Archiv der Kategorie: Homosexualität

Wenn eine Minderheit auf eine andere losgeht

Ein Schwuler merkte mal an, dass die freie weiße westliche Kultur die beste war, die jemals bestanden hat. Und die befördern wir auf den Müllhaufen.

Natürlich wird man mich für einen Heuchler halten aber: Es tut mir leid um die Schwulen und Transsexuellen. In Reallife habe ich gute Erfahrungen mit ihnen gesammelt, auch wenn ich heute keinen Kontakt mehr zu ihnen habe. Zu der Zeit wurde noch sehr sorgfältig geprüft, ob für einen Transsexuellen eine Operation sinnvoll wäre. Man musste ein langes Prozedere hinter sich bringen, bis sich die Psychologen sicher waren, dass eine irreversible Geschlechtsangleichung das Richtige sei. Heute ist das anders und soll auch noch anders werden. Früher war ein wildes Mädchen ein Tomboy, heute setzt man es auf Pubertätsblocker, schneidet ihm die Vulva ab und verurteilt es zu einem Leben mit Hormonen und Slipeinlagen, weil sie, Pardon: er dann da unten undicht ist. Aber wenn sie dann einsieht, dass das ein Riesenfehler war, wird sie als transphob aus ihrer verqueren Gemeinde ausgeschlossen, denn während der Haufen ganz ganz schnell dabei ist, jemanden zu einer Transition zu drängen, wollen sie mit ihren Opfern nichts mehr zu tun haben, wenn es schiefgeht, wollen sie die Verantwortung nicht übernehmen – natürlich, sie waren schon vorher unverantwortlich, jemanden in so einem Wahn zu bestärken. Es gab Zeiten – Stichwort Hexenverbrennung -, da spielten Kinder vor – bzw. glaubten es auch -, dass sie von Dämonen besessen wären, weil man das von ihnen erwartete. Kinder haben Flausen im Kopf, selbst ich hatte mal eine schwule Phase, das ändert aber nichts daran: Dem durchschnittlichen vermeintlich Transsexuellen ist mit einer bloßen Gesprächstherapie am besten geholfen. Ich habe kein Problem mit Transsexuellen, wo sie nicht übergriffig werden. Aber das werden sie. Im Namen der Genderideologie tun sie Kinder schlimmes und irreparables an und wollen unschuldige Bürger mit astronomisch hohen Strafgeldern belegen, wo sie nicht akzeptieren, dass ein Mann auf Hormonen und mit abgeschnittenen Schwanz eine Frau sein soll.

Davon weg sehe ich, dass sie ein schweres Schicksal teilen – also die echten jetzt. Ähnlich sehe ich Homosexuelle, wobei es mir bei so einem mit dem Dildo links im Bild die Sicherung raushaut, denn er ist übergriffig; Kinder haben ein Recht auf Unschuld, eine unschuldige Kindheit und es ist Missbrauch, Vierjährige mit ihren sexuellen Identität zu konfrontieren und langsam an den Gedanken heranzuführen, Hormone und Amputation wären für sie das beste. Da wandelt sich meine ganze Haltung um 180 Grad. Grundsätzlich stehe ich aber auf deren Seite, auch wenn ich befürchte, dass solche Eskapaden dazu führen könnten, dass das Pendel wieder zurückschwingt.

Die hier hält sich für besonders mutig, wie sie Aufklärungsarbeit leistet. Sie greift dabei aber nicht dort an, wo es nötig wäre, zum Beispiel bei Muslimen (das würde sie als islamophob zurückweisen), sondern weiße Heteros. Sie sollte nach Nigeria gehen, wo gerade drei Schwule gesteinigt werden. Sie sollte nach Afrika gehen, denn: Die Afrikanische Union fordert von Europa „Akzeptanz“ für Verfolgung Homosexueller. Das haben die Unmenschen gut gelernt: Sie verwenden wokes Neusprech gegen die Woken: „Wir fordern Akzeptanz, denn was bildet ihr euch eigentlich ein, uns vorschreiben zu wollen, Schwule nicht abzuschlachten!? Das ist Kolonialismus, und wo bleiben die Entwicklungsgelder?!“ Aber diese Tussi da oben, die ist ja sooo mutig in einer Geselschaft, in der man überall auf die Regenbogenflagge trifft; ganze Sportarenen in Regenbogenfarben leuchten; ideologiegetränkte, wissenschaftsfeindliche Gesetze verabschiedet werden und regelmäßig Pride-Paraden stattfinden. Ja, in so einem Staat, der sich dem queren Dogma beugt, braucht es ganz viel Tapferkeit, um Heteros ans Bein zu pinkeln, diesem Abschaum, von dem man sich abhebt und womit man dann was besseres ist. Der Kampf gegen Nazideutschland wird umso entschlossener, umso länger er vorbei ist.

Mut braucht es nicht gegen weiße Heteros, sondern gegen ganz andere. Denn Schwule haben Feinde. Todfeinde, die sie morden würden, wenn sie es könnten. Das Problem nur: Diese stehen auch unter dem Schutz der Wahnsinnigen. Sie haben bereits Pride-Paraden angegriffen, verschiedene Teilnehmer ins Krankenhaus geprügelt und eine Regenbogenflagge verbrannt, ihr Statement: „Kein Bock auf weltoffen!”. Die Berichterstattung darüber ist sehr zurückhaltend, denn man darf hierzulande einfach nicht schlecht über Muslime reden. Jetzt noch unterbinden das die Pseudolinken, in eine paar Jahrzehnten werden die Muslime selbst dafür sorgen. Das hat Tradition: Zum Beispiel eine Pseudolinke, die farbige Vergewaltiger nicht anzeigt, weil sie keine Vorurteile über sie schüren will. Köstlich auch, wie sich Pseudolinke winden angesichts dessen, dass Muslime massiv übergriffig sind, dass sie nicht-muslimische Frauen verachten und als Freiwild betrachten, wie sie es auch Köln-Silvester demonstriert haben. Also: Eine geschützte Minderheit geht auf eine andere geschützte Minderheit los, und man darf nichts dagegen sagen. Es wäre zum Lachen, wenn nicht…

