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Frauenprivileg durch Frauenverachtung

Wenn Du schon länger hier mitliest, weißt Du, dass ich recht redundant darauf herumreite, dass das Hausfrauendasein kein Nachteil sondern ein Privileg ist. Ein Privileg? Nein! Das Privileg, das primäre, welches – da Frauen wegen dessen weniger arbeiten – dazu führt, dass sie weniger verdienen (wirklich?) und seltener Chefs sind. Aus dem primären Privileg leiten sich diese sekundären Nachteile ab.

Das Hausfrauendasein hängt aber davon ab, dass sich ein Mann findet, der sie von der außerhäuslichen Arbeit freistellt. Esther Vilar spricht davon, dass so ein Mann die Frau korrumpiert. Jedenfalls braucht dieser Mann einen verdammt guten Grund, warum er sein Leben lang malochen geht, damit sie nicht malochen gehen muss.

Ich habe gerade einen uralten und bemerkenswert schlechten Film gesehen. Selbst dort schon treten Pauerfrauen auf, aber teils demonstrieren die Bösen eine interessante Frauenverachtung. Einer sagt frei heraus, dass Frauen keine Ahnung von technischen Dingen haben, ein Anderer demonstriert seine Geringschätzung für die Frau dadurch, dass er kund tut, er würde gegen seine Gegenspielerin mit Sicherheit gewinnen. Warum? Na, weil sie nur eine Frau ist!

Eine ähnliche Frauenverachtung, aber eine wohlwollende – Feministen sprechen von benevolenten Sexismus – muss der Haupternährer pflegen, der eine Frau gänzlich von der Arbeit freistellt. Denn wenn er seine Frau für voll nehmen würde, gäbe es keinen Grund, warum sie nicht auch Vollzeit arbeiten gehen könnte. Sie muss schwach sein, denn sonst wäre es absurd, so für sie zu sorgen. Sie muss schwach sein, damit es Sinn macht, sie zu beschützen, und die meisten Männer verstehen sich als Frauenschützer.

Frauen verstehen es hervorragend, diese Illusion zu pflegen und dabei dem Mann auch noch Schuldgefühle zu bereiten ob ihrer Mühsal. Heute spricht man von Mental Load, früher war es die Doppelbelastung, zu der die Verräterin Joan Bitterman schon vor Jahrzehnten feststellte, dass diese außer in den Köpfen manipulierter Männer nirgendswo sonst existiere.

Man muss eine gewisse Frauenverachtung pflegen, um die Frau zu schonen. Das hat auch ein weiteres Privileg zur Folge: Im häuslichen Bereich werden Frauen wie Männer gewalttätig. Da man aber die Frau in solchen Angelegenheiten nicht für voll nimmt, glaubt man nicht, dass eine gewalttätige Frau ein echtes Problem für irgendjemanden darstellt, weshalb sie beinahe nach Belieben Gewalt gegen Kinder und Männer üben darf, ohne dass irgendjemand eingreift.

Musikrezension: Miss Platnum – Come Marry Me

 

Hausfrauendasein als Sklaverei, das ist deren voller Ernst.

 

In dem Video „Come Marry Me“ von Miss Platnum wird der Mythos der Unterdrückung und Ausbeutung der Hausfrau reproduziert mit einer Dreistigkeit, die einem die Sprache verschlägt. Allen ernstes wird mit Szenen, die Frauen zeigen, die dem Klischee der Südstaatensklavin entsprechen, Hausfrauendasein analog zu Sklaverei gesetzt. Jeder, der sich auch nur ein bisschen mit dieser Historie auskennt, kann da nur noch in die Tischkante beißen.

Dass das Hausfrauendasein keine Unterdrückung sondern vielmehr ein Privileg darstellt, habe ich ausführlich hier erörtert. Das ist auch der Grund, warum diese Modell nie ausgestorben ist, denn: Er im Werk, sie am Herd ist den Frauen am liebsten.

