Archiv der Kategorie: Jungen

Wie Maskulinisten Mädchen in Tod und Elend treiben

Einer Schätzung zufolge, die verdeckte Suizide miteinbezieht, bringen sich Mädchen 12 mal häufiger um als Jungen. Damit zusammenhängen dürfte die systematische Diskriminierung von Mädchen im Schulbetrieb, welche in schlechtere Benotung und seltenere Gymnasialempfehlungen bei sonst gleichen Kompetenzen sichtbar wird. Da Mädchen nicht sozial nach oben heiraten können, sind sie dabei besonders von Obdachlosigkeit gefährdet.

Diese monströsen Verhältnisse werden von Maskulinisten zum Beispiel als Männerbeauftragte, in Ministerien für alle außer Frauen, im „Bundesforum gegen Frauen“, oder mit  Schmierenjournalismus vorangetrieben. Es wird einfach verschwiegen, und wenn es doch mal angesprochen wird, wird es zensiert oder die Verantwortung dafür den Mädchen in die Schuhe geschoben: Die Schule, der Maskulinismus, die Gesellschaft seien richtig, die Mädchen seien es, die falsch wären. So sei noch mehr Maskulinismus notwendig, um Mädchen und Frauen im Kampf gegen das „Matriarchat“ Privilegien zu entziehen. Dann werde sich auch die Situation von Mädchen und Frauen bessern.

So wird davon geredet, dass Mädchen eine toxische Weiblichkeit pflegen würden, was dazu führe, dass sie nicht um Hilfe fragen könnten. Tatsächlich sind die realen Verhältnisse so, dass es schlicht keine Hilfe gibt. Eine Obdachlose kriegt einfach keine Hilfe, und von Selbstmörderinnen weiß man, dass sie ebenfalls keinen Ausweg in einer ausweglosen Situation sehen – mal davon abgesehen, dass es pervers ist, Mädchen als Kinder die Verantwortung dafür zuzuschieben – die Verantwortung tragen Erwachsene. Die Ursache für diese Notlagen liegt in einer sexistischen Gesellschaft, die bereits kleine Mädchen als „Säue“ niedermacht oder die in breiten Plakataktionen dafür wirbt, nur Jungen aber keine Mädchen vor Gewalt zu schützen. Eine Gesellschaft, in der Maskulinisten wie Lars Penny, den Mädchen eine Therapie verschreiben wollen, die den „leidendend Idiotinnen“ so richtig weh tun wird, oder in der eine Frau Gesterkamp dazu auffordert, Feministen, die diese Notlagen ansprechen, systematisch von jedem Diskurs auszugrenzen, oder in der eine Henrietta Rosenbrock davon spricht, Feministen würden eine „Opferideologie“ pflegen.

Maskulinisten, in Ministerien, in den Redaktionsstuben, in NGOs, ausgestattet mit Millionen von Fördergeldern, die wirksame Hilfe für Mädchen unterbinden, sind schuldig. An ihren Händen klebt Blut.

[Nachtrag] Ursprünglich wollte ich hier dieses Bild posten, in dem ich „Mädchen“ durch „Jungen“ ersetzt hatte. Dann allerdings fand ich einen Aufruf, allein Jungen aber nicht Mädchen vor Gewalt zu schützen, als dermaßen pervers – selbst als Satire bzw. als zynische Ironie- dass ich es wieder offline nahm. Es fühlte sich entsetzlich an. Wie kaputt müssen Feministen nur sein.

Crumar über die TIMMS-Studie zum Zurückbleiben deutscher Schüler und Jungen

Das wird noch mal richtig böse für Deutschland:

TIMMS 2019 ist erschienen und der Tagesspiegel titelt noch wohlwollend: „Grundschüler fallen international zurück – Laut der internationalen Timss-Studie liegen Grundschüler aus Deutschland in Mathematik und Naturwissenschaften im Mittelfeld“
Der Abstand zur Spitzengruppe: „Singapur liegt rund hundert Punkte vor Deutschland – das entspricht eigentlich fast drei Lernjahren.“
Getestet wurden (überwiegend) Viertklässler.
Mit drei Lernjahren Rückstand.
Noch Fragen?

Das hier ist mehrfach falsch: „Könnte Deutschland von den Ländern Ostasiens etwas lernen? Studienleiter Knut Schwippert, Erziehungswissenschaftler an der Uni Hamburg, zeigte sich da skeptisch. In diesen Staaten würde Kindern vielleicht energischer Fehler im Unterricht ausgetrieben. Aber ob man das oft auf Drill ausgerichtete System in einer offenen Gesellschaft wie der deutschen wirklich übernehmen wollen würde, müsste man zumindest hinterfragen.“
Diese Schüler sind nicht nur in der Reproduktion von Fakten besser, sondern auch in der Problemlösekompetenz – es liegt erkennbar nicht am „Drill“.
Zweitens ist der Abstand zu Russland in den Naturwissenschaften 567 zu 518 Punkte und in Mathematik 567 zu 521 Punkte. Auch das ist jeweils deutlich mehr als ein Lernjahr Unterschied und es handelt sich um kein Land „Ostasiens“.

Nun zu den Geschlechter- und Klassenaspekten:
Wie ich an anderer Stelle bereits geschrieben habe, wird m.E. „grade inflation“ betrieben, d.h. die Ansprüche an gute oder sehr gute Leistungen werden künstlich abgesenkt, speziell um Mädchen zu begünstigen.

In Mathe: Stehen in TIMMS 32,1% der Mädchen und 38,7% der Jungen auf den Kompetenzstufen V und IV, so haben 48,8% der Mädchen und 54% der Jungen im Zeugnis die Schulnote 1 und 2.
Laut TIMMS haben die Kompetenzstufen I-III 67,8% der Mädchen, 51,2% landen in der Notenskala zwischen 3-5. Bei Jungen befinden sich 61,4% in den Kompetenzstufen I-III und 46% landen dort (Rundungsfehler bitte ignorieren).