Und wer an Integration glaubt: Die haben längst gelernt, dass deutsche Kultur Dreck ist und man kann von niemanden verlangen, sich in Dreck zu integrieren. Und selbst wenn das nicht: Der Islam kennt auch so keinen Willen zur Integration. Allenfalls hält er still, solange er sich in einer unterlegenen Position findet. Fühlen sie sich stark genug, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Dann gehen Muslime auch mit tödlicher Gewalt gegen Schwule vor. Aber dass der Islam eine Herrenmenschenideologie ist wie der Nationalsozialismus, nur mit anderen Gruppen als Ariern und Untermenschen, das kapieren Pseudolinke ums Verrecken nicht. Paradebeispiel hierfür ist Tarik Tesfu, der offensiv seine Homosexualität ins Licht stellt aber auch den Islam in Schutz nimmt („Kommt alles vom Kolonialismus!“). Tesfu sitzt dann in Shows, wo er Männer animiert sich die Fingernägel zu lackieren und sieht darin einen Fortschritt hin zu einer offeneren Gesellschaft – in diesen symbolischen Gesten aber auch gesamtgesellschaftlich. Denn wie auch ein anderer Zwangsgebührenbezahlter meint: Da gibt man einem Muslim einfach ein Buch über Aufklärung und das Problem wäre gelöst. Ist es aber nicht, denn so funktioniert das nicht; Muslime, die hier herkommen, nehmen die Werte der Aufklärung nicht an, der Euroislam ist gescheitert und die verschwindend wenigen liberalen Muslime werden mit Morddrohungen echter Muslime überzogen. Sie streben eine Gesellschaft an, in der es unter anderem keine Schwulen und Transsexuelle mehr geben wird, weil ermordet. Das ist die Entwicklung, die unser Land nehmen wird: Weniger Toleranz gegenüber sexuellen Minderheiten, nicht mehr. Und dann werden ein Tarik Tesfu oder Andre Teilzeit fliehen müssen. Aber zur Beruhigung: Für Frauen geht das schon in Ordnung, die müssen sich nur die Haare schwarz färben und die Kleiderordnung beachten.

Und die Reaktionen auf Migranten, die Pride-Paraden attackieren? Man verweist Muslime, die hier ein „Haus des Friedens“ errichten wollen, scharf in ihre Grenzen, eine Sprecherin:

“Übergriffe und Gewalt jeglicher Art gegenüber Frauen und der LGBTIQ*-Community dürfen keinesfalls toleriert werden. Dagegen muss vorgegangen werden!”

Die zittern schon. Aber halt! Männer sollen also nicht beschützt werden? Ach, wisst ihr was? Macht euren Scheiß doch alleene.

Schwuler verpasst feministischem Medium einen Einlauf

[Kontext] Jetzt war es nicht zu peinlich, Schwule als privilegiert gegenüber Lesben darzustellen und kriegt dafür von einem Schwulen eine geharnischte Antwort…

Als schwuler Mann muss ich einfach auf diesen tokenistischen, homofeindlichen Artikel antworten, der auch in Teilen sexistische und rassistische Untertöne besitzt.

Der Grund warum der Fokus hauptsächlich auf schwule Männer liegt einfach daran, dass Lesben in der Gesellschaft weitaus akzeptierter sind. Und dafür habe ich sehr viele Beispiele, von einigen wurde ich auch Opfer:

1) „Schwuchtel“ und „bist du schwul oder was?“ sind diskriminierende Beschimpfungen auf jedem Schulhof. Das S-Wort ist dabei eines der am häufigsten Schimpfwörter Deutschlands. Ich kenne nicht ein mal ein Schimpfwort für Lesben.

2) Wenn Lesben offen küssen wird es, wie bei Heten, kaum beanstandet. Wenn zwei Männer sich küssen kommt es sogar heute noch oft vor, dass man auf offener Straße zusammengeschlagen wird oder zumindest beschimpft und beleidigt wird (Letzteres ist mir schon oft genug passiert).

3) Im Holocaust waren es ausschließlich homosexuelle Männer die in Konzentrationslager kamen. Alle Inhaftierten wurden schrecklich behandelt, die Homosexuellen (also Männer) wurden aber besonders schrecklich von den Nazis und sogar den Mitgefangenen behandelt. Man hat ihnen Holz“dildos“ in den Hintern geschoben und sie ständig schikaniert. Eine Geschichte die kaum Beachtung im deutschen Geschichtsunterricht findet, weil Schwule schon jeher gesellschaftlich ausgegrenzt wurden.

4) Nach der Befreiung der Konzentrationslager gab es nur eine Gruppe, die weiterhin ins Gefängnis mussten: homosexuelle Männer. Auch ein Stück Deutschland, über das niemand sprechen will.

5) Der Paragraph 175, der erst 1969 abgeschafft wurde, galt nur Männern. Lesbisch zu sein war schon immer legal.

6) Im Alten Testament ist ausdrücklich nur für Männer die mit Männer schlafen eine Todesstrafe vorgesehen. Frauen werden nicht bestraft.

7) Weltweit, zum Beispiel in Nahost, sind es nur Schwule, die von Dächern geworfen werden und ermordet werden. Auch beim IS. Lesbische gehen da auch straffrei.

8) Bei sämtlichen Diskussionen der Homofeinde geht es ausschließlich darum, dass homosexuelle Männer nicht heiraten sollen, nicht Eltern sein sollen, ja am besten nicht existieren sollten. Lesben sind davon nicht betroffen.

9) Wenn es um Homosexualität geht, dann sagen Politiker ja gerne mal, dass „so lange man nicht mit Kindern schläft …“ – allerdings auch nur, wenn es um schwule Männer geht. Schwul gleich Pädophil, auch wieder ein Stigma, wovon Lesben nicht betroffen sind.

10) Schwule Männer begehen weitaus häufiger Selbstmord.

11) Schwule werden gemobbt, ermordet, attackiert, gehänselt, beschimpft etc. … Homosexuelle Frauen sind davon weitaus weniger betroffen.