Unbenannt

Im Refrain beschwert sich Miss Platnum, dass sie eigentlich nur auf sozialen Druck heiraten würde, da man sie warnt, sie sollte noch ein Baby kriegen, bevor es zu spät ist. Auch das beißt sich mit der Realität: In unserer Gesellschaft kriegt keine Frau ein Kind, weil sie irgendwie dazu genötigt wird (Migranten ausgenommen). Vielmehr verspürt sie einen Kinder-wunsch und mit dem Verwirklichen dieses Wunsches betreibt sie Selbstverwirklichung. Und dass es zu spät seine könnte, das sagen nicht nur Verwandte und Bekannte sondern vor allem auch die Natur und Biologie.

Der Bräutigam im Song ist Peter Fox. Der hält fest, dass sie einen Ehemann braucht, er hingegen eine Frau, die gut kochen und nähen kann. Das ist: Ein Witz. Von welcher Frau wird das heute noch verlangt? Mehr noch: Kein Mann, glücklicher Single, vielleicht MGTOW, braucht eine Frau mit solchen Kompetenzen, das regelt er selbst. Später im Song wird verdeutlicht, was der Anteil des Ehemanns in diesem Deal ist: Er holt sie raus aus dem Bauernhof, ihr altes Leben, schickt sie jeden Tag shoppen und zeigt ihr, wo der goldene Westen ist. Peter Fox ist also der Jackpot, den jede nehmen würde, wenn Miss Platnum ihn nicht wollte. Sie hingegen – die noch nicht mal gut aussieht – bietet, so lässt sich das Fazit ziehen: Nichts. Er alles.

Sie ist es also, die alle Vorteile, den großen Gewinn rausholt ohne selbst was einzubringen, sich dabei aber allen ernstes als versklavt versteht…

 

Sie darf nicht ohne Erlaubnis des Mannes arbeiten… die eigentliche Frage.

zehnter_ochse:

„ohne die Erlaubnis des Mannes arbeiten“

Ob es irgendwann erlaubt sein wird, dass der Mann ohne die Erlaubnis der Frau aufhören kann zu arbeiten?

Siehe auch:

Konnte der Mann der Frau verbieten, arbeiten zu gehen?

Hausfrauengehalt

Die Erfüllung des Kinderwunsches kann das erste und sehnlichste Anliegen eines Menschen sein. Frauen, die sich diesen Kinderwunsch erfüllen, betreiben also Selbstverwirklichung und betreiben ihre eigene Art von Karriere – eine Karriere, die der Mann zu zahlen hat. Jetzt schon.

Denn jetzt schon verteilt der Staat per matriarchaler Dividende Milliarden von Euros von Männern zu Frauen um; ein Vorteil, das in der Ehe noch mal um ein hübsches Sümmchen erweitert wird, in Form eines unsichtbaren Privilegs, da der gigantische Geldstrom vom Ehemann zur Gattin praktischerweise keinen Namen hat. Dies geht einher mit einem weiteren Frauenprivileg, nämlich die Möglichkeit, sich tendenziell eher der außerhäuslichen Arbeit entziehen zu können, was deshalb ein Vorteil ist, da Arbeit nur in den seltensten Fällen „Selbstverwirklichung und Karriere“ bedeutet, wovon Feministen ständig sprechen, die nicht auf den Bau oder als Kassiererin arbeiten müssen – Arbeit bedeutet Mühsal, Entbehrung und Leid – auch als Chef übrigens. Deshalb betonen Feministen ja auch, dass die Ehre und das Vergnügen (nach Esther Vilar, Mutter), mit den eigenen Kindern zusammen sein zu können, „Carearbeit“ wäre, die Hausfrau also ein Opfer erbringen würde – während sie aber niemals vor dem Familiengericht darum streitet, die Kinder an den Vater abgeben zu dürfen, sondern stattdessen den Vater seinen Kindern entfremdet, worunter er bis zur Verzweiflung leidet. Aus diesem primären Privileg der Frau enstehen dann sekundäre Nachteile, wobei diese in der Regel nur Propagandalügen sind, wie z.B. dass Frauen, die ihr Privileg ausnutzen, besonders von Altersarmut betroffen wären – mal davon abgesehen, dass Männer mehr in die Rentenkasse einzahlen, während sie weniger als Frauen rausziehen, oder: Wenn Männer die Kassen genauso wie Frauen belasten und zugleich genauso wenig einzahlen würden… das ganze System würde zusammenbrechen.

