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Arbeit zwischen Maloche und Selbstverwirklichung

Dies ist ein Auszug aus dem Artikel „Versuch über eine ganzheitliche Betrachtung der Geschlechter„.

bergwerk

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.« wird die führende Feministin Simone de Beauvoir zitiert (Seite 259). Jetzt war de Beauvoir aber eine privilegierte Frau in einem privilegierten Beruf. Simone de Beauvoir war keine Putzfrau, keine Altenpflegerin, keine Arbeiterin, sie ging im universitären Elfenbeinturm ihrem Hobby nach und ließ sich das von vom Steuerzahler königlich vergolden. Sie war völlig losgelöst von der harten Realität und hatte schlicht keine Ahnung, wovon sie sprach. So verhält es sich mit der ganzen Debatte: Es sind nicht die Arbeiterinnen sondern dir Frauen in den Amüsierberufen, die das Märchen von dem Glück der Arbeit erzählen. De Beauvoir konnte oder wollte nicht erkennen, dass sie hier von einem Privileg sprach, welches Männern so nicht zur Verfügung steht. Kein Mann- oder nur verschwindend wenige – kann in seinem Leben die „falsche“ Wahl treffen, zu Hause zu bleiben und sich von einer Frau ernähren lassen. Eine Frau hat die Wahl zwischen Hausfrau und Mutter, Teilzeitarbeit und Vollzeit. Ein Mann hat die Wahl zwischen Vollzeit, Vollzeit und Vollzeit. De Beauvoir propagierte also eine Politik, die Frauen ins Arbeitsleben zu treiben, was wunderbar ins Konzept der neoliberalen Politik der Ausbeutung des Einzelnen passt, denn mit dem steigenden Angebot von Arbeitskraft sank deren Wert, führte zu Lohndumping und war damit dem eigentlichen Ziel des Marktes – nicht „Freiheit“ sondern Profitmaximierung – dienlich.

Erklärtes Ziel feministischer Politik ist also die berufstätige Frau. Auf der internationalen Frauenkonferenz in Peking wurde u.a. festgeschrieben, dass jede Frau möglichst zu allen Zeiten einer Berufstätigkeit nachgehen müsse. Feministen sprechen in dem Zusammenhang häufig von „Karriere“ und „Selbstverwirklichung“. Dass die Frau arbeiten geht, wird als deren „Befreiung“ verstanden.

Feministen führen häufig an, dass es ein großes Unrecht war, dass Frauen in früheren Jahrzehnten die Erlaubnis ihres Mannes brauchten, um arbeiten zu gehen. Unterschlagen wird dabei, dass dem mitnichten so war: Vielmehr musste der Mann in einem Gerichtsprozess beweisen, dass die Ehefrau über ihre Berufstätigkeit ihre Pflicht der Haushaltsführung vernachlässigte, bevor man sie dazu zwingen konnte, ihre außerhäusliche Arbeit aufzugeben. Dazu kam es nur verschwindend selten. Dieses vermeintliche „Arbeitsverbot“ spielte für die große Mehrheit der Ehefrauen und Mütter keine Rolle als lebensbestimmender Faktor. Dort, wo eine verheiratete Frau arbeitete, war die Familie auf das zusätzliche Einkommen angewiesen, so dass es sich für den Ehemann von selbst verbat, seiner Frau das Arbeiten zu verbieten. Dort, wo der Mann genug verdiente, früher weit häufiger der Fall als heutzutage dank neoliberalen Lohndumpings, verspürte die Frau schlicht nicht den Wunsch arbeiten zu gehen. Die Zahl der Fälle, in welchen Männer ihren Frauen erfolgreich das außerhäusliche Arbeiten verboten, gingen gegen Null – es spielte keine Rolle für das weibliche Lebensgefühl. Genauso wenig wie vom Mann „finanziell abhängig“ zu sein, wie es Feministinnen oft formulieren. Da der Mann gesellschaftlich dazu verpflichtet war und ist, sein Einkommen für die Familie aufzuwenden, war diese „Abhängigkeit“ eine Abhängigkeit wie die eines Königs von seinen Bauern oder eines Industrieellen von seinen Arbeitern – und solche Abhängigkeiten verursachen keine Seelenqualen. Diese scheinbare Abhängigkeit diktierte nicht, wer in der Ehe die Hosen anhatte. So war es in früheren Jahrzehnten eine ganz alltägliches Bild, dass die Frauen ihr Männer am Lohntag an den Werkstoren abfingen und ihnen die Lohntüten abnahmen, nicht gerade das Verhalten einer abhängig Unterdrückten… Konsequenz unter anderem: Die Frauen als Überlebende des zweiten Weltkriegs wählten nicht die SPD an die Macht, welche die moderne, emanzipierte Frau als eine arbeitende sah, sondern die CDU, die die traditionelle Rollenverteilung favorisierte.