Ich habe so viel Scheiß durchmachen müssen weil ich schwul bin. Und jetzt kommt ihr und behauptet, dass ich ja kein Opfer bin?

Lesben sind schon seit jeher in der Gesellschaft akzeptiert(er). Wir Schwule müssen ständig dafür kämpfen, dass wir überhaupt leben dürfen.

…von Lesben bedroht

Drüben bei den Störenfriedas reproduzieren sie das Gedöhns, dass Lesbentum eine Bedrohung für das „Patriarchat“ respektive für die Männer sei, u.a. weil Lesben für Männer nicht verfügbar seien. Ob dieselben Männer, die Lesben attackieren und mit ihrer Homophobie als Beweis für dieses Theorem herhalten müssen, Schwulen auf die Schulter klopfen und es begrüßen, dass diese Homosexuellen für Männer „verfügbar“ seien und sich nicht von einer Frau versklaven lassen, sei dahingestellt. Ich habe da meine Zweifel.

Lesben sind schon deshalb keine Bedrohung für das „Patriarchat“, da es kein „Patriarchat“ gibt. Es gibt z.B. muslimische Diktaturen, wo man nix gegen den Islam sagen darf; gäbe es ein „Patriarchat“ bekämen die Störenfriedas echte Probleme damit, dass sie ständig Dreck über Männer auskübeln.

Um aber ein Schlaglicht auf die Bedrohung zu werfen, die Lesben für das „Patriarchat“ darstellen, lohnt sich ein Blick auf Hitlerdeutschland. Adolf Hitler höchstpersönlich schob der Verfolgung von Lesben einen Riegel vor mit der Begründung, dass man den Frauen die Liebe nicht verbieten dürfe, wo die Männer alle im Krieg waren und ihre patriarchale Dividende einfuhren und sich totschießen ließen. Ergebnis: Mitten im tiefsten Nazideutschland fanden ungestört Lesbenbälle statt, während Schwule in die KZs deportiert wurden. Ja, so regiert sicherlich jemand, der sich bedroht sieht. Und dass die Nazis in Lesben keine Bedrohung sahen, damit lagen sie auch richtig: Das tausendjährige Reich ging nicht an Lesben zugrunde sondern an heterosexuellen Männern.

Nichtsdestotrotz hat man ein halbes Jahrhundert später mit einem Denkmal zur Verfolgung Homosexueller Geschichtsfälschung betrieben, da es suggeriert, Lesben wären genau wie Schwule verfolgt worden. Besonders verdient darum hat sich Alice Schwarzer gemacht. Feministen wissen aber ganz genau Bescheid weiß, dass es sich hierbei um eine Lüge handelt, was sich aus einem ihrer Kommentare ersehen lässt, dass die Nichtverfolgung von Lesben eine Kränkung sei, da man sie nicht ernst genommen hätte – faszinierend wie konsequent die Opferrolle funktioniert, nicht wahr? Schwule wurden in KZs zu Tode geschunden, aber die eigentlichen Opfer waren Lesben, weil man sie nicht für voll nahm.

Also: Politisches Lesbentum wäre Befreiung. Der Frau. Aus dem Sklavenstatus und nichts weniger. Da muss es frustrierend sein, dass sich nicht mehr Frauen für ein Leben als Lesbe entscheiden. Aber warum nur? Frauen haben sexuell weit weniger Berührungsängste gegenüber dem eigenen Geschlecht als Männer und man wird auf allen Kanälen zugeballert mit der Botschaft, die traditionelle Rollenverteilung sei zum Nachteil der Frau, ja ihre Versklavung. Wenn da auch nur ein Körnchen Wahrheit drinstecken würde, müssten viel mehr Frauen die Seiten wechseln. Warum tun sie es nicht? Weil es eine Lüge ist. Die Hausfrau ist nicht benachteiligt oder gar versklavt, sie genießt ein Privileg, wie sonst nur Millionäre teilen: Nicht arbeiten müssen. Und diese Rundumversorgung, die der Mann bietet; dass er mit seiner lebenslangen Maloche die Plattform trägt, auf der sie sich dann selbstverwirklichen kann, indem sie sich den Kinderwunsch erfüllt, ist etwas, das keine Lesbe bietet. Keine Lesbe wäre bereit, ein Leben lang malochen zu gehen, und ihr Lebenseinkommen an eine Partnerin abzugeben, die nicht arbeitet. Sowas bieten nur Männer, und deshalb laufen Frauen nicht in Scharen zum Lesbentum über, denn sie wollen ihr Privileg nicht aufgeben.

Ein Tipp für Schwulenhasser

Tja, was sind das nur für Zeiten? Schwule zieren sich nicht, in der Öffentlichkeit Händchen zu halten und sie dürfen sogar heiraten.

Was tun, um diese Zustände zu bekämpfen?

Hierzu habe ich ein paar Ratschläge, und der wichtigste lautet: Piss die Homophilen an.

Erkläre denen, die kein Problem mit Schwulen haben, sie hätten ein Problem mit Schwulen, sie würden sie zumindest unbewusst ablehnen. Wenn sie widersprechen, verklicker‘ ihnen, dass dieses Leugnen erst recht beweist, sie würden Schwule hassen.

Referiere darüber, dass die gesamte Gesellschaft von einer heteronormatirven Matrix dominiert wird, weshalb jeder Homophobe ein Leben lang daran zu arbeiten habe, die daraus folgende feindselige Haltung hinter sich zu lassen – was ihm aber nie gelingen wird.

Wenn sie keinen Lust haben, mit Schwulen zu schlafen, zu kuscheln und sich Dildos in den Hintern schieben zu lassen, werte das als Beleg dafür, wie reaktionär sie sind.

Auf diese Weise dürfte es dir ein Leichtes sein, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem die Leute mehr und mehr keinen Bock auf Homosexuelle haben.

Und zum Schluss?

Sitzen zwei Homosexuelle im Flugzeug.

Sagt die eine zur Anderen: „Ich wette, jetzt haben alle wieder an Schwule gedacht!“

Liebe Minderheiten: Ihr seid Minderheiten, kommt klar damit.