In Naturwissenschaften gelingt eine Umkehrung der Testergebnisse im Verhältnis zu den Schulnoten (plus grade inflation):
Stehen in TIMMS 35% der Mädchen und 37,9% der Jungen auf den Kompetenzstufen V und IV, so haben 64,1% der Mädchen und 58,7% der Jungen im Zeugnis die Schulnote 1 und 2.
Laut TIMMS haben die Kompetenzstufen I-III 65% der Mädchen, 35,5% landen in der Notenskala zwischen 3-5. Bei Jungen befinden sich 62,1% in den Kompetenzstufen I-III und 41% landen dort.

Prozentuale Differenzen der Ergebnisse von TIMMS zur Note – also getestete Kompetenzstufe zu Schulnote im Zeugnis:
Mädchen Mathe
V/IV zu 1/2: +52,1%
Jungen Mathe
V/IV zu 1/2: +39,5
Mädchen Naturwissenschaften
V/IV zu 1/2: +83,1%
Jungen Naturwissenschaften
V/IV zu 1/2: +54,9%
Das zeigt sehr deutlich, wem diese „grade inflation“ nützt.

Ihr werdet viele mediale Tränen zu Boden plätschern hören, wenn es um die Diskriminierung in Sachen Gymnasialempfehlungen der Lehrkräfte (die zu 87% Frauen sind) aus sozialen Gründen oder wg. „Migrationshintergrund“ geht, nicht jedoch in Sachen Geschlecht, was ich hier nachhole.

Der „Schwellenwert“ für eine Gymnasialempfehlung liegt im Schnitt bei 549 Punkten in Mathe und 552 Punkten in Naturwissenschaften.
Nicht jedoch wenn es sich um ein Mädchen handelt, dann reichen 535, bzw. 540.
Bei Jungen ist ist die erforderliche Punktzahl in Mathe 562 und 563 Punkte in den Naturwissenschaften.
D.h. das übliche Spiel: Mädchen reichen -27 Punkte in Mathe und -23 Punkte in den Naturwissenschaften gegenüber Jungen für das gleiche Ergebnis.
Jungen brauchen +12 und +11 Punkte über dem Schnitt für eine Gymnasialempfehlung.
Dass Mädchen „doppelt so hart arbeiten müssen“ ist eine Lüge.

Die Klassendifferenzen sind in der Tat eklatant; reichen der Lehrkraft (m/w/w/w/w/d) bei Eltern aus den „Oberen Dienstklassen“ 518 und 506 Punkte, so ist das verlangte Niveau bei elterlichen „Facharbeitern“ bereits 562 und 567 Punkten.
Erkennbar ist „intersektional“ gesehen, der Anspruch lässt sich in Bezug auf Jungen mit dieser sozialen Schicht vergleichen, während Mädchen sich drei soziale Schichten darüber ansiedeln.
Eine Klasse für sich, sozusagen.

Unabhängig von Klasse und Geschlecht sehe ich schwarz für die Zukunft Deutschlands.
Der Anteil (sehr) guter Schüler und Schülerinnen in Mathe und Naturwissenschaften ist im internationalen Vergleich gering, gesondert gefördert werden sie nicht. Es ist auch gar kein Personal da, das dies leisten könnte – die Fortbildungsquote der Lehrkräfte ist im internationalen Vergleich ebenfalls mies. Die offensichtliche Diskriminierung von Jungen in der Schule ist das Sahnehäubchen auf diesem Kackhaufen.

Quellen: https://www.tagesspiegel.de/wissen/timss-studie-zeigt-schwaechere-leistungen-grundschueler-fallen-international-zurueck/26693702.html
TIMMS Studie 2019, Tabellen 8.1-8.2 sowie 11.7

Jungen und der Empathy-Gap

25.11

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Während Politiker davon phantasieren, dass jeder Tag in der Schule ein „Boys-Day“ sei, bleiben in der Realität die Jungen zurück – wofür ihnen ganz in der Tradition der schwarzen Pädagogik die Verantwortung zugeschoben wird: Nicht die Schule, nein das Kind, hier der Junge ist falsch. Dass inzwischen bewiesen ist, dass Jungen in den Schulen massiv benachteiligt werden, ist dann auch nur eine Randmeldung wert, sie ist kein Punkt auf der politischen Agenda, viel wichtiger sind unerwünschte Komplimente, diese beschäftigen die ganze Nation. In einer Studie, die der Aktionsrat Bildung im März 2009 vorlegte, erklärten die Bildungsforscher, die Ungleichheit in unserem Erziehungswesen überschreite die „Grenzen des rechtlich und moralisch Hinnehmbaren“. Eine Folge: Die Jungen werden immer dümmer, ihr IQ sinkt. – worüber die Giftseelchen gewiss erfreut sind.

Es ist keine Bagatelle, jemand zu Dummheit zu verurteilen und in der Schule zu benachteiligen: Sowas ruiniert das ganze Leben. Und ein abgehängter Junge hat auch nicht die Möglichkeit, eine wohlhabende Frau zu heiraten und sich damit Lebensqualität unabhängig von seinem Bildungsniveau zu sichern, denn Frauen heiraten nur nach oben.

Dieser Tatbestand reiht sich ein in andere, welche auf einen strukturellen Empathy-Gap fußen. So ist die Beschneidung von männlichen Säuglingen auch ohne Narkose erlaubt, die der Mädchen verboten. Da Säuglinge Schmerzen stärker empfinden, kann man hier von Folter sprechen. Organisationen wie „Dissenz,“ die offen zugeben, ihr Ziel sein nicht der „andere Junge“ sondern „gar kein Junge“, und die somit aus ihrer Jungenfeindlichkeit kaum einen Hehl machen, erhalten Zugang zu Schulen und werden mit Steuermitteln gefördert. Andere Vereine wie „Wildwasser“, die vergewaltigten und missbrauchten Jungen Hilfe verweigern, werden aus Steuermitteln finanziert. Weiter berichtet Hoffmann, dass Hilfsorganisationen oft erleben, Spenden seien an die Bedingung geknüpft, dass diese Gelder ausschließlich zur Hilfe für Mädchen und nicht für Jungen verwendet werden. Wenn eine Terrororganisation Jungen bei lebendigen Leibe verbrennt, ist das der Welt keine Reaktion wert, erst wenn dieselbe Terrororganisation Mädchen entführt, kommt es zu einem Aufschrei rund um den Globus bis ins weiße Haus und es tagt der Bundestag dazu in einer aktuellen Stunde. Und um noch mal auf die Schulen zurückzukommen, so war bereits Doris Lessing von den Vorgängen dort entsetzt, denn:

Die im heutigen Simbabwe aufgewachsene Autorin, beklagte eine „denkfaule und heimtückische Kultur“, die sich des Feminismus bemächtigt habe und darauf hinauslaufe, „auf Männer einzudreschen“. Bei einem Besuch in einer Schule, in der die Lehrerin Beifall heischend erklärt habe, Kriege seien auf die angeborene Gewalttätigkeit von Männern zurückzuführen, berichtet die Schreiberin: „Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort.“

Alles in Allem lässt sich von einem Krieg gegen Jungen sprechen, wie es Christina Hoff Sommers tut – was Feministen nutzen, um unter Beweis zu stellen, dass Begriffe wie „Femofaschischmus“ oder „Feminazis“ jede Berechtigung haben:

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Dabei wird diese Jungenfeindlichkeit nicht nur von Institutionen und Personen in ihrer Funktion als Kindergärtner, Lehrer und Politiker betrieben sondern tatsächlich auch vom feministisch inspirierten Müttern, die ihre eigenen Söhne als ihre Feinde begreifen – und so ist der Umstand, dass man mit einem Jungen schwanger ist, schon mal ein Grund, in Tränen auszubrechen. Dabei haben doch Feministen alle Möglichkeit, ihr Kinder – auch die Jungen – zu strammen Männerfeinden zu erziehen. Diese Verzweiflung über männlichen Nachwuchs zeigt eins auf: Das Männliche wird als das inhärent Böse betrachtet, wo auch Erziehung nicht mehr helfen kann. Auch entblößt es die Bösartigkeit und Perversion einer Ideologie, die den eigenen Nachwuchs zum Feind erklärt. Ähnliches findet man in anderen totalitären Ideologien wie dem Faschismus und Stalinismus, in welchen bspw. dazu aufgefordert wurde, Familienmitglieder zu denunzieren, wenn sie nicht auf Linie waren. Wenn schon Mütter zu Monstern mutieren und ihre Söhne im Interesse einer politischen Ideologie verraten und sabotieren, wie steht es dann erst um Lehrerinnen oder Ministerinnen, die in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu jenen Jungen stehen, die von ihrer Politik betroffen sind?

Das alles führt zur Frage, was in diesen Köpfen vorgeht. Denn um Gottes Willen, es geht hier doch um Kinder. Hier wirkt der Empathy-Gap, der bereits den Holocaust und andere Verbrechen möglich machte, bereits gegen Kinder. Hierzu erinnere ich mich an einem Artikel in einem Leitmedium, welcher das Zurückbleiben der Jungen in der Schule thematisierte. Geschmückt war der Artikel der Süddeutschen mit einem Bild eines entsetzlich hässlichen und plärrenden Jungen, der nicht die geringsten Sympathien sondern Antipathien auslöste, der spontane Gedanke, den man hatte, war: „Zum Glück bin ich von dem verschont.“ So arbeitet Propaganda, so arbeitet Hasspropaganda. Sie arbeitet mit Bildern, die das Feindobjekt als möglichst hässlich zeichnet. Man begegnet Jungen nicht mit Empathie und Wohlwollen; man schafft ihnen keinen geschützten Raum – wie die Schule einer sein sollte – in welchem sie willkommen sind und sich öffnen können, stattdessen feindet man sie an, um ihnen dann in der Folge den Vorwurf zu machen, sie hätten keinen Spaß und kein Interesse an der Schule, keine Motivation, Leistungen zu erbringen, womit sie am Zurückbleiben selbst schuld seien – ein Paradebeispiel einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Diese Mitgefühlskälte ist ein großes Übel, sie betrifft die ganze Gesellschaft – auch die Frauen, denn es ist ein Realitätsverlust zu glauben, ein solcher Mangel an Einfühlung bliebe allein auf Männer beschränkt, wenn diese die halbe  Gesellschaft ausmachen – es fällt auch auf Frauen zurück. Es sollte anderes sein: Jungen sollten als Kinder lernen, dass sie angenommen und geliebt werden, so wie sie sind, damit sie später keine Gewalt in die Gesellschaft tragen sondern herzliche Wärme, damit sie geliebt werden und Liebe zurückgeben. Aktuell aber lernen sie, dass sie schlecht sind, falsch, böse. Und so verhalten sie sich dann auch, dass gesellschaftliche Klima kühlt ab, Gewalt ist an der Tagesordnung, womit die feministischen Vorurteile über die „Schläger“ bestätigt werden. Würde man Männern, Jungen dieselbe Empathie zukommen lassen wie Frauen und Mädchen – imagine a world without violence against boys and girls – so mancher Krieg wäre nicht geführt worden, so manches Massaker wie in Srebrenica hätte es nicht gegeben. Aber der Mann hat zu funktionieren, denn er hält die ganze Gesellschaft am Laufen. Wie es ihm dabei ergeht, muss ausgeblendet werden, Empathie muss entzogen werden, damit das Funktionieren nicht beeinträchtigt wird. Ein Mann der sich um seinen Seelenzustand kümmert, funktioniert nicht richtig und das gilt es zu verhindern – er muss hart gegen sich sein, damit er seinen Nutzen hat. Das war schon immer so, weshalb der Entzug und das Gewähren von Empathie nach Geschlecht – Mädchen und Frauen werden einfühlsam behandelt und als fühlende, leidensfähige Wesen wahrgenommen – evolutionsspychologisch verankert ist.

