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Vereinbarkeit von Karriere und Fam… ERNÄHRE EINEN MANN DU BLÖDE KUH!

Meine Fresse, ich kann’s nicht mehr hören.

„Vereinbarkeit von Karriere und Familie“ ist ein Ding der Unmöglichkeit, weil die Frau zielsicher – wie immer – einen Mann gewählt hat, der mehr als sie verdient, und so ist natürlich er es, der weiter arbeiten geht und sie kommt zu Haushalt und Kinder wie die Jungfrau zu dem Kinde… konnte ja keiner wissen, dass es genauso laufen würde, nicht wahr?

Ernähre einen Mann, und Du kriegst Familie und Beruf unter einem Hut, so wie jeder andere Mann auch dazu gezwungen wird; wie jeder Mann, der nicht dabei ist, wenn sein Kind sein erstes Wort sagt.

Aber nein: Ist die Frau die Hauptverdienerin, dann… lässt sie sich scheiden, weil sie ganz schnell das Gefühl bekommt, die Dumme zu sein und ausgenutzt zu werden. Jaja, Geben, Teilen, selbstlos… und man meint allen Ernstes, das weibliche Geschlecht wäre das moralisch höherwertige.

Bevor sie diese unmöglich zu denkende Möglichkeit ins Auge fasst (ist Tausende von Jahren altes Geheimwissen des „Patriarchats“), lässt sie lieber das ganze Land mit Kinderdepots pflastern um dann den Nachwuchs dorthin abzuschieben – woran z.B. Eva Herman Kritik übte. Meine Fresse, Frauen…

So legen Frauen die Geschlechterrollen fest.

Was sie will…

Ich spreche eine Frau an und es läuft gut, das Gespräch fließt und wir sprechen über dies und das wie auch ihre Familienpläne. Ich rate ihr, dass sie besser zuerst die Kinder kriegen sollte, um sich dann auf die Karriere zu konzentrieren. Auch vermittel ich ihr meine Abneigung gegen Fremdbetreuung. Darauf erklärt sie mir, dass solche für sie sowieso nicht in die Tüte komme, denn sie wolle dabei sein, wenn ihr Kind die ersten Worte spricht, die ersten Schritte tut.

Diese einfache Wahrheit, dass nicht wenige Frauen solchen Momenten in der Familie mehr Wert zumessen, als unter Chef und Kollegen zu sein, wird im Mainstream komplett unterschlagen. Dabei hat genau dieser Frauenwunsch Folgen, die dann besonders von Feministen beklagt werden: Weniger Frauen als Chefs.

Ein anderer Aspekt ist, dass der Mann dieses Opfer bringen muss, das die Frau nicht leisten will, er nicht bei diesen Ereignissen dabei sein kann, dass er generell weniger Zeit mit der Familie verbringen darf. Dies bezeichnete der Feminist und Maskulist Warren Farrell als die größte Tragödie im Leben eines Mannes: Dass er sich als Vater von seiner Familie entfernen muss, um für sie zu sorgen.

Weiterhin: Für Frauen, die diesen ihren Wunsch – Kinder vor Karriere – kommunizieren, wird es gefährlich.

Was man Frauen nicht sagt…

Wenn mal wieder das Leid geklagt wird, es gebe zuwenig Frauen in Führungspositionen und Wissenschaft, werden allerlei Gründe dafür angeführt, warum Frauen, obwohl sie es leichter haben, dort seltener zu finden sind. Die Geschlechterrollen, die Männerbünde, die mangelnden Vorbilder, die Hassrede, und was weiß ich alles.