Lange her: Ich in der Jugendherberge. Ich fange ein lockeres Small-Talk-Gespräch mit meinem Zimmergenossen an. Wir reden über dies und über das, dann frage ich ihn:

„Hast Du eine Freundin?“

Darauf er:

„Nein, aber ich bin in einer festen Beziehung.“

Es dauert ein paar Sekunden, dann endlich fällt der Groschen: Mein Zimmergenosse ist schwul.

Dass es ein paar Sekunden gedauert hat, ist darauf zurückzuführen, dass Homosexualität nicht die Norm in der Gesellschaft darstellt. 95% der Bevölkerung sind heterosexuell. Ich – wie die Meisten auch – habe nicht das Bewusstsein dafür, dass beliebige Menschen, die ich treffe, homosexuell sein könnten. Jetzt gibt es ein paar Zeitgenossen, für die das ein Problem ist. Allein deswegen, dass ich bei jeder Begegnung zum Beispiel mit einem Mann, nicht sofort denke: „Der könnte auch schwul sein“ wird mir von Minderheiten-Hysterikern unterstellt, ich sei homophob, also schwulen- und lesbenfeindlich.

Dazu gibt es den Fachausdruck „Heteronormativität“. Den Minderheiten-Hysterikern (womit nicht Angehörige einer Minderheit gemeint sind!) zufolge machen wir uns alle des Verbrechens schuldig, „Heteronormativität zu reproduzieren“. Indem wir das, was nicht der Norm entspricht, nicht ständig mitdenken und sprachlich mitnennen, reproduzieren wir diese Norm.

Unterstellt wird, dass die beiden Geschlechter (oder welche Phänomene auch immer) erst dadurch entstehen, weil wir über sie sprechen. Wenn eines schönen Tages das Projekt „Gender-Trouble“ (Geschlechter-Ärger, wie z.B. die „Zerstörung von Identität„) abgeschlossen ist, dann werden die ganzen Pseudogeschlechter von allen als genauso selbstverständlich wahrgenommen, ständig mitgedacht werden, und auch genauso „normal“ auftreten, wie es bei den beiden Heterogeschlechtern, wie wir sie kennen, heute schon der Fall ist. Homosexualität wird dann genauso normal sein wie Heterosexualität.

Das ist natürlich Humbug. Die beiden Geschlechter entstehen nicht, weil wir über sie reden, sondern wir reden über die beiden Geschlechter, weil sie tatsächlich existieren. Und auch eine trans- und intersexuelle Lesbe oder ein schwules Mädchen geht auf genau zwei Keimzellen zurück: Einem Spermium und einer Eizelle. Zwei. Und ein Vertreter irgendeines beliebigen Phantasiegeschlechts kann keine dritte Variante einer Keimzelle beisteuern.

„Heteronormativität“ oder umgekehrt „Marginalisierung“ sind keine – wie es die Begriffe unterstellen – aktive und vor allem auch keine böswillige Prozesse, sondern schlicht die Folge dessen, dass bestimmte Dinge häufiger auftreten als andere, also normal sind; und wir deswegen diese alltäglichen Erfahrungen als Muster lernen und auf neue Phänomene anwenden, wie z.B. Menschen, die wir neu kennenlernen, wie ich den Schwulen oben. Nur weil wir damit manchmal falsch liegen ist das kein Grund, diesen Mechanismus anzuklagen, denn wenn wir ständig alles neu lernen müssten, keine Erfahrungen pauschalisieren dürften, wir wären gänzlich unfähig durchs Leben zu kommen.

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Nur, weil wir nicht bei jedem Menschen mitdenken, dass unser Gegenüber vielleicht kein Mensch ist, sondern nur das Menschenkostüm eines Aliens, macht uns das nicht alienphob.

Ähnlich steht es mit Rassismus, obwohl hier der Unterschied in der Hautfarbe einem sofort ins Auge springt, anders als Homosexualität nicht „unsichtbar“ ist. Hierzu durfte ich jüngst eine „schwarze“ (ist das das richtige Wort?) Aktivistin vernehmen, die „Rassismus sichtbar“ machen will.

Ihr Problem ist also nicht:

  1. Dass sie regelmäßig als „Affe“ beschimpft wird.
  2. Dass man ihr nahelegt, Deutschland zu verlassen.
  3. Dass es gar nicht bei verbalen Übergriffen bleibt, sondern sie regelmäßig zusammengeschlagen werden.

Ihr Problem war also kein Rassismus, der einen buchstäblich in die Fresse springt und schlägt (ich selbst habe mal meine körperliche Unversehrtheit riskiert, als ich einen schwarzen Mitbürger vor den zum Glück allein verbalen Übergriffen eines Skinheads verteidigt habe – Hach, was bin ich ein guter, edler Mensch!),  sondern ihr Problem war „unsichtbarer Rassismus“ – man ist rassistisch, ohne das man es weiß.

Sie stellte klar, dass man im Gespräch sich selbst in Frage stellen sollte. Dass man, darauf hingewiesen, in Betracht ziehen sollte, dass man ein Rassist sei, und dies auch eingestehen solle.

Hierzu ein anderes Beispiel: Eine „Schwarze“ (ich trau mich kaum, das Wort zu gebrauchen), die ihr Schlagfertigkeit unter Beweis stellte, indem sie erklärte, wie sie darauf reagiere, wenn man sie nach ihren „Wurzeln“ frage, nämlich so:

„Ich bin kein Baum.“

Gut, jetzt kann ich nachvollziehen, dass man sich vielleicht genervt fühlt, wenn man regelmäßig mit solchen Fragen konfrontiert wird. Es ist aber nicht in Ordnung, diejenigen Fragesteller als Rassisten zu verunglimpfen. Die junge Frau war hier geboren und hier sozialisiert, also waren ihre Wurzeln in Deutschland. Darauf hätte sie hinweisen können, und – wenn sie einen guten Tag hat – vielleicht noch, dass ihre Großeltern aus dem Kongo stammen.