Bevor ich das Folgende zitiere (nicht mehr online), möchte ich betonen, dass Jungen ein Recht auf faire Behandlung an sich haben und nicht nur, weil uns Jungen- und Männerfeindlichkeit gesamtgesellschaftlich schaden könnten, denn:

Der Volkswirtschaft entstehen immense Schäden. Deutschland gehen zunehmend Fachkräfte wie z. B. die Ingenieure aus: Trotz der Rezession bekamen Unternehmen im Jahr 2009 vermehrt Probleme, frei werdende Stellen zu füllen – schon jetzt sind 50.000 Jobs unbesetzt. Das schrumpfende Reservoir an schlauen Jungen kommt der Volkswirtschaft allmählich teuer zu stehen, belastet Sozial- und Steuerkassen und gefährdet damit unseren Wohlstand. „Wir können uns die massenhafte Vergeudung menschlicher Talente nicht länger leisten“, warnt der Bildungsökonom Professor Ludger Wößmann vom renommierten ifo-Institut für Wirtschaftsforschung. Das volkswirtschaftliche Wachstum in unserem Land ließe sich um 40 Prozent erhöhen, wenn Deutschlands Schulen internationales Spitzenniveau erreichen würden. Wößmann: „Dann hätten wir deutlich weniger Arbeitslose.“

Unsere Demokratie ist gefährdet. In einigen Gebieten im Osten Deutschlands ist eine überwiegend männliche Unterschicht entstanden, deren Mitglieder von wesentlichen Lebensbereichen ausgeschlossen sind: Viele von ihnen haben weder einen Job, noch eine Ausbildung noch eine Partnerin. Von der deutschen Demokratie enttäuscht, wenden sich nicht wenige Männer den verhängnisvollen Verlockungen rechtsradikalen Gedankenguts zu. „Wenn wir davon ausgehen, dass Demokratie an Menschen geknüpft ist, die lesen, schreiben, denken und reflektieren können“, erklärt James Shapiro, Professor für Englische Literatur an der New Yorker Columbia University, „dann sollten wir dafür sorgen, dass diese Fähigkeiten auch ausgebildet werden. Andernfalls müssen wir um den gesellschaftlichen Konsens fürchten.“ Bundesweit 4,9 Prozent der Jugendlichen sagen von sich selbst, dass sie einer rechtsextremen Gruppe oder Kameradschaft angehören. Der weitaus größte Teil von ihnen sind Jungen.

Es kommt zu einem rapiden Anstieg der Kriminalität. Im Jahr 2007 zeigte eine britische Studie, dass in der Schule diskriminierte Jungen später häufiger als andere gegen das Gesetz verstießen. Es gebe eine klare Verbindung zwischen schulischem Versagen und Kriminalität, erklärten die Autoren dieser Studie. Dass das in Deutschland nicht anders aussieht, erklärt der Männerforscher Professor Walter Hollstein: „In Berlin, Duisburg, Hamburg, Wien oder Zürich gibt es Viertel, die sich sozial, politisch und in ihrer kulturellen Ausformung von der jeweiligen Gesamtstadt abkoppeln und ihre Randexistenz zementieren. Jungen und junge Männer werden hier in Elend und Arbeitslosigkeit groß und verharren entweder widerstandslos in der Aussichtslosigkeit, indem sie auf Dauer von den Sozialmaßnahmen des Staates leben, oder sie entwickeln aggressive Überlebenstechniken, die in die Kriminalität, in den Knast oder in tödliche Auseinandersetzungen führen.“

Statt immer neuer Dämonisierungen brauchen unsere Jungen und jungen Männer rechtzeitig die nötige Hilfe, damit all die hier skizzierten Entwicklungen gestoppt werden.

Jungen, der Krieg gegen sie und eine selbsterfüllende Prophezeiung

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Es ist ein Experiment, das veranschaulicht, wie fließend die Grenzen zwischen schulischen Erfolg und Misserfolg sind. Intelligenzforscher unterzogen Schulkinder einem angeblich neuen Test. Dann informierten sie die Lehrer darüber, dass von bestimmten Schülern bald eine Verbesserung ihrer Leistungen zu erwarten sei. Diese Vorhersage trat dann auch ein: Die genannten Schüler verbesserten sich tatsächlich. Der entscheidende Punkt hierbei ist aber, dass der Test nur vorgetäuscht war und man die Schüler zufällig ausgewählt hatte.

Es war jetzt nicht so, dass die Lehrer die zufällig ausgewählten Kinder nun besonders förderten. Vielmehr führte die Erwartungshaltung, wonach die Kandidaten sich bald verbessern würden, zu subtilen, unbewussten Änderungen im Verhalten gegenüber den entsprechenden Kindern. Zum Beispiel äußerten sie mehr positives Feedback, was wiederum motivierend auf die Schüler wirkte – die Prophezeiung über die sich verbessernde Kinder war eine sich selbst erfüllende.

Szenenwechsel: Wenn es um Jungen geht, fallen wir zurück in die Zeiten der schwarzen Pädagogik – Die Schule ist richtig, das Kind ist falsch. Die Jungen würden im Bewusstsein leben, dass ihnen später mal sowieso alles einfach so in den Schoß fallen würde. Und so würden sie die von Feministen so verhassten Machos und Patriarchen markieren, die sich von Frauen – Lehrerinnen – nichts sagen lassen würden. Das sei der Grund für ihr Zurückbleiben, während parallel behaupte wird, jeder Schultag sei ein „Boys Day“, unbenommen der Tatsache, dass Jungen die Minderheit auf Gymnasien und die Mehrheit auf Sonderschulen stellen. Gesamttenor: Dass Jungen schlechter abschneiden, sei ihre eigene Schuld.

Das ist genau das Gegenteil einer motivierenden Botschaft, die als positives Feedback verstanden werden kann. Erwachsene hetzen hier gegen Kinder, die eigentlich aus einer erwachsenen Perspektive die Verantwortung für diese Kinder zu übernehmen haben, anstatt diese den Jungen zuzuschieben – denn das ist ein fundamentaler Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen: Letztere trage die Verantwortung für Erstere. Eine erwachsene Haltung zum Thema feindet Kinder nicht als „Jungmachos“ an und arbeitet mit Schuldzuweisungen, sondern stellt die Frage, wie man sie erreichen kann, wie sie sich motivieren lassen.

Dieses Abwälzen der Verantwortung auf die Kinder ist dabei nur ein Symptom einer generell männerfeindlichen wie auch jungenfeindlichen Gesellschaft. So können Sexisten das ganze Land mit der monströsen Botschaft pflastern, wonach nur weibliche aber keine männlichen Kinder ein besonderes Recht auf Schutz vor Gewalt haben, ohne dass dies zu nennenswerten Protesten führt. Als die Terrorgruppe Boko Haram Jungen bei lebendigen Leibe verbrannte, schwieg die Weltgemeinschaft. Erst als dieselbe Gruppe Mädchen entführte, kam es zu einem Aufschrei rund um den Globus.