Niemals richtet man sich an die Mädchen und sagt ihnen:

„Horch mal, wenn Du ein Leben nach meinen Idealen als Feministin führen willst, musst Du dich über Jahrzehnte hinweg anstrengen, auf Freunde und Hobbys vernichten, in Übervollzeit ackern, damit Du irgendwann mal im Vorstand sitzt, oder auch nicht, wie viele andere Männer, die es ebenfalls versuchen, auch nicht.“

Für das Problem, das keines ist, werden allerlei Ausflüchte angeführt, nur der tatsächliche Grund, warum Frauen ihre vermeintlichen Potentiale nicht nutzen, wird niemals genannt, der da lautet: Arbeit ist Scheiße. Das, plus das Privileg, sich wie der Millionär der außerhäuslichen Arbeit entziehen zu können, ist der Grund für das ganze Elend der Frauenempauerer.

Gerade erst hat die ganze Femifraktion aufgeschrien, als die schweizer Frauen verpflichtet wurden, ein kleines bisschen mehr zu arbeiten, die matriarchale Dividende etwas abzuschwächen, also erst wie der Mann in Rente zu gehen. Warum der Aufschrei? Weil Arbeit Scheiße ist. Und diese Erkenntnis ergibt sich schon früh, zu Beginn des Arbeitslebens, weshalb die „gläserne Decke“ so dicht über dem Boden schwebt, wie es anklagend heißt.

Hinzu kommt: Eine Frau verbessert damit nicht ihren Wert auf dem Partnermarkt, einer der Gründe, warum sich umgekehrt Männer ausdauernder, zäher und hartnäckiger reinhängen. Deshalb wählen Frauen angenehmere Jobs, nutzen also das Privileg, einen gewaltigen Anteil der Lebenszeit nicht in Mühsal und Maloche zubringen zu müssen. Man muss die Frauen zwingen, was ja langsam auch passiert.

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.« wird die führende Feministin Simone de Beauvoir zitiert (Seite 259).

Billy Coen: Arbeit und Opferstatus

Ein Kommentar, zu schön, ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Gemessen wird beides immer von der Frau, die gerade ihre Wahrnehmung äußert. Hat sie den ganzen Tag keine ruhige Minute und ist abend kreuzkrumm und lahm, dann ist sie sich sicher, dass es all den Männern, die in vergleichbarer Position tätig sind immer noch super geht, weil sie den ganzen Tag auf der faulen Haut gelegen haben.

Wenn man ihr widerspricht, ihr ins Wort fällt, sich ihr gegenüber gar geringschätzig äußert, dann passiert ihr das NUR weil sie eine Frau ist und Männer erleben so etwas NIE. Wenn ein Mann redet, dann wird ihm natürlich stets andächtig gelauscht, selbst wenn er so grandiosen Schwachsinn labert, wie man ihn von Feministinnen ausschließlich und in Endlosschleife hört.

Eines der größten weiblichen Privilegien besteht darin, jede Form von Gegenwind, jedes Scheitern, jedes auch nur Unwohlsein stets auf sein Geschlecht schieben und sich so jeglicher unter Umständen schmerzlichen Selbstreflexion entziehen zu können. Und das dann, wie im hiesigen Beispiel, in Kombination mit der Möglichkeit, jeden Erfolg als noch umso strahlender erscheinen zu lassen, weil man ihn ja trotz all der Widrigkeiten, die einem als Frau so widerfahren, errungen hat gegen all die pausenlos unfair bevorteilten Männer.

Es zeugt von einem ziemlich erbärmlichen Charakter, sich solch billiger Methoden der Selbstbeweihräucherung bedienen zu müssen.

Gefangen in der Matrix: „Frauen haben es schwerer im Leben“

Amüsant an diesem Comic finde ich, dass die Wahrnehmung der Mainstreamsicht der Dinge als außergewöhnliche Fähigkeit präsentiert wird, aber zum Thema:

Ein Richter rechtfertigt seinen männerfeindlichen Sexismus folgendermaßen:

“Ich bin in Strafverfahren gegen Frauen immer wieder in Schwierigkeiten geraten und habe mich deshalb jeweils gefragt, welche Strafe würde ich gegen einen Mann bei derselben Anklage verhängen und auf diese Strafe alsdann abzüglich eines ‘Frauenrabatts’ erkannt. Ähnlich scheinen es auch meine Kollegen zu handhaben, wie die eben wiedergegebene rechtssoziologische Untersuchung ergibt. Ein Frauenrabatt ist gerechtfertigt, weil es Frauen im Leben schwerer haben und Strafen deshalb bei ihnen härter wirken.”