Denn hier sind wir an dem Punkt, indem Anti-Rassismus in Leugnen umschlägt. Man soll leugnen, dass man eine andere Hautfarbe wahrgenommen hat, und dass man daraus bestimmte Schlussfolgerungen zog, die einen zu bestimmten Fragen „verleiten“. Denn es ist nunmal Fakt, dass wenn man eine dunkle Hautfarbe hat, die eigenen Ahnen nicht aus diesen Breitengraden stammen – zumindest in jüngerer Zeit. Man würde mir wohl auch keinen Rassismus unterstellen, wenn ich einen Weißen in Nigeria fragen würde, wo seine Wurzeln sind. Man soll die „Definitionsmacht“ der Schwarzen akzeptieren, also das Urteil man sei Rassist. Diese Schwarzen brauchen einen nach diesem Prinzip auch gar nicht erklären, warum man ein Rassist sein soll, man hat das Urteil genauso wie bei der feministischen Definitionsmacht zu akzeptieren. Man hat nicht das Recht, sich zu verteidigen, was sehr bequem ist für die Ankläger. Denn wenn mir die beispielhaft genannte Person mir erklären müsste, warum ich ein Rassist sei bei der Frage nach ihrer Herkunft, könnte sich herausstellen, dass nicht ich der Rassist sei, sondern sie vielmehr einen an der Waffel hat, mich dazu aufzuforden, solche Unterschiede nicht mehr wahrzunehmen.

Man ist ein Rassist, und wer sich gegen solche Anschuldigungen wehrt, ist erst recht einer. Da werden ganze Initiativen gegründet, um „unsichtbaren“ Rassismus „sichtbar“ zu machen. Sich selbst zu bezichtigen und seinen Rassismus aufzuarbeiten, ist dabei ein „lebenslanger Prozess“, wie uns ein orwellscher Queraktivist aufdrückt:

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Diejenigen, die das mit sich machen lassen, sind nun wirklich nicht das Problem.

Das kann nur nach hinten losgehen, denn um sowas breit durchzusetzen, ist nicht weniger als eine totalitäres System notwendig. Das fällt dann auf die Minderheiten zurück, wenn man anfängt, sich gegen solche hypersensiblen Hysteriker zu wehren, es werden Rassismus und andere -ismen erst recht gezüchtet. Wenn man die Menschen mit Strafandrohungen zwingt, ihre gender-selbst-gerechten Pronomen für ihre Phantasiegeschlechter zu verwenden, dann schürt das Aggressionen – genauso wie jemanden zu unterstellen, er sei ein Rassist. Daher mein Appell an Minderheiten: Meidet die, die euch feindlich gesinnt sind und seid wohlwollend, wo man euch freundlich gesinnt ist, auch wenn man vielleicht mal vor den Kopf gestoßen wird (das heißt nicht, dass man nicht um Gleichberechtigung kämpfen kann, wo es angebracht ist, wie z.B. die Homoehe). Ihr seid was Besonderes und nicht die Norm, weshalb man auf euch nicht normal reagieren wird. Kommt klar damit, dass ihr Minderheiten seid, und macht das beste draus.

Der Schwule von oben übrigens: Wir haben uns angefreundet und eine schöne Zeit zusammen erlebt, was wohl auch daran lag, dass er mir keinen Strick daraus gedreht hat, dass ich ihn nicht gender-neutral gefragt habe: „Hast Du eine Freundin* oder einen Freund*?“

Nachtrag: Zu so gut wie jeder Regel gibt es Ausnahmen. Nicht normal zu sein ist also voll normal.

Homoehe, Adoptionsrecht, Leihmutter, Samenspender

Bei der ganzen Debatte um die Homoehe werden häufig zwei Dinge durcheinander geworfen, die man aber getrennt betrachten sollte: Nämlich einerseits die Homoehe ansich, als auch das Adoptionsrecht.

Zur Homoehe lässt sich sagen, dass kein einziges Heteropaar einen Nachteil erleidet, nur weil anderen auch das Recht zugestanden wird, zu heiraten. Ich finde solche Diskussionen, in welchen die Homoehe als eine Bedrohung der Heteroehe gesehen wird (z.B. hier) mehr als befremdlich, ich kann das nicht nachvollziehen. Verschieden Argumente dazu erweisen sich als Luftnummer, wie z.B. dass Homos auf natürliche Art keine Kinder bekommen können, denn unfruchtbaren Heteros oder Frauen über 40 wird die Eheschließung ja auch nicht verboten. Aber gut, wenn den fundamentalistischen Christen das Alleinstellungsmerkmal so wichtig ist, könnte man sich auf einen Kompromiss einigen: Die Homoehe wird zwar rechtlich gleichgestellt, mit allen Vor- und Nachteilen, mit allen Rechten und Pflichten, aber die Christen halten sozusagen das Copyright auf das Wort „Ehe“ was bedeutet, dass man die Homoehe offiziell nicht als „Ehe“ sondern z.B. als „Lebenspartnerschaft“ bezeichnet – nur so als Vorschlag.

… ich habe nichts gegen Homos, aber, aber, aber…

So, nachdem ich das abgehakt habe, komme ich zum berühmten und allseits beliebten: ABER.

Eine rechtliche Gleichstellung der Homo- zur Heteroehe schließt nicht das Recht auf Kinder ein. Denn es ist nunmal so, dass ein Homopaar ohne Hilfe eines Dritten kein Kind bekommen kann. Und hier geht es los: Bei einer bloßen Gleichstellung wird dieses Problem nicht behoben, denn damit Homosexuelle Kinder bekommen können, brauchen sie Sonderrechte, wie etwa jenes über die Adoption. Das Problem liegt darin, dass sowohl einem Kind das Recht auf einen seiner leiblichen Elternteile entzogen wird, als auch eine Mutter oder ein Vater auf der Strecke bleibt, einem leiblichen Elternteil sein Kind entzogen wird. Ein Kind eines Homopaares, welches sich einen Samenspender oder eine Leihmuter gesucht hat, hat drei Eltern, einen sozialen und zwei leibliche – Leihmutterschaft ist aber in Deutschland verboten, hier wäre also ein Sonderrecht vonnöten, genauso wie auch ein Adoptionsrecht bei einer Lesbe, welche sich zusammen mit einer Partnerin einen Samenspender gesucht hat.