Aber gut, diskutieren wir über ein Hausfrauengehalt. Schon jetzt ist es so, dass Frauen, Ehefrauen, mehr Geld ausgeben als ihre Männer. Um also der Pointe vorzugreifen: Die Gattin hätte mit einem korrekt abgerechneten Hausfrauengehalt weniger und nicht mehr Geld zur Verfügung. Ein guter Deal also für Männer.

Denn welche Qualifikation, aus der sich die Höhe des Hausfrauenlohns ergibt, müsste erworben werden, und wie lange müsste eine entsprechende Ausbildung dauern, um sich diese Qualifikation anzueignen? Einen Monat? Zwei? Dass der Lohn sich an einer fiktiven Karriere orientiert, die man gemacht hätte, ist zurückzuweisen, denn erstens bedeutet auch eine solche Karriere ein Opfer, z.B. Übervollzeit, zweitens könnte da ja jeder kommen und ein Gehalt aufgrund einer fiktiven Karriere fordern, die er gemacht hätte, wenn ihn z.B. das Schulsystem nicht gehindert hätte und drittens ist gar nicht gesagt, dass sie mit dieser angeblichen Karriere auch erfolgreich gewesen wäre. Abgerechnet wird nicht nach Fiktion sondern nach tatsächlich geleisteter Arbeit, oder um Esther Vilar zu Wort kommen zu lassen:

Wer weiß, denkt er – immer seinen eigenen Wertmaßstäben folgend -, vielleicht wäre eines Tages aus ihr eine berühmte Chirurgin (gefeierte Primaballerina, brillante Journalistin) geworden – und das alles hat sie aufgegeben, für ihn! Die naheliegende Idee, daß sie lieber die Frau eines berühmten Chirurgen, mit dessen Einkommen, dessen Prestige und ohne dessen Arbeit und Verantwortung ist, kommt ihm nicht. Er nimmt sich vor, ihr das Leben an seiner Seite so angenehm wie möglich zu gestalten, damit sie ihr großes Opfer nie bereuen muß.

Dabei ist weiterhin zu berücksichtigenden, dass die geleistete Haushaltsarbeit krass überschätzt wird (auch die Kommentare beachten). Auch hätte dann die Hausfrau für Miete, Kleidung, Nahrung etc. zu zahlen, wobei bei der Miete zu berücksichtigenden ist, dass die Frau den Wohnraum mehr und exklusiver als der Mann nutzt, denn welcher Mann hat schon einen eigenes Zimmer für sich, während die Hausfrau die ganze Wohnung ungestört bewohnen kann, wenn die Kinder erstmal in Krippe, Kita, Kindergarten, Schule sind? Hätte sie also mit einen Hausfrauengehalt wirklich mehr unterm Strich?

Und wer müsste für die Kosten (Nahrung, Kleidung, Wohnraum) für die Kinder aufkommen. Kinder sind in unserer Gesellschaft Eigentum der Mütter und im Kapitalismus kann es eigentlich nicht sein, dass jemand für die Unterhaltskosten fremden Eigentums aufkommen müsste (passiert trotzdem alltäglich, nennt sich Unterhalt).

Aber gut, der Mann zahlt also ein Gehalt. Den Ehemann will ich erleben, der dann konsequenterweise darauf besteht, dass dann eine wohlschmeckende Mahlzeit bereit steht, wenn er nach Hause kommt, oder der verlangt, dass sie seine Hemden bügelt, oder was auch immer.