Der Eindruck, dass es Frauen schwerer haben in einer Gesellschaft, in der Obdachlosigkeit und Selbstmord männlich sind, ist natürlich auf feministische Propaganda zurückzuführen, wie sie uns jeden Tag um die Ohren gehauen wird. Ein Kakophonie des Jammerns und der Übertreibung weiblicher Wehwechen, die den Mann zuverlässig in eine Matrix einschließen, in welcher er nicht in der Lage ist, sich vorzustellen, wie es sein könnte, ein weibliches Leben zu führen.

Er betrachtet das Leben aus einer allein männlichen Perspektive, und das bedeutet: Arbeit. Innerhalb dieser Strukturen kann er nur hoffen und dahin arbeiten, eine möglichst gute Arbeit ausüben zu dürfen, das ist dann seine „Karriere“; er hat keine Vorstellung davon, dass Hausfrau und Mutterschaft ebenfalls eine Karriere ist, die mit enormen Vorteilen behaftet ist.

Der Karrieremann sieht, dass es in seinem Umfeld wenig Frauen gibt – Karrierefrauen – und führt das gemäß der täglichen Propaganda darauf zurück, dass Frauen diskriminiert wären – dass sie es „schwerer im Leben“ hätten. Der Mann geht davon aus, dass sich  Frauen genauso wie er selbst bemühten, und dann kann es auch der Propaganda nach nur daran liegen, dass sie diskriminiert würden. Diese Propaganda leugnet, dass es Frauen sowohl in der Politik als auch in der Privatwirtschaft leichter haben. Es kommt oft vor, dass man eine Führungsposition mit einer Frau besetzen will, sich aber keine geeignete finden lässt. Die Ursache hierfür liegt an der typischen Frauenkarriere, nämlich sich das Leben von einem Mann unterhalten zu lassen. Diese Karriere dünnt den Pool an Frauen aus, die für eine männliche Karriere zu haben sind. Frauen lassen einen Mann für sich arbeiten, was dazu führt, dass sie weniger arbeiten, was dazu führt, dass sie weniger verdienen und seltener Führungspositionen bekleiden – was dann als Diskriminierung und Unterdrückung verstanden wird.

Die Phantasie der Männer ist überfordert damit, sich zu denken, zu Hause zu bleiben und eine Frau für sich arbeiten zu lassen – und wo sie diesen Gedanken haben verwerfen sie ihn sofort wieder. Das ist die Matrix, in der der Mann eingeschlossen ist. Der Richter sieht seine Frau, die vielleicht ganz Hausfrau ist oder einer entspannten Teilzeittätigkeit nachgeht und denkt sich: „Sie hätte Richterin werden können, aber sie musste ihre Karriere opfern.“ Er ist unfähig zu erkennen, dass sie lediglich eine andere Art von Karriere hingelegt hat – ein Karriere, die mit dem Privileg des Millionärs verbunden ist: Nicht arbeiten zu müssen. Sie hatte schlicht keine Lust, ihr Leben lang Gerichtsakten zu studieren – und dabei ist Richter noch ein wirklich privilegierter Beruf. Vilar wies darauf hin, dass Universitäten für Frauen weniger die Vorbereitung auf’s Berufsleben sind, als vielmehr besonders lukrative Partnermärkte. Sie belegt ein Laberfach, um sich dann den Studenten zu angeln, der in einer harten Disziplin mit Aussicht auf Spitzenverdiensten unterwegs ist.