Homosexuellen dieses Sonderrecht zu verweigern ist nicht homophob, denn analog kann man dieses Sonderrecht auch Heteros veweigern, solchen, die zum Beispiel unfruchtbar sind. Auch hier würde sich eine Konstellation wie bei Homosexuellen ergeben, nämlich ein soziales Elternteil und zwei leibliche, und man weiß inzwischen, dass Kinder, die etwa durch eine Samenspende entstanden sind (was im Gegensatz zur Leihmutterschaft legal ist), in der Regel einen starken Wunsch entwickeln, ihren leiblichen Vater kennenzulernen und große Mühen auf sich nehmen, diesen ausfindig zu machen.

Das heißt, Homosexuelle sind auf Leihmutterschaft oder Samenspende angewiesen – und hier besteht ein gigantischer Unterschied. Während es in unserer Gesellschaft so ist, dass es nicht als Verbrechen zählt, wenn man einem Kind von vornherein und willkürlich seinem Vater vorenthält oder ihm entfremdet, würde dies bei getauschten Geschlechtern zu Empörungsstürmen führen. Jeder würde sofort einsehen, dass es ein Verbrechen ist, einem Kind seine Mutter vorzuenthalten oder einer Mutter ihr Kind. Vor dem Hintergrund ist es für Schwule doppelt schwierig, zu einem Kind zu kommen: Nicht nur ist Leihmutterschaft illegal, auch wird Mutterentzug im Gegensatz zu Vaterentzug als unmoralisch bewertet.

Ein anderer wesentlicher Aspekt betrifft natürlich das Kindeswohl, also die Frage, wie ergeht es Kindern, die bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen? Eine kurze Recherche ergibt, dass die meisten Studien hier zu dem Ergebnis kommen, dass dies die Kinder nicht nur nicht schaden, ja sogar privilegieren würde. Stimmen, die sagen, dass es Kindern bei ihren leiblichen und nicht homosexuellen Eltern am Besten ergeht, sind eher die Ausnahme. Wenn es aber so ist, dass es Kindern bei Homoeltern gut ergeht, dann lässt sich kaum etwas dagegen sagen, Homosexuellen (und Unfruchtbaren) Sonderrechte zu gewähren, also das Mittel der Leihmutterschaft oder Samenspende, mit all den bereits erörterten Nachteilen.

Ein anderer Weg besteht vielleicht darin, nicht die Leihmutterschaft oder Samenspende freizugeben, aber dafür die Adoption von Heimkindern und Waisen zu ermöglichen. Bei diesen liegt bereits ein Vater- und Mutterentzug vor, insofern wäre die Trennung von leiblichen Elternteilen durch homosexuelle Adoptiveltern nicht geplant und vorsätzlich herbeigeführt. Hier lässt sich unter der Prämisse, dass homosexuelle Eltern grundsätzlich nicht schädlich für Kinder sind, ein Adoptivrecht tolerieren.

Über Nicht-Cis-Menschen und deren Missbrauch durch die feministisch-genderistische Bewegung

Bevor man über Gender und Cis spricht, sollte man ein paar einleitende Worte für Außenstehende der Debatte verlieren.

„Cis“ lässt sich mit „normal“ übersetzen – wobei ich „normal“ völlig wertfrei verwende im Sinne von „nicht der Mehrheit entsprechend“ – es handelt sich um Menschen, deren Gender-Geschlecht und sexuelle Orientierung (siehe unten) mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmt – zum Beispiel ein heterosexueller Mann.

Die Gender-Theorie besagt, dass es neben dem rein biologischen Geschlecht, wie es sich etwa in Genen oder Genitalien zeigt („sex“), auch ein – je nachdem – soziales, psychologisches Geschlecht gibt – eben: Gender. Diese Unterteilung macht tatsächlich Sinn, zum Beispiel wenn man über Transsexuelle spricht. Transsexuelle sind Menschen, deren Gender-Geschlecht im Gegensatz zum biologischen steht – zum Beispiel eine Frau, die in einem Männerkörper gefangen ist.

Wo dies noch Sinn macht, gehören noch andere Dogmas (Glaubenssätze) zum Thema Gender. Das eine wäre, dass es viele Geschlechter gäbe, was ich bereits behandelte. Das andere wäre, dass das Gender-Geschlecht vollkommen unabhängig vom biologischen Geschlecht existiert; dass es allein durch die soziale Prägung – wie zum Beispiel Erziehung – festgelegt wird, und das es zudem variabel ist. So gab es Berichte aus den USA, dass dort inzwischen Menschen glauben, ihr Gender-Geschlecht täglich zu wechseln.

Hierzu gab es mal ein Menschenexperiment – welches schließlich mit dem Suizid des Versuchskaninchen endete. Bei einer Beschneidung wurde der Penis eines Jungen unrettbar zerstört. In ihrer Verzweiflung darüber vertrauten sich die Eltern einem Genderisten an, der in dem Fall die Gelegenheit sah, die Gender-Theorie zu beweisen – sprich, dass das Geschlecht allein durch soziale Prägung und nicht durch die Biologie festgelegt wird. Er täuschte den Eltern – die als „einfach“ beschrieben wurden – vor, dass sein Vorhaben in Übereinstimmung mit seriöser Wissenschaft stände. Also nahm man an dem Säugling eine Geschlechtsanpassung vor: Er wurde kastriert und man formte rudimentäre Schamlippen. Die Eltern wurden auf’s Schärfste instruiert, den Jungen wie ein Mädchen aufzuziehen. Die Vorhersage lautete, dass aus dem Jungen eine vollwertige Frau werden würde – mit Ausnahme der Gebärfähigkeit. Dies sollte der Beweis sein für etwas, was bereits Simone de Beauvoir, die Hohepriesterin des Feminismus formulierte: „Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht.“ Im Feminismus war man über dieses Menschenexperiment begeistert, Alice Schwarzer bspw. sprach davon, dass man hier dem Auftrag der Wissenschaft gerecht werden würde – im Gegensatz zu den anderen „patriarchalen“ Wissenschaften. Nach dem Suizid des Opfers wurden die entsprechenden Passagen aus den einschlägigen, feministischen Schriften kommentarlos gelöscht. Denn das Experiment war ein Epic-Fail. Während Feministinnen behaupteten, dass „Brenda“ sich mädchenhafter als jedes Mädchen verhielt, sprachen andere Berichte – einschließlich der Autobiografie des Opfers – vom exakten Gegenteil: „Brenda“ lehnte Mädchenkleider ab, und zwar leidenschaftlich – einmal zündete er „ihren“ Kleiderschrank an und verhielt sich auch ansonsten nicht besonders klischee-mädchenhaft sondern tobte lieber herum. Und als ihm die Wahrheit über ihn eröffnet wurde, wusste er sofort, dass es ein Leben als Junge führen wollte und nannte sich „David“; später mal sagte er: „Man kann nicht sein, was man nicht ist“.