Das alte Rollenmodell war aber mal: Die feministische Strategie, Frauen in die Knechtschaft zu zwingen, kann man als erfolgreich betrachten. Immer mehr Frauen gehen außerhäuslich arbeiten und man sieht immer mehr der begehrten Sorte: Als Chefinnen. Dennoch nimmt das Glücksgefühl der Frauen ab – was man nicht verstehen kann, denn schließlich ginge es den Frauen „objektiv“ besser als früher.

Feministen sprechen davon, dass Kindererziehen und Haushaltsführung „unbezahlte Arbeit“ sei, womit Frauen ein Opfer erbringen, welches nicht genügend gewürdigt werde. Hier haben wir schon einen Fingerzeig darauf, dass Arbeit kein Vergnügen ist – wie „Selbstverwirklichung“ und „Karriere“ – sondern ein Übel. Van Creveld schreibt zum Begriff „Arbeit“:

Tatsächlich gibt es im Althebräischen eigentlich kein Wort für »Arbeit«. Das moderne Wort für Arbeit, avoda, leitet sich vom Stammwort avad, dienen, ab. […] Immer wieder berichtet die Bibel, daß dieses oder jenes Volk unterworfen und dazu gezwungen wurde, dem Eroberer zu »dienen«. Die Söhne Israels beschwerten sich lautstark bei Gott über den »Dienst«, den sie den Ägyptern leisten mußten. »Arbeiten« ist also keineswegs etwas Angenehmes […]. Von avad leitet sich auch das Wort für Sklave, eved, ab, was impliziert, daß Arbeit gleichbedeutend ist mit Dienst und Dienst mit Arbeit. Ebenso kann ponos, das griechische Wort für Arbeit, auch »Leiden« oder »Strafe« bedeuten. […] Das lateinische Wort »labor« hat die Nebenbedeutungen »erdulden«, »leiden«, »Not« und »Qual« — einschließlich der Qualen, die Frauen während der Geburt erleiden. Das moderne englische »labor«, das italienische lavoro und das französische travail enthalten noch immer diese Bedeutungen. Außerdem wird im Englischen in der Wortverbindung »labor under« (leiden unter) der Bezug zwischen Arbeit und Leiden besonders deutlich. („Das bevorzugte Geschlecht“ – Seite 114)

Die Männerfeindin Laurie Penny hatte für eine Feministin diese bemerkenswerte Erkenntnis, eben dass Arbeit kein Vergnügen ist:

„… wenn du einen [Job] hast, bist du frei, Baby. Wer schon einmal einen Tag lang richtig malocht hat, weiß, dass das eine gigantische Lüge ist. Dennoch wurde die Frauenemanzipation umdefiniert…[dass sie Berufstätigkeit bedeutet]“

Der Grund, warum Frauen unglücklicher geworden sind, ist, dass Frauen mehr arbeiten, und zwar, weil sie es müssen. Frauen sind nicht freier geworden, sie sind unfreier geworden. De Beauvoir spricht davon, dass man den Frauen eine „Wahl“ nehmen muss – über eine „Wahl“ zu verfügen hat aber etwas mit Freiheit zu tun.

Anstatt also dem Mann etwas Freiheit zu gönnen, ihn aus der Tretmühle zu entlassen, treiben Feministen und Neoliberale die Frau in die Maloche unterstützt von einer von Frauenerwerbstätigkeit und staatlicher Kindeserziehung besoffenen Linken und Mitte.