Solche Männer bewerten ihr ganzes Leben und das Leben anderer nach allein männlichen Kriterien: In einem Beruf so hoch wie möglich aufzusteigen. Und da sie dort oben zu wenig Frauen sehen, folgern sie, die Frau wäre benachteiligt. Dass eine Frau auch sozial abgesichert und angenehm leben kann, ohne zu arbeiten, ist ihr blinder Fleck; sie sehen nicht, dass das ebenfalls eine Form der Karriere ist. Eine Karriere, von der Frauen selbst sagen, dass es sich bei ihr um Parasitentum handelt – zumindest dann, wenn ein Mann, ein Hausmann, genau das macht, was bei einer Frau als Ausweis ihrer Unterdrückung gesehen wird (dazu ein andern mal mehr).

Reichelt und Framing

Beweis verdeutlicht am Fall Reichelt, wie Framing funktioniert (zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen):

Es tut mir etwas weh, wenn selbst wir hier weibliche Karriereanstrenungen und die entsprechenden Erfolge als etwas männlich Böses framen.

Christian schrieb:

Frauen, die sich auf ihn einließen, habe er sich nahbar und verletzlich gezeigt. Er habe ihnen schnell das Gefühl gegeben, ein wichtiger Teil seines Lebens zu sein. „Er bringt einen dazu, innerhalb kürzester Zeit über brennende Brücken zu laufen“, zitiert das Magazin eine Person aus Reichelts beruflichem Umfeld.

Ich formuliere das mal um:

Er war nahbar und verletzlich. Sie waren schnell ein wichtiger Teil seines Lebens. „Für ihn wären sie über brennende Brücken gelaufen.“

Was ist der Unterschied? Im oberen Text ist Reichelt ein Wolf, der arme Rehkitze reißt, die gar nicht wissen, was passiert. Im unteren ist er ein liebevoller zärtlicher Hirsch mit großem Herzen.
Es geht gar nicht um den Inhalt, es geht um die extrem tief verwurzelte Denkart, dass im sexuellen Kontext der männliche Part immer der böse ist. Das müssen wir überwinden.

Schmierzettel

In meinen Bekanntenkreis findet sich ein Manager. Sein Sohn hat mir mal ein Anekdote erzählt:

Jedenfalls bestand Bedarf nach einen Programmierer, also wurde die attraktive und gut bezahlte Stelle ausgeschrieben. Dann haben sie sich beworben. Einer z.B. mit einer in Leder gebundenen Hochglanzbewerbungsmappe mit ausführlichen Lebenslauf etc… Der andere mit einem handschriftlichen Zettel auf dem neben dem Geburtsdatum nur noch notiert war, was er alles kann.

Der bekam den Job.

Das nur im Kontrast dazu, dass es Feministen gibt, die ernsthaft behaupten, es käme nur zu 10% auf Leistung an, der Rest wäre Netzwerken und Selbstmarketing.

Die Macht der Frauen

Ein Kommentar:

Auch ohne in Führungspositionen zu sein, haben Frauen oft die „Macht“ in den Unternehmen.
Beispiel Automobilindustrie. Dort finden sich viele Frauen in den „typisch-weiblichen“ Unternehmensbereichen wie

1. Teamassistenz (früher „Sekretärin“)
2. Personalentwicklung
3. werksärztlicher Dienst (Gesundheitsmanagement)
4. Rechtswesen
5. interne Kommunikation (werksinterne Mitarbeiterzeitschriften/Intranetartikel)
6. Materialsteuerung

In den „harten“ Bereichen Produktentwicklung/Konstruktion und Prozessentwicklung (z.B. Montagetechnik) sind weniger Fauen, aber trotzdem erstaunlich viele.

Die Machtpositionen sind:

zu 1. Wenn man eine Berufswege-/Karriereplanung hat z.B. als Ingenieur, braucht mann einen guten Draht zu den „Hierarchien“ also den Chefs obendrüber. Das geht meist nur über den Umweg über die „Assistenz“. Dort sitzt „Sie“. Wwenn man bei ihr „verkackt“ hat, kann man seine Berufswegeplanung erstmal auf Eis legen.