Ich bin mir sicher: Dahinter steckt Absicht. Wenn Frauen an der Macht, etwa als Bildungsministerinnen, Studien verschwinden lassen wollen, wonach Jungen bei gleichen Kompetenzen schlechter benotet werden und auch seltener einer Gymnasialempfehlung erhalten, dann ist das nicht einfach nur fahrlässig sondern eine Strategie im Geschlechterkrieg, in welchem Männer schon als Kinder bekämpft und sabotiert werden. Häufig bekommt man in dem Zusammenhang zu hören, dass Jungen später die Mädchen beruflich abhängen, was wohl bedeuten soll, dass man Jungen das ganze Leben versauen kann, solange Frauen nicht in Chefetagen dominieren.

In ihrem Buch „Hilfe – Mein Sohn wird ein Macker“ beschreibt eine Mutter, wie sie ihren Sohn misshandelt, um das Patriarchat zu stürzen. Sie wird zitiert:

„Sie [die kleinen Jungen] müssen zurückstecken lernen, verunsichert werden, sich in sich selbst und ihrer bisherigen männlichen Rolle in Frage stellen lassen. […]
Den kleinen Buben soll der kalte Wind um die Ohren blasen, sie haben den kleinen Mädchen Platz zu machen. […]

Dennoch geht es ihm [dem Sohn] schlechter als seinen Schwestern, und das muss auch so sein […]

Weil ich eben bei fast keiner Sache, die den Sohn stark macht, Solidarität zeigen kann und/oder fühle. Überspitzt gesagt: Die Entwicklung der Töchter zur Frau schafft mir gelegentlich Konkurrenz- und Neidgefühle. Die Entwicklung des Sohnes zum Mann bedroht mich existentiell. Da möchte ich, ehrlich gesagt, nicht Kind sein. […]

Und trotzdem: Wir müssen den Söhnen die Privilegien nehmen! Wir können nicht Männermacht bekämpfen und die Augen vor den eigenen Söhnen verschließen. Wir haben keine neutralen Wesen an unseren alternativen Busen genährt, sondern die Patriarchen von morgen, wenn wir ihnen diese Sicherheit nicht rauben – ganz persönlich. Wir müssen unseren männlichen Kindern etwas wegnehmen, sie unterdrücken. […] Praktisch heißt das zum Beispiel, solange es also die Mutter entsetzt ablehnt, ihrem Sohn die Nachthemden der älteren Schwester anzuziehen, obwohl sie ja noch so schön sind, wird sich bei den Männern nichts ändern. […]
Ich vermute, dass ich – Feministin hin oder her – dennoch nicht in der Lage wäre, die Entwicklung meines Sohnes zu einem Versager in der Männerwelt tagtäglich zu beobachten – wenn ich nicht zwei Töchter hätte. Das macht es leichter.“

Die Folgen sind wenig überraschend: Der zutiefst verunsicherte Junge zeigt alle Symptome eines psychisch leidenden Kindes wie Bettnässen, Stottern etc…

Wenn schon Mütter zu Monstern mutieren und ihre Söhne im Interesse einer politischen Ideologie misshandeln und sabotieren, wie steht es dann erst um Lehrerinnen oder Ministerinnen, die in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu jenen Jungen stehen, die von ihrer Politik betroffen sind? Die Agenda ist klar und deutlich: Weil wir in einer Männerherrschaft leben, in der alles zu Gunsten der Männer gestrickt ist, darf man bereits jene Kinder, die später mal Männer sein werden, bekämpfen im Geschlechterkrieg. Dieses Phänomen, dass eine Ideologie die Familie spaltet und als Verfeindete zurücklässt, kennt auch von anderen Totalitarismen wie Scientology, Staatskapitalismus oder dem Faschismus. Kinder werden angehalten ihre Eltern anzuzeigen oder Eltern ihre Kinder, wenn sie nicht auf Linie sind. Hier wird eine Mutter im Namen des Feminismus zur Feindin ihres eigenen Fleisch und Blutes, weil er es mal zu Unrecht einfacher haben werde – wahrlich eine liebreizende Weltanschauung.

Dass es aber den Jungen später mal einfacher gemacht wird, zu einem gutem Leben zu finden, ist ein feministischer Mythos. Tatsächlich sind Männer strukturell benachteiligt und ein junger Mann, der in der Schule scheitert, kann nicht erwarten, dass ihm mal eine Frau ein Leben unterhält auf einem sozialen Niveau, das nicht er erarbeitet hat. Frauen kümmern sich nicht auf diese Weise um Männer, wie diese es umgekehrt ganz selbstverständlich tun. Das führt dazu, dass es einen Faden weniger im sozialen Netz für Männer gibt, womit diese dann auch öfters in der Obdachlosigkeit stranden oder sich in ausweglosen Situationen das Leben nehmen. Die ganzen Sohnmütter haben ihre Söhne schon immer zu Frauendienern und nicht zu Frauenfeinden erzogen, weswegen es Frauen schon immer leichter hatten. Das zu erkennen ist die vermutlich größte Leistung für eine Feministin.

Jungen erhalten also vielfältig die Botschaft, dass sie falsch sind. Das demotiviert und dürfte eine der wichtigsten Ursachen für ihr Zurückbleiben sein – sofern es nicht beabsichtigt ist im Geschlechterkrieg. Demgegenüber sollte man damit beginnen, ein Wohlwollen ihnen gegenüber zu kultivieren, schon in der Auswahl jungengerechter Literatur.