Dass Männer nicht nur unten, z.B. bei den Obdachlosen, sondern auch oben als Chefs und Manager dominieren, und zwar nicht deshalb, weil sie „bevorzugt“ seien, passt dabei ins Bild, dass Arbeit Entbehrung und nicht Selbstverwirklichung bedeutet, Hoffmann schreibt:

Untersuchungen unter Tausenden von Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführern
großer Firmen und Konzerne sowie freiberuflich Tätigen (Rechtsanwälte,  Wirtschaftsprüfer, Ärzte) und Angestellten des mittleren Managements brachten folgende Erkenntnisse über das Lebensgefühl oberhalb der »gläsernen Decke« hervor: Fast die Hälfte beklagt, dass sie ihre Arbeit so in Anspruch nimmt, dass für ein Privatleben kaum Zeit bleibt. Jeder Fünfte ist generell unzufrieden mit dem Malocherzwang. Was nicht verwundert: In den obersten Etagen wird heute 13 Stunden pro Tag gerackert, das Wochenende eingerechnet. Bei jedem vierten Schwerverdiener nimmt der Beruf mehr als vier Fünftel des gesamten Tages in Anspruch – eine Sklaverei, die sich mit manchem Geplacke in den untersten Schichten vergleichen lässt. 84 Prozent der Manager wissen, dass ihr Tagesrhythmus sich mit einer unbelasteten Ehe nicht vereinbaren lässt (dafür machen ihre Frauen bei der Scheidung reiche Beute), Freunde haben sie aus Zeitmangel auch so gut wie keine mehr, und selbst in der Rolle des autoritären »Chefs« fühlen sich viele unbehaglich. 53 Prozent fällt es schwer, Anweisungen zu geben. Viele Bosse bezweifeln, dass man sie ohne Titel und Status überhaupt respektieren würde. Oft genug war es für sie nur nach (selbst-)zerstörerischen Schlammschlachten möglich, an die Spitze zu kommen. 58 Prozent der im mittleren Management Tätigen sowie der erfolgreichen Selbständigen glauben, wegen der Karriere gedankenlos Jahre verschwendet zu haben und nun trotz allen äußerlichen Erfolges ein sinnentleertes Leben zu führen: »Ich bin wütend, weil ich in meiner Eile, gleich nach der Schule eine Karriere aufzubauen, so dass ich ein gutes Auskommen erzielen konnte, so dass ich heiraten konnte, so dass ich meinen Eltern, Verwandten und dem Rest der Welt zeigen konnte, dass ich ein >reifer und verantwortungsbewusster Mann< war, einige
Träume aufgegeben habe, was mir heute sehr leid tut.« Zu dem zwanghaften Drang, schwierige und umfangreiche Aufgaben zu übernehmen, um endlich die für das Selbstwertgefühl so dringend notwendige und bislang vermisste Anerkennung zu erhalten, kommt die wachsende Unfähigkeit, eigene Bedürfnisse und Wünsche von Fremdbestimmung zu unterscheiden. Bereits Ende der achtziger Jahre, fand der Geschlechterforscher Hollstein heraus, wollten siebzig Prozent der Männer lieber einen anderen als den eigenen  Beruf ausüben. Nur selten aber teilten sie ihren Partnerinnen ihre Unzufriedenheit mit: »Unter der Arbeit zu leiden gilt als unmännlich.« (SFBM?, Seite 375)

Das also, was einem von aller Welt als das ultimative Ziel im Leben verkauft wird: Karriere zu machen und so hoch wie möglich aufzusteigen, ist mit einem enormen Leidensdruck verbunden.

Frauen, die sich auf diesen Weg begeben, dürften das bereits frühzeitig bemerken und sich einer solchen Lebensplanung verweigern, ein Grund dafür, warum die vermeintliche „Gläserne Decke“ dicht über dem Boden schwebt. Denn auch wenn weniger und weniger Männer in der Lage sind, eine Frau Vollzeit von der außerhäuslichen Arbeit freizustellen, bleibt es dabei, dass nach wie vor Männer den Löwenanteil des Familieneinkommens erarbeiten müssen. Kein junger Mann, der die Schule abgeschlossen hat, denkt sich: „Und dann werde ich ein paar Jahre (oder ganz) zu Hause bleiben, um die Kinder großzuziehen.“ Genauso wenig denkt eine junge Frau daran, mal einen gesunden, erwachsenen Mann zu ernähren, mal sozial nach unten zu heiraten; bevor es dazu kommt, schafft sie sich lieber Kinder als Halbwaisen an. Davon ausgehend, dass es ihm überlassen ist, den größten Teil wenn nicht das ganze Familieneinkommen zu stemmen, orientieren sich Männer auf besser bezahlte aber auch unerfreulichere Berufe – wenn schon denn schon -, während Frauen sich den Luxus leisten, mehr ihren Interessen zu folgen, ein erfülltes Leben auch im Beruf zu leben und dabei ein geringeres Einkommen in Kauf zu nehmen.

