloß: Denn es zeigt nur, dass nach wie vor der Experte männlichen Geschlechts ist, und der Handwerker liegt in ~90% der Fälle richtig, wenn er sich in der Sache an den Mann und nicht an die Frau richtet.

Ich habe mal eine Bauarbeiterin gesehen. In meinem ganzen Leben. Gut: Vielleicht auch zwei. Die jedenfalls stand rum und blies in eine Trillerpfeife, wenn sich eine Straßenbahn näherte, um damit ihre männlichen Kollegen anzuweisen, die Arbeiten am Gleisbett zu unterbrechen. Wer baut das Haus? Ein Mann. Immer noch. Und wenn sich eine Technikerin über Menschen lustig macht, die nicht sie sondern den Azubi ansprechen, dann zeigt das nur, dass die Leute auch im Zeitalter der sog. Emanzipation tagtäglich die Erfahrung machen, dass für technische Dinge nach wie vor Männer zuständig sind. Ein vernichtendes Urteil für einen wirklich weitgediegenden Feminismus, der so mächtig ist, dass er inmitten des „Patriarchats“ Quoten durchsetzen kann und Väter entsorgen lässt, aber nichts, wirklich gar nichts an den grundlegenden Geschlechterrollen geändert hat.

Was Jungen und Mädchen lieber haben

Diese Grafik:

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…löste einen kleinen Sturm im Wasserglas aus. Erregte Kommentatoren, die sich darüber empörten, dass man doch die Kinder von heute nicht in solche Schablonen pressen könne. Dabei ist dieses Arbeitsblatt an Harmlosigkeit kaum zu überbieten und meiner Meinung nach auch dahingehend designt worden, die Jungen und Mädchen zur politische korrekten Erkenntnis zu verhelfen, dass sie sich kaum voneinander unterscheiden.

Denn bei den meisten genannten Punkten wird man wohl spontan annehmen, dass sie von beiden Geschlechtern gern ausgeübt werden, womit man den anvisierten Urteil: „Jungen und Mädchen sind gleich“ nahe kommt. Man hätte auch ganz andere Tätigkeiten wählen können: Reiten (Bei einem Reiterhof, den ich kenne, sind gefühlt 100% Mädchen unterwegs), Fußball spielen, mit Puppen spielen, mit Lego spielen, spielerisches Kräftemessen (Raufen), etc.

All diese Tätigkeit hätten sehr viel eindeutigere Antworten zu Tage gefördert, aus denen sich ergibt, dass Mädchen und Jungen eben doch grundverschieden sind, denn auch wenn es tobende Mädchen und puppenspielenende Jungen gibt, sind sie nicht repräsentativ, sieht die Realität im Schnitt anders aus.

Wenn der Genderist, für den es unerträglich ist, dass Jungen und Mädchen existieren und sich voneinander abheben, hier angekommen ist, macht er eine Genderdebatte auf: Alles nur Konstruktion und Erziehung! Es ist Erziehung, mit der man den Jungs erst sagt, sie sollen toben, um sie dann mit Ritalin ruhigzustellen!

Crumar über Geschlechterrollen im „Patriarchat“

Kommentare, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

[Kontext] Crumar kommentiert eine Feministin, (hier wiedergegeben von ronin) die per „Female-Choice“ eine Dystopie der Familie entwirft.

„Ich glaube, sie stellt sich das so vor, dass in ihrer „Female Choice“-Utopie Frauen in kleinen Gruppen, z.B. WGs, zusammen leben und gegenseitig ihre Kinder versorgen und für sie aufkommen.“

Jup,
1. individuelle Entscheidung, aaaaber kollektive Verantwortung.
2. Zusammen leben, Kinder versorgen – aaaber wie genau „aufkommen“?

Gespräche mit „Anarchistinnen“ gehabt, die ebenfalls die Kindererziehung so „kollektivieren“ wollten, indem „wir alle“ Verantwortung für ihre Verhütungsunfälle übernehmen, was eine elegante Verlagerung der eigenen Verantwortung und faktische Verteilung von Mehrarbeit ist.
Durch „zusammen leben in WGs“ wird auch nicht die Frage geklärt, wie das eigentlich finanziert werden soll.