Die Herausforderung, seinen Sohn zu lieben, obwohl er männlich ist

Der US-amerikanische Biologe Lionel Tiger berichtet in seinem neusten Buch »The Decline of Males« (»Auslaufmodell Mann«) von einem Bekannten, der seine Partnerin gerne zu Veranstaltungen im Fachbereich Frauenstudien begleitet habe (500, 259). Einmal unterhielten sich die dort versammelten Studentinnen voller Wärme und Vorfreude über ihre zukünftigen Kinder. Sie sprachen von den Büchern, die sie ihren Töchtern vorlesen würden, von den Rollenvorbildern, die sie heranwachsenden Mädchen sein könnten, die antisexistische Erziehung, die sie ihren Töchtern zukommen lassen würden. Der junge Mann hörte sich das alles interessiert an, um dann aber die schwärmerische Stimmung mit einer einzigen Frage zu zerstören. »Und was ist, wenn ihr Söhne bekommt?«

Eine der widerlichsten Eigenschaften des Feminismus‘ ist, dass seine Männerfeindlichkeit noch nicht mal vor Kindern halt macht. Jetzt hat eine Feministin auf „Pink stinks“ einen übelriechenden Beitrag veröffentlicht, in welchem sie berichtet, darüber in Tränen ausgebrochen zu sein, da ihr Ungeborenes ein Junge wird; zwar schwört sie, ihren Sohn zu lieben, aber

Man weiß es: Was vor einem „aber“ steht, ist gelogen, wie jedem klar ist, der zwar kein Rassist ist, aber dessen Haltung etwa zur Migrationspolitik nicht mit der politisch korrekten übereinstimmt. Und wo wir gerade bei Rassismus sind, geht’s damit gleich weiter: Würde ein Mensch verkünden, dass er sein Adoptivkind lieben würde, obwohl es ein schwarzes ist, er könnte wohl nicht mit soviel Zuspruch rechnen, wie ihn diese sexistische Sohnmutter erhalten hat. Faszinierend: Offenbar hat sie und ihr Publikum keinerlei Gespür dafür, wie menschenverachtend das ist, was sie vom Stapel lässt. Vermutlich liegt es daran, dass sie sich in einem offenkundig menschenverachtenden, feministischen und asozialen Familien- und Freundeskreis bewegt, die genau wie die Autorin selbst Probleme mit der Hautfarbe dem Geschlecht ihres Kindes haben. Gruppenbezogene Menschfeindlichkeit, wie sie einem beim Reden über schwarze Kinder sofort anspringen würde, wird bei männlichen Kindern schlicht nicht wahrgenommen – ein schöner Beweis für die These Doris Lessings, dass Männerfeindlichkeit inzwischen so weit verbreitet und Alltag ist, dass sie einem gar nicht mehr auffällt.

Neben den Schilderungen, wie sie geschockt darüber weinte, dass ihr Ungeborenes ein Junge ist, findet man auch das übliche Blabla über Jungen als Gewinner der „Geschlechterlotterie“. Weil ein Promille der Männer im Vorstand sitzt, gehört ihr Junge also zu den „Gewinnern“ – mit einem höheren Risiko, Suizid zu begehen, obdachlos zu werden oder die Kinder zu verlieren – bei letzterem könnte sich die Autorin dann auch von ihren Enkeln verabschieden, aber vielleicht fällt ihr das ja einfacher, wenn es nur Jungs sein sollten. Nein: Die ganzen Sohnmütter vor ihr, die schon immer die Erziehungshoheit inne hatten, haben ihre Jungen nicht zu Frauenfeinden erzogen, sondern zu Frauendienern, weshalb Männer bereitwillig das schwere Los akzeptieren, mit der eigenen Maloche Frauen das Leben zu erleichtern wenn nicht gänzlich zu unterhalten.

Zum Schluss: Sie will ihrem Jungen etwas schenken, was man Männern viel zu wenig schenkt: Liebe. Dass sich diese Feministin vielleicht von ihren Ressentiments lösen kann und nicht nur den Empathy-Gap sondern auch andere Nachteile von Jungen und Männern reflektieren könnte, das lässt mich hoffen und stimmt mich versöhnlich. Zum Schluss ein Zitat der pöhsen „Maskulinisten“:

Man wünscht jeder Feministin einen Sohn, aber keinem Jungen eine Feministin als Mutter.

Jungen und die feministische Herrschaft

Wohin die feministische Herrschaft führt:

Die Konsequenzen liegen auf der Hand. Nach Prof. Markus Meier in „Lernen und Geschlecht heute“ (2015) sind mittlerweile mehr als ein Viertel aller jungen Männer in Deutschland funktionelle Analphabeten. Ein Zustand, der in einem Land, in dem Bildung der wichtigste volkswirtschaftliche Faktor darstellt und in dem die politisch Verantwortlichen andauernd über einen angeblichen Fachkräftemangel klagen, eigentlich höchste Alarmstufe auslösen müsste. Der zunehmende Gender Education Gap und die höhere männliche Jugendarbeitslosigkeit wird aber von den politisch Verantwortlichen nicht als Problem, sondern als positive, ja sogar erfreuliche Rückmeldung einer Geschlechterpolitik gesehen, die sich auch heute trotz Gender Mainstreaming ausschließlich auf die Frauenquote reduziert. Und jeder Junge, der im Bildungssystem scheitert und arbeitslos auf der Straße landet, ist pragmatisch gesehen natürlich ein Gewinn für die Frauenquote.

Von der Lust auf Ignoranz

Feministische Argumentationsformen: Benachteiligte Jungen holen später auf

Feministische Logik: Weil viele Frauen später im Leben nicht unter den Folgen von Beschneidung zu leiden haben, ist Beschneidung in Ordnung, denn Anne wurde nie beschnitten und ist somit auch unbelastet von den Folgen.

Gut, die Benachteiligung von Jungen im Schulsystem wird – natürlich – von Feministinnen geleugnet. Was sie aber schlecht leugnen können, ist, dass Jungen gegenüber den Mädchen zunehmend zurückfallen: Jungen stellen die Minderheit auf den Gymnasien und die Mehrheit auf den Hauptschulen. Und die Mehrheit derjenigen, die das Schulsystem ganz ohne Abschluss verlassen, sind die Jünglinge.

In diesem Zusammenhang bin ich bereits mehrmals über ein geradezu klassisches, feministisches Argument gestoßen, welches ich aber immer ignorierte, da ich es für so strunzdumm hielt, dass sich eine Antwort erübrigen würde.