Auch stellt sich die Frage, was ist, wenn sie z.B. in der Erziehung versagt, und der Nachwuchs nicht erfolgreich ist. Denn gerade einen Sohn großzuziehen ist heutzutage schwierig, aufgrund positiver Diskriminierung im Schulsystem. Wenn der Junge also kein Ingenieur wird sondern ein Sozialfall, muss sie dann das geleistete Hausfrauengehalt zumindest partiell zurückzahlen? Fragen über Fragen.

Sehr geehrte Frau Holthoff,

ich habe zu ihrer Forderung nach einem Hausfrauengehalt Stellung bezogen (siehe Anhang) und würde Sie bitten, darauf zu antworten. Eine Antwort würde ich auf meinem Blog veröffentlichen, Sie müssen keine Zensur befürchten, es wäre mir eine Freude.

Mit freundlichen Grüßen

Hausmann oder Tod

Wer kennt sie nicht die Leier: Die Frau, die zu Hause bleiben darf muss, ist auf das übelste unterdrückt. Sie hat keine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, leistet die ganze unbezahlte Care-Arbeit, weshalb sie unter der Brücke schlafen muss, versauert zwischen Küche Frauenknast und vollgeschissenen Windeln. Sie ist die Sklavin ihres Gatten, der ihr sagt, was sie zu tun und lassen hat und der sie nur mit viel Glück nicht misshandelt. Kurz: „Wer sich nicht wehrt, endet am Herd“ und demgegenüber lautet der feministische Schlachtruf: „Arbeit macht frei“ – nur mit einem Job lebst Du dein Leben menschenwürdig!

Dazu habe ich vor einer Ewigkeit mal im Frühstücksfernsehen einen interessanten Gast gesehen und gehört, der mir bis heute in Erinnerung geblieben ist; zu dem Zeitpunkt war ich noch Feminist.

Jedenfalls war dieser Gast Hausmann und er hatte eine bemerkenswerte Geschichte zu erzählen. Er hatte keinerlei Perspektiven im Leben. So inserierte er eine Kontaktanzeige, dass wenn er keine Ernährerin fände, er sein Leben, dessen er überdrüssig war, beenden würde. Und das unwahrscheinliche geschah: Es meldete sich eine Karrierefrau, die beides wollte: Kinder und Karriere. Man traf sich, die Chemie stimmte, also Eheschließung.

Der Mann übernahm alle Pflichten, die für denjenigen, der zu Hause bleiben darf, anfallen: Haushalt, Kinderpflege und -erziehung.

Soweit so gut. Dann allerdings erzählte er eine Anekdote, die ein erhellendes Schlaglicht auf die Beziehung warf, in der er lebte. Jedenfalls kam eine Spielkonsole ins Haus, ich glaube eine Playstation 1, und er entdeckte das Zocken, welchem er dann mit seinen Kindern frönte. Darüber vernachlässigte er seine Pflichten, und so kam es, dass seine Frau eines Tages nach Hause kam und feststellen musste, dass kein Essen auf dem Tisch stand. Sie griff durch, konfiszierte die Konsole und verbat ihrem Mann dieses Vergnügen.

Die Gastgeberin des Frühstückstalks fand diese Geschichte sehr lustig. Und er auch, beide lachten darüber. Und jetzt stelle man sich vor, die Geschlechter wären getauscht: Ein Mann, der darauf besteht, dass das Essen auf dem Tisch steht und der seiner Frau vorschreibt, was sie zu tun und zu lassen hat, auch dann, wenn er nicht im Haus ist. Er würde als Paradebeispiel eines patriarchalen Unterdrückers gelten, und jede moderne Frau – einschließlich einer Fernsehmoderatorin – würde der Ehegattin zur Scheidung raten, damit sie ihrer unbezahlten Care-Arbeit dann ohne Unterdrückung zu Lasten eines Unterhaltssklaven nachkommen kann.