„Sie glaubt offenbar nicht, dass Partnerschaft und Fortpflanzung für Männer die Motivation sind, überhaupt etwas zu leisten.“

Wie ich schon schrieb: Die Bereitschaft der 80% aller Männer eine Gesellschaft zu finanzieren, die nur 20% aller Männer und 100% aller Frauen etwas nützt, aber ihnen nicht wird auf 0 sinken.
Es wird niemand mehr da sein, der ihren feuchten Traum vom Matriarchat via Staatsmittel und Sozialversicherung finanzieren wird.
Sie wird staunen, wie teuer Krankenkassenbeiträge und eine Rentenversicherung, ein Platz im Kindergarten und in einer Schule ist, wenn all das nicht mehr von Männern quersubventioniert wird.

„Aus ihrer Sicht wurde der Zwang, sexuell erfolgreich zu sein und Kinder zu zeugen, den Männern nur vom Patriarchat eingeredet, weil man ihnen nur dadurch Status zugesteht.“

Seufz, dieser Selbstbetrug.
Männer müssen sich Status erarbeiten, um von Frauen selektiert zu werden; diese Frauen partizipieren dann an dem mit dem Status verbundenen Ressourcen.
Das „Patriarchat“ kann Kindererziehung von der Krippe bis zu Schule ganz in Frauenhände legen und es setzt sich dennoch durch.
Es ist nur merkwürdig, wie sehr das „Patriarchat“ auf eine Männerrolle fokussiert ist, deren Ertrag Frauen zugute kommt.
Die altmodische Frage: „Wem nützt es?“ führt aber leider nicht zu „Patriarchat“.

„Deshalb will sie ja „das Narrativ ändern“: Männern soll aufgrund von künstlerischer oder beruflicher Leistung Status zuerkannt werden, nicht mehr aufgrund von Fortpflanzungserfolg; ihnen soll beigebracht werden, dass sie auch ohne Partnerschaft und Sex glücklich sein können.“

Gibt es schon, nennt sich MGTOW. 🙂

„Ihre Karrieren würden Männer natürlich trotzdem weiter verfolgen, nur der lästige, gesellschaftliche Zwang zum Sex wäre weg.“

Nope. In ihrer Illusion müssen diese kleinen Arbeitsdrohnen weiter funktionieren. Irgendwer muss ohne irgendwelche Anreize oder Belohnung ihren Traum einer matriarchalen Gesellschaft finanzieren.
Nicht ein zweites Mal drüber nachdenken: „Nah, it´ll be fine!“

Hier passiert m.E. etwas ganz anderes im Hintergrund: Stück für Stück werden klassische Bestandteile einer Frauenrolle überflüssig, weil technisch rationalisiert (waschen, putzen) oder verstaatlicht oder kommodifiziert (Kinderkrippe, -garten, Schule, Altenheime, Pflegeheime).
Von den „Care“-Arbeiten gibt es immer weniger und die nur kann man überhaupt nur in partnerschaftlichen Beziehungen geltend machen, während der Anteil der Single-Haushalte in den Großstädten inzwischen die Mehrheit stellen.

Der Kern von dem, was Frauen ihrer Ansicht nach überhaupt noch als Frauen zu bieten haben ist Sex und Reproduktion.
Zieht man in Betracht, Sex ist auch ein Bedürfnis von Frauen, kann man mit diesem Pfund nicht wuchern, denn sexuelle Bedürfnisse tauschen sich wechselseitig aus. Bleibt Reproduktion.

Mehr ist nicht mehr übrig.
Würde man Männer Leihmütter erlauben und ggf. von der Krankenkasse bezahlen, würde sich die Frage stellen, warum Männer überhaupt Frauen brauchen, wenn sie Kinder wollen.
Ist es nicht merkwürdig und damit meine ich natürlich naheliegend, dass diese Option gar nicht in ihrem Hirn auftaucht? 😉
Angenommen wir bestimmen den Wert einer Leihmutterschaft mit 30.000 Euro, dann ist der von ihr geforderte Betrag für ihren Traum vom Matriarchat ein Mehrfaches.

In ihrem Hirn jedoch stellen Frauen das reproduktive Nadelöhr der Gesellschaft dar und demzufolge hat die Gesellschaft die Funktion, Frauenbedienerin von Frauenwünschen zu sein.
Wir lebten in einem „Patriarchat“, das „vor allem Männern nützt“ beißt sich jedoch mit dieser Vorstellung – was allerdings keine neue Erkenntnis ist.