Deshalb wird genau darauf geachtet, ob der Chef sie „mitnimmt“, wenn er z.B. befördert oder versetzt wird, ober ob sie „dableibt“. Wenn er sie mitnimmt, kann man sich wieder Hoffnung machen, weil dann eine „Neue“ kommt.

zu 2. Bei der Personalentwicklung sind fast paritätisch Frauen tätig, meist als Wirtschaftspsychologin. Diese bestimmen z.B. im Rahmen der Personalrekrutierung (Bewerbungsverfahren, Assessmentcenter), wer überhaupt „reinkommt“ ins Unternehmen.

ZU 6. Materialsteuerung ist fast nur weiblich besetzt. Diese Abteilung koordiniert die Zulieferungen (z.B. über LKW) an das Automobilwerk, meistens Industriekauffrauen. Als Ingenieur braucht man oftmals Einzelteile aus der aktuellen Zulieferung für Befundungszwecke o.ä.
Dazu muss man sich mit „seiner“ Materialsteuerin gut verstehen, da die Ausschleusung einer Teilmenge aus dem Lieferprozess ein Sonderaufwand für sie ist. Ansonsten kann sie einem das Leben schwer machen.

Als Fazit:

Frauen bestimmen, ob man

1. überhaupt „reinkommt“ (Personalwesen)
2. „hochkommt“ (Assistenz/“Chefsekretärin“)
3. effektiv arbeiten kann (Materialsteuerung)

Und das alles ohne Führungstätigkeit der Frauen.

Die Gläserne Decke

tl;dr: Es gibt keine Diskriminierung von Frauen. Tatsächlich besteht eine höhere Nachfrage nach Führungsfrauen als das Angebot decken kann.cropped-130305-Frau-auf-Leiter-KLEIN1

Sie wollen es schlicht nicht, weil es sie nicht glücklich macht. Niemand – auch keine Männerbündelei – hindert Frauen daran, die Karriereleiter zu erklimmen. Teils haben sie es sogar leichter. Nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft. So besteht auf Unternehmensseite eine Nachfrage nach Cheffinnen, die Headhunter nur schwer befriedigen können – aus Imagegründen und um nicht staatlich benachteiligt zu werden. Der Tagesspiegel berichtet:

Denn nicht selten bringen Anfragen von Unternehmen Headhunter in die Bredouille, wenn sie verlangen, dass auf einer „Shortlist“ für einen Aufsichtsratsposten auch mehrere Frauen stehen müssen. Ein Headhunter, der nicht namentlich genannt werden will, sagt sogar: „Es ist peinlich, dass wir auf sekundäre Geschlechtsmerkmale abstellen müssen – so bringen wir uns um den bestmöglichen Kandidaten.“

Weiter fragen nur 26 Prozent der Frauen den Chef regelmäßig nach einer Beförderung im Vergleich zu 74 Prozent der Männer. Dennoch stellen sie bereits 29 Prozent der Führungskräfte.

Die Antwort auf die Frage, warum Frauen in Chefetagen scheinbar unterrepräsentiert sind, lässt sich mit drei Worten zusammenfassen: Frauen wollen nicht.

Ausgerechnet in der stramm feministischen taz merkt dazu Nicola Liebert an:

„Ich habe selbst nie einen männlichen Chef und auch keine männlichen Kollegen getroffen, die mich aktiv an der Karriere gehindert hätten. Im Gegenteil, es gab eine ganze Menge, die mich aktiv gefördert haben“ … „Da muss ich nur mich selbst betrachten und meine Weigerung, eine karrierefördernde 50- bis 60-Stunden-Woche im Büro längerfristig zu akzeptieren (ehrlich, schon 40 Stunden sind für meinen Geschmack unanständig). Ich kann über Angestellte nur staunen, die sich fast ihre gesamte wache Zeit mit scheinbarer Begeisterung für die Profitmehrung irgendeines Unternehmens engagieren, das im Zweifel nur Ressourcen verschwendet. Selbst als Angestellte in einer Organisation zur Weltverbesserung hatte ich nach einiger Zeit im Büro genug vom Weltverbessern und wollte endlich meine Beziehung und mein übriges Privatleben, meine kulturellen Interessen und mein Lieblingshobby pflegen: morgens ausschlafen. Auch ohne Kinder eine schlechte Voraussetzung für eine steile Karriere.“