Ich denke, dieser Fall gibt eine bemerkenswerte Einsicht in die Frage, ob ein Mann in einer konservativen Rollenverteilung gerechterweise von einer Frau erwarten kann, dass sie tatsächlich die unbezahlte Care- und Haushaltsarbeiten leistet, schärfer formuliert: Ob das ihre Pflicht ist. Zumindest moralisch, real ist das ja nicht mehr der Fall. Die Frau hat keine Pflichten: Sie kann den Haushalt liegen lassen, fremdgehen, Kinder und Mann misshandeln etc., bei einer Trennung werden sie exakt so geschieden, als ob der Mann nach den Regelungen von vor Jahrzehnten der Schuldige am Zerbrechen der Ehe wäre – sie z.B. misshandelt hätte.

Zurück zur Moral: Wenn der Mann Hausmann ist, erwartet man ganz selbstverständlich – auch eine moderne Frühstücksfernsehmoderatorin -, dass er den Haushalt erledigt und auch, dass seine Gattin es ihm geradezu befehlen kann. Was nicht passiert, ist, dass ein Leier angestimmt wird, er sei unterdrückt weil er die ganze unbezahlte Care-Arbeit erledigen und zudem mit einer Tyrannin zusammenleben müsste.

Nun, so oder so, ist das Modell, nach dem einer ganz zu Hause bleiben darf, Müll. Esther Vilar hat einen brillanten Vorschlag unterbreitet, wie eine gerechte Arbeitsteilung aussehen könnte: Die 25-Stunden-Gesellschaft.

Die Hausfrauenneurose

[ebook] Farrell, Warren - Mythos Männermacht1

So souverän wie obige Madamme können nicht alle Frauen damit umgehen, dass sie und nicht er die Privilegierte in der traditionellen Rollenverteilung ist, dass sie und nicht er ein Leben führt wie ein reicher Bürger, das heißt vom Übel der Arbeit befreit.

Esther Vilar diagnostizierte bei Hausfrauen die „Hausfrauenneurose“. Sie führte das darauf zurück, dass es einen Widerspruch gab zwischen der Geschichte, die die Medien, die Gesellschaft den Frauen erzählten – sie sei unterdrückt und benachteiligt – und der Wirklichkeit – sie ist privilegiert und weiß das auch ganz genau: Dieser Widerspruch führe zu einer Neurose.

So sehr ich Vilar schätze, möchte ich hier doch widersprechen. Die Ursache für die Hausfrauenneurose ist eine andere: Nämlich der Umstand, dass die Hausfrau ihren Mann und die Gesellschaft darüber täuschen muss, wie privilegiert sie ist – spätestens wenn die Kleinen größer werden, gerät sie unter Rechtfertigungsdruck; sie muss simulieren, sie arbeite viel und hart. Das berichtete bereits Joan Bitterman: Frauen heben sich die Haushaltsaufgaben bis zum Abend auf, damit der Mann den falschen Eindruck bekommt, nämlich sie wäre mit Haushalt und Kindern ausgelastet bzw. überlastet. Ich hatte mal eine interessante Erfahrung: Ein Karrieremann erklärte mir mal, während seine Frau daneben stand, was er alles im Job zu leisten hätte – sie sagte nichts sondern stierte nur ins Leere.

Das weibliche Anerkennen, dass es sein Opfer ist, welches ihr ein besseres Leben ermöglicht, gefährdet ihr Privileg. Deswegen muss sie betrügen und lebt ständig damit, dass sie auffliegen könnte. Das ist der Grund für die Hausfrauenneurose.

Billy Coen: Das harte Schicksal der Hausfrauen

Ein Kommentar, zu wertvoll um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

„Die Frage des Mental Load ist also eine nach dem subjektiven Belastungsempfinden.“

Volltreffer! Denn die eigene Arbeit ist bekanntlich immer die schwerste; und zum Glück haben in unserem frauenunterdrückenden Patriarchat feministische Frauen die Deutungshoheit darüber, wessen Wahrnehmung die einzig relevante zu sein hat.