„Die 80 % überflüssigen Männer werden entweder als Arbeitssklaven und/oder Pfünderungsarmee eingesetzt. Dieser Staat, den diese Feministin hier träumt kann nur ein imperialistischer Sklaven- und Kriegstreiberstaat sein, so wie zB Sparta.“

Die „Überflüssigkeit“ bezieht sich sich in der Tat auf ihre utopistisches Matriarchat und die „Arbeitssklaven“ beziehen sich auf die Notwendigkeit dessen Alimentierung.

Aber wie stellt sich denn die Durchsetzung ihres feuchten Traums vor, in dem Männer sich selbstlos für sie aufopfern, ohne Motivation und Anreiz?
Ein männliches Proletariat, das den genetischen Adel alimentiert?

Wir bräuchten nur eine Reihe von Generalstreiks, um selbst den einfachsten Handwerkslohn in Höhen zu treiben, dass Teilzeitarbeit für Männer völlig ausreicht (inkl. drei Monate bezahlten Urlaub).
Wie das finanziert wird, ist dann nicht unser Problem – wir erarbeiten den Kuchen und wir essen ihn auch.
Oder wir greifen kurz zu den Waffen und beenden diesen Spuk.
Es gibt eine Vielzahl historischer Beispiele, wo der angemaßte Adel einen Kopf kürzer gemacht worden ist.

Links Emanze, rechts Hausfrau: Als Maskulist zwischen allen Stühlen

Die alternative Konstellation findet sich deshalb so selten, da keine Frau bereit ist, ihr Leben lang malochen zu gehen und ihr Lebenseinkommen an Mann und Kind abzugeben.

Es ist eine Umfrage und sie fragt, ob es denn nun nicht genug sei mit der „Gleichstellung“, oder ob nicht doch noch viel mehr nötig wäre. Tja, was soll ich darauf antworten? Die Macher der Umfrage meinen natürlich Gleichstellung für Frauen. Was soll ich also antworten, wenn ich denke, es müsse noch viel für Männer getan werden?

Für die Macher zählt allein die Perspektive auf die Frauen und dabei auch nur, ob Frauen sich als Hausfrauen und Mütter verwirklichen (Pfui!), oder aber lieber eine Karriere anstreben (Hui!). Die Frage, wie Frauen ihr Leben leben, spielt rein in politische Haltungen, die man in rechts und links unterteilen kann (Einwände, diese Gruppierungen seien obsolet, kommen meistens aus der neoliberalen, antilinken Ecke). Und wenn man als Antifeminist auftritt, wird man diesem Raster nach in die rechtskonservative Schublade gesteckt, also Pfuibäh, für den die „natürliche Ordnung“ jene mit ihm als Malocher und ihr als Kinderhüterin ist. Positioniert man sich hingegen links, dann wird einem unterstellt, Feminist zu sein und damit eine „Befreiung“ der Frau mittels Erwerbstätigkeit anzustreben; man wolle frei nach de Beauvoir der Frau das Recht entziehen, zu Hause zu bleiben und sie in die Maloche pressen.

Nehmen wir die Hausfrauenfraktion. Und zwar die, die sich gegen den Feminismus positioniert, zugleich aber das weibliche Privileg wahren will. Konkret zu nennen wäre hier Birgit Kelle. Dass sie den Feminismus unter Feuer nimmt, machen sie für Männerrechtler erst mal sehr sympathisch. Zu Unrecht, denn sie stellt klar, dass ihre Opposition zum Feminismus sie noch lange nicht zur Männerverbündeten macht. Kelle prügelt wie jede Vulgärfeministin auf Männer ein und nimmt sie in die Kollektivhaft.