Dieses Argument lautet in etwa folgendermaßen:

„Das Zurückbleiben der Jungen in der Schule stellt kein Problem dar, da die Jungen später im Berufsleben die Mädchen zurücklassen.“

Ich wurde jetzt wieder damit konfrontiert, indem gesagt wurde:

Mädchen waren schon immer besser in der Schule. Das nivelliert sich aber später auch wieder. Also kein Grund daraus ein Drama zu machen.

Mit „nivelliert“ ist gemeint, dass „die Jungen“ später beruflich durchstarten, die Mädchen zurücklassen, weshalb die Diskriminierung von Jungen im Bildungssystem kein Problem darstelle.

Das ist: Strunzdumm.

Diese strunzdumme Ansicht ist einer Weltanschauung geschuldet, in welcher es nur zwei Kollektive gibt, nämlich Männer und Frauen. Wenn also Männer später im Berufsleben durchstarten, während sich Frauen in Laberfächer eintragen und auch gerne mal eine Auszeit von der harten Arbeit nehmen, stellt die Diskriminierung von Jungen im Schulsystem kein Problem dar – so die feministische Anschauung.

Nur, dass sich die Gruppe der „Männer“ nicht so vereinheitlichen lässt. Es gibt kluge und dumme Männer, große und kleine, attraktive und häßliche und auch: erfolgreiche und erfolglose.

Es gibt zum einen Jürgen, der im Schulsystem diskriminiert wird, und später mitnichten „durchstartet“, die Frauen mitnichten „zurücklässt“ sondern der zu einem Leben in materieller wie geistiger Armut verurteilt wird. Ein Verbrechen also. Und dann wäre da Andreas, dessen Eltern die Benachteiligung im „jungenfeindlichen Biotop Schule“ (GEO) kompensieren können und der später tatsächlich erfolgreich ist. Dass es Jürgen wenig bringt, dass Andreas seine Benachteiligung ausgleichen konnte, sollte eigentlich jeder einsehen können, und er oder sie sollte eigentlich auch von selbst darauf kommen.

Es ist in etwa so, als würde man anführen, es gebe in den USA keine strukturelle Diskriminierung von Schwarzen, da ja der Präsident schwarz ist – kein halbwegs gebildeter Mensch würde eine solche Argumentation akzeptieren.

Es „nivelliert“ sich also nicht, und es ist nur für Geschlechterrassistinnen kein „Drama“, weil ihnen das Schicksal von Jungen am Arsch vorbeigeht und ihr Gerechtigkeitsempfinden auch nicht anspringt, wenn es Vertreter des männlichen Geschlechts sind, die von Ungerechtigkeit betroffen sind.

Hasspropaganda gegen Kinder, Teil 2: Zartbitter e.V.

Doris Lessing war mal Feministin, aber keine Sexistin, weshalb die ehemalige Ikone der Frauenbewegung ihre Gesinnung änderte und deutliche Worte zum westlichen Femosexismus gegen die Männer fand. So berichtete sie über eine Erfahrung in einer Schule, in welcher die feministisch gesinnte Lehrerin ihren Schülern die Lektion erteilte, alle Verbrechen wie Kriege gingen auf das Konto der Männer:

„Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort.“

Doris Lessing befindet, dass die Männer endlich anfangen sollten, sich zu wehren, und so langsam fängt das ja auch an.

Zum Beispiel gegen Propaganda mit dem Feindbild Kinder Jungen von Zartbitter e.V. wie in diesem Video vorgestellt (via).

Hierzu ein Einschub: In meiner Schulzeit wurde ich mal Zeuge, wie eine Klassenkameradin einem Klassenkameraden die Hose runterzog. Dies hatte für die „Täterin“ keine weitere Folgen (stellen Sie sich vor, was los gewesen wäre, wenn ein Junge einem Mädchen die Hose heruntergezogen hätte). Was wäre jetzt, wenn ich dieses Ereignis zu einem Politikum hochstilisieren und ein eigenes Video dazu produzieren würde? Wenn ich unterstellen würde, dass dies nicht etwa einfach nur ein unschöner Einzelfall wäre, wie sie eben so passieren, sondern dass eine Systematik dahinter steckte? Die Antwort ist einfach: Ich würde mich lächerlich machen.

Wenn es hingegen um eine Anklage gegen Jungen geht, geht sowas vollkommen in Ordnung, und niemand wundert sich. Und das selbst mit einem Szenario, wie es kaum unrealistischer sein könnte, nämlich mit öffentlichen Onanieren – etwas also, dass sich für 99,9% der Jungen schon allein wegen der Schamgrenze von selbst verbietet, nichts also, was in irgendeiner Weise für den Alltag steht, den Mädchen und Jungen erleben.

Jungen und Männer hingegen dürfen nach Belieben angegriffen und verleumdet werden, Bild: Zartbitter

Mal eine andere Frage: Warum produziert Zartbitter eigentlich keinen Film, in dem Frauen und Mütter darauf hingewiesen werden, dass sie nicht das Recht haben, „ihre“ Kinder zu misshandeln und zu töten? Das wäre nämlich angebracht angesichts dessen, dass solche Taten gegen Kinder überwiegend von Frauen begangen werden. Und Zartbitter ist bekanntlich eine Organisation, die sich dem Wohl der Kinder verschrieben hat. Also: Warum nicht? Die Antwort ist ganz einfach in dem Sinne, dass ein solche Anklage total daneben wäre. Die meisten Mütter lieben ihre Kinder, und tun nichts, was ihnen schaden würde, insofern wäre es dann auch total daneben, wenn man ihnen die Taten anderer vorhält, mit denen sie nichts zu tun haben, wofür sie nichts können – nicht das Geringste. Analoges gilt umgekehrt für das männliche Geschlecht.