Mit anderen Worten: Hier wurde künstlich ein Transsexueller geschaffen, ein Mensch, dessen Gender-Geschlecht im Gegensatz zum biologischen steht. Der Leidensdruck, der dadurch entsteht, ist immens. Die Selbstmordrate unter Transsexuellen liegt über der der Cis-Menschen. Deshalb ist es übrigens wichtig, in der Sexualkunde an Schulen darüber aufzuklären (was nicht Frühsexualisierung bedeutet – aber das ist ein anderes Thema). Für einen jungen Transsexuellen, der noch nicht weiß – woher auch? -, was es mit ihm auf sich hat, ist alles auf groteske, leidvolle Weise falsch – zum Beispiel die Weise, wie man mit ihm umgeht, man behandelt sie wie einen Mann, obwohl sie darauf angewiesen ist, wie eine Frau behandelt zu werden. Aufklärung darüber ermöglicht einen Lösungsansatz.

Kommen wir zu den Intersexuellen. Hierbei handelt es sich um Menschen, die zwischen den Geschlechtern angesiedelt sind, uneindeutige biologische Merkmale aufweisen. Für Eltern ist diese Nachricht in der Regel ein Schock. Und dann gehts los: Was ist es denn nun? ein Junge? Ein Mädchen? Und dann wird eine Geschlechtsanpassung vorgenommen, was – und hier muss ich Feministinnen ausnahmsweise mal Recht geben – falsch ist. Das Risiko, dass man hier einen künstlichen Transsexuellen schafft, weil man das falsche biologische Geschlecht gewählt hat, ist immens – und dann Leid. Der richtige Weg ist, abzuwarten, bis der Intersexuelle artikulieren kann, wie er tickt, also ob er sich eher wie ein Mädchen oder ein Junge fühlt, ob er eine Behandlung mit Hormonen und einen chirurgischen Eingriff wünscht oder nicht.

Diese Beispiele zeigen, dass die Gender-Theorie mit ihrem Dogma des nicht von der Biologie sondern von der sozialen Prägung festgelegten und variablen Gender-Geschlechts nicht zutrifft.

Denn wenn sie zutreffen würde, könnte man bei Intersexuellen schon im Säuglingsalter problemlos eine Geschlechtsanpassung vornehmen, und das Kind dann entsprechend erziehen – das funktioniert nicht, wie jedem Genderisten klar ist. Wenn die Theorie zuträfe, dann könnte man Transsexuellen eine gänzliche andere Therapie verschreiben als biologische Anpassung mit Hormonen und operativer Geschlechtsumwandlung. Der Transsexuelle wäre gefordert, sein Gender-Geschlecht an das biologische anzupassen: „Du hast einen Schwanz, also fühle auch wie ein Mann!“ Das funktioniert nicht, und auch hier stimmt jeder Genderist zu. Oder Homosexuelle: Wenn der Genderist Recht hätte mit seiner Theorie des variablen Gender-Geschlechts, dann hätten zugleich auch die ganzen Homo-Heiler Recht, die aus Homos Heteros machen wollen – dieses Anliegen aber wird scharf zurückgewiesen.

Da also die Gender-Theorie etwas postuliert, was im Widerspruch zur Natur der Nicht-Cis-Menschen steht, stellt sich die Frage, warum diese sich bereitwillig vor den Karren der Feministinnen und Genderisten spannen lassen. Eigentlich müsste man annehmen, dass z.B. jeder Schwule sofort auf die Barrikaden geht, wenn es heißt, dass das soziale Geschlecht anpassbar oder variabel wäre, denn damit wird ja direkt den Homo-Heilern Recht gegeben. Die Antwort auf diese Paradoxon liegt vermutlich darin, dass Genderisten ihre Theorie nur auf Cis- nicht auf Nicht-Cis-Menschen anwenden. Damit aber widerlegen sich die Genderisten selbst, indem sie solche Menschen als solche anerkennen, deren Gender-Geschlecht angeboren ist und nicht zu ändern. Ein weiterer Punkt wären die Lehrpläne, die nicht einfach nur Aufklärung bedeuten, sondern Frühsexualisierung. Es wird von Genderisten angeführt, dass man lediglich über sexuelle Minderheiten aufklären wollte – wogegen kein vernünftiger Mensch was hat – um dann etwas zu praktizieren – Frühsexualisierung -, was den Eltern die Zornesröte ins Gesicht treibt: „Schützt unsere Kinder!“ Und vor wem muss man sie schützen? Na, vor den „Homo-Perversen“ zum Beispiel. Feministinnen verfolgen eine bestimmte Politik und schieben dabei die sexuellen Minderheiten vor, das ist nicht nur Missbrauch der Interessen dieser Minderheiten, es ist auch im Diskurs ungemein praktisch: Jeder, der was dagegen sagt, ist ganz einfach „homophob“, „rückständig“, „reaktionär“.

Zum Abschluss: Das, was die Genderisten aus ihren Elfenbeintürmen von oben herab predigen, ist keine Wissenschaft, sondern selbstwidersprüchliche Ideologie, Religion. Sie entziehen sich jeder wissenschaftlichen Prüfung, was sie sich leisten können, da alles, was die Geschlechter betrifft, feministisch dominiert ist. Das, was dort gelehrt wird, gehört in esoterische Buchhandlungen, nicht in Universitäts-Bibliotheken.