Dass der Mann auf der feministischen Seite auch mal dazu aufgefordert wird, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen, weniger zu arbeiten und mehr zu Hause zu sein, ist dabei nur auf den ersten Blick zum Vorteil des Mannes. Dieses Geschenk ist vergiftet, denn es hat nicht seinen sondern ihren vermeintlichen Vorteil im Sinn. Dem Irrtum unterliegend, dass Frauen deshalb seltener Karriere machen und weniger hoch aufsteigen, nicht weil sie es so wollen, sondern weil sie durch ihre Kinder und Haushalt daran gehindert wären, soll der Mann ihnen diese lästigen Pflichten abnehmen. Die Verlogenheit zeigt sich besonders im Trennungsfall: Dort ist auf einmal keine einzige Feministin mehr zu finden, die sich dagegen verwahrt, die Frau auf die Rolle der Mutter und Hausfrau festzulegen, und die für Gleichberechtigung zwischen Müttern und Vätern eintritt. Die Kinder gehören dann ganz genauso wie für den Konservativen allein zur Mutter.

Wenn ich mich also antifeministisch positioniere, dann besteht die Gefahr wie oben in der Umfrage, dass ich als konservativ eingeordnet werde und damit versehentlich als Verbündeter jener Frauen gesehen werde, die zu Hause bleiben wollen und dafür einen Mann brauchen, der ihnen dieses Lebensmodell unterhält.

Tatsächlich aber will ich auch, dass der Mann mehr bei den seinen bleiben kann. Aber nicht, weil ich linker Feminist, sondern weil ich Maskulist bin und dabei die Interessen der Männer im Blick habe. Ich halte es mit Warren Farrell, der sagte, die schlimmste Tragödie im Leben eines Mannes ist es, dass wenn er für die Seinen sorgen will, er sich von ihnen entfernen muss, dadurch, dass er den ganzen Tag auf der Arbeit ist. Ich halte es mit Esther Vilar, die vorschlug, wie echte Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau aussehen könnte, dabei aber von Feministen auch körperlich angegriffen wurde, da sie diesen Vorschlag nicht auf der Annahme unterbreitete, es wäre die Frau, die durch die traditionelle Rollenverteilung benachteiligt wäre.

Somit kann ich als Linker nicht auf dem linken Stuhl mit seiner Geschlechterpolitik Platz nehmen, da ich Männerrechtler bin, und auch auf den rechten Stuhl ist kein Platz für mich, da ich die traditionelle Rollenverteilung ebenfalls ablehne – nicht weil ich die Familienzeit der Frau verringern will, damit sie sich vermeintlich „selbstverwirklichen“ – also entfremden – kann, sondern weil der Mann mehr von der Familie haben soll.

Damit steht man als linker Maskulist zwischen allen Stühlen, hat keine größere Gruppe als Verbündeten, keine politische Heimat.

Held sein müssen

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Ein Youtubekommentator freut sich darüber, dass die Disneyprinzessinnen von heute nicht mehr, wie oben zu sehen, vom Prinzen gerettet werden müssen. Stattdessen erlegen sie die Drachen selbst. Ja, in der Fiktion. Die Realität sieht anders aus, da werden Männer selbst heute noch genötigt, gegen den metaphorischen Drachen anzutreten, sofern sich in unseren fetten faulen Breiten einer finden lässt.

So sehe ich mir mit einer Bekannten „Herr der Ringe 2“ an. In einer Szene marschiert die Orkarmee auf die Festung Helms Klamm zu, und ich sage dir: Wenn eine Orkarmee auf dich zu marschiert, dann haste keinen Bock mehr.  Jedenfalls schwenkt die Kamera über die armen Männer, die die Burg verteidigen müssen, und ich sage zu meiner Bekannten, dass ich mich über den Hinterausgang davon machen würde.

Während Feministen davon schwadronieren, Männer sollten weich sein und auch mal weinen, weiß meine Bekannte, was sie davon hält: In ihrem Blick liegt die pure Verachtung. Und zu allem Überfluss zeigt der Film in genau diesem Moment die verängstigten Kinder und Frauen die es zu beschützen gilt. Ich murmel kleinlaut: „Naja, vielleicht auch nicht“.

