Archiv der Kategorie: Humor

Ein Witz über die Ehe von Mann und Frau

Diesen schönen Witz habe ich vom großen Paul Watzlawick und gebe ihn aus dem Gedächtnis wieder:

Ehefrau in der Küche, sie backt einen Kuchen. Der Ehemann kommt rein.

Sie: „Ich glaube, der Kuchen wird nichts.“

Er: „Hast Du vielleicht das Backpulver vergessen?“

Sie (fängt an zu weinen): „Duuuuuuhuuu liiiiiiieeeeeeeebst miiiich niiiiiiiicht *schluchz*!!!“

Die Analyse dieses Witzes angewendet auf Geschlechterrollen kann einen viel über das Verhältnis zwischen Mann und Frau lehren. Früher zumindest, denn welche Frau von heute backt ihrem Mann denn noch einen Kuchen? Siehe dazu auch: Die charmante Hausfrau.

Don’t stare at my boobs!

Feministen und Humor sind ein Thema für sich. Dazu gibt es einen Witz, der geht so:

Frage: „Wieviele Frauen braucht man, um eine Glühbirne einzudrehen?“

Antwort: „Eine –

UND DAS IST NICHT WITZIG!!!!“

Oder man nehmen nur mal diesen Schwätzer (via), der ganz tief empört ist, dass mancher Mann oben ohne unterwegs ist, da ist keine Keule groß genug, also z.B.:

„Dass maskuline Menschen ihren Oberkörper jederzeit entblößen können, ohne dabei sexuell gelesen zu werden, demonstriert Überlegenheit. Sie beanspruchen dadurch den öffentlichen Raum für sich und zeigen gleichzeitig, dass sie mehr Freiheiten besitzen als weibliche Personen, die das eben nicht überall können. Diese Zurschaustellung von zweierlei Maß festigt die darunter liegende Ungerechtigkeit.“

Ein Mann! Oben ohne! Übt Macht aus! Vergast ihn!!!

Nee, Scherz beiseite. Vor Jahren bin ich mal über ein weibliches Original gestoßen, das mir bis heute in Erinnerung ist. Sie hatte einen wirklich mächtigen Vorbau. Dazu trug sie ein T-Shirt mit der Aufschrift:

Don’t stare at my boobs!

(touch them)

Ich war damals leider nicht mutig genug, sie anzusprechen. Ich vermute eine wunderbare Frau hinter solchem Humor. Sie widerlegt quasi im Alleingang den ganzen Feminismus, das ganze Geschwätz über die unterdrückte Frau, die sich nicht auf die Straße traut schon allein wegen der Blicke oder was weiß ich. Ja! Männer gucken gerne und mehr! Kein Grund, ihnen das übel zu nehmen. Ob sie sich das heutzutage noch traut sei dahingestellt; in den letzten Jahren nahm das Sicherheitsgefühl der Frauen rapide ab, um diesen Artikel ganz und gar nicht lustig schließen zu lassen.

Sie will sich aufregen. Sie will hassen. Sie will ein Opfer sein. Sie will es.

Humorlose Feministen und Holz vor der Hütte

holz_vor_huette

Frage: „Wieviele Feministinnen braucht man, um eine Glühbirne einzudrehen?“

Antwort: „Eine. UND DAS IST NICHT WITZIG!!!

Dieser Witz spielt auf die geradezu sprichwörtliche Humorlosigkeit der Feministinnen an. Der Punkt aber, dass diese humorlos seien, wird umso humorloser und empörter zurückgewiesen.

Erinnern möchte ich dazu noch mal auf das unerwünschte Dirndl-Kompliment von Onkel Brüderle, welches eine vollkommen humorbefreite, nationale Debatte auslöste – das sind die Themen, die die Gesellschaft beschäftigen, und nicht etwa sagen wir: Vergewaltigung im Gefängnis.

Und nun haben wir da oben wieder Frauen im Dirndl und einen eindeutig zweideutigen Spruch dazu. Das vernichtende Urteil: Dies sei Sexismus. Denn in der überspannten Wahrnehmung der Feministen gilt: Sexy = Sexismus. Denn ja: Hier geht es um Sex. Ein Mann der die Werbung sieht, denkt an Sex. Aber: Das ist vollkommen in Ordnung. Die beteiligten Frauen wissen das auch nur zu gut und sie nehmen es mit Humor, es gefällt ihnen, sie fühlen sich nicht zu einem „Sexobjekt reduziert“ – allerdings heißt es über solche Frauen, sie hätten „patriarchale“ Frauenfeindlichkeit „internalisiert“. Diese Werbung arbeitet mit einem Witz, einem Witz mit Sex, ein sexy Witz, aber Feministen können nicht im geringsten darüber lachen. Warum?

wsu

Warum dieser Hass, wenn eine Frau als schön und begehrenswert dargestellt wird?