Man schaue sich doch nur mal das Comic an. Was da aufgeführt ist, kommt nicht über den Sachverhalt von Alltagspetitessen hinaus. Und das alles findet statt in häuslichem und familiärem Umfeld bei fei einteilbarer Zeit.

Oh mein Gott! Die arme Frau muss sich doch tatsächlich Termine merken, darf das Zahlen von Rechnungen nicht vergessen und ihre Freundinnen, die sich selbst ausgesucht hat, fänden es schön, wenn sie sich ihre Namen und ihre ganzen internen Beziehungsgeflechte merkt. Na wenn das nicht der direkte Weg in den Burnout ist…

Man merkt einfach immer wieder, dass Feministinnen nahezu ausschließlich – bekanntlich mit langer Tradition zurückreichend bis zu den Suffragetten – in gut behüteten Verhältnissen aufgewachsene, unglaublich verwöhnte Prinzesschen sind, die in ihrem ganzen Leben noch nie mit so etwa wie wirklicher Arbeit, schon gar nicht im Sinne von Erwerbsarbeit, konfrontiert worden sind. Wer auch nur einmal in seinem Leben einen Tag im Job hatte, bei dem er zum Beispiel von morgens bis abends von einem Termin zum nächsten marschiert ist, wobei erwartet wird, dass er auf jeden einzelnen davon vorbereitet ist und – Feministinnen werden es kaum glauben können – er auch jede einzelne Person beim Namen und ihrer jeweiligen Funktion kennen sollte, wird sich nur verwundert die Augen reiben können, über das, was diese feministische „Künstlerin“ so alles als be- wenn nicht gar gänzlich überlastend darstellt. Meines Erachtens ist das nur noch nuanciert davon entfernt, morgens nicht mehr aus dem Bett kommen zu können, weil einen bereits die Muskelanstrengung beim Öffnen der Augenlider weit über die eigenen physischen und psychischen Belastungsgrenzen bringt.

Was soll eine Gesellschaft mit solchen Gestalten eigentlich noch anfangen können, die sich – so der sich immer mehr verfestigende Eindruck – schon vom Betreiben ihrer eigenen vegetativen Körperfunktionen vollends ausgelastet fühlen.

[Nachtrag]

Nebenbei wird auch der Mythos von der Doppelbelastung entlarvt, Bitterman schreibt: „Die nach außen oft und erfolgreich demonstrierte Hilflosigkeit aufgrund der Belastung durch die Kinder ist fast immer ein Trugbild. Denn mit den Kindern kommen Frauen sehr gut zurecht. Sich hier zu organisieren, gelingt bestens. Keine der Befragten hat behauptet, sich wegen der Kinder wirklich etwas versagen zu müssen. Doch läßt sich dies vor den Männern/ Partnern großartig verbergen. Anders wäre es auch schlecht möglich, Männern diesbezügliche Schuldgefühle zu vermitteln.

 

„Zahl die Rechnung!“ oder: Kapieren es Feministen wirklich nicht?!

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Da hat eine Feministin – Njoki Chege – ein bemerkenswertes Traktat verfasst (Punkt 5), in welchem sie mit einem bodenlos selbstgerechten und menschenverachtenden Tonfall mittellosen Männern erklärt, sie sollten auf’s Ausgehen mit Frauen verzichten, wenn sie es sich nicht leisten können, sie auch einzuladen, für sie zu zahlen: „Ich möchte, dass ihr mir ganz genau zuhört, denn ich werde das nur einmal sagen; Wenn ihr es euch nicht leisten könnt, eine Frau zum richtigen Zeitpunkt auszuführen, bleibt bitte zu Hause. Wenn ihr nicht für die Getränke, das Essen und was sie sonst noch will bezahlen könnt, hängt euer Telefon aus und spielt die ganze Nacht Videospiele oder was auch immer es ist, was junge Männer tun.“