Ich bin ein Feigling. Meine Losung lautet: „Siehste die Klinge blitzen, ist es Zeit zu flitzen.“ Ich häng an meinem Leben und der Unversehrtheit meines Körpers, mit anderen Worten: Ich renne weg so schnell ich kann, ich mach den Hasenfuß. Dies erklärte ich auch einer anderen Bekannten – nur um sofort und mit leicht schlechtem Gewissen zu versichern: „Natürlich nur, wenn ich allein unterwegs bin.“

Oder eine Geschichte, dich ich hier schonmal erzählt habe: Zu meiner Jugendherberge führen zwei Wege. Eine gut ausgebaute und beleuchtete Straße und ein dunkler Schleichweg durch den Wald, auf dem man etwa 10 Minuten Fußmarsch einspart. Als ich die Kreuzung erreiche, wartet dort eine junge Frau auch mich, die ich flüchtig kenne, da wir in derselben Herberge einquartiert sind. Wir hatten schon ein paar Wörter gewechselt, mehr aber nicht. Dieses Mädchen erklärte, dass sie nun ebenfalls den Schleichweg nehmen würde – in meiner Begleitung. Allein, weil ich der Mann und sie die Frau war, ging sie davon aus, dass ich sie in einer Gefahrensituation beschützen würde. Und mit dieser Vermutung lag sie goldrichtig. Woher kam diese Vermutung? Sie kam daher, dass entgegen der feministischen Propaganda von der „toxischen Männlichkeit“ jeder und jede weiß, dass Männer Frauen beschützen. Das ist ein herausragendes Merkmal von Männlichkeit, welches Allgemeinwissen darstellt, aber nicht in den „Gender-Studies“, die etwa so wissenschaftlich sind wie die Rassenlehre, unterrichtet wird.

Feministen freuen sich darüber, dass in Märchenerzählungen Prinzessinnen den Drachen töten. In der Realität aber wird es weiterhin so bleiben, dass allein Männer verpflichtet werden. Feigheit vor dem Feind – wie gesagt: Ich bin ein Feigling – wird weiterhin nur bei Männern mit der Todesstrafe geahndet.

Von daher finde solche Kameraden wie die von Pink Stinks einfach nur noch lächerlich. Sie wollen, dass die Prinzessin den Drachen erschlägt in Zeiten des Überflusses und der Sicherheit, wo es längst keine Drachen mehr gibt. Feminismus ist ein Dekadenzphänomen. Sollten die Zeiten wieder härter werden, wird sich die Frau ganz schnell auf die traditionelle Rollenverteilung besinnen und der Mann wird das falsche Spiel mitspielen; schon jetzt werden Rufe aus Frauenmündern laut, wo „unsere“ Männer bleiben, um „unsere“ Frauen vor den „anderen“ Männern, den muslimischen nämlich, zu beschützen. Wenn die Zeiten des Überfluss vorbei sein werden: Sowohl Feminismus als auch Maskulismus werden dann Geschichte sein. Bis dahin markieren Pauerfrauen als Modells die starken Mädchen, posen was das Zeug hält und tragen T-Shirts mit taffen, fiktiven Superheldinnen, die der männlichen Phantasie entsprungen sind:

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Wenn sich Männer emanzipieren…

Arne Hoffmann – «Männerbeben», Seite 274:

MattoMatteo: Was halten Sie von einer Emanzipation des Mannes? Könnte darin nicht eine große Chance bestehen?

Meyer: Wenn die Männer ihre zugewiesene Rolle genau so verweigern würden, wie das in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Frauen gemacht haben, dann herrschte Heulen und Zähneknirschen beim anderen Geschlecht. Es würden fast über Nacht alle Partnerschaften auseinander brechen. Zwölf Mitglieder einer Münchener Männergruppe machten den Versuch, bei ihrer Freundin oder Ehefrau sämtliche Rollen, die man wie selbstverständlich dem Manne aufbürdet, zu verweigern, um in Erfahrung zu bringen, was dann passieren würde. Sie weigerten sich, all die Dinge zu tun, die ansonsten ein Mann eben so zu tun hat. Sie steckten keine Geldbörse ein, wenn sie mit der Frau zum Essen ausgingen, sie weigerten sich, Chauffeur zu spielen, sie erklärten, dass sie mehr Zeit für sich selbst brauchten, dass sie keine Lust mehr hätten, als Lokal-, Konzert-, Opern-, Operetten- oder Theater-Begleiter zu füngieren, dass sie nicht mehr zum Shopping mitgehen wollten, dass es sie langweilte, ihre Schwiegermutter zu besuchen, dass sie auf Grund der Überlegung, dass das Leben so kurz sei, nur noch halbtags arbeiten werden, dass sie keinen Euro mehr für Geschenke, Klamotten und für ihre Einrichtungswünsche investieren wollten, sie rührten keinen Finger mehr bei tropfenden Wasserhähnen und ausgebrannten Glühbirnen, sie weigerten sich, der Frau ständig zuzuhören, sondern sprachen selbst von sich und ihren Problemen. Keines der Mitglieder in der Männergruppe hielt den vereinbarten Versuchszeitraum von vier Wochen durch, denn die Reaktionen des weiblichen Geschlechts waren fürchterlich: Tag und Nacht wilde Streits, Aggressionen en masse. Wut und vor allem sexuelle Verweigerung. Doch auch der Mann möchte gerne um seiner selbst willen geliebt werden und nicht nur deshalb, weil er artig sein Rollenspielchen absolviert. Die wirkliche Emanzipation des Mannes sieht ganz anders aus, als die Frauen es ihm vorgeschrieben haben. Nicht stricken, häkeln, waschen, putzen, einkaufen, Kartoffeln schälen, Salat putzen, kochen, backen, braten, abspülen, abtrocknen und Kinder hüten ist hier angesagt, sondern die Infragestellung der zugewiesenen Männerrolle, der tausend Selbstverleugnungsrituale, die er bisher ohne Murren exerziert hat.