Eine Frau, die als sexy dargestellt wird, wird nicht zum „Sexobjekt reduziert„, sie wird vielmehr aufgewertet – weshalb die Klage oft von Frauen kommt, die nicht das geringste zum Sexobjekt mitbringen. Allerdings spiegelt sich in der begehrenswerten Frau das ganze Geschlechterverhältnis wieder. Mit ihr als die Begehrte und mit ihm als Begehrenden. Und da hängt ein ganzer Rattenschwanz an Konsequenzen dran, die die Gesellschaft so gestalten, wie sie eben ist. Die begehrenswerte Frau ist ganz Frau und der begehrende Mann ist ganz Mann, in solcher Werbung manifestieren sich die beiden Geschlechter, welche aber der Feminist vernichten, dekonstruieren will. Ein wohl hoffnungsloses Unterfangen, denn die Geschlechter sind kein soziales Konstrukt sondern auch biologisch festgelegt, das heißt, es wird immer Männer geben, die begehren und dazu wird es immer auch die entsprechenden Frauen geben. Das eigentliche Problem des Feministen ist nicht, dass der Mann die Frau unterdrückt – das ist nicht der Fall – das eigentliche Problem ist, dass Mann und Frau, die beiden Geschlechter tatsächlich existieren und immer existieren werden, weshalb das Ziel des Feministen niemals zu erreichen ist – das ahnt er wohl, von daher die humorlose Verbissenheit.

Allerdings spricht er nicht für die Frauen. Ich habe gar nicht gezählt, wie oft mir Frauen untergekommen sind, die zum Interview der SZ sinngemäß anmerkten, dass sie vor Lachen unter dem Tisch liegen würden.

 

Geschlechterkrieg mit Asterix und Obelix

2018-03-02-asterix

Comics gelten zu Unrecht als niedere Literaturform. Ich denke, dass man gerade die Jungs, die heutzutage mit Mädchenliteratur an den Schulen gequält werden, was eine Ursache für ihre schlechte Lesekompetenz darstellt, an die Freude des Lesens heranführen kann, indem man sie mit Comics anfreundet. An dieser Stelle sei auch auf das „Jungen-lesen-Projekt“ von MANNdat hingewiesen, mit vielen Vorschlägen jungenfreundlicher Literatur.

Zurück zu den Comics: Eine meiner Lieblingsreihen war „Yoko Tsuno“ – eine SF-Serie. „Yoko Tsuno“ ist gynozentrisch, nicht nur ist die Hauptfigur weiblich, auch ihre Beziehungen zu anderen Frauen stehen im Vordergund, vor denen ihre Freundschaft zu den anderen zwei männlichen Hauptfiguren verblasst. Dennoch vermochte sie mich aufgrund ihres „technischem Gehalts“ als Science-Fiction-Serie zu begeistern.

Hin zu Asterix: Wo Yoko Tsuno gynozentrisch ist, ist Asterix androzentrisch, das Universum ist männlich, Frauen meist nur Nebendarsteller. Auf den ersten Seiten eines jeden Bandes werden „Einige Gallier“ vorgestellt, und das sind alles Männer: Asterix, Obelix, Miraculix, Troubadix und Majestix. Hier nun würde mich wirklich die Geschichte zum großen Asterix-Band XXIX „Asterix und Maestria“ interessieren, die den Geschlechterkrieg auf’s Korn nimmt, und das auf überaus politisch unkorrekte Weise, denn zum einen mit viel Humor und zum anderen mit der Botschaft, dass es Feminismus nun wirklich nicht braucht. War das vielleicht die Antwort auf feministische Kritik an der Männerdominanz? Tatsächlich kann man dem Band die Botschaft entnehmen, dass Feminismus die Beziehung zwischen Mann und Frau vergiftet. Die Geschichte beginnt damit, dass ein – unerhört! – weiblicher Barde ins Dorf kommt, der sich schnell als Radikalfeminist entpuppt und die Frauen des Dorfes gegen ihre Männer aufhetzt. Währenddessen haben die Römer einen neuen Plan ersonnen, um die letzten Gallier, die noch gegen die Besatzer Widerstand leisten, nun endlich zu besiegen – und mehr sei nicht verraten.

In der Geschichte spielt ein Konzept namens „Gallische Galanterie“ eine wesentliche Rolle, ein Ehrenkodex, der es männlichen Galliern verbietet, Frauen zu schlagen. Ob das historisch begründet ist, brachte eine kurz Recherche nicht zu Tage. Überraschend wäre es nicht, schließlich sagt auch heutzutage jeder ehrbare Mann von sich, dass er keine Frauen schlägt, und schon Jungs wissen: „Mädchen schlägt man nicht“. Einen solchen Kodex kennen Frauen umgekehrt nicht, im Gegenteil wird Frauengewalt häufig als entweder berechtigt oder aber als witzig dargestellt.

„Asterix und Maestria“ ist der letzte Band, der die gewohnte Qualität der Reihe erreicht, das heißt er ist wirklich witzig und unterhaltsam geraten, man kann sich so richtig schön schlapplachen (es sei denn, man ist Feminist).

maestria_schwestern