Hinzu kommt: Ein Vater, der will, dass es seine Kinder gut haben, wird motiviert sein, Karriere zu machen und somit mit einem hohen Einkommen für die seinen sorgen. Denn wenn man will, dass es jemanden gut geht, ist es eine gute Strategie, sein Leben auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Das ist der Grund, warum Väter diese Maloche auf sich nehmen, und nicht etwa, wie der Giftbeutel Laurie Penny meint, weil sie etwas Macht über Frau und Kinder ausüben wollen.

Männer arbeiten für Frauen. Nicht umgekehrt. Die „unbezahlte Arbeit“, die Frauen leisten ist ein Mythos. Und Frauen verdienen auch nicht weniger durch dieselbe Arbeit. Stattdessen fließt ein gigantischer Strom von Leistungen vom Mann zur Frau: Zum einen durch den individuellen Mann, der die Ernährerrolle übernimmt; zum anderen durch den kollektiven Mann, der durch Steuern, Versicherungs- und Kassenbeiträge belastet wird, wovon mehrheitlich Frauen profitieren: Männer füllen die Kassen, Frauen leeren sie.

Männer sind keine Frauenunterdrücker, sie sind Frauendiener. Man nehme hierzu als weiteres Beispiel zu dem, was man zwar Männern aber nicht Frauen zumuten kann, ein Beispiel, wie Männer für die Gesellschaft verwertet, verbraucht werden, die Wehrpflicht: Diese stellt(e) den totalen Zugriff auf Körper und Leben des Mannes bis in den Tod dar, der auf der weiblichen Seite keinen Vergleich kennt. Feministinnen argumentieren hier, dies sei gerechtfertigt, weil die Mutter die Kinder erziehen würde. Zum einen leistet aber der Vater mit dem Ernähren der Frau einen ähnlichen Dienst, zum Anderen: Die Frau, die Mutter wird, tut dies aus freien Stücken und wird nicht dazu gezwungen. Keine denkt dabei daran, etwas für die Gesellschaft zu tun, zum Beispiel für die demografische Entwicklung. Sie wird Mutter, weil sie einen Kinderwunsch verspürt, also Selbstverwirklichung betreibt.

Das ganze Gerede über Arbeit als „Selbstverwirklichung“ oder „Karriere“ kommt von Frauen, die in Amüsierberufen unterwegs sind; die sich in vollklimatisierten Büros in Kaffeemaschinenreichweite den Hintern breitsitzen und deren schwersten Arbeit es ist, einen Kulli zu halten.

Es gilt also:

Männer arbeiten für Frauen, sowohl individuell als auch kollektiv.  Wichtig hierbei ist, dass Arbeit entgegen der feministischen Auffassung kein Privileg – „Selbstverwirklichung“ – ist, sondern ein notwendiges Übel. Dieses Übel nehmen Männer häufiger in Kauf, da sie weit weniger als Frauen die Möglichkeit haben, sich ihm zu entziehen. Daraus folgt, dass Männer mehr verdienen und öfters Führungspositionen inne haben, was ihnen dann als vermeintliche Bevorzugung ausgelegt wird.

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Ganz normaler Konkurrenzkampf

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Die Quote führt ein weiteres Privileg für Frauen ein: Während sich der Konkurrenzkampf für Männer nochmal verschärft, weil weniger lukrative Posten für sie zu besetzen sind, muss sich das Weibchen allein mit weiblicher Konkurrenz auseinandersetzen, die wie sie in den Genuss der Bevorzugung kommen.

Die feministischen Wahnvorstellungen sind wirklich zu drollig: „Männer schanzen sich die Pöstchen zu.“ erklärte mir eine. Ja, so muss das sein: Wenn es einen freien Posten gibt, mit höherem Status und höherem Einkommen, dann setzen sich die Männer auf dem Männerklo zusammen und diskutieren ganz basisdemokratisch, wer von ihnen in den Genuss der Beförderung kommt.