Die Hausfrauenneurose

[ebook] Farrell, Warren - Mythos Männermacht1

So souverän wie obige Madamme können nicht alle Frauen damit umgehen, dass sie und nicht er die Privilegierte in der traditionellen Rollenverteilung ist, dass sie und nicht er ein Leben führt wie ein reicher Bürger, das heißt vom Übel der Arbeit befreit.

Esther Vilar diagnostizierte bei Hausfrauen die „Hausfrauenneurose“. Sie führte das darauf zurück, dass es einen Widerspruch gab zwischen der Geschichte, die die Medien, die Gesellschaft den Frauen erzählten – sie sei unterdrückt und benachteiligt – und der Wirklichkeit – sie ist privilegiert und weiß das auch ganz genau: Dieser Widerspruch führe zu einer Neurose.

So sehr ich Vilar schätze, möchte ich hier doch widersprechen. Die Ursache für die Hausfrauenneurose ist eine andere: Nämlich der Umstand, dass die Hausfrau ihren Mann und die Gesellschaft darüber täuschen muss, wie privilegiert sie ist – spätestens wenn die Kleinen größer werden, gerät sie unter Rechtfertigungsdruck; sie muss simulieren, sie arbeite viel und hart. Das berichtete bereits Joan Bitterman: Frauen heben sich die Haushaltsaufgaben bis zum Abend auf, damit der Mann den falschen Eindruck bekommt, nämlich sie wäre mit Haushalt und Kindern ausgelastet bzw. überlastet. Ich hatte mal eine interessante Erfahrung: Ein Karrieremann erklärte mir mal, während seine Frau daneben stand, was er alles im Job zu leisten hätte – sie sagte nichts sondern stierte nur ins Leere.

Das weibliche Anerkennen, dass es sein Opfer ist, welches ihr ein besseres Leben ermöglicht, gefährdet ihr Privileg. Deswegen muss sie betrügen und lebt ständig damit, dass sie auffliegen könnte. Das ist der Grund für die Hausfrauenneurose.

Feministische Argumentationsformen: „Frauen werden sexualisiert“

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Sexualisieren oder sexualisiert werden?

Eine typische feministische Klage lautet darauf, dass Frauen in Werbung und Medien massiv „sexualisiert“ würden. Das geht einher damit, dass Frauen als „verfügbar“ dargestellt werden.

Feministen leugnen dabei, dass es – etwas pauschalierend gesprochen – im Naturell der Frau liegt, mit ihren Reizen nicht zu geizen, wie es im Naturell des Mannes liegt, Frauen zu begehren. Männer wie Frauen sind (auch) sexuelle Wesen, die die ganze Zeit über sexualisieren. Das heißt vor allem auch, dass die angeprangerte Sexualisierung nicht nur in Medien und Werbung stattfindet, sondern auch im Alltag. Eine Frau, die sich vor der Kamera auszieht, macht kaum was anderes, was sie auch sonst im Leben macht, mal mehr – im Schlafzimmer – oder mal weniger – im Büro. Frauen sind nicht bloß passiv „sexualisiert“, sie sexualisieren aus sich heraus – sich selbst und damit auch die Männer. Jede Frau, die mit Dekolleté unterwegs ist, weiß ganz genau, was sie macht. Frauen präsentieren gerne ihre Reize, es gefällt ihnen, wenn sie Männern gefallen. Und dieses Gefallen hat auch einen anderen, knallhart wirtschaftlichen Grund: Mit etwas Glück kann hohe sexuelle Ausstrahlung zu einem Leben führen, in welchem ein Mann sie vom Zwang der Maloche befreit.