Um auf obiges Hate-Video der „allgemeinschädigenden“ Organisation „Zartbitter“ zurück zu kommen: Ein Junge, der sich auf solche Weise gegenüber einer Mitschülerin verhalten würde, würde massive Reaktionen herausfordern. Seine Eltern würden von der Klassenlehrerin eingeladen werden, wo man diesen Nahe legen würde, den Delinquenten in eine Psychotherapie zu schicken – zu Recht übrigens. Das Video der allgemeinschädlichen Organisation hingegen erweckt den Eindruck, dass nichts weiter geschähe als dass sich die belästigte Mitschülerin wegsetzen würde und das solche Verhaltensweisen erstens oft vorkämen und zweitens kaum geahndet würden, dass eine Systematik dahinter steckte. Dieses Video reiht sich dann in andere ein, für die allesamt ein einziger Nenner zu finden ist, nämlich: Männerhass. Es sind stets Jungen und Männer, die sich moralisch verwerflich verhalten; somit stellt die Reihe eine Anklage gegen das männliche Geschlecht, einschließlich selbst der Kinder dar.

Hier zeigt sich wieder mal, dass es den Frauenbewegten weniger um Lösungen in realen Problemlagen geht, sondern allein um ihren Hass gegen Männer, den Willen, diese anzuklagen, selbst dann noch, wenn sie nur Kinder sind.

Teil Eins.

Feministen rufen auf: "Bitte benachteiligen Sie nur Jungen!"

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Vor einigen Jahren stieß ich im Internet auf ein kleines Spiel einer großen Kinderschutzorganisation, welches einen verdeutlichen sollte, warum Mädchenförderung in Drittweltländern besonders notwendig sei. Man begleitete hierbei ein Mädchen von der Geburt an und musste an verschiedenen Stationen ihres Lebens wichtige Entscheidungen über ihre weitere Biographie treffen, etwa, ob man sie zur Schule schickte oder in die Kinderarbeit. Traf man die falsche Entscheidung, glitt das fiktive Mädchen ins Elend ab, wie beispielsweise, dass sie später mit einem armen Tagelöhner verheiratet war, der trank und sie schlug.

Ich schrieb die Organisation an, und stellte die Frage, welche Anstrengungen sie unternähme, zu verhindern, dass aus einem kleinen, hoffnungsvollen Jungen kein alkoholkranker Verlierer würde. Ich erhielt niemals eine Antwort.

Wäre es nicht schön, wenn Kinder – sowohl Mädchen als auch Jungen – hoffnungsvoll in die Zukunft blicken könnten?

Die Frage ist jetzt, warum sich so ein übler Geschlechterrassismus, der sich selbst auf Kinder ausdehnt, der nur einem Geschlecht hilft während er das andere dem Elend überlässt, große Organisationen wie etwas „Plan“ erfassen kann, ohne dass es zu einem öffentlichen Aufschrei kommt.

Hierzu kann man im wesentlichen zwei Punkte identifizieren, die sich aber auch gegenseitig stützen. Zum einen der „Gender-Empathy-Gap“, welcher dafür sorgt, dass man für Mädchen und Frauen grundsätzlich mehr Mitgefühl übrig hat als für Jungen und Männer. So hat Arne Hoffmann in „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“ herausgearbeitet, dass wenn man will, dass die Spendengelder fließen, man vorzugsweise leidende Mädchen und Frauen zeigen sollte; Jungen und Männer ziehen bei weitem nicht so gut. Das gilt auch für unsere Gesellschaft: wenn es bspw. so wäre, dass mehr Mädchen und Frauen etwa von Suizid oder Obdachlosigkeit betroffen wären als Vertreter des männlichen Geschlechts, so wäre dies ein breites Thema in der Berichterstattung. Und damit sind beim zweiten Punkt: Der Berichterstattung, die konsequent männliche Opfer jedes Alters ausblendet genauso wie auch weibliche Täter. Wir leben unter einer medialen Käseglocke, welche einem tagtäglich suggeriert, dass es besonders Frauen in der Welt übel ergeht wohingegen Männer an der Macht seien, weshalb sie keine Hilfe benötigen. Jeden Tag wird uns das große Leiden der Frauen um die Ohren gehauen, weshalb es leicht ersichtlich ist, dass man vorzugsweise diesen Hilfe und Unterstützung zukommen lässt. Wer nicht gerade in der maskulistischen Blase mitliest, kann auch kaum etwas dagegen sagen.

So ist es bspw. sowohl bei Feministinnen als auch den „seriösen“ Medien üblich, dass Geschlecht der Opfer des Andrizid von Srebrenica unsichtbar zu machen. Weiteres Beispiel: Als die islamistische Terrorgruppe „Boko Haram“ Jungen bei lebendigen Leib verbrannte, war das kaum einem Medium eine Meldung wert. Als dieselbe Terrorgruppe Mädchen entführte kam es zu einem internationalen Aufschrei bis ins weiße Haus.

Ein weiteres Beispiel kommt ausgerechnet von „Plan“; in einer älteren Veröffentlichung heißt es:

„Gerade Jungen zwischen 14 und 17 Jahren lassen sich gern anwerben, weil sie endlich Geld verdienen möchten. Ihre Agenten sind wiederum oft selbst Jugendliche, die Opfer von Kinderhändlern waren… Die Jungen werden häufig nach Nigeria oder in andere Länder Westafrikas geschmuggelt. Sie müssen sehr lange auf den Feldern arbeiten. Sie werden von Aufsehern schlecht behandelt und geschlagen. Viele der Jungen arbeiten sogar nachts, meistens sieben Tage in der Woche und das über sechs Monate, ein Jahr oder noch länger. Nur wenige erhalten einen Lohn für ihre Arbeit.“

Dem unbenommen hält man bei Plan daran fest, vorzugsweise Mädchen zu einer gelungenen Existenz zu verhelfen.

Dies war gerade auch Thema bei „Geschlechterallerlei„. Und der Artikel scheint auch einen wunden Punkt bei Feministen getroffen zu haben, denn gleich mehrere traten auf, um den Femosexismus der Benachteiligung männlicher Kinder zu verteidigen, und so viel feministischer Besuch ist auf diesem Blog eher selten.

[Nachtrag] Wer zu Weihnachten vielleicht eine Patenschaft für ein Kind übernehmen will, kann sich hier informieren: World Vision. Eine Patenschaft lässt sich bereits für 1.-€ pro Tag übernehmen. Danke an Wolfgang für den Hinweis.

[Nachtrag 2] Zum Weiterlesen:

man-tau: Gewalt gegen Jungen ist okay: Bitte spenden Sie jetzt!

Der Lotosritter: Kein Plan