So ähnlich scheinen sich das Femischisten vorzustellen. Das, was sie im Arbeitsleben im Kampf um die Karriere erleben, ist ihrer Wahrnehmung nach nur sexistische Benachteiligung von Frauen und nicht etwa der ganz normale, harte Konkurrenzkampf, den Männer untereinander und natürlich auch gegen Frauen ausfechten. Ein Mann allerdings, der sich über den harten Berufsalltag beklagen würde, würde schlicht nicht ernst genommen werden, nur Frauen haben das Opferabo reserviert.

Es gibt viele Gründe jenseits von „Diskriminierung“, warum Frauen (noch) seltener als Männer die Chefpöstchen besetzen. Erstens wählen Frauen bereits zu Beginn ihres Berufsleben die falschen Studienfächer. Wenn karriereträchtige – aber auch härtere – Studiengänger überwiegend Männersache sind, während die Laberfächer Frauendomänen, muss man sich nicht wundern, wenn das erwünschte Ergebnis nicht eintritt. Zweitens: Feminschistinnen reden ständig von „Karriere und Selbstverwirklichung“. Das führt in die Irre: Karriere bedeutet nicht Selbstverwirklichung. Sich dem harten Konkurrenzkampf im Kampf um die Spitze auszusetzen – in Übervollzeit und das über Jahrzehnte hinweg – ist das exakte Gegenteil von „Selbstverwirklichung“: Es ist Entbehrung, Mühsal und Leid, und so ein Leben ist Männersache. Deswegen greifen Frauen auch weitaus seltener als Männer zu, wenn ihnen eine Beförderung angeboten wird. Eine Chance auf mehr Einkommen aber eben auch Nachteile, wie weniger private Zeit für Freunde, Familie und Hobbys und mehr Verantwortung. Femischistinnen sagen selber, dass Frauen mehr Wert legen auf die sogenannte „Work-Life-Balance“, was übersetzt bedeutet, dass sie nicht soviel arbeiten wollen. Eine Managerin merkte dazu mal an: Wenn Frauen wirklich Karriere machen wollen, dann müssen sie raus aus der „warmen Badewanne“ in der sie sich so gerne tummeln. Nur: Warum eigentlich? Warum sollte eine Frau – und auch der Mann – das auf sich nehmen? Für Männer gibt es hier eine Antwort: Für ihre Familie. Männer machen etwas, wofür Frauen nicht bereit sind, nämlich ihre Familie aus der Ferne zu ernähren, für ihr Wohl zu sorgen. Damit haben Männer eine größere Motivation als Frauen, sich der Anstrengung der Karriereleiter auszusetzen. Sein Einkommen ist es, welches über Wohl und Wehe seiner Familie entscheidet, also hängt er sich auch mehr rein. Wenn Frauen bereit wären, es genauso wie Männer zu halten, sie würden nicht ausschließlich nach oben heiraten, womit sie sicherstellen, dass das Los die Verantwortung für die finanzielle Existenz zu tragen, an ihnen vorübergeht, denn selbstverständlich bleibt derjenige zu Haus, genießt das Privileg, von der außerhäuslichen Arbeit befreit zu werden, der weniger verdient – also die Frau. Wenn der Herd dem Bergwerk nicht vorzuziehen wäre, spätestens mit dem Frauenwahlrecht wäre die traditionelle Rollenverteilung erledigt gewesen. Sie ist immer noch die Norm, weil es von Frauen exakt so gewünscht wird.

Die heutigen Topmanagerinnen kommen mehrheitlich aus „gutem Hause“, sind bereits privilegiert geboren worden. Ein kurzer Blick in die Politik: Ein Ursula von der Leyen hat nur wenige Wahlplakate angebracht und ist trotzdem Spitzenpolitikerin – obwohl sie eine Frau ist. Die Frauenquote – sei sie vom Gesetzgeber vorgeschrieben oder von Konzernen freiwillig installiert – nützt nur einer kleinen Elite von Frauen etwas. Und hier zeigen sich auch die realen Machtverhältnisse im Matriarchat: Es hat was mit Macht zu tun, vorzuschreiben, wie Posten zu besetzen sind. Die Quote führt ein weiteres Privileg für Frauen ein: Während sich der Konkurrenzkampf für Männer nochmal verschärft, weil weniger lukrative Posten für sie zu besetzen sind, muss sich das Weibchen allein mit weiblicher Konkurrenz auseinandersetzen, die wie sie in den Genuss der Bevorzugung kommen.