Die Klage, Frauen würden sexualisiert und als verfügbar dargestellt, kommt oft aus der lesbofeministischen Ecke, oft auch von Frauen, die nicht das Geringste zum Sexobjekt mitbringen, und die dieses Phänomen so interpretierten, im „Patriarchat“ hätten Männer ein Vorrecht auf die Frau, auf ihren Körper (welches die Kläger wohl selber gerne hätten). Das sei Folge dessen, dass der Mann auf die Frau angewiesen ist, Vater zu werden. Das übersieht zum einen, dass die Frau genauso auf den Mann angewiesen ist, Mutter zu werden wie ganz besonders auch, zu sein; zum anderen führt Ingbert Jüdt im zur Gänze lesenswerten Der Mythos vom Patriarchat aus:

„Es ist nun freilich eine merkwürdige Vorstellung, Kinder kämen erst dadurch zur Welt, dass Männer ein »Anrecht« oder »Zugangsrecht« zum weiblichen Körper bekämen. Dass die Theoretiker des Gesellschaftsvertrags eine politische bzw. juristische Fiktion einführen, um den Ursprung von Adams patriarchaler Autorität über Eva zu erklären, ist dem Umstand geschuldet, dass sie noch nicht die Möglichkeit hatten, auf der Grundlage der Evolutionstheorie zu argumentieren. Wenn wir daher der juristischen Fiktion vom »männlichen Anspruch auf Geschlechtsverkehr« einen evolutionstheoretischen Sinn verleihen wollen, müssen wir die Art der sexuellen Selektion bei Homo sapiens betrachten. Wir wissen aus der Evolutionspsychologie, dass beide Geschlechter messbare typische Präferenzen in Bezug auf ihre Partner haben und dass sexuelle Attraktion somit auf Gegenseitigkeit beruht. Patemans conjugal right kann sich also nicht darauf beziehen, dass Männer überhaupt ein institutionalisiertes »Zugangsrecht« zum weiblichen Körper erwerben, weil es ihnen aufgrund des selbständigen weiblichen Begehrens routinemäßig gewährt wird.“ (Seite 215)

Die Frau soll aber nicht sexy sein. Nicht für Männer zumindest, denn das bringt Männlein und Weiblein zusammen. Die Frau soll ihr Leben nicht mit einem Mann führen sondern gegen ihn, z.B. erntet sie nur dann Anerkennung aus feministischen Kreisen, wenn sie ihren Mann entsorgt hat.

Nehmen wir diese Schmiererei hier:

Die erotische Darstellung von Frauen ist also Sexismus? Nein, ist sie nicht. Denn dann wäre die erotische Darstellung von Männern ebenfalls Sexismus, das aber hat keinen Feministen je gestört. Es ist nicht feindselig, wenn man als schön und begehrenswert dargestellt wird. Wirkliche Anfeindung äußert sich ganz anders, zum Beispiel wenn Väter ganz und gar nicht als sexy präsentiert werden sondern als ekelhafte Couchpotatos mit Schmierbauch. Das Problem ist, dass sich im Sex die beiden Geschlechter manifestieren. Hier ist die Frau ganz Frau und der Mann ganz Mann. Und das führt zum Hass auf Seiten der Genderisten, denn die wollen die Geschlechter abschaffen. Die Klage darüber, dass Frauen sexualisiert würden, rührt von dem Problem her, dass Mann und Frau als wesenhafte Archetypen tatsächlich existieren – einschließlich einer aufeinander bezogenen Sexualität, die sich zu allem Überfluss in ihrer Charakteristik unterscheidet, so dass man von typisch weiblich und typisch männlich sprechen kann, und dieses „typisch“ ist die Hölle des Feministen.

Und zum Schluss?

Zu Sexobjekten reduzierte Frauen, die Misogynie internalisiert haben (Lautsprecher aufdrehen, Vollbild!):