Sie erklärt also Männern, sie sollen sich von Frauen fernhalten, wenn sie sie nicht aushalten können. Damit sind Männer Geldobjekte für Frauen. Die Autorin verdeutlicht, dass an allem, was einen Mann, einen Menschen ausmacht, nur ein einziger Punkt interessiert: Sein Geld, welches er auf sie zu übertragen hat. Vermutlich geht die Autorin davon aus, dass in „patriarchalen“ Verhältnissen Männer unberechtigterweise mehr verdienen, weshalb sie dann eben auch für Frauen zu blechen haben.

Dass er aber die Rechnung für ein Date übernimmt, ist dann aber nur ein Symptom der bei Feministen verhassten Geschlechterverhältnisse, in welchem er mehr verdient, höher aufsteigt, Chef ist, und sie wiederum als Mutter zu Hause bleibt – wenn sie kann. Auf diese Weise etablieren sich Verhältnisse, in denen er ihr das Leben unterhält, die Plattform trägt, auf welcher sie sich dann ihren Kinderwunsch erfüllt, also Selbstverwirklichung betreibt. Das beschränkt sich nicht nur darauf, dass er ihr ein Getränk ausgibt, sondern hat viel weitreichendere Folgen, wie etwa die Berufswahl. Denn – wie es Njoki Chege ja klarstellt – er weiß, dass er nur mit der nötigen Kohle an attraktive Prinzessinnen rankommt. Hat er das Geld nicht, ist er ein Loser, der sich fernhalten soll. Was ergibt sich daraus? Es ergibt sich, dass er – konkurrierend um Zugang zu Frauen – sich beruflich stärker engagiert, hartnäckiger und motivierter als jede Frau ist, und zudem solche Jobs wählt, die mehr einbringen. Die Frau hingegen, die nicht dem Druck ausgesetzt ist, mal die finanzielle Versorgung einer Familie zu stemmen, diese Frau kann es sich leisten, die Tätigkeit, in welcher man viel Lebenszeit zubringen wird, nach anderen Kriterien als das Einkommen zu wählen, solche Berufe, die mehr ihren Neigungen und Interessen entsprechen, aber oft eben nicht so gut bezahlt werden und auch weniger Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Das kratzt aber nicht, sie muss nur darauf achten, sozial nach oben zu heiraten.

Er zahlt für sie. Er dient ihr. In allen Lebenslagen ist das Matriarchat so ausgerichtet, 2idi5Rydass seine Arbeit ihr zu gute kommt. Er unterhält ihr das Leben nicht nur als individueller Mann, als Ehemann oder Unterhaltszahler, sondern auch kollektiv. Er erarbeitet die Steuern und die Mittel für die Renten-, Gesundheitskassen und Versicherungen. Der Mann füllt die Kassen, die Frau leert sie. Würde der Mann genauso wenig wie die Frau erwirtschaften und das System zudem genauso belasten, es würde zusammenbrechen.

Er dient ihr, und hier ist das Zahlen ihres Getränks nur eine einzelne Facette dieses Dienens. Wenn eine Feministin wie Njoki Chege jetzt dieses Arrangement aufrechterhalten will, dann kämpft sie nicht gegen das etablierte, vermeintlich frauenfeindliche System, sondern stützt es. Ein Matriarchat, welches als ein „Patriarchat“ angesehen wird, und das sich durch all das Verhasste auszeichnet, nämlich dass Männer mehr verdienen und höher aufsteigen, aber auch etwa die größten Leistungen etwa auf dem Gebiet der Wissenschaft vollbringen. Die Agenda dieser Feministin konstituiert jene Verhältnisse, die der Feminismus angeblich überwinden will und steht zudem für toxische Weiblichkeit, die Männer allein nach ihrer finanziellen Potenz bewertet.