Eine weitere Managerin gab zu Protokoll, dass sie das Problem nicht in „gläsernen Decken“ sehe sondern in „warmen Badewannen“. In solchen Badewannen würden sich Frauen tummeln. Wenn sie aber Karriere machen wollten, ständen sie im Konkurrenzkampf plötzlich allein und frierend da, was nur wenige akzeptierten – Arbeit ist auch als Chef mehr Maloche und Entbehrung als „Selbstverwirklichung“, wovon Feministen in Amüsierberufen ständig faseln. Das was Frauen als Sexismus wahrnehmen, ist nichts weiter als der kalte Wind des Konkurrenzkampfes, der Männern genauso entgegenweht.

Paul-Hermann Gruner berichtet in „Frauen und Kinder zuerst“ schon vor Jahrzehnten von einer Managerin im Baugewerbe (männlich!), die die Möglichkeit, feministische Extralorbeeren zu ernten, indem sie sich als taffe Powerfrau darstellte, die fiesen Männerbünden Paroli bot, ausschlug. Stattdessen erklärte sie, als Frau habe sie immer nur Vorteile gehabt, niemals Nachteile. Manche Frauen haben Charakter.

Dass es am mangelnden Willen der Frauen liegt, ist auch durch Studien belegt, so zitiert Hoffmann:

„Wir identifizieren eine tiefgreifende und konsistente Geschlechterkluft in den zentralen Lebenszielen der Menschen. In neun Studien mit unterschiedlichen Stichprobenpopulationen (Führungskräfte in High-Power-Positionen, Absolventen eines Top-MBA-Programms, Studenten und Online-Panels von arbeitenden Erwachsenen) und über 4.000 Teilnehmern stellen wir fest, dass Frauen im Vergleich zu Männern eine höhere Anzahl von Lebenszielen haben, weniger Gewicht auf machtpolitische Ziele legen, mehr negative Ergebnisse (z.B. Zeitdruck und Kompromisse) mit Machtpositionen assoziieren, Macht als weniger wünschenswert empfinden und weniger Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung wahrnehmen. Frauen halten hochrangige Positionen für genauso erreichbar wie Männer, aber weniger wünschenswert.“

Das wissen verblüffender Weise auch Feministen. So merkt bspw. die mit führende Feministin Schrupp an, dass Frauen weniger Wert auf Geld, Macht und Status legen (das stimmt so nicht: Frauen legen schon Wert auf Geld, Macht und Status, nur halt bei Männern). Feministen selbst räumen ein, dass Frauen die Work-Life-Balance wichtiger ist, sie also nicht soviel arbeiten wollen, wie es für einen Vorstand aber zwingend ist – weshalb auch schon mal Forderungen nach Führungspositionen in Teilzeit für Frauen gestellt werden. Man darf also festhalten: Frauen sind weit seltener dazu bereit, dieses Opfer zu bringen, ihr ganzes Leben der Arbeit zu widmen.