Outing und kein Ende

Ich komme ins Gespräch mit einem Mann, der etwa in meinem Alter ist. Wir reden über dies, über das, und dann schließlich frage ich:

„Und, hast Du eine Freundin?“

darauf er:

„Ähm, nein, aber ich bin einer festen Beziehung.“

Es dauert ein paar Sekunden, aber schließlich fällt der Groschen: Er ist schwul (und in einer festen Beziehung).

Dieses Beispiel führe ich an, um auf einen Umstand hinzuweisen, der vielen Heterosexuellen oft nicht klar ist: Nämlich das ein „Outing“ keine einmalige Sache ist.

Es ist nicht damit getan, dass sich ein Homosexueller ans Herz fasst und sich vor seiner Familie und seinen Freunden „outet“ – wobei das allein schon der Beweis dafür ist, das hier ein Problem vorliegt, denn warum muss man sich überhaupt „outen“ und kann nicht einfach frei von der Leber weg zu seiner Orientierung stehen? „Outen“ beinhaltet sowas wie ein „schreckliches“ Geheimnis offenlegen, aber warum eigentlich „schrecklich“?

Hierzu ein Einschub: Ich komme ursprünglich aus der linken Szene, und dort waren Zärtlichkeiten unter Männern gern gesehen. Ich habe es ebenfalls ausprobiert, aber Sorry liebe Schwule: Es hat sich – pardon – Scheiße angefühlt. Im Gegensatz dazu steht eine Erfahrung mit einem Schwulen, der, als er dahinter kam, dass ich harmlos bin, recht zutraulich wurde. Unter anderem streichelte er mir zärtlich meinen Bart und ich mochte das. Außerdem hat er mir Komplimente gemacht, wie ich es noch nie erlebt habe; womit er mich in Verlegenheit brachte und ich ihm schließlich drohte, wegzugehen, wenn er nicht damit aufhöre (was ihn nicht abhielt). Frauen haben mir niemals solche Komplimente gemacht.

Wenn dich ein Schwuler anbaggert, dann: Freue dich! Schwule haben oft einen hoch ästhetischen Sinn (Ok, Klischee), also sag‘ einfach: „Vielen Dank für das Kompliment, aber weißt Du, ich bin sowas von hetero.“ – die Meisten werden das sofort akzeptieren.

Ich rate jedem Jüngling, sich einen schwulen Freund zuzulegen, denn Schwule haben als Außenstehende einen besonders klaren Blick auf Heterobeziehungen – wenn dich irgendein Miststück ausnutzt, dann kann dir das dein schwuler Freund wie kein anderer verklickern.

Einschub Ende

Was war das Thema? Ach ja: Outing.

Man muss sich einfach mal überlegen, dass es Familien gibt, die ihre Töchter oder Söhne verstoßen, wenn sie sich als homosexuell „outen“.

Wenn selbst ein Vater oder eine Mutter ihr Kind verstößt, wenn es sich als anders „outet“, wie steht es dann um andere Menschen? Eben, diese verurteilen einen noch schneller, noch einfacher; man muss sich einfach mal überlegen, dass es international in verschiedenen Ländern immer noch (tödlich) strafbar ist, homosexuell zu sein – wie bei uns bis kurzem auch noch. Der „Kriegsheld“ Alan Turing, von dem manche Historiker meinen, dass er mit kriegsentscheidend gegen Nazi-Deutschland gewirkt hat, kam ins Gefängnis aufgrund seiner sexuellen Orientierung. Peinlich im Quadrat.

Ein „Outing“ ist keine einmalige Sache, sondern muss immer wieder wiederholt werden. Manche Homosexuelle ziehen die Reißleine, und „outen“ sich permanent, zum Beispiel indem sie die typischen Klischees bedienen. In meinem Verwandtenkreis findet sich eine Lesbe, die fünfmal männlicher als ich selbst auftritt.

Etwas komplizierter wird es, wenn eine Lesbe oder ein Schwuler ganz normal auftritt, also nicht gleich jedem wie eine Olivia Jones ihr Anderssein eindeutig auf’s Auge drückt.

Denn was ist die Alternative? Die Alternative ist, dass man ein gigantisches Lügengebäude errichten muss, in welchem man sich selbst verleugnet, nur damit nicht rauskommt, dass man anders tickt als die Normalos. Nehmen wir obiges Beispiel, wo ich einen Schwulen frage, ob er eine Freundin hätte. Wenn er sich nicht hätte outen wollen, müsste er mich anlügen; was also ist davon zu halten wenn Homohasser behaupten, dass Homosexuelle einem ihre Sexualität aufdrängen würden? Wollen sie gern belogen werden? Und was ist eigentlich, wenn ein Hetero „Wow, ist die heiß!“ sagt? Drängt der einem nicht ebenfalls seine Sexualität auf?

Jedesmal, wenn man jemanden neu kennenlernt, muss man sich erneut outen. Und jedesmal besteht dabei die Gefahr, dass das Gegenüber negativ reagiert, einen verurteilt oder angreift. Ein „Outing“ ist eben keine singuläre Sache, sondern eine stets wiederkehrende; keine Begebenheit nach dem Sprichwort „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende„, denn es gibt kein Ende. Das verunsichert und kann im schlimmsten Fall zu Hass gegenüber den „Normalos“ führen. Ich rate Homosexuellen hier zu Nachsicht: der Mensch ist nun mal so gestrickt, dass er allem Fremden erst mal mit Misstrauen und Ablehnung begegnet, sei es, dass der „Fremde“ eine andere Hautfarbe hat oder eine andere sexuelle Orientierung. „Der Mensch kann zwar tun was  er will, aber er kann nicht wollen, was er will“ sagte mal ein Philosoph; diese Erkenntnis über die Unfreiheit des menschlichen Willens sollte einen versöhnlich stimmen, wenn man mal wieder beleidigt wird, weil man anders ist – was nicht heißt, dass man nicht um Toleranz werben kann. Dennoch wird es immer so sein, dass man einer Minderheit angehört, dass man anders ist.

Immer, und immer wieder.