 

Die charmante Hausfrau

Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich dem Hausfrauenmodell sehr skeptisch gegenüber stehe, da es sich Ausbeutung des Mannes handelt. Feministen kapieren nicht, dass es sich um ein Privileg handelt, wenn man sich der Arbeit entziehen kann, und dennoch weit über Hartz-IV-Niveau lebt dank eines Ernährers, der es einer ermöglicht, sich den Kinderwunsch zu erfüllen und damit Selbstverwirklichung betreiben zu können. Ich lehne das ab, bzw. ich plädiere für eine Alternative.

Jetzt bin ich über die hier gestolpert:

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Sie macht ihrem Mann keine Vorhaltungen, dass er sich nicht um den Haushalt kümmert, dass er ihr ihre „Karriere“ gekostet habe, oder wie sonst auch immer die feministischen Anklagen lauten. Sie verwendet ein Smiley, demzufolge sie ganz geblendet ist vor Liebe zu ihrem Mann und sorgt dafür, dass er eine wohlschmeckende Mahlzeit erhält.

Feministen halten die Hausfrau für benachteiligt, ich den Malocher. Man kann das aber auch so betrachten, dass Frau und Mann als Team unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Was ist, wenn die Frau nicht beständig rummeckert, sondern klipp und klar sagt: „Okay, das ist der Deal, ich kümmer mich um den Haushalt, und Du schaffst Kohle ran sehr viel“? Klingt doch erstmal fair, aber: Das schafft Abstand des Vaters zu seinen Kindern, und die größte Tragödie im Leben eines Mannes ist, sich von seinen Kindern entfernen zu müssen, wenn er für sie sorgen will, muss. Für den Mann ist das riskant, besonders bei einer Trennung. Da er sich „nur“ aus der Ferne kümmerte, behaupten feministische Bestien, er habe sich „nicht gekümmert“ und verweigern ihm, seinen Kindern weiterhin ein Vater zu sein – die Eltern und Kinder werden auseinandergerissen in bester Sklavenhaltertradition. Es stellt sich die Frage, ob der Mann noch der geliebte „Schatz“ ist, wenn er beruflich abschmiert.

Der Mann genießt dieses Privileg, sich der Arbeit zu entziehen, nicht. Er würde schlicht keine Frau finden, die ein Leben lang arbeiten geht und den größten Teil ihres Einkommens an Kinder und Mann abgibt. Wenn aber ein Mann mit dieser traditionellen Rollenverteilung einverstanden, ja vielleicht sogar glücklich ist, wer bin ich, dass ich ihm da rein reden darf, ihm erklären will, dass er das schlechtere Los gezogen hat?

Ich weiß es nicht…

[Nachtrag] Die oben beispielhaft angeführte Frau Graf ist übrigens erwerbstätig. Davon bleiben aber meine grundlegenden Gedanken zum Thema unberührt.

Hausfrauengehalt

Carnofis zur Frage:

„Wie sollte man die familiäre Care-Arbeit denn bezahlen?“

Da gibt es eine simple Lösung.
Wo Paare zusammenleben und der Mann bringt allein Kohle ran, setzt man sich an den Tisch und stellt erstmal einen Plan über die Gemeinkosten auf (Miete, Nebenkosten, Urlaub, …). Die werden vom vorhandenen Netto-Gehalt abgezogen, der Rest wird Halbehalbe auf die beiden Partner verteilt.
Dann hat sich das mit der unbezahlten Hausarbeit erledigt.
Dummerweise würden die Frauen damit einen schlechten Deal machen, ist derzeit ihr Verbrauch doch regelmäßig höher, als der der Männer.

Anmerkung yx: Interessant an diesem Modell ist, dass sich die Höhe des „Einkommens“ der Frau nicht an der von ihr geleisteten Arbeit orientiert sondern am Einkommen ihres Mannes. Siehe auch: Unbezahlte Arbeit?