Der Witz ist, dass es auch viele Männer nicht wollen. Ich zum Beispiel: Wenn ich wieder Studienanfänger wäre, und Gott käme zu mir und erklärte: „Du musst nur BWL belegen und 70 Stunden die Woche arbeiten, dann mache ich dich zu einem Vorstandsmitglied.“, dann würde ich das ausschlagen. Und damit bin ich nicht allein. Die Frage ist nicht, warum sich Frauen das antun sollten, sondern viel mehr, warum sich das irgendjemand antun sollte:

Beide Geschlechter »werden sich bewusst, dass sie mehr Zeit, nicht mehr Geld wollen«. 55 Prozent der deutschen Arbeitnehmer wünschen sich kürzere und flexiblere Arbeitszeiten, auch wenn sie dadurch weniger verdienen würden, 22 Prozent gar einen Vier-bis-Sechs-Stunden-Tag (wobei hier der Anteil der Frauen deutlich überwiegt). Bei einer Umfrage der Hertie-Stiftung zu den Lebenszielen der Deutschen rangierte eine funktionierende Beziehung mit dem Partner und »Kinder haben« mit 70 Prozent deutlich vor »Erfolg im Beruf« mit 42 Prozent. Umfragen aus den USA sind ebenso deutlich: 78 Prozent der Erwachsenen würden um der Familie willen auch dann flexiblere Arbeitszeiten vorziehen, wenn ihr beruflicher Aufstieg darunter leiden würde. 50 Prozent aller Berufstätigen würden wöchentlich gerne einen unbezahlten Urlaubstag nehmen, wenn es nur ginge. 74 Prozent der Männer würden eine Stellung, die ihnen genügend Zeit für das Familienleben lässt, einer schnellen Karriere vorziehen. Fast die Hälfte würde eine Beförderung aufschieben und dafür der Familie mehr Zeit widmen. 57 Prozent fühlen sich schuldig, weil sie nicht in der Lage sind, ihren Kindern mehr Zeit zu widmen. 39 Prozent wären am liebsten den ganzen Tag zu Hause. 23 Prozent der Frauen und 11 Prozent der Männer auf dem Höhepunkt ihres Berufslebens haben sogar vor, ihren Job in den nächsten fünf Jahren ganz aufzugeben. Die Zahl der Frauen, die das tun möchten, hat sich zwischen 1981 und 1990 gar verdoppelt. (SFBM?, Seite 373)

Männer machen das nicht, weil sie so karrieregeil wären, sondern weil sie sich kümmern, um ihre Kinder, die ihren, die es gut haben sollen; und wenn man will, dass es einen gut geht, ist es sinnvoll, sein Leben auf ein solide finanzielle Basis zu stellen.

Mal davon abgesehen, dass auch Männer auf gläserne Decken stoßen, also nicht weiter aufsteigen (aber sich nicht mit Diskriminierung rausreden können), ließen sich Frauen schwerlich davon abhalten, Karriere zu machen, wenn sie denselben Willen (bzw. auch die Kompetenz) wie Männer aufweisen würden, dabei aber die Erfahrung machen müssten, von fiesen Männerbünden gehindert zu werden. Denn sie würden einfach ihre eigenen Unternehmen gründen und sie nach den Vorbildern von Google, Amazon, Facebook etc. an die Weltspitze führen, so dass: „Männer neidisch vor den Toren ständen und Einlass per Männerquoten verlangten.“

Ein besonders absurdes Beispiel lieferte Norwegen. Dieses Land verabschiedete meines Wissens als erstes eine Frauenquote für die Aufsichtsräte. Das war aber kein Befreiungsschlag für Frauen, die sich zuvor den Kopf an der gläsernen Decke wund gestoßen hatten. Stattdessen konnten die Unternehmen, die jetzt händeringend nach qualifizierten weiblichen Fachkräften suchten, schlicht nicht genügend auftreiben. Also richtete man Crashkurse für Frauen ein, in denen sie in solch grundlegenden Kompetenzen wie „Bilanzen lesen“ geschult wurden. Selbst mit solchen Maßnahmen ließen sich nicht genug Frauen finden, so dass am Ende einige wenige gleich mehrere Pöstchen auf sich vereinten. Mit anderen Worten: Damals wie heute besteht eine Nachfrage nach weiblichen Führungskräften, die durch das Angebot nicht gedeckt werden kann.