Aber gut, das betrifft ja nur die Männer, die sowieso schon zur Elite gehören. Die müssen nicht unter der Brücke schlafen, wenn ihnen weiterer Aufstieg verwehrt wird. Um die da oben muss man sich keine Sorgen machen. Wenn es das allein wäre, würde ich sogar für eine 100%-ige Frauenquote plädieren. Warum? Damit man sich endlich mal um echte Probleme kümmern könnte, um Menschen in wirklicher Not, Obdachlose zum Beispiel. Denn solange Frauen als Cheffinnen seltener zu sehen sind als Männer, werden Femischistinnen weiterhin ihre Jammerarie auf allen Kanälen anstimmen. Es gibt nur einen Grund, warum ich dagegen bin: Ein Matriarchat bedeutet grausame Tyrannei. Erst Recht für Männer. Keine Politikerin redet mal davon, was man mal für Männer tun könnte; Männer, die unter der Brücke schlafen oder sich umbringen. Man schaue sich nur an, wie sich Frauen verhalten, wo sie die Macht haben: In der Familie, in der Trennung. Wie verhalten sie sich? Wie die letzten Säue.

Nochmal: Überholte Männlichkeitsideale

Vor kurzem habe ich darüber geschrieben, dass nach feministischer Auffassung überholte (und schädliche) Männlichkeitsideale dafür verantwortlich sind, dass sich Männer häufiger umbringen und andere Notlagen erleiden: Sie fragen nicht nach Hilfe, sind also „selbst schuld“ aber auf keinen Fall benachteiligt. Das lässt sich widerlegen mit dem Hinweis auf die Mainstreamberichterstattung, die konsequent weibliche Not betont und männliche Opfer unsichtbar macht. Dies ist eine Folge mangelnder Empathie gegenüber Männer: Männer in Not rühren nicht zu Tränen. Dieser Mangel führt auch zu weniger Zuwendung und Hilfe für Männer. Es gibt eine breite Forschung etwa zu Gewaltbetroffenheit von Frauen, Männer werden gar nicht erst gefragt. Für Frauen gibt es unzählige Hilfsmaßnahmen, für Männer kaum welche – unwillkommene Komplimente führen zu nationalen Debatten, während kein Journalist auch nur einen müden Finger krümmt, um mal die Frage zu stellen, warum sich Jungen elfmal häufiger umbringen als Mädchen und was man dagegen tun könnte.

Es liegt also folgendes vor: Einer Hälfte der Bevölkerung wird beigebracht, sich bei großen und kleinen Problemen Hilfe zu suchen, genauso, wie über Leid zu klagen. Der anderen Hälfte wird beigebracht, alleine klarzukommen, hart zu sein, nicht zu weinen und es Indianern nachzumachen, die vermeintlich keinen Schmerz kennen; nicht sich helfen zu lassen, sondern zu helfen. Preisfrage: Welche Gruppe ist die benachteiligte?

Eine Feministin würde hier natürlich einwenden, dass das „Patriarchat“ eben auch schlecht für Männer ist. Der Fehler in diesem Argument ist aber, dass eine solche Gesellschaft kein „Patriarchat“ ist, da in der Theorie ein „Patriarchat“ eine Gesellschaft ist, die zum Vorteil von Männern ausgerichtet ist – was offenkundig nicht der Fall ist, bei all den Nachteilen, die Männer erleiden.

Weiter kann man einer Feministin dann auch entgegenhalten, dass sich Männer mit ihren „überholten Männlichkeitsidealen“ im Konkurrenzkampf besser durchsetzen können als Frauen. Die geringe Präsenz von Frauen in den Chefetagen ist also keine Folge von Diskriminierung, sondern dem Umstand geschuldet, dass Männer von ihrer Erziehung her härter und zäher sind (und Frauen zudem das Privileg genießen, als Mutter zuhause bleiben zu können und somit in der Karriere zurückbleiben. Dies ist aber keine geschlechtsspezifischer Nachteil, da auch Männer, die sich eine berufliche Auszeit nehmen, Einbußen erleben).