Ein weiterer Punkt: Männer arbeiten für Frauen. Dieses primäre Privileg führt zum sekundären „Nachteil“, dass Frauen weniger arbeiten, womit sie seltener Chefs sind.

Aber all das hindert Frauenfrauen wie die Ministerin für alle außer Männer, die Obdachlose Obdachlose sein lässt, nicht daran, Frauenquoten für Spitzenjobs – auch in der Politik – durchzuboxen (Punkt 2), also solchen Frauen, die sowieso schon zur absoluten Elite zählen, noch etwas mehr Puderzucker in den Hintern zu blasen, damit dieser leistungslos befördert wird. Das sei „Wirtschaftsförderung.“

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Ockhams Rasiermesser in der Geschlechterdebatte

Ockhams Rasiermesser benennt ein Prinzip, wonach gilt, dass von mehreren hinreichenden möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen ist.

Der Umstand, dass Frauen in Führungspositionen seltener vertreten sind und weniger verdienen, lässt sich mit Ockhams Rasiermesser auf einen Nenner bringen:

Frauen sind benachteiligt.

Es lässt sich aber eine andere, konkurrierende Formel finden, nämlich:

Frauen wollen nicht.

Beide Formeln bestehen aus drei Wörtern und beschreiben einen einfachen Sachverhalt, womit dem Ockhamschen Prinzip genüge getan ist. Welche liegt nun richtig?

Um das zu klären, lohnt sich der Blick auf andere Sachverhalte, nämlich:

  • dass Männer die meisten Selbstmörder stellen
  • sowie die meisten Obdachlosen
  • die meisten (tödlich) Verunglückten im Berufsleben
  • als Jungen in der Schule zurückbleiben
  • als Väter von den Müttern entsorgt werden können
  • als Opfer häuslicher oder sexueller Gewalt mehr auf sich allein gestellt sind, weniger Hilfe erhalten
  • generell die geringere Lebenserwartung haben

Gäbe es eine gesamtgesellschaftlich wirkende strukturelle Gewalt gegen Frauen – wie von Feministen behauptet – dann wären Frauen von all diesen niederschmetternden, von totaler Machtlosigkeit geprägten Verhältnissen öfter betroffen, genau wie sie in Chefpositionen weniger vertreten sind. Das würde Sinn ergeben.

Der Feminist wird hier natürlich sofort einwenden, dass Jungen, Männer und Väter daran „selbst schuld“ seien. Frauen seien einfach zäher, stärker und fähiger im Überlebenskampf. Wenn es aber so wäre, dann wären Frauen auch in Führungspositionen öfter vertreten. Nehmen wir die großen Internetkonzerne: Amazon, Google, Twitter, Facebook etc. – alle von Männern gegründet. Wenn bei Frauen sowohl der Willen als auch das Potential dazu vorhanden wären, sie hätten selbst Unternehmen gegründet und zur Weltspitze geführt, so dass Männer neidisch vor den Toren ständen und Einlass per Männerquoten verlangten. Tatsächlich ist es kein Widerspruch, dass Frauen gesamtgesellschaftlich bevorzugt sind, und dennoch in Chefpositionen seltener vertreten.

Denn Arbeit bedeutet nur selten „Karriere und Selbstverwirklichung“, wovon Feministen in Amüsierberufen ständig faseln sondern Entbehrung, Mühsal und Leid, übrigens auch im vermeintlichen „Himmel“, von dem Feministinnen die „Hälfte“ wollen, den Chefpositionen. Da sich Frauen tendenziell häufiger über das Ernährermodell der Maloche entziehen können, tun sie es auch. Frauen – was Feministen selbst einräumen – legen mehr Wert auf die sogenannte „Work-Life-Balance“, das heißt, sie sind weit weniger als Männer bereit, ihr ganzes Leben einem Konzern zu opfern, was aber eine Führungsposition mit sich bringt, ergo: Sie wollen nicht – ganz einfach.